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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

* 16.02.1990

2002 bis 25. Februar 2013 im FCSG. -- 105 (68 NLA/27 NLB/10 Cup) Spiele und 21 (11 NLA/6 NLB/4 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Mai 2008 beim 0:0 gegen den FC Aarau.

Der Stürmer mit dem berühmten Namen (Die Brüder Xam und Trello Abegglen bestritten einst 68 bzw. 52 Länderspiele, der dritte Bruder Jean 3; von einer Verwandtschaft des St. Gallers ist aber nichts bekannt) kam 2002 (frühere Angaben: 2003) vom FC Staad in den Nachwuchs des FCSG. -- Nach seinem Debüt im Fanionteam musste sich Abegglen lange gedulden, kam in der NLB-Saison 2008/09 nur zu 4 Einsätzen, empfahl sich währenddessen aber in der U21 mit 14 Toren in der 1. Liga.

Nach dem Wiederaufstieg im Sommer 2009 fand sich Abegglen mehrheitlich im Aufgebot der 1. Mannschaft, feierte im September im Heimspiel gegen die Young Boys sein erstes Tor (den Hoffnung bringenden Anschlusstreffer zum 1:2, am Ende gabs ein 2:3). -- Im Frühling 2010 im Heimspiel gegen Luzern schoss Abegglen seine einzige Doublette (Treffer zum 1:0 und 2:0 beim 3:1-Sieg). -- In seiner zweiten NLA-Saison litt auch Abegglen unter dem Abwärtstrend der Mannschaft. Im September erlitt er im Cupspiel in Flawil zudem einen Teilriss des Aussenbandes im rechten Knie und fiel rund zwei Monate aus. -- Im Frühling 2011 war der Stürmer beim wichtigen 3:1-Auswärtssieg gegen die Grasshoppers Schütze des 1:1-Ausgleichtreffers. Trotzdem gings am Saisonende zurück in die Zweitklassigkeit. -- In der Saison 2011/12 wurde Abegglen im Herbst meist hinter den Sturmspitzen auf der Flanke eingesetzt. -- Zum Rückrundenstart wieder vorne im Sturm, erzielte Abegglen gegen Delémont den ersten Saisontreffer und liess in den folgenden drei Spielen je ein Goal folgen und zeigte wiederholt, dass er sich als "Wühler" im Sechzehner wohl fühlt.

Nach dem guten Saisonstart im Sommer 2012 wurde Nico Abegglen für die EM-Qualifikationsspiele gegen Spanien und Estland erstmals in die U21-Nationalmannschaft aufgeboten. -- Abegglen spielte früher auch in der U18-Nati und bestritt 5 U20-Länderspiele (2 Tore). -- Sein letzter persönlicher Höhepunkt in Grün-Weiss blieb das Heimspiel Anfang August gegen die Grasshoppers, als er in der 90. Minute sein Team nach unermüdlichem Anrennen erlöste und doch noch das 1:1 erzielte. -- Unermüdlich war auch Abegglens Kampfgeist. -- Weniger glücklich waren die Verantwortlichen mit seiner Torausbeute.

Nach dem FCSG

Als der FCSG Anfang 2013 mit Mikael Ishak und Savo Kovacevic zwei neue Angreifer verpflichtete, sah Abegglen keine Zukunft mehr in St. Gallen, liess den Vertrag auflösen und wechselte zum FC Vaduz in die Challenge League. --Dort lief es für den Stürmer zunächst rund; in 12 Spielen erzielte er 5 Tore. -- Im letzten Saisonspiel gegen Absteiger Locarno zog er sich jedoch einen Kreuzbandriss zu und fiel danach über ein halbes Jahr aus. -- So konnte er im Frühling 2014 nur in 9 Spielen eingesetzt werden. -- Am 1. Mai 2014 wurde Abegglen mit Vaduz erstmals Cupsieger, er selbst erzielte beim 6:0 im Final gegen Eschen/Mauren zwei Tore. -- In der Super League musste sich Abegglen weiterhin vorwiegend als Joker bewähren; nur in 2 von 12 Einsätzen stand er in der Startformation und blieb ohne Torerfolg. -- Dafür war Abegglen auch im Cupfinal 2015 Torschütze. Beim 6:0-Sieg gegen Triesenberg eröffnete er das Skore.

Kurz vor Saisonstart im Juli 2015 löste er den Vertrag mit Vaduz aus und wechselte zum FC Wohlen in die Challenge League. -- Für die Freiämter erzielte er in zwei Jahren in 35 Meisterschaftsspielen 7 Tore, wobei Abegglen im zweiten Jahr nur noch einmal traf. -- Schliesslich wechselte der Stürmer im Sommer 2017 zum SC Brühl.

aktualisiert 27. Juni 2017
* 07.01.1977 | Nationalität: Schweiz/Italien

1. Juli 2001 bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 18 (16 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. September 2001 beim 4:1-Heimsieg gegen die Young Boys.

Flavio Agosti kam vom FC Kreuzlingen und wurde für die U21 verpflichtet, rückte aber nach dem Transfer von Jörg Stiel schon im Juli zum Goalie Nummer 2 des Fanionteams auf. -- Im schwierigen Herbst 2002 wurde Agosti vorübergehend die Nummer eins im Tor der Espen. -- Im ersten Spiel unter Thomas Staub löster er zur Pause Oliver Stöckli ab. -- Auf das 3:11 in Wil liess Agosti wieder gute Leistungen folgen. -- Als Heinz Peischl im Januar 2003 Trainer wurde, kam mit Stefano Razzetti ein neuer Torhüter in die Ostschweiz, Agosti (und nicht Stöckli) war fortan Ersatz des Italieners. -- Im Sommer 2004 wechselte Agosti zum NLA-Aufsteiger  FC Schaffhausen, für den er während zwei Saisons hinter Marcel Herzog Ersatzgoalie war und in der Saison 2005/06 zu 5 NLA-Einsätzen kam. -- Danach beendete er seine Karriere.

Flavio Agostis Junioren-Klub war der FC Gossau. -- In der Saison 93/94 war er für ein Jahr im FCSG-Nachwuchs und kehrte dann nochmals für zwei Jahre zum FC Gossau zurück, wo er am Ende, als Ersatzgoalie, den NLB-Aufstieg feierte. -- Dann von 1996 bis 1998 im SC Brühl, 1998 - 2000 im FC Widnau und 2000/01 im FC Kreuzlingen.

22.03.2011
* 25.04.1985 | Nationalität: Ghana

6. Juli 2004 bis 18. Juli 2006 und Januar 2007 bis Juni 2008 im FCSG. -- 27 (23 NLA/3 Cup/1 UI-Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 2004 bei der 1:3-Niederlage beim FC Zürich.

Kwabena Agoudas Start in St. Gallen war hoffnungsvoll. Beim Debüt in Zürich erzielte er gleich sein erstes Tor. --  Doch wurde er schon nach zwei Monaten jäh gestoppt. Im Cupspiel in Arbedo zog sich der Ghanaer schwere Knieverletzungen zu, seine erste Saison in Grün-Weiss war vorzeitig beendet. -- Nach seinem Comeback nicht mehr über die Joker-Rolle hinausgekommen. -- Im Sommer 2006 für ein halbes Jahr an Winterthur ausgeliehen (11 NLB-Spiele/2 Tore). -- Agouda kam vom FC Nania in Ghana. -- Der Stürmer wechselte im Sommer 2008 zu Hapoel Bnei Lod in Israels Liga Leumit (zweihöchste Liga), wo er in 22 Spielen 8 Tore erzielte. -- Später bei Hapoel Kiryat Shmona, mit dem er aus der höchsten israelischen Liga abstieg. -- Dann in der Liga Leumit bei Hapoel Kfar Saba, seit 2011 wieder bei Hapoel Bnei Lod, mit dem er Platz 2 erreichte, aber in der Aufstiegs-Barrage an Hapoel Ramat Gan scheiterte.

korrigiert (Anzahl Spiele) 01.06.2014
* 01.09.1977 | Nationalität: Argentinien

1. Juli 2006 - 30. Juni 2008 im FCSG. -- 72 (64 NLA/2 Barrage/4 Cup/2 UI-Cup) Spiele und 33 Tore (27 NLA/6 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 2006 beim 1:1 in Schaffhausen.

Francisco Aguirre wechselte von Al-Arabi (Katar) ins Espenmoos, war aber in der Schweiz bereits für seine Goalgetter-Qualitäten bekannt. -- Torschütze beim ersten Auftritt in Grün-Weiss. -- Vorab in der ersten Saison in Abwechslung mit Sturm-Partner Alex Tachie-Mensah für viel Begeisterung sorgend. -- Öfter angeschlagen, hatte Aguirre in der zweiten Saison Mühe, regelmässig aufzublühen.

Nach dem Abstieg wechselte Aguirre nach Zypern zu Omonia Nikosia, im Janaur 2010 zum kleineren Ligakonkurrenten Aris Limassol. -- Ende August 2010 kehrte der Goleador zurück in die Schweiz und unterschrieb im FC Locarno (NLB). Aguirre erzielte in 19 Spielen 3 Tore, kam aber in der erfolgreichen Schlussphase der Saison nur noch zu Teilensätzen. -- Ab Juli 2011 wieder im Südtessin. Für den Erstligisten FC Mendrisio-Stabio bestritt er bis zur Winterpause 15 Spiele und erzielte 4 Tore in der 1. Liga. -- Im Januar 2012 beim der AC Malcantone (2. Liga). -- Ab Juli 2012 beim FC Oberwallis Naters in der 1. Liga Classic. Dort erzielte er in der ersten Saisonhälfte vier Tore, verpasste aber nach der Winterpause die Vorbereitung auf die Rückrunde. Im Frühling 2013 wurde der Vertrag aufgelöst, Aguirre schloss sich dem FC Azzurri 90 Lausanne an, der zur Saison 2013 in die 1. Liga Classic aufstieg.

Aguirre spielte in Argentinien unter anderem für die Grün-Weissen vom Club Atletico Banfield und für Quilmes und wurde 2002 vom damaligen Erstligisten Chiasso verpflichtet (31 Tore in 25 Matches). -- 2003 zu Yverdon in die NLB, wo er in der 2. Saison mit 24 Treffern massgeblich am Aufstieg beteiligt war. -- Mit den Waadtländern auch in der NLA stark (13 Tore in 17 Spielen) und im Winter etwas überraschend nach Doha, Katar tranferiert. -- Später wurde vermutet, dass Sportchef René Weiler schon in jener Winterpause den Wechsel zum FCSG einleitete, schliesslich buhlte auch die Konkurrenz (besonders YB) um seine Dienste.

aktualisiert 02.08.2013
* 26.02.1997 | Nationalität: Schweiz/Kosovo

Ab 1. Juli 2017 im FCSG.

Der Zwillingsbruder von Stürmer Albian Ajeti (und Bruder von Arlind) wurde vom FC Wil übernommen. Das wurde schon Ende März bekannt gegeben. Wenige Tage zuvor hatte Albian, zuvor ausgeliehen vom FC Augsburg, einen Vertrag unterschrieben.

Adonis ist Innenverteidiger und wechselte im Winter 2016 aus Basel zum FC Wil. Nach dem ersten Saisonspiel im Juli 2016 verpasste er den Rest der Hinrunde, war aber in der zweiten Saisonhälfte, als Wil nach finanziellen Problemen auch einige Abgänge hatte, regelmässig in der Startformation - bis er nach Mitte April erneut verletzt ausfiel. Adonis kam für Wil zu 21 Einsätzen in der Challenge League.

Im Nachwuchs des FC Basel spielte Adonis ab 2005, ab Sommer 2014 in der U21, für die er 30 Spiele in der Promotion League bestritt. Einmal durfte er mit der Profimannschaft auflaufen: Im abschliessenden Gruppenspiel der Europa League auswärts gegen Lech Poznan (1:0-Sieg) vom 10. Dezember 2015 ersetzte Adonis in der Halbzeit Michael Lang. -- Bis zur U17 kam er zudem zu einigen Spielen in SFV-Auswahlen.

18.06.2017
* 26.02.1997 | Nationalität: Schweiz/Kosovo

Seit 31. August 2016 im FCSG. - Bisher 30 (29 NLA/1 Cup) Spiele und 11 (10 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. September 2016 beim 0:2 gegen den FC Lugano.

Albian Ajeti wurde vom FC Augsburg ausgeliehen, der Vertrag am Tag des Transferschlusses abgeschlossen.

Ajeti war erst 8 Monate zuvor vom FC Basel nach Augsburg gewechselt, wo er nach Goalie Marwin Hitz der zweite Schweizer im Kader war. -- Beim Bundesliga-Club kam er in seinem ersten Halbjahr nur zu einem Einsatz, am 12. März in Darmstadt. Dort lag Augsburg bei seiner Einwechslung noch 0:2 zurück, erreichte aber noch ein 2:2. -- Nachdem Trainer Markus Weinzierl zum FC Schalke wechselte, verlor Ajeti unter dessen Nachfolger Dirk Schuster, der aus Darmstadt kam, keine Aussichten auf Besserung.

In der Super League kam Albian Ajeti als 17-Jähriger erstmals zum Einsatz, am 6. April 2014 beim 0:0 gegen den FC Thun. -- Sein älterer Bruder Arlind, Abwehrspieler, war in jener Saison unter Murat Yakin nahe an einem Stammplatz (19 Einsätze). Und lobte zu jenem Zeitpunkt, dass Angreifer Albian noch talentierter sei. -- Im zweiten Super-League-Spiel zeichnete sich Albian erstmals als Torschütze aus (am 18. Mai, zum 1:0 beim 4:2-Sieg gegen Lausanne). -- Während Arlind in der darauf folgenden Saison unter Paolo Sousa kaum mehr auflief, ein Jahr später keinen Vertrag mehr erhielt und nach Italien wechselte, kam Albian in den letzten sechs Runden im Mai 2015 zu vier Spielen. Und erzielte zum Saison-Abschluss gegen den FCSG das Goal zum 4:3-Sieg. -- Weitere 5 Spiele (und damit 11 total für den FCB) bestritt Albian Ajeti im Herbst 2015 unter Urs Fischer. -- Weil er mit 18 nicht weiter Geduld hatte, auf seltene Einsätze mit dem Serienmeister zu warten, unterschrieb Albian Ajeti in Augsburg einen Vertrag bis 2020.

Albian Ajeti ist Junioren-Internationaler und bestritt bisher 4 U21-Länderspiele. -- Zwillingsbruder Adonis schaffte beim FCB den Sprung ins "Eins" nicht und wechselte im Februar 2016 zum FC Wil. Adonis hatte zwischen 2012 und 2013 ebenfalls für SFV-Nachwuchsauwahlen gespielt. -- Arlind Ajeti brachte es auf 27 Super-League-Spiele und dann auf 16 Einsätze in der Serie A für Frosinone. Im Sommer 2016 wurde er vom FC Torino verfplichtet, nachdem er bei der EM in Frankreich sein 10. und 11. Länderspiel für Albanien bestritt. Davor war Arlind 12-facher U21-Internationaler für die Schweiz.

Stand 04.06.2017
* 03.11.1974 | Nationalität: Nigeria

1. Juli 2004 bis 25. Januar 2005 im FCSG. -- 14 (12 NLA/2 Cup) Spiele und 4 (3 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 2004 beim 3:3 im Heimspiel gegen die Young Boys.

Benedict Akwuegbu kam vom FC Kärnten, für den er in der "Ersten Liga" (zweithöchste Liga) in 5 Einsätzen 6 Tore erzielte. -- Der 1,90 m grosse Stürmer setzte sich zu selten gut in Szene. -- Zwei seiner drei Meisterschaftstore sicherten den Espen einen Punktgewinn, so in seinem letzten Auftritt in Grün-Weiss in Genf, als er das 1:1 erzielte.

Trotz Zweijahres-Vertrag verliess Akwuegbu das Espenmoos im Januar 2005 kurz vor Transferschluss, er fühlte sich im Team zu wenig integriert. -- Für zwei halbe Saisons spielte Akwuegbu im FC Wacker Tirol, kam aber in Innsbruck im zweiten Halbjahr nur noch auf einen Einsatz. -- Im Januar 2006 nach Deutschland zu den Sportfreunden Siegen (2. Bundesliga). -- Im Sommer 2006 nach China zu Tianjin Teda, zwischenzeitlich in Griechenland bei Panserraikos Serres (2. Division). -- Später wieder in China bei Qingdao Jonoon und im Hongdeng FC (Peking). -- Im Januar 2009 zurück in Österreich, wo er für den SV Flavia Solva (Leibnitz) noch in einigen Einsätzen in der steirischen Landesliga zum Aufstieg in die Regionalliga beitrug, aber nicht weiter verpflichtet wurde. -- Im November 2009 wurde Akwuegbu vom Basingstoke Town FC verpflichtet. Mit dem Team aus der Conference (fünfthöchste Klasse) kam er aber nur noch zu zwei Einsätzen.

Akwuegbu wechselte 1991 aus seiner Heimat zum RC Lens nach Frankreich, für den er im B-Team spielte. -- Ab 1992/93 in Belgien, zuerst bei Eendracht Aalst in Belgiens 2. Division. -- Ab Sommer 1993 beim KRC Harelbeke, mit dem er 1995 in die 1. Division aufstieg. -- 1996/97 im SV Zulte-Waregem, mit dem Akwuegbu den Aufstieg in die 1. Division knapp verpasste. -- 1997/98 in der 3. Division beim KVK Tienen. -- Im Sommer 1998 schliesslich wurde Akwuegbu vom Grazer AK verpflichtet. -- Im GAK erlebte er seine sportlich erfolgreichste Zeit. In 100 Bundesliga-Spielen erzielte er 31 Tore, spielte im Europacup und wurde für die "Super Eagles" (Nigerias Nationalteam) aufgeboten. -- 2002 erstmals in China, Akwuegbu wurde an Shenyang Yinde ausgeliehen. -- Im Sommer 2003 zurück in Graz. Akwuegbu konnte keinen Stammplatz mehr erkämpfen und wurde im Winter an den FC Kärnten ausgeliehen; der GAK wurde in jener Saison Meister.

Akwuegbu bestritt 21 Länderspiele für Nigeria, stand im WM-Kader 2002 (1 Einsatz, beim 0:0 gegen England). -- In der WM-Qualifiaktion 2-facher Torschütze.

25.08.2010
* 29.04.1995

Juli bis 5. Oktober 2015 und 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2017 im FCSG.

Goalie Pascal Albrecht war als Junior zuerst beim SC Brühl und ab 2007 im FCSG. -- Mit 14 ging er zum FC Basel, wo er am Ende die Nummer 3 der Profimannschaft war (und vor allem mit der U21 in der Promotion League spielte).

Mit seiner Rückkehr nach St. Gallen zeichnete sich ab, dass er Jim Freid als dritten Goalie des FCSG verdrängen könnte. -- Zuerst wurde er im Oktober für drei Monate an den FC Vaduz ausgeliehen, nachdem sich deren Reservegoalie Oliver Klaus - ebenfalls ein ehemaliger FCB-Junior - verletzte. -- Die Frage nach der Nummer 3 erübrigte sich nach Albrechts Rückkehr, Freid wechselte gleichzeitig nach Wil. -- Der Weg ins Tor im kybunpark blieb Albrecht trotzdem verwehrt, sieben Mal sass er in der Meisterschaft auf der Ersatzbank. -- Im Herbst 2015 half er bis zur Winterpause beim FC Vaduz als Nummer 2 aus, als deren Reservergoalie Oliver Klaus ausfiel.

Als im Herbst 2016 hintereinander Marcel Herzog und er selbst verletzt ausfielen, wurde Dejan Stejanovic als "Notnagel" geholt. -- Als dieser im November auswärts in Lugano kurzfristig für Dani Lopar einsprang, überzeugte er dermassen, dass die Trainer künftig auch ihm vertrauten. -- Schliesslich wurde Stojanovic' Vertrag verlängert und Albrecht vor dem letzten Heimspiel im Mai 2017 verabschiedet.

Pascal Albrecht gehörte ab der U16 den Nachwuchs-Nationalteams des SFV an.

Stand 27. Juni 2017
* 09.09.1970

Juli 1996 bis Juni 2001 im FCSG. -- 27 (22 NLA/3 Cup/2 UI-Cup-Spiele) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. April 1997 bei der 0:8-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers.

Thomas Alder hat als Ersatzgoalie seinen Anteil am Meistertitel 2000. -- Cupfinalist 1998. -- Trotz seines unglücklichen Debüts genoss Alder viel Vertrauen im FCSG und seinem Umfeld. -- So stand er 13 Monate danach im gewonnenen Cup-Halbfinal gegen Lugano zwischen den Pfosten. -- In den UI-Cup-Spielen gegen Viljandi Tulevik wurde Alder zweimal als Feldspieler eingewechselt. Im Hinspiel im Espenmoos in der 90. Minute für Hakan Yakin, im Rückspiel in Estland bestritt er gar die letzte Viertelstunde (für Edwin Vurens). -- Im Herbst 2000 zog er sich im Training einen schweren Schien- und Wadenbeinbruch zu, worauf er seine Profikarriere vermeintlich beenden musste. -- Der Goalie ging im Sommer 2001 nach Costa Rica und spielte für den FC Carmelita aus der Stadt Alajuela. Carmelita spielte in der höchsten Liga, galt aber mit einem Kleinst-Budget als "Armenhaus" der Primera Divisíon.

Ursprünglich aus dem FC Gossau stammend, spielte Alder zwischenzeitlich im FC Uzwil. -- Ab 1991 wieder in Gossau, 1993 in die NLB aufgestiegen und als Stammgoalie den Ligaerhalt geschafft. -- 1994/95 eine Saison im FC Wil (ebenfalls NLB). -- Danach beim FC Winkeln und SC Brühl, ehe er zu den Espen geholt wurde.

ergänzt 9. November 2011
* 30.04.1991 | Nationalität: Serbien

Seit 18. Februar 2015 im FCSG. -- Bisher 65 (61 NLA/4 Cup) Spiele und 16 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. April 2015 bei der 1:4-Niederlage in Thun.

Danijel Aleksic spielte vor seinem Wechsel in die Ostschweiz in Polen für Lechia Gdansk, löste dort seinen Vertrag jedoch schon Mitte Januar auf, nachdem er im Herbst zuvor nur in der Extraklasa nur in 3 Spielen zum Einsatz kam.

Der Stürmer wird als "Perspektivspieler" betrachtet und soll somit seine Zeit erhalten für den Schritt in die 1. Mannschaft.

In Aleksic' Karriere ging es zunächst steil nach oben: Am 5. Mai 2007 - 5 Tage nach seinem 16. Geburtstag - gab er für den FK Vojvodina (Novi Sad) sein Debüt in der serbischen SuperLiga gegen Roter Stern Belgrad - als bis dahin jüngster Spieler überhaupt. -- Knapp ein Jahr später, am 2. April 2008, schoss er sein erstes Tor (zum 3:1 beim 4:1-Sieg gegen Hajduk Kula). -- Spätestens als Aleksic zum Saisonstart im August 2008 gegen Roter Stern Belgrad das siegsichernde 2:0 erzielte, hatte er das Interesse ausländischer Grossklubs geweckt: Real Madrid und Villarreal sollen sich um ihn bemüht haben. Konkreter umwarben ihn im Herst die beiden führenden Klubs aus Belgrad, Partizan und der Rote Stern. -- Für die Verantwortlichen des FK Vojvodina kam jedoch nicht in Frage, den Jungstar an einen Liga-Konkurrenten zu verkaufen.

Davor bestritt Aleksic im Mai 2008 die U17-EM-Endrunde in der Türkei (bei der Yannis Tafer Torschützenkönig wurde und die Schweiz mit den FCSG-Nachwuchsspielern Michael Lang und Sven Lehmann dabei war). Obwohl Serbien in der Vorrunde scheiterte, wurde Aleksic zum besten Spieler des Turniers gewählt ("Golden Player"). -- Im Herbst spielte Aleksic sowohl in der U19 als auch schon bald in der U21. Und als das Wunderkind am 14. Dezember 2008 in einem Freundschaftsspiel gegen Polen auch erstmals im A-Nationalteam spielte, war für eine weitere Novität gesorgt: Aleksic war der erste Spieler, der im selben Kalenderjahr für vier verschiedene Auswahlen Serbiens gespielt hat.

Obwohl Aleksic im Herbst 2009 ohne Torerfolg blieb, wurde er im Januar 2010 vom CFC Genoa verpflichtet. -- Auch sein Serie-A-Debüt gab er gegen einen Grossen: am 14. Februar 2010 wurde Aleksic in Turin gegen Juventus eingewchselt. -- Es sollte sein einziger Einsatz in der Serie A bleiben. Genoa wollte Aleksic in der Sommerpause nach Crotone (Serie B) ausleihen, doch weigerte sich der Stürmer. -- Schliesslich ging er Ende August nach Deutschland in die 2. Bundesliga zur SpVgg Greuther Fürth. Für die "Kleeblätter" spielte Aleksic im Herbst 2010 regelmässig, in der 2. Saisonhälfte nur noch selten (total 16 Spiele/2 Tore in der 2. BL). -- Im Sommer war Danijel Aleksic zurück bei Genoa. -- Im August wurde Aleksic AO Kavala ausgeliehen, zwei Tage später wurde der Verein wegen Spielabsprachen in der Vergangenheit vom Profifussball ausgeschlossen. -- Im Januar 2012 war es die AS Saint-Etienne, die Aleksic erlöste und unter Vertrag nahm. Das Debüt in der Ligue 1 gab es für den Serben erneut gegen einen "Grossen" - am 7. Mai 2012 war Olympique de Marseille zu Gast. -- Als Aleksic nach eineinhalb Jahren mit nur drei Einsätzen für "Sainté" Anfang September 2013 dem AC Arles-Avignon ausgeliehen wurde, musste er auch eine Stufe tiefer hinnehmen, das kaum auf ihn gezählt wurde. -- In der Winterpause kehrte er nach Saint-Etienne zurück, im Sommer 2014 wurde Aleksic von Lechia Gdansk übernommen, seinem bis dahin dritten Grün-Weissen Klub (nach Greuther Fürth und Saint-Etienne).

Aleksic' erster Junioren-Klub war der FK Veternik.

Stand 04.06.2017
* 08.04.1966 | Nationalität: Österreich

1. Juli 1987 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 36 (33 NLA/3 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 1987 auswärts gegen den FC Sion (0:4-Niederlage).

Dieter Alge wurde von Casino Bregenz/Dornbirn aufs Espenmoos geholt und brachte einige Vorschusslorbeeren mit, trauten ihn doch einige zu, in die Fussstapfen von Gerhard Ritter zu treten. Am jungen Mittelfeldspieler wurden nebst seiner technischen Fähigkeiten die Spielübersicht geschätzt. -- Alge sollte behutsam und auch im Nachwuchs aufgebaut werden. Als er bereits in der 3. NLA-Runde erstmals eingewechselt wurde, schien er Trainer Markus Frei überzeugt zu haben. Bis zum Ende des erfolgreichen Herbsts 1987 wurde Alge nur noch in einem Spiel nicht eingesetzt. Meist spielte er auf der rechten Seite. -- Am Ostermontag 1988, im Auswärtsspiel gegen die Grasshoppers, schied Alge verletzt aus und kehrte erst im letzten Saisonspiel zurück. -- In der zweiten Saison kam Alge nur noch selten zum Einsatz, fehlte auch öfter verletzt. -- Im Sommer 1989 verliess der Vorarlberger Grenzgänger den FCSG. Ausserdem wurde Alge noch im Nachwuchs-Cupfinal von 1989 eingesetzt, den die jungen Espen im Wankdorf gegen Lugano 1:2 verloren.

Erst wurde vermutet, dass Alge zu Austria Salzburg wechseln würde, schliesslich schloss er sich dem Linzer ASK an, wo er zu Beginn Dietmar Metzler als Teamkollegen hatte und für den er einige Jahre in der 2. und 1. Bundesliga spielte. -- Später zurück in Vorarlberg, zuerst als Spieler beim SCR Altach, 1997 bis 1999 beim FC Vaduz (1. Liga). -- Von 2011 bis 2014 war Alge Trainer des FC Höchst, mit dem er 2013 den Aufstieg in die Regionalliga (dritthöchste Spielklasse) schaffte.  -- Zuvor als Trainer auch bei Blau-Weiss Feldkirch, dem FC Koblach und dem FC Lauterach.

12. Oktober 2014
* 01.01.1970 | Nationalität: Marokko

1. Juli bis 3. November 1994 im FCSG. -- 10 (9 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 beim 0:3 in Luzern.

Boujemaa Allaoui kam nach dem Wiederaufstieg von MAS Fès ins Espenmoos. -- Der Stürmer war in Marokko U21-Internationaler und machte in seiner kurzen Zeit in St. Gallen einen hoffnungsvollen Eindruck, blieb aber in den wenigen Einsätzen ohne Torerfolg. -- Anfang Oktober, beim 2:1-Heimsieg gegen Servette, wurde Allaoui noch vor der Pause verletzt ausgewechselt und kam später nur noch zu einem Teileinsatz. Meist musste der Marokkaner als "überzähliger" Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen. -- Schliesslich wurde Allaoui bereits Anfang November wieder an den MAS Fès ausgeliehen.

Inzwischen ist "Buschi" Allaoui in Deutschland in der Region Westerwald heimisch geworden. Von 1999 bis 2002 stürmte er für die SG Betzdorf 06, später als Spielertrainer beim TSV Dreisel und heute als Trainer, der sich noch immer manchmal einwechselt, bei Fortuna Imhausen.

13.01.2012
* 30.04.1977

Ein Cup-Spiel für die Espen am 21. September 1996 beim 4:0-Sieg in Rorschach.

Reto Allenspach kam aus dem Nachwuchs und figurierte in der Saison 1996/1997 häufig im Aufgebot der ersten Mannschaft. -- Der eine Einsatz in der 3. Cup-Hauptrunde blieb allerdings sein einziges Spiel im Fanionteam. -- Es sollte auch nicht klappen mit dem gemeinsamen Auftritt mit (dem entfernt verwandten) Adrian Allenspach: als Reto (und Julico Moura) in der 62. Minute eingewechselt wurden, verliessen Adrian und Giorgio Contini das Spiel.

Reto Allenspach gehörte in der Saison 1992/93 dem U16-Nationalteam an, dass sich für die Endrunde in der Türkei qualifizierte und dort die Viertelfinals erreichte. -- Im Herbst 1992 dem FC Ebnat-Kappel angehörig, dann im Frühling 1993 gemäss damaligem SFV-Aufgebot im SC Brühl. -- In der von Marcel Parietti trainierten Auswahl spielte er gemeinsam mit dem Espen Dorjee Tsawa und Talenten wie Johann Vogel, Patrick Müller und Raphael Wicky; im Tor stand Oliver Stöckli.

korrigiert 06.05.2012

* 31.08.1969

1. Juli 1987 bis 30. Juni 1991 und 1. Juli 1996 bis 30. Juni 1997 im FCSG. -- 37 (33 NLA/4 Cup) Spiele und 11 (9 NLA/2 Cup) Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Oktober 1988 bei der 0:1-Heimniederlage gegen Servette.

Adrian Allenspach kam als Nachwuchsspieler vom FC Münchwilen aufs Espenmoos. -- Der Offensivspieler kam in seiner ersten Phase im FCSG nur zu dem einen Einsatz im Fanionteam gegen Servette.

Im Sommer 1991 zum FC Winterthur. Dort empfahl er sich ein Jahr später und nach 13 NLB-Toren für den FC Schaffhausen. -- Für den FCS erzielte er in der ersten Saison in der NLB und in der Auf-/Abstiegsrunde 19 Tore, in den beiden folgenden Saisons 11 bzw. 14 Tore. -- Höhepunkt war der allerdings mit 0:4 verlorerene Cupfinal 1994 gegen die Grasshoppers. -- 1995 dem FC Aarau ausgeliehen, für den Allenspach in 26 NLA-Spielen 9 Goals erzielte.

In seinem letztem Spiel im Aarauer Trikot Doppeltorschütze beim 4:3-Auswärtssieg auf dem Espenmoos.
Bereits zuvor war bekannt, dass Adrian Allenspach zum FC St. Gallen zurückkehren würde. -- Nun war ihm mehr Glück bescheiden. -- Nach der 5. Runde hatte er 3 der 5 St. Galler Tore besorgt, stets das 1:0: gegen Sion und die Young Boys gab es am Ende einen 2:1-Heimsieg, gegen Basel blieb er einziger Schütze des Spiels. -- Nur eines seiner Meisterschaftstore war nicht punktbringend für den FCSG (bei der 2:3-Heimniederlage gegen die Grasshoppers). -- Zudem auch im Cup-Achtelfinal in Yverdon für den einzigen Treffer verantwortlich.

Trotzdem wurde Allenspach wieder abgegeben, er wechselte im Juli 1997 zum FC Lugano. -- Ein Jahr später vom FC Sion übernommen. -- Noch einmal eine Saison danach, im Sommer 1999, zum FC Wil in die NLB. -- In NLA und NLB erzielte Adrian Allenspach insgesamt beachtliche 89 Tore in 234 Matches.

Nachdem "Adi" Allenspach im Sommer 2000 keinen Vertrag mehr erhielt, beendete er seine Profi-Laufbahn und ging zum FC Bazenheid, dem er sieben Jahre lang als Spieler und später als Trainer treu blieb. -- Seit 2007 ist Allenspach Trainer des FC Tuggen in der 1. Liga, mit dem er im Sommer 2012 in die neue 1. Liga Promotion aufstieg.

ergänzt 24. Juni 2012
* 28.02.1975 | Nationalität: Ghana

1. Juli 1999 bis 8. Januar 2001 im FCSG. -- 64 (55 NLA/3 Cup/6 Europacup) Spiele und 43 (37 NLA/1 Cup/5 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 1999 beim 2:0-Heimsieg gegen Luzern.


Charles Amoah folgte ein halbes Jahr nach Trainer Marcel Koller vom FC Wil ins Espenmoos. -- Er wurde in der Meistermannschaft, die vor allem als Kollektiv glänzte, zum herausragenden Spieler, zum Star. Und zum erst zweiten St. Galler NLA-Torschützenkönig nach Ivan Zamorano. -- Zudem ist Amoah mit 5 Treffern erfolgreichster Europacup-Schütze des FCSG.

Der Übertritt vom FC Wil wurde erst spät geregelt, zwei Tage vor dem Startspiel gegen den FC Luzern fehlte ihm noch die Spielberechtigung, die dann doch noch rechtzeitig eintraf. Sofort war Amoah prägender Spieler: Er holte den Penalty, den Jairo zum 1:0 verwertete, heraus, und erzielte in der 90. Minute das Tor zum 2:0-Endstand selbst. -- In der 2. Runde erzielte Amoah in Lausanne den einzigen Treffer, seine 16 Tore legten die Grundlage zur Tabellenführung nach Abschluss der Qualifikation. -- Seine wohl wichtigsten Tore auf dem Weg zum Meistertitel erzielte er beim Start in die Finalrunde: Die Espen lagen nach einer Viertelstunde 0:3 zurück, die Grasshoppers als erster Verfolger des FCSG wähnten sich zu früh als Sieger. Amoah weckte sein Team mit dem 1:3. Und als GC in der 90. Minute nochmals in Führung ging, antwortete Amoah in der 93. Minute mit einem phantastischen Schuss ins Lattenkreuz zum 4:4. -- Schon im ersten Saisonviertel ebnete Amoah mit späten Toren den Weg zum Titel. Etwa im Heimspiel gegen Yverdon, als die Waadtländer in der 92. Minute den Ausgleich erzielten, Amoah aber im Gegenzug das 3:2 schoss. Ähnlich wars im Espenmoos gegen Basel, als die Gäste in der 91. Minute in Führung gingen - und Amoah noch ausglich.

Herausragend war Amoah nicht nur dank seiner vielen Tore und starken Dribblings. Frei von Starallüren, mannschaftsdienlich, keinem anderen etwas neidend, stets mit Demut auftretend, lebte "Charly" auf und neben dem Spielfeld vorzügliche menschliche Qualitäten vor.

Den Einzug in die Champions League verpassten die Espen zwar, Amoah selbst machte spätestens in den beiden Qualifikationsspielen gegen Galatasaray Istanbul auch international auf sich aufmerksam - auch wenn er nach seinem Tor zum 1:0 eine hervorragende Chance zum 2:0 verpasste. In Istanbul traf Amoah erneut, als er den brasilianischen Nati-Goalie Taffarel narrte und zum 2:2 einschob. -- Beim UEFA-Cup-Triumph gegen Chelsea wie beim denkbar knapp erlittenen Out gegen den FC Brügge hatte Amoah weitere beeindruckende Auftritte auf europäischer Ebene. Bis auf das 0:1 im Hinspiel gegen Chelsea war Amoah in jedem Europacup-Match Torschütze. -- Auch in der Liga blieb Amoah ein zuverlässiger Skorer. Zur Winterpause war er gemeinsam mit Ionel Gane (und Basels Jean-Michel Tchouga) mit 12 Toren die Nummer 3 des NLA-Torschützenklassements. Wie schon in der Meistersaison bestritt Amoah sämtliche Spiele der Qualifikation.

Wechsel zu Sturm Graz

Hoffnungen auf einen Vertrag in England erfüllten sich für Amoah nicht, dafür holte ihn Anfang Januar 2001 der SK Sturm Graz. Die Steirer spielten damals zum dritten Mal in Serie in der Champions League, hatten in jener Saison gar die 2. Phase erreicht (für die Amoah nicht spielberechtigt war, weil er bereits für den FCSG im Europacup auflief). -- Der schillernde Sturm-Präsident Hannes Kartnig wollte mit dem Transfer eine weitere Machtdemonstration beweisen. Rund 6 Millionen soll er ausgegeben haben, was damals österreichischer Rekord war und bis heute für den FCSG ebenfalls Höchstwert ist. -- Sportlich lief es für Amoah nicht wie gewünscht. Trainer Ivica Osim hatte sich den St. Galler nicht gewünscht und liess ihn dies auch spüren. -- Sturm beendete die Saison nur als Vierter, schaffte es über den Intertoto-Cup in den UEFA-Cup. Ein Jahr später wurde Amoah mit Sturm Zweiter, doch geriet der Verein langsam in wirtschaftliche Schwierigkeiten. 72 Bundesligaspiele bestritt Amoah für die Grazer, Ende August 2003 wurde er dem SV Austria Salzburg ausgeliehen. Als Walter Hörmann Trainer wurde in Salzburg, wurde Amoah aussortiert. -- Zurück in Graz, kündigte ihm der SK Sturm den Vertrag - wegen einer Knieverletzung, die ihn schon lange behinderte. -- Amoah wehrte sich - letztlich erfolgreich - gegen die Einstellung der Lohnzahlung. -- Später soll Amoah kurze Zeit für den ASK Kottingbrunn gespielt haben. Ein Probetraining beim FC Tirol brachte ihm mit der Begründung, zu wenig fit zu sein, keinen Vertrag. Schliesslich klappte es im Januar 2007 beim LASK Linz mit einem Engagement. Der LASK schaffte die Rückkehr in die Bundesliga, Amoah kam aber nur zu einem Einsatz. -- Heute lebt der meisterliche Torschützenkönig noch immer in Graz und arbeitet für eine Brauerei.

Vor dem FCSG: harte Landung in Winterthur, glücklichere Zeiten in Frauenfeld

In die Schweiz kam Charles Amoah von Okwawu United im Sommer 1995. Peter Stadelmann wurde von Winterthurs Klubpräsident um Mithilfe zur Finanzierung des ghanaischen Torschützenkönigs gebeten. -- Amoahs Landung auf der Schützenwiese war hart. In seinem ersten Testspieleinsatz gegen Werder Bremen fühlte er sich vom Tempo überfordert. -- Der Start in die Meisterschaft gelang ihm besser. In der 2. NLB-Runde erzielte er seinen ersten Treffer zum 1:1-Ausgleich im Derby in Schaffhauen. Ende August auf dem Bergholz erzielte Amoah beide Tore zum 2:0 gegen Wil. Doch setzte Trainer Martin Andermatt immer weniger auf ihn. -- Mitfavorit Winterthur verpasste die Auf-/Abstiegsrunde. -- "Wie eine Ware" sei Amoah in Winterthur behandelt worden, sagte Stadelmann. -- Amoah selbst fand in dieser Zeit Kraft im Glauben. -- Zur Saison 1996/97 ging Amoah einen Schritt zurück. Beim FC Frauenfeld fand er Vertrauen und ein Umfeld, das ihm wohlgesinnt war. Und so war er bald Topskorer der 1.-Liga-Gruppe 4. Im Januar 1997 sollte er zurück in die NLB, zum FC Wil, doch Trainer Pierre-André Schürmann lehnte ab, mit der Begründung, er brauche spielerisch starke Spieler und keine reinen Konterstürmer.

Im Sommer 1998 war auch Marcel Koller skeptisch, holte aber Amoah vor dem ersten Probetraining persönlich am Bahnhof Wil ab - und war bald überzeugt. -- Auch die Ligakonkurrenten Thun, Schaffhausen und Baden sollen sich damals um den Frauenfelder bemüht haben, der Stürmer fühlte sich aber bei Koller gut aufgehoben. Beim FC St. Gallen wollte man ihn damals noch nicht, nachdem Stadelmann ihn bereits mehrmals hat mit den Espen trainieren lassen. Die Ausländerplätze seien vergeben, liess Roger Hegi ausrichten. -- Der FC Wil gewann die NLB-Qualifikation, und wäre sein Trainer nicht schon im Winter zum FCSG gewechselt, war Amoah später überzeugt, wäre Wil 1999 in die NLA aufgestiegen. -- 20 Tore erzielte Amoah in 33 Spielen für den FC Wil, in der Auf-/Abstiegsrunde war er mit 8 Treffern gemeinsam mit Leandro (Yverdon) erfolgreichster Schütze.

neu verfasst 11.06.2014
* 23.01.1968 | Nationalität: Brasilien

18. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 12 (11 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 1995 beim 4:0-Auswärtssieg gegen den FC Zürich.

Paulo Henrique Andrioli kam als später Transfer nach Meisterschaftsstart vom FC Lugano aufs Espenmoos. -- Sein Ex-Klub zögerte den Wechsel hinaus, weil Lugano in der ersten Runde im Espenmoos zu Gast war. -- Uwe Rapolder stellte den offensiven Mittelfeldspieler meist im Sturm auf. Der FCSG hatte in jenem Sommer einen guten Saisonstart, auch wenn Andrioli kein eigenes Tor zu den Erfolgen beitragen konnte. -- Ende September fiel er in Aarau verletzt aus, danach wurde vermeldet, dass er sich an den Leisten operieren lassen müsse und mindestens vier Wochen ausfalle. -- Zurückgekehrt ist der Brasilianer erst im Frühling 1996. In der Finalrunde wurde er jedoch nur noch zweimal eingesetzt und gehörte dann nach der Übernahme von Roger Hegi zu einer Reihe Spieler, deren Vertrag nicht verlängert wurde.

Andrioli wechselte nach Griechenland zum A.O. Ionikos Nikaias aus Piräus. -- Für Ionikos war Andrioli auch als Torschütze wieder erfolgreicher, in der ersten Saison mit 7 Treffern gemeinsam mit Amaeki Otitzi erfolgreichster Schütze, im zweiten Jahr traf er noch zweimal, im Herbst 1998 schoss er in 13 Spielen 11 Tore. Dies brachte Andrioli im Dezember 1998 den Wechsel zum Ligakonkurrenten Aris Saoliniki. -- Bis Sommer 2000 spielte Andrioli in der "Alpha Ethniki" der höchsten Liga Griechenlands. -- Im Jahr 2001 kehrte Andrioli nach Brasilien zurück und bestritt als 33-Jähriger eine letzte Saison als Profi für den Santa Cruz F.C. aus Recife.

Heute ist Paulo Andrioli Betreiber einer nach ihm benannten Fussballschule, 2011 war er für kurz Zeit auch als Direktor des Traditionsvereins Botafogo FC tätig. Der Klub aus Ribeirao Prete war auch sein letzter Arbeitgeber, bevor er im Winter 1992 vom FC Lugano in die Schweiz geholt wurde.

Andrioli verhalf Lugano im ersten Halbjahr zum sicheren Verbleib in der NLA, zudem qualifzierten sich die Bianconeri für den Cupfinal, der gegen Absteiger FC Luzern jedoch 1:3 verloren ging. -- Ein Jahr später stand Lugano erneut im Cupfinal, diesmal siegten die Tessiner 4:1, Andrioli schoss sein Team gegen die Grasshoppers schon in der 15. Minute in Führung. Lugano erreichte damals mit Rang 4 die beste NLA-Klassierung seit über zwei Jahrzehnten. -- Am Ende der Saison 1994/95, die die Bianconeri als Zweite beendeten, wollte der Brasilianer den Klub verlassen.

11. Juni 2013
* 22.01.1994 | Nationalität: Schweiz/Demokratische Republik Kongo

Seit 1. Juli 2015 beim FCSG. -- Bisher 46 (43 NLA/3 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. August 2015 beim 1:0-Auswärtssieg in Luzern.

Martin Yves Angha kam vom TSV 1860 München nach St. Gallen.

Als der Transfer noch nicht unter ganz unter Dach war und der Name nicht bekannt gegeben werden konnte, sprach Trainer Jeff Saibene davon, dass der neue Verteidiger ein 21-Jähriger sei, der schon "einiges erlebt habe" und noch nie in der Challenge spielte: Martin Angha wuchs in Zürich-Altstetten in der Nähe des Letzigrunds auf und wechselte als 16-jähriger Nachwuchsspieler des FC Zürich zu Arsenal, nachdem sich auch Chelsea, Manchester United und der FC Bayern München um den Nachwuchs-Internationalen bemüht haben sollen. -- Angha überzeugte in der "Accademy", war Captain und 2011/12 der am häufigsten eingesetzte Spieler seines Nachwuchsteams. -- Trainer Arsène Wenger soll zu dem Zeitpunkt dem 18-Jährigen gute Aussichten auf den Aufstieg ins Profiteam gemacht haben. -- Am 26. September 2012 debütierte er in einem Ligacup-Sechzehntelfinal gegen Coventry City, an der Seite des Schweizer Natispielers Johan Djourou. Immerhin 58'351 Zuschauer wohnten dem 6:1 der Gunners bei. -- Anfang Dezember wurde er im abschliessenden Gruppenspiel der Champions League gegen Olympiakos Piräus eingewchselt. -- Trotzdem wurde nichts mit dem Versprechen für die Premier League, Angha musste sich mit Einsätzen bei den "Reserves" begnügen.

Im Frühling 2013 entschied sich Angha, in der kommenden Saison für den 1. FC Nürnberg zu spielen. -- Sein Bundesliga-Debüt gab Angha am 21. September 2013 beim 1:1 gegen Borussia Dortmund. Danach musste er bis Februar warten, ehe er zum zweiten Einsatz kam - dafür verpasste Angha fortan nur noch zwei Spiele. -- Der "Club" stieg Ende Saison ein weiteres Mal ab. -- In der 2. Bundesliga stand Angha zu Beginn nicht im Aufgebot des neuen Trainers Valérien Ismaël. -- Kurz vor Transferschluss löste er seinen Vertrag bei den Franken auf und wechselte zum Liga-Konkurrenten TSV 1860 München. -- Die Löwen erlebten eine schwierige Saison, konnten den Abstieg erst in der Barrage ("Relegation") abwenden. Zweimal wurde der Trainer ausgetauscht, unter dem dritten, Torsten Fröling, kam Angha nur noch einmal zum Zug. -- Angha bestritt 14 Bundesliga-Spiele mit Nürnberg und 16 Matches in der 2. Bundeliga für 1860.

Erster Juniorenverein Anghas war der Grasshopper Club. Als Nachwuchs-Internationaler gehörte er über die gesamte Zeit den entsprechenden SFV-Auswahlen an; sein Debüt gab er am 14. April 2005 im U15-Länderspiel gegen Wales in Courtepin. -- Bisher 8 U21-Länderspiele.

Stand 16.05.2017
* 30.04.1990 | Nationalität: Schweiz/Serbien

2004 bis Sommer 2010 im FCSG-Nachwuchs.

Boban Antic war im Herbst 2008 für zwei NLB-Spiele in Thun und Schaffhausen als Ersatzgoalie im Kader, als Reto Bolli wegen einer Verletzung fehlte. -- In der Saison 2010/11 im FC Rapperswil-Jona (1. Liga). -- In der Saison 2011/12 Ersatzgoalie beim FC Vaduz (NLB). -- Ab 1. Juli 2012 für ein Jahr beim SC Brühl (1. Liga Promotion), seit Sommer 2013 beim USV Eschen/Mauren (1. Liga Classic). -- Junioren-Klub war der FC St. Margrethen.

ergänzt 8. Juli 2013
* 04.06.1991 | Nationalität: Schweiz/Italien

Seit 1. Juli 2014 im FCSG. -- Bisher 101 (92 NLA/9 Cup) Spiele und 12 (10 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19.07.2014 beim 2:2 gegen den BSC Young Boys.

Marco Aratore war zusammen mit Pascal Thrier erste Neuverfplichtung für die Saison 2014/15. -- Der offensive Mittelfeldspieler, der bevorzugt auf der linken Flanke spielt, kommt vom FC Winterthur und hat sich mit 14 Saisontoren in der Challenge League empfohlen. -- Aratore stammt aus dem Nachwuchs des FC Basel. Dort kam der frühere Nachwuchs-Internationale in der Saison 2009/10 zwar zu keinen Super-League-Einsätzen, aber mit dem Fanionteam zu zwei Spielen im Schweizer Cup, drei in der Qualifikation zur Europa League und beim 3:1-Heimsieg im Gruppenspiel gegen den CSKA Sofia zu einem weiteren Teileinsatz im Europacup. Gegen die Bulgaren wurde Aratore für Marcos Gelabert eingewechselt.

Im Frühling 2010 wurde Aratore erstmals ausgeliehen. Mit dem FC Thun feierte er den Aufstieg in die Super League. Im letzten Saisonspiel, als Thun den FC Lugano mit dem 6:2-Auswärtssieg in Gossau noch überholt hatte, erzielte er seine ersten zwei Tore in der Challenge League (Aratore traf zum 1:0 und 4:1). -- Aratore blieb in der Challenge League, er wurde für zwei Saisons an den FC Aarau ausgliehen, mit dem er 2013 erneut einem Aufstiegsteam angehörte. -- Darauf holte ihn der FC Basel zurück, allerdings "nur" für seine U21 in der 1. Liga Promotion. -- In der neuen dritthöchsten Liga wurde Aratore zum Goalgetter, in 16 Spielen traf er 13 Mal. -- In der Winterpause lieh ihn der FC Basel dem FC Winterthur aus, nachdem sich auch der FC Luzern um ihn bemühut hatte. -- Im Sommer 2013 wurde er definitiv vom FCW übernommen.

Stand 04.06.2017
* 11.04.1990 | Nationalität: Brasilien

1. Juli 2011 bis 9. Januar 2013 im FCSG. -- Ohne Pflichtspieleinsatz für die Espen.

Átila Araujo Prado spielte zuvor in Brasilien für den Esporte Clube Bahia in Salvador. -- Der Verteidiger wurde mit der Absicht verpflichtet, dass er sich vorerst in der U21 "aklimatisieren" sollte. -- In Testspielen deutete der Innenverteidiger mehrfach seine Klasse, sowohl in physischer als auch technischer Hinsicht, an. Verletzungen warfen Átila jedoch wiederholt zurück. Auch in der 1. Liga kam er nur zu 13 Spielen. -- Anfang Januar 2013 bat er aus persönlichen Gründen um die Vertragsauflösung, um in die Heimat zurückkehren zu können. -- Mit einem warmherzigen an die FCSG-Fans gerichteten offenen Brief verabschiedete sich Átila. Darin bedankte er sich für die Unterstützung im Verein, äusserte sein Bedauern, dass er nicht zeigen konnte, was er drauf hatte und dass er nicht mehr erleben kann, beim Einlauf in die AFG Arena die Gesänge zu hören.

Átila schloss sich später dem Independente FC aus Limeira an, seit Anfang 2014 ist er beim União Agrícola Barbarense FC (Santa Bárbara de Oeste); mit beiden Klubs spielt er in der zweithöchsten Liga des Campeonato Paulista (São Paulo). -- Im Somme 2015 war er wieder in der Schweiz. Nach Probetrainings in den Challenge-League-Teams von Aarau und Winterthur unterschrieb er beim SC Brühl (Promotion League). -- Für die "Kronen" bestritt Átila in zwei Jahren 55 Spiele in der dritthöchsten Spielklasse und erzielte dabei 11 Tore. -- Das brachte ihm im Sommer 2017 die Chance ein, für den FC Wil in der Challenge League zu spielen.

Átila wurde im Nachwuchs des SC Corinthians in seiner Heimatstadt São Paulo ausgebildet und war bis zur U19 Nachwuchs-Internationaler.

aktualisiert 27.06.2017
* 28.03.1989

2007 bis Januar 2009 im FCSG. -- 1 Einsatz und 1 Tor am 15. September 2007 im Schweizer Cup in Winterthur beim 8:0-Sieg gegen den FC Töss.

Avanzini war Nachwuchs-Internationaler und wechselte vom FC Winterthur aufs Espenmoos. -- Bei seinem einzigen Einsatz im Fanionteam der Espen wurde Avanzini in der Halbzeit eingewechselt und trug mit dem 7:0 zum Torreigen bei. -- Ab der Rückrunde 2008/2009 an den FC Gossau ausgeliehen, mit dem er in eineinhalb Saisons 38 NLB-Spiele bestritt. -- In der Abstiegsaison 09/10 mit 8 Treffern erfolgreichster Torschütze des FCG.

Nachdem der FCSG seinen Vertrag nicht verlängerte, wurde Avanzini im Sommer 2010 vom FC Lausanne-Sport verpflichtet. -- Die Waadtländer hatten sich als Challenge-League-Klub als Cupfinalist für den Europacup qualifiziert und dort überraschend die Gruppenphase der Europa League erreicht. Avanzini kam in 11 der 12 möglichen Europacup-Spielen zum Einsatz und feierte am Ende seiner ersten Saison mit Lausanne-Sport die Rückkehr in die Super League. -- Nach dem Aufstieg bremste ihn eine Verletzung, einen Stammplatz hatte der Mittelfeldspieler erst im Frühling 2013 wieder erkämpft. -- Nachdem Avanzini nach einem Trainerwechsel in Lausanne überhaupt nicht mehr zum Zug kam, wurde der Vertrag in der Winterpause aufgelöst. -- Avanzini wechselte schliesslich im Februar 2014 zum FC Rapperswil-Jona (1. Liga Classic). -- Fünf Monate später kehrte er an den Genfersee zurück und unterschrieb kurz vor Saisonstart beim Servette FC, für den er gleich im ersten Einsatz gegen Biel den Siegtreffer erzielte. -- Nach dem Zwangsabstieg der Genfer schloss sich Avanzini kurz vor Saisonstart im Juli 2015 wieder dem FC Winterthur an, bei dem er ab Sommer 2001 bereits im Nachsuchs spielte.

Sein erster Junioren-Klub war der FC Aadorf.

aktualisiert 23.07.2015
* 10.11.1997 | Nationalität: Schweiz/Serbien

20. Juli 2011 bis 27. Juli 2015 und seit 21. Februar 2016 FCSG. -- Bisher 5 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Dezember 2016 beim 0:1 auswärts gegen den FC Basel.

Der Offensivspieler Boris Babic rückte schon zweieinhalb Jahre vor seinem Debüt in der höchsten Liga ins Profikader auf. Unter Jeff Saibene war er mit seinen 17 Jahren der jüngste in einer Gruppe von Nachwuchsspielern, die sich zum Kreis der 1. Mannschaft zählen durften. -- Auf das Winter-Trainingslager 2015 verzichtete er wegen der Schule. -- Ein halbes Jahr später wurde er dem FC Biel ausgeliehen. Dort sollte er in der Challenge League zu Spielpraxis kommen. Er musste sich aber mit zwei Teileinsätzen begnügen. Der FC Biel geriet im Spätherbst in Schieflage, deren Präsident hatte nebst anderen Problemen auch ein paar merkwürdige Verbindungen zu Spielerberatern unterhalten - womöglich auch zum Nachteil des Leihspielers aus St. Gallen.

Nach seiner vorzeitigen Rückkehr zum FCSG erzielte Babic 4 Tore in der Promotion League und nach dem Abstieg im Herbst 2016 weitere 9 Treffer in der 1. Liga. Anfang Dezember sass der Stürmer im Heimspiel gegen Sion erstmals in der Super League auf der Bank, eine Woche später wurde er im Basler "Joggeli" erstmals eingewechselt.

Als 9-Jähriger begann Boris Babic im Frühling 2007 beim FC Walenstadt, weitere Juniorenklubs waren der FC Sargans und der FC Grabs. -- Ab 2012 spielte er regelmässig in Junioren-Nationalteams des SFV.

Stand 04.06.2017
* 02.11.1982 | Nationalität: Holland

1. Juli 2010 bis 30. Juni 2012 im FCSG. -- 19 (17 NLA/2 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. August 2010 in Basel (0:3-Niederlage).

Der Innenverteidiger mit Gardemassen (2,00 m Körpergrösse) kam vom FC Volendam. -- Der Einstand missglückte Bakens völlig: bei den beiden 0:3-Niederlagen in Basel und Thun sah er bei mehreren Gegentreffern schlecht aus. -- Während die Mannschaft nur schwer auf Touren kam und am Saisonende abstieg, steigerte sich Bakens selbst markant. Nur blieb bei vielen Kommentatoren der erste Eindruck haften. -- Gegen Saisonende von gesundheitlichen Problemen gequält, wurde er für die Saison 2011/12 gar nicht erst in die offizielle Kaderliste aufgenommen. Im Herbst 2011 schliesslich an der Hüfte operiert. -- Tim Bakens erholte sich, trainierte im Frühling 2012 wieder und kam zu einigen Einsätzen in der U21. So hatte der lange Verteidiger auch noch Anteil an den Aufstieg der Nachwuchsmannschaft in die neue 1. Liga Promotion.

Im Juli 2012 erhielt Bakens beim SC Cambuur-Leeuwarden (Jupiler League, zweithöchste Liga) einen Einjahresvertrag. Die Mannschaft schaffte überraschend den Aufstieg, Bakens kam in 26 Spielen zum Einsatz, erhielt aber keinen neuen Vertrag. -- Im Sommer 2013 verpflchtete ihn der De Graafschap BV (Jupiler League) mit einem Zweijahresvertrag; es war die Rückkehr zu seinem ersten Klub als Profi. Bakens kam aber ab Mitte November nicht mehr zum Einsatz. --  Erneute Hüftbeschwerden, die sich später als chronisch herausstellten, zwangen ihn nach Saisonende im Mai 2014, den Rücktritt vom Profifussball zu geben. -- Danach übernahm er Nachwuchs-Teams von de Graafschap als Trainer.

Für den Klub aus Doetinchem bestritt er ab 2001 56 Spiele in der höchsten ("Eredivise") Liga und 30 in der zweithöchsten ("Eerste Divisie"). -- Ab 2005 bei der RKC Waalwijk: 31 Spiele in der Eredivisie, nach zwei Saisons abgestiegen und dann noch 34 Matches in der Eerste Divisie. -- 2008 erstes Engagement in Volendam. Mit dem Aufsteiger gelang der Klassenerhalt nicht. -- 2009 wurde Bakens von Sparta Rotterdam verpflichtet, bestritt 10 Matches (Eredivisie), ehe im Winter der Vertrag aufgelöst wurde. -- In der Rückrunde schloss sich Bakens wieder dem FC Volendam an und war am Ende auch deren Captain. Für den Club aus der Provinz Noord-Holland bestritt Bakens 45 Spiele.

Bakens begann als Junior in seiner Heimatstadt Groesbeek bei De Treffers und spielte später für die VV VIOD Doetinchem. -- Bei diesem Amateur-Verein übernahm der frühere Verteidiger nebst seiner Aufgabe als Nachwuchstrainer von De Graafschap im Sommer 2015 das Traineramt.

ergänzt 16. Januar 2017
* 29.03.1966 | Nationalität: Bulgarien

29. Oktober 2007 bis 30. Juni 2008 Trainer des FCSG. -- Für 25 (23 NLA/2 Barrage) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 31. Oktober 2007 bei der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.

Der frühere Weltklasse-Spieler wurde unter Druck verpflichtet, nachdem die Entlassung von Rolf Fringer keine Beruhigung des Umfelds brachte. Vor allem Edgar Oehler vom künftigen Naming-Right-Sponsor (AFG) des Stadions wollte eine Entscheidung, die seiner Laune entsprach. -- Balakov soll zwei Wochen zuvor erstmals kontaktiert worden sein. -- "Kämpfen, laufen, beissen, Gras fressen" gab Balakov als Devise aus. Die Vereinsführung strich unter anderem seine Motivationkünste heraus, die zu seiner Wahl geführt hätten.

Bis zur Winterpause deutete wenig auf eine Trendwende beim Tabellenletzten hin. Zwar gab es zwei Unentschieden in Neuenburg und Aarau, dazwischen aber die 1:5-Auswärtsniederlage in Sitten und ein 2:7 im Espenmoos gegen die Young Boys.

In der Winterpause wurde der frühere FCZ-Captain Marc Schneider als Abwehrchef geholt, dazu ebenfalls für die Abwehr Vidak Bratic sowie Mittelfeldspieler Zé Vitor. -- Der Tabellenletzte startete mit einer 1:3-Niederlage in Aarau, dann aber folgte eine Serie von vier Siegen, der Ligaerhalt schien wieder realistisch zu sein. -- Im April suspendierte Balakov mit Franco Di Jorio und Jürgen Gjasula zwei Spieler wegen mangelhafter Einstellung. Di Jorio hatte er schon seit November nicht mehr eingesetzt. -- Vier Runden vor Schluss gab das 1:1 in Thun die Sicherheit, dass die Berner Oberländer direkt absteigen und der FCSG mindestens die Barrage erreichen würde. -- Die Auf-/Abstiegsspiele waren gegen den Challenge-League-Zweiten Bellinzona zu bestreiten. Balakov verhängte der ganzen Mannschaft eine Kommunikationssperre, sie sollte sich abgeschirmt in Ruhe vorbereiten können. -- Bei sintflutartigem Regen holten die Espen im Tessin einen 0:2-Rückstand auf, nahmen aber eine 2:3-Niederlage ins Rückspiel. -- Der Abschied aus dem Espenmoos brachte kein Happy End. Wie gehemmt trat der FCSG auf, liess den Gegner langsam mutiger werden und noch vor der Pause in Führung gehen. Mit einem 0:2 nahmen die Espen Abschied vom Stadion - und der Super League. -- Balakov hatte zwar mit Verzögerung im Frühling tatsächlich wieder für Hoffnung gesorgt. Nebst dem Abstieg - den der Bulgare nicht alleine verschuldete - kostete sein Engagement den FCSG eine grosse Stange Geld. Nicht nur wegen der Personalkosten, auch zusätzliche Trainingslager sorgten für doppelt so hohe Ausgaben für den Spielbetrieb wie in vergleichbarer Zeit.

Nach dem FCSG

Krassimir Balakov übernahm ein halbes Jahr später das nächste Traineramt. Beim FC Tschernomorez Burgas unterschrieb er für fünf Jahre. -- Der Präsident des aufstrebenden Klubs vom Schwarzen Meer wollte das Team an Bulgariens Spitze führen, ohne mit in der Liga verbreiteter Korruption in Berührung zu kommen. Zudem baute er dem Klub ein neues Trainingszentrum. -- Im März wurde auch noch Balakovs früherer Mannschaftskollege Fredi Bobic als Sportchef (Geschäftsführer Sport) verpflichtet. -- Nach eineinhalb Jahren gab Balakov seinen Rücktritt, weil er nicht wie erhofft finanzielle Mittel für Spielerverpflichtungen erhielt. Das Team lag zu dem Zeitpunkt im dritten Rang. -- Ab Sommer 2011 war Balakov Trainer des kroatischen Spitzenklubs NK Hajduk Split. -- Im März 2012 bat Balakov bei Hajduk um Vertragsauflösung, um zum 1. FC Kaiserslautern wechseln zu können. -- Die Pfälzer befanden sich in der Bundesliga im Abstiegskampf, erneut scheiterte Balakov als Retter. -- Im Sommer 2014 übernahm er den PFK Litex Lovetch, der seit einiger Zeit zu den Spitzenklubs Bulgariens gehört. Litex beendete die Saison als Vierter, Balakov verliess den Verein.

Krassimir Balakov blieb nach seiner Spieler-Karriere beim VfB Stuttgart und war von 2003 bis 2005 unter Felix Magath und Matthias Sammer Assistenztrainer. -- Danach lehnte er das Angebot des bulgarischen Verbandes, Nationaltrainer zu werden, ab, wartete aber vorerst vergeblich auf eine Chance bei einem Klub. -- Schliesslich wurde er Berater des VFC Plauen, der in der Oberliga NOFV-Süd (damals vierthöchste Liga) spielte. -- Im Januar 2006 wurde er von den Grasshoppers verpflichtet. Als Nachfolger des vom 1. FC Köln abgeworbenen Hanspeter Latour trat der Bulgare seine erste Stelle als Cheftrainer an. -- GC gehörte zur erweiterten Spitze der Super League, verpasste mit Balakov als Vierter einen Europacup-Platz - um sich dann im Juli über den Intertoto-Cup doch noch für den UEFA-Cup zu qualifizieren. -- Während die "Hoppers" in der Gruppenphase des UEFA-Cups ohne Punktgewinn blieben, hielt sie Balakov in der Meisterschaft auf Kurs. GC ging als Vierter mit nur einem Punkt Rückstand auf Sion und den FCSG in die Winterpause, der Trainer sprach offensiv vom Meistertitel als Ziel. -- Im Januar liessen die Zürcher mit Eduardo einen zuverlässigen Torschützen nach Frankreich ziehen. Ein Monat später kam mit Ailton ein anderer und dazu prominenter Brasilianer. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig schoss acht Tore, doch fiel GC in der Rangliste zurück. -- Als Roger Berbig im April neuer GC-Präsident wurde, war bald klar, dass Balakov in Zürich keine Zukunft hätte. Der Bulgare bewahrte stets die Fassung, selbst als er drei Tage vor dem letzten Saisonspiel entlassen wurde.

Karriere als Spieler

Krassimir Balakov stieg von den Junioren des FC Etar (Veliko Tarnovo) schon als 16-Jähriger in die 1. Mannschaft auf. Nicht zuletzt dank ihm wurde aus dem Abstiegskandidaten ein Spitzenklub, der 1991 seinen bisher einzigen Meistertitel feierte. -- Balakov, seit 1988 Nationalspieler, wechselte aber schon per 1. Januar 1991 zum Sporting Clube de Portugal (Lissabon). -- Für die Grün-Weissen spielte Balakov viereinhalb Jahre und gewann zum Abschied 1995 den portugiesischen Cup. -- Balakov ging zum VfB Stuttgart, der Rolf Fringer als neuen Trainer verpflichtet hatte. -- Gemeinsam mit den Stürmern Fredi Bobic und Giovane Elber (ex GC) bildete der Regisseur Balakov das "magische Dreieck", das unter Fringers Nachfolger Joachim Löw durchstartete: 78 Tore erzielte der VfB in der Saison 1996/97, 18 davon erzielte Balakov. Trotzdem wurden die Stuttgarter "nur" Vierte, gewannen aber den deutschen Cup (2:0 im Final gegen Energie Cottbus). -- Der zweite Cupsieg in Balakovs Karriere blieb sein letzter Titelgewinn. 1997 wurde Balakov auch zum zweiten Mal nach 1995 zu Bulgariens Fussballer des Jahres gewählt. -- Seine Spielerkarriere beendete Balakov 2003 nach acht Saisons und mit 54 Toren in 236 Bundesliga-Spielen für den VfB Stuttgart.

Krassimir Balakov prägte aber auch die glänzendste Zeit der bulgarischen Nationalmannschaft. An der WM 1994 in den USA scheiterte Bulgarien erst im Halbfinal an Italien. Im Viertelfinal triumphierte Balakovs Mannschaft über Titelverteidiger Deutschland (2:1). -- Krassimir Balakov bestritt ausserdem die Euro'96 in England und die WM 1998 in Frankreich. Bis 2003 spielte Balakov in 96 Länderspielen (16 Tore).

ergänzt 16.01.2017
* 04.06.1976

01.07.2003 bis 14. März 2005 im FCSG. -- 34 (28 NLA/6 Cup) Spiele und ein NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2003 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Young Boys.

Thomas Balmer folgte Trainer Heinz Peischl aus Wil nach St. Gallen. -- Der Abwehrspieler spielte vorwiegend auf der linken Seite und verdrängte Marc Zellweger vorübergehend in die Mitte. -- Balmer hatte zunehmend mit Verletzungen zu kämpfen. Am Ende wurde der Vertrag aufgelöst, er beendete seine Karriere. -- Begann mit dem 9 Minuten jüngeren Zwillingsbruder Stephan im Nachwuchs der Grasshoppers, für die er am 13. Juni 1995 - zwei Wochen nach Stephan - gegen Luzern sein NLA-Debüt gab. -- 1996 mit den Grasshoppers Schweizer Meister und Nachwuchs-Meister (Inter-A-Junioren). -- Ab 1997 in der NLB, erst gemeinsam mit dem Zwillingsbruder im FC Winterthur und ab 1998 im FC Baden. 2001 trennten sich die Wege, Thomas spielte fortan für den FC Wil und feierte mit Peischl den Aufstieg. -- Stephan verliess Baden ein Jahr später zum Aufsteiger FC Thun. -- Als Thomas Balmer Wil verliess, wurde Stephan - der allerdings die rechte Seite bevorzugte - sein Nachfolger im Bergholz. -- Die Zwillingsbrüder waren U21-Internationale und schlossen erfolgreich ein Wirtschafts-Studium ab.

 

5. Juli 2010

 

* 15.09.1965

In der Saison 1990/91 im FCSG. -- 15 (9 NLA/6 Intertoto-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup beim 2:1-Sieg gegen den FC Tirol in Schaan.

Beat Balmer wechselte aus der 1. Liga vom SC Kriens aufs Espenmoos. In der Meisterschaft stand der Verteidiger zuerst zweimal in der Startformation, musste sich danach aber mit Teileinsätzen begnügen. -- Im Sommer 1991 setzte Balmer seine Karriere beim damals in der NLB spielenden FC Zug fort.

27.12.2013
* 13.06.1972

In der Saison 1993/1994 im Fanionteam. -- 12 (10 NLB/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.

Raymond Baratta kam nach dem Abstieg 1993 in die 1. Mannschaft. -- In Erinnerung blieb der Mittelfeldspieler nicht zuletzt dank seiner rot-blonden Haare. -- Unverhofft Einfluss nahm Baratta auf einen besonderen Olma-Match. Beim Stand von 0:1 gegen den FC Schaffhausen wurde er nach einem Notbremse-Foul gegen Adrian Allenspach vom Platz gestellt. Eine Minute später stand es 0:2, am Ende 0:5 (und Allenspach war zweifacher Torschütze).


Ab 1994 beim SC Brühl, mit dem er im Juni 1995 die Aufstiegsspiele zur NLB bestritt. Trotz eigenen Torerfolgs im Rückspiel zum 1:1 scheiterte Brühl an Freienbach (Endstand 1:2 nach 2:2 auswärts).

korrigiert 22.07.2013
* 22.05.1985

Ab 1996 im Nachwuchs und bis 30. Juni 2004 sowie ab 1. Januar 2017 im FCSG. -- Bisher 88 (77 NLA/7 Cup/4 UI-Cup) Spiele und 15 (13 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juni 2002 im 5:1 gewonnenen UI-Cup-Hinspiel gegen B68 Toftir (Färöer). Barnetta wurde in der 72. Minute für Sascha Müller eingewechselt.

St. Gallens berühmtester Fussballer feierte seinen ersten Erfolg und bisher einzigen Titel schon als Junior: Barnetta wurde am 10. Mai 2002 U17-Europameister. -- Auf dem Weg zum Profi übersprang Barnetta die U18 und spielte früh schon in der U21. -- Barnetta wird heute zusammen mit Philippe Senderos als "Die Figur" bei der U17-EM bezeichnet, doch war vorerst eher Sandro Burki landesweiter Hoffnungsträger.

"Quillo" hingegen wurde zum Musterprofi. Früh umworben und bald mit Bayer Leverkusen einig, entschied er sich, vor dem Wechsel ins Ausland die KV-Lehre abzuschliessen. -- Und holte das Rüstzeug für seine Karriere in der NLA im FCSG.

In den ersten zwei NLA-Einsätzen (Debüt in der Meisterschaft am 3. Juli 2002 beim 0:3 im Espenmoos gegen den FC Zürich) wurde Barnetta jeweils bei Rückstand und für Sascha Müller eingewechselt. In der 3. Runde liess ihn Gérard Castella erstmals mit der Startformation auflaufen - mit dem 5:0 gegen Luzern kam der erste Saisonsieg. Vier Tage später, am 20. Juli, folgte der nächste statistische Meilenstein: In der 67. Minute erzielte Barnetta nach einer Vorlage von Pascal Jenny per Kopf sein erstes Tor. Es bedeutete den 1:0-Auswärtssieg in Thun.

Die erste NLA-Saison bot Barnetta jedoch auch reichlich Gelegenheit, mit negativen Erlebnissen umzugehen: Im September musste Gérard Castella als Trainer gehen, der Fall in die Auf-/Abstiegsrunde konnte aber auch Thomas Staub nicht abgewendet werden. -- Immerhin wurde in der Saison der Liga-Reduktion im Frühling der Abstieg deutlich vermieden. -- Besser verlief dann die erste Super-League-Saison, in der die Espen Fünfte wurden und einen Europacup-Platz nur um zwei Punkte verpassten. Barnetta war hinter den Stürmern Alex Tachie-Mensah (17) und Moreno Merenda (10) mit seinen 7 Goals drittbester Torschütze. -- Bitter war zuvor das Out im Cup-Halbfinal gegen den FC Wil; im Viertelfinal war Quillo noch Schütze des 2:2-Ausgleichs und auch im Penaltyschiessen erfolgreich.

Der Schritt in die Bundesliga

Barnetta wurde 2004 von Bayer Leverkusen verpflichtet, zuerst aber an Hannover 96 ausgeliehen. -- Wie in der NLA erzielte er auch in der Bundesliga sein erstes Tor mit dem Kopf. -- Kurz nach dem erfolgreichen Start in Deutschland wurde Barnetta durch die erste schwere Verletzung gestoppt. -- Er erlitt im WM-Qualifikationsspiel in Israel nach einem brutalen Foul von Omri Afek einen Kreuzbandriss.

Ab Sommer 2005 spielte er dann bei Bayer Leverkusen und war dort auf Anhieb Stammspieler. -- Fünf Jahre lang war Barnetta unbestritten und wuchs zum Leistungsträger des Vereins, der zwar noch immer ohne Titelgewinn ist, sich aber an der Bundesliga-Spitze etabliert hat. Nur 2008 und 2009 wurde die Qualifikation für den Europacup verpasst. -- Im Januar 2011 fiel Barnetta nach einem Innenmeniskuriss bis Mitte März aus. -- In der Vorbereitung zur Saison 2011/2012 zog er sich eine Muskelverletzung zu, Ende August wurde schliesslich entschieden, dass er operiert werden muss und damit die erste Saisonhälfte komplett verpasste. -- Dazwischen half er mit, Platz 2 und die Champions League zu erreichen. Und mit der Nati hatte er am 4. Juni 2011 einen grossen Auftritt im Wembley: mit zwei direkt verwandelten Freistössen innerhalb von drei Minuten trug Barnetta zum 2:2 gegen England bei, das nochmals Hoffnung in der EM-Qualifikation zurückbrachte.

Dass sich Tranquillo Barnetta und Bayer Leverkusen nach sieben Jahren trennen würden, zeichnete sich gegen Saisonende im Frühling 2012 ab. -- Mit der Nati brillierte der St. Galler im Spiel gegen Deutschland, lieferte auf die ersten drei Tore der Schweizer seinem damaligen Klubkollegen Eren Derdiyok jeweils die Flanke - die Schweiz gewann 5:3. -- Dennoch gab es keine Einigung mehr, nach 187 Bundesliga-Spielen (25 Toren) für Leverkusen (und 194 BL-Spielen insgesamt) verabschiedete sich Barnetta im Juni 2012 von Bayer 04 und unterschrieb beim FC Schalke 04.

Wechsel zu Schalke

Beim Klub aus Gelsenkirchen kam Barnetta in der ersten Saison zwar zu 21 Bundesliga-Einsätzen, davon aber wurde er 19 Mal, meist erst in der Schlussphase, eingewechselt. -- Nachdem er 2013 nach dem Saisonstart feststellen musste, dass sich seine Situation im Sommer nicht verbessert hatte, liess sich Barnetta Anfang September an den Liga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt ausleihen. Für die Hessen bestritt er 22 Bundesliga-Spiele (1 Tor) und 7 Matches in der Europa League.  Die Eintracht sah keine Chance, ihn halten zu können.

Barnetta griff nach der WM 2014 wieder bei Schalke 04 an, sah sich aber nach einer für ihn hoffnungsvollen Vorbereitung in den ersten Pflichtspielen auf der Bank oder Tribüne. -- Zum Auftakt der EM-Qualifikation wurde er vom neuen Nati-Trainer Vladimir Petkovic nicht aufgeboten; dies passierte Barnetta in den 10 Jahren zuvor nur bei Verletzungen. -- Nachdem er bei Schalke wieder ins Team fand, kehrte er zur zweiten Tranche der EM-Quali in die Nati zurück und wurde gegen San Marino ein letztes Mal eingewechselt.

Glanzvolle Zeiten mit der Nati

Barnetta kam auf 75 Länderspiele und 10 Tore. -- Er war war Stammspieler an der WM 2006 in Deutschland und Torschütze zum 2:0-Endstand gegen Togo. -- Stammspieler bei der Euro 2008 in der Schweiz. -- Und wurde auch an der WM 2010 in Südafrika in allen drei Spielen eingesetzt. -- Im Kader der Euro 2004 in Portugal und der WM 2014 in Brasilien jeweils ohne Einsatz. Mit Ottmar Hitzfelds Aufgebot für die WM 2014 war er der erste Schweizer, der an 5 Endrunden dabei war. -- Barnettas Länderspielpremiere war am 8. September 2004 im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Basel (1:1). -- Davor Stammspieler bei der U21-EM 2004 in Deutschland. -- Ebenso in den drei Schweizer Gruppenspielen der U20-WM 2005 in Holland eingesetzt.

Amerikanischer Traum

Zum Saisonende im Sommer 2015 erklärte Barnetta frühzeitig, nicht bei Schalke zu verlängern und in eine andere Liga wechseln zu wollen. -- Der FCSG unterbreitete ihm ein konkretes Angebot und machte dies auch öffentlich. Einige Wochen durften St. Gallen auf eine vorzeitige Rückkehr hoffen. Barnetta war hin- und hergerissen, sagte aber schliesslich in der Woche nach Saisonstart ab. -- Schliesslich unterschrieb er bei Philadelphia Union in der amerikanischen Major League Soccer (MLS). -- Bei seiner Ankunft in Pennsylviania lag die Union zwei Punkte hinter den Playoff-Plätzen. -- Barnetta gab sein MLS-Debüt am 2. August 2015 gegen New York Red Bull. Beim Stand von 0:0 in der 64. Minute eingewechselt, verlor sein Team 1:3. Bei 4 Siegen in den verbleibenden 10 Spielen wurde das erste Saisonziel verpasst. -- Zudem unterlag die Union den im eigenen Stadion ausgetragenen Final des U.S. Open Cups nach einem 1:1 mit 6:7 im Penaltyschiessen. Barnetta hatte seinen Versuch verwandelt.

Besser lief das Jahr 2016 an. Philadelphia Union war zeitweise Leader seiner Division und erreichte am Ende auch die Playoffs. Barnetta trug unter anderem mit 5 Toren zur wesentlich glanzvolleren Saison bei. Schönen Goals, wie der direkt verwandelte Freistoss zum Sieg gegen Orlando City in der 2. Runde. -- Im Playoff kam das Out in der 1. Runde, nach einem 1:3 beim späteren Finalisten Toronto FC. -- Schon am 27. September wurde bekannt, dass Tranquillo Barnetta nach Ende der Saison zum FCSG zurückkehren wird. -- Zwei Wochen nach dem letzten Spiel in den USA stieg Barnetta ins Training ein.

Erster Juniorenklub Barnettas war der FC Rotmonten. Als Elfjähriger wechselte er zu den Espen.

Stand 04.06.2017

Ehemaliger Nachwuchsspieler im FC St. Gallen. -- 2 (1 Cup/1 NLB) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. September 1993 im Spiel der 2. Cup-Hauptrunde auswärts gegen den SC Veltheim (2:0-Sieg).

Der Nachwuchsspieler wurde von Uwe Rapolder zweimal innerhalb einer Woche eingewchselt. Nach dem Cupspiel in Winterthur (für Reto Gertschen eingewechselt) kam Baumann auch beim Auswärtsmatch in Sursee ins Spiel. Dort hatte der Trainer zwei andere Junioren, Luzius Notter und Raymond Baratta, in der Startformation aufgestellt, Baumann ersetzte in der 2. Halbzeit Baratta. -- Leider liess sich bisher selbst auf den Vornamen kein guter Hinweis finden.

14.01.2014
* 13.10.1988 | Nationalität: Österreich

28. Januar bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 7 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Februar 2011 bei der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Thun.

Daniel Beichler wurde vom Hertha BSC Berlin ausgeliehen. -- Vor dem Rückrundenstart fiel er mit schwerer Grippe aus. -- In der Folge kam Beichler nur zu Teileinsätzen, in denen er kaum Gelegenheit erhielt, sich auszuzeichnen.

Bei der Hertha unterschrieb Beichler im Sommer 2010 einen Vierjahres-Vertrag, fiel aber unmittelbar vor dem Saisonstart aus und musste sich einer Leisten-Operation unterziehen. -- Er kam für die Berliner im Herbst nur mit der U23 in der Regionalliga zum Einsatz, später kam es zu Differenzen mit Trainer Markus Babbel.

Vor dem FCSG

Daniel Beichler entstammte dem Nachwuchs des SK Sturm Graz. -- Im Dezember 2006 kam er zu zwei Teileinsätzen in der Bundesliga. -- Im Januar 2007 wurde Beichler von Reggina Calcio ausgeliehen. Beim Klub aus Reggio Calabria blieb er in einer halben Saison aber ohne Einsatz in der Serie A. -- Am 24. November 2007 wurde Beichler erstmals nach der Rückkehr im Sommer wieder in der Bundesliga eingesetzt. Gegen den SCR Altach erzielte er kurz nach seiner Einwechslung sein erstes Tor (zum 6:1-Endstand). -- Ab der Saison 2008/2009 regelmässig im Fanionteam von Sturm Graz, bis zu seinem Wechsel nach Berlin im Sommer 2010 64 Meisterschafts-Spiele und 21 Tore.

Nach St. Gallen

In der Sommerpause 2011 wurde Beichler vom MSV Duisburg engagiert, doch schon Ende August wurde der Vertrag nach nur je einem Teileinsatz in der 2. Bundesliga und im Cup wieder aufgelöst, mit dem österreichischen Bundesligisten SV Ried konnte ihn nun der dritte Verein im Kalenderjahr von Hertha ausleihen. -- Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga wurde Daniel Beichler im Sommer 2012 von der Hertha zurückgeholt. Erneut fand er sich in Berlin kaum zurecht, im Januar 2013 war klar, dass die Berliner nicht mehr mit ihm planen. -- Kurz vor Transferschluss wurde der Österreicher an den Ligakonkurrenten SV Sandhausen ausgeliehen, mit dem er den Abstieg nicht verhindern konnte. -- Im Sommer 2013 kehrte Beichler zu Sturm Graz zurück, wo er noch vor Trainingsauftakt einen nächsten Rückschlag einstecken musste: er erkrankte an Hirnhautentzündung. -- Dann aber spielte er eine starke Saison und erzielte 10 Saisontore. Bis 2015 bestritt er in seiner zweiten Phase bei Sturm 54 Meisterschafts-Spiele. -- 2015 ging Beichler eine Liga tiefer zum SKN St. Pölten, mit dem er im Sommer 2016 den Aufstieg in die Bundesliga feierte. Dort allerdings fand er keine Verwendung mehr und kam nur noch in der Nachwuchs-Equipe zum Einsatz. -- Ende Januar 2017 wurde der Vertrag mit St. Pölten aufgelöst. -- Zuvor hatte sich für der Steirer die Hoffnung auf ein Engagement in den USA zerschlagen.

Beichler bestritt 5 Länderspiele. Das Debüt gab im A-Nationalteam gab er am 1. April 2009 in Klagenfurt beim 2:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien. Letzter Einsatz für Österreich war im Testspiel gegen Dänemark am 3. März 2010. -- 36 Nachwuchsländerspiele. Beichler bestritt die U19-EM-Endrunde 2007 im eigenen Land. -- Erster Junioren-Klub war der SV Grambach.

aktualisiert 26.02.2017
* 28.08.1989 | Nationalität: Schweiz/Spanien

Als Junior bis 2006 sowie vom November 2008 bis Juni 2009 im FCSG. -- Kein Einsatz im Fanionteam der Espen.

Zusammen mit Zwillingsbruder Damian wechselte Yago Bellón 2006 mit viel Nebengeräuschen vom Espenmoos zum Nachwuchs von Aston Villa. -- Nachdem sich Damian im Sommer 2008 dem Super-League-Aufsteiger Vaduz anschloss, kam Yago im November zurück zum FCSG. -- Ab der Rückrunde wäre er für die erste Mannschaft spielberechtigt gewesen, musste sich aber mit Einsätzen in der U21 begnüngen. -- Im Sommer 2009 zum FC Wil. -- Anfang 2011 und nach 24 NLB-Spielen für Wil zum FC Gossau. -- Ab Oktober 2011 beim FC Kreuzlingen (2. Liga interregional), mit dem er im Sommer 2012 den Aufstieg in die 1. Liga Classic schaffte.

Yago Bellón war wie Damian Schweizer Nachwuchsinternationaler.

aktualisiert und korrigiert 09.08.2012
* 13.01.1992 | Nationalität: Schweiz/Tunesien

Ab 1. Juli 2017 im FCSG.

Nassim Ben Khalifa kam von Lausanne-Sport nach St. Gallen. -- Für den Aufsteiger traf er in 23 Spielen 9 Mal, davon erzielte er 8 Treffer in der auch für Lausanne schwierigen Rückrunde und trug so zum Klassenerhalt bei. -- Trotzdem wollte er die Pontaise verlassen. – Der Stürmer hatte bis zu seinem Wechsel in die Ostschweiz in 150 Super-League-Spielen 31 Tore erzielt.

Der Waadtländer mit tunesischen Wurzeln wurde mit der U17-Weltmeisterschaft 2009 in Nigeria bekannt, wo auch Roman Buess im Kader stand. -- Im Gegensatz zu Buess war Ben Khalifa Stammspieler der Equipe, die sensationell Weltmeister wurde. Er bildete mit dem damaligen Klubkollegen Haris Seferovic ein ausserordentliches Angriffsduo. Ben Khalifa erzielte an der Endrunde 4 Tore, Seferovic 5.

Bei den Grasshoppers hatte Nassim Ben Khalifa bereits im Frühling zuvor in der Super League debütiert. Am 7. März 2009 wurde er bei der 0:2-Heimniederlage gegen Sion in der 79. Minute eingewechselt. In seinem vierten Spiel in der höchsten Liga feierte er sein erstes Tor - erneut gegen Sion, traf er am 19. Juli 2009 zum 3:1-Schlussstand. -- Am 23. September liess ihn Trainer Ciriaco Sforza erstmals in der Startformation auflaufen. -- Nach der U17-WM wurden auch die anderen GC-Junioren, die bei dem historischen Titelgewinn dabei waren, in die Profimannschaft befördert, aber nur Ben Khalifa kam regelmässig zum Einsatz. -- Seine 6 Tore im Frühling 2010 steigerten nicht nur das Interesse ausländischer Klubs. Die Grasshoppers schienen etwas ungeduldig auf Transfereinnahmen zu hoffen.

So wechselte der Stürmer zum VfL Wolfsburg, wo sich mit Diego Benaglio und Marwin Hitz zwei Schweizer Goalies im Kader befanden. -- In Wolfsburg, im Jahr zuvor Meister, sollte er nur im Nachwuchs spielen und kam nur zu einigen Einsätzen in der Regionalliga. -- Im Winter wurde er dem 1. FC Nürnberg ausgeliehen, für den er am 8. März 2011 zu seinem einzigen Bundesliga-Einsatz kam. Ben Khalifa wurde in der 82. Minute eingewechselt und lieferte kurz danach die Vorlage zum 4:0 gegen St. Pauli (Endstand 5:0). Doch auch in Nürnberg wurde "NBK" nicht glücklich.

Im Sommer 2011 lieh Wolfsubrg Ben Khalifa den Young Boys aus, verlängerte aber gleichzeitig seinen Vertrag um ein Jahr bis 2015. Der damalige Cheftrainer der "Wölfe", Felix Magath, sah in Ben Khalifa weiterhin einen Spieler für die Zukunft. -- In Bern vertraute ihm Trainer Christian Gross, doch musste er sich trotz des Abgangs von Torschützenkönigs Seydou Doumbia gegen beträchtliche Konkurrenz durchsetzten. In 17 Meisterschaftsspielen erzielte Ben Khalifa für YB 2 Tore. -- 2012 wollten ihn die Young Boys nicht behalten.

Nach langen Verhandlungen gelang es schliesslich den Grasshoppers, ihren einstigen Junior für zwei Jahre zu leihen. – Im Sommer 2014 übernahmen in die Zürcher schliesslich definitiv, zu dem Zeitpunkt war er nach einem im März erlittenen Kreuzbandriss ausser Gefecht. Die schwere Knieverletzung erlitt er ausgerechnet in einer Phase, in der er wieder zum sicheren Wert im Angriff der Zürcher wurde. So war er bei der schlimmen 1:5-Heimniederlage der Espen gegen GC am 16. Februar Doppeltorchütze. Ben Khalifa glich vor der Pause aus und schoss danach die Gäste in Führung. -- Der Stürmer kehrte im September zurück, wurde regelmässig eingewechselt, kam so auf 25 Saisonspiele, traf aber nur noch einmal.

Nun wollten ihn die Grasshoppers nicht mehr. -- Sein früherer GC-Trainer holte ihn in die Türkei zu Eskisehirspor, für das er es zu 11 Einsätzen, aber keinem Torerfolg in der Süper Lig brachte. -- Nachdem Skibbe nicht mehr Trainer und der Klub in Schwierigkeiten geraten war, wurde Ben Khalifa im Januar dem KV Mechelen geliehen, für den er aber nur zu 4 Kurzeinätzen in der belgischen Pro League kam. -- Im Sommer 2016 fand er keinen Verein, trainierte schliesslich bei Lausanne-Sport und war ab 21. Oktober für die Super League spielberechtigt.

27.06.2017

* 18.08.1976 | Nationalität: Schweiz/Tschechien

1. Juli 2000 bis 11. September 2003 im FCSG. -- 55 (47 NLA/3 Europacup/3 Cup/2 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 2000 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Aarau.

Jan Berger kam nach dem Meistertitel vom NLB-Klub FC Baden aufs Espenmoos. -- Der technisch starke Mittelfeldspieler spielte eine gute erste Saison. -- Berger junior wurde im Januar 2003 vor der Vorbereitung auf die Abstiegsrunde von Heinz Peischl aussortiert, nachdem er im Herbst bereits von Thomas Staub nicht mehr berücksichtigt wurde. -- Schliesslich wechselte er im September zum FK Marila Pribram und damit erstmals ins Heimatland seines Vaters.

Nach einem halben Jahr und 3 Meisterschaftsspielen mit Pribram im Januar 2004 zum FC Sion. -- In der Saison 2004/05 zwischenzeitlich an Lausanne-Sport (1. Liga) ausgeliehen. -- 2005/06 im FC Bulle (1. Liga). -- 2006/07 im CS Chênois (1. Liga). -- Danach wieder in Tschechien, nun in der zweithöchsten Liga, je eine Saison im FK Trinec und im 1. FC Slovacko (Uherske Hradiste). -- 2009 in Indien beim Kingfisher East Bengal FC (Kolkata). -- Ab Januar 2010 wieder in der Ostschweiz, im FC Gossau, mit dem er den Abstieg in die 1. Liga nicht verhindern konnte. Im Frühling 2012 für einige Wochen zusammen mit Roland Näf als Trainer verantwortlich, wobei Berger immer noch spielte. -- Ab Juli 2012 Trainer des FC Abtwil-Engelburg (2. Liga). -- Im Frühling 2014 verhalf er dem FC Amriswil als Spieler zum Klassenerhalt in der 2. Liga interregional. -- Im Sommer 2014 wechselte Berger - gemeinsam mit Amriswils Trainer Olaf Sager - als Nachwuchstrainer zum FCSG.

Jan Berger junior begann im Nachwuchs der Grasshoppers, auch wenn Vater Jan Berger senior davor für den FC Zürich spielte. -- In der Saison 1994/95 NLA-Debüt mit GC. -- Im Sommer 1997 zum FC Basel (16 NLA-Spiele). 1998/99 im FC Aarau (24 NLA-Spiele). -- Ab Juli 1999 bei der AC Bellinzona, im Januar 2000 ein halbes Jahr im FC Baden.

Vater Jan Berger senior kam 1986 von Sparta Prag in die Schweiz und bestritt 64 Meisterschaftsspiele für den FC Zürich. -- Mit der Tschecheslowakei bestritt Jan Berger senior 30 A-Länderspiele, war im Kader der EM '80 in Italien und der WM '82 in Spanien. -- Ausserdem gewann er Gold im Olympischen Fussball-Turnier 1980 in Moskau. -- Cousin Patrik Berger spielte u.a. für Borussia Dortmund und den FC Liverpool.

 ergänzt 18.12.2014
* 09.03.1969 | Nationalität: Argetinien/Schweiz

Anfang Jahr bis 5. Juli 1992 im FCSG. -- 1 Pflichtspiel für die Espen am 28. Juni 1992 im Intertoto-Cup-Spiel in Nieukerk gegen Bayer Uerdingen (0:1-Niederlage).

Juan Carlos Bernegger war ein weiterer Südamerikaner mit Schweizer Wurzeln, den der Agent Vinicio Fioranelli entdeckt hatte. -- Fioranelli brachte Bernegger zum FC St. Gallen, wo er seit Anfang 1992 mittrainierte und auch die Vorbereitung zur neuen Saison bestritt. -- Eine längerfristige Verpflichtung scheiterte jedoch an der Spielberechtigung, wohl weil Bernegger vorerst immer noch auf den Schweizer Pass warten musste.

Schliesslich wurde er kurz vor Meisterschaftstart vom FC Winterthur übernommen. -- Seine Karriere als NLB-Spieler endete allerdings wegen einer Knieverletzung schon nach fünf Spielen. Lange arbeitete er vergeblich an einem Comeback.

Die Verletzungsgeschichte verhalf Bernegger zum frühzeitigen Einstieg ins Trainer-Metier. -- Er übernahm erste Aufgaben im Nachwuchs des FC Winterthur und hatte dabei schnell Erfolg. Schliesslich wurde er auch Assistenztrainer der 1. Mannschaft. -- Im Mai 1997 wurde Bernegger - mit jungen 28 Jahren - für die kommende Saison zum Nachfolger von Martin Andermatt als Cheftrainer befördert. -- Die NLB-Qualifikationsrunde verlief jedoch enttäuschend, Berneggers Mannschaft konnte einzig mit einem Sieg im Cup gegen Luzern für Begeisterung sorgen und musste in die Abstiegsrunde. -- Er blieb aber beim FCW und war wieder - erfolgreich - Nachwuchstrainer. -- Als er die Rückkehr nach Argentinien plante, sammelte Winterthurs Sportchef Geld, um ihn halten zu können.

Im Jahr 2000 wurde Bernegger von den Grasshoppers abgeworben, für die er fortan ebenfalls erfolgreich im Nachwuchs Trainer war. -- Im Oktober 2003 übernahm Bernegger erstmals das Fanionteam von GC, nachdem Marcel Koller zurückgetreten war; unter Koller war Bernegger auch Assistent. -- Insgesamt war er dreimal Interims-Trainer der Profis, war stets ein erfolgreicher "Krisenmanager", regelmässig kam die Frage auf, warum er nicht längerfristig an der Spitze stehen soll. Anfangs fehlte ihm die nötige Lizenz dafür, zudem war Bernegger nicht erpicht auf den "Chefposten". -- Im Juli 2008 verliess Bernegger nach Jahren die Grasshoppers und wurde Ausbildungschef beim FC Basel. -- Ab 2009 war Bernegger beim FCB "Chef formation", ab Oktober 2011 Trainer der U21.

Längst konnte sich Bernegger vorstellen, auch ein Profiteam zu führen. Im April 2013 wurde ihm die Chance beim FC Luzern gegeben. Es gelang ihm, die verunsicherte Mannschaft aus der Abstiegsgefahr zu führen und im Herbst wieder in der Spitzengruppe der Super League zu etablieren. -- Trotz durchzogener Rückrunde führte Bernegger den FCL zum Saisonende auf den 4. Platz und in den Europacup. -- Nachdem missratenem Saisonstart wurde Bernegger Anfang Oktober 2014 und nach dem elften sieglosen Spiel in Folge freigsestellt. -- Anfang 2017 kehrte Bernegger zu den Grasshoppers zurück, wo er für das "spielrelevante Techniktraining" im Nachwuchs verantwortlich wurde.

Carlos Bernegger wuchs mit seiner Familie in Bell Ville auf. Dorthin wanderten vor dem 2. Weltkrieg seine Grosseltern aus St. Gallen aus. -- Um sein Medizinstudium in Angfriff zu nehmen, zog er in die Provinzhauptstadt Córdoba, bald wurde er dort beim CA Belgrano mit einem Profi-Vertrag ausgestattet.

aktualisiert 16.01.2017
* 19.03.1964 | Nationalität: Dänemark

6. Juli 1991 bis 30. Juni 1992 im FCSG. -- 26 (25 NLA/1 Cup) Spiele und 3 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am am 27. Juli 1991 gegen die Grasshoppers (0:5-Auswärts-Niederlage).

Brian Bertelsen wurde vom FC Wettingen ausgeliehen, spielte aber vor seinem Wechsel nach St. Gallen eine NLB-Saison für den FC Basel. -- Für einen Offensivspieler hatte der Däne in seiner St. Galler Saison mit drei Goals keine grosse Torausbeute. Dafür spielte er einen ganz grossen und für ihn unvergesslichen Match: Zum Finalrundenauftakt schoss er im Heimspiel gegen Sion am 1. März 1992 alle drei Tore zum 3:2-Sieg. -- Bertelsen traf danach höchstens noch das Gehäuse (je ein Pfosten- und Lattenschuss beim 2:2 gegen Xamax). -- Im Herbst davor hatte er beim 1:1 auswärts in Lausanne immerhin den Ausgleichstreffer "provoziert", als sein Gegenspieler Frank Verlaat zum Ausgleich ins eigene Tore köpfelte.

Brian Bertelsen wechselte im Sommer 1992 zum in die NLB abgestiegenen FC Luzern und feierte mit den Zentralschweizern ein Jahr später den Wiederaufstieg. -- 1995 wurde sein Vertrag beim FCL nicht mehr verlängert, im September ging er zum FC Locarno, dem er mit 6 Toren zum Klassenerhalt in der NLB verhalf. -- Im Sommer 1996 schliesslich beendete "BB" seine Profikarriere und spielte fortan für den 2.-Liga-Klub FC Kickers Luzern, dem er bis 2000 treu blieb. -- In Sins im Oberfreiamt, wo Bertelsen schon lange zuhause war, engagierte er sich später einige Jahre als Junioren-Trainer.

Brian Bertelsen wuchs in Arhus auf und wurde als 17-Jähriger vom Vejle BK verpflichtet, bei dem er bald schon Stammspieler war. 1984 wurde Bertelsen mit Vejle dänischer Meister, zu seinen Teamkollegen gehörten neben dem späteren Lausanne-Topskorer Steen Tychosen mit Allan Simonsen und John Sivebaek zwei Spieler, die im selben Jahr an der EM in Frankreich mit Dänemark für Aufsehen sorgten.

Ein Transfer in die Bundesliga (Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 wollten ihn) scheiterte, weil ihm Vejle keine Freigabe erteilte. -- Im Januar 1986 klappte es schliesslich mit einem Ausland-Transfer, der FC Wettingen sicherte sich seine Dienste. -- Die Ostaargauer stiegen 1987 für ein Jahr in die NLB ab, starteten nach ihrer Rückkehr aber durch und qualifizierten sich 1989 erstmals für den UEFA-Cup. Bertelsen war mit 10 Treffern bester Torschütze eines Teams, das vor allem mit der Abwehr glänzte. -- In der 2. UEFA-Cup-Runde wurde die SSC Napoli zugelost. Gegen den damaligen Klub von Diego Maradona holte  der FCW im ausverkauften Zürcher Letzigrund ein 0:0. Im Rückspiel vor 50'000 Zuschauern erzielte Bertelsen den Wettinger Führungstreffer, am Ende verlor der Underdog wegen eines fragwürdigen Penaltys 1:2. -- Wettingen träumte vom Meistertitel, Bertelsen von einem Vertrag in Italien. Dem Dänen wurde die Freigabe verweigert, später ging Präsident Hubert Stöckli das Geld aus und Bertelsen schliesslich dem damaligen NLB-Klub Basel ausgeliehen. -- Beim FCB blühte Bertelsen wieder auf, wurde zum Führungsspieler, glänzte jedoch mehr als Vorbereiter und nur noch selten als Schütze. -- Brian Bertelsen bestritt 3 U21-Länderspiele für Dänemark und soll auch in der Olympia-Auswahl gespielt haben.

17.12.2012
* 13.10.1970

1990 bis 7. Juli 1993 im FCSG. -- 62 (52 NLA/3 Cup/7 Intertoto-Cup) Spiele und 9 (6 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup-Spiel in Schaan gegen den FC Tirol Innsbruck (2:1-Sieg).

Claudio Besio kam als Nachwuchshoffnung vom FC Uzwil aufs Espenmoos und gab am 15. September 1990 gegen Servette (1:4-Heimniederlage) sein NLA-Debüt. -- Den zweiten Einsatz des Mittelfeldspielers sah das Publikum erst zwei Monate später, weil Besio wegen Drüsenfiebers länger ausfiel. -- In der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1991 regelmässig und in der Saison 91/92 gar in 30 von 36 Meisterschaftsspielen im Einsatz. -- Im erfolglosen Kampf in der Abstiegsrunde im Frühling 1993 konnte Besio nur noch in zwei Spielen antreten, er fehlte lange wegen einer Verletzung.

Claudio Besio liess sich für die Saison 1993/94 an den FC Wil ausleihen, weil er sich vermehrt dem Studium widmen wollte. -- Schliesslich blieb er bis 1998 im Bergholz und bestritt rund 170 NLB-Spiele für den FC Wil - mit einigen Cup-Überraschungen als Höhepunkt. -- In der Saison 1998/99 beim FC Kreuzlingen in der 1. Liga. -- Ab Sommer 1999 als Spielertrainer wieder im FC Uzwil (2. Liga), ab 2003 aus beruflichen Gründen - Besio wurde inzwischen in Flawil zum Schulleiter gewählt - nur noch Spieler, später im Herbst 2004 noch einmal interimistisch auch Spielertrainer.

03.10.2012
* 23.01.1984 | Nationalität: Frankreich

1. Juli 2012 bis 21. Juli 2015 im FCSG. -- 98 (81 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 8 (7 NLA/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. September 2012 beim 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Sion.

1. Juli 2012 bis 21. Juli 2015 im FCSG. -- 98 (81 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 8 (7 NLA/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. September 2012 beim 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Sion.

Stéphane Besle kam vom FC Metz zu den Espen. Er hatte sich zuvor in der Schweiz einen Namen als langjähriger und zuverlässiger Verteidiger bei Xamax gemacht. -- Zum Saisonstart musste er zuerst eine Sperre, die er sich im letzten Spiel für die Neuenburger eingehandelt hatte, absitzen. So musste sich Besle gedulden, anfangs blieben Philippe Montandon und Martin Stocklasa in der Abwehrzentrale gesetzt. -- Als Montandon in Sitten schon in der 4. Minute verletzt ausschied, kam Besle zu einem formidablen Pflichtspiel-Einstand: Im Tourbillon ging es um die Tabellenführung, der FCSG übertraf an dem Abend alle Erwartungen - und der Franzose erfüllte sie. -- Künftig verpasste er nur noch selten ein Spiel - meist wegen Gelbsperren. -- 16 Verwarnungen holte sich Besle allein in der Saison 2013/14. Dies war sein Höchstwert, insgesamt wurden es für ihn nach 3 Saisons in St. Gallen 38 gelbe Karten und 4 Ausschlüsse nach doppelter Verwarnung.

Der 1,88 m grosse Besle verhalf an der Seite von Montandon zur Qualifikation zur Europa League. Zeitweise war die Abwehr ein kleines Bollwerk. -- Als Montandon im Sommer 2014 sein Karrierenende erklären musste und Belse sein Nachfolger als Captain wurde, war die Abwehr längst wieder ein Schwachpunkt. -- Die Probleme in der Verteidigung wurden im Frühling 2015 noch einmal augenfälliger. -- Das führte dazu, dass Besle zum Saisonende nahe gelegt wurde, sich einen neuen Club zu suchen.

Schliesslich wurde er vom RC Lens übernommen, der zuvor in die Ligue 2 abgestiegen war. Es war für Besle eine Rückkehr in die fussballbegeisterte Kleinstadt in Nordfrankreich. -- Er kam 2005 als unbekannter Abwehrspieler vom RC Lens nach Neuenburg. -- Bei den "Sang et or" war Besle seit 2002 und hatte vorwiegend in der zweiten Mannschaft gespielt, einmal kam er in der Ligue 1 zum Einsatz. -- Ab Ende November kam er nur noch zu einem Kurzeinsatz für Lens, was Besle zu einer Rückkehr in die Schweiz bewog: Ende Januar unterschrieb er beim FC Aarau, das in der Challenge League im vorletzten Rang klassiert war. -- Mit Juan-Pablo Garat traf er auf einen anderen Ex-St. Galler in der Abwehr und verhalf dazu, dass Aarau beste Mannschaft der 2. Saisonhälfte war.

Captain in Neuenburg

Für Xamax gab der aus Haguenau im Elsass stammende Besle am 27. August 2005 in Basel (0:3-Niederlage) sein NLA-Debüt und war in der Folge sechs Jahre lang Stammspieler. -- Wenn er einmal fehlte, war dies auch bei Xamax aufgrund einer Sperre der Fall. -- In der ersten Saison musste Besle mit Xamax nach verlorener Barrage gegen Sion absteigen, schaffte aber 2007 umgehend den Wiederaufstieg. -- Als im Sommer 2011 unter dem wirren tschetschenischen Präsidenten Bulat Tschagajew Raphaël Nuzzolo ablösefrei an die Young Boys abgegeben wurde, übernahm Besle dessen Captain-Amt. -- Trotz regelmässiger Unruhen neben dem Feld hielten sich die Neuenburger unter verschiedenen Trainern gut in der Meisterschaft. -- Als aber Captain Besle nach einer Mannschafts-Aussprache zum Rückrunden-Auftakt im Büro des Vizepräsidenten vorsprach, weil die Spieler seit zwei Monaten kein Salär erhielten, wurde er auf der Stelle entlassen. -- 214 Pflichtspiele hatte Stéphane Besle für Xamax bestritten. In dieser Zeit wurden für Besle 72 Verwarnungen und 9 Platzverweise (inklusive Cup) ausgesprochen (womit er in der Schweiz total 110 Mal Gelb und 15 mal Rot bzw. Gelb/Rot sah).

Besle erhielt einen Vertrag beim FC Metz, er bestritt im Frühling 2012 15 Spiele für die Lothringer, konnte aber den Abstieg aus der Ligue 2 aber nicht verhindern.

Erster Junioren-Klub von Besle war der SC Schiltigheim, später spielte er im Nachwuchs des Racing Club de Strasbourg. Ab 2002 im Racing Club de Lens.

aktualisiert 22. Januar 2017
* 22.02.1979 | Nationalität: Schweiz

1. Juli 2001 bis 24. September 2002 im FCSG. -- 37 (32 NLA/2 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 2001 beim 3:0-Heimsieg gegen Lausanne-Sports.

Rainer Bieli kam von den Grasshoppers, für die der Solothurner schon am 11.05.1996 sein NLA-Debüt gab und in der darauffolgenden Saison einen weiteren NLA-Einsatz hatte. -- 1998 an Baden (12 Tore in 20 NLB-Spielen), im März 1999 an Neuchâtel Xamax ausgeliehen. -- Im zweiten Jahr in Neuenburg spielte Bieli seine beste Saison: mit 21 Toren wurde er in St. Gallens Meistersaison hinter Charles Amoah Zweiter im Torschützenklassement. -- Danach holte ihn GC zurück, Bieli erzielte jedoch nur noch 2 Tore in 18 Spielen. -- Auch in St. Gallen löste sich der Knopf nicht. Das einzige NLA-Tor erzielte er am 8. Mai 2002 zum Saisonabschluss auf dem Hardturm (2:2 Ausgleich, Endstand 3:3) gegen seinen Ex-Club. -- Dazu traf Bieli im UI-Cup auswärts gegen B68 Toftir, zwei Minuten nach seiner Einwechslung (zum 4:0, Endstand 6:0).

Schliesslich wurde Bieli dem FC Aarau, bei seiner Ankunft Tabellenletzter, ausgeliehen, später definitv transferiert. -- Bieli trug mit 9 Treffern zum Klassenerhalt der Aarauer bei, in der darauffolgenden Saison gelangen ihm 13 Tore. Bis Sommer 2005 war Bieli Stammspieler, schoss in 119 Spielen 39 Tore. -- Im letzten Halbjahr kam er nicht mehr auf Touren (8 Spiele/0 Tore) und wechselte im Januar 2006 zu Xamax in die NLB. -- 4 Tore trug er zum Wiederaufstieg bei, die Neuenburger wollten Bieli jedoch nicht behalten. -- Der Stürmer blieb in der NLB, unterschreib bei Concordia Basel. -- Für Congeli in 2 Saisons in 63 Matches 32 Tore. -- Nach dem freiwilligen Abstieg der Basler im Sommer 2009 zum FC Winterthur. -- Nach einer sehr durchzogenen zweiten Saison erhielt Bieli in Winterthur keinen Vertrag mehr, obwohl ihm im vorletzten Spiel gegen Biel der Siegtreffer glückte, der den Klassenerhalt sicherte. -- Seit Juli 2011 im FC Baden (1. Liga). Dort beendete der Stürmer Ende Mai 2013 seine Aktiv-Karriere und wurde Trainer des FC Küsnacht (2. Liga), nachdem er in seiner letzten Badener Saison nebenbei bei den Grasshoppers als Trainer im Kinderfussball-Bereich tätig war.

Bieli soll der Spieler mit den meisten Spielen für SFV-Nachwuchsauswahlen sein. -- 14 U21-Länderspiele (2 Tore), davon 2 Einsätze an der U21-EM-Endrunde 2002 in der Schweiz. -- Teilnehmer U18-EM-Endrunde 1997 in Island. -- Juniorenklub von Rainer Bieli war der FC Kestenholz. 1993/94 eine Saison im FC Solothurn, dann nochmals ein Jahr in Kestenholz, ehe ihn die Grasshoppers erstmals verpflichteten.

aktualisiert 05.08.2013
* 24.10.1942

11. November 1972 bis 30. Juni 1976 im FCSG. -- 134 (111 NLA/13 Cup/7 Ligacup/3 IFC) Spiele und 53 (38 NLA/12 Cup/2 Ligacup/1 IFC) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. November 1972 beim 2:1-Heimsieg gegen den FC La Chaux-de-Fonds.

Rolf Blättler zählt zu den bedeutendsten Spielern, die je für den FCSG aufgelaufen sind. Völlig überraschend wechselte er im Herbst 1972 vom Meister FC Basel zum "Liftklub" FC St. Gallen, der zuvor auch im Cup bereits ausgeschieden war. Der Nationalspieler sollte dann aber massgeblichen Anteil daran haben, den FCSG als Stammkraft in der NLA zu etablieren.

Nur 8 Minuten benötigte Blättler, um mit einem Freistoss aus gut 20 Metern den ersten Treffer in Grün-Weiss zu erzielen. Mit dem Sieg gegen La Chaux-de-Fonds gab der FCSG den letzten Platz an Grenchen ab. -- Im Frühling gelang dann auch der Sprung über den Strich und schliesslich der Klassenerhalt. -- Auch der Finanzchef lobte am Ende der Saison, dass der Verbleib in der NLA letztlich vor allem Blättler zu verdanken war. Und freute sich, dass der Spieler definitiv vom FC Basel übernommen werden konnte.

Vom Espenmoos in die Nati

Blättlers Leistungen im Frühling 1973 brachten ihm wieder den Platz in der Nationalmannschaft, nachdem er im Herbst 1972 nicht mehr berücksichtigt wurde. Als Blättler am 22. Juni 1973 im Berner Wankdorfstadion beim Freundschaftsspiel gegen Schottland (1:0-Sieg) auflief, war er der erste FCSG-Spieler im Nati-Trikot seit 30 Jahren. -- Beim nächsten Länderspiel erzielte er sein 12. und letztes Tor für die Nati: Es brachte am 26. September in Luzern der Schweiz den 1:0-Sieg gegen Luxemburg und bewahrte das Team von René Hüssy nicht nur vor einer Blamage. Auch die Chance auf eine erfolgreiche Qualifikation zur WM 1974 blieb intakt. -- Die beiden Auswärtsspiele in Italien und der Türkei gingen dann aber beide 0:2 verloren, das Spiel vom 18. November 1973 in Izmir sollte Blättlers 28. und letztes Länderspiel bleiben.

Nationalmannschafts-Debüt nach der WM '66

Der damalige Grasshopper Rolf Blättler wurde von Dr. Alfredo Foni zum ersten Freundschaftsspiel nach der missratenen WM 1966 aufgeboten, der Stürmer debütierte am 22. Oktober gegen Belgien in Brügge. -- Die ersten Tore für die Nati erzielte Blättler in seinem vierten Einsatz. Das 7:1 gegen Rumänien - inzwischen war Erwin Ballabio verantwortlicher Trainer - im Zürcher Hardturm-Stadion am 24. Mai 1967 galt lange Zeit als bestes Spiel der Schweiz. Blättler traf zum 4:0 und 5:0, er bildete gemeinsam mit Fritz Künzli und René Quentin den Sturm. Die Nati sorgte für neue Euphorie und machte sich wieder Hoffnung auf die EM-Teilnahme - erneut stand jedoch Italien im Weg.

Aufschwung in St. Gallen

Im Sommer 1973 wurde er definitiv übernommen. Zur Saisonvorschau gab es Vorschusslorbeeren des "Sport": "Nicht nur seine immer noch unbestrittenen spielerischen Fähigkeiten sind wertvoll. Allein schon seine Präsenz spornt an und beruhigt zugleich". -- 1973/74 wurde zu Blättlers besten St. Galler Saison, in der er 12 Tore erzielte und die Mannschaft Neunte wurde. -- Die Basis bildete der 3:1-Heimsieg gegen die Grasshoppers in der 2. Runde, das den Start zu einer Serie von 6 Spielen ohne Niederlage (4 Siegen/2 Remis) war - das gab es zuvor seit der NLA-Rückkehr 1968 nie.

Immerhin 9 Tore steuerte Blättler, der am liebsten als "Inside"- hängende Spitze - spielte, 1974/75 bei. In jener Saison verlor der FCSG allerdings den Anschluss an die Spitzenteams wieder. -- Im Frühherbst 1975 wiederum war der FCSG unter dem neuen Trainer Willy Sommer gar einige Wochen Leader. -- Gemeinsam mit Stürmer Ruedi Schneeberger bildete Blättler in jenen Wochen ein unwiderstehliches Offensivduo. Später fielen die Espen ins Mittelfeld zurück.

Abstiegsrunde und Cupfinal

In der Saison 1975/76 fiel Blättler erstmals in seiner St. Galler Zeit für mehrere Wochen verletzt aus. Der FCSG musste sich bald darauf einstellen, in die erstmals durchgeführte Abstiegsrunde verwiesen zu werden. -- Dort erzielte Blättler beim vorentscheidenden 2:1-Sieg in Bellinzona den Ausgleich - es sollte sein letzter Einsatz für die Espen gewesen sein. -- Zehn Tage zuvor hatte er sich für einen Wechsel in die NLB zu Luzern entschieden. -- Die letzten Saisonspiele und die Sicherung des Klassenerhalts sah Blättler von der Tribüne aus, nachdem er sich im Training am Sprunggelenk verletzt hatte.

Der Frühling 1976 brachte dem FCSG wie auch Blättler persönlich aber auch den dritten Cupfinal. -- Sommers Mannschaft verkaufte sich als Aussenseiter im Endspiel im Berner Wankdorf teuer, unterlag aber den Young Boys 0:1. -- Blättlers Ausgleichstreffer in der 80. Minute wurde wegen Offside annulliert. -- Im Achtelfinal war Blättler beim 1:0-Sieg auswärts gegen Winterthur Torschütze.

Fortsetzung der Karriere in Luzern...

Ein zusätzliches Argument für den freiwilligen Wechsel in die NLB nach Luzern war Trainer Albert Sing, dem Blättler als Assistent dienen sollte. Nach einer weiteren enttäuschenden Saison wurde Sing durch Paul Wolfisberg ersetzt. Dieser führte Luzern 1979 in die NLA. 5 Tore trug Blättler zum Erfolg bei, insgesamt waren es in zwei Jahren und 58 NLB-Spielen 10 Treffer für die Innerschweizer.

...Vollendung als Spielertrainer in Locarno

Obwohl ihn Luzern gerne behalten hätte, zog es Blättler vor, zum FC Locarno in die 1. Liga zu wechseln und dort als Spielertrainer zu wirken. Die Tessiner setzten sich zum Ziel, in die NLB zurückzukehren, und Blättler hatte den Ehrgeiz, mit dem ersten Club, den er übernahm, zum Erfolg zu kommen. -- Locarno erreichte das Ziel, wie erhofft stieg die Mannschaft 1981 zum 75-Jahr-Jubiläum in die NLB auf und etablierte sich unter dem prominenten Alt-Internationalen in der zweithöchsten Liga. -- So kam Blättler mit Locarno zu weiteren 54 NLB-Einsätzen.

Im Cup feierte er am 1. November 1981 einen Coup, als im Achtelfinal ein überheblicher FCSG 3:1 geschlagen wurde (Blättler wechselte sich dafür nicht ein). -- Im November 1982 kurz, nach seinem 40. Geburtstag, kündigte er an, nun nur noch als Trainer tätig zu sein. Die Schuhe hatte er aber erst zum Saisonende an den Nagel gehängt. -- Blättlers beeindruckende Bilanz als Spieler mit 19 Saisons in der Nationalliga: 197 Tore in 443 Spielen, davon 174 Goals in 332 NLA-Einsätzen (23 in 110 NLB-Spielen). -- Die Zeit auf Locarnos Trainerbank endete aber schon nach der 4. Runde und einer 0:2-Heimniederlage gegen Laufen Ende August 1984, er wurde entlassen.

Der SFV ernannte Blättler Anfang 1986 zum Trainer der neuen "Olympia-Mannschaft", die nebst einer U21 geführt wurde und die Qualifikation für die Sommerspiele von 1988 in Seoul bestritt. -- 1991 wurde Blättler, der im zweiten Anlauf dem Tessin treu blieb, wieder vom FC Locarno engagiert, diesmal als "technischer Berater".

Wettinger Wurzeln und drei Mal Torschützenkönig mit GC

Rolf Blättler war ab 1954 Junior des FC Wettingen und schaffte dort fünf Jahre später als 17-Jähriger den Sprung ins Fanionteam, das zum Zeitpunkt in der 1. Liga spielte. -- 1963 holten ihn die Grasshoppers auf den Hardturm. Schon bei seinem NLA-Debüt am 25. August in Schaffhausen durfte sich Blättler als Torschütze feiern lassen: Beim 2:1-Sieg traf er in der 25. Minute zum 1:1-Ausgleich. Am Saisonende war der athletische Stürmer mit 12 Goals bereits bester Schütze der Hoppers. --  Die folgenden drei Jahre war Rolf Blättler dreimal hintereinander Torschützenkönig - das gelang bisher ausser ihm nur noch dem Basler Seppe Hügi (ab 1951/52). In der Saison 1964/65 teilte sich Blättler die "Torjägerkrone" mit Lausannes Pierre Kerkhoffs (je 19 Tore), 1965/66 waren es 28 Tore, 1966/67 teilte er die Auszeichnung erneut, diesmal mit Fritz Künzli vom FCZ (24).

Die Grasshoppers wurden 1956 zum vorerst letzten Mal Meister und drängten in jenen Jahren zurück an die Spitze. -- Aber erst in seiner vierten Saison spielte Blättler mit GC um den Titel mit. -- Die Hoppers waren als Zweite nach 26 punktgleich mit dem FC Zürich und Lugano, unterlagen dann aber in den Entscheidungsspielen dem Stadtrivalen. Mit seinen 16 Treffern war er wiederum erfolgreichster Saisontorschütze seiner Mannschaft. Fritz Künzli hingegen schoss 28 Tore zum Meistertitel des FCZ. -- 1968/69 fiel GC wieder zurück und war am Ende nur Neunter und nur dank besserer Tordifferenz vor Aufsteiger St. Gallen. Blättler selbst erzielte in 17 Einsätzen nur noch 2 Saisontreffer. -- Im Sommer 1969 zog es ihn nach 101 Goals in 143 NLA-Spielen für die Grasshoppers zum FC Lugano.

Erster Wechsel ins Tessin

Im Tessin fand er zu alten Torjägerqualitäten zurück. Schon im ersten NLA-Spiel für Lugano war Blättler beim 3:2-Sieg in Biel Doppeltorschütze. -- Mit 14 und 12 Toren war der Aargauer zweimal bester Torschütze des FC Lugano. -- 1971 erreichte Lugano den Cupfinal, verlor aber gegen Servette 0:2. -- In der Meisterschaft war Lugano am Ende Dritter. Blättler fühlte sich wohl im Tessin, war bei den Tifosi beliebt und wollte sesshaft werden. Sein oft erwähnter Luxus-Bungalow in Caslano am See war gerade vor der Fertigstellung.

Titelambitionen mit Basel

Doch die Blütezeit des FC Lugano endete jäh. Klubpräsident Camillo Ferrari leitete einen Sparkurs ein. Blättlers Vertrag wurde zwar wie der von zwei weiteren Top-Verdienern eingehalten. -- Weil aber Blättler nach dem Saisonstart wie Trainer Albert Sing seine Unzufriedenheit über die schlechteren sportlichen Perspektiven äusserte, fiel er bei Ferrari in Ungnade und wurde gebüsst. Es kam zu einem wochenlang anschwelenden Zwist. -- Der Stürmer strebte einen Transfer an, Servette und Lausanne-Sports warben um ihn. Bei einer Sporthilfe-Gala verhandelte er mit den beiden Klubs vom Genfersee - und mit dem FC Basel, der ihn schliesslich verpflichtete. -- Blättler sprach von zwei Punkten, die für den FCB sprachen: es sei kaum zu verantworten, dass seine Tochter eine dritte Sprache lernen müsste. Und "wenn schon ein Transfer, dann nur in eine Mannschaft, die auch Meister werden kann".

Dabei hiess es schon damals, Basel hätte im grosszügig besetzten Kader Blättler gar nicht nötig gehabt. Trainer Helmut Benthaus soll ihm am Telefon gesagt haben "wenn Du nach Basel kommen willst, musst Du auch selber etwas beitragen". -- In den Wochen des Wartens, ehe die Spielberechtigung für Blättler vorhanden war, wurde eifrig diskutiert, wen Blättler aus der erfolgreichen Mannschaft drängen könnte - oder ob er am Ende gar selbst nur auf der Bank sässe. -- Bei seinem FCB-Debüt am 14. Oktober 1971 ersetzte er in der Pause den jungen Ottmar Hitzfeld. Und stand danach auf dem Weg zu seinem einzigen persönlichen Meistertitel stets in der Startformation. -- Im Frühling 1972 stand Blättler auch zum zweiten Mal im Cupfinal, unterlag aber dem FC Zürich 0:1. -- Trotz der Niederlagen zählte er die beiden Cupfinal später zu seinen besten Erlebnissen als Fussballer.

Verletzung begünstigte Wechsel in die Ostschweiz

Blättler startete auch in der neuen Saison als Stammspieler in die Meisterschaft. -- Dann aber kam der 13. September. Basel spielte in der 1. Runde des Meistercups in Budapest gegen Ujpest Dozsa. Blättler humpelte in der Pause vom Spielfeld, ein gegnerischer Aussenverteidiger hatte ihn malträtiert. -- Zuerst musste er wegen einer Knochenhautentzündung aussetzen. Als er wieder fit war und im Ligacup gegen Sion auflaufen durfte, musste er nach 5 Minuten und einem Foul erneut vom Platz. -- Blättler fehlte im nächsten Länderspiel-Aufgebot. Und in Basel gab es schnell das Gerücht, dass es ihm verleidet sei, und er einen Transfer anstrebte. -- Dass er ausgerechnet nach St. Gallen wechselte, überraschte dann noch mehr.

7. Juni 2016
* 02.03.1979

1. Juli 2008 bis 6. Februar 2011 im FCSG. -- 6 (1 NLA/1 NLB/4 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Mai 2009 bei der 1:3-Niederlage in Lugano.

Davor zwei Jahre in Schaffhausen, wurde der Tessiner als Ersatzgoalie (hinter Daniel Lopar) verpflichtet und erfüllte seine Rolle perfekt, war stets vorbildlich loyal, auch als er im Januar 2010 nach der Ankunft von Germano Vailati nur noch die Nummer 3 zwischen den Pfosten war. -- Im Februar 2011 für eine halbe Saison dem FC Aarau ausgeliehen, der ihn ein halbes Jahr später definitiv übernahm. -- 2013 stieg Aarau wieder in die Super League auf, Bolli wurde aber ab der zweiten Runde von Predrag Pribanovic abgelöst, so dass er erneut nur noch die Nummer 3 war. -- Schliesslich übernahm Reto Bolli im Lauf des Herbst 2013 beim FCA das Amt des Team-Managers.

Einst im Nachwuchs der Grasshoppers ausgebildet, wechselte er 1999 zum FC Locarno. -- Bisher insgesamt 181 NLB-Spiele mit Locarno (2000-2002), Bellinzona (2002-2004), Lugano (2004-2006) und Schaffhausen.

aktualisiert 27.10.2013

Als Nachwuchsspieler 4 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 1996 beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Sion.

Cédric Bosshard war 17-jähriger Nachwuchsspieler, als er von Roger Hegi erstmals im Fanionteam eingesetzt wurde. Er ersezte in der 77. Minute Giorgio Contini. -- In den beiden folgenden Spielen gegen die Young Boys und beim FC Zürich jeweils in der 90. Minute aufs Feld geschickt, im letzten Saison-Spiel am 4. Juni 1997 bei Xamax zu seinem letzten NLA-Match gekommen. -- Im Juli 1999 zum FC Winterthur (NLB), den er in der darauf folgenden Winterpause wieder verlassen hatte. -- Später beim FC Gossau in der 1. Liga.

15.04.2011
* 26.12.1960 | Nationalität: Marokko/Frankreich

1. Januar 1994 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 44 (30 NLA/13 NLB/1 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. Februar 1994 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 1:1 in Neuenburg gegen Xamax.

Abdelaziz El Idrissi Bouderbala gab mit seinem Engagement in St. Gallen sein Comeback als Profifussballer, nachdem er sich ab Sommer 1993 um seine Immobiliengeschäfte in Casablanca widmen wollte und nur noch in Benefizspielen auflief. -- König Hassan II. soll Bouderbala dazu aufgefordert haben. Der König wünschte sich dass Bouderbala für die WM 1994 nochmals in der Marokkos Nati spielen sollte. -- Des Königs Ruf soll ihn im Wallis ereilt haben. -- Beim Tennisspielen mit einem NLB-Goalie erfuhr er, dass der FCSG einen Regisseur suchten. -- Und in St. Gallen fanden sich Investoren, die 70'000 Franken zur Verfügung stellten.

Bouderbala brachte schnell die erhoffte Qualitätissteigerung ins Spiel der Espen. -- Der grosse Teil von Tamas Tiefenbach' und Rado Gilewicz' Toren zum Wiederaufstieg wurde mit Vorlagen von Bouderbala eingefädelt. -- Die zurückgekehrte Euphorie in St. Gallen bewegte Bouderbala dazu, den Vertrag um eine Saison zu verlängern, obwohl er finanzielle Einbussen in Kauf genommen haben soll. -- Zum WM-Aufgebot reichte es dann trotzdem nicht. -- In der NLA glänzte Bouderbala vorerst weiterhin mit genialen Pässen und Freistössen. -- Im Herbst soll es zu Dissonanzen mit Trainer Uwe Rapolder gekommen sein, Aziz blieb dann doch und war noch einmal für ein halbes Jahr eine Teamstütze. -- Speziell war sein erstes für die Espen erzieltes Tor: am 27. März 94 in Kriens traf er nach 15 Sekunden (am Ende 1:1).

Aziz Bouderbala hatte sich in seiner Zeit im FC Sion (1984-88) einen grossen Namen gemacht. -- Nicht nur dank der 25 Toren in 88 NLA-Spielen bleibt er im Wallis in guter Erinnerung, er war immer auch als Regisseur und gefährlicher Freistosschütze wertvoll. -- Im Wallis lernte er auch seine Frau kennen, mit der er später öfter zurück kehrte. -- 1986 gehörte Bouderbala zu den Stützen der Nationalmannschaft Marokkos, die an der WM in Mexiko nach zwei Unentschieden gegen Polen und England und dem 3:1-Sieg gegen Portugal als Gruppensieger die Achtelfinals erreichte und erst durch einen späten Gegentreffer an Deutschland scheiterte. -- Es war die erste afrikanische Mannschaft, die an einer WM die Vorrunde überstand. -- Insgesamt  hat Bouderbala über 100 Länderspiele mit den "Lions de l'Atlas" bestritten.

Bouderbala ging 1988 nach Frankreich, wo er beim aufstrebenden Matra Racing (Paris) unterschrieb und Mitspieler wie Luis Fernandez, Enzo Francescoli, David Ginola und Maxime Bossis spielte. -- Bald wurde ihm ein französischer Pass verschafft, damit er das Ausländer-Kontingent nicht mehr belastete. -- Ein Jahr später stieg Hauptsponsor Matra jedoch aus, und als Racing Club mussten die hohen Ziele begraben werden. -- 1990 ging Bouderbala zu Olympique Lyonnais, damals noch weit davon entfernt, zur französischen Spitze zu zählen. -- 1992 schliesslich nach Portugal, wo er beim GD Estoril Praia entscheidend mithalf, den Klassenerhalt in der Primeira zu schaffen. -- In Estoril hätten sie ihn gerne behalten, doch Bouderbala wollte mit dem Profifussball aufhören.

Aziz Bouderbala kam als Junior zu Wydad de Casablanca (WAC), debütierte in der Saison 1977/78 im Fanionteam und blieb seinem Stammklub bis zum Wechsel nach Sitten treu. -- Nach seiner Profi-Karriere im WAC einige Jahre Sportchef.

03.03.2011
* 27.05.1981 | Nationalität: Frankreich/Algerien

Januar 2001 bis Januar 2002 und 1. Juli 2002 bis 7. Januar 2004 im FCSG. -- 13 (10 NLA/3 Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Februar 2002 in Wil beim 3:1-Auswärtssieg im Cup-Sechzehntelfinal.

Olivier Boumelaha kam vom FC Basel aufs Espenmoos. -- Der aus dem Basler Grenzgebiet stammende Franzose schaffte es in seiner St. Galler Zeit nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. -- Im Frühling 2002 wurde der Stürmer für eine halbe Saison Etoile Carouge geliehen. -- Nur einmal wurde Boumelaha von Beginn weg eingesetzt, bei seinem letzten Einsatz für die Espen in Luzern, als er auch den Führungstreffer beim 5:1-Sieg erzielte. -- Schon zuvor war bekannt, dass Heinz Peischl nicht mehr auf ihn zählen würde. -- Boumelaha fand jedoch vorerst keinen neuen Verein, spielte ein halbes Jahr in der U21, ehe er vom FC La Chaux-de-Fonds (NLB) verpflichtet wurde.

Mit den Neuenburgern schaffte er den Klassenerhalt, wechselte dann aber nach Saudi-Arabien zu Al Ittihad Jeddah, später nach Finnland, wo er für den IFK Marienhamn und die Tampereen Peli-Pojat 70 spielte. -- In der Saison 2007/08 in Bahrain bei Al Ahli. -- 2008 schliesslich wieder in der Ostschweiz beim FC Gossau, für den er bis Dezember 9 NLB-Spiele bestritt und 4 Tore erzielte - davon alle 3 beim 3:1-Auswärtssieg gegen Stade Nyonnais. -- Zwischenzeitlich offenbar in Thailand. -- Ab Juli 2012 beim 1.-Liga-Aufsteiger FC Kreuzlingen, wo er zur Winterpause wieder ausgemustert wurde. Noch in derselben Saison beim FC Laufen in der 2. Liga interregional. -- Ab Februar 2014 beim FC Bassecourt.

Der aus der französischen Grenzstadt St-Louis stammende Olivier Boumelaha war ab 1996 im Nachwuchs des FC Basel und kam am 28. Februar 1999 zu seinem ersten und einzigen NLA-Spiel für den FCB in Luzern. -- Ebenfalls im FCB-Nachwuchs spielten mit ihm seine Brüder Cyrille und Virgile Boumelaha. -- Letzerer war mit ihm auch im FC Gossau.

korrigiert und aktualisiert 11.07.2014
* 05.10.1958 | Nationalität: Schweiz/Österreich

30. Juli 1982 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 227 (180 NLA/23 Cup/4 Europacup/20 Intertoto-Cup) Spiele und 73 (58 NLA/10 Cup/5 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 1982 beim 4:0-Auswärtssieg in Bellinzona.

Manfred Braschler konnte von Wacker Innsbruck übernommen werden und war nicht nur einer der besten Flügel, der je für den FC St. Gallen stürmte, er gehörte auch national zu den herausragenden Offensivspielern seiner Zeit. -- Braschlers Wechsel bedeutete damals den teuersten Transfer der Klubgeschichte, und es war der Entschlussfreudigkeit von Präsident Paul Schärli sowie einigen Gönnern zu verdanken, dass Braschler nach St. Gallen kam. -- Zwei Jahre zuvor hatte sich Xamax vergeblich um seine Dienste bemüht. -- Inzwischen war aber Wacker wirtschaftlich in Schieflage geraten und hatte auf die Ablösesumme - es sollen 380'000 Franken gewesen sein - spekuliert.

Das finanzielle Risiko zahlte sich umgehend aus. -- Bei seinem Debüt in Bellinzona hinderten Braschle noch ein Latten- und ein Pfostenschuss am ersten Torerfolg. Eine Woche später, beim Heimdebüt gegen Wettingen (am 21.08.1982, 2:1-Sieg), schoss Braschler das 2:0 und trug sich erstmals in die Torschützenliste ein. -- 14 Meisterschaftstore wurden es bis Saisonende, und der Flügelstürmer wurde nicht nur daran gemessen. -- Braschler glänzte vor allem auch als regelmässiger Vorbereiter. Technisch brillant, trickreich, blitzschnell, torgefährlich und immer mannschaftsdienlich - der österreichisch-schweizerische Doppelbürger erfüllte alle positiven Attribute eines Offensivspielers. -- Dazu wurde immer hervorgehoben, dass "Mani" nicht nur fussballerisch wertvoll war, sondern auch "ein Mensch, der als Typ in jeder Hinsicht in unsere Mannschaft passt", wie Schärli bald lobend feststellte. -- Derselbe Präsident Schärli war auch darum besorgt, dass er im Frühling 1983 in die Infanterie-Rekrutenschule einrückte. -- Das bremste ihn aber nicht, Braschler stand in sämtlichen 30 Spielen seiner ersten Saison in der Startformation (und musste nur einmal verletzungsbedingt ausgewechselt werden).

Schon nach drei Monaten folgte das erste Nati-Aufgebot von Paul Wolfisberg, nachdem die Schweiz mit einem 0:3 in Belgien den Auftakt in die EM-Qualifikation verpatzt hatte. -- Beim 1:0-Sieg am 27. Oktober 1982 in Rom gegen Weltmeister Italien wurde er für den Torschützen Ruedi Elsener eingewechselt. -- Am 14. Mai 1983 beim 0:0 gegen die DDR spielte Braschler erstmals von Anfang an - gemeinsam mit Beat Rietmann, der sein Länderspieldebüt gab. -- Insgesamt brachte es Braschler auf 22 Länderspiele - das ist bis heute Rekord für einen Spieler aus dem FCSG-Kader. -- Eine EM- oder WM-Qualifikation lag damals für die Nati ausser Reichweite. -- So gehörte das 1:2 im ausverkauften Basler St. Jakob (60'000 Zuschauer) gegen Brasilien am 17. Juni 1983 zu seinen Höhepunkten.

Auf dem Weg zur erstmaligen Qualifikation für den UEFA-Cup krönte Braschler seine Saison Mitte April 1983 vor 14000 Zuschauern gegen das grosse Servette mit zwei Treffern - erstmals war er Doppeltorschütze, zusammen mit Gerhard Ritter sorgte er für eine grosse Gala. -- Braschler war DER grosse Aufsteiger der NLA-Saison und verhalf zur bis dahin besten Klassierung der Klubgeschichte (Platz 3). -- Und er hielt das Niveau. Der FCSG wurde ein Jahr später Fünfter, verpasste den Europacup nur knapp. -- Dafür gelang 1985 die zweite UEFA-Cup-Qualifikation. Zugelost wurde der FC Internazionale. Die Espen waren im Mailänder "Giuseppe Meazza" chancenlos (1:5), Braschler lieferte per Corner die Vorlage zum Ehrentreffer durch Walter Pellegrini. -- Im Rückspiel gab es ein 0:0 - und den Espenmoos-Stadionrekord mit 16'200 Fans. -- In der Meisterschaft lief es unter Trainer Werner Olk nicht mehr so gut wie zuvor mit Helmuth Johannsen, der FCSG fiel ins NLA-Mittelfeld zurück, Braschler blieb in St. Gallen unbestritten auf dem linken Flügel, wurde aber nach 1985 nicht mehr für die Nati aufgeboten.

Im September 1987 verletzte sich Braschler an der linken Achillessehne. -- Es sollte ein folgenschwerer Rückschlag für ihn sein. Kaum kehrte er zurück, schmerzte die rechte Achillessehne, erneut musste er pausieren. -- Und als dann im August 1988 Kurt Jara das Traineramt im Espenmoos übernahm, ging es für Braschler schleichend bergab. -- Ausgerechnet der Tiroler Jara schickte den Schweizer Tiroler in Richtung Abstellgleis. -- In der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1989 stand er nur noch einmal in der Startformation, Braschler spürte aber schon im Herbst davor, dass "der Zug für mich abgefahren war", wie er später sagte. -- Klagen wollte er nicht, merkte aber doch an, dass andere Spieler öfter eine Chance erhielten.

Im Sommer 1989 hat Braschler den FCSG trotz weiterlaufenden Vertrages verlassen - er hätte nur noch im Nachwuchs spielen dürfen. -- Er ging zum bescheidenen NLB-Vertreter FC Chur, obwohl sich auch die ambitionierteren Ligakonkurrenten Winterthur und Schaffhausen sowie aus der NLA Bellinzona um ihn bemühten. -- Nach Chur lockte ihn sein früherer Teamkollege Ladislav Jurkemik, der da als Spielertrainer wirkte. -- Die Bündner waren erfolgreich und qualifizierten sich erstmalig für die Auf-/Abstiegsrunde. -- Im Januar 1991, Chur stand wieder vor einer NLB-Abstiegsrunde, löste Braschler den Vertrag auf, um sich vermehrt um seine Baureinigungs-Firma "MABRA" kümmern zu können.

Eigentlich wollte sich Braschler vom Fussball verabschieden, im September 1991 liess er sich aber vom Drittligisten FC Romanshorn überreden - nicht zuletzt, weil dessen Präsident seiner "Mabra" einige gute Aufträge verschaffte. -- Seine Firma lief gut, mit Romanshorn stieg er in die 2. Liga auf und blieb diesem jahrelang treu. -- Einzig eine Verurteilung wegen Alkohol am Steuer deutete auf Schattenseiten in seinem Leben hin. -- Umso bestürzter war die FCSG-Gemeinde, als sie erfahren musste, dass Manfred Braschler am 31. Juli 2002 freiwillig aus dem Leben schied.

Begonnen hatte Manfred Braschler seine Laufbahn beim SC Imst. -- Seine Urgrosseltern waren einst aus Freienbach nach Imst gezogen. -- Die Schweizer Staatsbürgerschaft behielten alle Braschlers bei. -- Als 19-Jähriger wurde er 1977 von Wacker Innsbruck verpflichtet. -- In seinem ersten Einsatz mit dem U21-Team von Wacker war Braschler dreifacher Torschütze. -- Im selben Herbst debütierte er in der 1. Division. Gegen den Linzer ASK wirbelte er den Gegner durcheinander und erzielte auch gleich ein Traumtor mit einem Schuss aus 16 Metern unter die Latte. Braschler war bald Publikumsliebling auf dem Innsbrucker Tivoli. -- In der Saison 78/79 gings mit Wacker bergab, auch Braschler bekundete Mühe, der Abstieg war nicht zu vermeiden. -- Um den Flügelflitzer bemühte sich Xamax, doch wollten die Neuenburger die angeblich geforderte Million Franken Ablösesumme nicht bezahlen. -- Braschler wollte auf keinen Fall in die 2. Division, doch dann liess er sich von Mitspielern überreden, zu bleiben. -- Zum Wiederaufstieg in der Saison 80/81 trug er 10 Tore bei. -- Nun gelang ihm der Durchbruch. -- Nachdem er am 21. November 1981 beim 5:0-Sieg gegen Sturm Graz in der Schlussphase einen Hattrick erzielte, wurde der ÖFB-Teamchef (Nationaltrainer) Karl Stotz auf ihn aufmerksam. Stotz bedauerte, dass er Braschler als Schweizer nicht aufbieten könne. -- Dies löste einigen Wirbel aus (Belastung des Ausländer-Kontingents), galt er doch aus Sicht von Wacker als Österreicher. -- Als die Frage geklärt war, galt er wieder als (National-)Team-Kandidat. Doch entgegen mehreren Versprechungen kam es im Vorfeld der WM 1982 nie zu einem Aufgebot. Dies dürfte für Braschlers Wechsel nach St. Gallen letzlich auch ein Antrieb gewesen sein. -- Einmal kam er doch für ein ÖFB-Team zum Einsatz: im Herbst 1978 erzielte er für das B-Nationalteam gegen Portugal den 1:0-Siegestreffer.

14.09.2012
* 20.10.1976 | Nationalität: Kroatien

In der 2. Saisonhälfte 2007/2008 im FCSG. -- 6 (5 NLA/1 Barrage) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. April 2008 beim 2:0-Heimsieg gegen die Young Boys.

Vidak Bratic soll mit dem Versprechen, Stammspieler zu sein, verpflichtet worden sein und musste dann hinter dem ebenfalls neuen Marc Schneider anstehen. -- Als er in Thun erstmals von Beginn weg spielen konnte, erzielte er den Ausgleich zum 1:1, und musste darauf wegen "übertriebenem Torjubel" (Leibchen über den Kopf gezogen) und der 2. Verwarnung vom Platz. -- Dieses 1:1 brachte immerhin die Entscheidung, den Konkurrenten Thun definitv auf Platz 10 verwiesen zu haben. -- Wechselte anschliessend zum FC Wil, wo nach dem 1. Saiosnspiel, ausgerechnet in Thun, der Vertrag wieder aufgelöst wurde. -- Bratic schien seine Auswechslung nicht zu akzeptieren und warf dem Trainer das Leibchen vor die Schuhe. -- Ab der Winterpause 2008/2009 wieder im OFK Belgrad, wo er mithalf, den Abstieg zu vermeiden. -- Im Sommer 2009 zu Spartak Subotica (ebenfalls Super Liga).

Bratic startete in seiner Heimat mit Vojvodina Novi Sad in den Profifusball (1996 - 99), war dann bei PAOK Saloniki (1999-2001), Roter Stern Belgrad (2001-03), ausgeliehen von Dynamo Moskau (Juli 2003-Januar 2005), schliesslich eine erste Saison im OFK Belgrad (2006/2007) und ein halbes Jahr in China bei Tianjin Teda.

aktualisiert 15.11.2012
* 14.03.1974

1. Juli 1995 bis 30. Juni 1997 im FCSG. -- 66 (57 NLA/9 Cup) Spiele und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Lugano.

Markus Brunner kam vom FC Wil, für den er schon im Nachwuchs und seit 1992 in der Nationalliga B spielte. -- Brunner galt als talentiertester Innenverteidiger der NLB und fand sich auch in der NLA sofort zurecht. -- Bei seinem Debüt im Espenmoos glückte ihm gar der Führungstreffer. -- Sein zweites NLA-Tor Anfang Oktober 1995 gegen den FC Zürich sicherte den ersten Vollerfolg nach zuvor neun Spielen ohne Sieg und brachte die Espen wieder ins Rennen um die Finalrunde. -- Vor allem aber war Brunner für die Abwehr wertvoll, robust, immer zuverlässig.

Etwas überraschend wechselte Brunner nach zwei Jahren zum FC Luzern. -- Zum Finalrundenstart 1998 in St. Gallen Platzverweis nach Gelb-Roter Karte, was dem FCSG die Wende zum 2:1-Sieg brachte. -- Der FCL wollte ihn behalten, doch Brunner zog 1999 zum ambitionierten FC Lugano. -- 2001 Zweiter, 2002 Dritter geworden. -- Brunner blieb den Tessinern auch nach dem Zwangsabstieg treu. -- Im Frühling 2003 ging der FC Lugano konkurs, Brunner war vorerst arbeitslos. -- Im August 2003 vom FC Wohlen verpflichtet, für den er noch zwei Saisons in der NLB spielte. -- Danach als Nachwuchstrainer im FC Wohlen geblieben. -- 2010 mit der U23 in die 2. Liga aufgestiegen, die er bis Sommer 2013 führte. -- Für Klubverantwortliche galt Brunner im Sommer 2010 als Wunschtrainer fürs Fanionteam, doch lehnte er ab, weil er die für den Profifussball erforderlichen Diplome noch nicht hatte.

3 U21-Länderspiele (1 Tor) im Herbst 1995.

ergänzt 28. Oktober 2013
* 06.12.1960

1. Juli 1989 bis 30. Juni 1990 im FCSG. -- 40 (36 NLA/4 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 1989 beim 2:2 zuhause gegen den FC Sion.

Remo Brügger kam im Tausch mit Thomas Grüter vom FC Basel aufs Espenmoos. Grüter war zuvor bereits für die Auf-/Abstiegsrunde an den FCB ausgeliehen gewesen. -- Brügger gehörte zum Team mit Zamorano und Rubio, das zum "Wintermeister" stürmte. -- Als Goalie konnte er die Erwartungen mehr als erfüllen und war über die ganze Saison unbestritten. -- Dennoch endete seine St. Galler Saison ernüchternd: Im Mai wurde bekannt, dass der FCSG Jörg Stiel verpflichten kann, für ihn blieb kein Platz mehr. -- Die Art und Weise, wie der Vorstand den Personaltenscheid fällte, sorgte für Aufsehen. Zur menschlichen Enttäuschung kam für Brügger hinzu, dass er schon zum zweiten Mal in seiner Karriere von Stiel verdrängt wurde. -- Dabei war er dem späteren FCSG-Meistergoalie in der gemeinsamen Wettinger Zeit ein Lehrmeister. -- Brügger fand keinen neuen Klub, war auch in der Winterpause 1990/91 noch vergeblich auf der Suche.

Remo Brügger stieg 1983 mit dem SC Zug in die NLB auf und schaffte - nun mit Ottmar Hitzfeld als Trainer - den Durchmarsch in die NLA. -- Brügger wechselte zum etablierten NLA-Klub FC Wettingen, wo er drei Jahre lang Stammgoalie war - bis ihn Stiel verdrängte. -- In der Saison 1987/88 im FC Luzern, wo er Ersatz des Stammgoalies Roger Tschudin war (und nur zu einem NLA-Einsatz kam). -- Im Sommer 1988 zum in die NLB abgestiegenen FC Basel. -- Dort war Brügger wieder die Nummer 1, erlitt im Januar jedoch einen schweren Autounfall. Weil er über zwei Monate mit dem Training aussetzen sollte, wurde Thomas Grüter geholt, der den FCB überzeugte - und so kam Brügger in der Sommerpause zum FCSG.

07.12.2013
* 21.09.1992

Seit 1. Juli 2016 im FCSG. -- Bisher 31 (29 NLA/2 Cup) Spiele und 8 (5 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 beim 0:2 gegen den BSC Young Boys.

Roman Buess war der erste Transfer im Sommer 2016. -- Der Stürmer wurde vom FC Thun übernommen, wo er 13 Monate zuvor einen Dreijahresvertrag unterschrieb und damit den späten Sprung in die Super League schaffte.

Roman Buess wechselte als Elfjähriger vom SV Muttenz in den Nachwuchs des FC Basel. -- Er wurde Nachwuchs-Internationaler, bestritt im Mai 2009 die U17-EM in Deutschland, die sich für die WM qualifizierte. Und gehörte zum Team, das ein halbes Jahr später in Nigeria den WM-Titel holte. Bei der U17-WM selbst kam Buess in zwei der drei Vorrundenspiele sowie im 2:1 gewonnenen Viertelfinal gegen Italien zum Einsatz.

Der Durchbruch in Basels Profiteam blieb Buess jedoch verwehrt. Im September 2011 gehörte er zum Aufgebot des Champions-League-Spiels gegen Otelul Galati. Vier Tage später kam er im Schweizer Cup auswärts gegen den FC Eschenbach auch zu seinem Debüt im Fanionteam. Den einzigen Super-League-Einsatz gab es für Buess am Saisonende, am 2. Mai 2012 beim 2:1-Heimsieg gegen Thun.

Ab der Saison 2012/13 wurde Roman Buess zweimal in die Challenge League ausgeliehen. -- Zuerst für ein Jahr dem FC Aarau, für den er in 17 Spielen ohne Torerfolg blieb. -- 2013/14 war er mit 9 Toren in 31 Spielen beim FC Locarno. -- Schliesslich holte sich der FC Wohlen den Spieler ablösefrei. Mit den Freiämtern stürmte er 2014/15 unter Ciriaco Sforza an die Spitze und erzielte in 29 Spielen 11 Goals.

Dies brachte ihm den ersten Vertrag in der Super League ein. Der FC Thun holte Buess ins Berner Oberland - noch bevor dort auch Sforza einen Vertrag unterschrieb. -- In Thun hatte der 1,84 m grosse Angreifer einen glänzenden Einstand mit je einem Tor in den ersten zwei Spielen. -- Highlights unter Sforzas Nachfolger Jeff Saibene waren ein Hattrick im Heimspiel gegen den FC Zürich, als er innert 20 Minuten aus einem 0:1-Rückstand für die 3:1-Pausenführung sorgte. -- Und die drei Tore in den ersten drei Spielen der Rückrunde, ausgehend vom Ausgleichstreffer beim 2:1-Sieg in St. Gallen.

Stand 28.05.2017
* 29.11.1983 | Nationalität: Schweiz/Kosovo

1. Juli 2014 bis 12. Januar 2017 im FCSG. -- 70 (64 NLA/6 Cup) Spiele und 14 (12 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19.07.2014 beim 2:2 gegen den BSC Young Boys.

Albert Bunjaku kam vom 1. FC Kaiserslautern in die Ostschweiz. -- Viel Hoffnung wurde darauf gesetzt, in ihm einen neuen Führungsspieler zu haben, der die Lücke nach Stéphane Naters Abgang einigermassen füllen könnte. -- Die beste Zeit in Grün-Weiss hatte Bunjaku in den ersten Monaten. Fünf Tage nach seinem ersten Treffer - zum 2:2-Ausgleich gegen Aarau - sorgte er mit einer Doublette innerhalb von 4 Minuten fast im Alleingang für den 2:0-Auswärtssieg in Basel. Das war am 14. August 2014 und bedeutete den ersten Erfolg nach über 12 Jahren und 19 Matches im St. Jakob-Park. -- In den fünf folgenden Spielen blieb er ohne Torerfolg. Dann aber kam Basel in die AFG-Arena - und Bunjaku sorgte mit dem Goal in der 92. Minute für den späten 2:1-Sieg, nachdem die Espen sieben Minuten zuvor erst ausglichen.

Die Basis hatte Bunjaku gelegt, doch zur dominierenden Figur im St. Galler Offensivspiel wurde er nicht. -- Nicht zuletzt machten ihm gesundheitliche Probleme zu schaffen. Häufig angeschlagen, manchmal verletzt, konnte Bunjaku auf dem Spielfeld zu selten bestimmend auftreten. -- Von September bis Oktober 2015 verpasste er sämtliche Spiele - just in diese Zeit fiel der Wechsel von Jeff Saibene zu Joe Zinnbauer. -- Abgeschrieben war Bunjaku unter dem neuen Trainer keineswegs. In den verbleibenden fünf Spielen im Spätherbst wurde er dreimal eingewechselt, vor allem aber spielte er im Frühling wieder regelmässig - dabei wurde Bunjaku in 9 von 13 Spielen vorzeitig ausgewechselt. -- Der FCSG hatte erneut eine schlechte Halbsaison, Bunjaku selbst zeigte sich in dieser Phase aber auffallend kämpferisch.

Dennoch fiel Bunjakus Stellenwert in der Mannschaft mit Beginn der Saison 2016/17. Mit Toko wurde eine Neuer verpflichtet, der von Beginn weg Captain war - und das Team auch führte. -- Bunjaku stand im Herbst 2016 in 8 Spielen in der Startformation - davon 7 Mal in Serie. Diese begann mit dem Auswärtssieg in Thun und endete mit dem 3:2-Sieg in Lugano, dazwischen aber holten die Espen nur zwei Remis. -- Joe Zinnbauer hätte Albert Bunjaku gehalten, aber als der FC Erzgebirge Aue aus der 2. Bundesliga einen Vertrag über zweieinhalb Jahre offerierte, brauchte sich der Trainer auch nicht gegen den Wechsel einzusetzen. In Aue traf Bunjaku auf Pavel Dotchev, der bereits acht Jahre zuvor in Erfurt sein Trainer war.

Aufstieg mit Schaffhausen

Der Stürmer ist im Limmattal aufgewachsen und erhielt nach zwei Jahren beim Stadtzürcher 1.-Liga-Klub SC YF Juventus 2003 ein Angebot des FC Schaffhausen. -- In der Challenge League fasste er als 20-Jähriger schnell Fuss und konnte ein Jahr später mit dem FCS den überraschenden Aufstieg in die Super League feiern. Mit 10 Treffern bildete Bunjaku damals gemeinsam mit Liga-Torschützenkönig Neri (17 Tore) das beste Sturmduo der zweithöchsten Liga. -- Der Ex-St. Galler Neri wurde von den Young Boys abgeworben, Bunjakus persönlicher Aufstieg wurde in der Elite etwas gebremst. Er kam oft nur noch zu Kurzeinsätzen und musste sich mit zwei Saisontoren zufrieden geben. Immerhin: Seine Torpremiere in der Super League sicherte ein 1:1 in Basel, Bunjakus zweites Tor war der Siegtreffer auswärts gegen Xamax.

Aufsehen in Erfurt

In der dritten Schaffhauser Saison wurde er fast nur noch als Joker eingesetzt. Nach 39 Super-League- (und insgesamt 68 Meisterschaftsspielen) für den FCS nahm Bunjaku im Januar 2006 die Chance wahr, zum SC Paderborn in die 2. Bundesliga zu wechseln. -- Zwar wurde sein Halbjahres-Vertrag nicht verlängert, dafür bot ihm der FC Rot-Weiss Erfurt die Möglichkeit, in der Regionalliga (damals dritthöchste Liga) eine wichtige Rolle zu spielen. Als Torschütze glänzte Bunjaku vor allem in der zweiten Saison (2007/08), wo er 16 Treffer zur Qualifikation für die neue 3. Liga beitrug - und im August 2008 im Cupspiel gegen den FC Bayern München, als er zweimal den Ausgleich erzielte (RWE aber mit 3:4 unterlag). Damals soll Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld erstaunt zur Kenntnis genommen haben, dass Bunjaku einen Schweizer Pass hat.

Bundesliga-Aufstieg und WM mit der Schweiz

Anfang 2009 unterschrieb Bunjaku beim 1. FC Nürnberg für die kommende Saison, im Februar folgte der sofortige Wechsel. So durfte er mit den Franken den Aufstieg in die Bundesliga miterleben. -- Und dann hatte er sich schon in seinem ersten Einsatz in der Bundesliga als Torschütze auszeichnen können: Bunjaku traf zum 1:1-Ausgleich in Frankfurt. -- Spätestens Mitte Oktober beim 3:0-Heimsieg gegen Hertha Berlin hatte sich der Stürmer in die Herzen der "Club"-Fans gespielt. Im Duell am Tabellenende schoss Bunjaku zwei Tore, das erste hatte Landsmann Daniel Gygax erzielt. -- Zum nächsten Länderspiel wurde er erstmals von Hitzfeld aufgeboten, er gab am 14. November gegen Norwegen 2009 in Genf sein Nati-Debüt. Die Schweiz verlor 0:1, Bunjaku wurde attestiert, nach seiner Einwechslung auffälligster Schweizer gewesen zu sein. -- Weitere 5 Länderspiele bestritt Bunjaku, sein zweites in der AFG-Arena beim 1:3 gegen Uruguay. -- 12 Tore in 28 Bundesliga-Spielen brachten Bunjaku auch ins Kader der WM 2010, nachdem Marco Streller zu Beginn der Vorbereitung verletzt ausfiel. In Südafrika kam er jedoch nicht zum Einsatz.

Mitte September 2010 wurde Bunjaku gebremst. -- Ein Knorpelschaden liess ihn den Rest der Saison verpassen. -- Ein Jahr später musste er lange kämpfen, um wieder regelmässig zum Einsatz zu kommen. -- 2012 nahm er schliesslich ein Angebot des 1. FC Kaiserslautern wahr und ging zurück in die 2. Bundesliga. Bald schon war Bunjaku Captain der "Roten Teufel", trug mit 13 Goals in 28 Spielen dazu bei, dass sein Team die Barrage ("Relegation") gegen Hoffenheim bestreiten durfte. -- Der Aufstieg wurde verpasst. Und nach der Sommerpause musste sich Bunjaku einer Knie-Operation unterziehen lassen und verpasste erneut fast die ganze Saison.

Junior in Schlieren und bei GC und historischer erster Torschütze für Kosovo

Erster Junioren-Klub von Albert Bunjaku war der FC Schlieren, zwischen 1998 und 2000 spielte er im Nachwuchs der Grasshoppers, ehe er zum SC YF Juventus ging. -- 2005 bestritt Bunjaku 2 U21-Länderspiele für die Schweiz. -- Ab 2014 spielte er für das neue Nationalteam des Kosovos. -- Im Mai 2014 war er beim 1:6 gegen die Türkei erster Torschütze in der Geschichte der kosovarischen Nati, er traf auch im nächsten Spiel in Genf gegen den Senegal (1:3).

* 17.12.1972

1. Juli 1993 bis Anfang 1995 im Fanionteam des FCSG. -- 1 NLB-Spiel für die Espen am 10. Mai 1994 beim 3:1-Heimsieg gegen Xamax.

Mathias Burtscher war Ersatzgoalie hinter Eric Pédat und kam zum Saisonabschluss einmal zum Zug, nachdem der Wiederaufstieg bereits gesichert war. -- Burtscher gab vor dem Start in die Auf-/Abstiegsrunde im Winter 1995 seinen Rücktritt bekannt, da er sich für eine Laufbahn als Fluglotse entschieden hatte.

19.07.2012
* 16.04.1981

1. Juli 2003 bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 12 (8 NLA/4 Cup) Spiele und ein Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 2003 bei der 0:2-Niederlage in Neuenburg gegen Xamax.

Christoph Bättig war zuvor von 1996 bis 2002 im FCSG-Nachwuchs ausgebildet worden, sein erster Junioren-Klub war der FC Gossau. -- Die Saison 2002/03 bestritt der Offensivspieler mit dem FC Schaffhausen, für den er 25 NLB-Partien (5 Tore) bestritt. -- Sein einziges Tor im Fanionteam der Espen war das 1:1 im Cup-Achtelfinal in Aarau in der 89. Minute. Es rettete das Team von Heinz Peischl in die Verlängerung, der FCSG kam bis in den Halbfinal. -- Ab Sommer 2004 spielte Bättig in seinem Stammverein FC Gossau. Stieg zuerst aus der 1. Liga ab und trug dann massgeblich zu den zwei Aufstiegen von der 2. Liga interregional in die Challenge League bei. -- Beendete nach 14 weiteren NLB-Spielen im Dezember 2008 aus beruflichen Gründe die Karriere. -- Gab ein Jahr später sein Comeback im SC Brühl (2. Liga interregional). -- Im Juli 2009 zum FC Herisau Milan (2. Liga regional).

 

4. Mai 2010

* 16.08.1971

27. Januar bis 30. Juni 1996 und 22. Januar 1997 bis 30. Juni 1998 im FCSG. -- 69 (58 NLA/11 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Februar 1996 beim 0:4 in Aarau.

Als Patrick Bühlmann erstmals nach St. Gallen kam, gehörte er bereits zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft, konnte sich aber im FC Sion keinen Stammplatz erkämpfen. -- Wie vorgesehen wollten ihn die Walliser im Sommer 1996 zurück. -- Ein halbes Jahr später klappte es mit der definitiven Übernahme des Zentralschweizers. -- Damals war er der wertvollste Schweizer Transfer seit dem Wiederaufstieg 1994. -- Im Espenmoos gefiel Bühlmann als laufstarker Puncher auf der linken Flanke. -- Im April 1998 wurde der Mittelfeldspieler erstmals in die Nati aufgeboten, kam aber bei der 0:1-Niederlage in Nordirland nicht zum Einsatz. -- Bühlmanns letzter Auftritt in Grün-Weiss endete unglücklich: im Cupfinal gegen Lausanne sah er im Penaltyschiessen seinen Schuss von Goalie Brunner abgewehrt. Eine Woche später war bekannt, dass Servette Bühlmann aus dem Vertrag kaufte.

Mit Servette schaffte es Bühlmann endlich zum Nationalspieler, debütierte im November 1998 in Ungarn (0:2-Niederlage) und brachte es bis 2001 auf 17 Länderspiele (1 Tor im Herbst '99 in Wales). In der ersten Saison mit Servette Schweizer Meister und sechsfacher Torschütze - der beste Wert seiner Karriere. -- Im Januar 2000 im Tausch mit Paolo Diogo zu Lausanne-Sports. Mit Lausanne im Cupfinal gegen den FC Zürich, den diesmal der FCZ im Penaltyschiessen gewann, Trainer Schürmann setzte Bühlmann jedoch nicht ein. -- Im August 2001 von Gilbert Gress, der ihn bereits als Nati-Trainer schätzte, zum FC Zürich geholt. -- Im Sommer 2002 nach insgesamt 254 NLA-Spielen zum SC Kriens, für den er noch 8 NLB-Spiele bestritt. -- Ein Jahr später (2003/04) in die 1. Liga zu Zug 94, danach ein kurzer Abstecher zum Nachbar und Liga-Konkurrenten SC Cham.

In der selben Saison 2004/05 machte Bühlmann den ersten Schritt zum Trainer, zuerst als Spielertrainer beim Drittligisten FC Sins. -- Ab Sommer 2007 wieder bei Zug 94, die erste Saison noch als Spielertrainer, ab 2008 "nur noch" Trainer. Nachdem Zug 94 im Sommer 2011 in die 2. Liga interregional abstieg, wurde Bühlmann freigestellt. -- Seit 2013 ist Patrick Bühlmann Technischer Leiter des Innerschweizer Fussballverbandes.

Einer der Vorgänger-Vereine von Zug 94, der SC Zug, war Bühlmanns Juniorenklub. -- Später beim FC Luzern, für den er am 28. November 1993 gegen Yverdon sein NLA-Debüt gab und mit dem Siegtreffer zum 2:0 krönte. -- 1994/95 im FC Aarau und nach einer ersten glänzenden Saison zum FC Sion gelockt.

ergänzt 16.01.2017
* 05.10.1979 | Nationalität: Chile

12. August 2008 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 32 (9 NLA/19 NLB/4 Cup) Spiele und 8 (7 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. August 2008 beim 4:0-Heimsieg gegen Biel.

Mario Cáceres kam von Unión Española aus Santiago nach St. Gallen. -- Ursprünglich von Colo Colo, dem Grossklub, von dem einst Ivan Zamorano und Hugio Rubio ins Espenmoos wechselten. -- Hugo Rubio ist (oder war) auch sein Berater. -- Bald nach seinem Start in St. Gallen durch eine Verletzung zurück geworfen, fand er in der zweiten Saisonhälfte der Aufstiegssaison langsam seinen Stammplatz. -- Nach dem Austieg zu Beginn regelmässig eingewechselt, fehlte er bald wieder verletzungsbedingt und schaffte den Anschluss nicht mehr.

Ab Sommer spielte der Stürmer 2010 wieder in Chile. Zuerst beim CD San Luis (Quillota), mit dem er Ende Jahr absteigen musste. 2011 bei Audax Italiano (Santiago, Primera), ab 2012 zwei Jahre für Everton de Viña de Mar, das im Spätherbst 2012 den Aufstieg schaffte. 2014 nochmals in der zweithöchsten Liga, der Primera B, beim CD Temuco, wo er im Sommer jedoch keinen Vertrag mehr erhielt und vergeblich auf ein Angebot aus Griechenland wartete. Schon in den Jahren zuvor musste Cáceres mehrmals vertragslose Zeiten überbrücken.

Der CSD Colo Colo war Cáceres' Juniorenclub. 1998 schaffte er den Schritt ins Profikader, sein Team wurde in jenem Jahr Meister. -- Im Jahr 2000 wurde er an den CD Ñublense (Chillàn) und Everton ausgeliehen. -- 2001 war er Stammspieler bei der U20-WM in Argentinien (Vorrunden-Out nach Sieg gegen China und Niederlagen gegen die USA und Ukraine), was ihm ein Engagement des Sporting Clube de Portugal einbrachte - in Lissabon blieb er jedoch ohne Aussicht auf einen Platz in der Mannschaft. -- Zurück bei Colo Colo spielte er nun öfter und feierte den Meisterititel im Torneo Clausura. -- 2004 bei Universidad de Concépcion. -- Ein Jahr später in Mexiko, beim CF Lobos de la BUAP (Puebla). -- Ab 2005 ein Jahr bei Aris Saloniki in Griechenland, dann erneut bei Colo Colo (und nochmals die Clausura gewonnen), 2007 zurück in Griechenland bei PAS Giannina, ehe er zu Union Española ging.

Als Nachwuchs-Internationaler soll Mario Cáceres auch dem Kader der U23-Auswahl angehört haben, die die Qualifikation fürs Olympia-Turnier von 2000 in Sydney schaffte. Bei den Olympischen Spielen selbst war Cáceres nicht dabei. Chile gewann dort, verstärkt unter anderen mit Iván Zamorano, die Bronzemedaille.

überarbeitet 8. Dezember 2014
* 11.04.1983 | Nationalität: Holland

1. Juli 2010 bis 23. Januar 2012 im FCSG. -- 18 (15 NLA/3 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Juli 2010 beim 3:2-Heimsieg gegen die AC Bellinzona.

Sandro Calabro kam ablösefrei vom VVV Venlo nach St. Gallen. Zuvor lehnte er eine Vertragsverlängerung ab mit der Begründung, einmal in einem anderen Land spielen zu wollen. -- In St. Gallen blieb Calabro glücklos. -- Nach harzigem Saisonstart erhoffte man sich vom Holländer erlösende Tore. Ein paar gute Torchancen erarbeitete er sich und vergab sie. Viel Geduld hatte Trainer Uli Forte jedoch nicht mit ihm, nur sechs Mal stand er in der Startformation. -- Das erste Tor erzielte Calabro im Cup in Flawil (18. September 2010, zur 1:0-Führung; dennoch mussten die Espen in die Verlängerung). -- Ende Januar 2011 fiel der Stürmer wegen eines Bandscheibenvorfalls aus. -- Es sollte zu keinem Comeback mehr kommen. -- Ein Transfer nach Griechenland scheiterte, im September bat Calabro um Vertragsauflösung, zumal er nicht auf der offiziellen Kaderliste figurierte. -- Erst ein halbes Jahr später wurde seinem Wunsch entsprochen.

Sandro Calabro unterzeichnete am 8. März 2012 einen Vertrag bei Sparta Rotterdam, das in der zweithöchsten Liga (Jupiler League) lange um den Aufstieg kämpfte. Auch im Frühling 2013 waren die "Kasteelheren" vorne dabei, scheiterten aber im finalen Spiel um die Promtion nach 0:0 zuhause mit einem 1:2 beim Roda JC Krekrade knapp. -- 20 Tore erzielte Calabro für Sparta in der Saison 2012/13, dennoch wurde sein Vertrag nicht verlängert. -- Der Stürmer unterzeichnete schliesslich am letzten Tag der Transferperiode im September 2013 einen Zweijahresvertrag in Belgien beim Royal Antwerp FC (Tweede Klase/zweithöchste Liga), für den er in 22 Meisterschaftsspielen 8 Tore erzielte. -- Für die Saison 2014/15 wurde er dem in die Jupiler League abgestiegenen RKC Waalwijk ausgeliehen, der gleich nochmals Letzter wurde. Calabro hatte mehr als die Hälfte der Saison verletzungsbedingt verpasst und kam auf 5 Tore in 15 Spielen. -- Im Sommer 2015 wechselte der Stürmer zum KMSK Deinze, der zuvor in Belgiens zweithöchste Liga (nun: Proximus League) aufgestiegen war. -- Im Sommer 2016 verabschiedete sich Calabro aus dem Profifussball und schoss sich dem in der dritten holländischen Amateurklasse spielenden SV Scheveningen an.

Calabro startete seine Profikarriere 2001 in seiner Heimatstadt bei ADO Den Haag, nachdem der Stürmer im Nachwuchs von Feyenoord Rotterdam ausgebildet wurde. -- Sein Debüt im Fanionteam von ADO feierte Calabro erst in der zweiten Saison. Nach 17 Spielen und 8 Toren in der zweithöchsten Liga ("Eerste Divisie") vom FC Utrecht verpflichtet, für den er 19 Spiele in der höchsten Liga ("Eredivisie") bestritt. -- Anfang 2005 für eine halbe Saison an den FC Volendam ausgeliehen (12 Spiele/6 Tore in der Eerste Divisie). -- Dann an Volendams Ligakonkurrenten Helmond Sport ausgeliehen (24 Tore in 61 Spielen). -- 2007 vom VVV Venlo übernommen. Der Klub aus Limburg stieg mit Calabro zeitgleich wie der FCSG ab und ein Jahr später sofort wieder auf. -- Der Stürmer mit sizilianischem Vater und holländischer Mutter trug in 34 Matches 25 Tore zum Aufstieg bei und wurde Torschützenkönig der Eerste Divisie. -- Davor und danach brachte er es für den VVV auf 14 Tore in 42 Einsätzen in der Eredivisie.

aktualisiert 16.01.2017
* 06.10.1984 | Nationalität: Schweiz/Italien

31. Januar 2005 bis Sommer 2008 im FCSG. -- 72 (67 NLA/2 Barrage/3 Cup) Spiele und 8 (8 NLA) Tore für die NLA. -- FCSG-Debüt am 13. Februar 2005 beim im Penaltyschiessen verlorenen Cup-Viertelfinal gegen Aarau.

Davide Callà kam von Servette ins Espenmoos. -- Er entschied sich damals für den FCSG und gegen die Offerte der Grasshoppers. -- In Genf konnte er zuvor den Vertrag künden, weil der (kurze Zeit später konkursite) Klub mit Lohnzahlungen weit im Rückstand war.

Callà entwickelte sich wie erwartet zum Führungsspieler und wurde als junger Spieler Captain. -- Der Aufstieg des Mittelfeldspielers endete beim Saisonstart 06/07 in Schaffhausen jäh: Callà zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. -- Im Aufbautraining im Januar 2007 folgte der zweite Kreuzbandriss. -- Im November 2007 beim Comeback mit der U21 (1. Liga) in Winterthur gleich Siegtorschütze. -- Er weckte in der schwierigen Saison neue Hoffnung und konnte die zweite Saisonhälfte auch ziemlich frei von Beschwerden bestreiten. -- Dennoch reichte es nicht, den Abstieg zu verhindern. -- Der frühere Captain war danach der erste Leistungsträger, der seinen Abgang aus St. Gallen verkündete. -- Der Winterthurer unterschieb bei den Grasshoppers.

Beim anfänglich wieder aufblühenden und später in die nächste Krise rutschenden Grasshopper Club war Callà ebenfalls ein Leistungsträger. -- Doch dann blieb das Verletzungspech an ihm kleben. -- Im Oktober 2008 erstmals wegen Knorpelschaden im rechten Knie ausgefallen. -- Im November bestritt Callà nur zwei Spiele, um erneut und nun bis Mai auszufallen. -- Ab März 2010 fiel er fast ein Jahr lang aus. -- Auch die erste Hälfte seiner vierten Saison mit GC verpasste Callà gänzlich. -- Im Frühling 2012 zwar wieder im Team, doch am Ende wurde sein Vertrag nicht verlängert, Callà wechselte mit 62 NLA-Einsätzen für die Zürcher zum FC Aarau in die Challenge League. -- Bei Aarau traf er auf Trainer René Weiler, der ihn einst als FCSG-Sportchef in die Ostschweiz holen konnte. Davide Callà trug massgeblich zum Wiederaufstieg der Aarauer im Sommer 2013 bei, nicht nur als bester Torschütze seines Teams. -- Er blieb auch in der Super League überragender Aarauer Spieler, war der Reisser auf der Linken Flanke und erfolgreichster Torschütze. -- Kurz vor Transferschluss erhielt Callà die Chance, zum FC Basel zu wechseln. Der Serienmeister ging im Tausch mit Stephan Andrist und erhielt beim Serienmeister einen Vertrag bis Sommer 2015. -- Der FCB holte Callà, um auf den Abgang des Ägypters Mohamed Salah zu reagieren, der ein paar Wochen zuvor für die Schweizer Rekordablösesumme von über 16 Mio. Franken zu Chelsea ging. 2014 und 2015 durfte er zweimal zum Meistertitel beitragen.

Davide Callà wechselte im Winter 2003 zum FC Wil und gab sein Profidebüt am 15. März 2003 (0:3 bei Neuchâtel Xamax). -- Mit Wil wurde Callà 2004 überraschend Cupsieger (3:2-Finalsieg gegen GC), nachdem für den in Unruhe geratenen Klub der Abstieg schon fast feststand. -- Callà hingegen stieg gewissermassen aus, Servette holte ihn mit einem guten Angebot nach Genf. Doch auch sein neuer Verein geriet in finanzielle Turbulenzen, die ein halbes Jahr später den Wechsel ins Espenmoos begünstigten.

Erster Juniorenclub war der FC Tössfeld, danach war Callà ab 1998 im Nachwuchs des FC Zürich und der Grasshoppers, ehe er im Jahr 2000 zum FC Winterthur ging. -- 2002 für ein halbes Jahr beim FC Frauenfeld in der 1. Liga, bis ihn der FC Wil verpflichtete. -- Davide Callà bestritt zwischen 2004 und 2006 25 U21-Länderspiele (4 Tore) und gehörte zum Kader der U21-EM-Endrunde 2004 in Deutschland.

aktualisiert 17.06.2015

 

* 01.03.1980 | Nationalität: Italien

14. Januar 2003 bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 22 (20 NLA/2 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. März 2003 beim 1:0-Heimsieg gegen Lugano.

Salvatore Calò kam vom FC Winterthur aufs Espenmoos. -- Der Mittelfeldspieler spielte auf der linken Aussenbahn, war aber häufig verletzt und erhielt unter Heinz Peischl nur wenig Chancen. -- Danach zum FC Schaffhausen, für den er in der Saison 2004/2005 weitere 22 NLA-Spiele bestritt. -- Als der Vertrag in Schaffhausen nicht verlängert wurde, beendete Calò die Profilaufbahn und schloss sich später mit früheren Winterthurer Teamkollegen dem tief in die 4. Liga gefallenen FC Dübendorf an. Mit zahlreichen Toren trug Calò zu zwei Aufstiegen in die 2. Liga bei und stürmt noch immer für den langjährigen Erstligisten. -- Calò wechselte 1999 vom Nachwuchs der Grasshoppers nach Winterthur, bestritt in vier Saisons 85 NLB-Spiele für den FCW. -- Erster Junioren-Verein war der SCI Juventus Zürich, der 1992 Teil SC YF Juventus aufging.

26.07.2010

 

* 19.03.1971 | Nationalität: Paraguay

01.07.1990 bis 07.01.1992 im FCSG. -- 54 (44 NLA/5 Cup/5 Intertoto-Cup) Spiele und 25 (22 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup beim 2:1-Sieg in Schaan gegen den FC Tirol Innsbruck.

José Santurnino Cardozo Otazú wechselte vom Club River Plate (Asunción) ins Espenmoos. -- Zum Zeitpunkt seines Wechsels war der damals 19-Jährige mit 12 Toren nach 17 Runden Torschützenleader der paraguayischen Meisterschaft. -- Erneut war es Vinicio Fioranelli, der den Transfer einfädelte. Um Cardozo sollen sich auch schon ein Jahr zuvor Vereine aus Mexiko, Argentinien, Spanien und Frankreich bemüht haben - mit finanziell besseren Angeboten. -- Da sich Ivan Zamoranos Abschied zu einem Grossklub abzeichnete, soll Fioranelli einen befreundeten Chilenen nach Asunción geschickt haben, Cardozo zu beobachten. Er erzielte drei Tore, wenig später lag ihm ein Vertrag des FCSG vor.

In St. Gallen war vereinzelt die Rede davon, Cardozo vorerst in der Nachwuchsmeisterschaft in der damaligen NLC aufbauen zu wollen - weil bereits drei Ausländer unter Vertrag standen (und wohl auch aufgrund seiner erst 19 Jahren). -- Wegen der Ausländerbeschränkung fehlte Cardozo jedoch nur in der 5. und 6. Runde. Zu Saisonbeginn verbüsste Hugo Rubio noch vier Spielsperren; in diesen Matches erzielte Cardozo bereits drei Tore. -- Und nachdem Zamorano sich verabschiedete, linderte Cardozo mit seiner Torausbeute den Trennungsschmerz des St. Galler Publikums. Von einem Aufbau im Nachwuchs wollte wohl niemand mehr etwas wissen. Cardozo hatte persönlich einen guten Herbst, erzielte bis zur Winterpause 11 NLA-Tore, darunter Ende November alle 3 beim 3:1-Sieg in Wettingen. Doch der FCSG verpasste die Finalrunde haarscharf. -- In der Auf-/Abstiegsrunde war der Paraguayer mit 10 Treffern bester Torschütze und beendete die Saison mit 21 Goals - 4 mehr als Dario Zuffi, der als Finalrundenteilnehmer offizieller Torschützenkönig wurde.

Cardozo wurde zur Vorbereitung auf die Copa América aufgeboten und gab am 14. Juni 1991 in Santa Cruz de la Sierra beim 1:0-Auswärtssieg gegen Bolivien sein Debüt für die Nationalmannschaft Paraguays. -- Bei der "Copa" selber, der Südamerika-Meisterschaft in Chile, erzielte St. Gallens Goalgetter gegen Argentinien sein erstes Tor für die "Albirroja". -- Doch nach der Rückkehr kam Cardozo nicht mehr auf Touren. In der Qualifikation im Herbst 1991 erzielte er nur noch einen Treffer. -- Im vierten Saisonspiel, bei der 0:3-Niederlage in Luzern, sah der Stürmer wegen einer Tätlichkeit die rote Karte und wurde dann für drei Spiele gesperrt. -- Auch nach dem Trainerwechsel Anfang Oktober von Kurt Jara zu Heinz Bigler gabs für Cardozo selbst keine Trendwende. -- Ein letztes Tor erzielte Cardozo am 27. Oktober 1991, es war das 1:0 beim 2:0-Heimsieg gegen die Young Boys. -- Die St. Galler schafften diesmal die Finalrundenqualifikation. -- Anfang Januar 1992 aber wurde mit der Bekanntgabe der Verpflichtungen der Leihspieler Fabian Estay und Djair auch mitgeteilt, dass Cardozo nach Chile an den CD Universidad Católica (Santiago) verkauft wurde.

Mit Universidad Católica stand José Cardozo im Mai 1993 im Final der Copa Libertadores (Südamerikas Champions League) gegen den São Paulo FC, wurde aber nur im Rückspiel eingewechselt (2:2, Hinspiel 1:5-Niederlage). -- Ab Sommer 1993 bis 1995 wieder in Paraguay beim Club Olimpia (Asunción). Noch 1993 feierte Cardozo mit Olimpia den ersten Meistertitel seiner Karriere.

Den ganz grossen Transfer machte José Cardozo 1995, als er nach Mexiko zum Deportivo Toluca FC ging. Mit zwei kurzen Abstechern blieb er bis 2005 bei Toluca, der mit und dank ihm zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes aufstieg. -- 1998 wurde Toluca erstmals seit 1975 und zum dritten Mal in der Klubgeschichte Meister. Es folgten die Meistertitel in den Jahren 1999, 2000 und 2002: Insgesamt viermal wurde Cardozo mit Toluca Meister. Viermal, 1998, 1999, in der "Apertura" 2002 und in der "Clausura" 2003 war Cardozo Mexikos Torschützenkönig. Die 29 Tore in der Apertura 2002 sind Liga-Rekord seit Einführung der heute in Lateinamerika üblichen Halbsaisons. -- Mit 249 Treffern ist er erfolgreichster Torschütze in Tolucas Klubgeschichte und die Nummer 4 in der ewigen Torschützenliste der mexikanischen Liga. -- 2003 gewann Cardozo den CONCACAF-Meistercup (der nord- und zentralamerikanischen Verbände). -- In seinem Halbjahr beim Cruz Azul FC (Mexiko-Stadt) 2001 erneut Finalist der Copa Libertadores. -- Zudem war Cardozo kurze Zeit (2005?) an den CF Pachuca ausgeliehen.

Zu seiner erfolgreichen Zeit in Mexiko gehören die Wahl zu Amerikas Fussballer des Jahres im Jahr 2002 und zu Paraguays Fussballer des Jahres 2000, 2002 und 2003.

All dies krönte José Cardozo mit erfolgreichen Jahren in Paraguays Nationalmannschaft. -- Mit 25 Toren in 82 Länderspielen war er erfolgreichster Torschütze der Albirroja (zur Zeit noch gleichauf mit dem noch aktiven Roque Santa Cruz). -- 1998 WM-Teilnehmer in Frankreich, Cardozo war Torschütze zum 3:1-Endstand gegen Nigeria, das nach zwei 0:0 gegen Bulgarien und Spanien die Achtelfinal-Qualifikation bedeutete. -- Silbermedaillen-Gewinner mit Paraguay beim olympischen Fussballturnier 2004 in Athen. Cardozo erzielte in dem Turnier 5 Tore, darunter die ersten zwei beim 3:1-Halbfinal-Sieg gegen den Irak. Dennoch wurde er im Final gegen Argentinien (0:1-Niederlage) nicht eingesetzt.

Seine Aktiv-Karriere beendete José Cardozo in Argentinien beim CA San Lorenzo de Almagro, erzielte aber in der Saison 2005/2006 nur noch 5 Tore. -- Insgesamt werden Cardozo 317 Meisterschafts-Tore in seiner Spielerkarriere angerechnet. -- Gestartet hatte Cardozo seine Spielerkarriere 1986 in seiner Heimatstadt Nueva Italia bei Unión Pacifico, 1988 erfolgte der Wechsel zu River Plate.

Im November 2006 startete Cardozo seine Trainerkarriere bei Olimpia, nachdem sich ein Engagement beim CA Peñarol (Montevideo, Uruguay) zerschlagen hatte. -- Paraguays Rekordmeister Olimpia steckte seit 2003 in einer Krise und blieb in der ersten, dreijährigen Amtszeit Cardozos ohne weitere Erfolge. -- In der Saison 2010/2011 Trainer des Querétaro FC in Mexiko. -- Im Herbst 2012 erneut Trainer von Olimpia, im Frühling 2013 für kurze Zeit beim Liga-Rivalen Sportivo Luqueño. -- Schliesslich wurde Cardozo im Sommer 2013 Trainer von Toluca. Im Herbst - der "Apertura", erzielte sein Toluca die meisten Tore, in der folgenden Halbsaison ("Clausura") kassierte es die wenigsten Gegentore. -- Nach drei Jahren verliess Cardozo Toluca und wurde als Trainer des Chiapas FC engagiert. Die Mannschaft der "Juagares" steckte jedoch in Schwierigkeiten, Cardozo trat im September 2016 nach der siebten Niederlage im neunten Spiel zurück.

aktualisiert 22. Januar 2017
* 02.05.1953

13. Januar bis 17. September 2002 Trainer des FCSG. -- Für 30 (26 NLA/4 UI-Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 23. Februar 2002 beim 2:2 gegen die Grasshoppers.

Die Verpflichtung von Gérard Castella als Nachfolger von Marcel Koller überraschte alle - auch den neuen Trainer selbst. -- Die Nachfolge des Meistertrainers anzutreten war an sich und auch für jeden der 20 anderen näher geprüften Kandidaten eine grosse Bürde. Dabei hatten vor Koller schon mehrere Leistungsträger die Ostschweiz verlassen. -- Castella hatte vor, mit dem FCSG vor allem auf dem Espenmoos wieder eine Macht zu sein und schönen, offensiven Fussball zu spielen. -- Der Start in die Finalrunde gelang gut. Nach dem 2:2 im ausverkauften Espenmoos gegen die Grasshoppers mit Castellas Vorgänger Koller folgten ein 2:0-Auswärtssieg in Sitten und ein 2:2 gegen Servette in Genf. -- Am Ende aber wies St. Gallen in der Finalrunde nur 4 Siege auf und beendete die Saison auf Platz 6, was immerhin einen Platz im UI-Cup einbrachte.

In der Sommerpause 2002 wurden nur gerade Stefan Wolf und Sergio Colacino geholt. Vor allem aber lancierte Castella den U17-Europameister Tranquillo Barnetta in der NLA. Doch der Abwärtstrend setzte sich fort. -- Der September begann mit einem desaströsen Spiel in Delsberg: der FCSG unterlag 2:6. Darauf folgten ein 2:3 zuhause gegen die Grasshoppers und ein 1:2 beim FC Zürich. Der Vorstand zog die Notbremse und entliess Castella.

Nach dem FCSG

Als der Servette FC im Winter 2004 in finanzieller Schieflage war, organisierte Gérard Castella eine Investorengruppe, die dem Klub helfen wollte, um ihn nicht in ausländische Hände zu geben. Bevorzugt wurde die Gruppe um Spieleragent Marc Roger - der die Grenats ein paar Monate später in den Abgrund führte. -- Seinen nächsten Job als Trainer erhielt Castella Anfang April 2004 bei Lausanne-Sport. Den Waadtländern wurde Jochen Dries abgeworben. So durfte "LS" unter Castella im Sommer 2004 den Aufstieg in die 1. Liga und ein Jahr später in die Challenge League feiern. -- Ab Sommer 2006 war Castella Trainer des Neuchâtel Xamax FC. Er wurde drei Tage nach feststehen des Abstiegs angefragt und zögerte nicht, da er in Lausanne keine Perspektiven sah. Xamax schaffte 2007 die sofortige Rückkehr in die Super League und hielt sich zu Beginn gut in der obersten Spielklasse. Im Frühling 2008 gerieten die Rot-Schwarzen jedoch bald in Abstiegsgefahr, Mitte März wurde Castella vom ungeduldigen Präsidenten Silvio Bernasconi entlassen. -- Im September kehrte Castella in die Challenge League zurück und wurde zum zweiten Mal Trainer von Servette. Die Grenats hatten zuvor in sieben Spielen erst einen Punkt geholt. Castella führte Servette zwar vom letzten Platz weg. Die Abstiegsgefahr wurden die Grenats trotzdem nicht los, Anfang April 2009 wurde er entlassen. -- Seit September 2009 ist Gérard Castella im Verband als Auswahl-Nationaltrainer engagiert (zuerst je ein Jahr für die U20 und U18, dann für die U19 verantwortlich). Gleich nach seinem Amtsantritt gehörte er zum Trainerteam an der erfolgreichen U17-WM in Nigeria. -- Mit Beginn der Saison 2017/18 wechselt Castella zum BSC Young Boys, um dort Ausbildungschef zu werden.

Beginn der Trainerlaufbahn

Gérard Castella beendete seine Spielerkarriere bei Etoile Carouge, wo er zwischen 1982 und 85 spielte und am Ende als Spielertrainer wirkte, 1984 die Rückkehr in die NLB feierte und ein Jahr später nur knapp den Durchmarsch in die NLA verpasste. -- Castella selbst schaffte es in der Saison 1985/86 in die NLA, trainierte dort Vevey-Sports. -- 1986/87 beim FC Meyrin (2. Liga), 1987 bis 89 wieder Etoile Carouge (NLB), 1989 bis 1993 Urania Genève Sport (1990 Aufstieg in die NLB), ab 1994 wieder in Meyrin. Diesmal gelang ihm ein Durchmarsch, innert zwei Jahren führte Castella den Vorortsklub von der 2. Liga in die NLB. -- 1996/97 Assistenztrainer und ab 9. Juli 1997 als Nachfolger von Guy Mathez Cheftrainer beim Servette FC. Mit den Genfern wurde Castella 1998 Zweiter, ein Jahr später und mit den Ex-St. Gallern Eric Pédat und Edwin Vurens Schweizer Meister. -- Nun galt Castella als DER Shooting Star unter den Schweizer Trainern (auch wenn er schon 45 war). -- Doch lief es zuerst in der Qualifikation zur Champions League (gegen Sturm Graz) schlecht, dann fiel sein wichtigster Spieler, Sébastien Fournier, mit einer Verletzung aus, Servette geriet in ein Tief. Ende Oktober 1999 wurde Castella entlassen. Nicht gerade förderlich war nach dem Meistertitel die Transferpolitik des Sportchefs, die den Wünschen des Trainers diametral gegenüberstanden.

Als Spieler

Gérard Castella wechselte 1968 als Junior von Vernier zu Servette. -- Im April 1972, noch vor seinem 19. Geburtstag, gab er sein NLA-Debüt. Bis 1975 spielte Castella für die Grenats, dann zwei Jahre beim CS Chênois, der damals ebenfalls in der NLA spielte. -- 1977 zu den Young Boys, mit denen er 1979 den Cupfinal erreichte - und an Servette scheiterte (1:1, 3:2 im Wiederholungsspiel). -- 1979 bis 1982 bei Lausanne-Sports. Mit den Waadtländern wurde Castella auch Cupsieger, 1981 gab es ein 4:3 nach Verlängerung in einem spekatkulären Final gegen den FC Zürich. -- Castella bestritt über 230 NLA-Spiele, ehe er nach Carouge wechselte. -- Sohn Alain Castella war Nachwuchs-Internationaler. -- Gérards jüngerer Bruder Gilbert Castella bestritt als Spieler ebenfalls eine lange Karriere in der Nationalliga, erst bei Chênois, später in Vevey, bei Servette (1983-87, Meistertitel 1985, Cupsieger 1984), Lausanne-Sports (1987/88), Etoile Carouge (1988-93) und noch einmal in der NLA für Yverdon-Sport (1993/94).

ergänzt 15.02.2017
* 26.11.1987 | Nationalität: Slowenien

1. Juli 2012 bis 13. Juli 2016 im FCSG. -- 92 (85 NLA/7 Cup) Spiele und 16 (13 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 2012 beim 1:0-Auswärtssieg in Lausanne.

Dzengis Cavusevic kam zusammen mit Mario Schönenberger vom FC Wil zum FCSG. -- Einem überzeugendem Einstand - nicht nur mit den zwei Toren beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Zürich - folgte für den Stürmer im Oktober das erste Länderspielaufgebot. Am 16. Oktober 2012 im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien (0:1-Niederlage) in Tirana kam Cavusevic zu seinem Länderspiel-Debüt für Slowenien. -- Zwei Wochen später erlitt er einen ersten Kreuzbandriss im rechten Knie. Mehr als 10 Monate dauerte es, bis der Stürmer sein Comeback ins Auge fassen konnte. Im September 2013 erlitt er in einem Spiel mit der U21 in der Promotion League er dieselbe Verletzung. -- Schliesslich kehrte "Dzenga" im April 2014 zurück. -- Nach überzeugendem Saisonstart wurde Cavusevic im November 2015 wieder in die Nationalmannschaft aufgeboten und kam im Freundschaftsspiel gegen Kolumbien zu seinem zweiten Einsatz.

Im Sommer 2016 wurde Cavusevic dazu bewegt, sich einen neuen Klub zu suchen. Schliesslich unterschrieb er beim in die Challenge League abgestiegenen Cupsieger FC Zürich,

Der slowenische Stürmer gehörte zu den vielen Entdeckungen, die der FC Wil in den letzten Jahren im Ausland gemacht hat. -- Zu seinem Einstand am 21. Februar 2010 traf er beim 3:1-Auswärtssieg gegen den späteren Aufsteier Thun doppelt. Cavusevic schoss seine Tore regelmässig, mit 7 Goals war er am Ende seiner ersten Halbsaison bereits drittbester Torschütze der Wiler. -- In der 2010/11 erzielte Cavusevic 12, 2011/12 13 Tore. -- Bei seinem starken Auftritt gegen die Espen im August 2011 (2:2) - Cavusevic erzielte per Foulpenalty den 1:2-Anschlusstreffer - hatte er seine Empfehlung für höhere Aufgaben schon längst abgegeben. -- Dazu besorgte der Stürmer im heroischen (und am Ende unglücklich verlorenen) Cup-Achtelfinal gegen Basel in der Verlängerung den 2:1-Führungstreffer. -- Insgesamt 64 NLB-Spiele und 32 Tore in zweieinhalb Jahren für Wil.

Dzengis Cavusevic spielte in seiner Heimat zuerst für den NK Smartno und später für den ND Slovan Ljubljana in der dritthöchsten Liga. -- Im Sommer 2006 Transfer zum NK Domzale in die PrvaLiga - sein neuer Klub wurde 2007 und 2008 zweimal Meister. -- In der Saison 2007/08 zwischenzeitlich dem NK Bela Kraijna (zweithöchste Liga) ausgeliehen. -- 2008 wieder in Domzale, für das er auch in den Qualifikationsspielen zur Champions League gegen Dinamo Zagreb zum Einsatz kam. -- Danach war Cavusevic bis zu seinem Wechsel in die Schweiz Stammspieler bei Domzale.

Stand 19.07.2016
* 12.06.1981

1. Juli 2005 bis 30. Juni 2007 im FCSG. -- 67 (62 NLA/5 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2005 gegen den FC Zürich (1:3-Heimniederlage).

Pascal Cerrone kam vom FC Thun. -- Mit den Berner Oberländern wurde er in der 3. Saison hinter dem FC Basel Meisterschafts-Zweiter. -- Trotz der Aussicht, die (letztlich erfolgreiche) Qualifikation zur Champions League zu bestreiten, kam der Thurgauer zurück in die Ostschweiz. -- Im FCSG Cerrone hatte seinen Stammplatz fast immer auf sicher, spielte stets mindestens solid, fand aber im Publikum nur schwer Anerkennung. -- Im Berner Oberland sorgte der linke Aussenverteidiger vor allem auch mit seinen Flügelläufen und Torvorlagen für Furore. -- im FCSG musste Cerrone vor allem auf die Defensive achten und hatte wenig Möglichkeiten, für Spektakel zu sorgen. -- Nachdem sein Vertrag im Espenmoos nicht verlängert wurde, unterschrieb Cerrone 2007 im FC Vaduz.

Dort feierte Cerrone auf Anhieb den historischen ersten Super-League-Aufstieg eines liechtensteinischen Klubs. -- Nach dem Abstieg 2009 blieb Cerrone in Vaduz; bei Dutzenden von Spielerwechseln wurde er zur Konstante im Fürstentum. -- Im Frühling 2012 wurde ihm dann kein Vertrag mehr angeboten - längst war er der letzte verbliebene Spieler, der den Aufstieg miterlebte, weg. -- Cerrone wechselte zum FC Wil, für den er in drei Saisons in der Challenge League weitere 95 Spiele bestritt. -- Als er im Sommer 2015 seine Profi-Karriere beschloss, hatte er genau 450 Spiele in den höchsten beiden Ligen bestritten und 22 Tore erzielt.

Pascal Cerrone übernahm als Trainer den FC Frauenfeld in der 2. Liga interregional. -- Das war der Club, bei dem er einst als Junior begann und von dem er 1997 in den Nachwuchs des FC Winterthur wechselte. Für den FCW bestritt er in der Saison 1999/2000 erste Spiele in der NLB. -- 2001 wurde er zum Stammspieler, 2002 holte ihn der FC Thun.

Schon Anfang März 2017 gab der FC Thun bekannt, dass Cerrone im Sommer als U18-Trainer ins Berner Oberland wechseln wird.

1997 machte Cerrone den Schritt von Frauenfeld in den Nachwuchs des FC Winterthur, für den er ab der Saison 1999/2000 erste Einsätze in der NLB hatte. -- In der Saison 2001/02 zum Stammspieler geworden, wurde Cerrone im Sommer 2002 vom FC Thun verpflichtet. -- Cerrone bestritt zwischen August 2002 und März 2004 15 U21-Länderspiele (1 Tor). In der Barrage der EM-Qualifikation gegen Tschechien im Herbst 2003 war Cerrone erfolgreicher Penaltyschütze. Er kam auch in allen Vorbereitungsspielen zum Einsatz, nicht jedoch an der in Deutschland ausgetragenen Endrunde.

aktualisiert 8. März 2017
* 04.07.1993 | Nationalität: Österreich/Tunesien

1. Juli 2016 bis 25. Januar 2017 im FCSG. -- 7 (6 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 beim 0:2 gegen den BSC Young Boys.

Seifedin Chabbi kam vom SC Austria Lustenau zum FCSG. -- Der Stürmer war vor allem in der Rückrunde der Saison 2015/16 erfolgreicher Torschütze für das Team aus der Ersten Liga (zweithöchste Liga). Nebenbei schoss er in beiden 2:1 gewonnenen Testspielen gegen den FCSG Mitte Januar und in der Länderspielpause Ende März jeweils ein Tor.

Chabbi sollte sich in St. Gallen entwickeln können, an das Niveau der höchsten Liga herangeführt werden. Kam er bis Mitte September regelmässig zum Einsatz, geduldete er sich später vergeblich. -- Als im Verlauf der Rückrunden-Vorbereitung im Januar bekannt wurde, dass ich der SK Sturm Graz um ihn bemühe, hiess es, dass Trainer Joe Zinnbauer weiter auf Chabbi setzen möchte. Der Stürmer selbst glaubte indes nicht mehr auf eine Chance. Und unterschrieb bei den Steirern, die zur erweiterten Spitze der Bundesliga zählten. -- Bei Sturm lief es für Chabbi nicht viel besser, 6 Bundesliga-Spiele bestritt er bis zur Sommerpause. -- Dann wechselte er zum Abstieger SV Ried in die Erste Liga, bei dem zuvor sein Vater Lassaad Chabbi als Trainer verpflichtet wurde.

Zu Austria Lustenau kam Chabbi im Sommer 2013 kurz vor Transferschluss. Zwei Tage später, am 30. August, wurde er beim 0:0 im Derby gegen Altach in der Schlussphase eingewechselt. Seinen ersten Torerfolg im Profifussball feierte der Stürmer bei seinem fünften Einsatz im Auswärtsspiel gegen Horn, als er fünf Minuten vor Schluss das siegsichernde 2:0 erzielte. -- Insgesamt erzielte Chabbi in 77 Spielen in der Ersten Liga 22 Tore, davon 10 im Frühling 2016.

Ausgebildet bei den Junioren des FC Rätia Bludenz sowie in der Akademie des Vorarlberger Fussballverbands, wechselte Chabbi im Sommer 2010 als U17-Spieler zur TSG Hoffenheim. -- Beim Verein aus dem Kraichgau stieg er aus dem Nachwuchs bis zu den Reserven des Bundesligisten auf. Für die zweite Mannschaft bestritt Chabbi ab März 2012 29 Regionalliga-Spiele (5 Tore).

Vater Lassaad war als Trainer zunächst im Nachwuchs von Austria Lustenau tätig. Später beim FC Rätia Bludenz, wieder im Nachwuchs für verschiedene Auswahlteams des Vorarlberger Verbands, wo er erstmals Seifedin in seinem Team hatte. Ab Anfang 2014 als Co-Trainer in Katar bei Al-Jaish, das er im Frühling 2015 wieder verliess, nachdem der Cheftrainer Nabil Maaloul, ein Landsmann Chabbis, Nationaltrainer von Kuwait wurde. -- Im Sommer 2015 übernahm Lassaad Chabbi den SC Austria Lustenau.

aktualisiert 29. Juni 2017
* 14.01.1975 | Nationalität: Argentinien

21. August 2001 bis 30. Juni 2003 im FCSG. -- 48 (41 NLA/2 Cup/2 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 26. September 2001 im Heimspiel gegen Sion.

Carlos Walter Chaile startete bei den Espen zwar mit einer 0:1-Niederlage, doch wurde diese nachträglich in einen 3:0-forfait-Sieg umgewandelt, weil die Walliser einen Ausländer zuviel einsetzten. -- Der FC Sion erhielt noch mehr Bedeutung in Chailes Karriere, bejubelte er doch im Tourbillon seinen einzigen persönlichen Torerfolg. Das 1:0 am 24. November 2001 bedeutete zugleich den St. Galler Siegtreffer.

Chaile kam als ehemaliger U21-Internationaler Argentiniens. -- Der Innenverteidiger wurde als Nachfolger von Marco Zwyssig verpflichtet. -- Zuvor mit dem CA San Lorenzo de Almagro (Buenos Aires) aus Argentiniens höchster Liga abgestiegen. -- Ab 1998 auch bei Ferro Carril Oeste (Buenos Aires) und Gimnasia y Tiro (Salta). --

Chaile wurde wie rund ein Dutzend Teamkollegen im Sommer 2003 von Trainer Heinz Peischl aussortiert und schloss sich im September 2003 dem österreichischen Bundesligisten SV Pasching an. -- Als Paschings Präsident 2007 den Verein nach Klagenfurt "zügelte" und fortan unter dem Namen SV Austria Kärnten startete, zog Chaile mit, und beendete da nach 2009 seine Profi-Karriere mit 169 Bundesliga-Partien. -- Der Argentinier blieb in Kärnten, wurde Trainer in der Nachwuchsakademie des Vereins. -- Ab Sommer 2013 Trainer der "Amateure", der 2. Mannschaft des Wolfsberger AC in der Regionalliga (3. Division) -- 2015 Wechsel in die Nachwuchs-Akademie des Niederösterreichischen Fussballverbandes in St. Pölten.

aktualisiert 22. Januar 2017
* 14.07.1963 | Nationalität: Dänemark

1. Juli 1988 bis Anfang Januar 1989 im FCSG. -- 10 (9 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 1988 auswärts gegen Luzern (2:3-Niederlage).

Torben Christensen kam vom Ikast fS. -- Sein Freund Brian Bertelsen, später selbst beim FCSG und zu jenem Zeitpunkt ziemlich stark beim FC Wettingen, hatte ihm den FCSG empfohlen. Wegen des guten - wenn nicht besten - Publikums und Trainer Markus Frei. -- Christensen bezeichnete sich als offensiver Mittelfeldspieler, war aber auch für den Angriff vorgesehen. Als Stärken wurden seine Schnelligkeit und das Dribbling gesehen, laut eigener Aussage war er in Dänemark auch einer der besten Kopfballspieler. "Aber schon in den ersten Trainings mit dem FCSG musste ich einsehen, dass meine diesbezüglichen Fähigkeiten in der Schweiz hinten und vorne nicht ausreichen", sagte Christensen zu Saisonbeginn dem Espen-Magazin.

Auch wenn sich Christensen gut einfügte und spielerisch mit Roger Hegi gut verstand, musste er im Herbst zu oft als überzähliger Ausländer auf der Bank oder Tribüne Platz nehmen. -- Zudem wurde Frei schon Mitte August durch Kurt Jara ersetzt. -- Im Dezember bemühte sich der SC Freiburg (damals 2. Bundesliga) um Christensen, der Spieler selbst wäre jedoch lieber nach Ikast zurückgekehrt. -- Schliesslich setzte Christensen seine Karriere beim AGF (Aarhus) fort, mit dem er 1992 den dänischen Cup gewann und für den er bis 1994 spielte. -- Später war Torben Christensen im Amateur-Fusball Spielertrainer des IF Ådalen, ab 2003 Trainer in Hornslet.

Torben Christensen wuchs in Tårs in Nordjütland auf und war als Junior bei der Tårs-Ugilt IF. -- 1982 für eine Saison beim Frederikshavn fI (untere Liga). -- Ab 1983 beim Ikast fS, für den er in 172 Spielen in der damaligen 1. Division 40 Tore erzielte.

13. März 2015
* 16.01.1984

2003 bis 2005 im FCSG-Nachwuchs. -- 1 NLA-Spiel für die Espen am 22. August 2004 auswärts gegen Thun (1:1).

Salvatore Ciancio kam 2003 vom FC Frauenfeld in die U21 des FCSG. Bei seinem einzigen Pflichtspiel-Einsatz im Fanionteam wurde er in der Schlussphase für Daniel Imhof eingewechselt. -- Ciancio wechselte im Sommer 2005 zum Stadtzürcher Quartierverein FC Altstetten, der damals ebenso in der 1. Liga spielte wie seine nächsten beiden Klubs: 2006/2007 der FC Kreuzlingen, dann ein Jahr der SC YF Juventus. -- Ab 2008 beim FC Tössfeld, für den er am Ende auch Interimstrainer war. -- Anfang 2013 wechselte Ciancio innerhalb Winterthurs zum SC Veltheim, ein weiteres Jahr später zum FC Wallisellen, mit dem er im Sommer 2014 in die 2. Liga aufstieg.

Als 18-Jähriger zog es Ciancio 2002 vom Nachwuchs des FC Winterthur zum FC Frauenfeld - gemeinsam mit Davide Callà.

17.07.2014
* 21.07.1987 | Nationalität: Italien

Seit Juniorenzeiten und bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 85 (51 NLA/2 Barrage/23 NLB/7 Cup/2 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. November 2006 beim 1:2 gegen Thun.

Der Italiener aus Winterthur fiel als filigraner Techniker im Nachwuchs auf. -- Schon in seinem dritten NLA-Spiel zeichnete er sich als Siegtorschütze aus (am 10. Febrar 2007 gegen Aarau). -- Ciccone stammt vom FC Tössfeld und kam über den FC Wil zum FCSG. -- Seit Sommer 2010 im FC Vaduz. -- In seiner vierten Saison mit den Liechtensteinern feierte Ciccone den Aufstieg in die Super League; mittlerweile war er dienstältester Spieler des FCV. -- Zudem bisher dreimal Liechtensteiner Cupsieger.

Aktualisiert  5. Mai 2014
* 12.05.1992 | Nationalität: Türkei

Als Nachwuchsspieler ab 2003 und bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 6 (4 NLA/2 NLB) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 2010 im Heimspiel gegen die Grasshoppers (1:2-Niederlage).

Tunahan Cicek erlebte einen intensiven Frühling 2010. Ende April bestritt er mit der U21 sein erstes Spiel in der 1. Liga, überzeugte später in der Vorbereitung zur neuen Saison mit dem Fanionteam und verdiente sich damit einen Profivertrag. -- Unter Uli Forte kam Cicek zu einigen Super-League-Einsätzen, ehe er wieder vorwiegend in der U21 spielte. -- Dies änderte auch nach dem Abstieg nicht, erst beim Spiel in Locarno im April 2012, kam er zu seinem nächsten Einsatz mit der 1. Mannschaft. Immerhin: Dies war das Spiel, in dem der Wiederaufstieg gefeiert wurde.

Als der Vertrag mit dem FCSG im Sommer 2013 auslief, blieb Cicek ohne Verein. -- Ende Februar 2014 engagierte der FC Winterthur den Mittelfeldspieler, für den er am 13. April auswärts gegen Vaduz in der Challenge League seinen Eintand gab. -- Er nutzte die Chance beim FCW, wurde in der neuen Saison zum Stammspieler. Er kam in etwas mehr als zwei Saisons auf 65 Spiele (12 Tore) für Winterthur. -- Dann wechselte er im Sommer 2016 in die Türkei zu Boluspor. Bei dem Verein aus der "1. Lig" (zweithöchste Liga) wurde mit Fuat Capa ein Trainer engagiert, der in der Vorsaison eine Weile beim FC Wil tätig war. -- Für Boluspor kam Cicek in der ersten Saisonhälfte auf 10 Meisterschaftsspiele, danach fehlte er verletzt. Ende Januar wurde sein Vertrag offenbar aufgelöst. -- Cicek kehrte in die Schweiz zurück und unterschrieb im Sommer 2017 beim FC Schaffhausen

Cicek kam vom FC Arbon in den Nachwuchs des FCSG.

akutalisiert 2. Juli 2017
* 06.07.1968

Ab 1990 und bis 20. Februar 1993 im FCSG. -- 11 (10 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. November 1990 beim 3:1-Auswärtssieg in Wettingen.

Fulvio Cimino kam vom FC Herisau. -- Bei seinem Debüt in der 1. Mannschaft spielte Cimino genauso wie in den weiteren drei Spielen bis zur Winterpause in der Startformation. -- Bereits am 4. September 1991 stand der Mittelfeldspieler ein letztes Mal in der NLA in einem Kurzeinsatz auf dem Feld. Ab Oktober fiel Cimino verletzt aus, im Dezember wurde er zu einer kleinen Gruppe von Spielern gezählt, die ausgeliehen werden sollten, um die Lohnkosten senken zu können. -- Als im Februar 1993 die Ausleihe nach Wil (NLB) bekannt wurde, hiess es, dass Cimino davor einen einjährigen Auslandaufenthalt eingeschaltet habe. -- Bis Juni 1994 gehörte er dem FC Wil an, doch wurde Cimino vor dem Saisonstart im Juli 1993 als Abgang in die 2. Mannschaft genannt. -- Spätestens ab 1996 (möglicherweise schon 1995) beim FC Vaduz in der 1. Liga.

07.12.2012
* 14.06.1978 | Nationalität: Italien

Januar 1999 bis 30. März 2002 und 1. Juli 2002 bis 1. Oktober 2003 im FCSG. -- 93 (76 NLA/5 Cup/9 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 3 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. März 1999 bei der 2:3-Niederlage in Neuenburg gegen Xamax.

Sergio Colacino trug mit 20 Einsätzen zum Meistertitel 2000 bei. -- Der Aargauer - gebürtiger Italiener - wurde von Marcel Koller ein halbes Jahr zuvor aus dem Nachwuchs der Grasshoppers verpflichtet. -- Im März 2002 wurde der Mittelfeldspieler dem FC Wil ausgeliehen und feierte mit den Fürstenländern den Aufstieg in die NLA. -- Danach wieder im FCSG. 2002/03 brachte es Colacino noch auf 11 Einsätze, gehörte Ende Saison zu den von Heinz Peischl Aussortierten. -- Schliesslich wurde er im Herbst 2003 vom FC Wohlen übernommen. -- 2006 wechselte Colacino zur AC Bellinzona. -- Nach einem halben Jahr im Tessin kehrte er für ein halbes Jahr aus Studium-Gründen in die Deutschschweiz zurück, bestritt eine halbe Saison mit YF Juventus Zürich (2 NLB-Spiele). -- Schloss sich im Sommer 2007 dann erneut Wohlen an, ehe er ein Jahr später zum SC Kriens in die 1. Liga ging. -- Mit Kriens schaffte Colacino die direkte Rückkehr in die Challenge League. -- Am Pilatus stieg er im Sommer 2009 in die 11. Saison im Schweizer Profifussball; dabei hat er einzig mit den Espen in der höchsten Liga gespielt. -- Colacino bat im Januar 2010 um Auflösung des Vertrags und wechselte zum FC Muri AG (2. Liga interregional). -- Stammt ursprünglich aus den Junioren des FC Fislisbach, 1991 - 97 im Nachwuchs des FC Baden.

Stand 15. Januar 2010
* 04.01.1974 | Nationalität: Schweiz/Italien

1. Juli 1996 bis 30. Juni 2001 als Spieler und seit 4. Mai 2017 als Trainer im FCSG. -- 164 (144 NLA/13 Cup/3 Europacup/4 UI-Cup) Spiele und 32 (25 NLA/6 Cup/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.

Zudem war Contini zwischen 2006 und 2011 als Nachwuchs- und Assistenztrainer in verschiedenen Funktionen im FCSG tätig.

Giorgio Contini stürmte für den FCSG zum Meistertitel 2000. -- Der Winterthurer kam mit der Empfehlung von 18 Toren in 36 NLB-Spielen mit dem FC Baden aufs Espenmoos. -- Eine schwere Knieverletzung im Dezember 1997 kostete ihn ein halbes Jahr und die den Einsatz im Cupfinal 1998. -- Obwohl eher ein Leichtgewicht, behauptete Contini fortwährend seinen Platz im Angriff der Espen.

In der Meistersaison kam Contini nur in zwei Spielen nicht zum Einsatz (wovon einmal wegen einer Sperre); in der Qualifikation stand er in sämtlichen 22 Spielen auf dem Platz. -- Dabei musste er sich von der 2. bis zur 13. Runde 12 Mal mit der Rolle als Joker begnügen. Als er Anfang Oktober im Letzigrund wieder in der Startformation stand (Ionel Gane fiel verletzt aus), nutzte er die Chance, traf beim 3:1 -Sieg gegen den FCZ zum frühen 2:0. -- Schon 1998/99 hatte Contini 9 Tore erzielt und war damit in der Saison vor dem Meistertitel bester Schütze der Espen.

Bereits im Winter 2001 wollte der FC Luzern Contini übernehmen, ein halbes Jahr später wechselte er schliesslich in die Innerschweiz. -- Dort blieb er nur eine halbe Saison, weil der Club in schweren finanziellen Problemen steckte. -- Danach bestritt er zwei halbe Saisons für Lausanne-Sports. -- Er beschloss seine Aktiv-Karriere beim FC Winterthur, wo er bis 2005 weitere 72 NLB-Spiele bestritt.

Aus den Junioren des SC Veltheim kommend, war Contini 1989-1991 erstmals beim FC Winterthur (Nachwuchs), spielte eine Saison für YF Juventus Zürich in der 1. Liga, ehe er 1992-1994 mit Winterthur zwei Spielzeiten in der NLB bestritt. -- 1994/95 nochmals in der 1. Liga, beim FC Frauenfeld. -- Contini Bestritt ein Länderspiel am 28. Februar 2001: 0:4-Niederlage im Test gegen Polen in Larnaca (Zypern).

Trainerlaufbahn

Giorgio Contini sammelte noch als Spieler erste Trainererfahrungen im Nachwuchs des FC Winterthur. -- Im Sommer 2005 erste "richtige" Trainerstelle im FC Oberwinterthur (2. Liga interregional). -- Dann wurde er 2006 zum FCSG zurück geholt, zuerst als Assistenztrainer der ersten Mannschaft unter Ralf Loose. Später übernahm er die Verantwortung der U21, die er gemeinsam mit Sportchef René Weiler trainierte. -- Er blieb auch nach der Entlassung von Loose unter Rolf Fringer Assistent. -- Ab Herbst 2008 und mit der Ankunft des Trainers Krasimir Balakov war Contini ausschliesslich und alleine für die U21 verantwortlich. -- Vom 1. bis 7. März 2011 zusammen mit Roger Zürcher interimistisch für die 1. Mannschaft verantwortlich. Nachdem Uli Forte freigestellt war, waren die beiden am 5. März 2011 in Sion (0:2-Niederlage) zusammen Chef. Danach bis Saisonende wieder bei der U21, die am Ende komfortabel den Verbleib in der 1. Liga geschafft hatte. -- Dennoch wurde im Frühling 2011 bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Contini nicht verlängert würde.

Der FCSG-Meisterstürmer wechselte im Sommer 2011 zum FC Luzern und wurde dort Assistenztrainer von Murat Yakin. Der FCL begeisterte in seiner ersten Saison im neuen Stadion und wurde Zweiter. -- Danach lief es unter dem Pilatus nicht mehr so rund: Mit der Entlassung von Yakin im August 2012 wurde dessen Assistent in Luzern ebenfalls freigestellt.

Am 15. November 2012 wurde Contini als Cheftrainer zum FC Vaduz geholt (damals in der Challenge League). -- Nach durchzogenen ersten Monaten konnte Contini im Sommer 2013 die Mannschaft weitgehend umbauen. In der 8. Runde übernahm Vaduz die Tabellenführung - und gab sie nicht mehr Preis. Contini führte den FCV im Sommer 2014 zum zweiten Super-League-Aufstieg der Klubgeschichte, zudem gewann sein Team wie schon im Vorjahr den Liechtsteiner Cup (und gewann diesen auch in den folgenden drei Jahren). -- Zweimal führte der Winterthurer Vaduz recht souverän zum Klassenerhalt. Nicht zuletzt die Duelle gegen den FCSG verhalfen zum Erfolg, blieben doch die "Residenzler" unter Contini in 11 Duellen gegen den Nachbarn ohne Niederlage. -- Am 7. März 2017 beendeten Contini und der FCV die Zusammenarbeit. Die Mannschaft war zwar wieder einmal im letzten Rang klassiert, hatte aber zuvor gegen Basel ein 1:1 erzielt. Zur Trennung kam es aufgrund unterschiedlicher Auffassung für die langfristige sportliche Entwicklung. Contini war zu dem Zeitpunkt dienstältester Trainer im Schweizer Profifussball.

Am 4. Mai wurde Giorgio Contini als Nachfolger von Joe Zinnbauer Cheftrainer in St. Gallen. Die Mannschaft war nach fünf Niederlagen in Serie in Abstiegsgefahr geraten. Mit Contini kam es drei Tage später zu einem glückhaften 1:0-Sieg in Lausanne. Als eine Woche später das Heimspiel gegen Vaduz 2:0 gewonnen wurde, wurde nicht nur der Letzte vorentscheidend distanziert. Es war auch der erste Sieg in der höchsten Liga gegen den hartnäckigen Nachbarn.

ergänzt 12. Juni 2017
* 20.02.1988 | Nationalität: Schweiz/Italien

1998 bis 31. August 2006 sowie vom 1. Januar 2007 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 77 (42 NLA/1 Barrage/27 NLB/7  Cup) Spiele und 28 Tore (14 NLA/14 NLB) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. Mai 2006 beim 3:0-Heimsieg gegen Schaffhausen.

Costanzo hatte nach dem Abstieg 2008 endgültig den Durchbruch geschafft, als er in den ersten sechs Runden stets ein Tor erzielte. -- Zuvor galt der Angreifer aus dem Toggenburg bereits lange als grosses Stürmertalent, musste sich nach frühem Debüt im Fanionteam aber einen Schritt zurück in die U21 machen. -- An der Seite von Moreno Merenda beendete Costanzo die Aufstiegssaison als sechstbester Torschütze der Liga (und zweitbester der Mannschaft hinter dem Sturmpartner mit dem gleichen Vornamen).

Als Uli Forte nach dem Aufstieg 2009 keinen Regisseur verpflichten konnte, setzte er darauf, Moreno Costanzo in dieser Rolle aufzubauen. -- Die Rechnung ging auf, Costanzo gefiel auch hinter den Spitzen, schon in den ersten Runden sorgte er mit einigen schönen Toren für Aufsehen. -- Die Saison wurde für ihn zur Bestätigung, dass er auch auf höchstem Niveau den Ansprüchen genügt. -- Das Jahr lief nicht zuletzt dank Costanzo besser als erwartet. Kein Wunder, war der zum Spielmacher gewordene Offensivspieler gefragt. -- Schliesslich konnten ihn die Young Boys im Sommer 2010 abwerben und boten einen Vierjahres-Vertrag . -- Es sollte sich bald herausstellen, dass die Ablösesumme - es war die Rede von einer Million - für den FCSG existenziell wichtig war - Fiannzierungsprobleme brachten den Klub in eine neuerliche Krise. -- Costanzo konnte nicht annähernd ersetzt werden - die Espen fanden sich bald wieder im Abstiegskampf. -- Bis zur letzten Runde hätte sich St. Gallen retten können - am Ende war es ausgerechnet ein Treffer von Costanzo, der den Abstieg besiegelte.

In Gelb-Schwarz

Moreno Costanzo spielte längst auf ganz anderem Niveau. -- Nach seinem Wechsel nach Bern kam er bald zu seinem ersten Aufgebot für die Nationalmannschaft. Nachdem Xavier Margairaz kurzfristig absagen musste, beorderte Ottmar Hitzfeld den Toggenburger kurzfristig aus der U21- in die A-Nati für das Länderspiel vom 11. August 2010 gegen Österreich. -- Costanzo nutzte die Chance, wurde in Klagenfurt in der 71. Minute für Hakan Yakin eingewechselt und erzielte zwei Minuten später mit der ersten Ballberührung den 1:0-Siegtreffer. -- Auch in den folgenden zwei Länderspielen gegen Australien (in der AFG ARENA) und England kam er als Joker ins Spiel. -- Bisher bestritt Costanzo 7 A-Länderspiele.

Unter Vladimir Petkovic hatte Costanzo in Bern eine unbeschwerte Zeit, unter den Nachfolgern Christian Gross und Martin Rueda lief es ihm etwas harziger. -- Als Uli Forte 2013 zu YB kam, schien dies für Costanzo die Erlösung zu sein. Er hatte wieder das volle Vertrauen des Trainers, und nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam auch die Mannschaft in Fahrt - die Young Boys beendeten die Saison auf Platz 3 und spielten im Herbst 2014 wieder in der Europa League. -- In der zweiten YB-Saison mit Forte geriet Costanzo hingegen bald in eine Nebenrolle, nachdem er beim ersten Spiel in St. Gallen die Mannschaft noch als Captain aufs Feld führte.

Costanzo musste sich immer öfter mit Teil-Einsätzen begnügen und konnte kaum mehr Einfluss auf das Spiel nehmen - das zudem immer besser lief. -- Im Januar 2015 wurde Costanzo dem FC Aarau ausgeliehen, dem er im Abstiegskampf helfen sollte. -- Bei seinem FCA-Debüt in Thun glückte ihm mit einem herrlichen Weitschuss ein toller Einstand. -- Dann aber konnte auch Costanzo nur wenig bewirken, Aarau fiel ans Tabellenende und stieg letztlich ab. Der Ex-St. Galler bestritt 14 Spiele (2 Tore) für Aarau. -- Zum Trainingsbeginn der Young Boys rückte Costanzo im Sommer 2015 wieder bei den Gelb-Schwarzen ein. Kurz vor Saisonstart wurde er für eine Saison dem FC Vaduz ausgeliehen. -- 6 Tore und 5 Vorlagen Costanzos verhalfen dem FCV zum Klassenerhalt und sorgten dafür, dass ihn Vaduz im Sommer 2016 von YB übernahm.

Die Anfänge

Moreno Costanzo war schon lange im FCSG-Nachwuchs, als er am 14. Mai 2006 im letzten Saisonspiel gegen Schaffhausen für Goran Ljubojevic eingewechselt wurde. Costanzo hatte mit der U21 eine herausragende 1.-Liga-Saison gespielt und in 25 Matches 20 Tore erzielt. -- Rolf Fringer wechselte das Talent in der neuen Saison ein weiteres Mal ein, Ende August wurde jedoch entschieden, ihn in Wil in der Challenge League zu mehr Spielpraxis kommen zu lassen. -- Nach nur 6 Einsätzen verzichtete Uli Forte auf eine Verlängerung des Leihvertrages. Noch hatte sein späterer Förderer wenig von ihm gehalten, nur einmal liess er den Jungstürmer mit Wil in der Startformation auflaufen.

Als Nachwuchs-Internationaler bestritt Costanzo 2005 die U17-EM-Endrunde in Italien (1 Einsatz beim 2:5 gegen Kroatien). -- Später kam er zu 14 U21-Länderspielen (1 Tor). Darunter hatte er 2 Teilensätze bei der EM-Endrunde 2011 in Dänemark, in dem die Schweiz bis in den Final vorgestossen war und die Olympia-Qualifikation schaffte. 

Erster Junioren-Klub des Doppelbürgers aus Wattwil war der FC Kirchberg.

aktualisiert 22. Januar 2017
* 24.03.1996 | Nationalität: Deutschland/Spanien

3. Februar 2016 bis 30. Juni 2017 im FCSG. -- 21 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG Debüt am 7. März 2016 beim 2:0-Heimsieg gegen die Grasshoppers.

Lucas Cueto kam vom 1. FC Köln nach St. Gallen und bestritt davor bereits das Traininsglager in der Südtürkei. -- Zwei Jahre nach Mikael Ishak war er der zweite Nachwuchsstürmer, der von den "Geissböcken" in die Ostschweiz kam. -- Er wurde als "Perspektivspieler" angekündigt, der aufgebaut werden sollte. -- Bald schon kam Cueto zu ersten Teileinsätzen, zweimal stand er im Frühling, als es der ganzen Mannschaft schlecht lief, in der Startformation. -- Lucas Cueto konnte wenig bewirken, erhielt aber auch selten Gelegenheit, sich zu beweisen. -- Nach dem Trainerwechsel war bald klar, dass auch Giorgio Contini nicht mehr auf ihn setzen würde. -- Lucas Cueto wechselte zum SC Preussen Münster in Deutschlands 3. Liga.

Cuetos erster Juniorenclub in Köln war der SV Lövenich/Widdersdorf. Über Bayer Leverkusen, West Ham United und den Bonner SC fand er Anfang 2014 zum 1. FC Köln. Für die Geissböcke spielte der Nachwuchs-Internationale zuerst eine halbe Saison in der U19. Mit 19 Toren war er Torschützenkönig der U19-Bundesliga West (die erste Saisonhälfte hatte er für den Bonner SC in derselben Liga bestritten). -- Danach eineinhalb Jahre in der Regionalliga (vierthöchste Liga), wo er in 42 Matches 11 Tore schoss. -- Anfang April 2015 stand Cueto das einzige Mal im Aufgebot für die Bundesliga-Mannschaft. -- Anfang Januar 2016 erfuhr er, dass sein Vertrag beim 1. FC Köln nicht verlängert würde.

Mit Deutschlands U19 qualifizierte sich Cueto für die EM-Endrunde 2015 in Griechenland, in der er ebenfalls alle 3 Gruppenspiele bestritt.

Ergänzt 15. Juni 2017
* 27.02.1986 | Nationalität: Senegal

28. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 im FCSG. -- 26 (22 NLB/4 Cup) Spiele und 11 (9 NLB/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. August beim 3:1-Sieg in Wohlen.

Moustapha Dabo wurde vom FC Sion ausgeliehen. -- Das erste Tor gelang dem senegalesischen Stürmer schon beim Debüt, als er in der Nachspielzeit den Sieg sicherte. -- Machte 2005/2006 bei UGS Genève in der 1. Liga mit 8 Toren in 11 Spielen auf sich aufmerksam. -- Darauf von Sion übernommen, aber nur in 7 NLA-Spielen eingesetzt. -- Im Sommer 2007 an Servette ausgeliehen, wo er in 15 NLB-Spielen immerhin 7 Tore erzielte, im November aber von den "Grenats" freigestellt wurde; wohl aus finanziellen Gründen.

Ab Sommer 2009 wieder im FC Sion. -- Im Januar 2010 und nach 8 weiteren NLA-Einsätzen mit den Walliser nach Katar an Al-Siliya ausgeliehen, später in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Al-Ittihad (Kalba). -- Im Januar 2011 zurück in der Schweiz bei Yverdon-Sport, für das er 2 Tore in 16 Spielen erzielte und den Abstieg in die 1. Liga nicht verhindern konnte. -- In der Saison 2011/12 im FC Aarau, bei dem er nach gutem Beginn (3 Tore in 6 Spielen) stark abbaute und im Frühling nicht mehr eingesetzt wurde (total 14 NLB-Spiele/4 Tore für Aarau). -- August 2012 bis zur Winterpause in Lettland beim FK Spartaks Jurmala. Ende Januar 2013 beim Gabala FC in Aserbaidschan. Im Sommer zog Dabo weiter in die Türkei und spielte eine halbe Saison für Kahramanmarspor, der in die 1. Lig (zweithöchste Liga) aufgestiegen war. Seit Januar 2014 offenbar ohne Verein.

aktualisiert 01.06.2014
* 12.01.1972 | Nationalität: Schweiz/Italien

Juli 1996 bis Juni 2003 im FCSG. -- 245 (209 NLA/18 Cup/12 Europacup/6 UI-Cup) Spiele und 11 (8 NLA/1 Europacup/2 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.

Ivan Dal Santo wurde als Verteidiger Schweizer Meister 2000. -- Cupfinalist 1998. -- Der Aargauer wechselte zwar von Xamax ins Espenmoos, wurde aber in einem Jahr in Neuenburg nur in einem NLA-Spiel eingesetzt. -- Im FCSG auf Anhieb Stammspieler als linker Aussenverteidiger. -- In der Meistersaison kam Dal Santo in 33 Spielen zum Einsatz und erzielte in der Qualifikation ein Tor (zur 2:0-Führung bei den Grasshoppers; Endstand 2:2). -- Nachdem er den Schweizer Pass erhielt, war Dal Santo im Januar 2001 als Kandidat für die Schweizer Nationalmannschaft im Gespräch; aufgeboten wurde er jedoch nicht.

Wie Marc Zellweger kam auch Ivan Dal Santo in sämtlichen zwölf Europacup-Spielen der Espen in den Jahren 2000/2001 im Einsatz. -- Sein Auswärtstor in der Nachspielzeit gegen Pelister Bitola trug zum Überstehen der UEFA-Cup-Qualifikation 2001/02 bei.

Ursprünglich im FC Spreitenbach, wurde Dal Santo ab 1986 im Nachwuchs des FC Wettingen zum Profifussballer geformt. -- Debütierte als 19-Jähriger in der NLA. -- Nach einer weiteren Saison in der NLB mit Wettingen im Sommer 1993 Wechsel zum FC Winterthur, für den er in zwei Saisons 60 NLB-Matches bestritt. -- 1995/96 im Neuchâtel Xamax FC.

Als Dal Santos Vertrag im Sommer 2003 nicht verlängert wurde, wechselte der Aussenverteidiger zum FC Zürich (29 NLA-Spiele). -- 2004 für ein Jahr in der NLB beim SC YF Juventus Zürich. -- 2005 weiter zum FC Luzern, mit dem er den Wiederaufstieg in die NLA schaffte und nochmals eine letzte Saison in der höchsten Liga anhängte. -- 2007 bis 2009 im FC Wohlen (weitere 58 Einsätze in der NLB).

Nach 504 NL-Spielen beendete Dal Santo im Sommer 2009 seine Karriere als Profifussballer, wurde Spielertrainer im FC Dietikon (2. Liga). -- Im Sommer 2010, nachdem Dal Santo kurzfristig die Zusammenarbeit aufgekündigt wurde, zum Stadtzürcher FC Oerlikon/Polizei, für den er in der 2. Liga interregional spielte. -- Ab Juli 2011 als Nachfolger von Patrick Bühlmann Trainer des in die 2. Liga interregional abgestiegenen Zug 94, mit dem er ein Jahr später die sofortige Rückkehr in die 1. Liga schaffte. Als die Zentralschweizer Anfang Januar 2014 Martin Andermatt als sportlichen Leiter einstellten, traten Dal Santo und sein Assistent Cris Teta zurück. -- Ab Sommer 2014 zwei Jahre lang Nachwuchstrainer beim FC Rapperswil-Jona. -- Ab Sommer 2016 U18-Trainer beim FC Luzern.

aktualisiert 22. Januar 2017
* 14.05.1975 | Nationalität: Brasilien

22. Oktober 1998 bis 30. Juni 2000 im FCSG. -- 18 NLA Spiele (1 Tor) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Oktober 1998 beim 4:3-Heimsieg gegen Aarau.

Schweizer Meister 2000. -- Damasio brachte es als Ergänzungsspieler in seiner ersten Saison zwar auf 14 Spiele, zum Meistertitel konnte er aber nur noch 4 weitere (Teil-)Einsätze beitragen. -- Damasio soll ab 1994 je eine Saison für Atletico Parangense, Mareinga, Foz do Iguaçu und Concórdia gespielt haben. -- Soll nach seiner Rückkehr aus St. Gallen die Karriere bei einem Klub aus Santa Caterina fortgesetzt haben.

* 10.05.1966

9. Februar 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 18 (17 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. April 1995 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 3:0-Auswärtssieg in Solothurn.

Stéphane De Siebenthal spielte vor seiner Zeit in St. Gallen für den FC Vignoble Cully. Er hatte bereits ein bewegtes Leben hinter sich, als er bei Uwe Rapolder darum bat, in St. Gallen trainieren zu können. Den Trainer kannte er aus der gemeinsamen Zeit in Monthey. Damals galt der Waadtländer bereits als gescheiterter Profi, der zwar reich an Talent war, aber an Alkohol- und Drogenkonsum zerbrach. Mit seinem Anruf in die Ostschweiz verband De Siebenthal die Hoffnung auf einen Neuanfang. Rapolder sagte ihm schliesslich zu. De Siebenthal durfte ab Herbst 1994 am Training teilnehmen und brachte es schliessilch zu einem Vertrag.

Nach zwei Teileinsätzen im Frühling 1995 hatte De Siebenthal in der neuen Saison einen Stammplatz. War er in jungen Jahren Stürmer, spielte De Siebenthal im FCSG in der Abwehr, meist als linker Aussenverteidiger. Ab Oktober fiel De Siebenthal verletzt aus, kehrte erst im Frühling wieder zurück. Nebst einem Kurzeinsatz im April reichte es ihm erst in den letzten zwei Saisonpielen wieder in die Startformation. Da war schon klar, dass De Siebenthal den FCSG wieder verlassen würde. Nachdem im Mai 1996 vermeldet wurde, dass sein Vertrag um zwei Jahre verlängert worden sei, hiess es ein paar Tage später, die Verhandlungen seien gescheitert, er war mit den Bedingungen nicht einverstanden. -- Am 10. Juli 1996 unterschrieb De Siebenthal schliesslich beim FC Wil.

Für Wil bestritt De Siebenthal eine NLB-Saison, im Sommer 1997 hat er die Ostschweiz verlassen, schloss sich später dem FC Stade Nyonnais an und kehrte mit diesem 1998 noch einmal in die NLB zurück. -- Ab 1999 beim FC Bex in der 1. Liga, später Spielertrainer des FC Aigle, Trainer bei der US Collombey-Muraz und bei Martigny-Sports.

Der aus Villeneuve stammende Stéphane De Siebenthal debütierte bei Vevey-Sports noch vor seinem 18. Geburstag - am 18. März 1984 auswärts gegen Xamax - in der NLA. Ab der Saison 1984/85 war das junge Stürmertalent Stammspieler. -- Als 20-Jähriger und mit der Erfahrung aus beachtlichen 58 NLA-Spielen wechselte De Siebenthal zu den Grasshoppers. -- Für GC bestritt De Siebenthal in zwei Jahren 37 NLA-Spiele, die Mannschaft wurde in der Zeit zweimal Zweiter und 1988 Cupsieger. -- Zudem gewann er 1987 mit dem Nachwuchs den Cup, war im 3:1 gewonnenen Final gegen die Young Boys Torschütze zum 2:0.

1988 wechselte er zum FC Sion, war inzwischen Kandidat für die Nationalmannschaft - doch dann wurde sein Aufstieg gestoppt. Adduktorenprobleme behinderten ihn regelmässig, dazu musste er sich im Wallis vorwerfen lassen, dem Alkohol und Drogen nicht abgeneigt zu sein. -- Schliesslich musste er ein Jahr später den FC Sion verlassen. -- De Siebenthal war sich mit Xamax-Präsident Gilbert Facchinetti einig, doch legte Trainer Gilbert Gress sein Veto ein. -- Er wollte mit Fussball ein erstes Mal abschliessen. Schliesslich wechselte De Siebenthal zum damaligen NLB-Klub Montreux-Sports, wohin ihn Paul Garbani lockte, der ihn zuvor bereits in Vevey trainierte. -- Der aus der NLA gekommene "Star" und das Publikum hatten jedoch von Beginn weg eine gegenseitige Abneigung. -- Besser lief es De Siebenthal für kurze Zeit ein Jahr später bei Yverdon, das sich in der zweithöchsten Liga zu einem Spitzenteam mauserte. -- Ab 1991 beim FC Monthey in der 1. Liga, wo er Uwe Rapolder kennenlernte. Mit De Siebenthals leichtfüssigem Lebenstil kam Rapolder nicht klar und sorgte für die Vertragsauflösung. Drogenkonsum und Handel brachtem ihm Probleme mit der Justiz und für einige Wochen ins Gefängnis. -- Am Ende hatten Rapolder und auch der FCSG ihren Anteil, dass De Siebenthal den Weg zurück fand.

21.05.2013
* 20.11.1985 | Nationalität: Schweiz/Mazedonien

1. Juli 2013 bis 30. Juni 2015 im FCSG. -- 30 (26 NLA/3 Europacup/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. September 2013 beim 1:0-Auswärtssieg gegen die Grasshoppers.

Muhamed Demiri wurde als zweite Neuverpflichtung zur Saison 2013/14 vom FC Thun nach St. Gallen geholt. -- Der in Basel aufgewachsene und mazedonische Nationalspieler (25. Länderspiel am 15. November 2014) hatte sich im Berner Oberland seit 2009 mit kämpferischen Leistungen Achtung verschafft. -- Meist im defensiven Mittelfeld eingesetzt, bewies Demiri auch als Innen- oder Aussenverteidiger seine Zuverlässigkeit.

Im FCSG musste sich Demiri auf seine Einsätze gedulden, hinter dem gut funktionierenden Duo Dejan Janjatovic/Stéphane Nater, das auch noch von der Euphorie um den Einzug in die Europa League getragen wurde, hatte es der mazedonische Basler schwer. Dann aber bewies er, eine valable Alternative zu sein. -- Als Nater im Sommer 2014 St. Gallen verliess, war logisch, dass Demiri fortan in der Startformation stand. -- Bis er mit dem für Nater geholten Everton wieder verdrängt wurde. Mit dem Brasilianer setzte St. Gallen zu einer kleinen Erfolgsserie an. Für Demiri war die Situation nun schlechter als in der ersten Saison. -- Es lief schlecht im Frühling 2015, Demiri sah sich trotzdem regelmässig aus dem Aufgebot gestrichen. Nur noch in zwei Spielen griff Jeff Saiene auf ihn zurück - der Vertrag wurde am Ende nicht verlängert.

Demiri begann als Junior beim FC Concordia Basel, kehrte nach einem Abstecher in den Nachwuchs des FC Basel zu Concordia zurück und gab am 5. Dezember 2004 sein Debüt im Profiussball (1:5-Heimniederlage gegen La Chaux-de-Fonds). -- Bald wurde er in der Challenge League zum Stammspieler, der aber wiederholt von Verletzungen gestoppt wurde. -- Als sich "Congeli" 2009 für einen freiwilligen Abstieg entschied, musste sich Demiri gedulden, ehe er von Murat Yakin, der ihn schon bei Concordia trainierte, nach Thun holte. -- Dank einer starken zweiten Saisonhälfte kehrte der FC Thun mit Demiri 2010 in die Super League zurück. -- In der höchsten Liga etablierte sich Demiri auf Anhieb. Dreimal wurde er mit Thun Fünfter. Mit der Erfahrung von insgesamt 112 (92 NLA) Meisterschaftsspielen wechselte Demiri in die Ostschweiz. -- Mit seinem ersten Pflichtspieltor für den FC Thun entschied Demiri am 20. November 2010 den Cup-Achtelfinal in der AFG-Arena.

Stand 16.06.2015
* 22.09.1973 | Nationalität: Schweiz/Italien

Vom 1. Septeber 2001 bis Juni 2002 und ab Juli 2006 bis 9. April 2008 im FCSG. -- 77 (67 NLA/6 Cup/4 Europacup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. September 2001 in Genf beim 2:1-Auswärtssieg gegen Servette.

Franco Di Jorio kam vom Serie-B-Klub Salernitana, für den er in zwei Jahren 32 Einsätze hatte. -- Gleich in seinem ersten Spiel erzielte er eines von total vier Toren in Grün-Weiss. -- Obwohl er überzeugte, verliess er nach einer Saison St. Gallen wieder, wegen zu hoher finanzieller Forderungen konnte sich der FCSG nicht zu einer Vertragsverlängerung entschliessen.

Di Jorio Unterschrieb danach in Luzern, das er nach einem halben Jahr wieder verliess und zum FC Zürich zurückkehrte, wo er seine Profikarriere 1992 startete. -- 2006 erneut vom FC St. Gallen verpflichtet. Di Jorio sorgte mit seinen Flankenläufen für viel Betrieb. Baute in der zweiten Saison stark ab und wurde immer seltener aufgeboten. -- Im Abstiegskampf von Trainer Krasimir Balakov aus disziplinarischen Gründen freigestellt.

Ab Sommer 2008 bei Fenerbahçe Zürich, mit dem er in der ersten Saison den Aufstieg in die 3. Liga schaffte und das sich 2010 in FC United Zürich umbenannte, mit dem Ziel, in ein paar Jahren Schweizer Meister zu werden. -- Der Aufstieg in die 2. Liga gelang im Sommer 2010, doch Franco Di Jorio schied zusammen mit seinem Bruder vor Rückrunden-Beginn im Februar 2011 aus dem ambitionierten Amateurklub aus. -- Ab Sommer 2011, im FC Opfikon (3. Liga), wo er als Spieler und Co-Trainer tätig ist und auch wieder sein Bruder Remo mit im Team war. -- Der FC Opfikon schloss sich im Sommer 2012 mit dem FC Cosenza Dübendorf zusammen und wurde zum FC Glattal. Im Januar 2013 trennten sich Di Jorio und der FC Glattal, der Ex-Profi schloss sich der 2. Mannschaft des FC Oerlikon/Polizei an. - Di Jorio hatte sich in der Zwischenzeit auch einen Namen als Spieleragent in Diensten von Vinicio Fioranelli gemacht und wurde im Herbst 2012 ins Gespräch gebracht, ein Kandidat für das Amt des Sportchefs beim FC Zürich zu sein.

92/93 bei Wettingen in der NLB. -- 93/94 und 95 bis 98 im FC Zürich. -- Ab 1998 13 Länderspiele, die letzten 4 davon als FCSG-Spieler. -- Nebenbei war Di Jorio u.a. auch Besitzer eines gutgehenden Restaurants in Zürich, das Eltern und Geschwister mit ihm führten.

aktualisiert 05.08.2013
* 28.08.1971 | Nationalität: Senegal

September 1995 bis Juni 1996 im FCSG. -- 27 (22 NLA/5 Cup) Spiele und 11 (7 NLA/4 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. September 1995 in Frauenfeld beim 5:0-Sieg in der 3. Hauptrunde des Schweizer Cups.

Mamadou Diallo kam aus Marokko vom KACM (Kawkab Athétique Club Marrakesch) in die Ostschweiz. -- Der FC St. Gallen musste sich im Sommer 1995 lange gedulden, bis im September endlich die Spielbewilligung für Mamadou Diallo eintraf. -- Im KACM gingen sie davon aus, dass er eine weitere Saison für sie spielen würde. -- Diallo debütierte beim Cupmatch in Frauenfeld mit den Toren zum 3:0 und 5:0. -- In der Meisterschaft erzielte Diallo im fünften Anlauf seine ersten Tore: beim 4:0-Heimsieg gegen Servette besorgte er die zwei letzten Tore. -- Aber schon zuvor wusste der mit seiner physischen Präsenz (187 cm Körpergrösse), Kampfgeist und Torvorlagen zu begeistern. -- Mit Diallo wurde der Abwärtstrend gestoppt und am Ende die Qualifikation für die Finalrunde geschafft. -- Dennoch wurde der Vertrag mit Diallo - er war der erste Spieler aus dem Senegal in der Schweiz und der erste nicht-arabische Afrikaner im FCSG - nicht über den Sommer 1996 hinaus verlängert.

Diallo ging nach Istanbul zu Aufsteiger Zeytinburnuspor, stieg aber Ende Saison wieder ab und wechselte im Sommer 1997 nach Norwegen zum Lilleström SK, für den er in 29 Meisterschaftsspielen 19 Tore erzielte. -- Im Frühling 1998 dem MSV Duisburg ausgeliehen (7 Bundesligaspiele), nachdem er selbst Transfers zu IA Akranes (Island) und zum HJK Helsinki ablehnte. -- Da ihn der MSV nicht übernahm und Lilleström das Ausländerkontingent ausgeschöpft hatte, wurde Diallo im August 1999 an den Osloer Klub Valerenga IF geliehen. Seine Tore verhalfen massgeblich zum Klassenerhalt. -- Nun buhlten die beiden norwegischen Klubs um seine Gunst, er wechselte jedoch im März 2000 in die USA zu Tampa Bay Mutiny.

In der Major League Soccer schlug Diallo auf Anhieb ein. -- Mit 26 Goals wurde er Torschützenkönig der MLS, scheiterte in den Playoffs jedoch im Viertelfinal an Los Angeles Galaxy. -- In der Saison 2001 traf Diallo noch 9 Mal, war immer noch bester Skorer der Mutiny. -- 2002 von der New England Revolution verpflichtet, für die er lediglich 7 Spiele (1 Tor) bestritt, ehe er Mitte Saison in einem grossen Spieler-Draft an die MetroStars abgegeben wurde. -- Für das Team aus New York und New Jersey 11 Tore in 17 MLS-Spielen. -- Anfang 2003 nach Saudi-Arabien, wo er sich bei Al-Ahli (Dschidda) nicht wohl fühlte. -- Im Sommer 2003 nach Schweden zum IFK Göteborg. -- 2004 für ein Jahr in Malaysia in der Pahang FA (Kuantan); der Klub wurde in der Saison Meister. -- 2005 nach Südafrika zu Jomo Cosmos. -- 2006 nach Mali zum Djoliba Athletic Club (Bamako).

Mamadou Diallo soll Analphabet gewesen sein ("ich war für die Schule nicht geeignet") und war ein Spätzünder. -- Erster Verein in seiner Heimatstadt Dakar war SOTRAC, ab 1991 im Spitzenklub UCST du Port Autonome, wo er erst ein Jahr später, als 21-jähriger, ins Fanionteam aufgestiegen sein soll. -- Nach nur sieben Matches in der obersten Liga in die Nationalmannschaft berufen, in 2 Länderspielen gegen Sierra Leone und Guinea glückten ihm 3 Tore. -- Eine starke Leistung im WM-Qualifikationsspiel gegen Sambia (0:0), welche Marokko die Tür zur WM 94 öffnete, machte die Vertreter des KACM aufmerksam. -- In Marrakesch verdiente er erstmals Geld mit Fussball, schon nach einer halben Saison kam vom VfB Stuttgart das erste Angebot aus Europa; doch soll sein Klub nicht auf die Transfererlöse angewiesen gewesen sein.

Mamadou Diallo soll 21 Tore in 46 Länderspielen für Senegal erzielt haben und gehörte zum Kader des Afrika Cups 1994 in Tunesien (0:1-Niederlage im Viertelfinal gegen Sambia).

07. Mai 2011
* 24.02.1976 | Nationalität: Brasilien

28. Juli bis 16. Oktober 2000 im FCSG. -- 10 (8 NLA/2 Europacup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. August 2000 beim 3:1-Heimsieg gegen Lausanne-Sports.

Sebastião Pereira Nascimento "Didi" wurde nach dem Meistertitel als Verstärkung für den Sturm verpflichtet. -- Kam von Portuguesa São Paulo. -- Bereitete bei seinem Debüt nach seiner Einwechslung das Tor zum 3:1 durch Landsmann Jairo vor. -- Ein eigener Torerfolg blieb ihm im FCSG aber versagt. -- Noch im selben Herbst an den FC Aarau ausgeliehen. -- Marcel Koller trennte sich auch aus disziplinarischen Gründen wieder vorzeitig von Didi. -- Im ersten Match für Aarau drei Minuten nach seiner Einwechslung und vor 10561 Zuschauern im Brügglifeld Kopfball-Torschütze zum 2:3. -- Trotzdem wollte ihn im Sommer 2001 auch der FC Aarau nicht behalten. -- Didi unterschrieb beim SSV Reutlingen, wo er aber wohl nie zum Einsatz kam. -- War später bei Südkoreas Spitzenklub Busan I'Park unter Vertrag, zwischenzeitlich in seiner Heimat im Joinville Esporte Clube. -- Im Juli 1999 für einen grossen Millionenbetrag vom VfB Stuttgart verpflichtet, hatte beim Bundesligisten jedoch nur zwei Teileinsätze. -- Widersprüchliche Angaben über seinen weiteren Karriereverlauf, offenbar seit 2004 in Mexiko tätig, scheinbar im Herbst 2009 noch aktiv, bei Tampico Madero.

12.01.2010
* 19.03.1964 | Nationalität: Russland

23. Februar bis 30. Juni 1993 im FCSG. -- 15 (14 NLA/1 Cup) Spiele und 9 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt  am 28. Februar 1993 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Winterthur.

Sergej Igorewitsch Dimitrijew spielte vor seinem Engagement im FCSG im FC Stahl Linz. -- Er soll aber Österreich bereits vorzeitig Richtung seiner Heimatstadt St. Petersburg verlassen haben.

Dimitrijew konnte knapp vor Beginn der Auf-/Abstiegsrunde verpflichtet werden. -- Mit Fabian Estay und Eduardo Hurtado hatten zwei Stürmer die Espen verlassen, weil sie nicht zur Lohnreduktion bereit waren. -- In der Vorbereitung zeichnete sich eine grosse Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor ab. -- Dimitrijew konnte in Sachen Torgefährlichkeit die Erwartungen gewiss erfüllen. Im zweiten Spiel gegen Grenchen glückte ihm die erste Doublette. -- Doch am Ende konnten auch seine 9 Goals den Abstieg nicht verhindern Sergej Dimitrijew musste den FCSG verlassen.

Danach zog Dimitrijew nach Israel zum Hapoel Ashkelon FC (zweithöchste Liga), dann nach Deutschland, wo er für die SpVgg Beckum in der Oberliga Westfalen spielte (damals vierthöchste Liga). -- 1995 zurück zu Zenit St. Petersburg (15 Tore in 36 Spielen), kurze Zeit im FK Tjumen. 1997 bei Spartak Moskau, mit dem er den Meistertitel feierte, aber in der Qualifikation zur Champions League am  1. FC Kosice scheiterte. -- Ab 1998 bei Dynamo St. Petersburg, 1999 bei Crystal Smolensk, und zum Abschluss der Profikarriere 2001 in Swetogorez.

Sergej Dimitirijew wurde Trainer, war u.a. 2004/2005 bei Dynamo St. Petersburg, dann als Assistent bei Anschi Machatschkala, wieder Cheftrainer bei Spartak Nischni Nowgorod, Petrotrest St. Petersburg und schliesslich 2009 Trainer der Reserven von Saturn Ramenskoje. 2010 Assistent im FK Wolga Twer (2. Division). 2011/12 Trainer des FK Karelia Petrosawodsk in der 2. Division, danach wieder als Assistent und zwischenzeitlich Cheftrainer bei Petrotrest.

Sergej Dimitrijew wurde 1982 von Pawel Sadyrin zu Zenit Leningrad geholt. -- 1984 feierte der junge Stürmer seinen ersten Meistertitel. -- 1986 der erste Rückschlag. Dimitrijew zog sich auf dem Kunstrasen eine Verletzung zu, die ihm längere Zeit zu schaffen machte und die Teilnahme an der WM '86 in Mexiko kostete. -- Bei der EM 1988 in Deutschland war Dimitrijew dann im Kader der grossen Mannschaft von Valeri Lobanowski, die erst im Final an Holland scheiterte. Dimitrijew kam zwar nicht zum Einsatz, darf sich aber dennoch als Silber-Gewinner bezeichnen. -- Insgesamt soll der Stürmer 6 A-Länderspiele für die Sowjetunion bestritten haben (1 Tor). -- 1989 verliess er Zenit Leningrad im Streit und ging zu Dynamo Moskau, wo er wegen einer Meniskus-Verletzung nur wenig spielte. -- Dann holte ihn Sadyrin zum ZSKA Moskau, mit dem er 1990 Meisterschaftszweiter wurde. -- Im Frühling 1991 ein kurzes Gastspiel in Spanien beim CD Jerez, mit dem er den Abstieg in die "Segunda B" (dritthöchste Liga) nicht verhindern konnte. -- Zurück im ZSKA gewann er mit der Mannschaft den Cup und die letzte Meisterschaft der UdSSR. -- Darauf folgte der Wechsel zum FC Stahl Linz, wo er mit Dietmar Metzler einen ehemaligen St. Galler als Teamkollegen hatte. Anfang Juli 1992 spielten die Linzer im Internationalen Fussballcup im Espenmoos, Dimitrijew erzielte beim 2:2 den Anschlusstreffer.

ergänzt 13.10.2014
* 19.08.1974 | Nationalität: Deutschland

12. September 1996 bis 30. Juni 1997 im FCSG. -- 18 (15 NLA/3 Cup) Spiele und 6 (4 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. September 1996 beim 1:1 gegen den FC Lugano.

Marco Dittgen war vertragslos, als er vom FCSG verpflichtet wurde. -- Der Stürmer erzielte in der Saison 95/96 für die Young Boys in 33 NLA-Spielen beachtliche 13 Tore, doch die Berner konnten ihn aus finanziellen Gründen nicht weiter verpflichten. -- Vor seiner Ankunft in der Ostschweiz hielt sich Dittgen beim deutschen Bundesliga-Absteiger KFC Uerdingen fit. -- Was sich bei seinem Debüt auszahlte: Dittgen erzielte sogleich sein erstes Tor, eine Woche später gelang ihm im Cup in Rorschach eine Doublette. -- Der FCSG schaffte es in die Finalrunde, Marco Dittgen hätte ab Januar 1997 für zwei Monate bei Atletico Catania mit dem Schweizer Trainer Roberto Morinini in der Serie C1 aushelfen sollen. -- Das Leihgeschäft scheiterte an Transferbestimmungen. -- Im Januar zog sich Dittgen in der Vorbereitung auf die Hallenmasters an den Knöchelbändern. -- Vier Spiele konnte Dittgen im Frühling bestreiten, Mitte April jedoch musste er wegen der Verletzung operiert werden. -- Im Sommer verzichteten die Espen auf eine Weiterverpflichtung.

Marco Dittgen kam dann doch noch in die Serie C1, spielte für die US Palermo, wo er im Frühling wegen einer Verletzung erneut ausfiel. -- Im Sommer 1998 zum VfB Leipzig (Regionalliga). -- Dann beim Chemnitzer FC (2. Bundesliga). -- In der Saison 2000/2001 eine Saison im SV Waldhof Mannheim (2. Bundesliga). -- 2001/2002 bei Rot-Weiss Erfurt (Regionalliga). -- Im Sommer 2002 zurück in die saarländische Heimat, Dittgen unterschrieb im SV Röchling Völklingen (Verbandsliga). -- Später noch im FC Kutzhof, FC Riegelsberg und SV Ritterstrasse aktiv.

Marco Dittgen wurde 1991 als Junior von seinem Stammklub FV 08 Püttlingen in den Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern geholt. -- Mit den jungen "Roten Täufeln" wurde er Deutscher Meister der A-Junioren. -- 1993 ins Fanionteam geholt, kam aber unter Friedel Rausch nur zu wenigen Bundesliga-Einsätzen. -- 1994 zur SG Dynamo Dresden, für die er 19 Bundesligaspiele (3 Tore) bestritt. -- Dynamo stieg am Ende nicht nur ab, sondern wurde aufgrund finanzieller Probleme in die Regionalliga verwiesen. -- So kam der Transfer zu den Young Boys zustande, für die er ebenfalls beim Debüt bereits das erste Tor erzielte (zum 1:0-Endstand gegen Xamax - nach nur 161 Sekunden). -- Dittgen war deutscher Nachwuchs-Internationaler, u.a. 2 U21-Ländespiele, und wurde einmal für einen Lehrgang der Nationalmannschaft aufgeboten.

07. Mai 2011
* 21.09.1971 | Nationalität: Brasilien

Januar bis Ende Mai 1992 im FCSG. -- 9 (8 NLA/1 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. März 1992 bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Lausanne-Sports.

Djair Kaye de Brito konnte von Lazio Rom ausgeliehen werden - kostenlos. -- Der offensive Mittelfeldspieler sollte die Serie starker südamerikanischer Leihspieler fortsetzen. -- Trainer Heinz Bigler war nicht ganz so begeistert. -- In den ersten Spielen des Frühlings wurde vermeldet, dass der Brasilianer noch im Aufbautraining weile. -- Auf den Trainer wurde Druck ausgeübt, da Lazio erwartete, dass Djair zu Spielpraxis komme. -- Von Bigler gab es die Aussage, dass Djair in seinem 19er-Kader athletisch wie psychologisch der Schlechteste sei. -- Eine Woche nach seinem Debüt wurde Djair im Cup-Sechzehntelfinal in Basel in der 120. Minute eingewechselt - und verschoss wie zuvor Daniel Raschle den Penalty, die Espen schieden aus. -- Bigler wurde weitere drei Tage später entlassen, offensichtlich aufgrund der Unzufriedenheit von Lazio (und des Agenten Vinicio Fioranelli). -- Unter Biglers Nachfolger Leen Looijen kam dann Djair zu Spielpraxis, wurde nur noch einmal nicht eingesetzt.

Zum letzten Saisonspiel weilte Djair bereits nicht mehr in der Ostschweiz, die SS Lazio beordete ihn vorzeitig zurück. -- In Rom schaffte Djair den Durchbruch nicht. -- Nach einer Saison kehrte er nach Brasilien zurück und spielte - ziemlich erfolgreich - für verschiedene Grossklubs: Internacional (Porto Alegre), Fluminense (Rio de Janeiro), São Paulo FC, Botafogo (Rio de Janeiro), Cruzeiro (Belo Horizonte), Atlético Mineiro (Minas Gerais) und nochmals Fluminense. -- 2004 wechselte er nach einem ersten Intermezzo bei Madureira (Rio de Janeiro) nochmals für kurze Zeit ins Ausland, spielte in Katar beim Aufsteiger Al-Kharitiyath SC. -- 2006 heuerte Djair noch einmal im Madureira Esporte Clube an und half mit, dass der kleine Klub erstmals die Taça Rio, den Cup von Rio, gewann.

Insgesamt soll Djair fünf Carioca-Meisterschaften gewonnen haben, die ersten zwei vor seinem Wechsel nach Europa 1989 und 1990 mit Botafogo. -- Als herausragender Spieler galt er 1995 mit Fluminense.

1999 bestritt Djair zwei Länderspiele mit der "Seleçao". -- Vor seinem Wechsel nach St. Gallen war Djair in der brasilianischen U23, die die Olympia-Qualifikation (1992 in Barcelona) verpasssste. -- An der U20-WM 1991 in Portugal war Djair Captain und scheiterte mit Brasilien erst im Final gegen die Gastgeber (deren Team die "Goldene Generation" Portugals prägte). -- Teamkollegen an der U20-WM waren Goalgetter Elber (später Grasshoppers, VfB Stuttgart, Bayern München) und Roberto Carlos (u.a. Real Madrid).

07. Mai 2011
* 12.04.1984 | Nationalität: Österreich

15. Januar bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 11 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Februar 2011 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Daniel Dunst war vor seiner Verpflichtung ein halbes Jahr ohne Verein und wurde auf Empfehlung des neuen Sportchefs Heinz Peischl zum Probetraining eingeladen. -- Der Österreicher bot stets solide Spiele, stieg aber mit dem FCSG ab. -- Danach wurde der Vertrag nicht mehr verlängert.

Im Januar 2012 wurde Dunst vom SC Austria Lustenau (Erste Liga/zweithöchste Spielklasse) verpflichte. Mit den Vorarlbergern führte er ein Jahr später die Tabelle klar an, ehe die Austria einbrach und den Aufstieg verpasste. --  Dunst stieg trotzdem in die Bundesliga auf, wurde im Sommer 2013 vom Wolfsberger AC verpflichtet.

Der Aussenverteidiger begann im Nachwuchs des VfB Admira Wacker Mödling und kam zwischen 2004 und 2006 zu ersten Einsätzen in der Bundesliga. -- Nach dem Abstieg 2006 zum First Vienna FC und in die Regionalliga Ost (dritthöchste Liga). -- In Wien-Döbling, beim ältesten Klub Österreichs, war er als Aussenverteidiger Leistungsträger. -- Ein Jahr später zum SC Austria Lustenau (Erste Liga, zweithöchste Liga). -- Ein weiteres Jahr später, im Juli 2008, zurück in seine engere Heimat nach Niederösterreich, wo er vom neu lancierten SC Magna Wiener Neustadt verpflichtet wurde. -- Der vormalige Geldgeber des FK Austria Wien, Frank Stronach, hatte den SC Schwanenstadt nach Wiener Neustadt verlegt und umbenannt, rüstete das Team auf und schaffte mit Dunst in der ersten Saison den anvisierten Aufstieg in die Bundesliga. -- In seiner ersten Saison im Oberhaus wurde der SC Magna Fünfter. Zudem erreichte der neue Verein den Cupfinal (0:1 gegen Sturm Graz), in dem Dunst nicht eingesetzt wurde; Daniel Dunst hatte zuvor ein Angebot auf Vertragsverlängerung ausgeschlagen.

Erster Juniorenklub war der SC Pfaffstätten.

ergänzt 2. August 2013
* 19.08.1992 | Nationalität: Polen/Deutschland

20. Januar 2015 bis 30. Juni 2016 im FCSG. -- 4 (3 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. März 2015 beim 5:0-Sieg im Cup-Viertelfinal in Buochs.

Daniel Dziwniel kam wie einst Radoslaw Gilewicz vom KS Ruch Chorzow nach St. Gallen. Der polnisch-deutsche Doppelbürger wurde als Ersatz für Ermir Lenjani verpflichtet, der zwei Wochen zuvor nach Rennes wechselte.

Dziwniel blieb jedoch verwehrt, in St. Gallen ähnliche Spuren wie "Vorgänger" Gilewicz zu hinterlassen. -- Gut einen Monat nach seinem Debüt kam der linke Aussenverteidiger auswärts in Thun zu seinem ersten Spiel in der Super League. Mit der 1:4-Niederlage war der FCSG gnädig bedient, für den Neuen war es eine denkbar schlechter Moment, um sich aufzudrängen. -- Zu allem Unglück zog sich Dziwniel im Herbst auch noch einen Kreuzbandriss zu. -- Während sein Konkurrent Mickaël Facchinetti die Ostschweiz im Januar 2016 verliess, wurde mit Florent Hanin ein valabler Ersatz geholt. -- Dziwniel wechselte schliesslich im Sommer 2016 zurück in die polnische Extraliga, zum Europacup-Teilnehmer MKS Zaglebie Lubin.

Dziwniel wuchs in Frankfurt auf und wurde dort in der Nachwuchsabteilung der SG Eintracht ausgebildet. Er verliess den Bundesligisten aber noch als Junior und ging zum Offenbacher FC Kickers. -- Beim OFC schaffte er es mit etwas Verzögerung ins Fanionteam und bestritt ab Herbst 2011 14 Spiele in der 3. Liga (dritthöchste Spielklasse). -- 2013 wechselte er zu Ruch Chorzow, wo er auf Anhieb Stammspieler war. -- Mit dem Team aus Schlesien wurde Dziwniel in der ersten Saison Dritter und spielte danach auch 6 Spiele in der Qualifikation zur Europa League (unter anderem gegen Vaduz). -- Im Herbst 2014 lief es Ruch weniger gut, das Team überwinterte auf dem vorletzten Platz. -- Dziwniel bestritt 48 Spiele in der Extraklasa und wurde in Chorzow auch U21-Nationalspieler.

Dziwniels erster Junioren-Klub war der SV Blau-Gelb Frankfurt.

Stand 5. Juli 2016
* 29.03.1993

Aus dem Nachwuchs. -- Bisher 4 (3 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Mai 2015 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Aarau.

Michael Eisenring war der dritte Spieler aus der U21 und der zweite junge Innenverteidiger, der im Frühling 2015 zu seinem Debüt im Fanionteam kam. -- Eisenring war in der U21 Captain, in der Winterpause wurde eine Ausleihe an den FC Wil in Erwägung gezogen, dann aber abgelehnt, weil er dem Nachwuchsteam zum Klassenerhalt verhelfen sollte - was für einmal komfortabel gelang. -- Knapp ein Jahr zuvor hatte Eisenring bereits massgeblich Anteil am Verbleib in der Promotion League: Sein Tor in der letzten Runde gegen YF Juventus entschied die Partie in der letzten Minute der letzten Runde - es war sein erster Treffer in der dritthöchsten Liga.

Michael Eisenring stammt vom FC Sirnach und spielte auch in Nachwuchsteams des FC Wil.

Stand 06.12.2015
* 17.08.1982 | Nationalität: Nigeria

1. Juli 2003 bis 4. August 2004 sowie zuvor 1999 bis Juli 2002 im Nachwuchs des FCSG. -- 17 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 3. Dezember 2000 beim 7:0-Heimsieg gegen Yverdon-Sport.

Henry Ekubo kam als Junior vom FC Rorschach in den Nachwuchs des FCSG. -- Bei seinem Debüt im Fanionteam ersetzte der Mittelfeldspieler in der 84. Minute den fünffachen Torschützen Ionel Gane. -- Nach Verletzungen in der Saison 2001/02 hatte er in der U21 Fuss gefasst (26 1.-Liga-Spiele). -- 2002/03 dem SC Kriens ausgeliehen, für den er eine gute NLB-Saison bestritt (26 Spiele/1 Tor). -- Im Sommer 2003 wurde Ekubo aufs Espenmoos zurück geholt.

Im Sommer 2004 nach Saisonstart vom Stadtzürcher NLB-Aufsteier SC YF Juventus verpflichtet, für den Ekubo in 24 Meisterschaftsspielen 3 Tore erzielte. -- 2005 Wechsel in die 1. Liga zum FC Altstetten (Zürich), ein halbes Jahr später zum Ligakonkurrenten FC Rapperswil-Jona und ab Sommer 2006 schliesslich für ein Jahr bei Chur 97, für das er mit seinen 5 Goals zweitbester Torschütze war, die den Abstieg aus der 1. Liga nicht verhindern konnten. -- Im Sommer 2007 zurück in der Region, im FC Gossau. Nach 9 NLB-Spielen für den Aufsteiger im Dezember 2007 zum SC Brühl in die 2. Liga interrregional. -- Ab Juli 2009 beim FC Linth 04 (ebenfalls 2. Liga inter), im Herbst 2010 noch kurze Zeit beim FC Kreuzlingen (auch 2. Liga inter).

korrigiert und ergänzt 06.08.2012
* 05.10.1968 | Nationalität: Chile

7. Januar 1992 bis Anfang Januar 1993 im FCSG. -- 43 (35 NLA/2 Cup/6 Intertoto-Cup) Spiele und 10 (8 NLA/2 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. März 1992 beim 3:2-Heimsieg gegen Sion.

Fabián Raphael Estay Silva kam vom CD Universidad Catolica (Santiago) nach St. Gallen, wurde aber davor von Brescia verpflichtet und dem FCSG ausgeliehen. -- Der Mittelfeldspieler hatte im Sommer davor an der Copa América im eigenen Land und an der Seite von Ivan Zamorano und Hugo Rubio auf sich aufmerksam machen können.

Estay konnte - im Gegensatz zum gemeinsam mit ihm ausgeliehenen Djair - die Erwartungen in ihn einigermassen erfüllen, auch wenn die Leistungen des FCSG in der Finalrunde meist bescheiden waren. -- Im Sommer 1992 starteten die Espen schlecht in die Meisterschaft. Als der FCSG im siebten Spiel endlich den ersten Sieg feiern durfte, war Estay einziger Torschütze, auswärts in Bulle. Er verwandelte einen Freistoss aus 10 Metern, der aufgrund der neu eingeführten Rückpassregel gepfiffen wurde. -- Zudem war er in dem schwierigen Herbst sicherer Penaltyschütze (vom Elfmeterpunkt aus traf er in allen drei Versuchen). -- Dass "Faby" Estay zum Trainingsbeginn im Januar 1993 nicht mehr in die Ostschweiz zurückkehren würde, war vor Beginn der Winterpause nicht klar. -- So blieb ihm immerhin der Abstieg erspart.

Estay setzte seine Karriere in seiner Heimatstadt Santiago beim Club Universidad de Chile fort. -- Noch im selben Jahr wechselte der Mittelfeldspieler ein zweites Mal nach Europa - aber nicht zu Brescia, sondern zum griechischen Spitzenklub Olympiakos Piräus, mit dem er einmal Meisterschafts-Dritter und einmal Zweiter wurde. -- 1995 Transfer zum CSD Colo Colo, womit er bereits zu den wenigen Spielern gehörte, die in allen drei Grossklubs der Hauptstadt (Universidad de Chile und Universidad Catolica gehören zum erlauchten Kreis) gespielt haben.

Ab 1996 spielte Estay lange in Mexiko. Bis 1999 bei Deportivo Toluca (zwei Meistertitel im Herbst 1998 und Herbst 1999), dann zwei Jahre beim Club América (Mexiko-Stadt), 2001 bis 2003 beim CF Atlante, der in dieser Zeit von Mexiko-Stadt nach Neza umzog. -- 2003 beim Club Santos Laguna (Torréon), wo er wieder in Grün-Weiss spielte. -- 2004 beim CF Acapulco und noch einmal bei Toluca. -- 2005 folgte eine Zeit in Kolumbien bei América de Cali, ehe er zum Abschluss seiner Karriere noch einmal in seiner Heimatstadt Santiago beim CD Palestino anheuerte.

Zu Estays persönlichem Palmarès zählen ausserdem je ein Meistertitel (1987) und Cupsieg (1991) mit Universidad Catolica. -- Vor allem aber hatte er mit der chilenischen Nationalmannschaft - und damit oft an der Seite von Ivan Zamorano und Hugo Rubio - eine grosse Karriere gespielt. -- Bei 69 Länderspielen ragt die WM-Teilnahme 1998 heraus, dazu bestritt Estay viermal die Copa América (1991, 93, 95 und 99). -- Zudem gehörte Fabián Estay zu der Mannschaft, die 1987 an der U20-WM im eigenen Land Vierte wurde.

 25.09.2012
* 30.08.1990 | Nationalität: Kamerun

1. Juli 2011 bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 51 (21 NLA/24 NLB/6 Cup) Spiele und 15 (2 NLA/10 NLB/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 24. Juli 2011 beim 4:2-Heimsieg gegen den FC Vaduz.

Franck Mbia Etoundi kam vom FC Biel in die Ostschweiz. -- Der Stürmer war mit 10 Toren zweitbester Schütze der Espen auf dem Weg zurück in die Super League. -- Wiederholt musste sich Etoundi jedoch mit einer ausgekugelten Schulter herumplagen, was ihn, wenn er wieder spielen konnte, manchmal hemmte. -- Schliesslich wurde er operiert, verpasste aber zu weiten Teilen die Vorbereitung auf die neue Saison.

Mit Verspätung debütierte Etoundi am 25. August 2013 in der höchsten Liga, beim 2:1-Sieg gegen den FC Basel wurde er eingewechselt. Schon da hatte er angedeutet, dass mit ihm auch in der Super League zu rechnen sein wird; jedoch vergab er in der Schlussphase eine gute Chance zum eigenen Torerfolg. -- Schon im zweiten Teileinsatz, einen Monat später gegen Servette, glückte Etoundi das erste Tor, im November traf er zudem im Cup gegen seinen Ex-Klub Biel. -- Doch das erhoffte Selbstvertrauen schienen ihm die Treffer nicht gebracht zu haben. -- Wohl brachte er durch seine Präsenz immer wieder Gefahr in die gegnerische Abwehr, zu oft aber vergab er gute Torchancen. -- Nachdem keine Einigung auf einen neuen Vertrag gefunden wurde, wechselte Etoundi im Sommer 2013 zum FC Zürich, mit dem er in der ersten Saison Cupsieger wurde. -- In der Saison 2014/15 steigerte sich der Stürmer, holte sich auch in der Europa League einige Anerkennung. -- Trotzdem wechselte Etoundi nach Saisonstart im Juli 2015 nach Frankreich zum Sporting Club de Bastia.

Etoundi spielte in seiner Heimat für die Dragons de Yaoundé und wechselte 2009 zum Ouragan FC Yaoundé. -- Im Herbst 2009 von Neuchâtel Xamax für die U21 verpflichtet, nutzte er in der Vorbereitung im Januar 2010 die Chance, ins Kader der 1. Mannschaft aufzusteigen. -- NLA-Debüt am 14. Februar 2010 (1:3-Heimniederlage gegen Basel). In drei weiteren NLA-Matches wurde Etoundi eingewechselt. Am 16. Mai 2010 erzielte er sein erstes Tor im Schweizer Profifussball, als er beim 3:3 gegen den FC Zürich den 2:3-Anschlusstreffer markierte. -- Im Sommer 2010 mit zwei weiteren Xamax-Spielern dem FC Biel ausgeliehen. -- Für die Seeländer erzielte Etoundi in 26 NLB-Spielen 12 Tore. Zudem erzielte Etoundi im Cup-Viertelfinal gegen den Titelverteidiger und späteren Meister FC Basel das siegsichernde 3:1.

Im April 2011 wurde Etoundi zum Rückspiel der Olympia-Qualifikation gegen Tansania in das Team Kameruns aufgeboten. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel unterlag Kamerun 1:2 und schied im Penaltyschiessen aus.

Franck Etoundi ist der vier Jahre jüngere Bruder von Stéphane Mbia Etoundi. -- Als Stéphane Mbia bekannt, wurde dieser in der Akademie von Gilbert Kadji (ehemals Präsident des FC Sion) ausgebildet. -- Stéphane Mbia ist Defensivspieler und spielte von 2004 bis 2012 in Frankreich, erst bei Stade Rennais, ab 2009 bei Olympique de Marseille. Danach bei den Queens Park Rangers in der Premier League und nun im FC Sevilla. -- Stéphane Mbia bestritt seit 2005 50 A-Länderspiele (Stand November 2013) - 2008 unter Otto Pfister im Final des Afrika-Cups.

ergänzt 31. Juli 2015
* 27.03.1978

1995 bis 1997 und 1998 bis 2001 im FCSG. -- 88 (78 NLA/7 Cup/3 UI-Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. Mai 1996 beim 0:0 gegen Neuchâtel Xamax.

Adrian Eugster hat mit 23 Einsätzen grossen Anteil am Meistertitel 2000. -- Der Verteidiger kam 1993 vom FC Flawil in den Nachwuchs des FCSG. -- Eugster kam während dreier Spielzeiten bis und mit der Meistersaison regelmässig zum Einsatz, danach verlor er durch Verletzungen seine Position und wurde an die Young Boys ausgeliehen.

In Bern gelang es Eugster, sich wieder zu etablieren und bestritt 103 NLA-Spiele für YB. -- Im Januar 2006 lieh sich Aarau den St. Galler aus, Eugster bestritt in einem halben Jahr 13 Spiele für den FCA. -- Danach auf Klubsuche und ab Ende September mit letztem Profivertrag im FC Concordia Basel. -- Für Congeli konnte Eugster jedoch nur 3 NLB-Spiele bestreiten. -- Anhaltende Achillessehnen-Probleme zwangen ihn, kürzer zu treten.

Ab Januar 2007 noch eine halbe Saison in der 1. Liga für den FC Grenchen, dort dann auch Assistenztrainer, ehe er von den Young Boys die Möglichkeit erhielt, als Nachwuchstrainer Trainerdiplome zu erwerben. -- Sommer 2009 bis Herbst 2010 Trainer des FC Kerzers (2. Liga interregional). -- Ab Sommer 2011 Trainer des Traditionsclub FC Bern (ebenfalls 2. Liga interregional), wo er im Oktober 2012 freigestellt wurde.

 aktualisiert 01.11.2012
* 24.05.1988 | Nationalität: Brasilien

1. Juli 2014 bis 6. Januar 2016 im FCSG. -- 46 (39 NLA/7 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. August 2014 beim 3:0-Auswärtssieg gegen Baden in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups.

Everton Luiz Guimarães Bilher kam vom FC Lugano nach St. Gallen. -- Er wurde als Ersatz für den nach Tunesien wechselnden Stéphane Nater geholt. -- Der kampfstarke Everton hatte die St. Galler schon im Cupmatch im Oktober zuvor beeindruckt und verhalf den Tessinern in der Rückrunde zu einer markanten Steigerung, die die schwach in die Saison gestarteten Bianconeri als beste Mannschaft der zweiten Saisonhälfte noch auf den 2. Schlussrang brachte. -- Allerdings kassierte er auch 17 Verwarnungen in 28 Challenge-League-Spielen.

Der in Porto Alegre aufgewachsene Everton erhielt 2007 bei der A.A. Ponte Preta (Campinas) einen ersten Profivertrag. Im Frühling 2008 erreichte sein Team den Final im Campeonato Paulista (und unterlag Palmeiras 0:1 und 0:5). -- Im Sommer 2008 wechselte er erstmals nach Europa. Mit Alvaro Magalhães war ein Portugiese Trainer des FC Gloria Buzau, der damals in der Liga I von Rumänien spielte. Magalhães musste im Oktober gehen, Everton wurde danach nicht mehr eingesetzt und kehrte nach Ende der Hinrunde zu Ponte Preta zurück. -- Im Sommer 2009 wurde Everton vom Grossklub Palmeiras übernommen und in dessen zweiter Mannschaft eingesetzt. -- Später dem Marília Atlético Clube und dem C.A. Bragantino (Bragança Paulista) ausgeliehen. Bei Bragantino soll er zu Einsätzen in der Serie B gekommen sein. -- Anfang 2012 wurde Everton vom "CRB" (Clube de Regatas Brasil) aus Alagoas verpflichtet. -- Bis zu seinem Transfer nach Lugano im Sommer 2013 wurde Everton auserdem nach Mexiko dem San Luis FC ausgeilehen, der dort in der höchsten Liga (Liga MX) spielte. -- Verschiedene Quellen geben einen weiteren leihweisen Abstecher zum brasilianischen Serie-A-Vertreter Criciúma E.C. an. Dies dürfte sich jedoch um eine Verwechslung handeln.

Stand 06.02.2016
* 10.04.1975 | Nationalität: Brasilien

01. Juli 2004 bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 48 (44 NLA/4 Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 2004 beim 3:3 gegen die Young Boys.

Fabio de Souza "Fabinho" kam vom FC Wil nach dessen Abstieg aufs Espenmoos. -- Der Mittelfeldspieler war Nachfolger seines Landsmanns Jairo. -- Fabinho spielte solide, die Rolle des Spielmachers konnte er jedoch kaum ausfüllen. -- In den zwei Saisons davor erzielte Fabinho 15 NLA-Tore für Wil, im Dress des FCSG gelang ihm nur noch ein Meisterschaftstreffer (am 22.9.2004 per Foulpenalty zum 1:0 gegen Servette, Endstand 1:1).

Fabinho kam in der Saison 1998/99 in die Schweiz. -- Mit 7 Toren in 14 NLB-Spielen für Wil empfahl er sich für den NLA-Aufsteiger SR Delémont. -- Für die Jurassier erzielte er 10 Tore in 34 Spielen, konnte aber den Wiederabstieg nicht verhindern. -- Er bestritt noch 2 NLB-Spiele mit Delémont, ehe er im August 2000 nach Wil zurückkehrte. -- 2002 NLA-Aufstieg mit dem FC Wil, 2004 Cupsieger; Fabinho verwandelte zwei Foulpenaltys zum 3:2-Sieg im Final über die Grasshoppers. -- Nach dem FCSG noch eine Saison beim FC Schaffhausen, für den er noch 8 NLA-Spiele bestritt.

Seit 2007 beim FC Herisau, zuerst in der 1. Liga, 2009/10 in der 2. Liga interregional. -- Nachdem der zweite Abstieg mit Herisau feststand, übernahm Fabinho im Mai 2010 auch das Amt des Cheftrainers, war Spielertrainer und dann Trainer. -- Fabinho spielte in Brasilien für den Blumenau EC, den Moto Club de São Luis (Maranhão) und den Americano FC (Rio de Janeiro).

15.07.2010
* 15.02.1991

1. Juli 2014 bis 2. Februar 2016 im FCSG. -- 38 (35 NLA/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. August 2014 beim 2:0-Auswärtssieg in Basel.

Mickaël Facchinetti wechselte vom Super-League-Absteiger Lausanne-Sport zum FC St. Gallen. -- Der Aussenverteidiger gehört der grossen Neuenburger Fussballer-Familie an, der legendäre Xamax-Präsident Gilbert Facchinetti ist sein Grossvater.

Facchinetti wurde geholt, um auf der linken Abwehrseite Ermir Lenjani Konkurrenz zu machen, was ihm ordentlich gut gelang. -- Und als Lenjani ein halbes Jahr später nach Frankreich wechselte, war Facchinetti bereit und bestritt 15 von 18 möglichen Spielen (davon fehlte er einmal wegen einer Gelbsperre). -- Musste er im Herbst 2015 vermehrt Martin Angha weichen, wurde in der Winterpause mit Florent Hanin ein neuer Konkurrent geholt. -- So zog es Facchinetti vor, zum Klub seines Herzens Neuchâtel Xamax zu wechseln.

Bei Xamax fühlte sich Facchinetti wohl, dass er dort eine Stufe tiefer in der Challenge League spielen musste, nahm er hin. -- Dann aber holte ihn im August 2016 Jeff Saibene nach Thun und damit in die Super League zurück.

Sein Super-League-Debüt gab Mickaël Facchinetti mit Neuchâtel Xamax am 30. Mai 2009 (1:2-Niederlage in Luzern). Knapp ein Jahr später, bei seinem dritten Einsatz in der höchsten Liga, stand er erstmals in der Startformation - in der AFG Arena (der FCSG gewann 2:1). Ab der Saison 2010/2011 kam der jüngste Facchinetti regelmässig zum Einsatz und wurde im Verlauf der Rückrunde zum Stammspieler. In jenem Frühling zog er mit Xamax in den Cupfinal ein, unterlag aber Sion 0:2. -- Im Herbst 2011 steuerte der neue Besitzer von Xamax den Traditionsverein in den Konkurs. Facchinetti wurde im Januar am letzten Tag der Transferperiode von der AC ChievoVerona übernommen. -- In der Serie A kam er nie zum Einsatz, im Sommer 2012 verpflichtete ihn der FC Lausanne-Sport. -- Für die Waadtländer bestritt er in zwei Jahren 59 Super-League-Spiele (total vor seinem Wechsel zum FCSG: 102).

Erste Junioren-Vereine waren der FC Hauterive und der Saint-Blaise FC, später spielte er im Nachwuchs von Lausanne-Sport. -- Facchinetti war Junioren-Internationaler und bestritt ein U21-Länderspiel (am 29. Februar 2012, 2:0-Sieg gegen Österreich in Villarreal, Spanien).

aktualisiert 24. Januar 2017
* 28.11.1980 | Nationalität: Argentinien

7. August 2007 bis 30. Juni 2008 im FCSG. --  -- 28 (26 NLA/2 Cup) Spiele und 5 (3 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2007 beim 2:1-Heimsieg gegen Neuchâtel Xamax.

Adrian Eduardo Fernandez galt als "Not-Transfer", wurde verpflichtet, nachdem zwei Top-Stürmer (Alex Tachie-Mensah und Francisco Aguirre) verletzt ausfielen. -- Der Argentinier war trotz bescheidener Trefferzahl ein respektabler NLA-Stürmer. -- Zuvor eine Saison im FC Schaffhausen, wo er ebenfalls auf 26 NLA-Einsätze und 3 Tore kam. -- NLA-Debüt am 18. September 2006 gegen Sion. -- Begann seine Profikarriere 1998 in Buenos Aires bei Nueva Chicago, dann 2002 für eine Saison bei El Porvenir. -- Nach 117 Spielen in Argentiniens 1. Division 2003/04 erstes Auslandengagement bei Chiles Topklub Colo Colo. -- 2004/2005 bei Boliviens Spitzenklub The Strongest. -- 2005 - 2007 bei Al Sh'aab in den Vereinigten Arabischen Emiraten. -- Im Sommer 2008 nach Bulgarien zu Tscherno More Varna gewechselt. -- Im Januar 2009 vom Ligakonkurrenten Tschernomoretz 1919 Burgas verpflichtet, wo kurz zuvor mit Krasimir Balakov ein Bekannter aus St. Galler Zeiten das Traineramt übernahm.

* 12.09.1980 | Nationalität: Brasilien

11. Juli 2007 bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 112 Spiele (69 NLA/29 NLB/14 Cup) und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Juli 2007 bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers.

César Fernando de Souza ist bisher nach Jairo der Brasilianer mit den meisten Pflichtspiel-Einsätzen für die Espen. Anerkennung erhielt er vergleichsweise wenig. Damit stand er aber in einer Tradition anderer linker Aussenverteidiger des FCSG. -- Als Nachfolger für Pascal Cerrone wurde im Sommer 2007 zunächst mit Serdal Kül ein 19-jähriges Talent vom FC Basel geholt. Dann aber hatten Rolf Fringer und René Weiler doch nicht nur auf den Jungen setzen wollen und holten Fernando. -- Der Brasilianer war zuvor mit Schaffhausen abgestiegen, gehörte auf der Breite aber zu den Leistungsträgern, die 2004 in die Super League aufstiegen und ihren Platz in der Elite dreimal erfolgreich verteidigten. -- Nachdem er Kül im ersten Meisterschaftsspiel eine Viertelstunde vor Schlusspfiff ersetzt hatte, war das Talent vom Routinier verdrängt.

Fernando fand sich im FCSG bestens zurecht. Zwar musste er am Ende der Saison zum zweiten Mal absteigen, gewann aber in der Challenge League zumindest von einem Teil des Publikums die Sympathien. -- Er gehörte nun zu dem Team, das in der Premieren-Saison in der AFG-Arena die Rückkehr in die Super League feierte und dann auch in der Elite ziemlich souverän auftrat. -- Fernando wurde nun attestiert, dass er auch auf höchster Stufe mithalten kann und kaum Fehler begeht. -- Ein einziges Tor erzielte er für die Espen - ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub FC Schaffhausen (am 17. Oktober 2010). Fernando hatte in der 3. Minute nach frühem Rückstand postwendend den Ausgleich besorgt. Andernfalls hätte dem FCSG im Cup-Sechzehntelfinal womöglich ein weiterer ungemütlicher Nachmittag gedroht. -- In einem anderen Cupspiel half Fernando dem FCSG unfreiwillig: Im Achtelfinal vom 21. November 2004 hatte er im Penaltyschiessen als einziger nicht verwandeln können (Razzetti hielt seinen Versuch), Schaffhausen schied aus.

Trotzdem blieb ein Heimspiel im März 2010 gegen Basel in Erinnerung, indem er einen für einmal missratenen Match mit einem Eigentor "krönte", nachdem die Espen nach 0:3-Rückstand auf 2:3 herangekommen waren. -- Ein Jahr später stand Fernando nicht mehr auf dem Platz. Nachdem er zum Rückrundenstart beim 1:4 gegen die Grasshoppers kurz vor der Pause zum zweiten Mal verwarnt und für ein Spiel gesperrt worden war, hatte er seinen Stammplatz verloren. -- Nach dem erneuten Abstieg wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.

Fernando, der es auf ein Total von 280 Spielen in den höchsten zwei Schweizer Ligen brachte, kehrte nach Brasilien zurück. Zunächst schloss er sich dem unterklassigen Verein Toledo Côlonia Work an. Seit Februar 2014 spielt er beim Maringá FC, der ebenso in der Serie B des Campeonato Paranaense spielt. Zumindest bei seinem neuesten Klub wird er "Fernandinho" genannt.

1999 - 2001 spielte Fernando erstmals in der Schweiz und bestritt in zwei Saisons im SC Kriens 55 NLB-Spiele. -- Zwei Jahre später holte ihn der FC Schaffhausen, für den er es in vier Saisons zu 113 NLA-/NLB-Spielen brachte. -- Zuvor (1997/1998) und dazwischen (2001/2002) in seinem Heimatland beim Comercial FC (Ribeirão Prete, São Paulo), Ceará Sporting Clube (Fortaleza) und 1999 beim (Grün-Weissen) Rio Preto Esporte Clube (São José do Rio Preto) unter Vertrag. Geboren und aufgewachsen ist Fernando in Jardinópolis im Bundesstaat São Paulo.

aktualisiert und ergänzt 27.05.2014
* 18.11.1976 | Nationalität: Kamerun

2. August 2006 bis 30. Juni 2008 im FCSG. -- 37 (33 NLA/3 Cup/1 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. August 2006 beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Zürich.

Guy Armand Feutchine wurde als Ersatz für den verletzten Davide Callà geholt. -- Der Kamerunische Nationalspieler kam vom PAOK Saloniki, wo er bereits unter Rolf Fringer spielte, nach St. Gallen. -- In der ersten Saison Stammspieler, danach bereits von Fringer nicht mehr oft berücksichtigt, unter dessen Nachfolger Weiler und Balakov kam er zu keinem Einsatz mehr, war aber im Januar 2008 im Aufgebot des Afrika-Cups.

Feutchine begann in seiner Heimat bei Union Douala. -- 1997/1998 in Polen bei Wisla Krakau. -- Dann der Wechhsel nach Griechenland, wo er von 1998 - 2000 für PAS Giannina und ab 2001 beim PAOK spielte.

Nach dem FCSG ging Feutchine nochmals für vorerst ein Jahr in Griechenland, wo er für Diagoras Rhodos in der zweithöchsten Liga spielte. -- Im September 2009 nach Frankreich zu SR Colmar (CFA/vierthöchste Liga). -- Ab 2010 drei Jahre in Aserbaidschan beim FK Kapaz Ganca. -- Anfang 2013 ein drittes Mal in Griechenland, wo er für GS Kallithea in der OPAP-Liga (zweithöchste Spielklasse) spielte. Nach einer halben Saison beim Klub aus Attika gab er im Sommer 2013 offenbar seinen Rücktritt vom Profifussball.

Rund 20 Länderspiele für Kamerun, Teilnehmer am Afrika-Cup 2006.

ergänzt 17.07.2014
* 13.06.1975

27. Januar bis 30. Juni 1998 im FCSG. -- 10 (8 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. März 1998 beim 0:0 in Sitten.

Marc Fiechter kam vom 1. FC Nürnberg aufs Espenmoos, war vom FC Lugano ausgeliehen. Bei den Franken konnte er sich in der 2. Bundesliga nicht durchsetzen (nur 3 Spiele). Im FCSG kam Fiechter allerdings auch nicht weit. Der Aussenverteidiger schaffte es nur dreimal in die Startformation. Im Cupfinal gegen Lausanne-Sport wurde Fiechter eingewechselt und verwandelte im verlorenen Penaltyschiessen seinen Elfer. -- Der FCSG sah von einer definitiven Verpflichtung ab, Fiechter wechselte zum FC Baden.

Nach zwei NLB-Saisons im FC Baden im Sommer 2000 zum FC Aarau, für den er in zwei Saisons 44 NLA-Spiele bestritt. -- Im September 2002 wieder in der NLB beim SC Kriens. -- Ab Februar 2003 in die 1. Liga beim SC Zofingen, für den er ausserdem die Verantwortung im Nachwuchsbereich übernahm. -- In der Sommerpause 2003 zum FC Grenchen. -- 2004 vom FC Subingen (2. Liga interregional) als Spielertrainer engagiert. -- Ab 2008 Trainer des SC Derendingen (2. Liga).

Der SC Derendingen war auch Fiechters Junioren-Klub. -- Im Sommer 1992 zum FC Grenchen, später zum FC Solothurn (NLB). -- Im Sommer 1995 vom FC Lugano übernommen, bei dem Fiechter  seine besten zwei Jahre haben sollte (38 NLA-Spiele für die Bianconeri).

25.11.2010
* 06.06.1965 | Nationalität: Schweiz/Italien

1. Juli 1988 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 17 (16 NLA/1 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 1988 bei der 2:3-Auswärtsniederlage in Luzern.

Marco Filomeno wechselte vom FC Schaffhausen nach St. Gallen. -- Den torgefährlichen und laufstarken Mittelfeldspieler soll der FCSG schon länger im Blick gehabt haben, seine Fans wurden im Cup-Viertelfinal auf ihn aufmerksam. Die Espen scheiterten beim NLB-Klub, Filomeno erzielte das zweite Schaffhauer Tor (Endstand 2:1 nach Verlängerung). -- Noch bekannter wurde er im Halbfinal: Filomeno erzielte auswärts bei YB mit einem Distanzschuss den einzigen Treffer der Partie, Schaffhausen erreichte als fünfter Unterklassiger den Cupfinal. -- Dieser ging gegen die Grasshoppers zwar 0:2 verloren, doch holten Filomeno (auch wenn er, wie er später erzählte, zu Beginn furchtbar nervös war) und die Schaffhauser mit ihrem mutigen Auftritt im Wankdorf landesweit Sympathien.

Filomeno spielte mit Vorliebe auf der rechten Flanke und wurde bei seinem NLA-Debüt für Manfred Braschler eingewechselt. -- Bis auf zwei Spiele im Herbst 1988 musste er sich meist mit Kurzeinsätzen begnügen. -- Immerhin konnte er mit seinen zwei Toren jeweils den 1:1-Ausgleich sichern. In Bellinzona brachte es im September im fünften Anlauf den ersten Auswärtspunkt. -- Im Mai 1989 spielte der Schaffhauer noch einmal einen Final im Wankdorf. Er bestritt mit dem FCSG den Nachwuchs-Cupfinal gegen Lugano (1:2-Niederlage). -- Während der FCSG im Sommer 1989 mit Ivan Zamorano und Hugo Rubio durchstartete, liess sich der rootharige Filomeno an den FC Winterthur ausleihen und spielte fortan wieder in der NLB. -- Ab Januar 1991 wieder beim FC Schaffhausen, doch schon in der Sommerpause gab er seinen Rücktritt und wurde Junioren-Obmann. -- 1992 wechselte er über die Strasse und wurde beim "kleinen Bruder", der Spielvereinigung Schaffhausen, Trainer. -- Mit der "Spielvi" schaffter er 1994 den Aufstieg in die 1. Liga. -- Drei Jahre später führte er die Spielvi gar erstmals in der Klubgeschichte in die NLB. -- Die Amateure der SV Schaffhausen stiegen zwar wieder ab, Filomeno aber blieb ein gefragter Trainer. Im Mai 1998 wollten ihn die kriselnden Young Boys nach Bern holen.

Ein weiteres NLB-Engagement nahm er schliesslich im April 1999 beim FC Schaffhausen an. -- Der Klub, für den er die ganze Juniorenzeit durchlief und in dessen Fanionteam er als noch nicht 16-Jähriger debütierte, war inzwischen auch in der Krise. -- Im Frühling 2000 liess sich der Abstieg nicht mehr vermeiden, Jürgen Seeberger übernahm in der 1. Liga das Amt von Filomeno. -- Der einstige Cup-Held ist Sportlehrer und hat eine ebenfalls bekannte und zwei Jahre ältere Schwester. Unter dem Künstlernamen Marriella Farré vertrat die Schlagersängerin zweimal (1983 und 85) die Schweiz am Concours Eurovision de la Chanson.

10.10.2012
* 20.02.1966

1. Juli 1987 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 293 (231 NLA/30 NLB*/20 Cup/12 Intertoto-Cup) Spiele und 11 (10 NLA/1 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. August 1987 beim 0:0 auswärts gegen die Grasshoppers.

Urs Fischer hat mit 532 Spielen in der NLA am zweitmeisten Matches in der obersten Liga bestritten und ist zur Personifizierung des FC Zürich geworden. -- Er begann als Junior im FCZ, sein Transfer nach St. Gallen mit 21 Jahren war sein erster Klubwechsel überhaupt. -- Fischer wechselte nicht zuletzt wegen des Trainers zum FCSG: Markus Frei kannte er vom FCZ, und Frei drängte den FCSG, Fischer ein Angebot zu machen. -- Zudem, sagte Fischer später, wollte er nicht immer nur der kleine Junior sein.

In St. Gallen war Urs Fischer von Beginn weg Stammspieler, in seiner ersten Saison schafften es die Espen mühelos in die Finalrunde. -- Dem sportlich guten Einstand standen lange Akzeptanzprobleme gegenüber. Er habe in den ersten zwei Jahren "schwer untendurch" gehen müssen, sagte Fischer, es seien zwischenmenschliche Distanzen zwischen ihm und den St. Gallern gewesen. Sein Selbstbewusstsein soll im Umfeld als Arroganz ausgelegt worden sein. -- Als auch noch Kurt Jara Fischers Fürsprecher Markus Frei ablöste, wurde auch die Kritk des Trainers härter. -- Doch Fischer biss sich durch und zeigte die richtige Einstellung, gerade auch in der Auf-/Abstiegsrunde.

Nachdem Fischer zu Beginn meist im Mittelfeld - auf wechselnden Positionen - eingesetzt wurde, konnte er im April 1988 (3:2-Auswärtssieg gegen... den FCZ) erstmals als Libero aushelfen, seiner Lieblingsposition aus Juniorenzeiten. -- Ab Sommer 1989 war Urs Fischer die Nummer eins als "freier Verteidiger". Fischer mochte es, den Libero offensiv zu spielen. -- Vorne stürmten die Espen mit Zamorano und Rubio zum "Wintermeister", und im Dezember wurde er von Uli Stielike aus der U21 ins A-Nationalteam geholt. -- Am 13. Dezember 1989 gegen Spanien in Teneriffa (1:2-Niederlage) hat er das erste von vier Länderspielen bestritten.

Urs Fischer lehnte in seiner St. Galler Zeit wiederholt Angebote anderer Clubs ab, und als der FCSG im Frühling 1993 den Abstieg in die NLB nicht verhindern konnte und die finanzielle Situation ernst war, blieb der Zürcher im Espenmoos, mit stark reduzierten Bezügen (es wurde von Halbierung des Lohns gesprochen). -- Unter Trainer Uwe Rapolder wechselte der FCSG auf Raumdeckung, und Captain Urs Fischer spielte fortan wieder vermehrt im Mittelfeld. Dem sofortigen Wiederaufstieg folgte die Etablierung in der NLA. -- Im Frühling 1995, kurz vor Saisonschluss, entschied sich Urs Fischer zur Rückkehr zu "seinem" FC Zürich.

Rückkehr zum FCZ

Der "Stadtclub" war unter dem Motto "Löwengebrüll im Letzi" in Aufbruchstimmung, und Fischer sollte als Identifikationsfigur eine wichtige Rolle spielen. Die sportlichen Leistungen vermochten unter Trainer Raimondo Ponte vorerst nicht mit dem forschen Marketing mitzuhalten. -- Der Aufwärtstrend kam dann doch, und 1998 qualifizierte sich der FC Zürich nach 15 Jahren wieder für den UEFA-Cup. -- Im Sechzehntelfinal erzielte Urs Fischer sein wichtigstes (und schönstes Tor) zum 1:1 auswärts gegen Celtic Glasgow. Die Zürcher gewannen das Rückspiel 4:2. -- In der St. Galler Meistersaison 1999/2000 schliesslich gewann der FCZ den Cupfinal gegen Lausanne-Sports, 2:2 nach Verlängerung, 3:0 im Penaltyschiessen. -- Den ersten Penalty versenkte Captain Urs Fischer. Und bei der Pokalübergabe gönnte er Präsident Sven Hotz das Privileg, die Trophäe als Erster in die Höhe zu stemmen. -- Es war der erste Titel des FCZ nach 19 Jahren, und für Fischer der einzige in seiner langen Karriere als Aktiver.

Start in die Trainer-Karriere

Urs Fischer beendete seine Karriere 2003. Er hätte weitergespielt, Trainer Lucien Favre wollte nicht mehr auf ihn zählen. -- Fischer blieb im FCZ, war zunächst U14-Trainer, bereits ab Oktober half er Favre als Coach. -- Später Trainer der U21, unter Bernard Challandes auch wieder Assistent der ersten Mannschaft. -- Am 19. April 2010 - einem Sechseläuten-Montag - wurde Fischer (vorerst interimistisch) Cheftrainer. -- Und auch in dieser Rolle blieb Fischer stets auf dem Boden, mit schnörkellosen Ansagen, immer authentisch, ob sein Team gerade auf einer Durstrecke befindet oder um den Titel spielt. --  Am 12. März 2012 - einen Tag nach dem 1:0-Sieg in Lausanne - wurde Fischer als Trainer freigestellt und sein bisheriger Assistent Harald Gämperle zum interimistischen Nachfolger befördert. -- Fischer wurde mangelnde Entwicklung der Spieler und zu wenig attraktive Spielweise in Heimspielen vorgeworfen. Im Januar-Transferfenster hatte er allerdings den Verkauf von gleich fünf Stammspielern mittragen müssen.

Ende November 2012 unterschrieb Urs Fischer einen Vertrag beim FC Thun - im Berner Oberland wurde er damit erneut Nachfolger von Bernard Challandes. -- Fischer wurde für Thun zum Glücksfall - und brachte ihm wiederholt die Bestätigung, als Trainer auf dem richtigen Weg zu sein. Fischer führte den FCT auf Rang 5 und erreichte über die Qualifikation die Gruppenphase der Europa League. --Frei von Abstiegssorgen blieb Thun auch in der zweiten Saison mit Fischer (Platz 6), 2014/15 setzte sein Team nach durchzogener ersten Saisonhälfte ab Anfang April gar zum Höhenflug an und holte sich mit dem 4. Schlussrang erneut einen Startplatz in der Europa-League-Qualifikation. -- Als sich beim FC Basel abzeichnete, dass dessen Trainer die Schweiz verlassen möchte, kam bald auch Urs Fischer ins Gespräch. -- Tatsächlich wurde der Stadtzürcher am 18. Juni 2015 als neuer Basler Trainer verpflichet.

* Weit verbreitet gilt Urs Fischer mit 545 (auch 547) NLA-Spielen als Rekordhalter. Auf dieser Seite werden die 13 Spiele aus der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1994 als NLB-Spiele gezählt, da der FCSG aus der NLB kam. Somit würde Philippe Perret, der seine 540 Spiele alle für Xamax bestritten hat, Rekordhalter sein (und Urs Fischer je nach Zählung bei 532 bzw. 534 stehen).

akutalisiert und diverse Korrekturen in Anzahl Spiele: 18.06.2015
* 16.03.1963 | Nationalität: Ungarn

1. Juli 1993 bis 30. Juni 1994 im FCSG. -- 24 (4 NLA/17 NLB/3 Cup) Spiele und 3 (1 NLB/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.

Imre Fodor kam von Ferencvaros Budapest zum FCSG. -- Er war im neuen Ausländertrio der Routinier und spielte als Regisseur hinter den Spitzen Gilewicz und Tiefenbach. -- Fodor war in der NLB-Qualifikation  Stammspieler und hatte wesentlichen Anteil am sicheren Erreichen der Auf-/Abstiegsrunde. -- Nach der Winterpause aber wurde Fodor von Abdelaziz Bouderbala verdrängt und musste oft als "überzähliger Ausländer" auf die Tribüne.

Nach dem Wiederaufstieg wechselte Fodor zum FC Gossau, bat aber bereits im Oktober 1994 um Auflösung seines Vertrages, um in die Heimat zurückzukehren. -- In Ungarn spielte er eine letzte Saison in der höchsten Liga beim Videoton FC Szekesfehervar, der damals unter dem Namen "FC Parmalat" spielte. -- Ab Sommer 1995 Spielertrainer, vorerst vermutlich beim BVSC Budapest. In der Saison 1996/97 im BKV Elöre, für den er zum Abschied in der Barrage als Torschütze zum Klassenerhalt in der zweitobersten Liga beitrug. -- Danach "nur noch" Trainer, zuerst des Dunakeszi VSE, dann im FC Hatvan.

Imre Fodor spielte vor seiner Zeit in St. Gallen bei drei Grossklubs seiner Heimatstadt Budapest. Zuerst von 1979 bis 1986 im MTK, zwischen 1986 und 1991 für Honved und in der Saison 1992/93 für die Grün-Weissen des Ferencvaros Torna Club. -- Dazwischen 1991 beim Siofoki Banyasz FC. -- Mit Honved feierte Fodor drei Meistertitel (1988, 89 und 91). 1989 gewann er auch den Cup, wobei Fodor im Final gegen Ferencvaros einziger Torschütze war. -- Mit Ferencvaros 1993 erneut Cupsieger. -- Fodor bestritt 6 Länderspiele für Ungarn.

Imre Fodor verstarb am 9. April 1999 bei einem Autounfall, unterwegs zu einem Auswärtsspiel.

19.12.2010
* 30.04.1974 | Nationalität: Italien

1. Juli 2008 bis 1. März 2011 Trainer des FCSG. -- Für 100 (58 NLA/30 NLB/12 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 26. Juli 2008 beim 2:0-Heimsieg gegen Concordia Basel.

Als der FCSG im Mai 2008 dabei war, sich aus den Trümmern des Abstiegs neu aufzustellen, wurde Uli (Ulrich) Forte als Wunschtrainer kontaktiert und zwei Tage nach der offiziellen Übernahme des neuen Präsidenten Michael Hüppi auch bereits als FCSG-Trainer vorgestellt. -- Forte hatte davor als junger Trainer des FC Wil auf sich aufmerksam gemacht.

Mit Forte gelang es einerseits, dass einige Spieler trotz des Abstiegs ihre Verträge verlängerten. Zudem glückten die meisten Transfers, angefangen bei Rückkehrer Moreno Merenda. Aus Wil holte Forte nebst seinem Assistenten Roman Wild zuerst Lukas Schenkel und Sebastian Kollar, dann Adrian Winter und später auch noch Pa Modou Jagne in die AFG-Arena. -- Von Bedeutung war aber auch, dass Forte aus Mangel an einer "Nummer 10" den bisherigen Stürmer Moreno Costanzo ins Mittelfeld zurückzog. Der Toggenburger, der bis dahin und auch zwei Jahre zuvor in Wil unter Forte kaum zu Einsätzen gekommen war, schlug in der neuen Rolle voll ein. Später gab es für Costanzo von den Young Boys eine beträchtliche Ablösesumme. -- Mit Forte startete der FCSG schwungvoll in die Saison, die Zuschauerzahlen beeindruckten in der ganzen Schweiz. Dazu hatte die Freude am neuen Stadion grossen Anteil. -- Doch auch die Mannschaft hatte viel für die zurückgewonnene Begeisterung getan und sorgte in manch einem Spiel für Spektakel. -- In keinem der Schlüsselspiele rutschte der FCSG aus, und obwohl der FC Lugano über die ganze Saison im Nacken war, wurde der Wiederaufstieg schon in der drittletzten Runde gefeiert.

Kristian Nushi, den Forte schon in Wil trainierte, und Mario Frick waren die beiden bedeutenden Neuerwerbungen für das Comeback auf höchster Stufe, nach Meisterschaftsbeginn konnte mit dem von Basel ausgeliehenen Fabian Frei ein dritter wichtiger Transfer getätigt werden. -- Im Startspiel gegen den FC Basel triumphierte der FCSG in der ausverkauften AFG-Arena. Dieser 2:0-Sieg verlieh dem Aufsteiger zusätzlichen Rückenwind. -- Den erfreulichen Herbst 2009 schloss der FCSG mit einer grandiosen Leistung im Schweizer Cup ab: Mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen Luzern qualifizierten sich die Espen für den Halbfinal. -- Die Auslosung brachte ein Heimspiel gegen den Challenge-League-Klub Lausanne-Sport. Im Umfeld gab es über drei Monate Vorfreude. Doch mit dem Einzug in den Final wurde nichts - der FCSG verlor 1:2 und erlebte wieder einmal ein jähes Scheitern. -- Die Niederlage sollte im Klub - und beim Trainer - tiefe Spuren hinterlassen. -- Forte trennte sich zum Saisonende von einigen Spielern, unter anderen von Marc Zellweger, dem der Trainer nicht zumuten wollte, nur noch als zweite Wahl im Kader zu verbleiben. Der FCSG-Rekordspieler hätte offenbar allerdings nichts dagegen gehabt.

Die im Sommer 2010 getätigten Transfers schlugen nicht wie erhofft ein, der FCSG fand sich bald im Abstiegskampf. -- Dazu kam durch Spätfolgen des Stadionbaus und einer Ablehnung des Sanierungsplans im Gemeinderat eine Finanzkrise auf den FC St. Gallen zu, die existenzbedrohend war. -- Am Ende wurde durch pivate Engagements die Rettung geschafft, doch war längst klar, dass der Substanzverlust im sportlichen Bereich schwerwiegend war. -- Forte konnte mit fünf neuen Spielern in die Rückrunde starten, zum Auftakt kamen die Grasshoppers als direkter Konkurrent im Abstiegskampf. Es herrschte wieder viel Optimismus - doch schon nach wenigen Minuten gingen die Gäste in Führung, das erste Gegentor erzielte der wenige Wochen zuvor von Forte aussortierte Mario Frick. Zur Pause stand es 1:4. -- Die Espen verloren auch die nächsten drei Spiele, dem 0:1 zuhause gegen Thun folgte die Freistellung von Uli Forte. -- Später sprach Forte davon, dass er zu verbissen war in jenen kritischen Wochen.

Über ein Jahr blieb der Shooting Star unter den Schweizer Fussballtrainern ohne neues Engagement. -- Am 16. April 2012 wurde er von den Grasshoppers verpflichtet, nachdem Ciriaco Sforza das Amt zur Verfügung gestellt hatte. -- Die Grasshoppers befanden sich abermals im Tiefflug, vom neuen Führungsteam mit Präsident André Dosé wurde Forte bald als Wunschtrainer gehandelt. Forte wiederum nannte die Grasshoppers seinen Lieblingsklub. -- Der Einstieg war wenig erbaulich, nach zwei Unentschieden setzte es für GC unter Forte vier Niederlagen ab. -- Doch nach der Sommerpause lief es den Zürchern plötzlich rund, nicht zuletzt weil wieder einmal namhafte Transfers glückten. -- Trainer Forte war wieder der strahlende, Optimismus verbreitende Chef, wie er es zu Beginn in St. Gallen war. -- Lange war GC Leader, blieb auch nach einem kleinen Einbruch im Frühling 2013 in Kontakt mit dem späteren Meister FC Basel - und behauptete im Duell mit dem FCSG Platz 2 und die Chance auf die Champions-League-Qualifikation. -- Vor allem aber wurde Forte zum Trainer, der mit dem Cupsieg den ersten Titel seit 10 Jahren sicherte. -- Umso überraschender kam noch vor dem letzten Saisonspiel die Bekanntgabe seines abrupten Wechsels zum BSC Young Boys.

Mit den Bernern wurde Forte in der ersten Saison Zweiter und 2015 Dritter. Dazu schaffte YB 2014 die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase. -- Wie in den Jahren zuvor scheiterten die Young Boys in jenem Herbst im Cup an einem Unterklassigen - dem SC Buochs aus der 2. Liga interregional. Als dann in der Meisterschaft auch noch ein Heimspiel gegen Vaduz verloren ging, wurde der Trainer öffentlich "angezählt". Das darauf folgende Auswärtsspiel in der Europa League ging gegen Napoli ebenfalls - und wie erwartet - verloren. -- Nun aber setzte YB zu einer positiven Serie an. 13 Spiele lang blieben die Young Boys in der Super League ungeschlagen - ausgerechnet in St. Gallen ging die Serie zu Ende. Fortes YB hatte Eindruck hinterlassen, wurde als ernsthafter Herausforderer von Serienmeister Basel gesehen. -- Der Saisonstart im Sommer 2015 war durchzogen: dreimal 1:1 in der Liga, deutlich an Monaco gescheitert in der Champions-League-Qualifikation. YB hatte keine Geduld mehr und stellte Forte am 6. August frei.

Seine Trainerkarriere startete Uli Forte 2002 beim FC Red Star. Die Stadtzürcher waren nach langer Zeit aus der 1. Liga abgestiegen und schafften mit Forte als Spielertrainer ein Jahr später die Rückkehr. -- Zumindest im Zürcher Regionalfussball wurde Forte bald als herausragende Persönlichkeit wahrgenommen. -- 2006 verpflichtete ihn schliesslich der FC Wil, der wiederholt einem Trainer den Einstieg in den Profifussball ermöglichte. -- In seiner ersten Saison wurde Forte mit Wil Achter der Challenge League und bezwang im Schweizer Cup im Viertelfinal die Young Boys, ehe der FC Basel im Halbfinal Endstation war. In der zweiten Saison wurde die Barrage nur um einen Punkt verpasst, Wil wurde Dritter.

Karriere als Spieler

Uli Forte begann als Junior beim FC Brüttisellen, am Ende spielte er beim ehemaligen NLB-Klub im Fanionteam in der 1. Liga. -- 1994 wechselte er erstmals zum FC Red Star, für den er bis 1999 in der 1. Liga verteidigte. -- Zwischen 1999 und 2002 war Forte beim SC Kriens, für den er 83 NLB-Spiele bestritt. -- Danach war er bis zu seinem Wechsel nach Wil Spielertrainer von Red Star.

aktualisiert 6. August 2015
* 01.02.1992 | Nationalität: Schweiz/Kroatien

Als Junior und bis 30. Juni 2014 im FCSG. -- 8 (6 NLA/1 Europaup/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2013 im Schweizer Cup beim 8:1-Sieg im Spiel der 1. Hauptrunde in Schönbühl.

Marco Franin spielte über drei Jahre regelmässig mit der U21 in der 1. Liga und schaffte im Sommer 2013 den Sprung ins Kader des Fanionteams. Die guten Leistungen in den Vorbereitungsspielen weckten Hoffnung in den Defensivspieler. -- Im Frühling 2014 kam Franin zu einigen Einsätzen in der Meisterschaft, dreimal stand er in der Startformation. -- Er drängte sich zuwenig auf und wechselte zum FC Chiasso in die Challenge League. -- Für die Tessiner bestritt Franin in zwei Jahren 18 Spiele in der Challenge League. -- Im Sommer 2016 kehrte er zurück nach St. Gallen und schloss sich dem SC Brühl (Promotion League) an.

2008 spielte Franin vorübergehend in der 2. Liga für den FC Winkeln.

aktualisiert 24. Januar 2017
* 08.01.1989

7. Juli 2009 bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 72 (64 NLA/8 Cup) Spiele und 18 Tore (13 NLA/5 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Juli 2009 beim 1:1 auswärts gegen die Young Boys.


Die Verantwortlichen des FCSG hätten Fabian Frei bereits ein halbes Jahr zuvor vom FC Basel ausleihen wollen, nach dem Aufstieg klappte es schliesslich. -- Der Start in St. Gallen verlief für Fabian Frei noch harzig. Im phantastischen Startspiel gegen "seinen" FC Basel (2:0-Heimsieg in ausverkaufter AFG ARENA) durfte er aufgrund einer Bedingung im Leihvertrag nicht spielen. -- Dann spielte Moreno Costanzo in neuer Rolle so gut, dass Frei vorerst nur als Joker zum Zuge kam, schliesslich fiel er auch noch ein paar Wochen verletzt aus. -- Doch der Thurgauer fand seine Rolle, auch wenn er anfangs eher defensiv spielen musste. -- Später, und vor allem in der zweiten Saison nach dem Abgang von Costanzo, auch immer mehr Spielgestalter und hängende Spitze. -- Costanzo wuchs in St. Gallen von der Nachwuchshoffnung zum richtigen Profi, zu einer Persönlichkeit, die Verantwortung übernahm. -- Als im Abstiegskampf aus Teilen des Publikums Polemiken gegen ihn aufkamen, liess er sich davon kaum beeinflussen - und bot weiterhin kämpferisch einwandfreien Einsatz. -- Frei hätte sich beim Klassenerhalt einen Verbleib im FCSG vorstellen können. Die Espen stiegen aber ab, und der FC Basel signalisierte ihm auch, dass er auf ihn setzen würde.

Grandiose Fortsetzung in Basel

In Basel setzte sich im Herbst 2011 Fabian Freis Aufstieg fort. -- Höhepunkt waren die Einsätze in der Champions League. Gegen den rumänischen Vertreter Otelul Galati traf Fabian Frei im Hin- und Rückspiel, geradezu grandios war das 3:3 auswärts gegen Manchester United, als Fabian Frei der 1:2-Anschlusstreffer glückte und die Basler am Ende ein 3:3 feierten. Das schliesslich mit der Achtelfinal-Qualifikation im Rückspiel gegen den gleichen Gegner noch getopt wurde. -- Der Europacup bot für Fabian Frei wiederholt eine grosse Bühne, 56 internationale Einsätze für den FCB sollten es am Ende sein. Erneut entscheidend war sein Tor im Dezember 2014 auswärts gegen Liverpool, das seinem Team eine weitere Achtelfinal-Teilnahme in der Champions League sicherte. -- Bis zum Sommer 2015 feierte Fabian Frei mit Basel vier Meistertiel in Folge, insgesamt fünf durfte er in sein Palmarès eintragen. 172 NLA-Spiele und 16 Tore, 255 Pflichtspiele insgesamt wurden Frei in seiner FCB-Zeit angerechnet, als der Transfer zum FSV Mainz 05 vollzogen wurde.

Im September 2011 erfolgte auch das erste Aufgebot von Ottmar Hitzfeld für die Nationalmannschaft. -- Fabian Frei rückte nach, weil sich Pirmin Schwegler verletzt hatte. -- Am 7. Oktober Nati-Debüt bei der 0:2-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Wales (in Swansea). -- Bisher 4 Länderspiele. -- Zuvor 22 U21-Länderpsiele (5 Tore), die meisten als FCSG-Spieler und als Höhepunkt die erfolgreiche EM-Endrunden-Teilnahme in Dänemark, wo die Schweiz bis in den Final vorstossen konnte und sich die Olympia-Qualifikation sicherte. -- Fabian Frei kam in allen 5 Endrunde-Spielen zum Einsatz. Er traf im zweiten Gruppenspiel gegen Island (2:0-Sieg) bereits in der 1. Minute und bereitete den zweiten Treffer vor.

Die Anfänge

Der Thurgauer startete im Nachwuchs-Spitzenfussball beim FC Winterthur, zuvor war er Junior des FC Frauenfeld. -- Ab 2003 im Nachwuchs des FC Basel. Sein Vater, ex-FCSG-Trainer Markus Frei, war Nachwuchschef bei den Grasshoppers, und sah seinen Sohn lieber nicht im eigenen Klub. -- Mit den Rot-Blauen debütierte er am 22. Juli 2007 in der NLA und brachte es auf Anhieb zu 24 Einsätzen und seinem ersten Meistertitel.

ergänzt 24.06.2015
* 27.09.1994 | Nationalität: Schweiz/Holland

2011/12 und 2013 bis Dezember 2015 im FCSG.

Torhüter Jim Freid hatte zur Rückrunden-Vorbereitung im Januar 2015 Ilija Kovacic als Nummer 3 verdrängt und nahm nun in der Goalie-Hierarchie den Platz hinter Daniel Lopar und Marcel Herzog ein, die den Platz zwischen den Pfosten in jener Saison planmässig abwechselten. -- Im Sommer 2014 startete Freid mit der U21 als Nummer 1 in die Promotion League. Am 26. April 2015 stand er erstmals im Aufgebot für ein Super-League-Spiel (gegen Vaduz, 1:2-Niederlage). Marcel Herzog hatte an jenem Sonntag eine Sperre abzusitzen.

Jim Freid kam im Sommer 2011 vom FC Wil nach St. Gallen. Für die Saison 2012/13 wurde er dem FC Sirnach ausgeliehen und spielte als 19-Jähriger für die Hinterthurgauer einige Matches in der 2. Liga interregional.

06.02.2016
* 07.09.1974 | Nationalität: Liechtenstein

1. Juli 1994 bis 30. Juni 1996 und 1. Juli 2009 bis 7. Januar 2011 FCSG. -- 112 (101 NLA/11 Cup) Spiele und 18 (16 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 in Luzern (0:3-Niederlage).

Sein erstes Engagement im Profifussball verdankte Mario Frick als 19-jähriger 36 Toren in einer Zweitliga-Saison mit dem FC Balzers. -- Verschaffte sich in der NLA bald Respekt und Vertragsangebote. -- Zur Rückkehr in die Ostschweiz war Frick längst Liechtensteins Rekord-Nationalspieler und -Torschütze (bis dato 117 Länderspiele/16 Tore). -- Erster NLA-Torschütze nach dem Wiederaufstieg 2009 gegen ... denselben FC Basel, gegen den er sein zuvor letztes Tor für die Espen erzielte (am 31. März 1996), und zu dem er danach wechselte. -- Der schwungvollen Rückkehr in die Ostschweiz folgten lange Phasen ohne Torerfolg. -- Als es der Mannschaft im Herbst 2010 nur selten gut lief, schien auch Mario Frick nicht aus dem Tief zu finden. -- Schliesslich wurde der Vertrag in der Winterpause vorzeitig aufgelöst, wenig später unterschrieb Frick bei den Grasshoppers.

Im ersten Spiel mit den "Hoppers" kam es zum Direktduell gegen den FCSG, Frick erzielte in der 8. Minute den Führungstreffer, GC gewann 4:1 und überliess den Espen wieder den letzten Tabellenplatz. -- Es blieb sein einziger Torerfolg in 8 Spielen für die Zürcher. -- Frick beendete seine Profi-Karriere und ging im Sommer 2011 zurück zu seinem Stammklub FC Balzers, der in die 1. Liga zurück gekehrt war. Im Herbst 2012 sprang Frick interimistisch als Trainer ein, hatte mit der neuen Funktion Erfolg - blieb dann definitiv Spielertrainer und schaffte den Klassenerhalt in der 1. Liga Classic letzlich souverän.

80 NLA-Spiele und 30 Tore in drei Jahren für den FC Basel. -- 1999 der Wechsel zum FC Zürich, der ihn nicht ganz glücklich machen sollte (41 NLA-Matches/7 Tore), trotz des Cupsiegs 2000.

Ende Oktober 2000 zu Arezzo in die italienische Serie C1, wo er mit 16 Toren in 23 Partien nachhaltig auf sich aufmerksam machte. -- 2001 erstmals in der Serie A mit Hellas Verona (7 Tore in 24 Spielen, abgestiegen). -- Ab 2002 vier Saisons in der Serie B mit Ternana (131 Spiele/44 Goals). -- Der Club aus Terni steuerte in wirtschaftlichen Sorgen dem Abstieg entgegen. -- Mario Frick aber schaffte die Rückkehr in die Serie A mit Siena, wo er es von 2006 bis 2009 auf weitere 87 Serie-A-Einsätze brachte (13 Tore) und dreimal mithalf, den Abstieg zu verhindern.

Seinen 50.  NLA-Treffer erzielte Frick am 29. August 2009 in Luzern (zur 1:0-Führung).

aktualisiert/Stand Länderspiele 19. Oktober 2014
* 26.01.1957 | Nationalität: Österreich/Schweiz

14. April 2006 bis 8. Oktober 2007 Trainer des FCSG. -- Für 62 (55 NLA/5 Cup/2 Intertoto-Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 15. April 2006 beim 2:0-Heimsieg gegen Yverdon.

Bevor Rolf Fringer als Nachfolger von Ralf Loose verpflichtet wurde, rutschte der FCSG langsam in den Abstiegskampf. -- Fringer leitete am Karfreitag das erste Training, schon am Samstag stand das Heimspiel gegen Yverdon an, dem danach drei Matches gegen Spitzenteams folgten. Entsprechend gross war der Druck, gegen die Waadtländer gewinnen zu müssen. Das Soll erfüllte die Mannschaft unter Fringer: 2:0 gegen Yverdon, dann drei (erwartete) Niederlagen gegen Basel, Zürich und die Young Boys, aber wieder ein 1:0 gegen Xamax, das drei Runden vor Schluss den Verbleib in der Super League so gut wie sicherte.

In die neue Saison startete der FCSG mit zwei Unentschieden in Schaffhausen und zuhause gegen die Grasshoppers. In der 3. Runde kam Basel aufs Espenmoos, der neue Stürmer Francisco Aguirre erzielte alle drei Tore zum 3:2-Sieg - es war zugleich der erste Heimsieg gegen einen "Grossen" seit über zwei Jahren. Als zwei Wochen später auch der Meister FC Zürich geschlagen wurde (3:1), schien endgültig klar: Unter Fringer ist mit dem FCSG wieder zu rechnen. Vor allem aber brachte er Freude zurück. Der Höhepunkt kam nach der OLMA, als der FC Sion im Spitzenspiel zuhause 5:1 geschlagen wurde. St. Gallen ging als Dritter, punktgleich hinter Sion, in die Winterpause. -- Ins Trainingslager ging es nach Argentinien, manch ein Fan erinnerte sich an die Zeiten mit Zamorano und Rubio, als der FCSG sich in deren Heimat Chile vorbereitete. -- Der FCSG startete mit drei Siegen in die zweite Saisonhälfte, später legte er eine sagenhafte (und wohl noch nie dagewesene) Serie von acht Unentschieden hin. Das zweite dieser Remis wurde nachträglich in eine Forfait-Niederlage umgewandelt, der am Vortag im Spiel der U21 vom Platz gestellte Philipp Muntwiler hätte nicht eingewechselt werden dürfen. -- Fringer hatte am Irrtum keine Schuld. -- Bei der Unentschieden-Serie waren noch einmal ein paar Highlights dabei, etwa die beiden Spiele gegen Basel (3:3 auswärts, 0:0 im Espenmoos) oder das 2:2 zuhause gegen den FC Zürich. -- Der FCSG blieb auf Europacup-Kurs, bis zum letzten Heimspiel - das 0:3 gegen Sion war eine erste herbe Enttäuschung.

Immerhin reichte es für den UI-Cup, der als Vorstufe des Europacups ausgetragen wurde. -- Der FCSG durfte in der 2. Runde gegen den Sieger der Paarung FK Baku - Dacia Chisinau starten. In der 3. Runde wartete der Hamburger SV. -- St. Gallen reiste schliesslich nach Moldawien zu Dacia Chisinau, gewann dank eines Kopfballtores von Juan-Pablo Garat 1:0. -- Im Rückspiel erlebten die St. Galler einen Albtraum. Sie scheiterten im Angriff kläglich und kassierten in der 56. Minute ein Gegentor. Am Ende kam es zum Penaltyschiessen, in dem Francisco Aguirre und Juan-Pablo Garat die Latte trafen und Marcos Gelabert verschoss. Die Schützen von Dacia hingegen verwandelten und reisten mit ihrem Team eine Woche später nach Hamburg. -- Rolf Fringer könnte das Spiel als Déja-vu erlebt haben, musste er doch einst als Nati-Trainer in Baku zusehen, wie sein Team den Start zur WM-Qualifikation verpatzte.

Die Vorzeichen standen schlecht, und dann kam auch noch Pech dazu. Im ersten Meisterschaftsspiel der Saison gegen die Grasshoppers verpasste Alex Tachie-Mensah zuerst mehrere grosse Torchancen, dann schied er nach einer harten Intervention von Boris Smiljanic verletzt aus - und kehrte nicht mehr zurück. -- Für den Ghanaer holte der FCSG in der Not zwei Stürmer, die nur knapp genügten. -- Nach fünf Niederlagen gewann der FCSG Ende August zwei Heimspiele. Ende September wurde nach einem 5:3 gegen die Grasshoppers der letzte Platz erstmals abgegeben - an die Zürcher. -- Der FCSG atmete nur kurz auf, es folgte ein 0:3 in Basel - und ein demütigendes Heimspiel gegen den FC Thun - 0:4. -- Zwei Tage später wurde Fringer entlassen.

Unter Rolf Fringer litt der FCSG ab Sommer 2007 unter aussergewöhnlich viel Verletzungspech. -- Doch im Rückblick entstand der Eindruck, dass ab dem Winter-Trainingslager in der Mannschaft die Homogenität verloren gegangen war und manche Spieler zu spüren bekamen, dass Fringer nicht mehr jedem dieselbe Wertschätzung zeigte. -- Vielleicht war es dieselbe Unbeschwertheit Fringers, die dem FCSG schwungvolle Monate bescherte, die dann mit dazu beitrug, dass Spiele wie gegen Dacia Chisinau verloren gingen.

Nach dem FCSG

Es dauerte über ein Jahr, bis Fringer eine nächste Chance erhielt. -- Ende Oktober 2008 übernahm er als dritter Trainer beim FC Luzern, der nach Ciriaco Sforza und Roberto Morinini abgeschlagen Tabellenletzter war. -- Auch bei Fringer hatte sich der Effekt des Trainerwechsels nicht unmittelbar gezeigt, Luzern war auch zur Winterpause noch Letzter. Doch verabschiedete er sich mit einem 5:1-Kantersieg über Leader Basel in die Ferien. -- Am Ende rettete sich Luzern immerhin in die Barrage, die gegen den FC Lugano nach grossem Zittern im Hinspiel (0:1-Niederlage) gewonnen wurde. Ein 5:0 im Rückspiel sorgte für einen glücklichen Abschied aus dem Stadion Allmend. -- Ab dem Sommer 2009 sah die Super League einen stark verbesserten FC Luzern. Hakan Yakin verhalf im Emmenbrücker Stadion-Provisorium zu Höhenflügen, der FCL wurde mit Fringer Vierter und schaffte die Qualifikation für die Europa-League. -- Fringer gelang es, die Euphorie in Luzern weiter zu steigern. Mit Daniel Gygax als namhaftesten Neuzugang wurde zum Saisonstart der FCSG 4:0 geschlagen. -- Der FCL wurde "Wintermeister". Im neuen Jahr übernahm der FC Basel bald die Tabellenspitze und zog davon, Luzern hatte nicht mehr ganz so viel Schwung. -- Schliesslich schwelte langsam ein Konflikt auf, Fringer suspendierte Hakan Yakin, der scheinbar schon länger gegen ihn intrigierte, Präsident Walter Stierli versagte dem Trainer die Rückendeckung. -- Der beim Luzerner Publikum beliebte Fringer wurde am 3. Mai 2011 freigestellt, es kam zu Fanprotesten, doch bald konnte Stierli seinen Wunschtrainer Murat Yakin verpflichten. -- In Luzern war Rolf Fringer näher dran als in St. Gallen, es fehlten nur ein paar Wochen - aber erneut blieb ihm verwehrt, mit der Mannschaft in ein neues Stadion zu ziehen.

Ein Jahr später engagierte der FC Zürich Rolf Fringer als Nachfolger von Urs Fischer. -- Der Plan war, dass der Trainer die Mannschaft erst in der Vorbereitung zur neuen Saison und damit "unverbraucht" übernimmt. -- Wochenlang konnte er sich im Frühling 2012 von der Tribüne ein Bild vom Zustand der Truppe machen. -- Als es soweit war, schien Fringer noch immer der lockere, nie um einen guten Spruch verlegene Chef zu sein. Frech und mutig sollte der FC Zürich spielen. -- Zwar startete er mit einem 1:1 in Luzern, doch richtig auf Touren kam der FCZ kaum. -- Fringer sah kleine Fortschritte in der Entwicklung des Zusammenhalts im Team, um bald wieder zu kritisieren, dass Junge gerne Kopfhörer tragen und deshalb nicht mehr miteinander reden. -- Nach einer 0:2-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Servette wurde Fringer entlassen, mit einer Bilanz von nur zwei Siegen in neun Heimspielen. Der Entlassung folgte ein lange dauernder arbeitsrechtlicher Streit mit dem FC Zürich, der vom Zürcher Obergericht Mitte Dezember 2014, gut zwei Jahre später, zu Gunsten des Trainers entschieden wurde. -- Nur eine Woche später und einen Tag vor Heiligabend wurde Fringer als Sportchef des FC Luzern verpflichtet. Wie 6 Jahre zuvor waren die Zentralschweizer bei Fringers Amtsantritt Tabellenletzter.

Beginn der Trainer-Laufbahn

Bevor Rolf Fringer Trainer des NLB-Klubs FC Schaffhausen wurde, hatte er in der Saison 1986/87 bereits eine Saison als Spielertrainer des FC Altdorf in der 1. Liga gewirkt. -- Am 8. August 1990 wurde er beim FCS nach schlechtem Saisonstart (drei Niederlagen in drei Spielen, 0:5 Tore), Nachfolger von Hubert Münch. Mit Fringer fand der FC Schaffhausen sofort zur Korrektur und qualifizierte sich für die Auf-/Abstiegsrunde. -- In der Saison 1991/92 gewann Schaffhausen seine NLB-Gruppe und kam im Frühling der NLA noch näher. Punktgleich hinter Bulle wurde Schaffhausen in der Auf-/Abstiegsrunde Dritter, drei Tore fehlten zum Coup. -- Fringer, der in Schaffhausen einen gewissen Joachim Löw trainierte, hatte sich längst einen guten Ruf als Trainer erarbeitet und wurde vom FC Aarau engagiert. Zum Zeitpunkt der Unterschrift hätte Aarau noch ab- und Fringer aufsteigen können.

Aarau blieb erstklassig, und Fringer brachte neue Stabilität ins Team, machte aus der "grauen Maus" eine kampf- und konterstarke Mannschaft. -- Im Herbst 1992 qualifizierte sich der FCA vorzeitig für die Finalrunde. -- Als Fünfter und mit drei Punkten Rückstand startete Aarau im Frühling 1993 als Aussenseiter in die Finalrunde - und wirbelte die Liga durcheinander. Was ein paar Jahre davor mit Ottmar Hitzfeld noch verpasst wurde, klappte nun mit Fringer: Aarau wurde zum dritten Mal Schweizer Meister. -- In der Qualifikation zur Champions League scheiterte Aarau am späteren Gewinner AC Milan nur knapp (0:1, 0:0). Die Finalrunde erreichte der Klub vom Brügglifeld mit Fringer auch in den nächsten zwei Jahren. Nach dem Meistertitel zwar nur knapp, dafür hatte Aarau erneut einen starken Frühling und qualifizierte sich 1994 für den UEFA-Cup.

1995 holte der ins Schlingern geratene VfB Stuttgart Fringer in die Bundesliga. -- Zuvor wurde er in der Schweiz noch zum Trainer des Jahres gewählt. -- Für einen guten Spruch blieb Fringer auch beim VfB gut, die Mannschaft fing sich unter ihm auf, verpasste aber am Ende einen Europacup-Platz. -- Unter Fringer bildete sich das "magische Dreieck" mit Krassimir Balakov und den Stürmern Fredi Bobic und Giovane Elber - es sollte später für Furore sorgen. Zudem holte Fringer seinen "Musterschüler" aus Schaffhauser Zeiten, Joachim Löw, aus Frauenfeld in die Bundesliga. Der spätere Bundestrainer wirkte als Fringers Assistent.

Im Mai 1996 wurde Fringer als VfB-Trainer bestätigt; Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder wollte ihn durch Christoph Daum ersetzen, setzte sich aber (erstmals in seiner langen Amtszeit) nicht gegen den übrigen Vorstand durch. -- Fringer startete mit Stuttgart in die neue Saison. Als Ende Juli bekannt wurde, dass Artur Jorge den SFV verlässt und in Portugal Nationaltrainer wird, galt Fringer als erster Nachfolge-Kandidat. -- Schon im Herbst 1995, als Jorge angestellt wurde, wünschten viele Fringer als neuen Schweizer Nati-Trainer. -- Schliesslich erteilte ihm der VfB Stuttgart die Freigabe, am 13. August 1996 unterschrieb Fringer beim SFV, Löw wurde (vorerst interimistisch) Stuttgarts Cheftrainer.

Der Einstand mit der Schweizer Nationalmannschaft misslang völlig. Die Schweiz unterlag in Baku gegen Aserbaidschan 0:1, was damals als grösste Blamage der jüngeren Geschichte galt. -- Im weiteren Verlauf der WM-Qualifikation erlebte die Schweiz ein Auf- und Ab: Dem 2:1-Auswärtssieg in Finnland folgte ein 0:1 in Bern gegen Norwegen. Im August 1997 hielt Stéphane Chapuisat mit dem späten Ausgleich in Ungarn die Schweizer Hoffnungen aufrecht - es folgte im nächsten Spiel ein 1:2 in Lausanne gegen Finnland - dann ein 0:5 auswärts gegen Norwegen. -- Dazu kamen Dissonanzen des Trainers mit seinem Captain Ciriaco Sforza. -- Fringers Zeit als Schweizer Nationaltrainer lief früh wieder ab. -- Nach dem Schlusspfiff beim letzten Spiels der WM-Qualifikation (5:0 gegen Aserbaidschan in Zürich) war klar, dass Fringer keine Zukunft im Verband haben würde. Fringer, der eine wochenlange Kampagne des Boulevards über sich ergehen lassen musste, verabschiedete sich würdevoll. Obwohl am Ende nur noch der Nationalmannschafts-Delegierte, der St. Galler Eugen Mätzler, hinter ihm stand.

Im Dezember löste Fringer seinen Vertrag mit dem SFV auf. Die Grasshoppers verpflichteten ihn als Nachfolger von Christian Gross, der zu Tottenham Hotspur wechselte. -- Fringer führte die "Hoppers" überlegen zum Meistertitel. Trotz einer Auftaktniederlage gegen Servette hatte GC am Ende 16 Punkte Vorsprung auf die Genfer - ohne Punkte-Halbierung wären es gar rekordverdächtige 19 Punkte Differenz gewesen. -- Zwar verpasste Fringer die Qualifikation zur Champions League, doch spielte die Mannschaft eine gute Meisterschaft und beendete die Qualifikation als Zweiter mit 6 Punkten Rückstand auf Servette - was bei Halbierung für den Finalrundenstart zu 3 Punkten Abstand führte. -- Trotzdem wurde Rolf Fringer Mitte Dezember 1998 entlassen. Der Technische Direktor Erich Vogel wollte Roger Hegi und warf Fringer sportliche Erfolglosigkeit vor.

Fringer musste bis Mai 2000 warten, um wieder als Trainer arbeiten zu können. -- Der FC Aarau engagierte ihn als Nachfolger von Jochen Dries. Erst in der letzten Runde wurde der Ligaerhalt geschafft. -- In der Saison 2000/01 musste Aarau in die Auf-/Abstiegsrunde und bestand recht souverän. Ein Jahr später verpasste Aarau den Verbleib in der NLA, Fringer erklärte am Tag nach dem Abstieg den Rücktritt. -- Weil aber drei Vereine keine NLA-Lizenz erhielten, musste Aarau doch nicht in die NLB. -- Fringer litt in seiner zweiten Aarauer Amtszeit auch unter einer Ehekrise, die ihn später bewog, ins Ausland zu gehen.

Von Mitte März bis Anfang Juni 2003 war Fringer Trainer von Al-Wahda in Abu Dhabi (Ver. Arab. Emirate). -- Gegenüber dem Internet-Portal der Nationalliga sagte er damals, dass er wieder in der Schweiz arbeiten möchte und die Erfahrung bei Al-Wahda als "fruchtbares Erlebnis" empfand. -- Vorerst wartete er vergeblich auf Angebote aus seiner Heimat. -- Ende Februar 2004 holte ihn Apollon Limassol. In Zypern blieb er nur bis Saisonende, hatte dann aber auch gute Kontakte nach Griechenland. -- Ende September 2004 wurde er vom PAOK Saloniki verpflichtet. Der griechische Spitzenklub war schlecht in die Saison gestartet, verbesserte sich vorerst unter Fringer. Er hatte sich den Bulgaren Petar Alexandrov, der in der Aarauer Meistersaison sein Topskorer war, als Assistenten geholt. -- Im Februar 2004 mussten beide gehen. -- Fortan war Fringer bis zum St. Galler Engagement bei verschiedenen Klubs als Kandidat gehandelt worden, aber zwei Jahre lang ohne Job geblieben.

Karriere als Spieler

Rolf Fringer spielte als Junior beim FC Adliswil, für den er am Ende in der 2. Liga spielte. -- 1978 holte ihn der NLA-Vertreter CS Chênois. -- Sein Debüt in der höchsten Spielklasse gab Fringer am 1. März 1980 beim 3:0-Heimsieg gegen den FCSG. -- Bis Sommer 1981 bestritt Fringer 29 NLA-Spiele für Chênois, dann wechselte der Verteidiger zum FC Luzern, für den er in zwei Jahren 36 NLA-Spiele bestritt. -- Ab 1983 beim SC Zug, mit dem er in der ersten Saison mit Trainer Ottmar Hitzfeld NLB-Meister wurde und in die NLA zurückkehrte. -- Der SC Zug stieg 1985 wieder ab, Fringer verliess den Klub offenbar. -- Nächste bekannte Station ist der FC Altdorf. Beim damaligen Erstligisten war Fringer in der Saison 1986/87 Spielertrainer. -- Ab 1987 als Spieler beim FC Schaffhausen. Mit dem NLB-Klub erreichte er nach Siegen über den FCSG (im Viertelfinal) und die Young Boys den Cupfinal. Schaffhausen verlor den Final gegen die Grasshoppers 0:2. Fringers Einsatz war im Vorfeld wegen einer Verletzung ungewiss. Er wurde in der 2. Halbzeit durch Roberto Di Matteo ersetzt. Und kehrte - als Spieler - nicht mehr zurück.

ergänzt 23. Dezember 2014
* 17.12.1988

Seit Juniorenzeiten und  bis August 2009 im FCSG. -- 1 NLB-Spiel für das Fanionteam des FCSG am 25. Mai 2009 beim 1:3 in Lugano.

Frrokaj kam am Ende seiner dritten Saison mit der U21 des FCSG zu seiner Premiere im Profifussball. -- Er bewies in der 1. Liga öfter seine Torgefährlichkeit (als Verteidiger 11 Tore in zwei Jahren). -- In der Saison 2014/15 spielte Norbert Frrokaj erneut für den FCSG. Er wurde in die U21 geholt, in der er den Nachwuchsspielern als Routinier in der Promotion League zur Seite stehen sollen. -- Frrokaj kam in der Hinrunde in 10 Spielen zum einsatz und erzielte 4 Tore. -- Im Sommer 2015 wechselte er zum FC Sirnach (2. Liga interregional).

Im August 2009 wurde Frrokaj der USV Eschen/Mauren (1. Liga) ausgeliehen. -- Ab Sommer 2010 im FC Gossau. -- Im Januar 2011 zum FC Rapperswil-Jona. -- Im Sommer 2011 zur gemeinsam mit dem FCSG in die NLB abgestiegenen AC Bellinzona. -- Nachdem er bei den Tessinern nur zu zwei Einsätzen (2 NLB+1 Cup) kam, wurde Frrokaj im Sommer 2012 dem SC Brühl (1. Liga Promotion) ausgeliehen. -- Ab Juli 2013 noch einmal eine Saison beim USV Eschen/Mauren (1. Liga Classic).

Erster Junioren-Klub war der FC St. Otmar.

Aktualisiert 14. Juli 2015
* 30.11.1969

1. Juli 1996 bis 31. Juli 1997 im FCSG. -- 20 (19 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.

Rico Fuchs kam vom FC Wil aufs Espenmoos. -- Der Innenverteidiger hatte sich auf Anhieb seinen Stammplatz erkämpft, musste aber im Lauf des Herbst öfter auf die Bank und fiel ab November wegen einer Zerrung im Sprunggelenk länger aus. -- Obwohl Fuchs ab Mitte April nochmals zu weiteren 7 Einsätzen kam, verliess er Ende Saison den FCSG wieder zurück Richtung Wil.

Mit dem FC Wil zwischen 1992 und 96 sowie 1997 und 2001 rund 245 Meisterschaftsspiele (und beachtliche 35 Tore). -- 1998 im Cup-Halbfinal, fuchs fehlte aber wegen einer Sperre. -- Junioren-Klub von Rico Fuchs ist der FC Bazenheid, dazwischen soll er einen Abstecher zum FC Kirchberg gemacht haben und im Nachwuchs des FCSG gewesen sein.

 30.12.2010
* 13.08.1968 | Nationalität: Schweiz/Italien

1. Juli 1986 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 233 (187 NLA/18 NLB/16 Cup/12 Intertoto-Cup) Spiele und 27 (22 NLA/3 Cup/2 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 13. September 1988 bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers (Cup-Sechzehntelfinal).

Giuseppe Gambino kam vom FC Flawil zum FCSG, spielte zuerst im Nachwuchs und packte seine Chance im Fanionteam auf Anhieb. -- Der in Sizilen geborene Gambino war als Junior in Flawil zuerst Goalie, später Stürmer und dann Mittelfeldspieler. -- In St. Gallen zu Beginn in einer offensiveren Rolle, später in der Verteidigung eingesetzt. -- Gambinos Torpremiere am 15. April 1989 in der Auf -/Abstiegsrunde in Grenchen sicherte den 1:0-Auswärtssieg. -- "Giusi" Gambino gehörte zu den Leistungsträgern, die nach dem NLB-Abstieg 1993 den Espen treu blieben -- und feierte ein Jahr später die Rückkehr in den Top-Fussball.

Nochmals ein Jahr später und nach sieben Jahren im Espenmoos wechselte Gambino 1995 zum FC Zürich, für den er drei Saisons bestritt. -- Im Sommer 1998 zum FC Schaffhausen in die NLB, nachdem er in der dritten Saison im FCZ nicht mehr regelmässig zum Einsatz gelangte. -- Ende September 1999 zum FC Wil gewechselt, mit dem Gambino 2002 seinen zweiten Aufstieg in die NLA feierte - und darauf die Karriere als Profi beendete. -- Gambino wurde Assistenztrainer. -- Als Cheftrainer Heinz Peischl im Januar 2003 zum FCSG geholt wurde, war der Flawiler gemeinsam mit Hanspeter Meier interimistisch Verantwortlicher, dann wieder Assistent. -- Im Sommer 2003 Wechsel zum FC Herisau, wo er erst als Spielertrainer, später und bis November 2007 als Trainer tätig war und in der ersten Saison den Aufstieg in die 1. Liga feierte. -- Im November 2012 sprang Gambino beim FC Gossau (1. Liga Classic) als Interimstrainer ein und sagte später zu, mindestens bis Saisonende das Team zu führen.

aktualisiert 21.02.2013
* 12.10.1971 | Nationalität: Rumänien

24. Juli 1999 bis 30. Juni 2003 im FCSG. -- 141 (117 NLA/10 Cup/11 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 65 (52 NLA/6 Cup/3 Europacup/4 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. August 1999 beim 3:2-Heimsieg gegen Yverdon.

Ionel Gane trug 9 Tore zum Meistertitel 2000 bei, 5 davon in den ersten 6 Spielen der Finalrunde, als er pro Match einmal traf (im 2. Spiel, gegen Lausanne, sass er eine Gelbsperre ab). -- Gane kam von Dinamo Bukarest aufs Espenmoos und teilte sich mit Giorgio Contini den Platz im St. Galler Meister-Angriff neben Charles Amoah. -- Schon im ersten Spiel zeichnete sich Gane als Torschütze aus: für den Führungstreffer gegen Yverdon (3:2-Sieg) benötigte er keine 6 Minuten. -- Yverdon musste auch für Ganes statistischen Höhepunkt herhalten: Am 3. Dezember 2000 erzielte er beim 7:0-Heimsieg gegen die Waadtländer 5 Tore (in der 18. Minute zum 1:0, 55./3:0, 56./4:0, 73./5:0 und 78. zum 6:0). Später waren Gane auch insgesamt 7 Doubletten geglückt, darunter im Herbst 2001 2 in 4 Tagen beim 2:2 in Basel (am 10. Oktober) und im Heimspiel vom 14. Oktober beim 4:3 gegen Xamax, als er das erste Tor und den richtungsweisenden Treffer zum 3:2 erzielte.

Ionel Gane ist einer der erfolgreichsten Skorer in der FCSG-Geschichte. In den Saisons 2000/01 (17 Tore) und 2001/02 (15 Tore) war er jeweils bester Espen-Torschütze. -- Als am Ende der Saison 2002/2003 die grosse Kaderbereinigung unter Heinz Peischl durchgeführt wurde, musste auch Gane den FCSG verlassen.

Marcel Koller leihte sich seinen Meisterstürmer aus, holte ihn zu den Grasshoppers. -- Bei GC erzielte Gane nochmals 16 Meisterschaftstore, sein zweitbester Wert in einer NLA-Saison. -- Zweimal gelangen Gane in einem Match mit den Zürchern ein Hattrick, der erste am 29. Februar 2004, als er alle drei GC-Treffer zum 3:2-Sieg gegen... den FCSG erzielte. -- Der Rumäne verliess dennoch ein Jahr später die Schweiz und schloss sich seinem Stammverein Universitatea Craiova an, der aber in einer sportlichen Krise steckte. -- Noch in der Saison 2004/2005 folgte ein Abstecher nach China zu Tanjin Teda und dann erneut die Rückkehr in die Heimat, diesmal zu Rapid Bukarest. -- Im Sommer 2005 folgte Gane noch einmal dem Ruf Kollers, unterschrieb beim VfL Bochum (damals 2. Bundesliga). -- Aufgrund einer Verletzung kam es bald wieder zur Vertragsauflösung. -- Noch einmal schloss sich "Jerry" dem inzwischen abgestiegenen FC Universitatea Craiova an. -- 2007/08 beendete Gane seine Profi-Karriere im FC Arges Pitesti.

Trainer-Karriere

Danach wurde Gane Assistenztrainer beim FC Universitatea Craiova und nach der Entlassung des Cheftrainers im Mai 2008 für die letzten Wochen Cheftrainer. -- Von 2009 bis 2011 zwei Saisons Cheftrainer des CS Gaz Metan CFR Craiova in der zweithöchsten Liga. -- Im Sommer 2012 kehrte Gane zurück zum inzwischen zweimal umbenannten Verein. Als CS Turnu-Severin hat der Klub unter seinem zweiten Nachfolger Marian Bondrea den Aufstieg in die höchste Liga geschaftt. Gane wurde dessen Assistenztrainer und blieb dies auch, als der Italiener Nicoló Napoli im September Bondrea ersetzte. Anfang 2013 wurde Ionel Gane Cheftrainer bei Turnu-Severin. In der Winter-Transferperiode wurde seine Equipe einigermassen umgekrempelt: 19 Abgängen standen beim Tabellenvorletzten 22 Neuzugänge gegenüber. Der Klassenerhalt wurde knapp verpasst, Gane war sein Traineramt wieder los. -- Am 2. September 2013 erhielt er die Chance beim Aufsteiger ASC Corona Brasov. Dort löste Gane den Clubpräsidenten Nicolea Manea ab, der sich am Ende der alten Saison selbst zm Trainer ernannt hatte. Der ASC Corona stieg als Tabellenletzter zwar ab. -- Gane aber erhielt im Juni 2014 ein Angebot des CS Universitatea Craiova. Der "CSU" war erst ein Jahr zuvor neu gegründet worden, nachdem der FC Universitatea im Jahr 2011 wegen zahlreicher wirtschaftlichen Vergehen ausgeschlossen wurde. -- Gane übernahm das Team in der Liga 1, dem "neuen" Klub gelang zuvor gleich in der ersten Saison der Aufstieg in die Eliteklasse. -- Schon bald geriet Gane unter Druck. Nach fünf sieglosen Spielen zum Saisonstart folgte eine 0:5-Niederlage bei Astra Giurgiu, die für Gane die letzte sein sollte; er wurde Anfang September 2014 entlassen.

Vor dem FCSG

Beim Traditionsklub FC Universitatea Craiova startete der Stürmer einst seine Karriere, zwischen 1990 und 1992 wurde Gane dem Stadtrivalen FC Electroputere ausgeliehen. -- Von 1996 bis 1998 in Spanien beim CA Osasuna (Pamplona) in der Segunda A (zweithöchste Liga). -- Vor seinem Wechsel zum FCSG erzielte Ionel Gane für Dinamo Bukarest 7 Tore in 15 Meisterschaftsspielen. -- Zwischen 1992 und 2001 6 Länderspiele für Rumänien.

ergänzt 06.10.2014
* 19.04.1983 | Nationalität: Argentinien/Italien

2005 bis 2009 im FCSG. -- 84 Spiele (57 NLA/19 NLB/6 Cup/2 UI-Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2005 beim 1:3 gegen den FC Zürich.

Der Argentinier spielte davor in seiner Heimat bei Atletico Atlanta (Buenos Aires) in der 2. Division (2004/2005) und im Nachwuchs des Grossclub River Plate. -- Zu Beginn einziger "Gaucho" bei den Espen, zwischenzeitlich mit drei Landsleuten im Kader, verblieb er nach dem Abstieg 2008 wieder als einziger Argentinier. -- Die ersten beiden Treffer des Innenverteidigers verhinderten im Frühling 2007, dass die sagenhafte Unentschieden-Serie brach. Sowohl bei den Grasshoppers als auch auf dem Kunstrasen der Young Boys glich er jeweils zum 1:1-Endstand aus.

Trainer Uli Forte verzichtete nach dem Aufstieg im Sommer 2009 auf seine Dienste, da er der einzige Inneverteidiger mit ausgelaufenem Vertrag war. -- Ab Ende August 2009 beim CA Tigre aus Victoria in Argentiniens Primera Division unter Vertrag. -- Im Sommer 2010 die Rückkehr nach Europa mit einem Transfer zu Dinamo Bukarest. -- Ein Jahr später, im Sommer 2011, war Garat auch zurück in der Schweiz. -- Der FC Aarau mit Trainer René Weiler gab ihm einen Zweijahresvertrag. Weiler holte Garat damals als Sportchef zum FCSG. -- Im Sommer 2013 feierte Aarau die Rückkehr in die Super League, Garat gehörte zu den Leistungsträgern. -- Er blieb auch in der höchsten Liga zuverlässige Abwehrkraft, musste aber 2015 ein zweites Mal in die Challenge League absteigen. -- Zum Trainingsstart in die neue Saison wurde in Aarau die Vertragsverlängerung mit Garat bekannt gegeben.

aktualisiert 18.06.2015
* 16.05.1970 | Nationalität: Schweiz/Benin

1. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 im FCSG. -- 30 (24 NLA/2 Cup/4 Intertoto-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juni 1992 im Intertoto-Cup in Göteborg gegen den BK Häcken (0:3-Niederlage).

Alain Gaspoz wurde vom NLB-Klub FC Fribourg ausgeliehen. -- Er spielte oft im defensiven Mittelfeld, nachdem er sich vor seinem Engagement beim FCSG vor allem als rechter Aussenverteidiger sah. -- Gaspoz gefiel mit seiner Zweikampfstärke. Diese machte ihn im St. Galler Publikum beliebt. -- Doch am Saisonende stiegen die Espen ab, Gaspoz musste die Ostschweiz wieder verlassen. -- Schliesslich konnte er sich im August 1993, nach Saisonbeginn, wieder dem FC Fribourg anschliessen.

Im Sommer 1994 wechselte der Freiburger erneut ostwärts, diesmal erhielt er einen Vertrag beim FC Winterthur. -- Beachtenswerte 6 Tore erzielte der Defensivspezialist und erreichte mit dem FCW die Auf-/Abstiegsrunde. -- Es sollte für lange Zeit seine letzte NLB-Saison werden, im Sommer 1995 verpflichtete ihn der FC Sion. -- Gaspoz wurde mit den Wallisern 1996 Cupsieger, ein Jahr später war er gar Leistungsträger beim zweiten Meistertitel der Klubgeschichte. -- Dazu sicherte sich der FC Sion 1997 auch das Double, beim 9. Sieg im 9. Cupfinal erzielte Verteidiger Gaspoz den 2:1-Führungstreffer gegen Luzern und verwandelte im ersten Penaltyschiessen eines Schweizer Cupfinals seinen Elfer sicher.

Dem Triumph folgte in Sitten eine Finanzkrise, Gaspoz blieb jedoch noch eine Saison und wechselte dann 1998 zum FC Lugano. -- Von Oktober bis Dezember dem FC Zürich ausgeliehen, im Januar wieder im Tessin, da er unter dem neuen Trainer Roberto Morinini wieder Perspektiven sah. -- Mit den Bianconeri wurde Gaspoz 2001 Zweiter und 2002 Dritter, doch wurde nach dem Suizid des Präsidenten Helios Jermini auch klar, dass sich der Verein mit schwarzen Kassen und unbezahlten Steuern überschuldete. Nach Lizenzverweigerung folgte der Zwangsabstieg. -- Gaspoz wechselte für die Saison 2002/03 zu Servette, dann wurde er dem FC Aarau für ein Jahr ausgeliehen. -- 2004 fiel er in Aarau einer Kaderreduktion zum Opfer und kehrte dann zum FC Sion zurück. -- Die Walliser spielten mittlerweile in der Challenge League, doch hatte Präsident Christian Constantin wieder grosse Ziele anvisiert. Die Rückkehr in die höchste Liga schaffte Gaspoz als Captain des FC Sion 2006 im zweiten Anlauf und mit dem Sieg in der Barrage gegen Xamax. -- Schon einen Monat zuvor triumphierte der FC Sion zum zehnten Mal im Cupfinal. Für Gaspoz war es der dritte Cupsieg, und er gehörte zu den fünf erfolgreichen Penaltyschützen gegen die Young Boys. -- Die Saison 2006/07 sollte Gaspoz' letzte im Profifussball werden, der Verteidiger erreichte mit Sion noch einmal Platz 3.

Gaspoz wurde Spielertrainer des FC Bagnes (2. Liga) und hatte 2008 noch einmal mit Benin am Afrika-Cup teilgenommen. -- Er debütierte im Februar 2003 - als 32-Jähriger - für das Nationalteam der Heimat seiner Mutter. Im selben Sommer qualifizierte sich Benin erstmals überhaupt für eine Endrunde des Afrika-Cups, Gaspoz kam im Januar 2004 in Tunesien in den ersten beiden Vorrundenspielen zum Einsatz (Benin scheiterte als Gruppenletzter). -- Vier Jahre später in Ghana war Gaspoz der älteste Endrunden-Teilnehmer und wohl der Einzige, der je als Akteur eines Schweizer Amateurvereins um einen kontinentalen Titel spielte (der Verteidiger kam in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz). -- Gaspoz verliess später das Wallis, war in Benin als Trainer tätig und soll Meister geworden sein. -- Inzwischen für die Westschweizer "Matchworld Group" tätig, kam er auch schon für das französischsprachige Programm des TV-Senders Teleclub als Kommentator zum Einsatz.

Gaspoz' erster Juniorenklub war der FC Neyruz. Nach zwischenzeitlichem Abstecher zum FC Richemond (Freiburg) wechselte er 1989 zum FC Fribourg und war ab der Saison 1990/1991 Stammspieler in der NLB.

21.12.2012
* 11.11.1996 | Nationalität: Deutschland

9. Januar 2016 bis 30. Juni 2017 im FCSG. -- 36 (33 NLA/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Februar 2016 bei der 1:2-Niederlage gegen Thun.

Gianluca Gaudino wurde für eineinhalb Jahre vom FC Bayern München ausgeliehen. -- Seine Verpflichtung löste einige Begeisterung aus. -- Anfangs schien der feine Techniker die Erwartungen zu erfüllen: Sich selber weiterzuentwickeln und die Mannschaft spielerisch aufzuwerten. -- Im Lauf der Zeit bremsten ihn wiederholt kleine Verletzungen. Konnte er spielen, zeigte er mit überraschenden Pässen noch immer seine Möglichkeiten. -- Richtig entfalten konnte sich Gaudino aber immer weniger. -- Weil er dann in der Rückrunden-Vorbereitung im Januar 2017 auch noch erkrankte, schaffte er es in dem Frühling wiederholt nicht einmal mehr in das Aufgebot. Trainer Joe Zinnbauer sendete zwar nach aussen stets positive Signale für das prominente Talent. -- Im letzten Saisonspiel in Basel - statt Zinnbauer stand inzwischen Giorgio Contini an der Seitenlinie - spielte Gaudino noch einmal von Beginn und weckte neue Hoffnung. -- Schliesslich entschieden sich die Verantwortlichen, ihn nicht weiter zu halten. -- Gaudino zog zurück nach München, wurde aber Ende Juni von der AC Chievo Verona verpflichtet.

Vielleicht hätte es geholfen, wäre Gianluca Gaudino schon ein halbes Jahr früher gekommen. Sein Vater Maurizio, zugleich Berater und einst selbst erfolgreicher Profi - hätte schon damals dem Wechsel in die Ostschweiz zugestimmt. Bayerns Trainer Pep Guardiola habe aber sein Veto eingelegt. -- Als dann nach Weihnachten klar war, dass der FC Bayern ein paar Nachwuchsspieler ausleihen würde, war der Weg nach St. Gallen naheliegend.

Vom Junior in Schwetzingen zum Bayern-Schwarm

Gianluca Gaudino spielte nach Anfängen beim SV Schwetzingen schon als Achtjähriger im Nachwuchs des FC Bayern. -- Zehn Jahre später, im Sommer 2014, durfte der Mittelfeldspieler - auch aufgrund der späteren Rückkehr der Weltmeister - die Vorbereitung mit der Profimannschaft bestreiten. -- Er bestritt dann beim Serienmeister nicht nur Vorbereitungsspiele. Gaudino stand im ersten Pflichtspiel der Saison, beim 0:2 verlorenen Supercup in Dortmund, ebenso in der Startformation wie 10 Tage später beim Bundesliga-Saisonstart gegen Wolfsburg (2:1-Sieg). Im abschliessenden Gruppenspiel der Champions League gegen den ZSKA Moskau kam Gaudino am 10. Dezember 2014 gar zu seinem Europacup-Debüt, nachdem er bis dahin "erst" 3 Bundesliga-Einsätze hatte - 8 waren es am Ende der Saison. -- Auch im Sommer 2015 machte Gaudino die Vorbereitung mit dem Fanionteam mit. -- Am Ende schickte ihn Pep Guardiola (wie auch andere Junge) in die 2. Mannschaft, für die er 19 von 20 möglichen Spielen in der Regionalliga (vierthöchste Klasse) bestritt. Ins Profiteam wurde er nur noch zweimal aufgeboten. -- Nun war nicht mehr nur Gaudinos Lust gewachsen, woanders im Profifussball öfter zum Spielen zu kommen, in der Winterpause wuchs auch beim FC Bayern die Bereitschaft, den Spieler auszuleihen.

Vater Maurizio Gaudino spielte ebenfalls im Mittelfeld und gehörte als glänzender Techniker zu den schillerndsten Spielern  der Bundesliga. Wie später sein Sohn, debütierte Maurizio mit 18 in der Bundesliga, beim SV Waldhof unter dem legendären Klaus Schlappner. -- Das war 1984, ein Jahr nachdem die Mannheimer erstmals aufgestiegen waren. An der Seite von Jürgen Kohler, Christian Wörns, Fritz Walter und anderen "Waldhof-Buben" wirbelte Gaudino mit dem Waldhof drei Jahre lang die Liga auf. -- 1987 ging er zum VfB Stuttgart, feierte mit den Schwaben 1992 den deutschen Meistertitel. Ab 1993 bei Eintracht Frankfurt, dazwischen auch an Manchester City und den mexikanischen Giganten Club América ausgeliehen, wechselte Gaudino senior 1997 für eine Saison zum FC Basel. -- Am Rheinknie feierte Gianluca somit den 1. Geburtstag und machte seine ersten Schritte.

akutalisiert 2. Juli 2017

* 19.09.1981 | Nationalität: Argentinien

1. Juli 2006 - 30. Juni 2008 im FCSG. -- 70 (60 NLA/2 Barrage/6 Cup/2 UI-Cup) Spiele und 3 (1 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 2006 beim 1:1 in Schaffhausen.

Marcos Agustín Gelabert kam von Estudiantes La Plata nach St. Gallen. -- An der Seite seiner argentinischen Landsleute Juan-Pablo Garat und Francisco Aguirre schien er sich in der Ostschweiz auf Anhieb wohl zu fühlen. -- Im defensiven Mittelfeld zuhause, begeisterte Gelabert in jedem Spiel mit vorbildlichem Kampfgeist, hatte viel Anteil am Aufschwung im Herbst 2006, auch wenn er frühzeitig mit einer roten Karte wegen "Nachtretens" (beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Zürich in seinem 5. Spiel in der Schweiz) belastet wurde. -- Gelabert hatte als Antreiber und Abräumer im defensiven Mittelfeld grossen Anteil daran, dass die Espen wieder einmal einem Europacup-Platz nahe kamen. Zudem wuchs an seiner Seite Philipp Muntwiler zur Stammkraft. -- In seiner zweiten Saison musste Gelabert miterleben, wie der FCSG zur Talfahrt ansetztem, die im bitteren Ende und der verlorenen Barrage gegen Bellinzona gipfelte. Gelabert selbst musste sich kaum etwas vorwerfen lassen.

Nach dem Abstieg holte ihn Christian Gross nach Basel, wo er in der ersten Saison zwar öfter auf die Bank musste, aber auch auf 5 Einsätze in der Champions-League und -Qualifikation brachte. -- 2010 wurde Gelabert Schweizer Meister mit dem FC Basel. -- Nach 46 NLA-Spiele für den FCB zog er im Sommer 2010 zum Neuchâtel Xamax FC. -- Richtig glücklich wurde er in Neuenburg nicht: in der ersten Saison wurde Gelabert von einem Innenbandriss gestoppt. -- Ein Jahr später zog er sich erneut eine - schwerere - Knieverletzung zu und hätte ohnehin fast die ganze Saison verpasst. -- Im Januar 2012 aber ging sein inzwischen vom verrückten tschetschenischen Präsidenten Bulat Tschagajew Xamax in den Konkurs.

Im Juli 2012, nach 27 NLA-Spielen für Xamax (damit total 133 NLA-Spielen ohne die Barrage) schloss sich Gelabert wieder dem Club Estudiantes de La Plata an. -- 2013 wechselte er gemeinsam mit Trainer Diego Cagna zum CA Tigre (Victoria, Buenos Aires). -- Seit Sommer 2014 beim CA San Martín. Der Club aus San Juan schaffte mit Gelabert Ende Jahr die Rückkehr in die "Primera".

aktualisiert 5. Januar 2015
* 01.03.1995 | Nationalität: Schweiz/Holland

Aus dem Nachwuchs. -- Bisher 64 (59 NLA/5 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Mai 2015 bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen die Young Boys.

Roy Gelmi stieg gemeinsam mit weiteren Spielern aus der U21 nach der Rückrunden-Vorbereitung ins Kader des Fanionteams auf und erhielt beim Auswärtsspiel in Bern erstmals die Chance, sich in der Super League zu beweisen. Die sich in einer Negativ-Serie befindende Mannschaft bot gegen YB einen guten Auftritt, Gelmi wusste in der Innenverteidigung zu gefallen.

Roy Gelmi stammt vom FC Bassersdorf, spielte auch bei den Junioren des FC Zürich und ab der U15 im FCSG. -- Ebenfalls auf dem Sprung zum Fussballprofi war sein Bruder Rick, der inzwischen beim FC Gossau spielt. -- Roy war auch im Badminton und vor allem Tennis talentiert: 2007 wurde er Schweizer Interclub-Meister der U12 - hatte da aber bereits beschlossen, fortan auf Fussball zu setzen.

Stand 04.06.2017

Ehemaliger Nachwuchsspieler des FCSG mit 1 NLB-Spiel für die Espen am 21. November 1993 (0:2-Heimniederlage gegen Winterthur).

Zum abschliessenden Spiel der NLB-Qualifikation - der FCSG hatte sich die Teilnahme an der Auf-/Abstiegsrunde schon zuvor gesichert - wurde Marc Gerosa  nebst Ralph Weissofner zum Debüt im Fanionteam lanciert.

Weitere Angaben über die spätere Laufbahn des langjährigen FCSG-Juniors sind mir leider nicht bekannt.

8. Juli 2013
* 07.02.1965

1. Juli 1993 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 44 (12 NLA/29 NLB/3 Cup) Spiele und 8 (1 NLA/7 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.

Reto Gertschen konnte vom FC Sion für zwei Jahre ausgeliehen werden. Vor seinem Wechsel nach St. Gallen spielte er ein halbes Jahr für den Servette FC. -- Mit Gertschen kam nach dem Abstieg ein Routinier zum FCSG, der im Mittelfeld für Stabilität sorgte und bedeutenden Anteil am Wiederaufstieg hatte. -- Im Sommer 1994 hatte Gertschen Pech. Er zog sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fiel deshalb ein halbes Jahr aus. -- Der Linksfüsser kehrte in der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1995 zurück und bestritt noch einmal 12 Spiele. -- Zu einer Übernahme kam es jedoch nicht, Gertschen wechselte zurück zu seinem Stammklub BSC Young Boys.

Mit YB bestritt Gertschen weitere 16 NLA-Spiele, ehe er sich Ende Februar 1996 eine Meniskusverletzung zuzog. -- Eine Vertragsverlängerung gab es im Sommer nicht, Gertschen schloss sich im Oktober dem Erstligisten SC Bümpliz 78 an und war dort ab Juli 1997 Spielertrainer. -- Im August 2000 trat Gertschen als Trainer bei Bümpliz zurück. -- Ab Januar 2001 Nachwuchstrainer im BSC Young Boys. -- Von Februar 2003 bis März 2005 YB-Sportchef. -- Im Sommer 2005 wurde Gertschen Trainer des Waadtländer FC Champagne (2. Liga interregional). -- Im November vom Erstligisten FC Grenchen als Trainer und Sportchef verpflichtet. -- Im Juli 2006 holte ihn der FC Thun - in der Saison nach der Champions-League-Teilnahme - als Sportchef. Bei den Berner Oberländern hatte Gertschen unter anderen Heinz Peischl und Jeff Saibene als Trainer unter sich. -- Nach dem NLB-Abstieg trennten sich der FC Thun und Gertschen im Mai 2008. -- Seit Juli 2009 ist Reto Gertschen Technischer Leiter des Solothurner Kantonal-Fussballverbands (und dort in weiteren Funktionen tätig). -- Seit 2011 zudem Assistenztrainer von Heinz Moser bei den jüngeren SFV-Auswahlen (U15-U17).

Reto Gertschen wuchs unweit des Stadions Wankdorf auf und trat 1974 den YB-Junioren bei. -- NLA-Debüt am 24. April 1983 beim 2:0-Heimsieg gegen Bellinzona. -- 1986 Meistertitel mit YB, Gertschen hatte in der Saison aber nur 2 NLA-Einsätze. -- 1987, inzwischen Stammspieler geworden, Cupsieger. Gertschen traf im Cupfinal gegen Servette in der Verlängerung zum 4:2-Endstand. -- Dann für drei Jahre bei Lausanne-Sports, wo er ein erstes Mal durch einen Kreuzbandriss gestoppt wurde, aber auch endgültig den Durchbruch schaffte. -- 1990, in der dritten Saison mit "LS", Meisterschaftszweiter hinter den punktgleichen Grasshoppers. -- Gertschen wurde von Sion engagiert, wurde in der ersten Saison (1990/91) erneut Zweiter (wieder hinter GC) und gewann seinen zweiten Cupfinal (3:2 gegen YB). -- 1992 feierte der FC Sion seinen ersten (und Gertschen seinen zweiten) Meistertitel. -- Ein halbes Jahr später wurde Gertschen an Servette ausgeliehen.

Reto Gertschen bestritt sein einziges Länderspiel auf dem Espenmoos: am 2. Juni 1990 beim 2:1-Sieg gegen die USA.

23. Dezember 2011
* 23.12.1971

27. September 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 21 (19 NLA/2 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 30. September 1995 beim 1:1 in Lugano.

Mauro Giannini konnte vom FC Sion ausgeliehen werden, wo er nach zwei Saisons mit Stammplatz höchstens noch auf der Bank sass. -- Der unzimperliche Walliser spielte bevorzugt im defensiven Mittelfeld, oft aber auch in der Abwehr - und war immer für eine Verwarnung gut. -- Sein einziges Tor in Grün-Weiss erzielte Giannini im Cup-Achtelfinal gegen die Grasshoppers (2:1): sein frühes 2:0 bedeutete die Vorentscheidung. -- Im Viertelfinal in Schötz im Penaltyschiessen erfolgreich, den (verlorenen) Halbfinal gegen Sion verpasste er verletzt. -- Wie mehrere andere Spieler konnte er im Sommer 1996 aus finanziellen Gründen nicht gehalten werden.

Giannini wurde deshalb von Sion an den FC Lugano ausgeliehen, musste nach einem turbulenten Jahr in die NLB absteigen, flog unter Trainer Karl Engel zwischenzeitlich aus dem Kader, kehrte bald zurück, war wieder Stammspieler und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. -- Im Herbst 1996 scheiterte ein Transfer nach Italien. Giannini war sich mit dem Serie-B-Klub Salernitana einig, doch dann verdreifachte Sion-Präsident Constantin die Ablösesumme.

Im Sommer 1999 Transfer zum FC Zürich, mit dem er ein Jahr später den Cupsieg feierte. -- Im Cupfinal gegen Lausanne-Sports (2:2, 3:0 im Penaltyschiessen) bewies er seine Polyvalenz. Gilbert Gress liess ihn auf der linken Flanke im Angriff beginnen, beorderte ihn später auf die rechte Abwehrseite und schliesslich ins Mittelfeld. -- Nach zweieinhalb Jahren und 74 NLA-Spielen für den FCZ wechselte Giannini im Januar 2002 in die NLB zum FC Concordia Basel. -- Er verhalf zum Klassenerhalt, und die Absicht war, eineinhalb Jahre bei Congeli zu bleiben, doch Giannini kehrte schon im Sommer ins Wallis zurück und ging zum 1.-Liga-Klub FC Naters (mit dem er im Cup-Achtelfinal im Februar 2003 noch einmal auf den FCSG traf). -- Ab 2004 bei der US Collombey-Muraz. -- Später als Junioren-Trainer im FC Sion, ab Sommer 2011 Trainer des Zweitligiten FC Vétroz.

Mauro Giannini begann als Junior im FC Riddes und war ab 1985 im Nachwuchs des FC Sion. Sein NLA-Debüt gab er am 9. Juni 1993 beim 4:0-Sieg gegen Lausanne-Sports. -- Bis 1995 bestritt er 56 NLA-Spiele für Sion. -- Im Sommer 1995 hätte er nach Vorstellung des FC-Sion-Präsidenten Christian Constantin nach Naters abgeschoben werden sollen. Giannini wollte sich das nicht bieten lassen, worauf ihm Constantin beschied, dass er nie mehr für den FC Sion auflaufen werde. 

9. November 2011
* 19.10.1975 | Nationalität: Brasilien

1. Juli 1998 bis 17. Juli 1999 im FCSG. -- 34 (32 NLA/1 Cup/1 UI-Cup) Spiele und 5 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. Juli 1998 beim 1:0-Sieg im UI-Cup-Rückspiel gegen den SV Salzburg.

Gil Steven Ribeiro spielte vor seinem Wechsel in die Ostschweiz vermutlich für den CS Sergipe (Arcuju), andere Quellen nennen den CC Recreativo Concordia. -- Als "20. Südamerikaner" bei den Espen seit 1990 bezeichnet, einer mehr, auf dem die Hoffnungen ruhten, die Flaute im Angriff endlich zu mildern. -- Gil hatte einen guten Einstand im FCSG, nachdem ihm in der Vorbereitung und für die ersten UI-Cup-Spiele noch die Spielbeweilligung gefehlt hatte. -- In seinem vierten Meisterschafts-Spiel war er gleich Doppeltorschütze (zum 1:0 und 3:1 beim 6:2-Auswärtssieg in Aarau). -- Gegen Aarau traf er auch drei Monate später im Rückspiel, Gil erzielte den 4:3-Siegtreffer. -- In der Finalrunde und unter dem neuen Trainer Marcel Koller kam er kaum mehr auf Touren, und traf nur noch in seinem letzten Einsatz gegen den FC Zürich.

Im Sommer folgte Koller aus Wil Charly Amoah, Gil wurde schliesslich für ein Jahr dem NLB-Aufsteiger FC Winterthur geliehen (eine Woche später unterschrieb auch noch Ionel Gane im Espenmoos). -- Auch in Winterthur konnte Gil kaum überzeugen. Immerhin wurde ihm im Frühling eine Steigerung attestiert.

Gil spielte danach in seiner Heimat für den Londrina EC, in der Saison 2002/03 in Portugals 2. Division für Portimonense und dann wieder in Brasilien (u.a. EC São Bento de Sorocaba, Nacional São Paulo, ADAP/Galo Maringá, Sertãozinho FC, América de Natal; Angaben wohl lückenhaft).

Gil soll brasilianischer U17-Internationaler gewesen sein. Erster Klub war in seiner Heimatstadt Campinas die A.A. Ponte Preta.

Bemerkung: zu seiner Zeit spielte mindestens ein weiterer Brasilianer mit Künstlername Gil in der Schweiz, u.a. in Yverdon und Schaffhausen. Verschiedene Quellen sehen ihn nach der FCSG-Saison beim FC Schaffhausen; er aber spielte für den FC Winterthur. Auch gibt es Schweizer Quellen, die einen Transfer vom FC Winterthur zum FC Locarno melden, in der selben Zeit aber auch wieder einen Transfer-Abgang von Locarno.

14.11.2011
* 08.05.1971 | Nationalität: Polen

1. Juli 1993 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 68 (17 NLB/48 NLA/3 Cup) Spiele und 40 (11 NLB/26 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen Sursee.

Radoslaw Gilewicz wechselte von Ruch Chorzow aufs Espenmoos. -- Nach dem Abstieg bildete er zusammen mit den Ungaren Tamas Tiefenbach und Imre Fodor ein preisgünstiges neues Ausländer-Trio, und schlug auf Anhieb ein. -- Beim Debüt gegen Sursee Doppeltorschütze (zum 3:0 und 5:1). -- Zum sofortigen Wiederaufstieg trug Gilewicz 22 Tore bei, war bester Torschütze der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1994. -- Auch nach dem Aufstieg mit 15 Goals erfolgreichster Torschütze der Espen (7 in der Qualifikation, 8 in der Auf-/Abstiegsrunde). -- Von Gilewicz' vielen wertvollen Toren ist der späte Ausgleich zum 2:2 in Kriens zu erwähnen, der dem FCSG im Juni 1995 vorzeitig den Klassenerhalt sicherte. -- In den zwei St. Galler Jahren erzielte Gilewicz einen Torkoeffizient von 0,588 - ein Wert, der später nur noch von Charles Amoah übertroffen wurde.

Im Sommer 1995 wechselte Gilewicz zum VfB Stuttgart, der neu von Rolf Fringer trainiert wurde. -- In zwei Saisons kam Gilewicz auf 44 Bundesliga-Spiele und gewann 1997 den Deutschen Cup. -- Danach beim Karlsruher SC, mit dem er in die 2. Bundesliga abstieg.

Im Januar 1999 vom FC Tirol mit Trainer Kurt Jara verpflichtet. -- Mit den Innsbruckern gelang ihm ein Einstand nach Mass, im Auwärtsspiel gegen Vorwärts Steyr erzielte Gilewicz den einzigen Treffer. Im Rückspiel gegen Steyr gelang ihm sein erster Hattrick in Österreich. -- Ein Jahr später der erste Meistertitel und die Wahl zu Österreichs Fussballer des Jahres. -- 2001 der zweite Meistertitel und Torschützenkönig. -- 2002 noch einmal Meister, inzwischen war Joachim Löw sein Trainer geworden. -- Nach dem dritten Titel in Serie musste der FC Tirol Konkurs anmelden, "Radogoal" wechselte zum FK Austria Wien und gewann 2003 seinen vierten Meistertitel in Folge, dazu den Cup. -- 2005 ein zweites Mal Cupsieger mit Austria Wien, danach zwei Saisons beim SV Pasching. -- Als der Club aus Oberösterreich nach Klagenfurt (neu FC Kärnten) verlegt wurde, wollte Gilewicz nicht mitgehen. -- Eine letzte Saison im Profifussball bestritt Gilewicz 2007/2008 für Polonia Warschau.

Radek Gilewicz bestritt zwischen 1997 und 2003 10 Länderspiele für Polen (ohne Torerfolg), davon drei in der erfolgreichen Qualifikation zur WM 2002.

Seine Karriere startete Gilewicz im GKS Tychy. -- 1992 im KS Ruch Chorzow, für den er vor seinem Wechsel in die Ostschweiz in 31 Spielen 15 Tore erzielte und den Cupfinal erreichte.

Während Radoslaw heute in Polen für einen Fernsehsender arbeiten soll, versucht sich Sohn Konrad Gilewicz (Jahrgang 1992) im Profifussball, schloss sich 2008 dem Nachwuchs von Ruch Chorzow an.

19.12.2010
* 05.12.1985 | Nationalität: Deutschland/Albanien

19. Juli 2005 bis 9. April 2008 im FCSG. -- 72 (62 NLA/7 Cup/2 UI-Cup) Spiele und 8 Tore (7 NLA/1 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2005 beim 4:1-Auswärtssieg in Aarau.

Jürgen Gjasula hatte es schwer, im Espenmoos Anerkennung des Publikums zu finden, trotz seiner glänzenden spielerischen Qualitäten, seinem guten Auge für Pässe in die Tiefe. -- Spätestens als er in der Abstiegssaison, als alles gegen die Espen lief, bei Penaltys Verantwortung übernahm und diese auch verwandelte, hätten manche (Vor)urteile revidiert werden können. -- Unrühmlich war denn auch sein Ende in der Ostschweiz, er wurde gemeinsam mit Franco Di Jorio im Abstiegskampf von Krasimir Balakov "wegen mangelnder Einstellung" freigestellt.

Gjasula kam vom 1. FC Kaiserslautern, für den er in der Bundesliga auf 7 Einsätze kam, in die Ostschweiz. -- Aufgewachsen in Freiburg im Breisgau, spielte er erst im Freiburger FC und dann beim SC Freiburg, wo er vom langjährigen Trainer Volker Finke als "neuer Ballack" bezeichnet wurde.

Nach dem FCSG

Gjasula erhielt eine Chance beim FC Basel, für den er weitere 19 NLA-Spiele und auch je 2 Matches in der Champions League und in der CL-Qualifikation bestritt. Aber trotz weiterlaufendem Vertrag wurde er im Sommer 2009 auch beim FCB freigestellt. -- Anfang September 2009 verpflichtete ihn der FSV Frankfurt. Mit Gjasula gelang dem schlecht in die Saison gestarteten FSV der Aufwärtstrend und schliesslich der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. -- Es folgte eine zweite konstant gute Saison mit den Frankfurtern (total 60 Meisterschaftsspiele/9 Tore). -- Im Sommer 2011 zum MSV Duisburg (ebenfalls 2. Bundesliga). -- Im Juli 2012 bemerkten die Ärzte, dass Gjasula an einer Herzmuskelentzündung leidet. Darauf musste er bis im Spätherbst auf körperliche Belastung verzichten, um erst dann wieder das Training aufzunehmen. -- Im Februar 2013 gab er sein Comeback. Der MSV war aber längst ins Schlingern geraten. Der Konkurs konnte zwar abgewendet werden, der Lizenzentzug führte dennoch zum Abstieg in die 3. Liga. Bei den "Zebras" hatte Gjasula 38 Meisterschaftsspiele bestritten.

Ab Sommer 2013 spielte Jürgen Gjasula in Bulgarien bei Litex Lovetsch, für das er gleich in seinem ersten Pflichtspiel als Doppeltorschütze glänzte. -- Im September 2013 wurde er von Albaniens Nationaltrainer Gianni De Biasi für die beiden WM-Qualifikationsspiele in Slowenien und Island aufgeboten und gab am 10. September in Reykjavik sein Nati-Debüt. -- Für Lovetsch erzielte er in 30 Spielen 9 Tore und erreichte mit dem Team Platz 3, dennoch wurde sein Vertrag nicht verlängert. -- Anfang September 2014 wurde er schliesslich vom VfR Aalen (erneut 2. Bundesliga) unter Vertrag genommen. -- Gjasula konnte mit dem Klub von der Schwäbischen Alb den Abstieg nicht vermeiden, allerdings musste Aalen auch Punktabzüge verkraften. -- Im Sommer 2015 holte ihn mit der SpVgg Greuther Fürth ein Konkurrent der Vorsaison, auch sein Trainer Stefan Ruthenbeck wechselte zu den Franken. Womit Gjasula nicht nur in der 2. Bundesglia verblieb, sondern erstmals wieder in Grün-Weiss spielen wird.

aktualisiert 24. Juni 2015
* 28.01.1987 | Nationalität: Paraguay/Spanien

28. Januar bis August 2005 im FCSG. -- 1 NLA-Spiel am 4. Mai 2005 zuhause gegen den FC Thun (1:2-Niederlage).

Iván Emmanuel González Ferreira kam als vielversprechendes Talent und Nachwuchs-Internationaler Paraguays. -- Zuvor in der Heimat im Club Guaraní, für den er schon als 17-jähriger Stammspieler in der Primera División war. -- Im Espenmoos fand González keine Fortsetztung des Glücks: mehrere Monate fehlte die Spielgenehmigung, Guaraní behauptete, einen gültigen Vertrag mit seinem Juwel zu haben. -- Allerdings fehlte bei diesem - im Gegensatz zum Kontrakt mit dem FCSG - die Unterschrift der Eltern, weshalb sein alter Club nicht im Recht war. Schliesslich entschied die FIFA zugunsten der Espen. -- Dann musste er sich mit dem einen 20-minütigen Einsatz im Fanionteam zufrieden geben. -- Zum Ende der Sommerpause wurde bemerkt, dass González' Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen war. Er wurde beim VfB Stuttgart (Partnerverein) "parkiert", der spanische Pass des Doppelbürgers wurde erst dann besorgt. -- In Stuttgart bestritt er eine halbe Saison mit der U23 in der Regionalliga.

Damals war noch geplant, dass er zum FCSG zurückkehren sollte. -- Später aber wurde González in Klubs seiner Heimat, Olimpia Asunción und Sportivo Luqueño, ausgeliehen. -- 2007 kehrte er doch in die Ostschweiz zurück und spielte für den FC Wil - in sämtlichen 30 Spielen. Im August 2008 jedoch wurde der Vertrag nach 2 weiteren Meisterschaftsspielen für Wil wieder aufgelöst. -- Danach spielte González wieder in Paraguay für Sol de América (Barrio Obrero) und deren berühmteren Lokalrivalen Cerro Porteño. -- Seit Sommer 2010 in Brasilien bei Atlético Paranaense (Curitiba).

25. 08.2010
* 17.09.1985 | Nationalität: Portugal/Schweiz

16. Januar bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 17 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Februar 2011 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

José Julio Gomes Gonçalves war seit Sommer 2010 ohne Verein und kam schon im Herbst nach St. Gallen, um nach Verletzungen das Aufbautraining zu bestreiten. -- Im Januar kam es schliesslich zum Vertragsabschluss. -- Gonçalves schien zu Beginn für seine lange Rekonvaleszenz büssen zu müssen, strahlte aber zunehmend Sicherheit aus. -- Sein Ausgleichtor beim 1:1 in Emmenbrücke gegen Luzen verlängerte die erste positive Serie der Saison. -- Am Ende stieg er aber mit den Espen ab und verliess danach St. Gallen wieder, zog zum FC Sion.

Bei Sion gehörte José Gonçalves zu den sechs Spielern, die die Walliser aufgrund einer Transfer-Sperre nicht hätten verpflichten dürften. -- Nachdem er in der ersten "illegalen" Saison für Sion noch in fünf Super-League-Spielen zum Einsatz kam, gab es für Gonçalves im Herbst 2012 gerade noch einen Kurzeinsatz - meist lief er mit der 2. Mannschaft in der 1. Liga Promotion auf. -- Anfang Januar 2013 lieh ihn der FC Sion der New England Revolution aus, dem Major-League-Soccer-Team aus Foxborough bei Boston. -- Für die "Revs" bestritt er eine beeindruckende erste Saison, war der einzige Spieler seines Teams, der in jedem Match über die volle Zeit zum Einsatz kam. Auf die Saison 2014 hin wurde er vom Team aus Massachusetts übernommen und zum Captain befördert. Die Revolution schaffte es zum 5. Mal in der Geschichte bis in den Final, scheiterte aber - wie in den 4 Teilnahmen zuvor - an Los Angeles Galaxy (1:2).

Auf sich aufmerksam gemacht hatte Gonçalves in der beachtlichen Champions-League-Kampagne des FC Thun im Herbst 2005. -- Erst am 12. Juli von den Berner Oberländer verpflichtet, wurde Gonçalves im ersten Qualifikationsspiel in Kiew eingewechselt - und war dann im 1:0 gewonnenen Rückspiel, gegen Malmö und in allen sechs Gruppenspielen über die volle Distanz im Einsatz. -- Die starken Auftritte mit dem kleinen FC Thun auf der grossen europäischen Bühne rückten auch Gonçalves ins Rampenlicht. -- Nach 16 NLA- und 10 Europacup-Spielen sowie 3 Einsätzen im Schweizer Cup konnte er kurz vor Transferschluss im Januar 2006 beim Heart of Midlothian FC (Edinburgh) unterschreiben. Offiziell hatte ihn der russisch-litauische Klub-Besitzer Wladimir Romanow über einen seiner weiteren Klubs, den FBK Kaunas, verpflichtet und sofort weiter den Hearts ausgeliehen.

Bei den "Jambos" konnte Gonçalves an seine Leistungen im Thuner Herbst anknüpfen und war Teil der Mannschaft, die die Saison als Zweite hinter Celtic Glasgow beendete. Es war das erste Mal seit 1995, dass sich ein Team zwischen den zwei Grossen aus Glasgow, Celtic und Rangers, klassierte. -- Zudem gewannen die Hearts den Schottischen Cup, Gonçalves verpasste den Final gegen den unterklassigen Gretna FC jedoch, nachdem er im Halbfinal (4:0-Sieg gegen den Lokalrivalen Hibernian) verletzt ausschied. -- Die zweite Saison in Edinburgh lief weniger rund, die Hearts verpassten Champions League wie UEFA-Cup, wurden am Ende Vierte und Gonçalves fehlte öfter verletzt. -- Im Juli 2008 wurde er an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen, mit dem er die Rückkehr in die Bundesliga schaffte, aber schon vor den Barrage-Spielen erfuhr, dass "der Club" nicht mehr mit ihm planen würde. -- Zurück bei den Hearts fasste Gonçalves wieder Tritt in Schottland, hatte einen persönlich erfolgreichen Herbst, der im Januar 2010 durch einen Muskelfaserriss endete. Ebenfalls wechselten die Hearts den Trainer, der nicht mehr auf ihn zählen wollte. -- Im März kam Gonçalves nochmals zurück, wurde dann aber von Kniebeschwerden gestoppt.

Der in Lissabon geborene portugiesisch-schweizerische Doppelbürger mit kapverdischen Wurzeln wuchs in der Waadt auf. Juniorenclubs waren der FC La Sallaz und Yverdon-Sport. -- 2002 Wechsel in den Nachwuchs des FC Basel, mit dem er unter Heinz Hermann U17-Meister wurde und zeitweise dem Kader des Fanionteams angehörte (aber zu keinem Einsatz kam). -- 2004 zum FC Winterthur in die Challenge League. -- Im Januar 2005 Transfer zur AC Venezia in die italienische Serie B. Die AC Venezia stieg am Ende der Saison ab und musste sich aus finanziellen Gründen auflösen und neu gründen. Gonçalves wechselte nach Thun.

José Gonçalves spielte in Portugals U21 und soll im Herbst 2009 einmal zum erweiterten Kader des A-Nationalteams gehört haben.

aktualisiert 8. Dezember 2014
* 24.09.1963 | Nationalität: Österreich

1983 - Juni 1988 im FCSG. -- 38 (21 NLA/1 Europacup/5 Cup/11 IFC-/Intertoto-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 30. Juli 1983 beim 1:2 im IFC-Spiel gegen Werder Bremen.

Hannes Gort kam als 19-Jähriger von der IG Bregenz/Dornbirn zum FCSG. -- Auch wenn er vor seinem Wechsel in die NLA in der österreichischen 2. Division vorwiegend auf der Ersatzbank sass und nur zweimal eingesetzt wurde, war das Vertrauen in das Talent des Vorarlbergers gross. -- Früher als erwartet kam er am 23. August 1983 zu seinem NLA-Debüt - und erledigte die Aufgabe zur Zufriedenheit von Trainer Helmuth Johannsen einwandfrei. -- Stamm-Libero Armin Veh hatte sich verletzt, und Johannsen wollte Christian Gross nicht aus dem gut harmonierenden Mittelfeld nehmen. -- Gort bestritt im Herbst 1983 weitere 9 NLA-Spiele und stand auch im UEFA-Cup-Spiel auswärts gegen Radnicki Nis in der Startformation, hier erstmals nicht als Libero. -- Zum Rückrundenstart war Veh erneut angeschlagen, nur bevorzugte Johannsen inzwischen Gross als "freien Mann" einzusetzen. -- Der Trainer war von Gort doch noch nicht ganz überzeugt, die 0:4-Niederlage in Lausanne im vorletzten Spiel der Hinrunde war vorerst sein letzter Match. Johannsen sprach nach der Winterpause an, dass dem Jung-Libero noch Durchsetzungsvermögen und Führungspersönlichkeit fehle, lobte ihn aber: "Gort ist unser Mann der Zukunft".

Zur nächsten Saison kam mit Ladislav Jurkemik jedoch ein unbestrittener Libero. Zudem konnte Gort nur eingesetzt werden, wenn einer der beiden Grenzgänger Gerhard Ritter/Martin Gisinger oder ein "richtiger" Ausländer ausfiel. -- So kam er in den folgenden Saison nur noch zu einzelnen Teileinsätzen, meist im Mittelfeld. Nur in der Saison 86/87 waren es wenigstens 7 Matches.

06.02.2015
* 09.09.1991 | Nationalität: Österreich/Kroatien

1. Juli 2015 bis 15. Januar 2016 im FCSG. -- 9 (7 NLA/2 Cup) Spiele und 2 Cup-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 9. August 2015 bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Zürich.

Sandro Gotal kam vom HNK Hajduk Split nach St. Gallen. -- Der Stürmer war mit 12 Saisontreffern (davon 9 in der Meisterschaft) gemeinsam mit Anton Maglica erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft, die am Ende in der Liga (1. HNL) Dritte wurde, mit dem grossen Abstand auf das Spitzenduo eine etwas enttäuschende Saison erlebte. -- Auch in St. Gallen fand er nicht zum Glück. Der 1,85 m grosse Stürmer schien von der Physis her ein wuchtiger Stürmer zu sein, erhielt aber auch nicht viele Chancen, sich zu beweisen.

Im Januar 2016 wurde Sandro Gotal für einen halbe Saison an Malatyaspor ausgeliehen, bestritt vier Spiele in der türkischen 1. Lig (zweithöchste Klasse). -- Ab September 2016 bei Past Gliwice in Polen (4 Spiele in der Extraklasa), dann ab Winter 2017 beim FC Ashdod in Israels höchster Liga Hat'Al.

Der in Bregenz geborene Stürmer wuchs als kroatischer "Secondo" in Vorarlbeg auf auf und begann als Junior beim SC Bregenz, ehe er ins Ausbildungszentrum des Landes-Fussballverbandes aufgenommen wurde. -- In der Saison 2007/08 holte ihn der SC Bregenz zurück, als 16-Jähriger in der 1. Mannschaft, die damals in der Regionalliga West (dritthöchste Spielklasse) spielte, debütierte. -- Anfang 2010 erhielt Gotal vom First Vienna FC seinen ersten Profivertrag. Das Debüt in der Ersten Liga (zweithöchste Klasse) gab Gotal in einem Auswärtsspiel gegen Austria Lustenau - also in seiner engeren Heimat. -- Bei der gegen den Abstieg kämpfenden Vienna kam Gotal nur auf einige Teileinsätze.

Der Angreifer wechselte zur Saison 2010/11 zum in die Erste Liga aufgestiegenen WAC/St. Andrä. -- Für die Kärntner, die sich auf Anhieb im Mittelfeld der Liga etablierten, brachte er es auf 39 Meisterschaftsspiel. -- Trotzdem wurde er für den Früling 2012 dem Regionalligisten Austria Klagenfurt ausgeliehen. -- In der Saison 2012/13 war er wieder "zweitklassig" und erzielte für den SV Horn 10 Meisterschftstore. -- Darauf holte ihn der WAC zurück. Der Verein hatte mittlerweile den Aufstieg in die Bundesliga geschafft - und dann die Spielgemeinschaft mit St. Andrä aufgelöst. -- Für den Wolfsberger AC erzielte Gotal in 28 Spielen 4 Tore (Bundesliga: 25/3). -- Im Sommer 2014 wechselte er zu Hajduk.

aktualisiert 29. Juni 2017
* 15.05.1993 | Nationalität: Frankreich/Tunesien

Seit 1. Juli 2016 im FCSG. -- Bisher 14 (13 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 beim 0:2 gegen den BSC Young Boys.

Mohamed Gouaida wurde vom Hamburger SV ausgeliehen. Zuvor hatte der "Bundesliga-Dino" den Vertrag mit dem Spieler verlängert. -- Der Mittelfeldspieler spielte ab 2014 für die U23 des HSV unter Joe Zinnbauer. -- Der Trainer übernahm in jenem Herbst die Leitung der taumelnden Bundesliga-Mannschaft und berief Gouaida ins Kader des "Eins". Am 23. November 2014 beim 2:0-Heimsieg gegen Werder Bremen kam Gouaida zu seinem Debüt in der höchsten Spielklasse. Bis in den Frühling 2015 kam er zu 11 Bundesliga-Spielen. -- Kurz vor Trasferschluss Ende August 2015 wurde ein Leihvertrag mit dem Karlsruher SC abgeschlossen. Für die Badener bestritt Gouaida 17 Matches in der 2. Bundesliga.

In Sfax geboren, wuchs Gouaida in Strassburg auf und begann seine Laufbahn im Nachwuchs von Racing Strasbourg. -- 2011 wechselte er in den Nachwuchs des SC Freiburg, ab Sommer 2012 spielte er mit der U23 des Sportclubs in der Regionalliga. -- 2014 der Wechsel zum Hamburger SV.

Stand 16.05.2017
* 01.06.1988

In der Saison 2008/2009 im FCSG. -- Ohne Einsatz im Fanionteam des FCSG.

Mirco Graf spielte zuvor mit Frauenfeld (2006/2007) und Kreuzlingen drei 1.-Liga-Saisons und wechselte im Sommer 2009 zum Nachwuchs des FCSG. -- Der Stürmer steigerte unter Giorgio Contini seine Torquote auf 13 (in den beiden Spielzeiten davor je 7).

In der Vorbereitung im Sommer 2009 schien er im Kader zu sein. Sein St. Galler Höhepunkt blieb aber das Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool in der ausverkauften AFG-ARENA. -- Im August 2009 schliesslich an den FC Gossau ausgeliehen (14 NLB-Spiele/2 Tore). -- Im Sommer 2010 (wieder) bei den Grasshoppers. -- Graf wurde für das U21-Team verpflichtet, kam ab Oktober auch im Fanionteam zum Einsatz. -- Wie viele andere Spieler erhielt Mirco Graf im Sommer 2011 bei GC keinen Vertrag mehr und wechselte schliesslich in die Challenge League zum FC Chiasso. -- Graf blieb bei den Grenzstädtern zwar ohne Torerfolg, wusste aber dennoch zu überzeugen. -- Zum Rückrundenbeginn im Februar 2012 an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt und deshalb nicht mehr eingestzt. -- Ab Juli 2012 beim FC Tuggen in der neuen 1. Liga Promotion. -- Im Sommer 2013 Wechsel zum FC Rapperswil-Jona (1. Liga Classic).

aktualisiert 18.  Juni 2013
* 08.12.1966

1. Juli 1987 bis 29. Januar 1989 im FCSG. -- 25 (23 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. April 1988 bei der 0:2-Heimniederlage gegen Servette.

Thomas Grüter galt als grosses Goalie-Talent, das von der halben Nationalliga "gejagt" wurde, als er im Sommer 1987 vom FC Emmenbrücke aufs Espenmoos wechselte. Er begann - wie vorgesehen - als Nummer 2 hinter Bruno Huwyler, der seinerseits längst nicht mehr unbestritten war. -- Bei seinem Debüt gegen das grosse Servette (Torschützen waren Karl-Heinz Rummenigge und John Eriksen) fanden sich 13'000 Zuschauer im Espenmoos ein. Grüter wurde von Beginn weg vielseits gelobt, auch wenn er sich bis zum seinem fünften NLA-Match (4:2 gegen Luzern am 18. Mai 1988) gedulden musste, ehe er erstmals als Sieger vom Platz konnte. -- Grüter hatte es geschafft, startete als Stammgoalie in die nächste Saison. -- Im August wurde der FCSG in Genf von Servette gedemüdigt, niemand aber schob dem Goalie eine Schuld für die 1:7-Niederlage zu. Trotzdem wurde Grüter von einer Zeitung fortan als "Unsicherheitsfaktor", wahlweise auch als "Latschi" oder "Fliegenfänger" bezeichnet. -- Als wenig später Kurt Jara Trainer wurde, hatte er weiterhin Grüter vertraut. Er soll aber - auf Druck von aussen - gesagt haben, dass er seinen Torwart genau unter die Lupe nehme. Versprach aber auch, dass eine Rückkehr von Huwyler kein Thema sei. -- Später im Herbst knickten Jara und mit ihm der FCSG-Vorstand ein und entzogen Grüter das Vertrauen. Die Espen fielen nach der 0:2-Niederlage gegen die Young Boys ans Tabellenende. Grüter wurde in den Nachwuchs verbannt und sollte nur noch die Nummer 3 sein. Und galt als Sündenbock für die verpasste Finalrunden-Qualifikation.

Dann aber gab es für Grüter doch eine gute Fügung: beim FC Basel fiel Remo Brügger nach einem Verkehrsunfall längere Zeit aus, und weil auch schon der Nachwuchs-Goalie verletzt war, wurde Grüter geholt. -- Ende Mai löste der FCSG - in grosser Ungewissheit über die Zukunft auf dem Goalieposten - die Option auf Grüter ein. Jara soll darauf erklärt haben, nur einen Ersatzgoalie zu suchen, worauf Präsident Hidber erwiderte, dass Grüter erste Wahl wäre. -- Im Joggeli hingegen fand Grüter die Anerkennung, auch wenn er später von Christian Reinwald uns Stefan Huber verdrängt wird. -- Er feierte mit dem FCB 1994 die Rückkehr in die NLA und blieb - weiterhin als Halbprofi, was inzischen ungewöhnlich war - bis Sommer 1997 aktiv. Er beendete die Karriere mit rund 170 Meisterschaftsspielen in NLA und NLB, blieb dem FC Basel aber treu, war mit seiner Firma lange Zeit Herausgeber des "Joggeli-Magazins" (Matchprogramm)  und auch ein paar Jahre Goalietrainer.

Grüter begann als Junior beim SK Root und wechselte bald als D-Junior zum FC Luzern. Schon ein Jahr später ging er aber zum FC Emmenbrücke, wo er sich besser gefördert sah. Bald wurde Grüter in die "Schülerauswahl" des SFV aufgeboten (u.a. ein Spiel in England vor 25'000 Zuschauern) und spielte später auch in die U16, U17 und UEFA-Auswahl, wo er sich unter anderem gegen Eric Pédat durchgesetzt hatte. Als 16-Jähriger debütierte er mit Emmenbrücke in der 1. Liga.

ergänzt  31. Dezember 2013
* 09.03.1976 | Nationalität: Brasilien

23. März 2000 bis 8. Mai 2003 im FCSG. -- 106 (86 NLA/7 Cup/12 Europacup/1 UI-Cup) Spiele und 10 (8 NLA/2 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 2. April 2000 beim 7:1-Heimsieg gegen Luzern.

"Guido" Alves Pereira Neto wurde in der Meistersaison als Nachfolger des Holländers Wilco Hellinga verpflichtet. -- Der defensive Mittelfeldspieler brauchte keine 90 Sekunden für sein erstes Ausrufezeichen im Espenmoos: er schoss den FCSG bei der Gala gegen Luzern in Führung. -- Zusammen mit seinem Landsmann Jairo bildete Guido die unwiderstehliche Mittelfeld-Achse. -- War als Antreiber auch ein glänzende Techniker. -- Zu früh musste er seine Karriere beenden. Adduktoren- und Leistenprobleme zwangen ihn zur Aufgabe, weshalb er um Auflösung des Vertrags bat, um nach Brasilien zurück zu kehren. -- Guido spielte davor in Schanghai, wohl im 1.-Divisions-Team von Shenhua. -- 1997 holte ihn Carlos Alberto Parreira zu den New York/New Jersey MetroStars in die amerikanische Major League Soccer. -- Der brasilianische Weltmeister-Trainer von 1994 soll Guido aus dem Nachwuchs des São Paulo FC gekannt haben, wo Parreira zuvor tätig war.

korrigiert (Anz. Spiele und Tore) 22.02.2014

* Österreich | Nationalität: 19.06.1969

30. Januar bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 8 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 24. März 1995 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 1:0-Heimsieg gegen den SC Kriens.

Der Kärntner Rudi Gussnig kam vom SC Rheindorf Altach aufs Espenmoos. -- Er wurde bereits seit Mitte Januar getestet und wurde im vom FCSG gewonnenen Hallenturnier von Sursee Torschützenkönig. -- Gussnig war zwar ein richtiger Goalgetter, doch im FCSG konnte er sich nicht durchsetzen. -- Zudem hatte Uwe Rapolder einen Ausländer mehr im Kader als er aufstellen konnte. -- Erst im letzten Saisonspiel zuhause gegen den FC Solothurn glückte ihm der erste Treffer (zum 3:0-Endstand). -- Der Leihvertrag wurde nicht verlängert.

Gussnig ging zum Linzer ASK (LASK). Nach gutem Start konnte er beim Bundesligisten die hohen Erwartungen in ihn nicht erfüllen. -- Gussnig wurde dem damals in der zweithöchsten Liga spielenden SVL Flavia Solva Wagna ausgeliehen. -- Später wieder im SCR Altach, mit dem 1997 der Aufstieg in die 2. Divison gelang. Ein Jahr später wieder der Abstieg in die Regionalliga, 2004 die endgültige Rückkehr der Vorarlberger in den Profifussball. -- Gussnig blieb Altach auch darüber hinaus treu, wurde Trainer der 2. Mannschaft, später Co-Trainer der "Ersten" und schliesslich Vorstandsmitglied.

Rudi Gussnig stammt aus Obervellach und begann beim FC Mölltal. Der grosse Ernst Happel holte ihn 1990 zum FC Swarovski Tirol nach Innsbruck. -- Im Sommer 1992, nach dem Niedergang des FC Swarowski und der Rückkehr des alten FC Wacker, gehörte Gussnig dem neuen Innsbrucker Team an, machte aber noch im selben Sommer für etwas mehr als ein Jahr einen Abstecher zu VSE St. Pölten. -- 1993 Rückkehr zu Wacker Innsbruck. -- 1994 erster Wechsel nach Altach.

aktualisiert 01.07.2014
* 11.05.1968

1. Juli 1986 bis 30. Juni 1990 im FCSG. -- 91 (83 NLA/8 Cup) Spiele und 7 (4 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. August 1986 beim 2:2 gegen die Grasshoppers.

Harald Gämperle kam vom FC Kirchberg aufs Espenmoos. -- Nach einer Saison im FCSG-Nachwuchs gelang ihm unter Markus Frei im Fanionteam der Durchbruch. -- Durch Verletzungen von Stammspielern kam Gämperle ins Team und nutze die Chance. -- Als "gelernter" Mittelfeldspieler bewies "Harry" auch in der Verteidigung seine Zuverlässigkeit. -- Bald wurde er gelobt für "unbändigen Kampf, überdurchschnittliche Aggressivität, Einsatz ohne Rücksicht auf Verluste und körperliche Top-Verfassung" und im Vergleich mit Marco Tardelli als Prototyp des "Strichkämpfers" dargestellt. -- Der FCSG qualifizierte sich in der Saison 87/88 denn auch für die Finalrunde. -- Zu Beginn der Saison 88/89, als Ivan Zamorano neu auf dem Espenmoos war, fiel Gämperle wegen eines Bänderrisses lange aus, kam erst zum Ende der Qualifikation zurück, die Espen mussten in die Auf-/Abstiegsrunde. -- Zum "Wintermeistertitel" 1989 trug Harald Gämperle seinen Anteil bei. -- Gämperle blieb während seiner Zeit im FCSG Halbprofi, arbeitete Teilzeit als Maler im Geschäft seines Vaters.

Lange schon waren die Grasshoppers auf Harald Gämperle aufmerksam geworden. -- Das Tauziehen um ihn wurde schon in der Winterpause 89/90 intensiv, schliesslich wechselte der Toggenburger im Sommer auf den Hardturm. -- Acht Jahre spielte Gämperle für GC, wurde viermal Meister, einmal Cupsieger und spielte in der Champions League und in weiteren Europacup-Partien. -- 165 NLA-Partien (4 Tore) für die  Zürcher. -- Nach dem vierten Meistertitel wechselte Gämperle 1998 zum Neuchâtel Xamax FC (17 NLA-Spiele). -- Im Oktober 1998 schied Gämperle in einem Match gegen den FC Basel mit Kreuzbandriss aus. -- Es sollte sein letztes Spiel als Profi gewesen sein, im Sommer 2000 beendete er schliesslich die Aktiv-Karriere. -- Total 265 NLA-Spiele und 8 Tore. -- Seinen einzigen Platzverweis kassierte Gämperle auf dem Espenmoos am 26. Oktober 1996 (zweite Verwarnung, seine Grasshoppers gewannen dennoch 3:2).

Uli Stielike holte Gämperle aus der U21- in die richtige Nationalmannschaft, am 13. Dezember 1989 beim 1:2 in Teneriffa gegen Spanien kam er bereits zu seinem Nati-Debüt - gemeinsam mit Klub-Kollege Urs Fischer sowie Patrick Sylvestre und Frédéric Chassot. -- Gämperle kam in der Saison 91/92 zu zwei weiteren und am 3. März 1995 in Athen gegen Griechenland zu seinem vierten Länderspieleinsatz. -- Zudem 8 U21-Länderspiele.

Juniorenklub war der FC Bazenheid, 1985 wechselte Gämperle zum FC Kirchberg, für den er eine 2.-Liga-Saison bestritt.

Beachtliche Co-Trainer-Laufbahn

Nach der Spieler-Karriere wurde Harald Gämperle Trainer-Assistent. -- Zuerst unter Marco Schällibaum bei den Young Boys, mit denen er im Sommer 2001 die Rückkehr in die NLA feierte. -- Nachdem Schällibaum die Berner verlassen hatte, ging im Sommer 2003 auch Gämperle. -- Ab Oktober 2003 kurzzeitig Assistent von Urs Meier im FC Baden (NLB). -- Ab Januar 2004 unter Lucien Favre im FC Zürich. -- Nach zwei Meistertitel in Serie mit dem FCZ folgte Gämperle 2007 seinem Cheftrainer Favre nach Berlin zum Hertha BSC. -- Nach starker zweiter Saison in der Bundesliga wurde Favre im Herbst 2009 in Berlin entlassen, Gämperle verliess die Hertha ebenfalls. -- Nach der Beförderung von Urs Fischer zum Cheftrainer kehrte Harry Gämperle Ende April 2010 zum FCZ zurück. -- Im März 2012 wurde Gämperle nach der Absetzung von Fischer interimistisch Cheftrainer des FC Zürich. -- Im Sommer 2013 folgte Gämperle "seinem" Sportchef Fredy Bickel zurück zu den Young Boys, wo er als Assistent des erst nach ihm verpflichteten Uli Forte tätig wurde. -- Als Uli Forte im August 2015 entlassen wurde, sprang Gämperle auch bei YB als Interimstrainer ein.

aktualisiert 06.08.2015
* 08.04.1978 | Nationalität: Schweiz/Österreich

1. Juli 2007 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 3 Spiele (1 NLA/2 UI-Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 2007 im UI-Cup auswärts beim 1:0-Sieg gegen Dacia Chisinau.

Das Verletzungspech, das Bernt Haas vor seiner St. Galler Zeit hatte, begleitete ihn auch in die Ostschweiz. -- Die Vorbereitung verlief im Sommer 2007 reibungslos, doch nach dem ersten Meisterschaftsspiel meldete sich die Bandscheibe. -- Mehrmals vor dem Comeback durch neue Sorgen gestoppt. Im Sommer 2010 schliesslich wurde im Rahmen er Kaderbereinigung auch sein Vertrag nicht mehr verlängert. -- 36 Länderspiele, EM-Teilnahme 2004, 2 Einsätze, Stammspieler, doch gegen England nach einer zweiten Verwarnung vom Platz gestellt. -- NLA-Debüt mit den Grasshoppers am 31. Mai 1995 beim 3:1-Sieg in Lausanne. -- Als 18-jähriger mit GC 1996 in der Champions League. -- In der selben Saison unter Rolf Fringer erstmals in der Nati. -- 4 Meistertitel mit GC. Nach 166 NLA-Spielen 2001 zu Sunderland in die englische Premier League gewechselt. -- 2002/2003 an Basel ausgeliehen und mit dem FCB erneut in der Champions League und massgeblich am Erfolg (Qualifikation zur 2. Gruppenphase) beteiligt. -- 2003/2004 mit West Bromwich Albion in die Premier League aufgestiegen (36 Einsätze). -- Nach dem Aufstieg von "WBA" nur noch wenig berücksichtigt. -- Im Januar 2005 zu Bastia, wo er mithelfen sollte, den Abstieg zu verhindern. -- Erlitt im vierten Match für die Korsen einen Kreuzbandriss. -- Im März 2006 zurückgekehrt, aber am Ende den Wiederaufstieg mit Bastia verpasst. -- Im Sommer 2006 von Hanspeter Latour zum 1. FC Köln geholt. -- Kam in der 2. Bundesliga wegen nun aufgetretenen Hüftproblemen nur auf 19 Einsätze. -- Im Kanton Schwyz aufgewachsen (erste Junioren-Klubs Buttikon und Freienbach), schweizerisch-österreichischer Doppelbürger. -- Der offensivstarke rechte Aussenverteidiger wurde auch durch weite Einwürfe bekannt.

Ergänzt 2. Juli 2010

 

* 20.01.1984 | Nationalität: Tunesien/Deutschland

Seit 14.08.2016 im FCSG. -- Bisher 30 (28 NLA/2 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. August 2016 beim 0:2 in Vaduz.

Karim Haggui wechselte nach Saisonstart nach St. Gallen und sollte mit seiner Erfahrung der verunsicherten Mannschaft helfen und die Abwehr stabilisieren. -- Nur 20 Minuten dauerte sein erster Einsatz, bis er mit einem Jochbeinbruch ausfiel und deswegen mehrere Monate ausfällt. Beim zur Verletzung führenden Corner deutete der Tunesier an, dass er auch in der Offensive eine Hilfe sein könnte: Sein Kopfball war für Vaduz' Goalie nur schwer zu parieren.

Haggui spielte zuvor für ein Jahr bei Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga gespielt (29 Einsätze) und soll dort bestverdienender Spieler gewesen sein, weshalb der Klub die Vertragsauflösung herbeiführte. -- Zwischen 2006 und 2013 kam der Verteidiger bei Bayer Leverkusen (59) und Hannover 96 (107) auf 166 Bundesliga-Spiele.

Geboren und aufgewachsen in Kasserine, spielte Haggui als Junior zuerst für den Avenir Sportif de Kasserine, ehe er als 14-Jähriger nach Sousse in den Nachwuchs des Spitzenklubs Etoile Sportive du Sahel (ESS) übertrat. Dort war er als rechter Aussenverteidiger mit Offensivqualitäten geschätzt. -- Sein Debüt im Profifussball gab Haggui am 22. Dezember 2002. Ein Jahr später gewann der ESS in der letzten Austragung den afrikanischen Cup der Cupsieger. In der Meisterschaft wurde Hagguis Mannschaft zweimal hintereinander Zweiter.

2004 wechselte er nach Frankreich zu Racing Strasbourg. Mit den Elsässern gewann Haggui in der ersten Saison den Ligacup, im Final gegen Caen (2:1) kam er jedoch nicht zum Einsatz. -- Der Sieg im Ligacup brachte Racing die Chance auf die UEFA-Cup-Teilnahme. In der Qualifikation war Haggui Torschütze gegen den Grazer AK. Die Gruppe gewannen die Strassburger vor der AS Roma und dem FC Basel, später scheiterte das Team von Trainer Jacky Duguépéroux im Achtelfinal an Basel. Am Ende der gleichen Saison 2005/2006 stieg Racing ab - Haggui aber schaffte den Sprung in die Bundesliga zu Bayer Leverkusen. Und bestritt mit Tunesien die WM-Endrunde in Deutschland.

In Leverkusen traf Haggui auf Tranquillo Barnetta, den er später in St. Gallen wieder zum Teamkollegen haben sollte. In den ersten zwei Jahren mit den Rheinländern kam der Abwehrspieler zu je 24 Bundesliga-Einsätzen, im dritten nur noch auf 11. Im UEFA-Cup kam er allein in der zweiten Saison ebenfalls auf 11 Spiele, darunter bei einem 5:0-Auswärtssieg gegen den FC Zürich. -- Die beste Zeit aber sollte für Karim Haggui ab 2009 mit Hannover 96 folgen. -- Zwar traf die Niedersachsen der Suizid ihres Torhüters Robert Enke im Herbst 2009 hart, die Mannschaft geriet in Abstiegsgefahr. Doch 96 gelang die Rettung und liess ab 2010/11 die beste Phase der Klubgeschichte folgen. -- Zuerst der 4. Platz in der Bundesliga, dann eine erfolgreiche Europa-League-Kampagne, die erst im Viertelfinal an Atletico Madrid endete. -- Haggui war in der Zeit längst Leistungsträger. 2012 war Hannover erneut in der Europa League, diesmal war hier Anschi Machatschkala im Sechzehntelfinal Endstation. In der Folge lief es der Mannschaft wie Haggui selbst nicht mehr rund.

Im Herbst 2013 wechselte Haggui zum VfB Stuttgart. Der Transfer brachte ihm kein Glück, er bestritt in zwei Jahren nur sechs Meisterschaftsspiele. -- 2015 erlöste ihn ein Angebot von Fortuna Düsseldorf. Dort bestritt er 29 Spiele in der 2. Bundesliga, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Fortuna weit weg vom Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus blieb und sich am Ende mit Platz 14 begnügen musste.

Karim Haggui war 82-facher Nationalspieler. -- Mit 19 wurde er im Sommer 2003 erstmals für Tunesien aufgeboten und debütierte noch im selben Herbst. Anfang 2004 bestritten die "Adler von Karthago" den Afrika-Cup im eigenen Land - und gewannen den kontinentalen Titel zum ersten Mal. -- Im Sommer 2004 gehörte er in Athen auch zur Olympia-Mannschaft Tunesiens, die aber in der Vorrunde ausschied. Auch bei der WM 2006 in Deutschland war das Turnier nach der Vorrunde zu Ende, Haggui kam in allen drei Spielen zum Einsatz. -- 2009 wurde Haggui Captain des Nationalteams. 2012 erklärte er den Rücktritt aus der Nati, 2014 wurde er von Nabil Maâloul noch einmal für WM-Qualifikationsspiele aufgeboten.

Stand 04.06.2017
* 27.08.1987 | Nationalität: Deutschland

Vom 6. Mai bis 30. Juni 2011 als Ersatzgoalie im FCSG.

Timo Hammel wurde für die letzten fünf Spiele der Abstiegs-Saison 2010/2011 verpflichtet, da sich Stammgoalie Germano Vailati einer Operation unterziehen lassen musste und Nachwuchsgoalie Florian Kloser aus beruflichen Gründen nicht immer zur Verfügung gestanden hätte.

Nach seiner Zeit in St. Gallen spielte Hammel eine Saison für den FSV Bissingen 08 in der Verbandsliga und feierte den Aufstieg in die Oberliga (fünfthöchste Spielklasse). -- Ab Sommer 2012 zwei Jahre beim in St. Galler Fankreisen bestens bekannten SSV Reutlingen (ebenfalls Oberliga). -- Im Sommer 2014 beendete Hammel das Engagement in Reutlingen und schloss sich dem in die Bezirksliga abgestiegenen GSV Maichingen an.

Timo Hammel begann seine Karriere beim SV Viktoria Aglasterhausen und SV Sinsheim. Von 2003 bis Sommer 2010 in Nachwuchteams des VfB Stuttgart.

ergänzt 4. Januar 2015
* 04.02.1990 | Nationalität: Frankreich

5. Januar bis 3. August 2016 im FCSG. -- 17 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Februar 2016 bei der 1:2-Niederlage gegen Thun.

Florent Hanin wechselte von Strömsgodset Toppfotboll zum FCSG. -- Vom Club aus Drammen in Norwegen hatte er vor Saisonbeginn im März 2015 eigentlich einen Zweijahresvertrag angeboten erhalten, aufgrund einer Leistenverletzung wurde aber nur für eine Saison verpflichtet. -- Hanin verpasste die ersten zwei Saisonspiele, war dann aber in 26 von 28 möglichen Meisterschaftsspielen in der Startformation und feierte am Ende mit der Mannschaft den 2. Platz. -- Der Vertrag lief aus, Hanin kam ablösefrei nach St. Gallen.

Hanin war Nachfolger von Mickaël Facchinetti und spielte im Frühling 2016 als linker Verteidiger fast das volle Pensum. Einzig in der vorletzten Runde musste er passen - wegen einer Gelbsperre. -- Trotzdem war Hanin zum Start in die Saison 2016/17 nurmehr zweite Wahl auf seiner Position. Der aus Biel geholte Kofi Schulz stand in den ersten beiden Spielen auf dem Platz. -- Hanin ersuchte um die Vertragsauflösung, um nach Portugal zurückzukehren - er ist mit einer Portugiesin verheiratet. Hanin unterschrieb beim CF Os Belenenses aus Lissabon.

Der Aussenverteidiger wurde in Harfleur bei Le Havre in der Normandie geboren und wurde im Nachwuchs des Havre AC - dem ältesten Klub Frankreichs - ausgebildet. -- 2010 wurde Hanin Profi beim HAC, die Chance, sich in der 1. Mannschaft zu beweisen, blieb im verwehrt. -- 2011 wechselte Hanin nach Portugal zum Leixões SC (Matosinhos). -- Nach einer Saison in der zweithöchsten Liga (27 Spiele) holte ihn der Spitzenklub Sporting Braga. -- Beim regelmässigen Europacup-Teilnehmer war er aber nur dritte Wahl und musste er sich mit Einsätzen in der B-Mannschaft (ebenfalls "Segunda Liga") zufrieden geben. -- Im Frühling 2013 wurde Hanin dem Moreirense FC ausgeliehen, für den er zu 12 Einsätzen in der höchsten Liga ("Liga ZON Sagres") kam, aber den Abstieg nicht verhindern konnte. -- Hanin wurde im Oktober 2013 erneut an Moreirense ausgeliehen (weitere 11 Matches in der "Segunda"). -- Im Januar schliesslich lieh in Braga nach Agriniou in Griechenland aus, wo er für Panaitolikos zu immerhin 14 Spielen in der Super League kam.

Im Sommer 2014 unterschrieb er beim belgischen Pro-Legue-Klub Lierse S.K., bei dem Hanin wenig Glück hat. Trainer Stanley Menzo - als Goalie eine Legende bei Ajax Amsterdam - wurde nach schlechtem Saisonstart entlassen. Unter dem Nachfolger kam er nur noch zu 3 Einsätzen (total 9 Spiele in der Pro League). -- Im Januar 2015 wurde der Vertrag aufgelöst - Lierse stieg am Ende jener Saison ab.

Erste Juniorenclubs von Hanin waren der FC Gonneville-la-Malet und der SC Octeville.

Stand 03.08.2016
* 28.01.1947

1. Januar bis 30. Juni 1993 Trainer des FCSG. -- Für 15 (14 NLA/1 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer des FCSG am 28. Februar 1993 in der Auf-/Abstiegsrunde mit einem 1:0-Heimsieg gegen den FC Winterthur.

Ernst Hasler wurde Mitte Dezember 1992 in grösster Not verpflichtet. Ein Sachwalter-Ausschuss mit Eugen Mätzler an der Spitze musste sich einerseits mit der finanziellen Sorgen auseinandersetzen. So trennte sich der FCSG freiwillig von Fabian Estay und Eduardo Hurtado. Andernseits befand sich die Mannschaft in desolatem Zustand, im Publikum war das Vertrauen in Haslers Vorgänger Leen Looijen verschwunden. --
Hasler konnte sich von seiner Stelle als Sportlehrer in Widnau freistellen lassen und trat erstemals einen Job als Cheftrainer in der NLA an. Das Trainingslager in Chile wurde gestrichen, die Espen bereiteten sich in Liechtenstein und im Tessin auf die Auf-/Abstiegsrunde vor. -- Vor dem ersten Meisterschaftsspiel erzählte Hasler, dass ihn Lehrerkollegen ausgelacht hätten, als sie erfuhren, dass er das Angebot des FCSG annahm. -- In der  Mannschaft, die sich im Zerfall befand, wurde zeitweise gegen Hasler intrigiert. Der Trainer spürte zu spät, dass seine Gutmütigkeit ausgenützt wurde. -- Trotz sportlicher Überlegenheit, trotz eigentlich immer noch vorhandener Kampfstärke, wurde der Klassenerhalt verpasst, stattdessen stiegen die bescheidenen Teams aus Kriens und Yverdon in die NLA auf. -- "Zu sanft", "zu anständig" sei der Rheintaler für die Aufgabe gewesen, monierten hinterher einige Kritiker. Die Schuld am Abstieg war trotzdem nicht ihm anzulasten. Auch wenn Hasler eingestand, auch selbst Fehler begangen zu haben. -- Der Trainer war auch im Rückblick überzeugt, dass der FCSG die stärkste Mannschaft der Gruppe stellte - aber nicht die nervenstärkste. So wurden 5 von 7 Penaltys verschossen. -- Hasler sprach davon, in den sechs Monaten manch schlaflose Nacht verbracht zu haben. Und: "Wenn ich mir aus Enttäuschung die Haare ausgerupft hätte, wäre ich in 5 Minuten ein Glatzkopf gewesen". -- Hasler kehrte zurück in seinen Beruf als Sportlehrer in Widnau.

Ernst Hasler wurde zuerst Primarlehrer, startete dann als 23-Jähriger an der Uni Bern die Ausbildung zum Sportlehrer. -- Kaum zurück im Rheintal, liess er sich dazu überreden, Präsident des FC Diepoldsau zu werden. -- Als das Team in Not geriet, ernannte sich der Präsident zum Trainer. -- Später wurde Hasler Trainer des FC Altstätten, übernahm in der 2. Liga und führte den Klub 1981 sensationell in die Nationalliga B. In der Aufstiegssaison wies Altstätten den höchsten Zuschauerschnitt der gesamten 1. Liga auf. -- Ein Jahr später trennten sich der FCA und Hasler kurz vor Saisonende, als die Chance auf den Ligaerhalt schwand. -- In der Saison 1982/83 beim FC Vaduz (1. Liga), später interimsweise noch einmal beim FC Altsätten und auch im Faustball als Trainer des NLA-Teams von Widnau tätig. -- 1987 wurde Hasler überraschend Assistent des Nati-Trainers Daniel Jeandupeux. Sein Vorgänger Urs Siegenthaler, der zum FC Basel wechselte, hatte ihn vorgeschlagen. Die beiden kannten sich, da Hasler beim SFV als Instruktor tätig war. -- Als Uli Stielike die Nationalmannschaft übernahm, blieb Hasler Assistent. -- Ende 1991 und nach nur knapp verpasster EM-Qualifikation beendeten Stielike und Hasler ihr Engagement beim Verband. Der Deutsche wollte Hasler mit zu Xamax nehmen, Anfang April 1992 sagte ihm der Rheintaler aber ab, weil er seiner Familie den Umzug nicht zumuten wollen. -- In der selben Zeit wurde Hasler auch erstmals Kandidat auf den Trainerposten im FCSG. Vorerst wurde ihm Looijen vorgezogen.

22.10.2013
* 03.05.1981 | Nationalität: Frankreich

21. Januar 2005 bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 49 (47 NLA/2 Cup) Spiele und 19 (18 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20.02.2005 beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Basel.

Eric Hasslis erster Auftritt in Grün-Weiss fiel triumphal aus: auf schwer spielbarem, schneebedecktem Terrain erzielte er zwei Tore und legte so die Grundlage zum ersten Heimsieg seit vier Jahren gegen den FC Basel. -- Hassli kam vom Servette FC, den er aufgrund des finanziellen Zusammenbruchs verliess. -- Der 1,93 m grosse Franzose ragte körperlich und technisch heraus und bildete mit Alex Tachie-Mensah ein vorzügliches Sturmduo. -- In fünf weiteren Spielen gelang der manchmal fast zu verspielte Hassli eine Tor-Doublette - stets im Espenmoos.

Eric Hassli wechselte im Sommer 2006 zum Valenciennes FC. -- Der Klub aus Nordfrankreich war eben in die Ligue 1 zurückgekehrt, Hassli wurde vor dem Saisonstart als der grosse Hoffnungsträger gesehen, verletzte sich jedoch früh und fiel dann lange aus. Schliesslich lief ihm mit Steve Savidan ein anderer Stürmer den Rang ab. -- Ein Jahr später kehrte Hassli in die Schweiz zurück. Nach einem zähen ersten Jahr im FC Zürich trumpfte er in der Saison 2008/09 auf und steuerte 17 Tore zum Meistertitel bei. -- Im Sommer 2009 qualifizierte sich der FCZ mit Hassli für die Champions League. Im ersten Gruppenspiel gegen Real Madrid schied der Franzose verletzt aus und fiel sieben Monate aus. -- Im Januar 2011 zog es Hassli zu den Vancouver Whitecaps in die Major League Soccer, im Juli 2012 zum Ligakonkurrenten Toronto FC. Für Toronto erzielte der Franzose in 7 MLS-Spielen 2 Tore. Ab Februar 2013 beim FC Dallas, seinem dritten MLS-Klub. -- 2014 musste Hassli ein neues Team suchen. Er blieb zwar in Texas, spielte fortan mit den San Antonio Scorpions eine Stufe tiefer in der North American Soccer League (NASL). Im Herbst 2014 gewannen die Scorpions die NASL-Meisterschaft - Hassli hatte 6 Tore (zweitbester Schütze) in 20 Spielen (davon 13 als Joker) erzielt. Im Final gegen die Fort Lauderdale Strikers wurde Hassli in der Schlussphase eingewechselt.

Vor dem FCSG

Eric Hassli spielte als Junior in seiner Heimatstadt bei der AS Sarreguemines und im FC Metz. -- In Metz schaffte er auch den Sprung in den Profifussball, debütierte am 27. Juli 2000 in der damals noch Division 1 genannten Topliga. -- Im März 2002 an den Southampton FC ausgeliehen, aber ohne Einsatz in der Premier League geblieben. -- 2002/03 bestritt Hassli nochmals 13 Spiele für den FC Metz in der Ligue 2 und schaffte den Wiederaufstieg. -- Danach war Hassli in Lothringen kein Thema mehr; erst im Februar 2004 fand der Stürmer einen neuen Klub, unterschrieb bei Xamax für eine halbe Saison. In 13 Spielen schoss er 2 Tore, davon eines gegen Servette, das später zum Tor des Jahres gewählt wurde. -- Servette lockte Hassli im Sommer 2004 nach Genf. Bis zum Konkurs bestritt Hassli 11 Spiele (3 Tore) für die Grenats.

ergänzt  02.12.2014
* 25.10.1997

Als Nachwuchsspieler seit 2009 im FCSG. -- Bisher 57 (52 NLA/5 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. September 2015 bei der 1:2-Niederlage in Basel.

In einer Phase, in der mehrere FCSG-Nachwuchsspieler den Weg ins Profiteam fanden, wurde Silvan Hefti zum jüngsten Super-League-Debütanten des FCSG seit über 8 Jahren (Michael Lang im Mai 2007). -- Am Freitag wurde bekannt gegeben, dass Hefti den ersten Profivertrag unterschrieben hat. In der Medienmitteilung wurde er zitiert: "Es ging in den letzten Monaten alles sehr schnell, das ist fast nicht zu glauben." -- Noch schneller kam seine (gut bestandene) Feuertaufe im Fanionteam: Schon einen Tag später stand er in Basel als rechter Aussenverteidiger in der Startformation.

Erster Juniorenclub von Silvan Hefti war der FC Goldach.

Stand 04.06.2017
* 28.02.1956

Vom 1. Juli 1986 bis 30. Juni 1990 als Spieler und vom 24. April 1996 bis 31. Dezember 1998 als Trainer im FCSG. -- 136 (123 NLA/10 Cup und 3 Intertoto-Cup) Spiele und 31 (26 NLA/5 Cup) Tore für die Espen als Spieler. 115 (99 NLA/12 Cup/4 UI-Cup) Spiele als Trainer. -- FCSG-Debüt am 5. Juli 1986 im Intertoto-Cup gegen Widzew Lodz (0:3-Heimniederlage). Erstes Spiel als Trainer am 27. April 1996 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Basel.

Roger Hegi kam 1986 als 30-jähriger Routinier vom FC Luzern aufs Espenmoos. -- Mit dem Aargauer konnte der Regisseur geholt werden, den der FCSG nach der missratenen Vorsaison dringend benötigte. -- Hegi übertraf die Erwartungen, er war nicht nur der erhoffte technisch begabte Spielgestalter, er war torgefährlich und überzeugte auch mit seiner kämpferischen Einstellung. -- Schnell war er auf dem Espenmoos der Publikumsliebling. -- Hegi war in seiner St. Galler Zeit auch sicherer Penaltyschütze (nur einen von sechs Elfern nicht verwandelt) und glänzte öfter mit verwandelten Freistössen.

Mit konstant guten bis sehr guten Leistungen sorgte Hegi dafür, dass der FCSG 1986 erstaunlich gut in die Saison startete, nie mit dem Abstieg zu tun hatte und im Sommer 1987 immerhin Siebter wurde. -- Für Hegi folgten in St. Gallen eine sichere Finalrunden-Qualifikation, aber auch ein schlechter Herbst 1988, als Platz 8 deutlich verpasst wurde, im darauf folgenden Frühling aber immerhin die Auf-/Abstiegsrundengruppe souverän gewonnen wurde. Mit 9 Treffern (davon 6 in der Auf-/Abstiegsrunde) war Hegi in dieser Saison hinter Ivan Zamorano zweitbester Schütze. -- Phantastisch war der Herbst 1989 nicht nur, weil Zamorano und Hugo Rubio, der nun Hegi als Spielmacher teilweise ablöste, den FCSG zum "Wintermeister" schossen. Auch Roger Hegi hatte grossen Anteil am Ostschweizer Sturmlauf. -- Die Finalrunde verlief weniger rund, und als Hegi im April 1990 im Espenmoos gegen die Grasshoppers erstmals ein Spiel von der Ersatzbank ansehen musste, schien es klar zu sein, dass Trainer Kurt Jara nicht mehr mit ihm plant. -- Schliesslich zog er gemeinsam mit seinem Freund Beat Rietmann zum FC Gossau. -- Jurist Hegi, der während seiner FCSG-Zeit im "Freizeitstudium" das Anwaltsdiplom erlangte, arbeitete ohnehin schon nebenbei in Gossau als Rechtsanwalt.

Hegi war beim FC Gossau Spielertrainer, verpasste in der ersten Saison den Aufstieg in die 1. Liga knapp hinter dem FC Wil, wo wiederum Christian Gross als Spielertrainer wirkte. -- Der Aufstieg gelang dann 1992, der FCG verstärkte sich geschickt, unter anderem mit dem FCSG-Nachwuchsspieler Marco Zwyssig, und marschierte in der 1. Liga durch. Von Beginn weg Tabellenführer in der Ostschweizer Gruppe, schaffte Gossau mit Siegen über Solothurn und Monthey zum zweiten Mal den Aufstieg in die NLB. -- Höhepunkt im Herbst 1993 war für die Gossauer der 2:0-Derbysieg zuhause gegen den FCSG. Wohl musste der FCG in die Abstiegsrunde, schaffte den Ligaerhalt aber souverän. Roger Hegi gab jedoch im Sommer 1994 seinen Rückrtritt als Spielertrainer bekannt. -- Ende September wurde Rechtsanwalt Hegi wieder gerufen, half bei Gossau nochmals bis zur Winterpause als Trainer aus; ein längeres Engagement schloss er wegen der beruflichen Belastung aus.

Als Uwe Rapolder im Frühling 1996 als FCSG-Trainer mehr und mehr unter Druck geriet, wurde bald Roger Hegi als möglicher Nachfolger gehandelt. -- Zwei Wochen nach Rapolders Entlassung unterschrieb Hegi seinen ersten Vertrag als vollamtlicher Trainer. -- Bald gab der frühere Regisseur bekannt, dass er sich von einigen Spielern trennen wird. -- Schliesslich standen zum Saisonstart im Juli 1996 11 Neuzuzügen 15 Abgänge gegenüber. Um die drei Südafrikaner Phil Masinga, Sizwe Motaung und David Nyathi holte er mit Adrian Allenspach, Marco Zwyssig und Dorjee Tsawa Spieler aus der Region in die Mannschaft, vom "FC Ostschweiz" war die Rede. -- Mit der Aufbruchstimmung starteten die Espen erfolgreich in die Saison, blieben in den ersten acht Spielen ungeschlagen, auch wenn der vermeintliche Superstürmer Masinga bald wieder weg war. Dafür verlieh der im Oktober geholte Erik Regtop neuen Aufwind. -- Mühelos qualifizierte sich der FCSG für die Finalrunde, was ihm unter Hegi auch in den nächsten zwei Jahren (wenn auch etwas knapper) jeweils gelang. Dies alleine war ein beträchtlicher Leistungsausweis für Hegi. -- Höhepunkt unter Trainer Hegi war jedoch das Erreichen des Cupfinals 1998. Das Endspiel gegen Lausanne-Sports ging schliesslich verloren, auf bittere Art und Weise und nach Penaltyschiessen. -- Anfang Dezember 1998 bot Hegi dem FCSG-Vorstand offiziell an, den Vertrag aufzulösen. Er wolle entweder zu einem professioneller geführten Verein oder sich wieder um seine Laufbahn als Anwalt kümmern. Hegi hatte zuvor sportliche Forderungen gestellt, die nicht erfüllbar waren. -- Präsident Thomas Müller ging noch davon aus, dass Hegi die Saison in St. Gallen beenden würde. -- Im Hintergrund worben die Grasshoppers längst heftig um Hegi, und als Mitte Dezember bei den Zürchern Rolf Fringers Entlassung vollzogen wurde, stellten sie Hegi als dessen Nachfolger vor - ohne ein Einverständnis des FCSG. -- Schliesslich verpflichtete der FC St. Gallen am 30. Dezember Marcel Koller, womit sie Hegi für GC per 1. Januar 1999 freigaben.

Die Grasshoppers holten mit Wunschtrainer Roger Hegi in der Finalrunde 1999 zwar den Rückstand auf Qualifikationssieger Servette auf, wurden aber hinter den Genfern nur Zweite. -- Dazu erreichten die "Hoppers" den Cupfinal. Der zweite in Folge für Hegi - und erneut sah er im Wankdorf eine Niederlage gegen Lausanne-Sports (0:2). -- Hegi hatte im März nach einer Niederlage gegen Servette mit Kubilay Türkyilmaz und Giuseppe Mazzarelli zwei Stars freigestellt. Er holte bald darauf den ausgeliehenen Hakan Yakin vorzeitig vom Espenmoos auf den Hardturm zurück, warb zudem um Marco Zwyssig. -- Dann hätte alles ganz gross werden können für Hegi in Zürich: Mit Rainer Gut und Fritz Gerber stiegen zwei Leute beim Rekordmeister ein, die dem Verein fast unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stellen konnten. -- Bald wurde der ehemalige Sportchef Erich Vogel (der Hegi nach Zürich lockte) entlassen, Hegi übernahm vorübergehend auch dessen Aufgaben. -- Zur neuen Saison konnte mit Stéphane Chapuisat von Borussia Dortmund der damals beste Schweizer Fussballer geholt werden. -- Doch schon am 2. August und nach einer 0:2-Niederlage in Yverdon war Hegi nicht mehr Trainer. Die Investoren holten sich Ex-Natitrainer Roy Hodgson.

Hegi wurde Berater des FC Aarau, war im Oktober 1999 beim Karlsruher SC (damals 2. Bundesliga) im Gespräch. -- Im Oktober 2001 wurde Roger Hegi zum neuen Generaldirektor des FC Basel gewählt. Am 1. Januar 2002 trat er den Job beim zum Schweizer Vorzeigeklub werdenden FCB an, im selben Jahr gewannen die Basler nach langer Durststrecke den ersten Meistertitel und den Cup, ein Jahr später erneut den Cup. -- Im Juni 2003 wurde Hegi entlassen. Es hiess, CEO Hegi habe sich mit den von ihm selbst geschaffenen schlankeren Strukturen überflüssig gemacht. -- Mäzenin Gigi Oeri wurde gewissermassen Nachfolgerin von Hegi. -- Im Februar 2004 wurde Hegi Direktor der Sport-Toto-Gesellschaft (später Swisslos). -- Im Mai 2004 wurde er zudem in den Verwaltungsrat der FC Aarau AG gewählt, aus dem er im Februar 2006 wieder zurücktrat. -- Ab Oktober 2006 bis September 2007 im Verwaltungsrat der FC Luzern Innerschweiz AG. -- Im Sommer 2006 war er im Freiamt beim FC Muri in der 2. Liga interregional für rund ein Jahr noch einmal als Trainer tätig - als Nachfolger von Mohammed Mouidi, den er einst in St. Gallen trainierte und dann als Assistent zu den Grasshoppers mitnahm. -- Im Frühling 2012 schliesslich liess sich Roger Hegi per 1. Juli als Trainer des BSC Old Boys verpflichten. -- Die ambitionierten Basler schafften vor seinem Amtsantritt die Qualifikation für die neu geschaffene 1. Liga Promotion. Noch vor der Winterpause gab Hegi bekannt, dass er das Traineramt bei OB per Ende 2014 aufgibt, die Belastung für das "Hobby" war ihm zu gross geworden.

Noch als Junior wechselte Roger Hegi vom FC Bremgarten zum FC Aarau, für den er am 25. Mai 1974 beim 1:1 gegen Mendrisiostar sein NLB-Debüt gab. Ab der Saison 1974/75 im Kader des Fanionteams und sobald Stammspieler. -- Im Sommer 1977 wechselte Hegi zum NLA-Aufsteiger FC Young Fellows. -- Die Zürcher beabsichtigten mit dem FC Aarau zu fusionieren (was nicht zustande kam) und trugen in ihrer NLA-Saison ihre Heimspiele im Aarauer Brügglifeld aus. -- Hegi bestritt 16 NLA-Spiele für YF, kehrte aber in der Winterpause zu Aarau zurück. -- 1981 stieg der FCA nach 45 Jahren Absenz in die NLA auf. Hegi gehörte längst zu den Leistungsträgern des Teams, das im Aargau eine grosse Euphorie entfachen konnte. -- Hegi selbst war mit 14 Toren - es sollte seine Bestmarke bleiben - erfolgreichster Schütze in der ersten Aarauer NLA-Saison. -- 1982 gewann Hegi mit Aarau den letzten Ligacup der Geschichte. Gegner im Final war der FCSG, Aarau siegte 1:0 auf dem Espenmoos, im Rückspiel reichte ein 0:0. -- 1984, nach 227 Meisterschaftsspielen (146 NLB/81 NLA) für Aarau wechselte Hegi zum Rivalen FC Luzern. -- Für die Zentralschweizer bestritt er in zwei Jahren 51 NLA-Spiele (13 Tore), soll sich dort aber lange nicht so wohl gefühlt haben wie danach in St. Gallen.

aktualisiert 2. Dezember 2014
* 05.08.1974 | Nationalität: USA

27. August 2002 bis 28. Januar 2003 im FCSG. -- 7 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. September 2002 bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Frank Daniel Hejduk wurde von Bayer Leverkusen ausgeliehen. -- Der US-Amerikaner mit kroatischen Wurzeln hatte in der Bundesliga eine gute erste Saison (1998/1999), es insgesamt in drei Jahren aber nur zu 19 Einsätzen gebracht. -- Der Defensivspieler aus Südkalifornien war bekannt als begeisterter Surfer und genoss in St. Gallen die Nähe zum Bodensee. -- Fussballerisch blieb jedoch ein Ausraster in Erinnerung, der dem Publikum verborgen blieb: im Heimspiel gegen Xamax war Hejduk in der ersten Halbzeit auf der Ersatzbank. In der Pause zeigte er dem Referee den Vogel, worauf er wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte sah. -- Hejduk wurde für 3 Spiele gesperrt. -- Die dritte Sperre sass er nicht mehr in der Schweiz ab. Hejduk kehrte nach Neujahr nicht nach Europa zurück. Schliesslich wurde der Vertrag aufgelöst.

Hejduk schloss sich den Columbus Crew in der Major League Soccer an. In Columbus war Frankie von Beginn weg Leistungsträger. -- 2004, 2008 und 2009 mit der Crew Gewinner der "Supporters Shield" (beste "Regular Season"). -- Vor allem aber 2008 Gewinner des MLS Cups (nach europäischer Leseart: Meister). Im Playoff-Final gegen die New York Red Bulls erzielte Hejduk das Tor zum 3:1-Endstand.

Hejduk bestritt 85 Länderspiele für die USA. -- 2 Einsätze an der WM 1998 in Frankreich. -- In 4 von 5 Spielen an der wM 2002 (also wenige Wochen vor seinem Wechsel zum FCSG) in Südkorea/Japan im Einsatz; im Achtelfinal gegen Mexiko büsste er eine Gelbsperre ab, stand im 0:1 verloreren Viertelfinal gegen Deutschland wieder im Team. -- Verpasste die WM 2006 wegen einer Verletzung. -- Für die WM 2010 jedoch nicht mehr im Kader. -- An den Olympischen Spielen 1996 in allen 3 Spielen im Einsatz. -- In sämtlichen 6 Spielen bei Olympia 2000 in Sydney im Einsatz. Die USA scheiterten erst im Halbfinal an Spanien und unterlagen im Spiel um Bronze Ivan Zamoranos Chile.

Frankie Hejduk spielte als Junior für die San Dieguito High School (für die er auch im Surf-Team antrat, 1988 Nationaler "Junior High School Surfing Champion" wurde, ein Jahr später 10. der Nationalen Amateurmeisterschaften der Surfer). -- Zweites High-School-Team waren die La Jolla Nomads. -- 1996 in der Gründungssaison der Major League Soccer von der Tampa Bay Mutiny verpflichtet. -- Bis 1998 57 MLS-Spiele für Mutiny. -- 2003 bis 2010 147 MLS-Spiele für die Crew. -- Im Dezember 2010 von Sporting Kansas City gedraftet und anschliessend an Los Angeles Galaxy weiter "gehandelt". -- Für das Team von David Beckham bestritt Hejduk nur 6 MLS-Spiele, hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen. Ende 2011 von der Galaxy auf die Draft-Liste gesetzt, jedoch wollte ihn kein neues Team verpflichten. Im Januar 2012 wurde der Vertrag aufgelöst, bald darauf erklärte Frankie Hejduk seine Aktiv-Karriere für beendet. -- Seit April 2012 wieder bei der Columbus Crew, vorerst soll er als "Symbolfigur" der Crew als "Brand Ambassador" um Sympathien werben.

ergänzt 06.05.2012
* 04.03.1974

Ehemaliger Nachwuchsspieler des FCSG. -- 2 NLB-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. September 1993 beim 3:1-Auswärtssieg in Sursee.

Marcel Helg gehörte einer Gruppe von vier Spielern aus dem Nachwuchs an, die Trainer Uwe Rapolder im Spiel in Sursee einsetzte, nachdem er mehrere Absenzen zu beklagen hatte. -- Helg war im Februar 1992 (zunmindest) im erweiterten Kader der U18-Nati. -- Später war Marcel Helg viele Jahre Spielmacher im FC Flawil und, nachdem er aus Verletzungsgründen zurückstecken musste, von 2006 bis 2010 auch Trainer des FCF.

14.01.2014
* 16.08.1970 | Nationalität: Holland

11. März 1997 bis 31. Dezember 1999 im FCSG. -- 97 (84 NLA/9 Cup/4 UI-Cup) Spiele und 8 (7 NLA/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. März 1997 beim 0:0 gegen Aarau.

Hellinga ist "halber Meister" 2000, verliess den FCSG aber bereits nach dem "Wintermeister-Titel". -- Kam vom Beerschot VAC aus Antwerpen (Belgien/2. Division) und war ablösefrei, weil sein ex-Klub in Zahlungsschwierigkeiten war. -- Hellinga war nach Erik Regtop der zweite von später drei (Edwin Vurens) Holländern bei den Espen und hatte grossen Anteil daran, den Aufschwung einzuleiten. -- Cufpinalist 1998. -- Der FCSG wollte mit seinem defensiven Mittelfeldspieler den Vertrag über das Jahr 2000 hinaus verlängern, doch Hellinga zog es zum 1. FC Nürnberg in die 2. Bundesliga. -- Ein halbes Jahr später, nachdem der Aufstieg mit Nürnberg knapp verpassst wurde, kehrte er in die Schweiz zurück und bestritt drei Saisons mit dem FC Zürich (75 NLA-Spiele für den FCZ). -- Im Sommer 2003 kehrte Hellinga zurück nach Holland, wo er bis zum Ende seiner Profikarriere 2006 im BV Veendam (zweithöchste Liga) spielte. -- Seither Nachwuchstrainer beim SC Heerenveen, bei dem er seine Profikarriere 1994 startete.

12.1.2010
* 22.03.1965

1985 bis Dezember 1993 im FCSG. -- 240 (203 NLA/7 NLB/13 Cup/17 Intertoto-Cup) Spiele und 9 (7 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 9. März 1986 beim 1:1 gegen den FC Zürich.

Thomas Hengartner nahm einen Umweg über den FC Zürich, für den er im Dezember 1984 zu zwei Kurzeinsätzen in der NLA kam. -- Der Aussenverteidiger, ausgeprägter Linksfüsser und mit unbändigem Kampfgeist ausgestattet, wurde bald zum Publikumsliebling auf dem Espenmoos. -- Später vor allem für seine Flanken berühmt, erzielte er bereits in seinem zweiten Einsatz - erstmals in der Startformation stehend - das Siegtor zum 2:1 gegen Xamax. Er drosch einen Abpraller aus 25 Metern unhaltbar ins Netz. -- Hengartner wurde einmal als "typischer Auf-/Abstiegsrunden-Typ" bezeichnet, der (im Abstiegskampf gegen Unterklassige) realistisch blieb und nie überheblich wirkte.

Im Mai 1987 wurde Hengartner von der Vereinsführung als erster Spieler mit einem betont leistungsbezogenen Vertrag langfristig gebunden, der für die Zukunft beispielhaft sein sollte. -- Das Karrierenende kam für Hengartner jedoch vorzeitig. -- Das grosse Kämpferherz konnte nach dem Abstieg im Herbst 1993 zwar nochmals sieben Meisterschaftsspiele bestreiten, litt aber unter chronischen Adduktoren- und Leistenbeschwerden. Anfang Dezember 1993 beschloss er den noch bis 1995 laufenden Vertrag vorzeitig aufzulösen. -- Den Wiederaufstieg im darauf folgenden Frühling konnte er nur noch von der Tribüne aus verfolgen.

Hengartner war später als Trainer unter anderem im FC Widnau und FC St. Otmar, war Sportchef des SC Brühl und dank beruflichem Abstecher ins Tessin auch des FC Locarno. -- Auch engagierte er sich weiterhin für den FCSG, so betreute er - auch aus Verbundenheit zu seinen früheren Teamkollegen Hugo Rubio und Ivan Zamorano - Mario Cáceres in dessen ersten Monaten in der Schweiz. -- Seit Sommer 2011 ist Hengartner Trainer des FC Wängi. -- Junioren-Vereine waren der FCSG und der SC Brühl.

22. Juli 2013
* 16.08.1971 | Nationalität: Chile

1. Juli bis 31. Dezember 1997 im FCSG. -- 19 (18 NLA/1 Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Juli 1997 auswärts beim 2:2 gegen Servette.

Leonel Marcelo Herrera Silva wurde von Colo Colo ausgeliehen. Und allein die Tatsache, dass er vom chilenischen Grossklub kam, weckte grosse Hoffnung. Doch dem Chilenen gelang es nicht, Trainer Roger Hegi zu überzeugen; auch sein Tor im dritten Meisterschaftsspiel zum zum 3:0-Schlussstand gegen Xamax half nicht. Herrera kam nur in 4 Spielen in die Startformation. -- Dann kam auch noch Pech dazu: Anfang Dezember brach er sich im Trainig den Mittelhandknochen, zwei Tage später wurde er vor dem letzten Spiel der Qualifikation offiziell verabschiedet.

Leonel Herrera kehrte in die Heimat zurück spielte bis 2002 noch beim CD Iquique sowie in Santiago für den CD Palestino und Audax Italiano.

Der Club Social y Deportivo Colo Colo war Herreras erster Profiklub 1989, dreimal kehrte er zum Rekordmeister Chiles zurück, mit dem er 1991 seinen grössten Erfolg feierte. Im Rückspiel des Finals der Copa Libertadores gegen Olimpia Asunción wurde Herrera in der 40. Minute eingewechselt und erzielte das dritte Tor beim 3:0-Sieg (Hinspiel 0:0). -- Dazwischen spielte Herrera 1990 für den CD Concepción, 1992 für Deportes La Serena und 1994 für den CD Antofagasta. 1996, vor seinem Engagement im FCSG, bei den Correcaminos de la UAT (Ciudad Victoria, Tamaulipas) in Mexiko und damit erstmals im Ausland.

Leonel Herrera spielte für Chile 1991 an der Südamerikanischen U20-Meisterschaft und 1994 an der Copa America für U23-Teams.

Sein Vater Leonel Herrera Rojas war ywischen 1967 und 1987 als Abwehrspieler erfolgreicher Profi, gewann fünf Meistertitel mit Colo Colo und einen mit Union Española.

25.11.2010
* 28.06.1980

1. Juli 2012 bis 6. Januar 2017 im FCSG. -- 42 (28 NLA/13 Cup/1 Europacup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. September 2012 im 1.-Runden-Spiel des Schweizer Cups beim FC Altstetten (7:0-Sieg).

Marcel Herzog wechselte "im Tausch" mit Germano Vailati vom FC Basel zum FCSG (beide hatten auslaufende Verträge). -- Auch in St. Gallen war für den Baselbieter die Rolle als Goalie Nummer 2 zugedacht. Bei allem Konkurrenzkampf und gesunden Ehrgeiz blieb Herzog ein Teammitglied, das sich mit dieser Konkurrenzkampf zurecht fand. -- Am Ende seiner zweiten St. Galler Saison, im Mai 2014, gab ihm Trainer Jeff Saibene für die verbleibenden fünf Spiele den Vorzug gegenüber Stammgoalie Daniel Lopar.

Es war offensichtlich, dass Saibene in jenem Frühling mit Lopar nicht uneingeschränkt zufrieden war. Gleichzeitig überzeugte Lopar. Das brachte den Trainer vor dem Saisonstart 2015 dazu, keine alleinige Nummer 1 mehr festzulegen und beide Goalies abwechslungsweise zwei Spiele einzusetzen und für zwei Matches auf der Bank zu sitzen. -- Auch wenn das "Experiment" so umstritten wie aufseherregend war, brachten beide Torhüter regelmässig gute Leistungen, Aussetzer blieben ihnen erspart. -- Herzog durfte sich berechtigte Hoffnung machen, sich dereinst voll als durchzusetzen. Doch dann entschied Saibene ein Jahr später, wieder voll auf Lopar zu setzen. -- Der Konkurrent steigerte sich, Herzog nahm die Rolle als Ersatz wieder klaglos vorbildlich an. Und blieb auch in den folgenden zwei Transferperioden in St. Gallen, als davon die Rede war, ihm bestens woanders eine Chance zu geben. -- Kurz nach dem Start in die Vorbereitung im Januar 2017 gab Herzog überraschend den Rücktritt als Profispieler an. -- Er wolle den jungen nicht im Weg stehen - und sein Psychologie-Studium voranbringen.

Von Congeli nach Schaffhausen

Als der FC Concordia im Juni 2001, wenige Tage vor Herzogs 21. Geburtstag, die Rückkehr die NLB feierte, hatte der junge Goalie einen grossen Anteil am Erfolg. Seit 1997 spielte er für Congeli, erst in der U19, ab 1999 in der 1. Mannschaft. -- Schon 1998 hatte Herzog erste Einsätze im Fanionteam und wurde wenig später erstmals ins U18-Nationalteam aufgeboten. -- Der FC Basel sicherte sich Herzog und setzte ihn ab Sommer 2001 vorerst in seiner U21 in der 1. Liga ein. -- Noch im Herbst 2001 wurde der Goalie wieder an Congeli ausgeliehen und dort wieder Stammgoalie. -- 51 NLB-Spiele bestritt der Baselbieter bis Sommer 2003. -- Dann wollte der FCB einen nächsten Nachwuchsgoalie, den Thurgauer Riccardo Meili, bei Concordia im Einsatz sehen. Herzog wechselte deshalb zum FC Schaffhausen.

In Schaffhausen gelang Herzog der grosse Durchbruch. Der FCS feierte im Mai 2004 den Aufstieg in die Super League. -- Trotz kleinem Budget behauptete sich der Klub aus der Munotstadt auch in der höchsten Spielklasse, immer wieder verdankte er Punktgewinne seinem starken Rückhalt im Tor. -- Zweimal verteidigte Schaffhausen mit Herzog seinen Platz in der Elite, 2007 folgte trotzdem der Abstieg. -- Nach 132 Meisterschaftsspielen (101 NLA/31 NLB) für die Nordschweizer wagte Herzog den Sprung ins Ausland.

Wenig Glück in Duisburg

Mit einem Dreijahresvertrag wurde Herzog zum MSV Duisburg geholt. -- Doch dort musste er die Spiele vor allem von der Ersatzbank aus mitverfolgen. -- 2008 stiegen die "Zebras" aus der Bundesliga ab, Trainer Rudi Bommer schenkte nun endlich Herzog das Vertrauen. -- Nachdem Bommer von Peter Neururer abgelöst worden war, sah sich Herzog trotz guter Leistungen wieder auf der Bank. -- Im Sommer 2010 kam es zum grossen Umbruch, Stammgoalie Tom Starke ging nach Hoffenheim, Herzog durfte bleiben. -- Längst war Milan Sasic Trainer, und dieser holte mit David Yeldell einen Goalie, den er aus seiner Zeit in Koblenz kannte - und den er gegenüber Herzog bevorzugte. -- 2011 schliesslich konnte Herzog aus seinem Vertrag in Duisburg aussteigen. -- Nach 15 Spielen in der 2. Bundesliga und mit dem Gefühl, kaum eine faire Chance erhalten zu haben, ging er wieder rheinaufwärts zurück zum FC Basel.

Im FCB war Herzog hinter Yann Sommer und Massimo Colomba ein Jahr lang die Nummer 3 und durfte in der drittletzten Runde im spektakulären Heimspiel gegen die Grasshoppers (6:3) seinen einzigen Einsatz im Profiteam leisten. -- Mit dem Entscheid der Basler, Germano Vailati als Nachfolger von Colomba zu verpflichten, ebnete sich für Herzog der Weg nach St. Gallen.

Junioren im Baselbiet und der USA

Marcel Herzog begann bei den Junioren des FC Bubendorf. Als seine Familie für zwei Jahre nach New York zog, spielte er dort im Team einer High School. -- Wieder in Bubendorf, staunten zuerst die Leute im eigenen Klub. Als 16-Jähriger stieg er mit dem Fanionteam in die 3. Liga auf, fiel in der Regionalauswahl auf und weckte das Interesse des FC Sion, ehe er zu Concordia ging.

Stand 14. Januar 2017
* 06.11.1970

1. Juli 1992 bis 30. Juli 1993 im FCSG. -- 36 (34 NLA/2 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Juli 1992 beim 1:1 gegen Lugano.

Marc Hodel kam vom FC Baden aufs Espenmoos, für den er zuvor seit 1989 drei Saisons in der NLB und davor im Nachwuchs spielte. -- Er hatte sich schnell einen Stammplatz in der Innenverteidigung geholt, nicht zuletzt seine physischen Vorteile (1,89 m gross) halfen ihm dabei. -- Nach dem Abstieg wechselte Hodel zum FC Zürich, nicht ohne Nebengeräusche. -- Der FC Zürich wollte das Transfergeschäft nur mit dem FC Baden abschliessen. -- Im Leihvertrag mit Option zur Übernahme zwischen dem FC Baden und dem FCSG soll eine Unterschrift gefehlt haben, weshalb Hodel den Kontrakt für ungültig hielt. -- Hodel behauptete auch, die Verantwortlichen des FCSG schon im Frühling informiert zu haben, weil er sich in St. Gallen nicht wohl gefühlt habe.

In Zürich gefiel es Marc Hodel besser. -- Von 1993 bis 1996 bestritt der Badener 86 NLA-Spiele für den FC Zürich. -- In der Saison 1996/97 an den damaligen UEFA-Cup-Teilnehmer FC Aarau ausgeliehen (31 NLA-Spiele). -- 1997 unterschrieb Hodel einen gut dotierten Vertrag mit dem FC Sion. Die Walliser hatten zuvor das Double gewonnen. Nachdem die Qualifikation zur Champions League verpasst worden war, forcierte jedoch Präsident Christian Constantin Vertragsauflösungen. -- Marc Hodel unterzeichnete schon Anfang September einen neuen Vertrag beim FC Zürich. -- Im November 1998 wurde Hodel von Gilbert Gress erstmals in die Nationalmannschaft aufgeboten. -- Hodel kam denn auch beim Freundschafts-Länderspiel in Budapest gegen Ungarn (0:2-Niederlage) am 18. November zu seinem Nati-Debüt. Insgesamt brachte er es zu 13 Länderspielen. -- Im Herbst 1998 vermochte er mit dem FCZ auch im UEFA-Cup mit dem Sieg über Celtic Glasgow (und dem unglücklichen Ausscheiden gegen die AS Roma) zu begeistern. -- Im Frühling 1999 lief Marc Hodel zu Bestform auf, ein Ausland-Transfer schien wahrscheinlich. In der Vorbereitung des Länderspiels gegen Italien äusserte er seinen Wunsch, in die Serie A wechseln zu können. -- Schliesslich interessierten sich auch die Grasshoppers und lockten Hodel "über die Gleise" in den Hardturm - ein Wechsel, der alles andere als geräuschfrei vonstatten ging. -- Mit GC feierte der Abwehrspieler 2001 seinen ersten Meistertitel. -- 2003 wurde Hodel ein zweites Mal Meister, doch verpasste er wegen einer Knieverletzung die ganze Finalrunde und erhielt zum Saisonende keinen Vertrag mehr. -- Der Aargauer blieb danach lange ohne Verein. -- Im Frühling 2004 kam Hodel beim FC Wohlen in der Challenge League zu einem Vertrag und gab im April ein viel beachtetes Comeback. -- Im Dezember 2004 musste er jedoch seinen Rücktritt als Profi erklären, eine Achillessehnen-Verletzung zwang ihn dazu.

Im Sommer 2005 liess sich Hodel vom Inter Club Zurigo (2. Liga interregional) als Spielertrainer engagieren. -- Die vollmundigen "Interisti" hatten gleich mehrere Ex-Profis unter Vertrag genommen und setzten sich ihrerseits den Aufstieg in den Profifussball zum Ziel. -- Hodel verliess Ende Jahr Zürich und wurde Spielertrainer des FC Lenzburg (2. Liga; dem Inter Club ging schliesslich im Frühling 2006 das Geld aus). -- 2008 holte ihn die Spielvereinigung Schaffhausen als Trainer in die 1. Liga. -- 2009 nach Zypern zur APEP Pitsilias (Limassol), wohin der Holländer und ehemalige NLA-Profi Willy Schepers zahlreiche Akteure aus der NLB und 1. Liga lotste. -- Schepers war als Sportchef bald wieder weg, Hodel wurde ebenfalls noch vor dem ersten Meisterschaftsspiel wieder entlassen. -- Ab Sommer 2010 beim FC Windisch (2. Liga) und auch im Nachwuchsbereich des "Team Aargau" tätig. -- 2011 kurzzeitig Trainer des FC Meisterschwanden (2. Liga). -- Ab Juli 2012 Trainer des in die 1. Liga Classic aufgestiegenen FC Kreuzlingen, den er im Abstiegskampf Anfang Mai 2013 wieder verlassen musste. -- Ab Juli 2013 Trainer des FC Wangen bei Olten (1. Liga Classic),

Marc Hodel bestritt auch 1 U21-Länderspiel (am 22. August 1990 gegen Australien in Wettingen, 0:0). -- Viel zu seiner Bekanntheit beigetragen hat Marc Hodel die (inzwischen wieder geschiedene) Ehe mit Anita Buri, der Miss Schweiz von 1999.

aktualisiert 27.05.2013
* 02.12.1969 | Nationalität: Ecuador

1. Juli 1992 bis 6. Januar 1993 im FCSG. -- 27 (22 NLA/1 Cup/4 Intertoto-Cup) Spiele und 9 (7 NLA/2 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. Juli 1992 im Intertoto-Cup beim 2:2 gegen den FC Stahl Linz.

Eduardo Estiguar (Stuart) Hurtado Roa kam vom Valdez SC (Milagro) nach St. Gallen. Es soll sich um den ersten
ecuadorianischen Transfer in den europäischen Fussball gehandelt haben. Der FCSG rüstete den hoffnungsvollen Stürmer mit einem Dreijahres-Vertrag aus. -- Die Erwartungen in Hurtado waren gross, die Geduld mit ihm nicht. -- Hurtado, ein Modellathlet, war in der missratenen Qualifikation mit 7 Treffern bester St. Galler Torschütze. Sein Pech war auch, dass nur zwei seiner Goals zu Punktgewinnen verhalfen - einmal, im Letzigrund gegen den FC Zürich, schoss er das einzige Tor des Abends. -- Viel mehr wurden ihm die ausgelassenen Chancen hochgerechnet. -- Der Vertrag wurde schliesslich vorzeitig wieder aufgelöst. Hurtado sagte später, dass er und seine Frau sich wohlgefühlt hätten in der Ostschweiz. Doch mit dem Rücktritt von Präsident Carlo Hidber sei die Stimmung gegen die Südamerikaner gekippt (auch Fabian Estay musste mit Hurtado gehen).

Seine Karriere startete der Stürmer als 17-Jähriger in seiner Heimatstadt Esmeraldas beim Centro Juvenil Deportivo, 1990 bildete er zusammen mit seinem Bruder Jorge das Sturmduo. -- Ab 1991 beim neu gegründeten Valdez SC (Klubfarben Grün-Weiss), mit dem er in der ersten Saison Meisterschafts-Zweiter wurde und dann 1992 erste Partien in der Copa Libertadores bestritt. Ebenfalls 1992 - zwei Monate vor seinem Transfer zum FCSG - gab Hurtado sein Debüt in der Nationalmannschaft von Ecuador, für die er am Ende 74 Länderspiele bestritt und mit 26 Toren zweitbester Schütze der Geschichte war. -- Dreimal, 1993, 1995 und 1997, spielte er um die Copa America. -- Davor soll er in 14 Länderspielen mit der U21 bzw. U23 6 Tore erzielt haben.

Nach dem Abschied aus St. Gallen wurde Hurtado vom chilenischen Spitzenklub Colo Colo engagiert, mit dem er Meister wurde, meist aber nur Ersatz war. -- Eine Karriere mit zahlreichen Klubwechseln war nun lanciert, er sollte auch beweisen, dass er als Stürmer eine gewisse Klasse hatte und sich den Übernamen "El Tanque" (der Tank) verdiente. -- 1994 folgte ein Abstecher nach Mexiko zu den Correcaminos de la UAT (Ciudad Vitoria, Tamaulipas). Im gleichen Jahr zurück nach Ecuador zu Emelec (Guayaquil). Meister 1994, nun als Leistungsträger. 1995 mit Emelec im Halbfinal der "Libertadores", dazu soll Hurtado 1995 als Achtbester Torschütze weltweit ausgezeichnet worden sein.


1996 und 1997 in der neu gegründeten Major League Soccer (MLS) bei LA Galaxy. 1996 mit dem Team aus Los Angeles im Final (MLS Cup) gegen D.C. United. Hurtado erzielte den Führungstreffer zum 2:0, Galaxy verlor jedoch am Ende 2:3. -- Mit 21 Toren war Hurtado zweitbester Torschütze der ersten MLS-Saison und einer der ersten Stars der Liga. -- Dazwischen 1996 auch beim Barcelona Sporting Club (Guayaquil). -- Ab 1997 abwechselnd in Ecuador bei Liga de Quito (LDU; Meister 1998 und 1999) und in der MLS bei den New York/New Jersey MetroStars. -- 2000 in der MLS bei der New England Revolution (und noch einmal bei LDU). 2001 Zuerst bei den Argentinos Juniors (La Paternal, Buenos Aires), dann für ein Jahr in Edinburgh, Schottland, beim Hibernian FC. -- Ab 2002 vorwiegend in seinem Heimatland bei Barcelona, CD El Nacional (Quito), CSD Audaz Octubrino (Machala) und CD Olmedo (Riobamba), zwischen 2007 und 2010 in der Serie B und tiefer bei CS Norteamérica (Guayaquil), San Camilo (Los Rios) und CS Patria (Guayaquil), dem ältesten Verein seines Heimatlandes, bei dem er 2010 als 40-Jähriger seine Karriere beendete. -- Zudem spielte Hurtado 2003 noch einmal in Chile für den CD Universidad de Concepción und 2007 in Kolumbien für Deportivo Pereira.

31. Dezember 2013
* 21.06.1970

Als Nachwuchsspieler und bis 30. Juni 1992 im FCSG. -- 15 NLA-Spiele und 3 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. Oktober 1991 beim 2:0-Heimsieg gegen die Grasshoppers.

Fredy Hutter profitierte vom Abgang von Kurt Jara. -- Dessen Nachfolger Heinz Bigler, der zuvor im Nachwuchs tätig war, holte den jungen Stürmer in die 1. Mannschaft. Schon in seinem ersten Spiel als Cheftrainer wechselte Bigler in der Schlussphase Hutter für Brian Bertelsen ein. -- Zwei Wochen später stand Hutter erstmals in der Startformation und erzielte beim 2:1-Sieg gegen Luzern das 2:0. Vier Tage später spielte er in Wettingen ein zweites Mal von Beginn an und erzielte das siegsichernde 3:1. -- Danach musste sich der junge Stürmer wieder mit Teileinsätzen begnügen, konnte aber mit seinem Ausgleichstreffer zum 3:3 dem FCSG in Genf einen Punkt sichern. -- Trotz der grossen Versprechung, die Hutter aufgrund seiner Leistungen im Herbst 1991 zu sein schien, und auch wenn er in der Finalrunde im Frühling 1992 noch fünfmal eingewechselt wurde, zog er am Ende der Saison zum SC Brühl. -- Mit Andy Höhener hatte ein halbes Jahr zuvor ein anderes Stürmertalent den umgekehrten Weg von Brühl zum FCSG gemacht und Hutter in der Hierarchie auf Anhieb überholt.

30.11.2012
* 30.06.1957

1. Juli 1982 bis 30. Juni 1988 und 15. November 1988 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 245 (190 NLA/4 Europacup/23 Cup/28 Intertoto-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 26. Juni 1982 beim 1:0-Sieg im Intertoto-Cup-Spiel gegen den RFC Liègois im Espenmoos.

Goalie Bruno Huwyler spielte zuvor in der NLB für den FC Ibach und wurde als Nachfolger von Roberto Böckli verpflichtet. Zudem hatte sich der noch als Reservetorhüter zur Verfügung gestandene Markus Brühwiler aus St. Gallen verabschiedet. -- Huwyler überzeugte in der Vorbereitung und insbesondere in den Intertoto-Cup-Spielen und war damit zum Start als Nummer 1 zwischen den Pfosten gesetzt. -- Und doch dauerte es nicht lange, wurde vom "St. Galler Torhüter-Problem" gesprochen. Teamkollege Christian Gross verteidigte Huwyler mit Nachdruck, das Team stehe ohne Einschränkung hinter seinem Goalie. Im nächsten Spiel hielt er beim 4:0-Auswärtssieg im Letzigrund grandios.

171 Spiele in Serie (wettbewerbsübergreifend/125 NLA-Spiele) stand Huwyler im St. Galler Tor, bis er am 3. September 1986 erstmals auf die Bank musste. -- Dafür brauchte es einen Uwe Klimaschefski als Trainer. Huwyler kassierte beim 2:2 gegen die Grasshoppers ein "einfaches" Tor. Eine Woche später siegten die Espen in Aarau 1:0, Huwyler konnte sich trotzdem nicht freuen. Er warf dem Trainer vor, ihn fertig machen zu wollen mit untauglichem Goalietraining und fiesen Sprüchen. Huwyler, der in jener Zeit privat auch noch eine Scheidung verkraften musste, sass aber nur für ein Spiel draussen - ohne ihn unterlag der FCSG im Wankdorf bei YB 2:7.

Klimaschefski liess den Goalie danach einigermassen in Ruhe arbeiten. Schon im Oktober wurde er nach einem 0:0 zuhause gegen Basel in den Spielberichten als einziger Spieler positiv herausgehoben, nachdem er sein Team in der Startphase mehrfach rettete. -- Als der deutsche Trainer im März 1987 von Markus Frei abgelöst wurde, muss dies für Huwyler dennoch eine Erlösung gewesen sein. Auch wenn er selbst sagte, dass der Trainerwechsel vor allem für die Mannschaftskollegen wichtig war, denn er selber habe sich seit einiger Zeit "einer Therapie unterzogen" die ihm "in psychischer Hinsicht unglaublich viel hilft". Huwyler stellte fest, dass zwar ein Teil des Publikums so wie die Mannschaft voll hinter ihm standen, er aber für viele Zuschauer regelmässig als Sündenbock herhalten musste. "Wer weiss", fragte Huwyler, "vielleicht vermag ich bei meinen Gegnern durch konstant gute Leistungen ein Umdenken einzuleiten? Das wäre für mich persönlich eine grosse Befriedigung." -- Jedenfalls gelang den Espen in der Saison 1987/88 wieder die Qualifikation für die Finalrunde, die Stimmungslage rund um den FCSG hatte sich massiv verbessert.

Aussortiert...

Und doch verlor Huwyler im Frühling 1988 seinen Platz abrupt. Mit Thomas Grüter hatte der FCSG neun Monate zuvor einen anderen Innerschweizer aufs Espenmoos geholt, der als grosses Goalie-Talent galt. -- Als der Jüngere beim Debüt - einem 0:0 gegen Servette vor 13'000 Zuschauern - glänzte und auch Huwyler Anerkennung zollte, war die überraschende Wachablösung vollzogen. Huwyler, der in den Monaten davor kaum zu Kritik Anlass geboten hatte und die Enttäuschung nicht verbergen konnte, vermutete, dass die Klubführung sich bereits gegen ihn entschieden hatte. -- Tatsächlich wurde ihm zum Saisonende beschieden, einen neuen Klub zu suchen. -- Huwyler liebäugelte mit einem Engagement in Luzern oder beim FC Zürich, beides zerschlug sich.

...und nochmals zurückgeholt

Im Herbst 1988 geriet Grüter unter dem neuen Trainer Kurt Jara zunehmend unter Druck und verlor seinerseits den Platz im FCSG-Tor wieder. -- Wenig später meldete der FCSG die Wiederverpflichtung von Huwyler, dessen Transferrechte er immer noch besass. Zu dem Zeitpunkt stand fest, dass er nach den Monaten ohne Verein zuerst aufgebaut werden sollte. -- Die Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1989 bestritt Huwyler komplett - und zu voller Zufriedenheit. -- Trotzdem wurde der Vertrag nicht mehr verlängert.

Huwyler hatte sich vorsorglich reamateurisieren lassen, um unterhalb der NLB ohne Unterbruch spielen zu können. -- Bis auf ein Engagement als Goalietrainer beim SC Buochs sind keine weiteren Tätigkeiten Huwylers im Fussball ausfindig zu machen.

Jugend und später Karrierestart

Bruno Huwylers Vater spielte in der 2. Liga für den FC Altdorf und beendete seine Karriere früh, nachdem ihm in einem Spiel mehrere Zähne herausgeschlagen worden waren. Seine Kinder wollte er fürs Skifahren und Bergsteigen begeistern, Bruno träumte lieber vom Fussball. Als der spätere FCSG-Goalie 14-jährig war, verstarb sein Vater bei einem Lawinenunfall. Er wurde von den Rettungsdiensten lange nicht gefunden, Bruno war überzeugt zu wissen, wo er liegt. Um ihn zurückhalten zu können, versprach ihm die Mutter, dass er künftig in den Fussballklub gehen dürfe. Zuhause trug er als Ältester früh Verantwortung, für die drei Geschwister wurde er auch ein wenig Ersatz-Vater.

Beim FC Schattdorf hatte Junior Bruno als rechter Flügel Goalgetter-Qualitäten bewiesen. Erst als der Stammgoalie verletzt war, wurde er ins Tor gestellt - und fand Gefallen. Huwyler spielte mit dem FC Schattdorf ein paar Jahre in der 2. Liga. Als die Urner 1980 abstiegen, wechselte er zum FC Ibach. -- Mit 23 Jahren startete Huwyler nun durch, die Mannschaft feierte 1981 als erstes Team aus dem Kanton Schwyz den Aufstieg in die NLB und wurde 1.-Liga-Meister. -- Huwyler erhielt ein Angebot von den Grasshoppers, sagte aber ab - sein "Beruf als Hochbauzeichner hatte Vorrang". -- Die Saison in der NLB scheint den Goalie aber auf den Geschmack gebracht zu haben. Als ein Jahr später Helmuth Johannsen anklopfte, unterschrieb Huwyler in St. Gallen.

Kuriositäten:

- Mit Huwyler gewannen die Espen im Cup drei von vier Penaltyschiessen. Bei der einzigen Niederlage in der finalen Entscheidung hatte Huwyler trotzdem geglänzt. Im Viertelfinal vom Ostermontag 1986 gegen Servette sahen 12'000 Zuschauer im Espenmoos trotz packendem Spiel in 120 Minuten kein Tor. Dann wehrte der St. Galler Goalie die Versuche von Laurent Jaccard und Pascal Besnard ab und hielt Gilbert Castellas Schuss; für Servette wehrte Erich Burgener zweimal ab - am Ende verschossen zwei St. Galler ihren Penalty.

- Im Spiel in Lausanne vom 24. Mai 1985 wehrte Huwyler einen Penalty von Walter Pellegrini ab, den dieser aber im Nachschuss verwandelte. Der Goalie, verärgert über das Nichteingreifen seiner Kameraden nach dem abgewehrten Penalty, schlug gegen den Torpfosten und verletzte sich dabei. Huwyler konnte die zweite Halbzeit dann doch bestreiten, der FCSG holte am Ende ein 1:1 und einen weiteren Punkt auf dem Weg in den UEFA-Cup.

18.07.2014
* 07.05.1985

1. Juli 2008 bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 90 (39 NLA/41 NLB/10 Cup) Spiele und 6 Tore (2 NLA/2 NLB/2 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. September 2008 in Thun (2:4-Niederlage).

Ursprünglich im FC Wil, musste Hämmerli den Umweg über Thun nehmen, um vom FCSG verpflichtet zu werden. -- Er war auf der linken Flanke sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr einsetzbar und musste häufig Geduld üben, um zum Spielen zu kommen. -- Marco Hämmerli glänzte besonders mit Freistössen. Zudem liess sein kämpferischer Einsatz nie zu wünschen übrig, seine Loyalität verdient Anerkennung. -- Nach dem zweiten Aufstieg im Sommer 2012 kam Hämmerli nur noch zu drei Einsätzen in der Super League, am Ende erhielt er kein neues Vertragsangebot mehr. -- Der Aussenverteidiger wechselte zum FC Tuggen in die 1. Liga Promotion. -- Ein Jahr später, im Sommer 2014, kehrte Hämmerli zum FC Gossau (1. Liga) zurück.

Hämmerli gab sein Profi-Debüt als 16-jähriger in der Wiler Aufstiegssaison 2001/02. -- In der Saison 2003/04 vorübergehend dem FC Gossau ausgeliehen, kehrte Hämmerli nach dem Abstieg und dem Aschied der ukrainischen Investoren im Sommer 2004 zum FC Wil zurück. -- 2006 und nach 69 NL-Spielen mit Wil nach Thun gezogen, wo er in der Saison 2006/07 auf Anhieb einschlug, in der zweiten Saison aber nur noch zu 9 NLA-Einsätzen kam und wie zahlreiche andere Spieler suspendiert wurde.

aktualisiert 07.07.2014
* 01.07.1972

1. Januar 1992 bis 30. Juni 1993 im FCSG. -- 7 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. April 1992 beim 1:1 gegen den FC Zürich.

Andreas Höhener wechselte als U21-Internationaler vom SC Brühl aufs Espenmoos. -- Der Stürmer sollte an der Seite von erfahrenen Spielern aufgebaut werden. -- Sein Debüt verzögerte sich, weil er sich kurz vor dem Finalrundenstart einer Blinddarm-Operation unterziehen lassen musste. -- Nachdem Höhener zweimal als Joker ins Spiel kam, nahm ihn Leen Looijen ab seinem dritten Einsatz in die Startformation. -- Doch die Karriere des talentierten Angreifers wurde jäh gestoppt: Im letzten Saisonspiel in Sitten schied er nach 34 Minuten verletzt aus. Der erste Verdacht bestätigte sich, Höhener erlitt einen Kreuzbandriss. -- Aus dem erhofften Comeback in der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1993 wurde nichts, Wasser im Knie verlängerte die Zwangspause. -- Das Spiel im Tourbillon blieb sein letzter Einsatz für die Espen, er konnte dem FCSG im (erfolglosen) Abstiegskampf nicht mehr helfen.

Andy Höhener wechselte zum FC Gossau. -- Am 7. August 1993 erzielte er im Derby gegen den FCSG vor 4100 Zuschauern beide Tore zum 2:0-Sieg. -- Doch kehrte das Verletzungspech zurück, Ende Oktober zog sich Höhener erneut einen Kreuzbandriss zu. -- Im Januar 1994 erklärte er seinen Rücktritt vom Spitzensport. -- Im Sommer 1994 kam er auf den Entscheid zurück und unterschrieb beim FC Aarau. -- Er wurde vom FCSG für ein Jahr ausgeliehen, kam zu 6 Teileinsätzen. -- Im März 1995 beendete Höhener seine Profikarriere endgültig, ständige Kniebeschwerden raubten ihm die Hoffnung.

In der Saison 1996/97 spielte Andreas Höhener beim FC Tuggen in der 1. Liga. Die ambitionierten Märchler erreichten die Aufstiegsspiele und scheiterten erst am FC Thun. -- Höhener hatte schon zuvor bekannt gegeben, dass er wegen einer Ausbildung Tuggen wieder verlassen würde und schloss sich dem FC Kirchberg an. -- Ab Sommer 1999 noch einmal beim FC Tuggen. -- Ein Jahr später zum FC Winkeln als Spielertrainer. -- Später Trainer des SC Brühl, FC Widnau, FC Ebnat-Kappel und der Frauen des FC Kirchberg.

Andy Höhener bestritt 5 U21-Länderspiele und erzielte dabei 3 Tore. Sein Debüt in der ältesten Nachwuchs-Auswahl gab er am 4. Juni 1991, auch die nächsten beiden Matches mit der U21-Nati bestritt er als Spieler des SC Brühl.

30.11.2012
* 22.11.1977 | Nationalität: Schweiz/Kanada

17. Februar 2000 bis 30. Juni 2005 und 16. Januar 2010 bis 30. Juni 2012 im FCSG. -- 249 (196 NLA/21 NLB/23 Cup/6 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 13 (10 NLA/2 UI-Cup/1 Cup) Tore für die Espen.  -- FCSG-Debüt am 4. März 2000 beim 3:1-Sieg im Cup-Achtelfinal in Sion.

Schweizer Meister 2000. -- Daniel Imhof wurde von Marcel Koller, der schon sein erster Trainer im FC Wil war,  zum FCSG geholt. -- Der Kanada-Schweizer war die vorletzte Ergänzung auf dem Weg zum Meistertitel. -- Zu Beginn in der Startformation, wurde Imhof ein paar Wochen später von Guido verdrängt.

In der zweiten Saison erarbeitete er sich schliesslich den Stammplatz. -- Innerhalb des St. Galler Europacup-Triumphs gegen Chelsea hat Imhof ungewollt besondere Beachtung gefunden: bei einem Tackling mit dem Kanada-Schweizer brach sich Roberto Di Matteo mehrfach das Schien- und Wadenbein und musste seine Karriere beenden. -- Im Juli 2001 war Imhof selbst im Verletzungspech, zog sich erst eine Bänderverletzung im Sprunggelenk und Muskelfaserriss zu, im Training vor seinem Comeback einen Fussgelenkbruch. -- Danach machte sich der Rackerer unentbehrlich. -- Marcel Koller soll bereits versucht haben, Imhof zu den Grasshoppers und zum 1. FC Köln zu holen. -- Als unser Meistertrainer beim VfL Bochum begann, konnte Koller Imhof doch verpflichten -- Imhof war inzwischen Captain der Espen und Teamstütze, kurz vor Saisonbeginn klappte es aber mit der Unterschrift in Bochum.

Daniel Imhof kehrte im Januar 2010 zurück, als er in Bochum unter Trainer Heiko Herrlich (Koller wurde inzwischen entlassen) kaum berücksichtigt wurde. -- FCSG-Trainer Uli Forte freute sich über die Erfahrung aus der Bundesliga und die Härte, die er aus Deutschland mitbringe. -- Imhof war bald ein Teamleader, und gehörte in der unglücklichen Saison 2010/2011 zu den Spielern, die am heftigsten gegen den Abstieg kämpften. -- Nach dem Abstieg 2011 löste Daniel Imhof den jungen Philipp Muntwiler als Captain ab. -- Im Januar 2012 gab er vorzeitig bekannt, dass er im Sommer seine Karriere beenden will. Er habe sich im Sommer schon Gedanken über sein persönliches Ende gemacht, aber nach einem Abstieg habe er nicht aufhören wollen.

In Bochum schaffte Imhof mit Koller (und David Pallas) 2006 die sofortige Rückkehr in die Bundesliga. -- Und behauptete dann entgegen vielen Prognosen seinen Platz auch in der höchsten Liga. -- 61 Spiele in der 1. Bundesliga, 33 in der 2. BL. -- 35 Länderspiele für Kanada. -- Teilnehmer am Confederations Cup in Japan 2001. -- 2002 (3. Platz) und 2003 am CONCACAF Gold Cup. -- In Wil geboren, wanderten seine Eltern nach Kanada aus, als Dani 5-jährig war. -- Spielte als Nachwuchsspieler in Kanada für BV Blast und University of Victoria, ehe er 1998 zurück nach Wil kam, um Profiussballer zu werden. -- Verlor im FC Wil nach einem Kreuzbandriss den Stammplatz, ehe er zum FCSG wechselte.

Stand 25.05.2012
* 01.12.1964 | Nationalität: Schweiz/Türkei

1. Juli 1986 bis 30. Juni 1993 und 26. Juli 1994 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 281 (251 NLA/17 Cup/13 Intertoto-Cup) Spiele und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. Juli 1986 im Intertoto-Cup gegen Widzew Lodz (0:3-Heimniederlage).

Ertan Irizik kam vom FC Basel aufs Espenmoos. -- Der Verteidiger gehörte im Sommer 1986 zu zahlreichen Spielern, die der FCSG neu verpflichtete. -- Die Verkündung seines Transfers löste in der Ostschweiz keine Begeisterung aus, hätte doch eigentlich ein bekannterer Abwehrspieler wie Servettes Pascal Cacciapaglia geholt werden sollen - was aber an der Finanzierung scheiterte. -- Doch Irizik beeindruckte die FCSG-Fans auf Anhieb. Auch wenn er offensiv weniger zustande brachte als sein Vorgänger Zdenek Urban, wurde er schnell als würdiger Nachfolger gesehen. -- Für manch gegnerischen Stürmer wurde der knochenharte Verteidiger zum Alptraum. -- Laufstark, "Eisenfuss", unerbittlich - Irizik entsprach den Stereotypen des von den Gegnern gefürchteten Verteidigers.

Im Frühling 1990, als die Espen nach dem "Wintermeister-Titel" zurückfielen und um einen UEFA-Cup-Platz kämpften, wollte Präsident Carlo Hidber den Vertrag mit Irizik nicht zu den gewünschten Konditionen des Verteidigers verlängern (Hegi und Rietmann wurden bereits zuvor nach Gossau "aussortiert"). -- Es stand das Spiel gegen Luzern an, das mit Semir Tuce einen neuen Stürmer in seinen Reihen hatte, der in der Vorwoche Leader Grasshoppers mit zwei Toren abschoss. Während GC-Trainer Ottmar Hitzfeld der Meinung war, der Jugoslawe könne nicht wirkungsvoll gedeckt werden, traute FCSG-Trainer Kurt Jara genau dies Irizik zu. Ein frühes Foul von Irizik kurz nach Anpfiff schüchterte Tuce derart ein, dass dieser für den Rest des Spiels kaum in Erscheinung trat. -- Nicht zuletzt dieses klar gewonnene Duell mit Luzerns neuem Star half mit, dass Hidber sich später doch noch mit Irizik einigte. Damals war auch von einem Angebot von Galatasaray Istanbul die Rede.

Neuerlichen Ärger in Vertragsverhandlungen gab es für Irizik nach dem Abstieg im Sommer 1993. Irizik, 1991 Schweizer geworden, beklagte sich über die zu hohe Ablösesumme, die der FCSG verlangte, und kaufte sich selbst frei. -- Statt mit den Espen in die NLB ging der Verteidiger nach Norddeutschland in die Regionalliga (damals dritthöchste Liga). -- Der TuS Celle hatte Ambitionen auf den Aufstieg, doch Irizik wurde in Niedersachsen nicht glücklich. -- Sein Team steckte bald im Abstiegskampf, und schon in der Winterpause brach er seine Zelte in Celle wieder ab und hoffte auf ein Angebot eines NLB-Klubs. -- Im Juli 1994 schliesslich, kurz vor Saisonstart, verpflichtete ihn der wieder in die NLA aufgestiegene FCSG. -- Trainer Uwe Rapolder setzte Irizik nun öfter auch im Mittelfeld ein, was ihn noch einmal beflügelte ("mehr Verantwortung, statt nur auf einen Stürmer aufpassen").

Längst war Irizik mehr als Halbbruder des talentierten Murat Yakin denn als routinierter Verteidiger bekannt. -- Ertan stand dem späteren Internationalen von Anfang an als Berater zur Seite, genauso auch dessen jüngerer Bruder Hakan.

Im Sommer 1995 schloss sich Ertan Irizik dem in die 1. Liga abgestiegenen FC Gossau an. -- Im März 1996 hätte es zum "Bruderduell" mit Murat Yakin kommen können, der FC Gossau traf im Cup-Sechzehntelfinal auf den FC Basel. Doch FCB-Trainer Karl Engel wollte Murat Yakin schonen. -- Dem FC Gossau gelang die sofortige Rückkehr in die NLB, Irizik blieb Teamstütze der Mannschaft und wurde als Spieler auch Assistenztrainer. -- Später wechselte der langjährige Espe zum SC Brühl. -- Schon in seiner letzten Saison im FCSG arbeitete Irizik im Verkauf einer Küchenbaufirma, in früheren Zeiten arbeitete er halbtags als Dolmetscher.

Wie Murat und Hakan Yakin startete auch Ertan Irizik seine Laufbahn im Nachwuchs des FC Concordia Basel. -- Ab 1984 im FC Basel, für den er vor seinem Wechsel in die Ostschweiz in zwei Jahren 48 NLA-Spiele bestritt.

3. Mai 2012
* 31.03.1993 | Nationalität: Schweden

6. Februar bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 13 NLA-Spiele und 3 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Februar 2013 bei der 0:1-Auswärtsniederlage in Sitten.

Mikael Ishak wurde vom 1. FC Köln ausgeliehen. Der Stürmer wechselte als schwedischer U21-Nationalspieler nach St. Gallen. -- Im zweiten Einsatz, beim 4:0-Heimsieg gegen Luzern, hatte Ishak erstmals getroffen. Und auch wenn er sich nur noch im Heimspiel gegen Servette als (doppelter) Torschütze auszeichnen konnte, weckte der Schwede dank seines kämpferischen Einsatzes viel Hoffnung. -- Lange war unklar, ob der 1. FC Köln ihn überhaupt weiter ausleiehen würde; letzlich schlug Ishak ein Angebot des FCSG aus. -- Aber nicht in der 2. Bundesliga, sondern in der Serie A wollte der Schwede seine Karriere fortsetzten: Anfang August unterschrieb Ishak einen Vierjahres-Vertrag beim FC Parma, dann wurde er für eine Saison an den FC Crotone (Serie B) ausgeliehen. -- Ishak erzielte für die Kalabrier in 23 Spielen 4 Tore.

Anfang August 2014 beendete er seine Zeit in Italien vorzeitig, löste den Vertrag mit Parma auf und unterschrieb für drei Jahre beim Randers FC aus der dänischen Superligaen, mit dem er 2015 Vierter wurde und damit einen Europacup-Platz erreichte. Dazu trug Ishak mit 11 Toren in 26 Spielen bei. -- Bester Torschütze von Randers war der Stürmer auch in der zweiten (12 Goals in 28 Matches) und dritten (8/17) Saison, wobei die dritte Spielzeit in Randers vorzeitig endete. -- Ishak wurde vom 1. FC Nürnberg abgeworben. Der Club aus der 2. Bundesliga holte ihn Ende Januar 2017 als Nachfolger des österreichischen Topskorers Guido Burgstaller. -- Für Randers hatte Ishak wettbewerbsübergreifend in 78 Spielen 34 Mal getroffen.

U21-Europameister

Die ersten Qualifikationsspiele zur Europa League verpasste Ishak - stattdessen wurde er 2015 U21-Europameister. -- Beim Final in Prag gegen Portugal (nach 0:0 Sieg im Penaltyschiessen) wurde er nicht eingesetzt, jedoch im 4:1 gewonnenen Halbfinal gegen Dänemark und in zwei Gruppenspielen. Im Startspiel gegen Italien wurde in der Schlussphase "Joker" Ishak gefoult, der fällige Penalty brachte den 2:1-Sieg. -- Insgesamt bestritt Ishak 24 U21-Länderspiele für Schweden. -- In der Qualifikation zur EM 2013 wurde er mit Schweden Gruppensieger, scheiterte in der Barrage aber an Italien. Im Rückspiel gegen Italien war Ishak Schütze des 1:2-Anschlusstreffers (2:3-Niederlage nach 0:1 auswärts). Zwei Jahre später kehrte er im Oktober für die Barrage-Spiele gegen Frankreich zurück ins Team. Nun sich Schweden durch.

Vor dem FCSG

Ishak wechselte im Januar 2012 zum 1. FC Köln, der damals noch in der Bundesliga spielte. Bei den "Geissböcken" brachte es Ishak im Frühling 2012 auf 11 Einsätze, nach dem Abstieg im Herbst 2012 auf 7 Spiele in der 2. Bundesliga. In Köln galt Ishak als talentierter Stürmer mit guten Anlagen, der mit dem FCSG Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln sollte. -- Ishak, Sohn syrischer Einwanderer, begann als Junior beim Assyriska FF. Für den Klub aus Södertälje debütierte er im Juni 2010 in der "Superettan" (zweithöchste Liga). Bis zu seinem Wechsel nach Köln bestritt Ishak für den Assyriska FF in eineinhalb Jahren 47 Meisterschaftsspiele (13 Tore).

aktualisiert 31. Januar 2017
* 16.07.1991 | Nationalität: Kroatien

Ab Sommer 2010 bis 28. Juli 2014 im FCSG. -- 15 (6 NLA/6 NLB/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. November 2011 beim 2:2 in Aarau.

Ilija Ivic wechselte aus dem Nachwuchs des Zagreber Klubs NK Croatia Sesvete zum FCSG. -- Nachdem sich der Mittelfeldspieler in der zweiten Saison in der U21 einen Stammplatz erkämpft hat, kam er im Fanionteam in den zwei Testspielen der Länderspielpause im November ins Spiel und kurz darauf zum ersten Einsatz in einem Pflichtspiel. -- Im Januar 2012 unterzeichnete Ivic eine Nachwuchs-Profivertrag über zweieinhalb Jahre. -- Auf die Saison 2013/14 wurde Ivic der Sprung zum Stammspieler zugetraut, dann aber zog er sich im Trainingslager einen Kreuzbandriss. -- Erst im April 2014 konnte Ivic wieder spielen, wurde noch in einigen Spielen der U21 eingesetzt. -- Nach dem Saisonstart wurde er dem FC Schaffhausen (Challenge League) ausgeliehen, wo er zuerst Stammspieler war, in der Rückrunde aber nicht mehr berücksichtigt wurde. -- Ab Juli 2015 wurde Ivic für ein Jahr dem FC Chiasso ausgeliehen.

Ivic begann in den Junioren des FC Widnau, wurde Anfang 2008 in die 1. Mannschaft (2. Liga) geholt und wechselte im Sommer 2008 zum NK Croatia Sesvete. Davor soll er parallel auch in einem Nachwuchsteam des FC Winterthur trainiert haben.

Stand 07.07.2015
* 11.01.1963 | Nationalität: Italien

3. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 im FCSG. -- 35 (31 NLA/2 Cup/2 Intertoto-Cup) Spiele und 11 (9 NLA/1 Cup/1 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. Juli 1992 beim 2:2 im Intertoto-Cup im Espenmoos gegen den FC Stahl Linz.

Für Maurizio Jacobacci war der FCSG bereits der 7. NLA-Klub, vor seinem Wechsel aufs Espenmoos spielte er zwei Jahre für Servette. -- Zu Beginn stand der Offensivspieler jeweils in der Startformation, dann aber musste er sich unter Leen Looijen meist mit der Rolle als Joker begnügen. Sein einziges Tor im Herbst 1992 bedeutete den erst zweiten Heimsieg (1:0 gegen Xamax) in der missratenen Qualifikation. -- In der Auf-/Abstiegsrunde erhielt Jacobacci vom neuen Trainer Ernst Hasler mehr Vertrauen. Nun konnte er sich auch öfter als Torschütze notieren lassen, jeweils doppelt bei den Heimsiegen gegen Grenchen und Etoile Carouge, beim 7:1 gegen Yverdon gelang ihm gar ein Triplette. -- Trotzdem musste Jacobacci mit dem FCSG absteigen - es war auch für ihn das erste Mal in der Karriere - und musste den Verein wieder verlassen.

Jacobacci wechselte zu Lausanne-Sports, wo er eine letzte NLA-Saison bestreiten sollte. -- Die 27 Matches für die Waadtländer brachten ihm ein Karriere-Total von 354 NLA-Spielen, in denen er 97 Tore schoss. -- Zum Abschluss seiner Aktiv-Karriere spielte Jacobacci ein zweites Mal in der NLB und auch zum zweiten Mal für die AC Bellinzona, der dann im Frühling 1995 die Lizenz verweigert wurde.

Vor dem FCSG

Seine Karriere startete gebürtige Italiener und ehemalige Junior von Bümpliz beim BSC Young Boys. -- Am 13. Juni 1979 deübierte er als 16-Jähriger in der NLA (0:2-Heimniederlage gegen Servette). -- Jacobacci wurde auch in den letzten beiden Saisonspielen eingewechselt, spielte danach aber weiterhin vorwiegend im Nachwuchs. -- Im Sommer 1981 für einige Monate dem FC Bern in die NLB ausgeliehen. -- Im Frühling 1982 begann er, in der NLA Fuss zu fassen. -- Nach seinem ersten NLA-Treffer am 11. Mai (zum 2:0 beim 3:1-Sieg gegen Chiasso) traf er auch in den folgenden beiden Spielen je einmal. -- Nach seiner ersten vollen NLA-Saison bei YB (20 Spiele/6 Tore) wechselte Jacobacci 1983 zu Vevey-Sports, wo er mit 10 Goals als zweitbester Schütze seines Teams zum komfortablen Liga-Erhalt beitrug. -- Und 1984 zum Spitzenteam von Neuchâtel Xamax wechseln konnte, wo er seine beste Zeit erlebte. -- 1985 erreichten die Neuenburger den Cupfinal (0:1 gegen Aarau). -- 27 Tore in 75 Spielen erzielte er in den 3 Jahren unter Gilbert Gress, den er später als seinen einflussreichsten Trainer bezeichnete. Musste Xamax in der Saison 1985/86 noch YB den Vortritt lassen, gewann es ein Jahr später den ersten Meistertitel - für Jacobacci der grösste persönliche Erfolg.

Trotzdem wechselte er 1987 zur AC Bellinzona, die in seiner zweiten Tessiner Saison mit Offensiv-Spektakel überraschte und die Qualifikation als Dritte beendete. -- Ab der Saison 1989/90 mit einem Zweijahresvertrag beim FC Wettingen. -- Schon ein Jahr später wurde "Jaco" von Servette wieder zu einem Grossklub gelockt. -- In Genf war er in der ersten Saison mit 8 Goals erfolgreichster Torschütze der Finalrunde (im Saison-Total mit 13 Goals die Nummer 4 der NLA), allerdings spielten die Grenats eine bescheidene Saison und wurden Siebte. -- Besser lief es Servette und Jacobacci im Herbst 1991. In der Finalrunde wollte Trainer Michel Renquin den Berner jedoch aus "taktischen Gründen" kaum mehr aufstellen, weshalb er darauf Genf in Richtung Ostschweiz verliess.

Als Trainer

Nach dem Zwangsabstieg von Bellinzona blieb Jacobacci im Tessin. Er startete als Trainer im Regionalfussball bei der AS Origlio, dem FC Monte Carasso (beide 3. Liga) und und dem FC Mendrisio (2. Liga), nachdem er in in seiner Zeit beim FCSG erste Erfahrungen als Junioren-Trainer sammeln konnte und sich danach auch in Lausanne und Bellinzona im Nachwuchs engagierte. -- Mendrisio führte er 1999 zum Aufstieg in die 1. Liga und wurde darauf vom eben aus der NLB abgestiegenen Rivalen FC Chiasso engagiert. -- Im Cup schaffte es seine Squadra bis in die Sechzehntelfinals, dort scheiterte sie am späteren Meister FCSG (1:4). Im April 2000 wurde Jacobacci, nachdem die Aufstiegsplätze ausser Reichweite gerieten, abgelöst.

Jacobacci wurde Assistenztrainer bei den Grasshoppers. In dieser Funktion diente er unter Hans-Peter Zaugg und Marcel Koller und feierte 2001 einen zweiten persönlichen Meistertitel. -- Anfang 2003 hatte Jacobacci die Zürcher verlassen, im Sommer erhielt er bei der SR Delémont die erste Chance als Cheftrainer im Profifussball, er wurde als Nachfolger von... Michel Renquin verpflichtet. -- Delémont stieg am Saisonende (nicht unerwartet) mit deutlichen Rücktand ab, Jacobacci verliess die Jurassier wieder.

Ende 2004 wurde Jacobacci vom FC Baden verpflichtet. Die Ostaargauer lagen mit erst 4 Punkten aus 17 Spielen abgeschlagen am Tabellenende und starteten unter Jacobacci zu einer eindrucksvollen Aufholjagd, die Baden den Verbleib in der Challenge League sicherte - und Jacobacci zu hohem Ansehen verhalf. -- Im Sommer 2005 übernahm er den FC Wil, den er mit bescheidenen Mitteln an der Spitze der Challenge League hielt. Als im April 2006 beim FCSG Ralf Loose gehen musste, wurde Jacobacci als Nachfolge-Kandidat gehandelt. -- Stattdessen unterschrieb er in dieser Phase einen Zweijahresvertrag beim FC Vaduz. -- Mit den Liechtenstern drängte er im UEFA-Cup den FC Basel an den Rand einer Blamage. -- Weniger gut lief es in der Meisterschaft, Anfang Januar 2007 musste Jacobacci Vaduz wieder verlassen. -- Gut ein Jahr blieb er ohne Klub - im Sommer 2007 trainierte er vertragslose Profis - ehe er zum FC Sion geholt wurde. -- Das Glück, erstmals in der Super League zum Zug zu kommen, war zweifelhaft. Präsident Christian Constantin brauchte für seinen Wunschtrainer Charly Rössli einen Zweiten, der die erforderliche Lizenz mitbrachte. -- Schon bald beklagte sich Jacobacci darüber, dass er in der Öffentlichkeit tatkische Anweisungen verteidigen musste, die er selber gar nicht getroffen hatte. -- Schliesslich fanden sich Jacobacci und Rössli noch im März auf der Liste von Constantins Ehemaligen.

Anfang Juni 2008 unterschrieb Maurizio Jacobacci beim SC Kriens, der eben aus der Challenge League abgestiegen war. -- Mit ihm stiegen die Zentralschweizer nicht nur sofort wieder auf, sie spielten auch nach der Rückkehr in die Challenge League weiter forsch auf, wurden Fünfte und stürmten bis in den Cup-Halbfinal, wo sie knapp am FC Basel scheiterten (0:1). -- Nach einer mässigen dritten Saison (12. Rang) wollte Jacobacci nicht noch einmal verlängern, da der SCK das Budget noch weiter reduzieren wollte. -- Ende November 2011 wurde er vom FC Schaffhausen engagiert, schaffte mit ihm 2012 die Qualifikation zur neu geschaffenen 1. Liga Promotion problemlos. Auch in der neuen Liga erfüllte Jacobacci mit Schaffhausen die Erwartungen und stieg mit dem FCS 2013 auf schnellstmöglichem Weg wieder in die Challenge League auf.

25. Juni 2013
* 25.11.1971 | Nationalität: Brasilien

24. Januar 1999 bis 5. November 2004 im FCSG. -- 163 (139 NLA/12 Cup/8 Europacup/4 UI-Cup) Spiele und 28 (27 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Februar 1999 beim 2:0-Auswärtssieg gegen den FC Zürich.

Jairo Luiz Filho folgte Trainer Marcel Koller vom FC Wil ins Espenmoos. -- Er ist bis heute der Brasilianer mit den meisten Spielen für die Espen - und als Herzstück der Meistermannschaft von 2000 der erfolgreichste.

Gleich im ersten Match mit den Espen zeigte er, wie wertvoll er für den FCSG werden sollte: Jairo bereitete für Giorgio Contini den Führungstreffer vor, das 2:0 erzielte er per Hechtköpfler selbst. -- Auch wenn er bis zum Ende der Finalrunde nur noch einmal traf (zum 3:3 in Basel), sollte sich später der Frühling 1999 als wegeweisend für den grossen Triumph erweisen.

Jairo war erster Torschütze der Meistersaison, als er am 7. Juli 1999 gegen Luzern in der 76. Minute einen Foulpenalty verwandelte. -- Zehn Tage später schoss er die Espen in der 71. Minute gegen den FC Zürich in Führung (die Espen gewannen 3:0). -- 8 Tore trug Jairo zum Titel bei. Mindestens so wertvoll war er als Vorbereiter, sowohl aus dem Spiel heraus wie auch mit Corner und Freistössen. -- Jairo, der als eigentlicher Regisseur oft als dritter Stürmer hinter den Spitzen spielte, verdiente sich zudem Anerkennung für seinen grossen läuferischen Einsatz. -- Weiteren Schub erhielt Jairo im März 2000 mit der Verpflichtung seines Landsmanns Guido. -- Zusammen bildeten sie ein kreatives Duo, das auch ausserhalb des Platzes harmonierte und gemeinsam mithalf, den Meistertitel zu gewinnen.

Im Europacup konnte sich Jairo weitere Anerkennung holen. Zwar wurde die Champions-League-Qualifikation gegen Galatasaray verpasst (Jairo bereitete im Rückspiel in Istanbul den Anschlusstreffer vor), der darauf folgende UEFA-Cup-Triumph gegen Chelsea war aber auch für den Spielmacher selbst eine Krönung. -- Der FCSG und Jairo spielten eine starke Nach-Meister-Saison, verpassten am Ende die erfolgreiche Titelverteidigung knapp. -- Im Herbst 2002 geriet der FCSG in freien Fall, auch Jairo hatte mittlerweile vermehrt Probleme mit sich selber. -- Heinz Peischl kam als Retter, wendete den Abstieg ab - und sortierte am Saisonende 2003 auch Jairo aus, obwohl er einen weiterlaufenden Vertrag hatte.

Rückschläg und grandioses Comeback

Im Herbst 2003 musste sich Jairo einer Adduktorenoperation unterziehen lassen. -- Als er im Frühling 2004 wieder einsatzfähig war, half er zunächst in der U21 aus. -- Peischl holte Jairo zurück. Das Comeback wurde zur Versöhnung: Jairo verwandelte in der 39. Minute einen Freistoss zum 3:0 gegen den FC Wil (Endstand 4:0). Und genoss bei seiner Auswechslung die Ovationen. -- Jairo erlebte einen zweiten Frühling, der FCSG fand mit ihm aus der Abstiegsgefahr heraus und wurde Fünfter. -- Im Sommer dauerte es eine Weile, bis sich Klub und Jairo auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten. -- Der Frühling war schon wieder weit weg, Jairo konnte die Hoffnungen nicht mehr erfüllen und litt auch darunter, dass seine Familie in Brasilien bleiben wollte. -- Ende Oktober 2004 bat er um Vertragsauflösung.

Karrierenausklang

Jairo spielte danach noch ein Jahr beim Clube Atlético Hermann Aichinger und wurde mit dem Klub aus der Stadt Ibirama Meisterschafts-Zweiter des Bundesstaates Santa Catarina. -- Er blieb Atlético treu, war als Konditionstrainer tätig und spielte mit den Senioren.

Jairo, der als jüngstes von neun Geschwistern im Bundesstaat Minas Gerais aufwuchs, kam im Sommer 1998 vom Brusque FC (Santa Catarina) zum FC Wil.

neu verfasst 11.06.2014
* 25.02.1992 | Nationalität: Deutschland/Serbien

16. Februar 2012 bis 27. Januar 2016 im FCSG. -- 108 (92 NLA/1 NLB/6 Europacup/9 Cup) Spiele und 5 (4 NLA/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Mai 2012 beim 2:1-Auswärtssieg in Vaduz.

Dejan Janjatovic wurde vom FC Bayern München übernommen, spielte aber vor seinem Wechsel nach St. Gallen eine halbe Saison für die 2. Mannschaft des FC Getafe ("Getafe B") in Spaniens Segunda B (dritthöchste Liga). -- Der Mittelfeldspieler wurde nicht zuletzt im Hinblick auf die im Sommer 2012 folgenden Abgänge von Daniel Imhof und Philipp Muntwiler verpflichtet. -- Janjatovic hatte 8 Matches mit der U21 bestritten, als er im vorletzten Saisonspiel der 1. Mannschaft seinen Einstand gab - und viel Lob erntete.

Mit Stéphane Nater wurde im Sommer ein weiterer Spieler für das defensive Mittelfeld geholt - gemeinsam mit ihm startete Janjatovic in der Super League durch. -- Schon in Vorbereitungsspielen spürte das Publikum, dass das Duo im Vergleich zu ihren Vorgängern auch viel für den Spielaufbau leistet. -- Sein Treffer zur 1:0-Führung in Luzern (Endstand 1:1) in seinem fünften NLA-Spiel weckte zudem Hoffnung, in Janjatovic auch einen Spieler für gefährliche Weitschüsse zu haben. Diese Qualität liess er auch später ab und zu andeuten - leider nur selten.

In seiner ersten vollen St. Galler Saison hatte Janjatovic durchwegs überzeugt, sein Anteil am 3. Rang und dem Europacup-Platz war unbestritten und brachte ihm viel Anerkennung. -- Gemeinsam mit Nater war Janjatovic wertvoller Antreiber der Espen. -- Das setzte sich auch im Sommer 2013 fort, wo er sich mit dem siegsichernden Goal zum 4:2-Triumph bei Spartak Moskau in die Clubgeschichte eintrug. -- Die intensive Zeit mit der Europa League brachte aber auch erste Rückschläge, Janjatovic hatte nun öfter einmal einen "Durchhänger", auch bremsten ihn hier und da kleine Verletzungen.

Als im Sommer 2014 Stéphane Nater den FCSG verliess, hatte sich dessen Fehlen vermehrt auch auf "Janja" ausgewirkt. Fing zuvor der eine ein Leistungstief des anderen auf, fehlte nun der starke "Partner". -- Je länger die Saison lief, desto häufiger wurde nun bemängelt, dass Janjatovic kaum mehr Einfluss aufs Spiel nehme, nicht mehr in der Lage sei, eine schlechte Entwicklung im Team herumzureissen. -- Als auch die Saison 2015/16 schlecht anlief, schwand Janjatovic' Ansehen in St. Gallen weiter. -- Als im September mit Joe Zinnbauer ein Bayer Trainer wurde, wuchs die Hoffnung, dass er unter dem "Landsmann" einen Neustart schaffen würde. -- Doch blieb nochmals Enttäuschung: Nur dreimal erhielt Janjatovic eine Einsatzchance - und drängte sich dabei nicht auf. Bei der verhehrenden Heimniederlage im Cup-Achtelfinal gegen Luzern wurde er zuerst für den verletzten Alain Wiss eingewchselt, um später und nach 1:3-Rückstand wieder ausgewchselt zu werden.

Fortsetzung in Vaduz

Zu Beginn der Rückrunden-Vorbereitung war für Zinnbauer klar, dass er nicht mehr auf Janjatovic zählen würde. -- Schliesslich wechselte er zum FC Vaduz, wo er einen Eineinhalb-Jahres-Vertrag unterschrieb - und gleich beim Debüt zum 5:2-Endstand in Lugano traf. Sein zweiter Treffer für Vaduz besiegelte eine nächste St. Galler Schmach im Rheinpark, als er am 10. April schon in der 38. Minute zum 3:0-Endstand traf. -- In 15 Spielen konnte Janjatovic zum Verbleib in der Super League beitragen. -- Dann aber verasste er die komplette erste Saisonhälfte verletzt. -- Erst Ende Februar 2017 kehrte er zurück, kam nur noch auf 8 Saisonspiele und musste mit Vaduz den Abstieg einstecken. Der Vertrag wurde danach nicht verlängert.

Dejan Janjatovic war im Nachwuchs des FC Bayern, im Lauf der Saison 2010/11 wurde er in die zweite Mannschaft befördert, kam dort aber nur zu einem Einsatz in der 3. Liga. -- "Bayern II" stieg ab, Janjatovic dem FC Getafe ausgeliehen.

Janjatovic bestritt 4 U18- und 1 U19-Länderspiel für Deutschland. -- Erster Juniorenklub war der SV Fürstenstein, vor seinem Übertritt zum FC Bayern spielte er auch beim SV Neuperlach aus dem Südosten Münchens.

akutalisiert 2. Juli 2017

* 23.02.1976 | Nationalität: Brasilien

28. Februar 2001 bis 20. August 2002 im FCSG. -- 43 (34 NLA/4 Cup/5 Europacup) Spiele und 11 (8 NLA/2 Cup/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. März 2001 im 7:1 gewonnenen Cup-Achtelfinal beim FC Fribourg.

Alexandre Batista Jefferson wurde als eigentlicher Nachfolger von Charles Amoah verpflichtet, der Anfang Januar St. Gallen verlassen hatte. -- Der Stürmer spielte zuvor in Russland für Uralan Elista, mit dem er aus der 1. Division abstieg. -- Beim Einstand im Cupmatch gegen den Erstligisten FC Fribourg Doppeltorschütze (zum 3:1 und 6:1). -- Drei Tage später skorte Jefferson auch bei seinem NLA-Debüt gegen Lausanne-Sports (4:2-Heimsieg), dies blieb aber sein letzter Torerfolg bis zur Sommerpause. -- Die beste Phase hatte Jefferson im Sommer/Herbst 2001, als er in den ersten drei Runden je ein Goal erzielte, Mitte September beim 4:1-Heimsieg gegen die Young Boys seine einzige Doublette feierte und zwei Wochen später im UEFA-Cup-Hinspiel gegen Steaua Bukarest das 1:0 erzielte.

In der Finalrunde 2002 nur noch selten eingesetzt, wurde Jefferson im August an den FC Zürich ausgeliehen (9 NLA-Spiele/1 Tor). -- Im Januar 2003 aussortiert, kehrte Jefferson in die Heimat zurück und spielte beim Esporte Clube Vitoria (Bahia). -- Im Juli 2004 von Neuchâtel Xamax mit einem Zweijahresvertrag verpflichtet. -- Für die Neuenburger erzielte er in 9 NLA-Spielen 2 Tore - beide beim 3:0-Heimsieg gegen den FCSG... -- Vor dem Rückrundenstart 2005 löste Xamax den Vertrag mit Jefferson auf, er kehrte zurück zum Paulista FC (Jundiai), der als Club der zweithöchsten Liga Cupsieger wurde; Jefferson scheint im Final nicht zum Einsatz gekommen sein.

Jefferson soll 1997 im Kader der Corinthians (São Paulo), 1998 beim Guarani FC (Campinas) gestanden haben. 1999 Transfer nach Russland zu Alanja Wladikawkas, ein Jahr später zu Uralan Elista.

16.08.2010
* 06.07.1978

Juli 2001 bis Juni 2005 im FCSG. -- 142 (124 NLA/10 Cup/4 Europacup/4 UI-Cup) Spiele und 6 (5 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. Juli 2001 beim 3:0-Heimsieg gegen Lausanne-Sports.

Pascal Jenny wurde von Yverdon-Sport übernommen, nachdem immer mehr Spieler aus der Meistermannschaft ins Ausland wechselten. -- Der Freiburger war ursprünglich Mittelfeldspieler, wurde aber schon vor seinem Engagement in St. Gallen immer öfter als Verteidiger eingesetzt. -- Bevorzugte Position Jennys war die rechte Abwehrseite, er spielte aber auch als linker Aussenback eine starke Rolle. -- Mit der Ambition, bei einem Spitzenverein zu spielen, unterschrieb Jenny einen Dreijahresvertrag. -- Der Europacup machte ihm Lust auf mehr, das Out gegen Freiburg schmerzte ihn. -- Ein halbes Jahr später ging es aber in der NLA abwärts, Jenny sollte mit dem FCSG fortan fast nur noch gegen den Abstieg kämpfen. -- Pascal Jenny selbst war der Abwärtstrend nicht anzulasten, kaum einer spielte konstant zuverlässig und mit kämpferisch einwandfreien Einstellung. -- Im Februar 2005 rückte er unfrewillig in die Schlagzeilen, nachdem ihn Basels Julio Hernan Rossi einen Ellbogenschlag ins Gesicht versetzte. Die Tätlichkeit wurde vom Schiedsrichter nicht erkannt, ein "TV-Verfahren" gegen Rossi wurde erwogen. Worauf sich Basels Trainer Christian Gross öffentlich enervierte. Schliesslich kam es zu keinem Verfahren. -- Drei Monate später zeichnete sich ab, dass Jenny den FCSG verlassen würde. -- Die Verpflichtung von Pascal Cerrone schien den zuverlässigen Jenny verzichtbar gemacht zu haben.

Jenny trug den Abschied mit Fassung, war motiviert, noch einmal etwas neues zu erleben, schloss aber schon damals eine Rückkehr in den Amateurfussball nicht aus. -- Schliesslich unterschrieb erneut bei Yverdon, das eben in die Super League zurück gekehrt war. -- Er stieg ein Jahr später mit den Nord-Waadtdländern ab und bestritt eine Saison in der NLB, ehe er 2007 zum Aufsteiger Neuchâtel Xamax FC wechselte. -- Auf der Maladière war Jenny zu Beginn meist in der Startformation. -- Als Nestor Clausen im Frühling 2008 das Traineramt übernahm, wurden die Einsätze Jennys seltener.

Anfang August 2008 wurde Jenny an den FC Freiburg ausgeliehen, für den er in der 1. Liga 27 Spiele bestritt. -- Im Juli 2009 Wechsel zurück in die engere Heimat zum SC Düdingen (ebenfalls 1. Liga), für den er bis zu seinem Rücktritt im Sommer 2013 aktiv blieb.

Jenny begann einst als Junior im FC Brünisried und FC Rechthalten. -- 1991 erstmals beim damaligen NLB-Klub FC Freiburg. -- 1996, inzwischen war Freiburg Erstligist, Transfer zum Servette FC, für den er am 26. März 1997 im Spiel der Auf-/Abstiegsrunde gegen Lugano (0:0) sein NLA-Debüt gab. -- Im Januar 1998 dem FC Winterthur ausgeliehen. -- Ab der Saison 1998/99 erstmals und für drei Saisons bei Yverdon-Sport.

Zwischen 1997 und 99 wurde Jenny mehrmals für die U21-Nati aufgeboten, blieb aber ohne Einsatz. -- Er spielte 1994 mit der U16 an der EM-Endrunde in Irland.

aktualisiert 1. Mai 2014
* 20.07.1953 | Nationalität: Slowakei

1. Juli 1984 bis 31. Dezember 1988 im FCSG. -- 155 (129 NLA/11 Cup/2 Europacup/13 Intertoto-Cup) Spiele und 6 (4 NLA/2 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 1984 im Intertoto-Cup in Prag gegen Bohemians (0:5-Niederlage).

Ladislav Jurkemik sollte schon ein Jahr früher nach St. Gallen kommen. Der Europameister von 1976 hätte bereits im Sommer 1983 als Nachfolger von Jerzy Gorgon aufs Espenmoos wechseln sollen. -- Der FCSG war sowohl mit Jurkemik selbst als auch mit seinem Klub TJ Inter Bratislava einig geworden. Der tschechoslowakische Verband verweigerte jedoch die Freigabe, die zu Zeiten des "Eisernen Vorhangs" unabdingbar war. -- Immerhin liess sich der Verband zur Aussage verleiten, dass Jurkemik "frühestens am 1. Januar 1984" in den Westen wechseln dürfe. Einen entsprechenden Vertrag wollten die Prager Funktionäre jedoch nicht unterzeichnen.

Ein Jahr später klappte es, Helmuth Johannsen erhielt seinen Wunsch-Libero. -- Ausgerechnet in einem Intertoto-Cup-Auswärtsspiel in Prag trug der Slowake erstmals das FCSG-Trikot in einem offiziellen Spiel. -- Nicht allein die
deutliche Niederlage im Spiel gegen Bohemians sorgte dafür, dass die Beobachter vor dem Meisterschaftsstart
skeptisch waren mit den Aussichten der Mannschaft. -- Die Espen erwischten in der NLA aber einen guten Start, und Jurkemik erwies sich als der gewünschte Rückhalt der Equipe. -- Das Spektakel war seine Sache nicht. "Lazo" war nahezu ein Asket. -- Und es bedeutete ihm viel, in seiner Karriere lange Zeit von Verletzungen verschont worden zu sein.

In Jurkemiks erster Saison befanden sich die Espen im Hoch, wurden Vierte und qualifizierten sich so zum dritten Mal in der Geschichte für den Europacup, der dann im Herbst 1985 die beiden unvergesslichen Spiele gegen das grosse Inter Mailand brachte. -- Durfte sich der Libero unter Johannsen fast nur defensiven Aufgaben widmen, liess ihn Nachfolger Werner Olk auch in die Offensive gehen. Dies behagte Jurkemik. -- Zudem wurde er im Juli 1985 ab dem 3. Spiel Bruno Huwyler als Ersatz-Captain vorgezogen (Captain Gerhard Ritter fiel lange verletzt aus). -- Am 20. August, im Heimspiel gegen Vevey, leitete er mit einem Freistoss-Treffer in der 4. Minute den ersten Heimsieg ein. -- Nun blühte Jurkemik richtig auf und konnte im zähen Herbst des FCSG für einige Glanzpunkte sorgen. -- In der Winterpause bilanzierte die Zeitung "Sport": "Libero Jurkemik war oft der einzige, an dem sich das Team aufrichten konnte. Dass er in den letzten 5 Runden nicht fit war, wirkte sich deutlich aus."

Jurkemik überstand auch die Zeiten unter Uwe Klimaschefski unbeschadet. -- Umso tiefer traf ihn, wie er später von Kurt Jara demontiert wurde. Jurkemik fühlte sich vom Tiroler gedemütigt, als dieser ihn nach der 0:2-Niederlage in Bern (5. November 1988) vor versammelter Mannschaft zusammenstauchte. -- Danach wurde der Libero suspendiert, wobei vermutet wurde, dass der Trainer entsprechende Anweisungen vom Vorstand erhielt.


Der Helikopter

Es mutet im Rückblick erstaunlich an, dass der ruhige Jurkemik in seiner ersten Saison mit dem FCSG Ausgangspunkt eines geschichtsträchtigen Abends war. -- Der Libero - zuvor in der Schweiz noch nie verwarnt - sah am 2. April 1985 gegen Xamax innerhalb von wenigen Sekunden zweimal die gelbe Karte und musste vom Platz. Beide Male wegen Ausbrechens aus der Mauer. Von da an hatte der welsche Schiedsrichter Nussbaumer das Publikum gegen sich aufgebracht. -- Manfred Braschler erzielte zwar noch den Ausgleich, Patrice Mottiez sorgte für den 2:1-Sieg der Gäste und dafür, dass Nussbaumer und seine Linienrichter nach dem Spiel ein Spiessrutenlaufen durchlebten und mit dem Helikopter ausgeflogen wurden.

Nach dem FCSG: Spielertrainer...

Noch vor Weihnachten 1988 fand Lazo Jurkemik einen Ausweg aus dem Espenmoos. Der FC Chur, damals in der Nationalliga B, verpflichtete ihn als Spielertrainer. -- Mit Jurkemik hielten sich die Bündner im Frühling 1989 über eine Barrage gegen Biel in der NLB und schafften in der Saison 1991/92 gar den Sprung in die Auf-/Abstiegsrunde. -- In jener Saison, im Oktober 1991, galt Jurkemik als Kandidat für die Trainerstelle beim FCSG, nachdem Kurt Jara zum FC Zürich gewechselt war (die Espen holten schliesslich Heinz Bigler). -- Im Dezember 1992 verliess Jurkemik den FC Chur auf eigenen Wunsch, er empfand in der Mannschaft nicht mehr genügend Rückhalt.

.. und Trainer

Jurkemik wechselte Anfang 1993 nach Österreich und wurde Trainer des SK Sturm Graz, der zuvor Tabellenletzter der 1. Division war. -- Er rettete den Traditionsklub vor dem Abstieg (die Liga wurde von 12 auf 10 Teams verkleinert). Trotzdem verliess Jurkemik den SK Sturm zum Saisonende, weil der Verein auf Halbamateur-Status umstellte. -- Erneut war er beim nun in die NLB abgestiegenen FCSG Kandidat als Trainer. -- Jurkemik aber zog für ein Jahr in seine Heimat und wurde Trainer des FC Spartak Trnava. -- Ab 1994 wieder für zwei Jahre in der Steiermark beim Kapfenberger SV (damals Landesliga). -- Ab 1997 zurück in der Slowakei, zuerst bei Rimavska Sobota. -- Ab 1998 in der höchsten Liga: Zuerst beim MSK Ruzomberok, 1999/2000 FC Senec, 2000/2001 MSK Zilina. -- Anfang 2002 wurde Jurkemik Nationaltrainer der Slowakei. Die Qualifikation zur EM 2004 wurde hinter England und der Türkei deutlich verpasst, Jurkemik musste zurücktreten, führte aber noch kurze Zeit die U21. -- Noch im März holte ihn der MSK Zilina zurück, mit dem er 2004 Meister wurde. -- Im Mai 2005 musste Jurkemik in Zilina abtreten. Den nächsten Trainerjob erhielt er 2008 in Tschechien, wo er für ein halbes Jahr beim 1. FC Slovacko (Uherske Hradiste) tätig war. -- In der Saison 2010/11 mit zwischenzeitlicher Entlassung wieder zweimal in Ruzomberok, zwischen Dezember 2011 und November 2012
beim FC Nitra.

Nationalspieler - und Europameister

Ladislav Jurkemik wuchs in Javoce auf und spielte als Junior im örtlichen Klub und bei Kablo Topolcany. -- Als 20-
Jähriger erhielt er 1973 einen Vertrag vom TJ Inter Slovnaft Bratislava, der zuvor nach einem Jahr Unterbruch in die höchste Liga der Tschechoslowakei zurückkehrte. -- Ausser in der Saison 1980/81, in der er für Dukla Banska Bystrica spielte, blieb Jurkemik Inter Bratislava bis zu seinem Wechsel zum FCSG treu. -- 313 Meisterschaftsspiele (davon 287 für Inter) in der CSSR, zum Abschluss 1984 slowakischer Cupsieger, sein einziger Titel im Klubfussball nach zwei verlorenen Cupfinals. Im tschechoslowakischen Cupfinal, den jeweils die Cupsieger der beiden Landesteile bestritten, unterlag Inter 1984 gegen Sparta Prag 2:4. -- In der Liga stechen die zwei 2. Plätze von 1975 und 1977 heraus.

Glanzvoll war die Karriere des späteren FCSG-Libero mit der Nationalmannschaft der Tschechoslowakei. Als einziger Spieler von Inter Bratislava gehörte er dem Team an, das 1976 Europameister wurde. -- Wie schon im Viertelfinal-Rückspiel gegen die Sowjetunion wurde Jurkemik im Halbfinal und Final jeweils eingewechselt. -- Gegen Holland, dem WM-Finalisten von 1974, kam er in der Verlängerung beim Stand von 1:1 ins Spiel, die CSSR zog mit einem 3:1 ins Endspiel ein. -- Im Final gegen Weltmeister Deutschland wechselte ihn Vaclav Jezek für Jan Svehlik, Torschütze des 1:0, ein. Deutschland glückte in der 89. Minute noch der Ausgleich zum 2:2, nach der Verlängerung kam es zum Penaltyschiessen. Jurkemik traf als vierter Schütze seines Teams, nach ihm war Uli Hoeness an der Reihe, der den Ball in den Belgrader Nachthimmel schoss. Schliesslich machte sich Antonin Panenka mit seinem Heber zur Legende - die Tschechoslowakei gewann sensationell den Titel. -- Vier Jahre später war Jurkemik bei der EM 1980 Stammspieler. Hinter dem späteren Europameister Deutschland wurde die CSSR Vorrundenzweite. Im Spiel um Platz 3 schoss Jurkemik sein Team gegen Italien per Freistoss in Führung. Die Tschechoslowakei gewann die Bronzemedaille im Penaltyschiessen, Jurkemik verwandelte abermals als 4. Schütze (erst Italiens 8. Schütze vergab). -- Total 57 Länderspiele und 3 Tore. -- Zudem gehörte er zum Team, das 1972 die U23-EM (Vorgänger der U21-EM) gewann; in den Finalspielen gegen die Sowjetunion kam er indes nicht zum Einsatz.

1. Mai 2014
* 01.10.1989 | Nationalität: Israel

1. Juli 2014 bis 7. Juli 2015 im FCSG. -- 14 (13 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19.07.2014 beim 2:2 gegen die Young Boys.

Nisso Kapiloto kam von Beitar Jerusalem in die Ostschweiz und war der erste Israeli im FCSG, nachdem in den 12 Monaten zuvor gleich mehrere Landsleute zu anderen Super-League-Klubs wechselten. -- Der Abwehrspieler hatte zu Beginn seinen Platz in einer Mannschaft, die wiederholt mit Problemen in der Defensive zu kämpfen hatte. Auch er selbst hatte mit vereinzelten "Blackouts" zu kämpfen, die den insgesamt positiven Eindruck trübten. -- Als Kapiloto im Herbst verletzt ausfiel und Daniele Russo ein solides Comeback feierte, setzte der FCSG zu einer positiven Serie an. -- Danach musste sich Kapiloto damit abfinden, nur noch dritte Wahl zu sein. -- Der Zweijahresvertrag wurde im Sommer 2015 vorzeitig aufgelöst, Kapiloto kehrte zu Beitar zurück. -- Ein Jahr später, im Sommer 2016, zum Ligakonkurrenten Hapoel Haifa.

Der Innenverteidiger schaffte bei Maccabi Tel-Aviv als Junior den Sprung ins Fanionteam. Im Dezember 2006 gab er sein Debüt in einem Cupspiel, ab der Saison 2007/08 gehörte er zum Profikader, und noch vor seinem 18. Geburtstag kam er zu seinem ersten Match im UEFA-Cup. -- Anfang 2011 wurde Kapiloto an Moadon Sport Ashdod ausgliehen, für die Saison 2011/12 dem Hapoel Ironi Akko FC, wo er erstmals langfristig Stammspieler war. -- Im Sommer 2012 wechselte Kapiloto nach Zypern zum Alki Larnakas FC, für den er 23 Spiele in der Division A bestritt. -- 2013/14 beim Beitar Jerusalem FC (27 Spiele in der Liga Ha'al).

Kapiloto war ab der U17 israelischer Nachwuchs-Internationaler und bestritt zwei Spiele in der U21.

aktualisiert 21.07.2016
* 24.04.1991 | Nationalität: Türkei

15. Februar bis 30. Juni 2016 im FCSG. -- 7 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 13. März 2016 bei der 2:4-Niederlage in Basel.

Der 1,92 m grosse kräftige Stürmer spielte zuvor bei Sivasspor, wo der Vertrag Ende Januar aufgelöst worden war. Er soll bis dahin monatelang klubintern gesperrt gewesen sein, aus disziplinarischen Gründen. -- Verschiedene Eskapaden gehörten in der Türkei ebenso zu seiner Biografie wie der Ruf des grossen Talents, das ihn sehr jung ereilte - und später wohl auch ein wenig belastete.

Mit 15 erhielt Batuhan beim Besiktas J.K. Istanbul seinen ersten Profivertrag. -- 16-jährig debütierte er am 1. August 2007 im Qualifikationsspiel zur Champions League gegen Sheriff Tiraspol und 19. August 2007 gegen den Stadtrivalen Kasimpasa in der Süper Lig. Und noch einmal eine Woche später feierte er den ersten Torerfolg: Beim Auswärtsspiel gegen Gaziantepsport wurde er für den in der Schweiz aus Basler Zeiten bekannten Matias Delgado eingewechselt. Und erzielte in der Nachspielzeit das 1:0. -- Im Januar 2008 wollte ihn Besiktas dem 1. FC Köln ausleihen, damit er dort zu mehr Spielpraxis käme. Die Bestimmungen untersagten jedoch einen internationalen Transfer für einen Minderjährigen. -- Nach Einsätzen in der U16, U17 und U21 wurde er im Herbst 2008 ins "richtige" Nationalteam aufgeboten und kam 11. Oktober 2008 im WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina zum Debüt. Ein zweites Länderspiel bestritt Batuhan im Herbst 2009.

Im Januar 2009 wurde Batuhan an Eskisehirspor ausgeliehen, um in der Süper Lig regelmässig zum Einsatz zu kommen. -- Bei Klub aus Anatolien schlug er ebenfalls grossartig ein und erzielte 4 Tore in den ersten 3 Spielen. -- Batuhan kehrte im Sommer zu Besiktas zurück, litt aber unter einer Schulterverletzung. -- 2010 übernahm ihn Eskisehirspor, bis 2013 schoss er für die Rot-Schwarzen 36 Tore in 69 Meisterschaftsspielen, dazwischen war er im Sommer 2012 noch einmal ein halbes Jahr bei Besiktas, wo sein Gastspiel aber mit einer ersten langen Suspendierung endete. -- Trabzonspor (2013/14) und Elazigspor (2014) waren seine nächsten Clubs, ehe er im Sommer 2014 zu Sivasspor zog, für den er in 33 Matches 7 Tore erzielte.

Stand 5. Juli 2016
* 13.10.1987 | Nationalität: Schweiz/Serbien

1. Juli 2013 bis Juli 2015 im FCSG. -- 73 (59 NLA/8 Europacup/6 Cup) Spiele und 27 (18 NLA/4 Europacup/5 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. Juli 2013 bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Goran Karanovic kam vom Absteiger Servette FC zu den Espen. -- Bei seinem zweiten Einsatz in der Startformation, beim 2:0 gegen Lausanne-Sport, erzielte der Stürmer sein erstes Tor für den FCSG. Das frühe Führungstor ebnete im vierten Spiel den weg zum ersten Saisonsieg. -- Zweieinhalb Wochen später kam der grosse Abend, mit dem sich Karanovic in die FCSG-Geschichte schoss. -- Die Espen gerieten beim Rückspiel gegen Spartak Moskau in der Qualifikation zur Europa League kurz nach Anpfiff in Rückstand. -- Dann aber erzielte Karanovic innerhalb einer Viertelstunde (17./32.) die Tore zur Wende, der FCSG gewann am Ende 4:2 und schaffte den Einzug in die Gruppenphase. -- Drei Tage nach dem historischen Sieg in der Moskauer Vorstadt Chimki trumpfte der Stürmer auch in der Super League erstmals ganz gross auf und erzielte den ersten Hattrick seiner Karriere. Der FCSG schlug Luzern 4:1.

Karanovic traf auch im ersten Gruppenspiel der Europa League gegen Kuban Krasnodar (2:0) zur Führung. -- Er hätte zwei Wochen später auch im zweiten Spiel zur grossen Figur werden können. In Swansea aber vergab er die Chance vom Penaltypunkt aus. Später prallte er mit dem gegnerischen Goalie und einem Verteidiger zusammen, zog sich eine leichte Hirnerschütterung zu und musste in der Pause ausgewechselt werden. -- Das zwischenzeitliche 2:1 beim 2:3 im Heimspiel gegen Valencia war sein 4. Europacup-Goal - nur Charles Amoah hat auf dieser Stufe ein Tor mehr erzielt.

Wie dem ganzen Team lief es auch Karanovic im Frühling 2014 nur noch mässig. -- Nach 7 sieglosen Spielen in Serie gewann der FCSG Anfang April gegen Aarau 4:1, Karanovic war fast im Alleingang mit einem weiteren Hattrick dafür besorgt. -- In der zweiten Saison kam der Stürmer fast nur noch zu Teileinsätzen. Hier und da wurde von seiner Unzufriedenheit berichtet.  -- Sein einziges Meisterschaftstor im Herbst 2014 sicherte das 1:1 auswärts gegen den FC Zürich. -- Im Frühling 2015 fiel Karanovic mehrere Wochen aus. Als er am 11. April in der Schlussphase gegen die Young Boys eingewechselt wurde, traf er mit der ersten Ballberührung zum 3:1-Endstand. Eine Woche später sorgte er mit einer Doublette zum 2:1-Auswärtssieg beim FC Zürich.

Trotzdem brach in jenen Wochen ein Konflikt auf um die Gültigkeit des Vertrags. Mit einer gewissen Anzahl Spiele sollte sich der Kontrakt automatisch verlängern. Aus Sicht der Clubverantwortlichen würden die Spiele in der Verletzungspause abgezogen und der Vertrag damit verlängert sein, Karanovic und sein Berater widersprachen. -- Trotzdem sorgte Karanovic in der vorletzten Runde noch einmal für einen grossen Nachmittag in der AFG-Arena. Gegen den FC Aarau hatte er 4 Tore zum 5:1-Sieg beigetragen, 3 davon innert 7 Minuten, nachdem Aarau zwischenzeitlich ausgeglichen hatte.

Karanovic rückte zum Trainingsstart nicht ein, der Vertragsstreit liess nun beide Seiten in etwas schlechtem Licht erscheinen. -- Am 1. August 2015 wurde sein Engagement vom SCO Angers bekanntgegeben. Der Sporting Club de l'Ouest (SCO) war zuvor nach 21 Jahren Zweit- und Drittklassigkeit in die Ligue 1 zurückgekehrt. -- Drei Wochen später kam es zu einer aussergerichtlichen Einigung zwischen dem Spieler und dem FCSG. -- Karanovic verliess die Schweiz mit einem Total von 119 Super-League-Spielen und 33 Toren, inklusive Challenge League 245 Meisterschaftsspielen und 63 Toren. in beiden St. Galler Jahren war er bester Saisontorschütze: 2013/14 mit 9 Goals in der Super League, 17 total und 2014/15 ebenfalls 9 SL/10 total (im Total waren Dzengis Cavusevic und Yannis Tafer mit je 8 SL/2 Cup gleichauf).

Karanovic war anfangs nicht spielberechtigt, Angers aber startete gut in die Meisterschaft. Das erschwerte es dem Stürmer, einen Platz in der Mannschaft zu finden. -- In rund der Hälfte der Spiele befand er sich nicht im Aufgebot, 12 Mal wurde er in der Ligue 1 eingewechselt (und erzielte ein Tor), einzig im Ligacup-Spiel gegen Tours Ende Oktober stand er in der Startformation. Der SCO unterlag dem Unterklassigen. -- Im Sommer 2016 wurde Karanovic für ein Jahr dem FC Sochaux-Montbéliard aus der Ligue 2 ausgeliehen. Angers hatte zuvor zwei neue Stürmer aus ebendieser Ligue 2 engagiert, darunter Karl Toko-Ekambi von Sochaux.

Goran Karanovic wurde schon als 16-jähriger Junior des FC Wohlen zum Training ins Fanionteam geholt. -- Am 22. März 2005 debütierte der damalige Kantonsschüler im Alter von 17 Jahren in der Challenge League auswärts gegen Vaduz (0:3-Niederlage). -- Als unbekümmerte Nachwuchshoffnung musste er sich in der folgenden Saison bis zur 16. Runde gedulden, ehe er wieder mit den Profis auflaufen durfte. Nun beeindruckte er gleich als Doppeltorschütze: In der 75. Minute eingewechselt, baute er gegen Locarno innerhalb von 9 Minuten die Führung von 3:0 auf 5:0 aus. Bis zum Saisonende erzielte das Talent weitere vier Tore, in den folgenden zwei Saisons insgesamt 10. -- Dies brachte ihm 2008 einen Dreijahres-Vertrag in Luzern ein. -- Beim FCL war ihm jedoch kein Glück beschieden. -- Bald wurde Ciriaco Sforza als Trainer abgelöst. -- Dessen Nachfolger (Roberto Morinini und Rolf Fringer) wollten im Abstiegskampf nicht auf den Neuling setzen. -- Dann musste er im Training auch noch eine schwere Gesichtsverletzung (u.a. mehrfacher Jochbein- und doppelter Kieferbruch) einstecken. -- Mit nur zwei Einsätzen in der Super League in seinem Palmarès wurde Karanovic im Januar 2009 dem FC Wohlen ausgeliehen. -- Im Sommer 2009 lieh ihn Luzern Challenge-League-Aufsteiger SC Kriens aus, für den er in 23 Spielen 5 Tore erzielte - darunter beide Trefer beim 2:1-Sieg in Genf, das ihm das Interesse und im Sommer 2010 das Vertrags-Angebot von Servette einbrachte.

Drei Jahre stürmte Karanovic für die Genfer, mit denen er in der ersten Saison mit starker Rückrunde den Aufstieg in die Super League schaffte - Karanovic trug 8 Tore zur Rückkehr bei. -- Er nutzte seine zweite Chance, sich in der höchsten  Liga zu beweisen. Servette erlebte trotz aufkommender Unsicherheiten um Präsident Majid Pishyar und drohendem Konkurs nach dessen Rücktritt den 4. Platz und schaffte so als Aufsteiger die Europacup-Qualifiktion. -- Seine dritte Saison in Genf verlief weniger rund, einerseits litt die Mannschaft unter der finanziell angespannten Situation, die Grenats waren von Beginn am Tabellenende. Andernseits hatte auch Karanovic im Herbst nicht mehr an seine Leistungen in den Vorjahren ankünpfen können. -- Nach der Winterpause steigerten sich sowohl Servette als auch Karanovic, der 6 seiner 7 Super-League-Saisontore im Frühling schoss. -- Challenge League eingerechnet, traf Karanovic in 84 Meisterschaftsspielen für Servette 23 Mal (Super League 15 Tore in 58 Spielen).

Im Juni und August 2007 kam Karanovic zu zwei Einsätzen in der U21-Länderspiel-Nati, später bestritt er weitere Matches in der U20-Auswahl des SFV. -- Sein erster Junioren-Klub war der FC Dottikon.

aktualisiert 21.07.2016
* 26.06.1983 | Nationalität: Guinea

1. Juli 2013 bis 31. Dezember 2014 im FCSG. -- 30 (20 NLA/7 Europacup/3 Cup) Spiele und 7 (4 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. Juli 2013 bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Alhassane Keita wechselte vom Dubai Cultural Sports Club nach St. Gallen und hatte sich zuvor in fünf Jahren im FC Zürich einen guten Namen gemacht. -- Keita wurde schon Ende April als erste Neuverpflichtung für die Saison 2013/14 geholt. -- Da er in Dubai seit Februar nicht mehr spielte, begann er noch in der alten Saison mit dem Aufbautraining in St. Gallen.

Keita war nicht nur erster Torschütze des ersten Vorbereitungsspiels der Saison (beim FC Staad). Er begann auch in der Meister vielversprechend. So hatte er im zweiten Meisterschaftsspiel auswärts gegen Thun in kaltblütiger Weise den Ausgleich zum 1:1 erzielt. Der Stürmer deutete seinen "Killer-Instinkt" an. -- Im nächsten Spiel fehlte er verletzt, St. Gallen holte den ersten Saisonsieg und kam langsam auf Touren. Im August spielte sich auch Goran Karanovic immer besser in Form und verdrängte Keita in der Hierarchie. -- Der Guineer musste sich nun häufig mit Teileinsätzen begnügen und konnte sich nur selten aufdrängen - auch nachdem mit Dzengis Cavusevic der andere wichtige Konkurrent längerfristig verletzt ausfiel. -- Als Keita Anfang November in Lausanne nach der Pause für Karanvoic eingewechselt wurde, in der Schlussphase zuerst vom Penaltypunkt aus das 2:0 und dann auch noch das 3:0 erzielte, schien er auch die Herzen der anwesenden FCSG-Fans zurückgewonnen zu haben. Eine Woche später schoss er die Espen im Cup-Achtelfinal gegen Aarau in Führung - es sollte bereits sein letzter Treffer in seinem neuen Klub gewesen sein.

Der Knick folgte in der nächsten Cup-Runde. Zuhause gegen "seinen" FCZ vergab er die Chance zur Führung kläglich. Mit kleinen Schrittchen Anlauf nehmend wollte er einen Foulpenalty verwandeln, doch konnte der gegnerische Goalie seinen Schuss fast mühelos festhalten. -- Im Frühling kam Alhassane Keita nur noch in 5 Spielen zum Einsatz, obwohl der FCSG keinen treffsicheren Stürmer mehr hatte. -- Schliesslich suchten die Verantwortlichen in der Sommerpause (und darüber hinaus) einen Abnehmer für Keita, es fand sich jedoch keine Lösung. -- Längst hatte Keita die Fröhlichkeit verloren, eine Wiederaufnahme ins Kader war zu keiner Zeit mehr ein Thema, er nahm nur noch am Training der U21 teil. -- Am Silvester 2014 vermeldete der FCSG die Vertragsauflösung, Keita soll seine Karriere beim Jacksonville Armada FC aus der NASL (zweithöchste Liga der USA) fortsetzen. -- Für das Team aus Florida zeichnete sich der Stürmer gleich im ersten Meisterschaftsspiel gegen den FC Edmonton als Torschütze aus (am 5. April 2015/3:1-Sieg). -- In eineinhalb Jahren brachte es Keita auf 14 Tore in 43 Pflichtspielen für die Aramada. -- Im Herbst 2016 wurde der Vertrag nicht verlängert.

Vor dem FCSG: Glanzvolle Zeiten beim FCZ

Der 1,69 m grosse, wirblige und schnelle Stürmer wechselte im Sommer 2001 aus Marokko auf Empfehlung des damaligen FCZ-Verteidigers Tariq Chihab in die Schweiz. Er trug einiges zur Renaissance der Zürcher bei, die mit ihm 2006 den ersten Meistertitel seit 25 Jahren feierten. Keita war beim Triumph in Basel, als der FCZ mit dem Siegtreffer in der 93. Minute (durch Iulian Filipescu) Serienmeister Basel den Titel entriss Schütze des 1:0-Führungstreffers. Es war sein 20. Saisontreffer, der ihn auch zum Torschützenkönig der Super League machte. -- Insgesamt hatte Keita 58 Tore in 131 NLA-Spielen für den FC Zürich erhzielt.

Keita kam im Sommer 2001 von Olympique de Khourigba, damals immerhin Fünfter der "Botola" (höchste Liga), in den Letzigrund. Sein NLA-Debüt gab er am 20. Oktober 2001 beim Auswärtsspiel in Basel (1:2-Niederlage), bei dem er bereits seine Torgefährlichkeit andeutete, den Ausgleich aber verpasste. -- Der "kleine Prinz" sollte im Lauf seiner Zeit beim FCZ die Fans auch öfter zur Verzweiflung gebracht haben ob seiner vergebenen Chancen. -- Das erste Pflichtspieltor in der Schweiz glückte Keita in seinem fünften NLA-Einsatz, am 20. April 2002 im ... Espenmoos. Keita erzielte 6 Minuten nach seiner Einwechslung den 1:0-Siegtreffer. Der FCZ blieb in der Finalrunde zuvor auswärts ohne Punkte.

Das Espenmoos muss Keita gefallen haben. Zum Saisonstart zeichnete sich der Stürmer am 3. Juli 2002 erstmals als Doppeltorschütze aus (die Tore zum 2:0 und 3:0-Endstand), am 2. April 2005 beim 5:4-Sieg der Zürcher erzielte er ebenfalls eine Doublette. Zudem erzielte er am 14. September 2002 beide Tore zum 2:1-Heimsieg gegen die Espen. -- Mit 17 Treffern war Keita am Ende seiner ersten "richtigen" NLA-Saison zusammen mit Leandro (damals Xamax) bereits die Nummer 5 der NLA. -- 2003/04 beendete er mit nur 4 Meisterschaftstoren, ein Jahr später wurden es immerhin 11. -- Alhassane Keita verhalf dem FC Zürich auch massgeblich zum siebten Gewinn des Schweizer Cups: ab dem Achtelfinal traf er in jeder Runde mindestens einmal, im 3:1 gewonnenen Final gegen Luzern erzielte er das 2:0.

Nach dem Meistertitel träumte der FCZ von der Champions League, verpasste die Qualifikation aber durch ein 0:2 in Salzburg. Im Hinspiel gewannen die Zürcher 2:1, Keita hatte schon in der 2. Minute den Führungstreffer erzielt. -- Der Guineer, in den ersten zwei Meisterschaftsspielen der Saison 2006/07 jeweils Doppeltorschütze, träumte nun davor, seinen Erfolg zu vergolden. Keita drängte auf einen Transfer. Und wechselte am 10. August 2006 zu Al-Ittihad nach Jeddah. Der Verein aus der Hauptstadt Saudi-Arabiens soll dem FCZ rund 4 Millionen Franken überwiesen haben.

Alhassane Keita gewann mit Al-Ittihad 2007 einen nächsten Meistertitel. -- 2008 wechselte er nach Spanien zum RCD Mallorca. In zwei Jahren erzielte Keita in der Primera Division in 47 Spielen 8 Tore. -- 2010 an den Valladolid CF ausgeliehen (nur 6 Spiele in der "Segunda"). -- Im Januar 2011 Wechsel zurück nach Saudi-Arabien, zum Al Shabab FC. -- Für den Klub aus Riad traf er im Spiel der asiatischen Champions League gegen den Emirates Club zweimal. -- Vier Monate später, im August 2011, wurde Keita selber Spieler des Emirates Club. -- 2012 schliesslich der Transfer zum Dubai CSC.

Als Junior soll Keita in seiner Heimat für den Giani FC (Zérékoré) und den Makona FC (Guéckédou) und schliesslich von 1998 bis 2000 für den Horoya Athlétique Club in der Hauptstadt Conakry gespielt haben, ehe er nach Marokko zog.

aktualisiert 26.02.2017
* 01.08.1992 | Nationalität: Österreich

2005 bis 2011 und in der Saison 2012/13 im FCSG-Nachwuchs.

Florian Kloser befand sich im Frühling 2011 für zwei NLA-Spiele als Ersatzgoalie im Team, nachdem sich Germano Vailati einer Leistenoperation unterziehen musste. -- In der Saison 2011/12 vorübergehend im FC Diepolsau-Schmitter (2. Liga interregional), dann noch einmal eine Saison in der U21 des FCSG, ehe Kloser im Sommer 2013 zum SC Bregenz (Regionalliga), der sich mittlerweile wieder Schwarz-Weiss Bregenz nennt, wechselte. -- Erste Nachwuchsvereine in Vorarlberg waren der FC Hard und Schwarz-Weiss Bregenz.

05.08.2014
* 02.10.1966 | Nationalität: Deutschland

3. Januar bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 11 NLA-Spiele und 2 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 24. März 1995 beim 1:0-Heimsieg in der Auf-/Abstiegsrunde gegen den SC Kriens.

Peter Knäbel kam vom TSV 1860 München aufs Espenmoos. -- Der FC St. Gallen soll sich bereits im Sommer 1993 um den Mittelfeldspieler bemüht haben. -- Der Meisterschaftsstart verzögerte sich aufgrund der winterlichen Verhältnisse, fünf Anläufe benötigte der FCSG, um Knäbel endlich das Debüt zu ermöglichen. -- Schon in der 9. Minute erzielte der Spielmacher den Siegtreffer gegen Kriens, doch auch sonst bewies er, dass er die nötige Bereicherung für die St. Galler war. -- Sein zweites Tor feierte er beim 3:0 in Solothurn, als er schon in der 1. Minute traf. -- Den Klassenerhalt schafften die Espen solide. Trotzdem wurde die Vertragsoption mit Knäbel nicht eingelöst. -- Er verliess den FCSG wegen der finanziellen Sorgen des Clubs, wie ein paar andere Spieler auch.

Peter Knäbel ging zurück nach Deutschland und unterschrieb in der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg. -- Mit dem "Club" stieg er ein Jahr später in die Regionalliga ab und schaffte 1997 umgehend die Rückkehr in die 2. Bundesliga. -- Als im Herbst 1997 Felix Magath Trainer in Nürnberg wurde, war Knäbel seinen Stammplatz los und nicht mehr Captain. -- Im Mai 1998 wurde Knäbel vom in die 1. Liga abgestiegenen FC Winterthur als Spielertrainer verpflichtet. -- Er schaffte 1999 die sofortige Rückkehr in die NLB. -- Im Mai 2000 hörte Knäbel als Spielertrainer auf und wurde Technischer Leiter der Winterthurer Nachwuchs-Abteilung. -- Im Sommer 2003 holte ihn der FC Basel als neuen Nachwuchs-Chef. -- Unter seiner Führung wurde Basel auch im Nachwuchsbereich zur Nummer 1 in der Schweiz. -- Am 1. September 2009 wurde Knäbel Technischer Direktor des SFV. -- Sein Amts-Vorgänger Hansruedi Hasler hatte seit 1995 die Nachwuchs-Arbeit im Verband zu einer der anerkanntesten in Europa gemacht. -- In Knäbels Amtszeit fielen der U17-Weltmeistertitel kurz nach seinem Amtsantritt, die U21-EM in Dänemark 2011 (Finalist) und die damit erreichte erstmalige Teilnahme seit 1924 an Olympischen Spielen 2012 (London) und zwei WM-Qualifikationen der A-Nati. Nicht nur der Erfolge wegen galt Knäbel als kaum ersetzbar, als er sich im Herbst 2014 mit dem Wechsel in die Bundesliga beschäftigte. -- Am 1. Oktober 2014 wurde er Sportdirektor der Hamburger SV, bei dem er am 22. März 2015 auch den Posten des Cheftrainers übernahm.

In Witten im Herzen des Ruhrgebiets aufgewachsen, war Peter Knäbel als Junior zuerst bei Borussia Dortmund und dann beim VfL Bochum. -- In Bochum stieg der Mittelfeldspieler ins Fanionteam auf und debütierte im September 1984 in der Bundesliga. -- Nachdem er beim (verlorenen) Cupfinal gegen Eintracht Frankfurt 1988 nicht aufgestellt wurde, wechselte Knäbel nach Hamburg zum Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli, wo er nach eigener Aussage seine beste Zeit als Profi erlebte. -- 1991 Abstieg in die 2. Bundesliga, 1993 Abschied aus Hamburg und für ein Jahr zum 1. FC Saarbrücken, der davor aus der Bundesliga abgestiegen war. -- Ein Jahr später unterschrieb Knäbel noch einmal bei einem Bundesliga-Aufsteiger. -- Doch der Wechsel zum TSV 1860 brachte ihm wenig Freude, nur in zwei Spielen setzte ihn Trainer Werner Lorant ein.

aktualisiert 22. März 2015
* 09.11.1983

9. Januar 2009 bis 28. Januar 2011 im FCSG. -- 3 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Oktober 2009 beim 1:0-Heimsieg gegen die Grasshoppers.

Knöpfel war im FCSG-Nachwuchs und ging 2005 nach Gossau, wo er in zwei Saisons zweimal aufstieg (von der 2. Liga interregional in die Challenge League). -- Die Espen versuchten den Mittelfeldspieler schon im Sommer 2008 zu verpflichten. -- In der Winterpause 08/09 kam es schliesslich zu Uli Fortes Wunschtransfer. Knöpfel aber fiel noch in der Vorbereitung wegen Rückenbeschwerden aus und hatte in der Sommerpause 2009 erneute Rückschläge. -- Das Verletzungspech war ihm stets treu.

Im Janaur 2011 zum FC Schaffhausen in die Challenge League. -- Knöpfel bestritt 12 Spiele für die Schaffhauser, konnte aber den Abstieg nicht verhindern. -- Sein einziges Tor für den FCS war der (vorläufig) letzte Treffer der Schaffhauser im Profifussball, zum 2:5-Endstand auswärts in Wohlen. -- Der Mittelfeldspieler blieb in der Liga, wechselte zum Aufsteiger SC Brühl. -- Nach 10 Einsätzen für die Kronen wurde der Vertrag im Dezember 2011 aufgelöst. -- Knöpfel kehrte darauf Anfang Januar 2012 zum FC Gossau zurück.

aktualisiert 08.01.2012
* 08.02.1991

Ab 1. Juli 2017 im FCSG.

Philippe Koch kam aus Novara nach St. Gallen. Für den Verein aus der italienischen Serie B bestritt er in einem Jahr nur 6 Ernstkämpfe, davon 3 Meisterschaftsspiele. Koch sollte die Lücke des Luxemburgers Mario Mutsch schliessen.

Vor seinem Abstecher nach Norditalien spielte Philippe Koch ab 2007 neun Jahre für den FC Zürich, zu Beginn mit der U21 in der 1. Liga. Den Sprung ins Fanionteam schaffte er in seiner zweiten Zürcher Saison. Am 1. März 2009 bestritt Koch seinen ersten Super-League-Match (5:0-Heimsieg gegen Vaduz), die letzten acht Spiele der Saison bestritt er alle - und durfte am Ende nach einem 2:1-Sieg gegen den Stadtrivalen Grassoppers bereits den ersten Meistertitel feiern. Das Debüt im Fanionteam gab er indes schon im Sommer davor. Im Qualifikationsspiel zur Europa League auswärts gegen Sturm Graz wechselte ihn zu Beginn der Verlängerung für Hannu Tihinen ein. Der FCZ setzte sich im Penaltyschiessen durch.

201 Spiele bestritt Philippe Koch für den FCZ in der Super League, total wurden es 254 Pflichtspiele. Darunter auch alle sechs Gruppenspiele in der Champions League im Herbst 2009, als der FCZ auf Real Madrid, Olympique de Marseille und die AC Milan traf (und die Mailänder in San Siro nach dem berühmten Tor Tihinens 1:0 schlug). -- Zweimal wurde der Defensivspieler Cupsieger: 2014 führte er die Mannschaft als Captain zum 2:0-Sieg im Final gegen den FC Basel. 2016 sollte der 1:0 gewonnene Cupfinal gegen Lugano im eigenen Letzigrund sein letzter Match sein für den FCZ. Ein paar Tage zuvor wurde der Abstieg der Zürcher besiegelt. -- Anfang Juli gab er den Wechsel zu Novara Calcio bekannt, wo bereits sein früherer Teamkollege David Da Costa spielte.

Philippe Koch spielte auch ab 2006 in SFV-Auswahlen. 2008 kam er an der U17-EM-Endrunde in der Türkei - gemeinsam mit dem St. Galler Michael Lang - in allen drei Spielen zum Einsatz. -- Ein Jahr später war Koch mit Lang auch an der U19-EM in der Ukraine Stammspieler. -- Schliesslich bracht es Philippe Koch auf 25 U21-Länderspiele. Höhepunkt war die EM 2011 in Dänemark, bei der die Schweizer erst im Final von Spanien gebremst wurden und sich für das olympische Fussballturnier von London qualifizierten. -- Wie sein Bruder stand auch Philippe auf der 50 Spieler umfassenden Kandidatenliste für Olympia, beide wurden später aber gestrichen.

Erster Juniorenklub von Philippe Koch war der FC Biberist, ab 2002 spielte er im Nachwuchs des FC Solothurn. --

Sein ein Jahr jüngerer Bruder Raphael kam 2009 ebenfalls vom FC Solothurn zum FCZ und kam ab 2010 auf 62 Spiele in der höchsten Liga. Raphaels Vertrag wurde nach langwierigen Verletzungen 2015 nicht mehr verlängert. Davor war er ebenfalls Nachwuchs-Internationaler, bestritt 6 U21-Länderspiele. -- Seit 2016 spielt er wieder für Solothurn in der 1. Liga.

27.06.2017
* 08.02.1969

1. Juli 1992 bis 30. Juni 1997 im FCSG. -- 157 (114 NLA/28 NLB/10 Cup/5 Intertoto-Cup) Spiele und 4 (3 NLA/1 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juni 1992 bei der 0:1-Auswärtsniederlage in Nieukerk gegen Bayer Uerdingen im Intertoto-Cup.

Heribert Koch kam vom FC Aarau aufs Espenmoos. -- Im ersten NLA-Spiel (18. Juli 1992) beim 1:1 gegen Lugano Torschütze. -- Als Innenverteidiger war der Solothurner von Beginn weg eine feste Grösse, konnte aber den Abstieg nach der ersten Saison nicht verhindern. -- Koch blieb dem FCSG treu und feierte den sofortigen Wiederaufstieg. -- Im Frühling 1997 fiel Koch nach dem vierten Spiel verletzt aus und kehrte nicht mehr in die Mannschaft zurück.

Heribert Koch wechselte im Sommer 1997 zum SC Schwarz-Weiss Bregenz in die 2. Division Österreichs. -- Bereits im ersten Training zog er sich eine Knieverletzung zu und verpasste nach einer Operation die erste Saisonhälfte. -- Später in der 1. Liga im FC Vaduz und ab Februar 2001 im FC Gossau.

Koch wechselte 1988 von seinem Stammklub FC Schönenwerd zu den Junioren des FC Aarau. -- Sein Debüt im Fanionteam des FCA gab er am 25. März 1990 gegen Chênois. -- Im Sommer 1990 erhielt Koch den ersten Profivertrag. -- Vor seinem Aufstieg nach Aarau soll Koch in Schönenwerd regelmässig in der 3. Liga als Goalie und am selben Tag mit den Junioren als Libero gespielt haben.

28.02.2011
* 23.02.1987

1. Juli 2008 bis 31. Dezember 2009 im FCSG. -- 28 (25 NLB/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 26. Juli 2008 beim 2:0-Sieg gegen Concordia Basel.

Sebastian Kollar feierte mit dem FCSG den Wiederaufstieg 2009. -- Der Mittelfeldspieler konnte vom FC Zürich ausgeliehen werden, war zuvor ein halbes Jahr in Wil mit Trainer Uli Forte. -- Kollar zog sich in der Vorbereitung im Sommer 2009 eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu, verpasste deswegen die ganze erste Saisonhälfte. -- Im Dezember 2009 wurde auf eine Verlängerung des Leihvertrags verzichtet. -- Im FC Zürich in eininhalb Saisons 17 NLA-Spiele. -- Davor bei Concordia Basel, wo er als am 28. November 2004 gegen YF Juventus Zürich als 17-jähriger erstmals in der NLB spielte.

Stand 9. Januar 2010
* 11.11.1960

1. Januar 1999 bis 9. Januar 2002 Trainer des FCSG. -- Für 129 (108 NLA/12 Europacup/9 Cup) FCSG-Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 28. Februar 1999 beim 2:0-Auswärtssieg gegen den FC Zürich.

Marcel Koller, der als Spieler bei den Grasshoppers zur Legende wurde, kam als Nachfolger von Roger Hegi, den es seinerseits zu GC zog. -- Koller war zuvor seit 1997 eineinhalb Jahre lang in der NLB Trainer des FC Wil. Bei seiner ersten Stelle als Cheftrainer hatte er Wil in der zweiten Saison souverän in die Auf-/Abstiegsrunde geführt.

Nach zwei Siegen zum Start in die Finalrunde blieb der FCSG in den verbleibenden zwölf Spielen bis zum Saisonende ohne Vollerfolg. -- Den FCSG "irgendwann einmal in den UEFA-Cup führen" nannte Koller im Frühling 1999 sein Ziel und äusserte sich begeistert über die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrem FC. -- Dass St. Gallen die Finalrunde auf dem letzten Platz abschloss, irritierte niemanden.

Aber dass Koller den Frühling 1999 als Grundlage nutzte, um die Espen zum Meistertitel zu führen, verblüffte dann doch jedermann. -- Als Verstärkungen holte Koller aus Wil Patrick Winkler und Charles Amoah, dazu den bei GC ausgemusterten Giuseppe Mazzarelli, später als weiteren Stürmer Ionel Gane. Bereits in der Winterpause hatte Koller mit Jairo den Spielmacher der künftigen Erfolgsmannschaft mit aufs Espenmoos genommen. -- Es waren wenige, dafür erfolgreiche Transfers, die Koller den Weg zu einem guten Saisonstart ebneten. -- Er selbst sagte auch, dass es ein halbes Jahr brauche, bis alle wüssten, wie der Trainer denke. Koller sprach davon, dass anfangs "die Kultur des Miteinanders" nicht so war, wie er es sich vorstellte. Da habe er einzugreifen versucht und viele Gespräche geführt, bis er überzeugt war, dass die Kultur stimme. -- Kit in der Mannschaft, Teamgeist als wichtigstes Element zum Erfolg für einen bescheidenen Verein wie den FCSG, der damals mit dem offiziell drittkleinsten Budget der Liga arbeitete, das war Kollers Überzeugung. -- Die 45 Punkte, die die Espen in der Qualifikation holten, waren ebenso zweitbester erzielter Wert in der NLA wie die 8 Zähler Vorsprung auf den Zweiten. -- Und doch trat der Trainer gegenüber seiner Mannschaft regelmässig auf die "Euphoriebremse". -- Gleichzeitig ging Koller mit dem steigenden Erwartungsdruck in der Öffentlichkeit scheinbar locker um.

Als letzten Neuzugang holte Koller in der Winterpause mit Daniel Imhof noch einmal einen Spieler aufs Espenmoos, den er schon in Wil förderte. Der Kanada-Schweizer sollte auch bei seinen späteren Stationen stets ein Wunschspieler des St. Galler Meistertrainers bleiben. -- Koller blieb mit seinem Team in der Finalrunde souverän. -- Zum Auftakt bewiesen die Espen Moral, als sie in einem sagenhaften Match nach frühem 0:3-Rückstand auf dem Hardturm noch einen Punkt holten (4:4). Erst in der 10. Runde gab es im Spitzenkampf in Basel die erste Niederlage - aber da betrug das Polster auf den FCB schon acht Punkte. -- Neun Tage später strauchelte Basel in Genf, was dem FCSG den ersten Meistertitel seit 96 Jahren und Koller den zweiten als Trainer sicherte. -- Den ersten hatte er sich, wie er schon im Herbst mit Augenzwinkern anmerkte, 1993 mit den C-Junioren der Grasshoppers geholt. -- Marcel Koller wurde zudem zum Trainer des Jahres gekrönt.

Mit dem Meistertitel hatte Marcel Koller die Chance, den FCSG in die Champions League zu führen. -- Mit Galatasaray Istanbul wurde ein auf dem Papier übermächtiger Qualifikations-Gegner zugelost, der ein paar Wochen zuvor den UEFA-Cup gewann (allerdings wären auch alle anderen denkbaren Gegner von mindestens ähnlichem Kaliber gewesen). -- Die Espen scheiterten, hatten aber nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel auswärts in Istanbul nach 0:2-Rückstand ein 2:2 aufgeholt und die Sensation mehrmals auf dem Fuss - vor allem Charles Amoah. -- Darauf wurde im UEFA-Cup mit Chelsea erneut ein grosser Brocken zugelost. Doch nun wuchs Kollers Mannschaft über sich hinaus und hatte im Zürcher Hardturm die 0:1-Niederlage vom Hinspiel schon in der ersten Halbzeit wettgemacht. Ein Auswärtstor der "Blues" hätte bei der 2:0-Führung das Spiel gekippt, doch hielt der FCSG stand und sorgte für den grössten internationalen Sieg der Klubgeschichte. -- Beim Out in letzter Sekunde in der nächsten Runde gegen den Club Brügge erlebte das St. Galler Publikum noch einmal ein dramatisches Spiel.

Auch in der Meisterschaft spielten die Espen wieder eine gute Saison, mussten aber im Januar den Abgang von Charles Amoah verkraften. -- Der FCSG spielte erneut um den Titel, musste sich letztlich in einer "Finalissima" auf dem Espenmoos den Grasshoppers geschlagen geben. -- Im Sommer 2001 konnten zuerst Marco Zwyssig, später auch Jörg Stiel und im Herbst Marc Zellweger ins Ausland wechseln. Der Stamm der Meistermannschaft bröckelte weg, der FCSG konnte nicht mehr an der Spitze mithalten, dazu musste Koller erfahren, dass mancher Transferwunsch nicht erfüllbar war. -- Im UEFA-Cup scheiterten die Espen am SC Freiburg, nachdem der FCSG im Hinspiel als erstes Schweizer Team einen Auswärtssieg bei einem deutschen Bundesligisten feierte.

Bei den Grasshoppers war schon im Oktober klar, dass es zu einem Trainerwechsel kommen würde und Marcel Koller Wunschkandidat ist. -- Mitte Dezember wurde bekannt, dass GC den Vertrag mit seinem bisherigen Trainer Hanspeter Zaugg nicht verlängern und Koller ab Sommer 2002 sein Nachfolger sein wird. -- Die Zürcher wurden aber ungeduldig, arbeiteten daran, Koller aus dem Vertrag mit dem FCSG loszulösen und konnten ihn schliesslich sofort übernehmen. -- Im ersten Anlauf wurde Koller mit GC Zweiter hinter Basel und scheiterte auch im Cupfinal am FCB. -- 2003 aber gewannen die Grasshoppers mit Koller den 27. (und bisher letzten) Meistertitel. -- Das Scheitern in der Qualifikation zur Champions League (1:0 und 1:3 gegen AEK Athen) hinterliess bei GC tiefe Spuren. -- Auch in der NLA geriet das Team aus der Bahn, nach dem Out in Athen gab es eine 0:4-Heimniederlage gegen Basel. Eine offene Auseinandersetzung des uruguayischen Stars Richard Nuñez mit Koller kratzte am Ruf des Trainers. Nach einer 1:2-Niederlage in Wil trat Koller schliesslich von sich aus zurück.

Noch im November 2003 erhielt Koller die Chance beim 1. FC Köln, der nach schlechtem Saisonstart auf einem Abstiegsrang klassiert war. -- Sein Einstand missriet, die "Geissböcke" verloren in Bochum 0:4. -- Zwar konnte er die Kölner vorübergehend stabilisieren, am Ende stiegen sie trotzdem ab. -- Koller hatte einen auch für die 2. Bundesliga gültigen Vertrag. Als aber Vereinslegende Wolfgang Overath im Juni zum Präsidenten gewählt wurde, entliess er als erste Amtshandlung den Trainer. -- Später dürften die Kölner dem Schweizer wenigstens dankbar dafür gewesen sein, dass er Lukas Podolski in der Bundesliga lancierte.

Koller wurde immer wieder in der Schweiz als Kandidat für offene Stellen gehandelt, wartete aber geduldig auf die Chance, sich nochmals in Deutschland beweisen zu können. -- Im Mai 2005 schliesslich verpflichtete ihn der in die 2. Bundesliga abgestiegene VfL Bochum. -- Koller schlug im Ruhrgebiet wie schon in Köln einige Skepsis entgegen, doch er überzeugte auch die Kritiker und führte Bochum zurück in die Bundesliga. -- Mit Daniel Imhof hatte er einen Ex-St. Galler auf dem Platz. Ionel Gane wäre der zweite gewesen, doch stoppte den Rumänen eine Verletzung. -- Mit Koller wurde der VfL 2007 Achter (zweitbeste Klassierung der Vereinsgeschichte), zudem war mit dem Griechen Theofanis Gekas der Bundesliga-Torschützenkönig (20 Goals) ein Bochumer. -- Gekas konnte nicht gehalten werden, Koller und Bochum schafften in den folgenden beiden Jahren gleichwohl den Klassenerhalt. -- Im September 2009 aber wurde Koller nach einer 2:3-Heimniederlage gegen Mainz entlassen. Gewalt androhende Fans hatten zuvor massiv Stimmung gegen ihn gemacht. -- Mit Kollers Nachfolgern ging es nicht aufwärts, der VfL stieg im Sommer 2010 ab.

Anfang Oktober 2011 wurde Marcel Koller als Nationaltrainer Österreichs engagiert. -- Seine Wahl überraschte, Altstars wie Kurt Jara und Herbert Prohaska reagierten beleidigt, weil kein "Einheimischer" verpflichtet wurde. -- In die erste WM-Qualifikation startete Koller im Herbst 2012 gegen Deutschland. Österreich verlor sehr unglücklich 1:2. -- Das erste Jahr als "Teamchef" beendete Koller mit einer durchzogenen Bilanz, gleichwohl waren Fortschritte im ÖFB-Team zu erkennen, was Koller immer mehr Anerkennung brachte.

Karriere als Spieler

Nach zwei Jahren bei den Junioren des FC Schwamendingen (Zürich) wechselte Marcel Koller 1972 zum Nachwuchs der Grasshoppers. -- Sein NLA-Debüt gab der Mittelfeldspieler am 8. April 1979 beim 4:0-Heimsieg gegen Chiasso. -- Noch im selben Jahr musste er wegen eines Sehnenabrisses im linken Oberschenkel erstmals lange pausieren. Es sollte eine von vielen schweren Verletzungen in Kollers Karriere sein, die schlimmste erlitt er zum Saisonstart im Juli 1991: Ein Schienbein- und doppelter Wadenbeinbruch, verursacht durch ein grobes Foul des Aarauers Roger Wehrli. 18 Monate fiel Koller aus - und sammelte in dieser Zeit erste Trainererfahrungen. -- Im Mai 1996 beendete Koller seine Karriere als GC-Captain mit seinem siebten Meistertitel. Dazu feierte er fünf Cupsiege und kann sich so zu den erfolgreichsten Spielern im Schweizer Fussball zählen. -- Im Europacup brachte es Koller zu 41 Einsätzen, Höhepunkt dürfte die Champions-League-Teilnahme 1995 gewesen sein. -- Koller war ab der Saison 1996/97 Assistenztrainer von Christian Gross - und kam schon im Juli unerwartet zu einem Comeback als Spieler, nachdem GC mehrere Verletzte beklagte. -- Weitere 9 NLA-Spiele bestritt Koller zwischen Juli und September 1996, zudem wurde er in der Champions League beim 3:0 gegen die Glasgow Rangers und beim 1:0-Auswärtssieg bei Ajax Amsterdam noch einmal eingewchselt. -- Am Ende standen 435 NLA-Spiele und 58 Tore zu Buche. -- 25 Jahre Klubtreue - ein Wechsel interessierte Koller nie. Nach eigener Aussage soll ihn Mitte der Achtziger Jahre einmal der FCSG gelockt haben.

Marcel Koller bestritt 56 Länderspiele und erzielte 3 Tore - darunter das 1:0 beim 2:1-Auswärtssieg im EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei in Istanbul im Dezember 1994. Das ebnete den Schweizern den Weg zur Euro 96 in England, bei der Koller zu zwei Einsätzen kam. Bei der WM 1994 war Koller nicht im Aufgebot. -- Sein Länderspieldebüt gab er am 9. März 1982 in Balzers gegen Liechtenstein (1:0-Sieg). Erst 2009 erklärte der SFV jene Partie zum offiziellen Länderspiel. -- Koller wurde in Balzers ebenso für Roger Wehrli eingewechselt wie bei seinem zweiten Länderspiel, als die Schweiz im September 1982 im Espenmoos 3:2 gegen Bulgarien gewann. -- Einmal wurde gar eigens für Koller ein Länderspiel kurzfristig organisiert: Damit er eine Sperre absitzen konnte, spielte die Schweiz im März 1991, ebenfalls in Balzers gegen Liechtenstein. So durfte Koller ein paar Wochen später im EM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien wieder dabei sein.

10.01.2012
* 05.08.1982

1. Juli 2005 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 144 (123 NLA/2 Barrage/8 NLB/11 Cup) Spiele und 12 (9 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2005 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.

Jiri Koubsky kam vom FC Tescoma Zlin, für den er in Tschechiens höchster Liga in drei Jahren 68 Spiele bestritt (dazwischen 2 Spiele für Sparta Prag), zum FCSG. -- Der 195 cm grosse Innenverteidiger hatte von Beginn weg einen Stammplatz und verschaffte sich in der Super League schnell den nötigen Respekt. Nicht zuletzt durch immer wieder neu "erfundenen" speziellen Jubel war Koubsky im eigenen Publikum äusserst populär. -- Nach dem Abstieg 2008 hatte Koubsky wiederholt mit Verletzungssorgen zu kämpfen und kam nur zu wenigen Einsätzen in der NLB. -- Koubsky fand dann im Sommer 2009 in der NLA zurück ins Team, schien damals aber an Selbsticherheit eingebüsst zu haben. -- Er bestritt nochmals 28 der 36 NLA-Spiele, erhielt im Frühling 2010 aber kein Angebot mehr - wohl auch, weil sich finanzielle Sorgen im FCSG anbahnten.

Der Tscheche wechselte zurück in seine Heimat zum SK Slavia Prag. -- Im Sommer 2011 Transfer zum slowakischen Spitzenklub FC Spartak Trnava. -- Anfang Januar 2013 kehrte Koubsy in die Schweiz zurück und unterschrieb beim FC Aarau, wo er mit René Weiler den Trainer vorfand, der ihn einst als Sportchef zum FCSG holte. -- Gemeinsam feierten sie im Mai 2013 die Rückkehr in die Super League. Weil der Trainer in der höchsten Liga nicht mehr auf Koubsky setzen wollte, wechselte er nach Saisonstart im Juli 2013 im Tausch mit Kim Jaggy für ein Jahr zum FC Wil. Dort kam er zwar zu 25 Einsätzen in der Challenge League, mehrheitlich aber nur als Joker. -- Ab Juli 2014 beim ambitionierten FC Köniz (Promotion League).

Koubsky machte in der Schweiz in der U21-EM-Barrage im Herbst 2003 erstmals auf sich aufmerksam: er erzielte im Hinspiel in Basel den 2:1-Siegtreffer für Tschechien. Beim Rückspiel in Ostrava brachte der Verteidiger sein Team in Führung und rettete später die Schweizer mit einem Eigentor in die Verlängerung. Die Schweizer Equipe mit Tranquillo Barnetta gewann schliesslich das Penaltyschiessen und qualifizierte sich für die Endrunde in Deutschland.

aktualisiert 10.07.2014
* 15.08.1988 | Nationalität: Serbien

11. Februar bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- Ohne Einsatz im Fanionteam der Espen.

Savo Kovacevic wurde nach Mikael Ishak als zweiter Stürmer im Winter 2013 verpflichtet. -- Der Serbe war bereits im Trainingslager in der Südtürkei zu den Espen gestossen. -- Er erhielt einen Vertrag bis Saisonende mit Option auf Verlängerung und sollte in der U21 aufgebaut werden. -- Dem Nachwuchsteam verhalf er zum Klassenerhalt in der 1. Liga Promtion, als Torschütze konnte er sich einzig im "kleinen Stadtmatch" gegen Brühl auszeichnen, als er die ersten zwei Treffer zum wichtigen 3:1-Sieg erzielte. -- Nach einem halben Jahr ohne Klub schloss sich Kovacevic Anfang 2014 FC Spartak Semei, Aufsteiger in die kasachische Premer Liga, an.

Kovacevic spielte zuvor in seiner Heimat für den FK Sloboda Uzice in der SuperLiga. Besonders in der Saison 2011/12 zeichnete er sich als zuverlässiger Torschütze aus, als er in 26 Meisterschaftsspielen 12 Treffer erzielte (davon 8 in den letzten 10 Runden).

Kovacevics Juniorenklub war der FK Vojvodina Novi Sad, in der Saison 2009/2010 wurde er dem FK Proleter Novi Sad ausgeliehen, für den er in der Prva Liga (zweithöchste Liga) 8 Tore erzielte. -- Ab Januar 2011 beim FK Sloboda Point Sevojno, der im November 2011 in FK Sloboda Uzice umbenannt wurde.

aktualisiert 26.05.2014
* 21.08.1981 | Nationalität: Schweiz/Bosnien-Herzegowina

1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007 im FCSG. -- 10 (8 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 2006 beim 1:1 in Schaffhausen.

Samir Kozarac wechselte vom FC Winterthur aufs Espenmoos. -- Als Ergänzungsspieler verpflichtet, bestritt der Mittelfeldspieler nur ein Spiel über 90 Minuten (am 4. November 2006 beim FC Zürich) und musste sich sonst mit meist mit Kurzeinsätzen begnüngen.

Im Sommer 2006 wurde Kozarac vom SC Kriens verpflichtet, für den er allerdings nur 11 NLB-Spiele bestreiten konnte. -- Danach eine Saison im FC Wohlen (12 NLB-Spiele). -- Nochmals ein Jahr später, im Sommer 2008, zog es Kozarac nach Holland. -- Für Fortuna Sittard lief Kozarac in der "Eerste Divisie" (zweithöchste Liga) 29 Mal auf, wollte aber seinen Vertrag nicht verlängern. -- Nach einem halben Jahr ohne Klub schloss er sich im Winter 2010 dem norddeutschen Regionalliga-Verein (vierthöchste Liga) SV Wilhelmshaven an, mit dem er den Klassenerhalt schaffte. -- Ab Sommer 2010 beim SV Elversberg (Regionalliga West), bei dem er im Januar 2012 nach einem Trainerwechsel zum Captain befördert wurde, im März von demselben Trainer aussortiert. -- Ende August 2012 schloss sich Kozarac dem ambitionierten FC Dietikon (2. Liga interregional) an, mit dem er 2014 den Aufstieg in die 1. Liga feierte. -- Ende 2014 wurde Kozarac in Dietikon freigestellt.

Samir Kozarac' Juniorenclubs waren der SC Emmen, ab 1996 für drei Jahre der SC Kriens und 1999/2000 die Kickers Luzern. -- 2000 für eine Saison im Nachwuchs der Grasshoppers, ehe er in der Saison 2001/2002 mit dem FC Baden in der NLB debütierte. -- Ab 2003/04 im FC Winterthur. -- Total 148 NLB-Spiele.

aktualisiert 23.07.2015
* 14.03.1996 | Nationalität: Serbien

Seit 2011 im Nachwuchs des FCSG. -- Bisher 1 NLA-Spiel für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Februar 2016 bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Thun.

Sanijel Kucani war gehörte beim Rückrundenstart erstmals dem Aufgebot des Fanionteams an und ersetzt in der 64. Minute den angeschlagenen und nochmals ein Jahr jüngeren Aussenverteidiger Silvan Hefti eingewechselt.

Der eigentliche Offensivspieler Kucani stammt vom FC Uzwil und war davor auch in Juniorenteams des FC Wil.

Stand 08.02.2016
* 07.06.1989 | Nationalität: Kroatien

Ab 1. Juli 2017 im FCSG.


Stjepan Kukuruzovic kam vom Absteiger FC Vaduz nach St. Gallen. -- In Vaduz hatte ihn zuvor bereits Giorgio Contini trainiert. Gemeinsam schafften sie in der ersten Saison recht souverän den Klassenerhalt. -- Kukuruzovic bestritt für Vaduz 70 von 72 möglichen Super-League-Spielen und erzielte in der Zeit 9 Tore. Dazu feierte er zwei Cupsiege und bestritt 8 Europacup-Spiele (Qualifikation zur Europa League).

Start in Thun

Kukuruzovic war Junior im FC Thun und rückte nach dem Abstieg 2008 in die 1. Mannschaft. Seinen ersten Ernstkampf im Profifussball gab er am 15. August 2008 beim 3:1-Auswärtssieg in Winterthur. Ab der Rückrunde kam er regelmässig zum Einsatz, ein Jahr später war er erstmals im Gespräch beim FC Zürich. -- Kukurzovic blieb noch ein halbes Jahr im Berner Oberland und feierte im Sommer 2010 den Wiederaufstieg. -- Der Wechsel zum FC Zürich dürfte bereits zuvor festgestanden haben.

Am 20. Juli 2010 bestritt "Kuki" beim 2:3 in Basel sein erstes Super-League-Spiel, eine Woche später zeichnete er sich im Derby gegen die Grasshoppers, ebenfalls eingewchselt, erstmals als Torschütze aus. Der meist im defensiven Mittelfeld eingesetzte Kukurzovic musste sich meist mit der Jokerrolle begnügen, war aber eine feste Grösse in der Mannschaft von Urs Fischer. -- Den schwersten Rückschlag musste er im August 2011 einstecken. Der FCZ gewann mit ihm auswärts in Basel, Kukuruzovic fiel aber verletzt aus - mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie. -- Erst im Mai 2012 kam er zu seinem Comeback -- Inzwischen hatte Urs Meier Nachfolger von Fischer. Kukuruzovic kämpfte sich zurück und stand fortan öfter in der Startformation. -- Höhepunkt des FCZ in jener Zeit war der Cupsieg 2014 mit einem 2:0 im Final gegen den FC Basel - Kukurzovic wurde im Endspiel aber nicht eingesetzt. Sein Vertrag wurde nicht verlängert. Er verliess den FCZ nach 82 NLA-Spielen und 8 Toren.

Schliesslich wechselte er im Sommer 2014 zum Ferencvaros TC Budapest. -- Unter Trainer Thomas Doll kam er aber nur zu Beginn regelmässig zum Einsatz (in 8 der ersten 9 Runden, danach nur noch in 3 Meisterschaftsspielen). -- Die grün-weissen "Fradi" wurden am Ende der Saison Cupsieger, aber auch hier kam der Thuner im Final nicht zum Einsatz. -- Im Sommer 2015 kam er zurück in die Super League.

Erster Juniorenklub war der FC Lerchenfeld aus Thun.

15.06. 2017
* 21.09.1969

Ehemaliger FCSG-Nachwuchsspieler. -- 1 NLA-Spiel für die Espen am 12. August 1989 bei der 1:2-Auswärtsniederlage in Lugano.

Murat Kurtulus spielte später, mindestens ab Frühling 1992, beim FC Wettingen in der NLB. -- Im Herbst 1992 wurde er bei den in finanzieller Not steckenden Ost-Aargauern auf die Transferliste gesetzt. -- Als er im Juni 2013 als Trainer der U21-Juniorinnen des FC Zürich vorgestellt wurde, nannte sein neuer Club auch den FC Herisau und FC Freienbach als ehemalige Clubs. Sicher stürmte Kurtulus später lange Jahre beim Stadtzürcher Quartier-Verein FC Witikon, bei dem er bis 2012 auch als Junioren-Trainer tätig war. -- Danach bei den Frauen der Grasshoppers (NLA) Co-Trainer und im Frühling 2013 interimistisch Cheftrainer.

22.01.2014
* 26.11.1987 | Nationalität: Türkei

Juli 2007 bis 7. März 2008 im FCSG. -- 3 Spiele (1 NLA/2 UI-Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. Juli 2007 beim 1:0-Auswärtssieg im UI-Cup gegen Dacia Chisinau.

Serdal Kül war als Nachfolger von Pascal Cerrone als linker Aussenverteidger vorgesehen. -- Doch kurz nach Saisonstart verliess die Verantwortlichen der Mut, einem damals 19-jährigen das Vertrauen zu geben und holten auch noch Fernando. -- Und so wurde er nach kurzer Zeit wieder aus der 1. Mannschaft verdrängt. -- Im März 2008 wurde Kül zu Concordia Basel ausgeliehen. Schon im ersten Einsatz zog er sich eine schwere Verletzung zu und fiel für den Rest der Saison aus. -- Im Herbst 2008 wieder in St. Gallen und in einigen Spielen mit der U21 eingesetzt. -- Die Rückkehr in den Profifussball schafte Serdal Kül nicht mehr. Anfang 2011 schloss er sich dem FC Birsfelden an, bei dem er einst als Junior begann.

Kül kam aus der U21 des FC Basel und soll auch im U21-Nationalteam der Türkei eingesetzt worden sein.

ergänzt 25. Juni 2012

* 08.02.1991

Als Junior ab Herbst 2000 und bis zum 30. Juni 2009 im FCSG. -- 74 Spiele (57 NLA/9 NLB/8 Cup) und 5 (3 NLA/1 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- Erstes NLA-Spiel für den FCSG am 24. Mai 2007 beim 1:1 in Aarau.

Der Innenverteidiger war ein Vorzeige-Spieler für den FCSG-Nachwuchs. -- Nachdem er früh ins Fanionteam aufrückte und als 16-Jähriger im Profifussball debütierte, brauchte er lange Geduld, bis er regelmässiger zum Einsatz kam. -- Lang fand den Boden unter den Füssen wieder, kam nach dem Abstieg in die NLB langsam öfter zum Zug und konnte sich unter Uli Forte nach der Rückkehr in die Super League langsam etablieren. -- Lang wuchs zum Stammspieler. -- Vielleicht war es für ihn nicht nur ein Vorteil, sowohl als Aussenverteidiger wie auch im defensiven Mittelfeld verwendet werden zu können. -- Nach dem erneuten Abstieg im Sommer 2011 wollte er sich die Challenge League nicht noch einmal antun und profitierte vom Angebot der Grasshoppers, die sich zuerst weigern wollten, die reglementarisch festgelegte Ausbildungsentschädigung zu überweisen.

Bei den "Hoppers" musste Lang in der ersten Saison erneut unten durch, die Zürcher schlingerten unter Ciriaco Sforza am Tabellenende. Schliesslich wurde im April 2012 erneut Uli Forte Trainer von Lang. -- Unter dem früheren FCSG-Trainer glänzte GC in der Saison 2012/13 erstmals nach langer Zeit wieder, wurde Zweiter und gewann den Cup. -- Im Final gegen den FC Basel glänzte Lang als Vorbereiter des Ausgleichstreffers (durch Izet Hajrovic) und war dann im gewonnenen Penaltyschiessen aber einziger Zürcher, der den "Elfer" nicht verwandelte (Lang schoss über die Latte). -- Nach erneut gutem Saisonstart wurde Lang von Ottmar Hitzfeld für das Länderspiel gegen Brasilien aufgeboten und kam am 14. August 2013 auch zu seinem Debüt in der Nati (1:0-Heimsieg, in Basel). -- Zwei Monate später stand Lang in der Nati erstmals in der Startformation und ersetzte den verletzten Stephan Lichtsteiner. Beim 2:1-Sieg gegen Albanien in Tirana war Lang Torschütze des siegsichernden 2:0 - die Schweiz hatte damit vorzeitig die WM-Qualifikation auf sicher. -- Lang schaffte es auch ins WM-Kader für Brasilien und kam im dritten Vorrundenspiel beim 3:0-Sieg gegen Honduras in Manuas zu einem Einsatz. -- Bisher 20 Länderspiele (2 Tore).

Schon vor der WM 2014, besonders aber im Hinblick auf sein Vertragsende ein Jahr später wurde Lang ein Ausland-Transfer zugetraut. Schliesslich wechselte er nach 128 Super-League-Spielen (12 Toren) für die Zürcher im Sommer 2015 zum FC Basel. Ein wenig als Ostschweizer Nachfolger für die vom Rheinknie weggezogenen Fabian Frei und Fabian Schär. -- Mit Basel wurde lang bisher in beiden Saisons Meister, 2017 gab es gar das Double zu feiern. Bei seinem zweiten Cupsieg traf Lang gegen Sion zum 3:0-Schlusstand.

Beim FCSG war Lang Nachwuchs-internationaler. Bei der U17-EM 2008 in der Türkei wurde er von der technischen Kommission der UEFA als einziger Schweizer ins virtuelle 18-Mann-Kader "Team der EM" gewählt. -- Nach einigen U18-Länderspielen im Frühling 2009 in die U19 befördert, die Qualifikation zur U19-EM geschafft und auch an der Endrunde in der Ukraine dabei (2 Einsätze). -- Er war erster Espe, der innerhalb eines Jahres zwei Nachwuchs-EM-Turniere bestritt (nebst Philippe Koch/damals FC Zürich und Fabio Daprelà/Grasshoppers, einziger Schweizer überhaupt).

aktualisiert 02.07.2017
* 03.09.1987

24. Juli 2015 bis 4. Januar 2017 im FCSG. -- 31 (28 NLA/3 Cup) Spiele und 3 (1 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. August 2015 beim 1:1 gegen die Young Boys.

Steven Lang wurde nach Meisterschaftsstart vom FC Vaduz übernommen. -- Drei Tage vor der Bekanntgabe seiner Verpflichtungen war klar, dass Tranquillo Barnetta vorerst noch nicht zum FCSG zurückkehren würde. Es lag auf der Hand, dass die Verantwortlichen das Engagement Langs vorgespurt hatten. -- Der bevorzugt am linken Flügel spielende Romand brachte einigen Schwung in eine Mannschaft, der es nicht richtig rund lief. -- Im ersten Meisterschaftsspiel unter dem neuen Trainer Joe Zinnbauer wurde Lang eingewechselt, danach stand er 6 Mal hintereinander in der Startformation. -- Erst als er nach der vierten Verwarnung Mitte November gesperrt war, fehlte er erstmals seit seinem Transfer in die Ostschweiz. Sein Pech war, dass dies eim 3:1-Sieg gegen Basel der Fall war. -- Nun kam Lang oft nur noch als Joker zum Einsatz, stand aber immerhin in der Super League in den verbleibenden 20 Saisonspielen noch 14 Mal auf dem Feld. -- Nach der Sommerpause 2016 - eine Ausleihe wurde schon hier für wahrscheinlich gehalten - kam Lang nur noch in einem Spiel zum Einsatz. Marco Aratore hatte sich auf seiner Position durchgesetzt.

Anfang 2017 wurde Lang dem FC Schaffhausen ausgeliehen, wo Murat Yakin neuer Trainer war und die Mannschaft vom letzten Platz wegführen sollte. Das gelang souverän, der FCS war am Ende Vierter - nicht zuletzt dank der 14 Tore in 17 Spielen von Steven Lang, 8 davon hatte er in den ersten 5 Matches erzielt. -- Ein so guter Schütze war Lang in der Super League bei weitem nie, sein Bestwert waren die 5 Goals für Aarau in der Saison 2009/10. -- Lang entschied sich schon vor Saisonende, im Sommer 2017 zum Servette FC zu wechseln.

Erste Profi-Erfahrungen bei Xamax

Steven Lang kam 2007 aus dem Nachwuchs des FC Nantes zu Xamax. Beim Club aus der Bretagne - in Frankreich lange Zeit führend in der Nachwuchsausbildung - spielte Lang in der 2. Mannschaft und hatte keine Lust mehr, eine weitere Saison in der vierthöchsten Liga zu verbringen. -- Xamax' Trainer Gérard Castella kannte Lang aus seiner Zeit beim SFV, wo der Neuzuzug in der U17 spielte. -- In den ersten zwei Saisonspielen (NLA-Debüt war am 21. Juli 2007 beim 1:1 in Luzern) wurde Lang jeweils spät eingewechselt. Danach musste er sich auch in Neuenburg mit Einsätzen in der U21 hochdienen, gemeinsam mit Sébastien Wüthrich. -- Beim ersten Match von Beginn weg überzeugte er aber: das war am 9. Dezember in Basel, Xamax siegte im letzten Spiel der Vorrunde 1:0. Im Frühling ging es weiter aufwärts für Lang, 24 Einsätze zählte er am Ende der Saison. -- Doch mehr sollten es für die "Rouge et noir" nicht werden: Lang zog sich am Ende der Vorbereitung eine Knöchelverletzung zu. Und als er wieder einsatzfähig war, zählte Nestor Clausen, der im März Castella als Trainer abgelöst hatte und für Lang anfänglich ein Förderer war, nicht mehr auf ihn.

Durchbruch in Aarau

Anfang September bat Steven Lang um Vertragsauflösung, ein paar Tage später verpflichtete ihn der FC Aarau. -- Beim FCA hatte er zwei gute Jahre, Jeff Saibene war dort anfangs Assistenz- und später Cheftrainer. Lang bestritt 57 NLA-Spiele und erzielte in der zweiten Saison 5 Tore, die ihm 2010 ein Angebot von den Grasshoppers eintrugen. -- Bei GC war Lang anfangs gesetzt, in der Rückrunde wurden die Einsätze seltener. -- Für die Saison 2011/12 wurde er schliesslich dem Super-League-Aufsteiger Lausanne-Sports ausgeliehen. Bei den Waadtländern war er Leistungsträger, erzielte in 30 Partien 4 Tore. -- Die Zürcher wollten ihn dennoch nicht zurück, liehen ihn nun dem Servette FC aus. Die Genfer gerieten im Lauf der Saison in finanzielle Schwierigkeiten und mussten am Ende abstiegen. Dennoch spielte Lang auf dem Platz eine ansprechende Rolle. -- In der Saison 2013/14 wollten ihn die "Hoppers" endlich im eigenen Kader. Aber bei 20 Einsätzen konnte er nur gerade einmal über die volle Distanz spielen; 17 Mal wurde er, meist in der Schlussphase, eingewechselt.

So war der Wechsel zum FC Vaduz im Sommer 2014 für Steven Lang ein Aufstieg. Es schien, dass der Flügel überall geschätzt wurde, nur bei den Grasshoppers nicht. -- 32 Super-League-Spiele bestritt er für die Liechtensteiner, womit er vor dem Wechsel nach St. Gallen auf ein Total von 209 (16 Tore) kommt.

Erster Juniorenclub Steven Langs war der FC Moutier. In dem Städtchen im Berner Jura wuchs er auf, war in jungen Jahren im SFV-Ausbildungszentrum in Payerne und wechselte in den Nachwuchs des FC Basel, für den er in drei Jahren zwischen der U15 und U18 spielte, ehe er 2005 nach Nantes zog.

aktualisiert 18. Juni 2017
* 12.06.1981 | Nationalität: Slowenien

31. Januar bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 13 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Februar 2011 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Klemen Lavric war ohne Verein, als er vom FCSG verpflichtet wurde. Zuvor in der Saison 2009/2010 im SK Sturm Graz und dort Teamkollege von Daniel Beichler, der kurz vor ihm in die Ostschweiz kam. -- Zum Startspiel gegen den Tabellenletzten Grasshoppers sah das erwartungsfrohe Publikum Lavric' Ausgleich per Kopfball zum zwischenzeitlichen 1:1, doch das Spiel wurde zur grossen Ernüchterung (1:4-Niederlage). -- Lavric konnte keinen zweiten Treffer mehr bejubeln und stieg mit dem FCSG ab. -- Ende Juni 2011 kehrte der Stürmer nach Deutschland und in die 2. Bundesliga zurück und unterschrieb beim Karlsruher SC. -- Der KSC musste ein Jahr später absteigen, Lavric blieb danach lange ohne Klub. -- Im Oktober 2013 kehrte der Stürmer nach Österreich zurück. Beim zuvor in die Erste Liga (zweithöchste Spielklasse) abgestiegenen Kapfenberger SV kam er aber nicht über drei Kurzeinsätze hinaus.

Klemen Lavric' erster Profiklub war in seinem Heimatland der NK Rudar Velenje. -- Im Sommer 2003 wechselte der Stürmer nach Kroatien zum HNK Hajduk Split. -- Ab Januar 2004 im NK Inter Zapresic. -- Im Sommer 2004 vom in die 2. Bundesliga aufgestiegenen 1. FC Dynamo Dresden verpflichtet. Lavric erzielte 18 Tore in 27 Spielen, womit er (hinter Lukas Podolski vom 1. FC Köln) zweitbester Torschütze der 2. Liga war - und führte Dynamo auf Platz 8. -- Zudem wurde ein Treffer per Fallrückzieher im Spiel gegen Rot-Weiss Erfurt zu Deutschlands Tor des Jahres 2004 gewählt.

Im Sommer 2005 zum Bundesliga-Aufsteiger MSV Duisburg. -- Lavric bestritt in Deutschlands Elite-Liga 22 Spiele und erzielte 6 Tore, wobei er ab Ende September bis zur Winterpause ausfiel. -- Mit dem Klub vom Niederrhein konnte er den direkten Wiederabstieg nicht verhindern. -- Der MSV schaffte die sofortige Rückkehr, Lavric trug 12 Tore in 29 Spielen bei. -- In der dritten Saison noch zweimal Torschütze in weiteren 18 Bundesliga-Spielen. -- Da die "Zebras" erneut abstiegen, verliess Lavric den Klub und ging nach Japan zu Omiya Ardija. -- In der J-League in 21 Spielen 5 Tore. -- Im Sommer 2009 schliesslich zum SK Sturm Graz, für den Lavric in 28 Spielen 8 Tore erzielte.

Klemen Lavric war Nationalspieler (24 oder 25 Länderspiele für Slowenien, 6 Tore). -- Junioren-Klub war der NK Rudar Trbovlje.

ergänzt 06.10.2014
* 13.09.1980 | Nationalität: Brasilien

18. Februar bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 10 NLA-Spiele für die Espen.  -- FCSG-Debüt am 22. Februar 2004 beim 1:3 gegen die Young Boys.

Bruno Amorim Lazaroni kam vom Grossclub Vasco da Gama aus Rio de Janeiro. -- Der Mittelfeldspieler schaffte es unter Heinz Peischl nur einmal in die Startformation. Die Option auf eine definitive Übernahme von Vasco wurde nicht wahrgenommen, Lazaroni ging zurück nach Rio.

Lazaroni wechselte 2007 ein zweites Mal nach Europa. In Portugal spielte er für die Associação Naval 1º de Maio aus Figueira da Foz drei Saisons in der höchsten Liga. -- Im Sommer 2010 Transfer nach Saudi-Arabien zu Al-Ittifaq (Dammam).

Erster Profiklub Lazaronis war in der Saison 1999/2000 der CR Flamengo (Rio de Janeiro). -- 2000 bis 2002 spielte Lazaroni beim kleinen Stadtrivalen Bangu Atlético Clube, ehe er von Vasco verpflichtet wurde.

Brunos Vater Sebastião Lazaroni hat als Trainer eine grosse Karriere gemacht: von 1989 bis 1990 Nationaltrainer Brasiliens. -- 1989 gewann er mit der "Seleção" die Copa América. Die WM 1990 verlief jedoch glücklos (im Achtelfinal an Argentinien gescheitert). -- Drei Carioca-Meisterschaften mit Flamengo (1986) und Vasco (1987 und 88) waren Sebastiãos erste Erfolge. -- Nach der WM 1990 vor allem im Ausland tätig, u.a. bei der Fiorentina, AS Bari, Al-Hilal (Saudi-Arabien), Al-Aarabi (Kuwait), Fenerbahçe, Trabzonspor, Yokohama Marinos (Japan), Maritimo Madeira, dem Qatar SC und zweimal auch Nationaltrainer in Jamaika.

20.09.2010
* 14.02.1975 | Nationalität: Brasilien

7. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 36 (32 NLA/4 Cup) Spiele und 6 (4 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen Lugano.

Leandro Fonseca kam von der S.E. Matsubara, für die er in 25 Spielen in der brasilianischen Serie C 10 Tore erzielt haben soll. Mitgeteilt wurde bei der Verkündung seiner Verpflichtung, dass er "zuletzt einer Fussballschule" angehörte. -- Zuvor soll Leandro auch in der dritthöchsten Liga bei Jaboticabal und bei einem kurzen Gastspiel in der deutschen Regionalliga beim FC Carl Zeiss Jena gespielt haben. -- Der junge Stürmer musste das zweite Saisonspiel (4:0-Sieg in Zürich) von der Tribüne aus ansehen, weil die Arbeitsbewilligung noch ausstand - drei Tage zuvor gegen Lugano stand er in der Startformation. -- Meist kam Leandro nur als Joker zum Einsatz, nur selten spielte er über die volle Distanz. -- Entsprechend selten zeichnete er sich als Torschütze aus. Zwei der vier NLA-Treffer erzielte er in den letzten zwei Spielen, als schon feststand, dass er Ende Saison zu den zahlreichen Spielern gehört, die nicht behalten wurden.

Doch nach der Zeit in St. Gallen brachte es der Brasilianer zu einer beachtlichen Karriere.

Leandro ging zum FC Wil und war im Herbst 1996 mit 11 Toren in 21 Spielen drittbester Torschütze der NLB-Qualifikation. -- Im Frühling in der NLB-Abstiegsrunde ohne Einsatz (und mir bisher unklar, weshalb Leandro nicht spielte). -- Im Sommer 1997 holte ihn Yverdon-Sport, und bei den Nord Vaudois gelang ihm der Durchbruch. -- 24 Tore in der NLB-Saison 1997/98, ein Jahr später 21 Tore die zum erstmaligen NLA-Aufstieg in der Klubgeschichte beitrugen. Das Torschützenklassement der Auf-/Abstiegsrunde führte Leandro gemeinsam mit dem damaligen Wiler Charles Amoah an (je 8 Tore). -- Nicht zuletzt dank dem in St. Gallen einst kaum beachteten Stürmer startete Yverdon recht gut in die NLA. 6 Tore in 15 Spielen sorgten dafür, dass ihn der vom Schweizer Martin Andermatt trainierte Bundesliga-Neuling SSV Ulm abwarb. -- 51 Tore in 85 Meisterschaftsspielen für Yverdon sollten sein Bestwert bleiben.

In Deutschland lief es Leandro nicht mehr ganz so rund wie am Neuenburgersee. -- Die Ulmer Aufstiegseuphorie verfloss allmählich, Leandro erzielte 3 Tore in 25 Bundesliga-Spielen. -- Nach dem Abstieg blieb er den "Spatzen" treu, traf in 19 Spielen sechsmal. -- Noch vor Saisonende im Frühling 2001 konnte ihn der inzwischen hoch verschuldete Verein an den Coritiba F.C. verkaufen. -- Anfang November 2001 erinnerte sich das in Schwierigkeiten steckende Lausanne-Sports an den Stürmer und holte ihn in die Schweiz zurück. -- 9 Tore in 12 Spielen waren eine gute Ausbeute für "LS", daneben hatte er wegen Sperren (u.a. Tätlichkeit) einige Spiele verpasst. -- Lausanne-Sports hätte sportlich den Klassenerhalt geschafft, erhielt aber keine Lizenz mehr. -- Leandro ging zu Xamax und war im Dezember 2002 mit 15 Toren gemeinsam mit Thuns Milaim Rama treffsicherster Stürmer; in der Finalrunde glückten ihm zwei weitere Treffer.

Die Young Boys holten Leandro im Sommer 2003 nach Bern. -- In der ersten Saison der Zehnerliga hinter Teamkollege Stéphane Chapuisat und Abdel Kader (Servette) und gemeinsam mit Alex Tachie Mensah auf Platz 3 der Torschützenliste (17 Tore). -- YB wurde hinter Basel Zweiter, doch Leandro wurde am Saisonende abgegeben. -- Er ging 2004 nochmals in die Bundesliga zu Hannover 96, wo er Teamkollege von Tranquillo Barnetta wurde. -- Nach 2 Toren in 20 Bundesliga-Spielen 2005 zu den Grasshoppers. -- Bei GC kam der Brasilianer nur zu 8 NLA-Spielen, fehlte lange verletzt. -- 2006/07 im FC Thun (19 NLA-Spiele/2 Tore). -- Im Sommer 2007 wieder zu Yverdon-Sport (beachtliche 14 Tore in 30 NLB-Spielen). -- Im Sommer 2008 zurück in die Heimat zum EC Noroeste Bauru (Serie C). -- Nach kurzen Engagements bei sechs weiteren Klubs hat Leandro offenbar im Mai 2010 seine Profi-Karriere beendet.

27. Januar 2012
* 18.12.1991

Ab 2003 als Nachwuchsspieler und bis Oktober 2014 im FCSG. -- Bisher 12 (3 NLA/7 NLB/2 Cup) Spiele und 4 (3 NLB/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 13. Mai 2010 bei der 1:2-Heimniederlage gegen Bellinzona.

Sven Lehmann war nach Nico Abegglen die nächste grosse Stürmer-Hoffnung des FCSG. -- Noch vor dem 17. Geburtstag debütierte er in der U21 und erzielte gleich im ersten 1.-Liga-Spiel ein Tor (gegen Red Star).-- Ein halbes Jahr nach seinem Debüt im Fanionteam musste sich Lehmann einen Knochentumor entfernen lassen. Im April 2011 kehrte er in die U21 zurück und durfte in der 1. Liga im letzten Saisonspiel einen Hattrick bejubeln. -- Die erste Mannschaft stieg ab, Lehmann tastete sich wieder heran und hatte im letzten Spiel vor der Winterpause in Bellinzona als Joker den 1:0-Siegtreffer erzielt. Ein für den Wiederaufstieg wohl wegweisender Treffer gegen den direkten Konkurrenten. -- Dann aber erlitt Lehmann im März 2012 den nächsten schweren Rückschlag: ein Schienbeinbruch setzte den Stürmer für gut ein Jahr flach. Und nachdem er sich im Frühling 2013 wieder herantasten konnte, musste er später noch einmal einen Rückschlag verkraften, ehe er im September zurückkehrte. Sein Glück währte nur eine Woche: am darauf folgenden schied Lehmann im Spiel der U21 gegen den SC Brühl neuerlich mit einem Schienbeinbruch aus. -- Der letzte Comeback-Versuch scheiterte, Lehmann startete in ein Berufsleben ausserhalb des Fussballs. Im Oktober 2014 wurde bekannt gegeben, dass der Vertrag aufgelöst wurde und sich der Stürmer wieder seinem Stammclub FC Winkeln anschloss.

Lehmann war U17-EM-Teilnehmer 2008 in Antalya (1 Teileinsatz gegen Frankreich) und danach auch in der U18-Nati. -- Vater Markus Lehmann war im FCSG auch Co-Trainer der U21.

ergänzt 30.10.2014
* 28.04.1961

1. Juli 1988 - 30. Juni 1989 im FCSG. -- 20 NLA-Spiele und 3 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 1988 bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen die Young Boys.

Michel Lehnherr wurde von Xamax ausgeliehen, spielte aber in der Saison zuvor beim FC Bulle. -- Der Stürmer wurde als Ersatz für Hanspeter Zwicker verpflichtet, der seinerseits einen Transfer nach Neuenburg erzwungen hatte. -- Lehnherr hatte noch am Saisonende einen Zweijahres-Vertrag mit Xamax unterschrieben und sei überrascht gewesen, dass er in die Ostschweiz ausgeliehen werden sollte. Der Romand, der schon ausgezeichnet deutsch sprach, sah der neuen Saison zuversichtlich entgegen und hoffte mit 27 Jahren auf den endgültigen Durchbruch. -- Als Lehnherrs Stärken wurden die Schnelligkeit und Entschlossenheit im Sechzehner gelobt. -- Oft ausspielen konnte er sie nicht, nur selten schaffte er es in die Startformation.

Dazu spielte der FCSG eine bescheidene Qualifikation, obwohl kurz vor Saisonbeginn der Angriff mit Ivan Zamorano weiter verstärkt wurde. -- Zwei seiner drei Tore erzielte Lehnherr in den letzten beiden Spielen der Auf-/Abstiegsrunde. Sein erstes St. Galler Goal war das 1:0 beim 5:1-Heimsieg gegen die Old Boys am Ostermontag vor 7000 Zuschauern. -- Lehnherr schien gerne gegen die Basler zu spielen: Im Frühling davor glückte ihm mit Bulle im Hin- und Rückspiel je eine Doublette gegen "OB" - zudem hatte er im Joggeli gegen den FC Basel beide Tore zum 2:1-Auswärtssieg besorgt.

Die Option, Lehnherr eine weitere Saison auszuleihen, wurde nicht übernommen. -- Der Flügel wechselte zurück in die NLB, nun nach Yverdon. -- Die Saison 1990/91 bestritt er noch einmal mit Bulle, diesmal verpasste er die Auf-/Abstiegsrunde. -- Im Sommer 1991 beendete Lehnherr seine Halbprofi-Karriere mit einem Total von 232 Spielen und 77 Toren in NLA und NLB. -- Lehnherr wurde Spielertrainer von Marin-Sport, bei dem er einst als Junior zu spielen begann.

Von Marin schaffte es Michel Lehnherr in den Nachwuchs von Xamax. -- Im Frühling 1981 absolvierte der Stürmer gemeinsam mit den Klubkollegen Philippe Perret und Caryl Facchinetti die Rekrutenschule - es soll die erste eigentliche Sportler-RS gewesen sein, die (ein wenig) Rücksicht auf den Trainingsbetrieb nahm. -- Für die Saison 1981/82 gehörte der Bankangestellte beim UEFA-Cup-Teilnehmer dem erweiterten Kader an (als "Stagiaire") und kam am 12. September 1981 auch zu seinem NLA-Debüt, auswärts gegen Bellinzona (Xamax verlor 0:1). Doch es blieb der einzige Pflichtspieleinsatz für die Rot-Schwarzen. -- Für die Saison 1982/83 wurde Lehnherr  dem FC Fribourg (NLB) ausgeliehen, ab Sommer 1983 dem FC Grenchen, mit dem er 1985 den NLA-Aufstieg feierte und auf höchster Stufe in 27 Spielen 4 Tore schoss. -- Grenchen stieg wieder ab, ab Sommer 1986 wurde Lehnherr dem FC Bulle ausgeliehen, für den er in der zweiten Saison 18 Tore erzielte.

06.02.2015
* 30.06.1988 | Nationalität: Österreich

12. Februar 2016 bis 20. Januar 2017 im FCSG. -- 14 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Februar 2016 beim 1:0-Auswärtssieg in Luzern.

Mario Leitgeb kam vom FK Austria Wien in die Ostschweiz. -- Als defensiver Mittelfeldspieler sollte er die Lücke schliessen, die sich durch Alain Wiss' Verletzung öffnete und erhielt einen Vertrag bis Saisonende, nachdem der FCSG sich schon zu früherem Zeitpunkt um ihn bemüht haben soll. -- Nur in zwei Spielen verzichtete Trainer Joe Zinnbauer auf den Österreicher, bei 8 der 14 Einsätze stand er in der Startformation. -- Der Vertrag verlängerte sich aufgrund einer Klausel, was für einiges Erstaunen sorgte. -- Zumal nach der Sommerpause bald offenischtlich war, dass der Trainer gar nicht mehr auf ihn setzte. -- Leitgeb wurde gar in die U21 verwiesen, durfte im Januar 2017 nicht mehr mit der Profimannschaft trainieren. -- Schliesslich wurde er von einem Angebot des Wolfsberger AC erlöst.

Als Junior spielte Leitgeb in seiner Heimatstadt Graz beim SK Sturm, wo er es bis in die 2. Mannschaft schaffte, welche in der Regionalliga spielte. -- 2008 wechselte Leitgeb zum SC Austria Lustenau, für den er bis Ende 2011 89 Spiele in der Ersten Liga (zweithöchste Klasse) bestritt. -- Ab Januar 2012 beim Grazer AK, der den Aufstieg aus der Regionalliga anstrebte, aber scheiterte.

Im Sommmer 2012 wurde Leitgeb vom SV Grödig verpflichtet, wo er unter Trainer Adi Hütter den Aufstieg in die Bundesliga schaffte und in der zweiten Saison Platz 3 und die Europacup-Teilnahme einbrachte. -- Wie Hütter verliess auch Leitgeb den SV Grödig, Austria Wien schloss mit dem Mittelfeldspieler einen Dreijahres-Vertrag ab. -- Bei den "Veilchen" war Leitgeb in der ersten Saison meist gesetzt und bestritt 26 Meisterschaftsspiele, erreichte zudem den Cupfinal (0:2-Niederlage gegen Salbzurg). Im 3:0 gewonnenen Halbfinal in Wolfsberg war Leitgeb Schütze des zweiten Treffers. -- Nach dem Trainerwechsel von Andy Ogris zu Thorsten Fink verschlechterte sich die Situation für den Steierer. Im Herbst 2015 kam er nur noch in einem Bundesliga-Spiel zum Einsatz, meist fand er nicht einmal ins Aufgebot. -- Zwei Wochen vor seiner Unterschrift in St. Gallen scheiterte ein Transfer zu seinem Stammklub SK Sturm. Leitgeb warf in seiner Enttäuschung den Grazer Verantwortlichen vor, Versprechungen nicht eingehalten zu haben.

aktualisiert 20. Januar 2017
* 05.09.1989 | Nationalität: Schweiz/Kosovo/Albanien

1. Januar 2013 bis 6. Januar 2015 im FCSG. -- 62 (49 NLA/8 Europacup/5 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Februar 2013 bei der 0:1-Auswärtsniederlage in Sitten.

Ermir Lenjani wurde in der Winterpause vom FC Winterthur verpflichtet. -- In St. Gallen nahm der linke Aussenverteidiger seine zweite Chance in der höchsten Liga wahr. -- Nachdem sein erstes Gastspiel in der Super League zwei Jahre zuvor bei den Grasshoppers vorschnell beendet wurde, lief es Lenjani in der Ostschweiz besser. -- Anfangs bewies er einige Geduld, auf seinen zweiten Teileinsatz (in Lausanne) muste er ein paar Wochen warten. Beim nächsten Spiel, auswärts gegen den FC Zürich, wechselte ihn Trainer Jeff Saibene früher ein, der FCSG war gut aufgelegt, Lenjani nutzte den Schwung und konnte nach einem Vorstoss mit einer Flanke den Treffer zum 3:1-Endstand auflegen. In den letzten zwei Spielen der Saison spielte er jeweils von Beginn weg - inzwischen stand fest, dass "Vorgänger" Pa Modou den FCSG verlassen würde.

Bald war klar, dass Lenjani nun gesetzt war auf seiner Position. Und doch beeindruckte im August 2013, wie sicher der Winterthurer Kosovare bereits spielte - auch im Europacup. -- Dies brachte ihm umgehend das erste Aufgebot vom Verband Albaniens. -- Nachdem ihm Ende September im Heimspiel gegen die Young Boys der erste Super-League-Treffer wegen Offside (wohl zu Unrecht) aberkannt wurde, feierte Lenjani vier Tage später auswärts gegen die Grasshoppers sein erstes Meisterschafts-Goal für die Espen (er hatte bereits im Cup-Spiel in Schönbühl zwei Tore erzielt). Sein 1:0 war in dem turbulenten Spiel gleich der Siegtreffer. -- Der Letzigrund schien ihm zu behagen, auch den zweiten Super-League-Treffer erzielte er da, im April 2014, zum 2:2-Schlussstand gegen den FC Zürich. -- Lenjani startete auch mit dem Stammplatz in die Saison 2014/15, bewies, dass er auf der linken Flanke auch in offensiverer Rolle wertvoll war. Und doch hatte er sich öfter mit Teileinsätzen zu begnügen.

Zur Winterpause wurde das Interesse von ausländischen Klubs bekannt, der Spieler selbst sandte wiedersprüchliche Signale aus. -- Tatsächlich sollte ein 3:3 gegen Vaduz sein letzter Einsatz für den FCSG gewesen sein, Ermir Lenjani wechselte Anfang 2015 zum Stade Rennais FC in die Ligue 1. -- In Rennes hatte er eineinhalb Monate zuvor sein 7. Länderspiel bestritten. Der Verein, der ihn für zwei Jahre verpflichtete, soll ihn aber schon länger im Fokus gehabt haben. -- In der ersten Halbsaison in Frankreich musste sich der Aussenverteidiger mit 5 Einsätzen begnügen. -- Dass er nach Saisonbeginn im August 2015 dem Rivalen FC Nantes ausgeliehen wurde, sollte sich lohnen. 20 Spiele bestritt er für die "Canaris" in der Ligue 1, gleich bei seinem Debüt für Nantes war er Torschütze zum 1:0-Sieg (gegen Reims am 20. August). Es sollte sein einziger Treffer bleiben, vor allem aber holte sich Lenjani dort die gute Form für die EM in Frankreich. -- Auf die Saison 2016/17 wurde er von Stade Rennais zurück geholt, kam aber vorerst nur noch selten zum Einsatz.

Zu seinem Länderspieldebüt kam Lenjani am 15. November 2013 beim 0:0 gegen Weissrussland (ausgetragen in Antalya/Türkei). -- Nach Albaniens bemerkenswertem Start in die EM-Qualifikation im September 2014 (Auswärtssieg in Portugal) erzielte Lenjani im Oktober beim 1:1 gegen Dänemark das Führungstor. -- Drei Tage darauf stand er auch in Belgrad gegen Serbien auf dem Platz. Jenes Spiel erlangte traurige Berühmtheit: Nachdem eine Drohne mit einer Fahne "Grossalbaniens" über den Platz flog, lagen bald die Nerven auf beiden Seiten blank. Wegen Zuschauerausschreitungen kam es zum Unterbruch (und später Spielabbruch). Lenjani war im Nachgang einer der auffälligeren Akteure des albanischen Teams. Das Spiel wurde später mit einem Forfait-Sieg für Albanien gewertet. Die EM-Kampagne verlief erfolgreich, erstmals qualifizierten sich die Rot-Schwarzen Adler für eine Endrunde, bei der Lenjani in allen drei Spielen zum Einsatz kam.

Vor dem FCSG

In der Saison vor seinem Wechsel in die AFG-Arena konnte Lenjani den FCSG nicht nur in der Challenge League, sondern auch im nach Penaltyschiessen gewonnen Cup-Viertelfinal beeindrucken. -- Noch mehr Gefallen hinterliess Lenjani im Cup-Halbfinal gegen den FC Basel, den der FCW unglücklich 1:2 verlor. -- Eigentlich Aussenverteidiger, wurde Lenjani in Winterthur schon bald auch oft im Mittelfeld eingesetzt. Er bewies regelmässig Torgefährlichkeit (17 Tore in 96 NLB-Spielen für Winterthur), vor allem aber auch Vorbereiterqualitäten.

Lenjani kam aus dem Nachwuchs des FC Winterthur und gab im November 2008 sein Debüt im Fanionteam. -- Ab der Saison 2009/10 und mit dem neuen Trainer Boro Kuzmanovic Stammspieler. -- Im Sommer 2010 wechselte er gemeinsam mit drei weiteren Teamkollegen (Innocent Emeghara, Amir Abrashi und Remo Freuler) zu den Grasshoppers. -- Nach einem halben Jahr und nur 6 Teileinsätzen kehrte er in der Winterpause zurück zum FC Winterthur. -- Im Sommer 2011 scheiterte ein Transfer zu Elazigspor. Lenjani bestritt mit dem Klub, der damals in der zweithöchsten türkischen Liga spielte, die Vorbereitung, doch dann stellte sich heraus, dass der Verein die bescheidene Ablösesumme nicht aufbringen konnte. -- Ein Jahr später zeigte der MSV Duisburg nach schwachem Saisonstart in der 2. Bundesliga starkes Interesse an Lenjani, das sich nach einem Trainerwechsel jedoch wieder legte. -- Erster Juniorenklub des Winterthurers war der FC Tössfeld.

aktualisiert 5. April 2017
* 17.01.1978 | Nationalität: Brasilien

1. Juli 2005 bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 15 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2005 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.

Leonardo Pereira de Oliveira kam vom FC Istres (Frankreich). -- Mit dem Klub aus Südfrankreich schaffte er ein Jahr zuvor den überraschenden Aufstieg in die Ligue 1. -- Darauf wechselte er zu Servette, wo der Mittelfeldspieler eine beachtliches Halbjahr spielte. Nach dem Konkurs im Januar 2005 kehrte er für ein halbes Jahr zurück zu Istres (Abstieg in die Ligue 2). -- In St. Gallen konnte Leonardo die Erwartungen nicht erfüllen, kämpfte auch wiederholt mit Verletzungen. -- Leonardo startete seine Profikarriere beim América FC (Natal) und spielte auch danach bei unterklassigen Clubs: União São João (São Paulo, Brasilien), Mérida (Spanien), Juventud Unida (Argentinien), ehe er 2003 nach Frankreich wechselte. -- Soll später in Zypern bei Olympiakos Nikosia und AE Paphos gespielt haben.

19. Mai 2010
* 30.12.1975 | Nationalität: Serbien/Ungarn

30. August 2002 bis 17. Dezember 2003 im FCSG. -- 17 (14 NLA/3 Cup) Spiele und ein NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 11. September 2002 bei der 2:3-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Leo Lerinc kam kurz vor Transferschluss im Sommer 2002 von Roter Stern Belgrad aufs Espenmoos, als im FCSG der Abwärtstrend begann. -- Den einzigen Treffer erzielte der Mittelfeldspieler im Dezember 2002 beim 1:1 gegen GC. Lerinc schoss die Espen in Führung, kassierte im selben Spiel auf dem Hardturm aber auch einen Platzverweis, nachdem er in der 90. und 91. Minute zweimal wegen Foulspiels verwarnt wurde. -- Zum Saisonende und nach geschafftem Klassenerhalt wie zahlreiche Mitspieler von Heinz Peischl aussortiert. -- Im Februar 2004 vom CF Ciudad de Murcia verpflichtet, mit dem er den Abstieg aus der zweithöchsten spanischen Liga (Segunda) erfolgreich verhinderte. -- Später bei Dinamo Bukarest unter Vertrag, seine Karriere scheint er bei seinem ersten Profiverein Vojvodina Novi Sad beendet zu haben. -- Aus der Vojvodina wechselte Lerinc 2000 zum Roten Stern.

20.05.2010
* 25.06.1968 | Nationalität: Schweiz/Puerto Rico

7. Juli 1992 bis 30. Juni 1994 im FCSG. -- 22 (6 NLA/15 NLB/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. August 1992 bei der 1:4-Heimniederlage gegen Aarau.

Thomas Lips setzte die Reihe von Auslandschweizern im FCSG fort. -- Er ist schweizerisch/puerto-ricanischer Doppelbürger, aber in Long Island, New York gross geworden. Vor seinem Wechsel in die Ostschweiz soll Lips für das College-Team der New Jersey Arrows gespielt haben. -- Wenn er in der Startformation stand, wurde Lips stets in der Abwehr eingestzt (angekündigt wurde er als Mittelfeldspieler). -- Lips erlebte den Abstieg 1993 und durfte ein Jahr später den Wiederaufstieg mitfeiern. Eine Vertragsverlängerung blieb jedoch aus.

Tom Lips kehrte in die USA zurück und spielte für die New England Revolution, New York Fever, Long Island Rough Riders und die Boston Bulldogs. -- 2006 startete Lips seine Trainerlaufbahn. Dabei stieg er im Frauenfussball ein und führte die Long Island Lady Rough Riders in der "W-League" (zweithöchste Spielklasse) in die Conference-Halbfinals. -- Später Trainer verschiedener Juniorenteams und zudem Betreiber der Fussballlschule "LIPS", das auch für auch für "Long Island Professional Soccer" steht.

Vor seinem Wechsel zum FCSG erwähnt Lips selbst das College-Team der Farleigh Dickinson University in seiner Biografie. Diese spielten damals in der NCAA Division 1. -- Zudem war Tom Lips Nationalspieler von Puerto Rico.

12.11.2012
* 04.05.1983 | Nationalität: Kroatien

29. Januar bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 16 NLA-Spiele und 4 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. Februar 2006 beim 3:1-Auswärtssieg in Schaffhausen.

Goran Ljubojevic konnte von Dinamo Zagreb ausgeliehen werden, nachdem der FCSG Moreno Merenda wiederum an den FC Schaffhausen auslieh. -- Der Stürmer hatte einen perfekten Einstand - in den ersten drei Spielen erzielte er je ein Tor: beim Debüt in Schaffhausen zum 2:0, im Heimspiel gegen Aarau (1:1) das Führungsgoal, in Neuenburg zum 2:2-Ausgleich. -- Bei der 1:3-Niederlage in Basel glich er zum zwischenzeitlichen 1:1 aus, das Tor wurde jedoch als Eigentor (Majstorovic) gewertet. -- "Ljubo" erzielte danach nur noch im letzten Spiel gegen Schaffhausen ein weiteres Goal, wurde nicht weiterverpflichtet. Und blieb als toller Angreifer in Erinnerung.

Zurück bei Dinamo Zagreb, erzielte er im Qualifikationsspiel zur Champions League einen Hattrick gegen Ekranas Panevezys, hatte jedoch keinen Platz im Kader. -- Ab September 2006 beim KRC Genk in Belgien. In der ersten Saison massgeblich beteiligt am Platz 2 und der Quali zur Champions League. In der dritten Saison nur noch selten eingesetzt, wurde der Vertrag im Sommer 2009 nicht mehr verlängert. -- Anfang 2010 zum NK Zagreb, für den er in einer Halbsaison in 12 Spielen 6 Mal traf. -- Im Sommer 2010 zum AIK Stockholm.

Seit Januar 2011 wieder im NK Osijek, bei dem er seine Karriere startete (Profidebüt 2001). 2005 von Dinamo Zagreb abgeworben. -- "Ljubo" war U21-Nationalspieler Kroatiens.

Aktualisiert 26.07.2011
* 12.01.1983

1. Juli 2002 bis 30. Juni 2005 und in der Saison 2007/2008 im FCSG. -- Espen-Debüt am 16. Juli 2003 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Young Boys. -- 11 (7 NLA/3 Cup) Spiele für den FCSG.

Dominique Longo kam vom FC Bischofszell in die U21 des FCSG und galt bald als grosse Nachwuchs-Hoffnung. Verletzungen warfen den technisch starken Abwehrspieler mehrmals in der Karriere zurück. -- 2005 an den FC Wil ausgeliehen, wo er in zwei Saisons 41 Meisterschaftsspiele (26 NLA/15 NLB) bestritt. -- Longo kehrte 2007  aufs Espenmoos zurück im Wissen, nur als Ergänzungsspieler betrachtet zu werden. -- Nach dem Abstieg eine Saison beim FC Gossau (25 NLB-Spiele). -- Im Sommer 2009 zum FC Frauenfeld, danach beim FC Amriswil und wieder in Bischofszell, wo Longo 2011 die Aktiven-Karriere beendete und später auch das Traineramt übernahm.

ergänzt 02.06.2014
* 09.07.1947 | Nationalität: Holland

5. April bis 31. Dezember 1992 Trainer des FCSG. -- Für 38 (31 NLA/1 Cup/6 Intertoto-Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Cheftrainer des FCSG am 8. April 1992 gegen Servette (0:2-Heimniederlage).

Leen Looijen wurde als Nachfolger von Heinz Bigler vorerst bis Saisonende verpflichtet. -- Er soll durch einen holländischen Bekannten, der als Leiter der Sportanlage Gründenmoos arbeitete, mit dem FCSG in Verbindung gebracht worden sein. -- Die Mannschaft hatte bei der (vom Publikum nicht goutierten) Entlassung Biglers noch Aussichten auf die UEFA-Cup-Qualifikation, stagnierte aber. -- Der sofortige Aufschwung unter dem Neuen blieb aus, immerhin gab es für die Spielweise unter ihm Lob. -- Looijen hatte eigentlich für die folgende Saison bereits beim FC Wageningen, dem Club seiner Heimatstadt, zugesagt. Schon im Mai konnte der FCSG die Situation klären und Looijen auch für die folgende Saison verpflichten.

Die Qualifikation im Herbst 1992 stand dann jedoch unter einem schlechten Stern, die Espen konnten erst in der 7. Runde den ersten Sieg feiern und mussten sich früh damit abfinden, die Finalrunde zu verpassen. -- Schliesslich wurde der Vertrag mit Looijen im Dezember aufgelöst. Im FCSG passte in jener Zeit wenig zusammen, nicht nur auf dem Rasen. -- Looijen wurde Sturheit vorgeworfen, er habe von einem Spielstil geträumt, dem die Mannschaft nie gewachsen gewesen sei.

Ab 1994 war Looijen war Sportdirektor bei N.E.C. (Nijmegen), bei dem er ab 1971 als Spieler seine ersten Erfahrungen als Trainer sammelte, war er doch Assistent von Wiel Coerver, einem der bekanntesten Ausbildner jener Zeit überhaupt. -- Looijen hatte sich bereits zwischen 1965 und 1968 an der holländischen Sporthochschule zum Trainer ausbilden lassen. -- Im Januar 1974 wurde Looijen erstmals für ein halbes Jahr Cheftrainer des N.E.C., zwischen 1978 und 1981 erneut. -- Dazwischen und danach war er in verschiedenen Spitzenklubs als Nachwuchstrainer tätig. -- Dann als Cheftrainer ab 1985 zuerst bei Vitesse Arnhem, später bei der RKC Waalwijk und NAC Breda. --Zwischen 1987 und 1991 erneut bei der N.E.C. -- Vor seinem Wechsel in die Schweiz war Looijen als Referent beim holländischen Verband  tätig. --

Sportdirektor der N.E.C. blieb er dann stolze 13 Jahre lang. 2007 wurde er abgelöst, blieb aber "seinem" Verein als Chefscout erhalten und wurde im Nebenamt Nationaltrainer der Holländischen Antillen. -- Zwischen 2009 und 2012 Sportdirektor bei De Graafschap (Doetinchem). -- Seit Sommer 2013 ist Looijen Nationaltrainer der Karibik-Insel Tuvalu. Es sei ein Freiwilligen-Job ohne Bezahlung, vermittelt durch eine Stiftung. -- Daneben ist Looijen ebenfalls seit August 2013 in Nijmegen Trainer des Amateurklubs VV Jonker Boys.

2012 brachte Looijen das Buch "Van verliezen leer je winnen" (vom Verlieren lernst Du zu gewinnen) heraus.

27.12.2013
* 05.01.1963 | Nationalität: Deutschland

1. Juli 2005 bis 10. April 2006 Trainer des FCSG. -- Für 31 (29 NLA/2 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer des FCSG am 16. Juli 2005 bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Zürich.

Ralf Loose kam als Nachfolger von Heinz Peischl zum FCSG. Mit dem Deutschen hatten die Espen trotz Startniederlage einen guten Saisonauftakt, schienen in der Liga wieder eine gute Rolle spielen zu können. Die Mannschaft konnte Freude bereiten, war aber auch immer für Rückschläge gut. -- Schon in der 2. Cuprunde folgte ein neuer Tiefpunkt: Beim Schwyzer Zweitligisten Küssnacht am Rigi blamierte sich der FCSG bis auf die Knochen. Die Spieler liefen gewissermassen mit offenen Augen in die 1:2-Niederlage gegen den vier Ligen tiefer spielenden Gegner. Auf den ersten Gegentreffer nach gut 30 Minuten konnte sie fast eine Stunde lang nicht reagieren. -- Loose behielt mit seiner Mannschaft in der Liga dennoch eine ziemlich positive Ausstrahlung, so gelang nach einer Durststrecke Anfang Dezember ein 7:1-Sieg gegen Xamax - dem aber zum Hinrunden-Abschluss eine 0:1-Niederlage in Yverdon folgte. -- Der FCSG überwinterte als Sechster, ein Europacup-Platz schien denkbar. -- Ende Januar wurde mit Goran Ljubojevic ein Stürmer geholt, der in St. Gallen einen vorzüglichen Einstand hatte: In den ersten drei Spielen der Rückrunde schoss der Kroate jedesmal ein Tor. Der FCSG spielte unter Loose weiterhin einen ansprechenden Fussball, gewann bis April jedoch nur zwei Matches. Spieler sollen ihren Trainer dafür kritisiert haben, dass er zu offensiv spielen lasse. Nach einer 1:3-Niederlage in Thun sorgten FCSG-Fans für Aufsehen, als sie nach Schlusspfiff den Spielern den Hintern zeigten. Ein Tag später, am 10. April 2006, wurde Ralf Loose entlassen.

Schon Ende April einigte sich Loose mit den Sportfreunden Siegen auf einen neuen Vertrag ab Sommer 2006. -- In Siegen war Loose schon in der Saison 2004/05 erfolgreich tätig gewesen. Mit ihm stiegen die Sportfreunde erstmals in ihrer Geschichte in die 2. Bundesliga auf. Loose hatte damals schon vor Sicherung des Aufstiegs in St. Gallen zugesagt, nicht zuletzt, weil seine Familie im Rheintal wohnte. -- Bei seiner erneuten Zusage in Siegen stand indes der Wiederabstieg bereits fest. -- Ende September 2007 wurde Loose vom FC Augsburg abgeworben. Als der Klub aus Schwaben im Frühling 2007 in der 2. Bundesliga in Abstiegsgefahr kam, wurde Loose Ende April entlassen. -- Bis zur nächsten Stelle als Trainer musste sich der Westfale lange gedulden. Schliesslich erhielt Loose im April 2011 eine Chance bei der SG Dynamo Dresden. -- Die Sachsen schienen nach drei Niederlagen in Serie die Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verspielt zu haben. -- Loose schaffte jedoch das kleine Wunder. Mit ihm holte Dynamo aus den letzten 6 Spielen 16 Punkte und erreichte die Barrage, die gegen den VfL Osnabrück gewonnen wurde. -- Die Dresdner spielten mit Loose eine gute Saison in der 2. Bundesliga. Im Cup sorgten sie für Aufsehen: Erst wurde mit Bayer Leverkusen ein Spitzenteam der Bundesliga nach 0:3-Rückstand 4:3 geschlagen. In der nächsten Runde unterlag Dynamo bei Borussia Dortmund, zu Reden gaben aber Ausschreitungen von Dresdner Fans. -- Weniger gut lief es für Loose und Dynamo im Herbst 2012. Die Mannschaft rutsche auf die Abstiegsränge, Anfang Dezember wurde Loose entlassen. -- Am 15. September 2013 übernahm Loose das Traineramt beim SC Preussen Münster, der zuvor in der 3. Liga in Abstiegsgefahr geriet.

Seine Trainerkarriere startete Ralf Loose beim FSV Mainz 05, wo er in der Saison 1995/96 unter Horst Franz und Wolfgang Frank Assistent der 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga war und die 2. Mannschaft ("Amateure") trainierte. -- 1996 wechselte Loose zum Liechtensteiner Fussballverband und war dort zuerst Trainer der U18, ab 1998 auch der Trainer des A-Nationalteams. -- Liechtensteins Fussball machte unter Loose eine beachtliche Entwicklung. Als er Ende Juli 2003 vom LFV freigestellt wurde, anerkannte der Verband denn auch, dass er gute Arbeit geleistet hätte. Bemängelt wurde die Zusammenarbeit mit den Funktionären.

Karriere als Spieler

In Dortmund spielte Ralf Loose zuerst für die Junioren des SC Dorstfeld 09, ehe er 1978 als 15-Jähriger zum Nachwuchs des grossen BVB wechselte. Sein Bundesliga-Debüt am 12. Dezember 1981 (auswärts gegen Bochum, 0:0) vollendete ein für Loose ausserordentliches Jahr. Mit dem U18-Nationalteam wurde er Anfang Juni in naher Umgebung (das Turnier wurde in Nordrhein-Westfalen ausgetragen) Europameister. Dann führte er im Oktober die deutsche U20 als Captain zum WM-Titel in Australien. Beim 4:0-Sieg im Final gegen Katar erzielte Loose 2 Tore, gemeinsam mit Roland Wohlfarth und zwei weiteren Spielern war er mit 4 Treffern erfolgreichster Torschütze des Turniers. -- Loose spielte in den Nachwuchs-Auswahlen noch als Mittelfeldspieler, später wurde er Libero. Bis 1986 bestritt er für Borussia Dortmund über 120 Bundesliga-Spiele, wechselte dann für ein Jahr zu Rot-Weiss Oberhausen in die 2. Bundesliga. -- Ab 1987 spielte Loose für Fortuna Düsseldorf, schaffte 1989 den Aufstieg in die Bundesliga. -- Bis 1993 blieb Loose der Fortuna treu, seit 1988 war er ihr Captain. -- Seine Karriere beendete Loose mit einem Engagement beim FSV Frankfurt, der in der Saison 1993/94 in der Oberliga (damals dritthöchste Liga) spielte.

17.09.2013
* 19.04.1985

Seit 1. Juli 2006 im FCSG. -- Bisher 272 (198 NLA/2 Barrage/57 NLB/7 Europacup/8 Cup) Spiele für die Espen. -- Erstes NLA-Spiel für den FCSG am 9. Mai 2007 beim 2:0-Heimsieg gegen Thun.


Daniel Lopar wurde vom FC Thun in die Ostschweiz zurückgeholt. -- Der Goalie, dessen Geburtsdatum identisch ist mit dem Gründungstag des FC St. Gallen, sollte als Nachfolger von Stefano Razzetti zur Nummer 1 aufgebaut werden. Als Lopar gegen Ende der zweiten Saison erstmals in der Super League zwischen den Pfosten stand, verdiente er sich viel Lob; nach acht Unentschieden in Serie gewann der FCSG erstmals wieder.

Im Sommer 2007 steckte der FCSG von Beginn weg am Tabellenende. Der im Herbst geholte Trainer Krasimir Balakov entschied in der Vorbereitung zur Rückrunde, fortan auf Lopar zu setzen. -- Manche Anhänger hatten kein Verständnis, dass der Jüngere ausgerechnet im Abstiegskampf lanciert werden sollte. -- Lopar, der für sein Alter sehr wohl schon einige Erfahrungen im Profifussball gesammelt hatte, überzeugte mit seinen Leistungen. St. Gallen stieg zwar am Ende der Saison ab, dem Goalie hatte das aber kaum mehr jemand angekreidet.

In der Challenge League stärkte Lopar seine Profil. Er stieg in der Hierarchie des Teams auf bestritt eine makellose Saison, in der er allerdings dank der soliden Abwehr nicht regelmässig gefordert war. -- Auch in der Super League war Daniel Lopar weiter gereift, der FCSG schien mit dem Ostschweizer einen sicheren Wert im Goal zu haben. -- Ziemlich überraschend war deshalb, als Anfang 2010 mit Germano Vailati ein Torhüter nach St. Gallen geholt wurde, der es zur Nummer 3 in der Nati geschafft hatte. Der Tessiner war beim FC Sion in Ungnade gefallen und "günstig zu haben". -- So war es wenig überraschend, dass Lopar ab dem Rückrundenstart auf der Bank sass. Die Rolle als Ersatzgoalie nahm er scheinbar klaglos hin, er holte sich mitunter gar Lob für sein sportliches Verhalten.

Fast eineinhalb Jahre später kehrte Daniel Lopar ins Tor zurück. Vailati musste sich kurz vor Saisonende einer Leistenoperation unterziehen lassen, der Eingriff wurde wegen des Abstiegskampfs hinausgezögert. -- Der zweite Fall in die Challenge League wurde trotzdem Tatsache. -- Weil Vailati erst später ins Training zurückkehren konnte, startete Lopar mit Vorsprung. Und weil er Jeff Saibene zufrieden stellte, hielt der Trainer an ihm fest, auch nachdem Vailati wieder vollumfänglich einsatzfähig gewesen werden. -- Auch wenn die Espen dauerhaft Leader waren, entfachte sich im Publikum ein Streit über die Goalieposition. Nun wurde auch der Trainer von vielen kritisiert, weil er an Lopar festhielt. -- Bei der Feier zum zweiten Wiederaufstieg in der AFG ARENA gab es für "Lopi" und Saibene auch Pfiffe.

Vailati wechselte 2012 nach Basel, während mit Marcel Herzog ein anderer Routinier den umgekehrten Weg ging. -- Obwohl Lopar als "Einheimischer" viel Sympathie genoss, und auch wenn der FCSG eine über den Erwartungen gute Saison bestritt und Dritter wurde: Dem Goalie blieb ein gehöriger Anteil an Kritikern. -- Ein Jahr später gelang der Einzug in die Europa League, Lopar gelangen auch im Europacup beachtliche Leistungen. Auch wenn das Heimspiel gegen Valencia verloren ging, gehörte ein von ihm abgewehrter Foulpenalty zu den Höhepunkten jenes Herbsts. -- Die - für ihn selbst wie das Team - durchzogene Rückrunde brachte den Trainer dazu, Herzog in den letzten Spielen eine Chance zu geben.

Im Sommer 2014 überraschte Saibene mit dem Entscheid, die beiden Torhüter die ganze Saison nach jeweils zwei Spielen abwechseln zu lassen. -- Das ebenso viel beachtete wie kritisierte "Experiment" gelang, keinem der Goalies waren Aussetzer widerfahren, beide zeigten teils glänzende Spiele. -- Allerdings litten die Espen in jenem Jahr vor allem im Frühling unter massiven Abwehrschwächen.

Beliebtester Vorwurf an Lopar ist die Schwäche beim Herauslaufen. Gleichzeitig wird seine Reaktionsstärke auf der Linie auch von Kritikern anerkannt. Manch einer wünschte sich, Lopar würde lauter dirigieren und hätte "mehr Ausstrahlung".

Mit 18 schon Cupsieger

Daniel Lopar begann bei den Junioren des FC Romanshorn und wechselte als C-Junior zum FC Wil. -- Als der vormalige U21-Natigoalie Nicolas Beney sich verletzte und Lopar am 21. März 2004 im Hardturm sein Super-League-Debüt gab, wusste er zu überzeugen. Wil bezwang die Grasshoppers 2:1 und durfte nochmals Hoffnung schöpfen im Kampf gegen den Abstieg. Drei Wochen später und eine Woche vor seinem 19. Geburtstag stand Lopar mit seinem Team gegen dasselbe GC im Cupfinal - und verhalf mit dem 3:2-Sieg gegen die Zürcher zum grössten Triumph der Vereinsgeschichte. -- Der von Finanzproblemen geplagte FC Wil steckte derweil in turbulenten Zeiten.

Lopar wurde in der Challenge League zur Nummer 1. -- Davor hatte er sich in der Vorbereitung zur U19-EM-Endrunde von 2004 in der Schweiz einen Bänderriss im Fussgelenk zugezogen. -- Ein Spielort dieser U19-EM war Aarau, dorthin wurde Lopar am 13. Dezember 2004 für ein Spiel ausgeliehen - er war Ersatzgoalie gegen die Grasshoppers. -- Die SFV-Auswahlen machten Lopar auch ein Jahr später nicht glücklich. An der U20-WM in Holland startete die Schweiz mit einem 2:1-Sieg gegen Südkorea, die Ausgangslage war vielversprechend. Lopar hatte sich jedoch einen Bänderriss in der Schulter zugezogen und fiel danach aus, die Schweiz scheiterte in der Vorrunde. -- Zurück in Wil empfahl sich Lopar erneut für höhere Aufgaben. -- Schliesslich holte ihn Heinz Peischl nach Thun, nachdem Eldin Jakupovic das Berner Oberland Richtung Moskau verlassen hatte. -- Lopar war bis Saisonende ausgeliehen und wäre wohl von Thun übernommen worden, hätten ihn nicht die Espen verpflichtet.

Lopar hat 63 Meisterschaftsspiele für den FC Wil bestritten (davon 12 in der Super League), 4 für den FC Thun.

Stand 21.05.2017
* 01.11.1976 | Nationalität: Brasilien

12. August bis Dezember 2007 im FCSG. -- 8 (6 NLA/2 Cup) Spiele und 2 Cup-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2007 beim 2:1-Heimsieg gegen Neuchâtel Xamax.

Luis Mario Miranda Da Silva war nach Adrian Fernandez zweiter "Not-Transfer" zu Beginn der Abstiegssaison. -- Dem Brasilianer fehlte die Spielpraxis, es war gar die Rede, dass er seine Karriere eigentlich schon beendet hätte. -- War davor bei den brasilianischen Grossklubs Botafogo und Atletico Mineiro unter Vertrag, früher auch für Corinthians. -- Im Ausland spielte er ausserdem für Vitoria Guimarães (Portugal) und Anyang (Südkorea).

* 17.03.1995

Aus dem Nachwuchs des FCSG. -- Bisher 2 (1 NLA/1 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 4. April 2015 bei der 1:4-Niederlage in Thun.

Der Flügelspieler hat bei seinem Debüt im Fanionteam nach seiner Einwechslung gerade 4 Minuten benötigt, um seinen ersten Treffer zu erzielen und war der Lichtblick einer St. Galler Mannschaft, die in Thun die dritte heftige Niederlage in Serie kassierte. -- Lässer spielte seit 2013 in der U21 in der Promotion League und kam von den Junioren des FC Diepoldsau.

Stand 10.04.2015
* 04.11.1978 | Nationalität: Chile

30. Januar bis 30. Juni 2005 im FCSG. -- 14 (13 NLA/1 Cup) Spiele und 5 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. Februar 2005 im Espenmoos im verlorenen Cup-Viertelfinal gegen den FC Aarau.

Julio López wurde von Persib Bandung (Indonesien) ausgeliehen. -- López' gutes Debüt endete bitter. Der Chilene, der aus Mexiko in die Ostschweiz kam, bewies bei dichtem Schneetreiben in dem Cupspiel gegen Aarau dass er eine wesentliche Verstärkung war. Nach Verlängerung stand es 3:3, López war fünfter St. Galler Penaltyschütze und scheiterte an Oliver Stöckli, der bereits Imhofs Schuss abwehrte. -- Spektakulär waren López' Freistösse. Beim 4:5 gegen den FC Zürich verwandelte er gleich zwei direkt. -- Seinen ersten Torerfolg feierte der Chilene beim 3:2-Auswärtssieg gegen YB am 20. März 2005.

López' Vertrag wurde nicht verlängert, und so übernahm ihn der FC Vaduz, für den er allerdings nur 9 NLB-Spiele bestritt. -- López startete seine Profikarriere beim CD San Luis de Quillota dem CD Magallanes (Santiago). -- Zwischen 2002 und 2004 spielte er in Indonesien für Persela Lamongan, PSIS Semarang und Persib Bandung. -- Im Sommer 2004 an Atlante Neza ausgeliehen. Für den mexikanischen Spitzenklub bestritt López 19 Meisterschaftsspiele. -- Anfang 2006 verliess López Vaduz und soll beim CF Universidad de Chile unterschrieben haben. -- Das Team erreichte den Final der Clausura-Meisterschaft, das ohne Julio López bestritten wurde. -- Im Sommer 2006 nochmals im PSIS Semarang.

5. Juli 2010
* 01.02.1973

1. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 1 NLA-Spiel am 14. Mai 1996 bei der 3:4-Heimniederlage gegen den FC Aarau.

Reto Löpfe wurde als Ersatzgoalie verpflichtet und kam vom FC Grenchen. -- Seinen einzigen Ernstkampf bestritt er zum Saisonabschluss, als Trainer Rapolder nebst Goalie Eric Pédat weitere Stammspieler auf der Bank Platz nehmen liess. -- Danach an den FC Wil ausgeliehen, für den er mehrere Saisons in der NLB bestritt.

30.12.2010
* 18.12.1992

Januar 2011 bis 09.08.2012 und in der Saison 2013/14 im FCSG -- 1 NLB-Spiel für die Espen am 25. März 2012 bei der 2:3-Niederlage in Biel.

Der vom FC Montlingen stammende Gabriel Lüchinger kam über die Grasshoppers zum FCSG. -- Vorerst für die U21 ausgeliehen, konnte der Offensivspieler im Sommer 2011 die Vorbereitung mit dem Fanionteam bestreiten (und beeindruckte in mehreren Testspielen auch gegen NLA-Clubs). -- Mit Lüchingers definitivem Übertritt zu den Espen verbunden war ein kleiner Streit mit den Grasshoppers um den Wechsel von Michael Lang zu den Zürchern. -- In zwei 1.-Liga-Saisons erzielte der Offensivspieler 8 Tore in 37 Matches. -- Im August 2012 wurde Gabriel Lüchinger für eine Saison dem FC Wil ausgeliehen (22 Challenge-League-Spiele/3 Tore). -- Dem Profiteam kam er nach seiner Rückkehr zum FCSG nicht näher, in den 25 Einsätzen in der Promotion League blieb Lüchinger bei einem Torerfolg. Dieser aber brachte den in der drittletzten Runde den Ausgleich in Köniz und beförderte sein Team weg von einem Abstiegsplatz. Eine Vertragsverlängerung in St. Gallen blieb aus.

Nach einem Jahr ohne Verein schloss sich Gabriel Lüchinger 2015 dem FC Balzers an. Für das von Mario Frick trainierte 1.-Liga-Team schoss er in 25 Spielen 8 Toren. -- Im Sommer 2016 wechselte er zum SCR Altach in das Regionalliga-Team. In der dritthöchsten Spielklasse skorte Lüchinger regelmässig, im September kam er gar zu 2 Spielen in der Bundesliga (Debüt am 10. September beim 2:1-Heimsieg gegen Mattersburg).

Gabriel Lüchinger war Junioren-Internationaler (U15 bis U17). -- Nicolas Lüchinger, inzwischen beim FC Sion in der Super League und ehemaliger FCSG-Nachwuchsspieler, ist ein Cousin.

aktualisiert 24. Januar 2017
* 07.01.1969

1. Juli 1994 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 16 (15 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 bei der 0:3-Niederlage in Luzern.

Stefan Lütte wechselte vom FC Gossau aufs Espenmoos. -- Der Verteidiger wurde im Herbst zunehmend sicherer, hatte aber in der Auf-/Abstiegsrunde nur noch drei Einsätze und ging zurück in die NLB zum FC Winterthur. -- Ab 1997 wieder im FC Gossau, für den er zuvor bereits seit 1991 spielte, und bei dem er später auch Captain war. -- In der Saison 2004/05 im FC Amriswil. -- Ab Sommer 2005 wollte er in Gossau für die Senioren spielen, liess sich aber von Trainer Vlado Nogic dazu überreden, das in die 2. Liga interregional abgestiegene Team zu verstärken. Gossau schaffte 2006 die Rückkehr in die 1. Liga, Lütte beendete seine Karriere.

Als Junior spielte Lütte beim FC Arbon. -- In der Saison 1984/1985 in der "Junioren-B-Auswahl" des SFV (entspräche heute der U16-Nati).

ergänzt 16.01.2014

* 10.08.1988

Seit Junioren-Zeiten und mit Unterbrüchen bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 2 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Oktober 2007 gegen Thun (0:4-Heimniederlage).

Abwehrspieler Alessandro Maier hatte es bisher trotz konstanten Leistungen in der 1. Liga schwer, ins NLA-Team zu finden. -- In der 2. Saisonhälfte 2008/2009 an den FC Gossau ausgeliehen (12 NLB-Einsätze). -- In der Saison 2009/10 wieder im FCSG, aber nur in der 1. Liga eingesetzt. -- Im Sommer 2010 Wechsel zum FC Tuggen. -- Ende August 2011 löste er den Vertrag mit den Märchler auf und wechselte in die 2. Liga zum FC Sirnach.

Maier kam einst aus dem Nachwuchs des FC Wil.

aktualisiert  08.01.2012
* 14.01.1985 | Nationalität: Schweiz/Serbien

In der Saison 2006/2007 im FCSG. -- 17 (15 NLA/2 Cup) Spiele und 1 Tor im Cup für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 2006 beim 1:1 in Schaffhausen.

Milos Malenovic kam im Sommer 2006 aus Wohlen aufs Espenmoos, nachdem ihn die FCSG-Verantwortlichen schon in der Winterpause zuvor holen wollten. -- Hinter dem von Rolf Fringer gesetzten Sturmduo Alex Tachie-Mensah/Francisco Aguirre kam er nur zu Kurzeinsätzen. -- Der einstige Grasshoppers-Nachwuchsspieler erzielte zuvor für Wohlen in 51 NLB-Spielen 21 Tore.

2007 an Aufsteiger Xamax ausgeliehen, wo er es auf 6 NLA-Spiele brachte und seinen einzigen Treffer ausgerechnet in St. Gallen erzielte (zum 1:1-Ausgleich; der FCSG gewann am Ende 2:1). -- Im September 2007 bei einem Trainingsspiel ein Kreuzbandriss zugezogen. Ein mögliches Comeback in Neuenburg wurde ihm verwehrt. -- 2008 Wechsel nach Holland zum FC Omniworld (Almere), wo er in der in der zweithöchsten Liga ("Eerste Divisie" bzw. "Jupiler League") 20 Meisterschaftsspiele (1 Tor) bestritt. -- Ende Saison 2009 trotz weiterlaufendem Vertrag bei Omniworld freigestellt. -- Seit 25. September 2009 beim FC Emmen in Hollands Eerste Divisie. -- Ende Januar 2011 für eine halbe Saison dem Ligakonkurrenten BV Veendam ausgeliehen, für den er ausgerechnet gegen Emmen sein erstes Tor (zum 1:0-Sieg) erzielte. -- Ab Sommer 2011 ohne Klub geblieben.

Malenovic bestritt 4 U21-Länderspiele (2 Tore) für die Schweiz. -- Inzwischen offenbar als Spielerberater für die Firma von Vinicio Fiornaelli tätig. -- Er hätte auch Berufsmusiker werden können, galt mit dem Akkordeon als Wunderkind, auch als Schachspieler war Milos Malenovic als Kind ein Ausnahmetalent.

ergänzt 09.07.2012
* 06.09.1984

Sommer 2003 bis 19. August 2008 im FCSG. -- 162 (143 NLA/2 Barrage/2 NLB/13 Cup/2 UI-Cup) Spiele und 13 Tore (12 NLA/1 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16.07.2003 beim 1:4 gegen die Young Boys.

David Marazzi kam als Nachwuchsinternationaler mit bereits 28 NL-Spielen in Lausanne aufs Espenmoos. -- Sein alter Klub war in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und hatte im Jahr zuvor keine NLA-Lizenz mehr erhalten. -- Die Waadtländer Frohnatur mit Tessiner Wurzeln sorgte auf dem linken Flügel immer für viel Betrieb, war aber als Vorbereiter wesentlich erfolgreicher, als wenn er selber schiessen sollte. -- Der technisch beschlagene Marazzi überzeugte stets mit kämpferisch einwandfreien Einsatz. -- Im Abstiegskampf im Frühling 2008 fiel er erstmals längere Zeit verletzt aus.

Nachdem der Abstieg feststand, bekannte sich Marazzi zu einem Verbleib in St. Gallen, ehe er dann doch den Abgang nach Aarau erzwang. -- Nach einer guten ersten Saison (Rang 5) stieg der Mittelfeldspieler im Sommer 2010 ein zweites Mal aus der Super League ab, um drei drei Jahre später und unter René Weiler wieder in die höchste Liga zurückzukehren. -- Nachdem Marazzi in den ersten Runden der Super League nur noch einmal in der Startformation stand, löste er am 23. September 2013 den Vertrag in Aarau auf und unterschrieb beim Servette FC. Für Aarau hatte Marazzi in den 5 Jahren 167 Pflichtspiele bestritten. -- Der Servette FC sollte der erste Klub sein, dem Marazzi nicht lange treu blieb. Zum Saisonende verabschiedete er sich wieder nach 23 Spielen in der Challenge League aus Genf - und unteschrieb im Juni 2014 für zwei Jahre bei Lausanne-Sport. Sein erster Profiklub war zuvor aus der Super League abgestiegen. -- In der zweiten Saison feierte er mit "LS" den Wiederaufstieg, kam aber im Frühling 2016 nur noch zu 7 Einsätzen (in 4 davon als Joker). 52 Meisterschaftsspiele hatte er in diesen zwei Jahren für Lausanne-Sport bestritten. -- Marazzi blieb in der Challenge League und unterschrieb im Sommer 2016 beim FC Le Mont.

NLA-Debüt als 17-jähriger am 28. April 2002 für Lausanne-Sports (1:0-Sieg gegen Luzern). -- Marazzi war U21-Nationalspieler.

aktualisiert 24. Januar 2017
* 17.07.1962 | Nationalität: Chile

17. Januar 1989 bis ca. Februar 1992 im FCSG. -- 100 (89 NLA/5 Cup/6 Intertoto-Cup) Spiele und 10 (9 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. März 1989 in der Auf-/Abstiegsrunde auswärts beim 1:1 gegen Malley.

Ein halbes Jahr nach Ivan Zamorano folgte Luis Patricio Mardiones als zweiter Chilene. Der defensive Mittelfeldspieler wechselte vom CD Universidad Católica (Santiago) zum FCSG und hatte im Vergleich zum später berühmten Landsmann schon auf eine beachtliche Karriere zurückblicken können. -- Mardones wurde mit einem Vertrag für die Dauer der Auf-/Abstiegsrunde - mit Option für ein weiteres Jahr - verpflichtet.

Mit dem kampfstarken Aufbauer Mardones auf dem Platz fühlte sich Zamorano zunehmend wohler, zusammen legten sie den Grundstein für den Höhenflug in der Folgesaison. -- Schon früh sagte der an sich bescheidene Mardones, dass er davon träume, mit dem FCSG Meister zu werden. -- Dem Höhenflug mit dem "Wintermeister" und dem Titel des Torschützenkönigs folgte im August 1990 zwar der Abschied seines berühmteren Landsmanns Zamorano, Mardones aber blieb vorerst weiterhin zuverlässige, treibende Kraft im Herzen des FCSG-Spiels. -- Bis Anfang 1991 Richard Zambrano verpflichtet wurde und Mardones regelmässig als "überzähliger Ausländer" kein Platz auf dem Matchblatt fand. -- Nachdem im September 1991 Heinz Bigler als Trainer Kurt Jara ablöste, wurde Mardones gerade noch zweimal als Joker eingesetzt. -- Im Januar 1992 wurde im Rahmen der Hallenturniere bekannt gegeben, dass der FCSG für Mardones einen Abnehmer suche. -- Nur ungern verliess er die Ostschweiz. Das bekräftigte er auch später bei seiner Rückkehr nach St. Gallen anlässlich der Eröffnung der AFG-Arena.

Vorerst blieb Pato Mardones noch in der "erweiterten Region" und wurde vom FC Brüttisellen engagiert. -- Die Zürcher Unterländer waren nach starkem Saisonstart eingebrochen: Weil der Gönner seine Zahlungen eingestellt hatte, schmissen vier Leistungsträger das Handtuch. Der FCB musste in die NLB-Abstiegsrunde. -- Trainer Hubert Münch soll in Beizen Geld gesammelt haben, um Mardones finanzieren zu können. -- Schliesslich schaffte Brüttisellen mit dem Chilenen das kleine Wunder und sicherte sich über die Barrage gegen Châtel-St-Denis den Ligaerhalt. Mardones war beim 3:1-Sieg im Hinspiel in der Romandie Schütze des 3:0.

Mardones spielte danach wieder in Chile, zuerst für den CD O'Higgins de Rancagua, zwischen 1994 und 1996 für den Club Universidad de Chile, mit dem er 1994 und 1995 zwei Meistertitel feierte. -- 1994 verwandelte Mardones im letzten Saisonspiel auswärts gegen Cobresal einen Foulpenalty zum 1:1, das den Titelgewinn sicherte.

Insgesamt wurde Mardones viermal chilenischer Meister. Mit Universidad Católica, für die er von 1983 bis zu seinem Wechsel nach St. Gallen sechs Jahre spielte, hatte er die Liga schon 1984 und 87 gewonnen. Dazu gewann er in seiner ersten Saison im Profifussball 1983 den Cup und 1984 den nur einmal ausgetragenen "Copa Républica". -- Mardones bestritt 29 Länderspiele (wobei nach seiner Ankunft in der Schweiz wiederholt von 70 Länderspielen die Rede war). -- Zweimal spielte er an der Copa América, 1987 in Argentinien erreichte er mit Chile den Final (0:1-Niederlage gegen Uruguay), seine zweite Teilnahme datiert von 1995 in Uruguay.

12. Juli 2013
* 30.04.1984 | Nationalität: Schweiz/Serbien

Juli 2003 bis 29. August 2007 im FCSG. -- 97 (92 NLA/5 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2003 beim 1:4 gegen die Young Boys.

Der im Nachwuchs der AC Bellinzona gross gewordene Innenverteidiger kam von Malcantone Agno aufs Espenmoos. -- Auch wenn Maric bei seinem Espen-Debüt schon in der 37. Minute bei 1:3-Rückstand ausgewechselt wurde, brachte er es auf fast 100 Spiele in Grün-Weiss. Erst profitierte er vom erfahrenen Stefan Wolf an seiner Seite, später musste er hinter dem Duo Jiri Koubsky/Juan-Pablo Garat meist geduldig auf Einwechslungen hoffen.

Im August 2007 dem FC Luzern ausgeliehen, der wegen mehreren Verletzten um den früheren U21-Internationalen bat und für den er auf 7 NLA-Einsätze kam. -- Anfang März 2008 wurde Maric von der AS Bari verpflichtet, wohin er mangels Perspektiven unter Trainer Balakov sofort zog. -- Bei den Süditalienern, die am Ende der Saison 2008/2009 überlegen in die Serie A zurückkehrten, ohne Einsatz in einem Meisterschaftsspiel.

Anfang 2009 an den K.A.S. Eupen in Belgiens zweithöchster Liga ausgeliehen und massgeblich am Ligaerhalt beteiligt. -- Im Sommer 2009 von Eupen definitv übernommen, ein Jahr später mit dem kleinen Verein gar überraschend in die höchste Liga aufgestiegen. -- Ab 1. Juli 2010 bei Sporting Lokeren. Der Club der belgischen Pro League verpflichtete den Tessiner mit einem Dreijahres-Vertrag. -- Im März 2012 holte sich Sporting Lokeren mit dem Cupsieg (1:0 im Final gegen Kortrijk) den ersten grossen Titel in der Vereinsgeschichte. Stammspieler (und Leistungsträger) Maric musste von der Tribüne aus zusehen, er war wegen einer Verwarnung im Halbfinal-Rückspiel gegen Lierse gesperrt. 2014 wurde Lokeren zum zweiten Mal Cupsieger; diesmal kam Maric auch im Final (1:0 gegen Zulte Waregem) zum Einsatz.

Aktualisiert am 5. Mai 2014
* 11.01.1988

1. Juli 2006 bis 30. März 2007 im FCSG. -- 4 (2 NLA/2 Cup) Spiele und ein Cup-Tor für den FCSG. -- Espen-Debüt am 21. August 2006 beim 2:0-Auswärtssieg in Thun.

Sandro Marini kam als 17-jähriger mit der Empfehlung von 18 Toren in 62 NLB-Spielen mit Kriens zum FCSG. -- Der Durchbruch im Espenmoos blieb dem Offensivspieler jedoch verwehrt. -- Für die letzten Spiele der Saison 2006/07 an den FC Vaduzu ausgeliehen. -- In der Saison 2007/08 dem SC Kriens ausgeliehen, für den er weitere 30 NLB-Spiele bestritt. -- Im Sommer 2008 wieder im FCSG, wo Marini nur für die U21 gemeldet wurde. -- Ab September 2008 beim SC Cham (1. Liga). -- Seit 1. September 2010 im SC Goldau (2. Liga interregional).

Vater Stefan Marini bestritt zwischen 1982 und 1993 in 11 Saisons 181 NLA-Spiele für den FC Luzern, 94/94 weitere 9 für den FC Aarau, sowie zwischen 1986 und 1991 19 Länderspiele. -- Sandro Marini startete im Nachwuchs des FC Luzern, wechselte zum SC Kriens, bei dem sein Vater von 2003 bis 2008 Trainer war.

aktualisiert 07.10.2010
* 02.10.1990 | Nationalität: Schweiz/Kroatien

2004 bis 19. Februar 2010 und 1. Juli 2010 bis 30. Juni 2014 im FCSG. -- 93 (53 NLA/23 NLB/3 Europacup/14 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Mai 2009 beim 1:3 in Lugano.

Ivan Martic kam 2004 als Junior vom FC Uzwil nach St. Gallen. -- Nachdem er im Winter 2010 eine starke Vorbereitung bestritten hatte, wurde er dem FC Schaffhausen ausgeliehen, um zu mehr Spielpraxis zu gelangen. Unter Trainer René Weiler erarbeitete sich Martic Respekt und steuerte zur guten zweiten Saisonhälfte auch 3 Tore bei. -- Trainer Uli Forte holte den rechten Aussenverteidiger mit viel Zuversicht zurück ins Team, Martic war nun der FCSG-Nachwuchsspieler mit den beten Perspektiven. -- Tatsächlich kam er im Herbst 2010 vermehrt zu Einsätzen.

Der Abstieg im Sommer 2011 war Martic' Entwicklung nicht abträglich, in der Challenge League wurde Martic zum Stammspieler; jedoch fiel er in Schlussphase vor dem Wiederaufstieg im April mit einer Sprunggelenkverletzung ausfiel. -- Nach der erfolgreichen Rückkehr in die Elite verzögerte sich das Comeback von Ivan Martic. Er erlitt auch noch eine Lungenentzündung. -- Als es Ende November 2012 gegen Luzern endlich mit der Rückkehr klappte, erzielte Martic den Ausgleichstreffer zum 1:1. -- Im Verlauf des Frühlings, als der FCSG auf Platz 3 stürmte, wurde Martic zur festen Grösse in der Mannschaft, der auch wiederholt mit präzisen Flanken glänzte. -- Dass er auch international bestehen kann, bewies er in den Spielen der Europa League. Spätestens da dürfte das Interesse an ihm auch über die Grenzen hinaus gewachsen sein. -- Ende März 2014 wurde bekannt, dass Martic den FCSG per Saisonende verlassen wird und beim italienischen Serie-A-Klub Hellas Verona FC unterschrieben hat.

In Verona stand Martic in den ersten zwei Meisterschaftsspielen in der Startformation und hatte einen insgesamt guten Herbst. Ab Februar stand er nur noch einmal bei Spielbeginn auf dem Platz und wurde noch zweimal eingewechselt. So brachte es Martic auf 16 Serie-A-Spiele und zwei Matches im Cup. Ende Juli 2015 wurde er vom Serie-B-Verein Spezia Calcio übernommen.

ergänzt 5. August 2015

 

* 28.06.1969 | Nationalität: Südafrika

1. Juli bis 3. Oktober 1996 im FCSG. -- 10 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.

Philemon "Chippa" Masinga kam vom Leeds United FC nach St. Gallen und war der prominenteste der drei neuen Südafrikaner. -- Der Saisonstart des FCSG verlief überraschend gut, doch dem kräftigen Stürmer gelang einzig ein Pfostenschuss, jedoch kein Tor. -- Da die Ablösesumme für Phil Masinga angeblich eine Million Franken betrug, geriet seine Verpflichtung schnell in die Kritik. -- Schliesslich dürften die Verantwortlichen für das gute Angebot aus Italien dankbar gewesen sein, Masinga wechselte zu Salernitana in die italienische Serie B.

In Salerno lief es ebenfalls harzig an. Erst in der Rückrunde erzielte er seinen ersten Treffer, die 4 Tore in 16 Spiele trugen aber zum Klassenerhalt der Salernitana bei. -- Im Oktober 1997 von der AS Bari verpflichtet, wo er sich nach erneuten Anlaufschwierigkeiten schliesslich durchsetzte und beitrug, dass der Verein aus Apulien vier Jahre in der Serie A hielt. -- Masinga bestritt 75 Spiele und erzielte 24 Tore für Bari, 11 Treffer alleine in der Saison 1998/99. -- In der Saison 1999/2000 von Verletzungen gestoppt, 2000/2001 von einem Jungstar namens Antonio Cassano meist auf die Ersatzbank verdrängt. -- 2001, nach dem Abstieg, ging Masinga in die Vereinigten Arabischen Emirate und spielte für den Al-Wahda Sports Cultural Club. -- Zwar war Masinga auch hier regelmässiger Torschütze, doch ein erhofftes Angebot aus einer guten (europäischen) Liga blieb aus, Masinga beendete 2002 seine Profi-Karriere.

In 58 Länderspielen für Südafrika war Masinga 18 Mal Torschütze. -- "Chippa" gewann 1996 den Afrika-Cup und war 1998 Finalist. -- Masinga war im Herbst 1997 der Torschütze beim 1:0 gegen Kongo, das den Weg an die WM 1998 ebnete. -- 2 Einsätze an der WM 1998, Masinga zog sich danach verärgert aus der "Bafana Bafana" zurück, weil er trotz Knöchelverletzung spielen musste. -- Ende 1998 gab er jedoch sein Comeback im Nationalteam.

Phil Masinga starte im Nachwuchs der Kaizer Chiefs in Johannesburg und wurde 1990 von seinem früheren Idol, Jomo Sono, zu den Jomo Cosmos (Johannesburg) geholt, wo er den ersten Profi-Vertrag hatte. -- Jomo Sono bezeichnete er später als seinen wichtigsten Förderer. -- 1991 bis 1993 im Mamelodi Sundowns FC (Pretoria). -- Ab 1993 Leeds United 28 Spiele und 5 Tore in der Premier League.

Phli Masinga war Botschafter der erfolgreichen WM-Kandidatur seines Landes. -- Er stammt aus Klerksdorp in der Nordwest-Provinz, wo er inzwischen eine Fussballschule ("Phli Masinga Soccer Academy", PMSA) führt.

28.02.2011
* 05.07.1987

16. Januar 2012 bis 30. Juni 2016 im FCSG. -- 152 (117 NLA/15 NLB/8 Europacup/12 Cup) Spiele und 22 (14 NLA/2 NLB/3 Europacup/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18.02.2012 beim 6:0-Heimsieg gegen die SR Delémont.

Marco Mathys kam vom FC Biel/Bienne nach St. Gallen. -- Der torgefährliche Mittelfeldspieler, zu Beginn seiner Karriere Stürmer, war nach Franck Etoundi der zweite FCSG-Transfer aus dem Seeland innert einem halben Jahr. -- Mathys fiel im Herbst 2011 auch beim Bieler Gastspiel in der AFG ARENA auf, als er aus rund 30 Metern den "Ehrentreffer" zum 1:3 erzielte. -- Bereits eine Woche zuvor schoss er in Lugano mit einem direkt verwandelten Freistoss aus ähnlicher Distanz sein Team in den Cup-Achtelfinal.

Innert vier Monaten von der Challenge League in die Nati

Für St. Gallens Spiel war Mathys auf Anhieb ein Gewinn. -- Auch wenn er sich in der Challenge League (7 Mal in der Startformation, 8 Mal eingewechselt) und dann auch in fünf der ersten sechs Spiele in der Super League als Joker bis zu seiner Einwechslung gedulden musste. -- Den ersten Treffer in Grün-Weiss erzielte er in seinem siebten Einsatz beim 3:2-Heimsieg gegen Wil (am 31. März 2012, Mathys erzielte sechs Minuten nach seiner Einwechslung die 2:1-Führung). -- Als dann Mathys Ende August zum zweiten Mal in der höchsten Liga der Startformation angehörte, überzeugte er. Zum 2:1-Heimsieg gegen Basel leitete er den Ausgleich ein und verhalf zu einem ausgelassen gefeierten Heimsieg, der die gute Stimmung um den FCSG noch bestärkte. -- Eine Woche später, beim Auswärtsspiel gegen Leader Sion, glückte dem FCSG und ihm selbst ein aussergewöhnlich starker Auftritt. Mathys erzielte die beiden Tore zur 2:0-Pausenführung im Tourbillon. Der FCSG gewann 3:0 und löste die Walliser als Tabellenführer ab.

Das brachte Marco Mathys ein paar Wochen später auch ein Aufgebot für die Nationalmannschaft ein. -- Ottmar Hitzfeld lobte den Solothurner für seine Torgefährlichkeit und Schnelligkeit. Mathys selbst war "absolut überrascht", wie er sich auf der Homepage des SFV zitieren liess. "Ich freue mich natürlich riesig, davon träumt man als kleiner Junge, aber das hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich freue mich auf die Erfahrung und lasse jetzt alles auf micht zukommen". Mathys sollte an das Team herangeführt werden. Dass er in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Norwegen und in Island nicht zum Einsatz kam, war zu erwarten. -- Für den FCSG war Mathys aber der erste Spieler seit über 10 Jahren (Franco Di Jorio im Mai 2002), der in die Schweizer Nati aufgeboten wurde.

Auch wenn Mathys nur noch ein drittes Saisontor Saisontor erzielte - es war der Treffer zum 1:0-Heimsieg gegen Thun Ende Oktober - war er eine Stütze auf dem Weg zum Platz 3 in der Aufstiegssaison. Hinter dem Offensivspieler harmonierten Stéphane Nater und Dejan Janjatovic, neben Mathys führte Ezequiel Scarione im offensiven Mittelfeld Regie. Nur zwei Spiele verpasste Mathys in dieser fast perfekten Saison, eines wegen einer Gelbsperre. -- Der FCSG hatte sich recht souverän für den Europacup qualifiziert!

Protagonist im Europacup

Das Playoff zur Europa League im Sommer 2013 sollte die Krönung werden. Gegen Spartak Moskau bewahrte Mathys mit seinem Ausgleichtor zum 1:1 im Hinspiel in der AFG-Arena die Hoffnung auf ein Weiterkommen. -- Beim grossartigen 4:2-Sieg in Chimki hatte er das 1:1 eingeleitet und die Vorlage zum 3:1-Führungstreffer geleistet. -- Zwei weitere Europacup-Tore in der Gruppenphase waren Mathys vergönnt: Zum 2:0-Endstand im ersten Spiel gegen Kuban Krasnodar und das Goal zum 1:0-Heimsieg gegen Swansea City.

Die zweite Super-League-Saison lief etwas harziger an. -- Beim 2:2 in Vaduz Mitte September 2014 sass Mathys auf der Tribüne, in der darauf folgenden Serie von sechs positiven Matches wirkte er wieder mit, der FCSG konnte wieder nach oben schauen. Als er auswärts gegen die Grasshoppers erstmals wieder auf der Bank sass (und später eingewechselt wurde), beendete St. Gallen die Serie. -- Im Frühling 2015 schien der Schwung verloren, nun hatte auch Mathys Mühe, Impulse zu geben. -- Nun waren Zwischentöne zu hören, Mathys sei zu früh mit sich zufrieden gewesen und hätte mehr herausholen können. Den Anspruch, Führungsspieler zu sein, lag dem eher stille Mathys von Natur aus fern.

Verdrängt nach dem Trainerwechsel

Nachdem im Herbst 2015 Joe Zinnbauer als Nachfolger von Jeff Saibene kam, galt Marco Mathys bald als einer der Verlierer des Trainerwechsels. -- Tatsächlich kam er unter dem Neuen nur noch in 7 von 28 möglichen Spielen zum Einsatz. -- Im Publikum hingegen blieb die Hoffnung auf Mahtys, auch wenn sich immer mehr abzeichnete, dass er sich nicht mehr aufdrängen konnte. -- Schliesslich wurde vor Saisonabschluss bekannt, dass Mathys' Vertrag nicht verlängert würde. -- Im letzten Heimspiel wurde er vom Publikum warmherzig verabschiedet. -- Marco Mathys wechselte im Sommer 2016 zum FC Vaduz.

Beginn der Karriere

In der Halbsaison vor seinem Wechsel nach St. Gallen erzielte Mathys für Biel 10 Tore (8 NLB/2 Cup). In 73 NLB-Spielen in zweieinhalb Jahren brachte er es auf 23 Treffer. -- Davor spielte Mathys zwischen 2006 und 2009 drei Saisons für den FC Concordia Basel, für den er in 79 NLB-Spielen 8 Tore erzielt hatte. -- Mathys stammte vom FC Derendingen. -- Die Basler wurden auf den jungen Derendinger Spielmacher aufmerksam, als der Solothurner Zweitligist im September 2005 in der 1. Cup-Hauptrunde auf den FC Concordia traf.

Neu verfasst 19.07.2016
* 16.05.1968

 

01.07.1988 bis 30.06.1992 im FCSG. -- 49 (39 NLA/4 Cup/6 Intertoto-Cup) Spiele und 3 (2 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. August 1988 beim 4:1-Heimsieg gegen Lugano.

Siegfried Mauerhofer kam vom FC Rorschach zum FCSG und spielte zu Beginn vor allem im Nachwuchs-Team in der NLC. -- Unter Markus Frei kam Mauerhofer zu seinen ersten zwei NLA-Einsätzen, doch als der Trainer durch Kurt Jara ersetzt wurde, musste sich das Talent lange gedulden, ehe es wieder in der 1. Mannschaft zum Zug kam. -- In seiner dritten Saison (1990/91) hatte der Allrounder den Schritt Richtung Stammspieler gemacht. In der 3. Runde ersetzte er den kurz nach Spielbeginn verletzt ausgeschiedenen Christian Stübi - und nutzte die Chance. -- Meist im Mittelfeld oder in der Abwehr eingesetzt, spielte Sigi Mauerhofer nach eigener Aussage auch schon mal die Rolle eines "Harakiri-Stürmers". -- Ein Jahr später musste er sich wieder mit Teilensätzen begnügen, später im Herbst fiel er verletzt aus, und kehrte nicht mehr zurück.

Christian Gross, der ihn zum in die NLB aufgestiegenen FC Wil ausleihen wollte, empfahl Mauerhofer im Mai 1992 einen ärztlichen Check-up. Er folgte dem Rat - und musste darauf die Karriere abrupt beenden. Eine überdicke Herzwand wurde bei Mauerhofer festgestellt. Die Herzanomalie war vererbt, und sie wäre nicht gefährlich gewesen, hätte er keinen Leistungssport betrieben.

Siegfried Mauerhofer spielte als 15-Jähriger beim FC Rheineck in der 3. Liga und ein Jahr später beim FC Rorschach in der 1. Liga.

07.12.2012
* 14.08.1972 | Nationalität: Schweiz/Italien

2. Juli 1999 bis 23. August 2000 im FCSG. -- 40 (36 NLA/3 Cup/1 Europacup) Spiele und 4 (3 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Juli 1999 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Zürich.

Giuseppe Mazzarelli wurde mit dem FCSG Schweizer Meister 2000. -- Der Transfer des Italo-Schweizers aus Dübendorf erfolgte erst nach dem Saisonstart und darf als wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Titelgewinn gesehen werden. -- Der Innenverteidiger, der in seine 10. Saison als Profifussballer stieg, war in der Espen-Abwehr auf Anhieb Führungsspieler. -- Sein erster Treffer für die Espen bedeutete im 2. Spiel der Finalrunde gegen Lausanne den 1:0-Sieg. -- In der Qualifikation zur Champions Leauge in der Nachspielzeit des Hinspiels gegen Galatasaray mit der zweiten Verwarnung ausgeschlossen, verpasste "Giusi" das Rückspiel. -- Im Juli 2000 unterschrieb Mazzarelli bei der in die Serie B aufgestiegenen AC Ancona. Vollzogen wurde der Transfer nicht (finanzielle/administrative Probleme).  -- So wechselte er einenhalb Monate später in die Serie A zur AS Bari. -- Mit den Apuliern stieg Mazzarelli Ende Saison ab, bestritt insgesamt 61 Partien, in der dritten Saison jedoch wurde er nur noch 4 Mal eingesetzt. -- Im Sommer 2003 ohne Vertrag, hielt sich mit der U21 des FC Zürich fit. Erst in der Winterpause 2005 konnte er noch ein letztes halbes Jahr an seine Aktivkarriere anhängen, bestritt für den FC Baden neun Spiele in der Challenge League. -- Sein Wechsel ins Espenmoos wurde begünstigt, weil ihn bei den Grasshoppers Trainer Roger Hegi im März 1999 zusammen mit Kubilay Türkyilmaz aussortierte. -- Darauf bestritt Mazzarelli ab 16. April bis Saisonende 6 Matches für die Young Boys. -- Mazzarelli wechselte 1985 vom FC Dübendorf in den Nachwuchs des FCZ, für den er am 12. Juni 1991 in der Auf-/Abstiegsrunde gegen Schaffhausen debütierte (2:0-Sieg) und bis 1997 unter Vertrag stand. -- Dazwischen im März 1996 an Manchester City ausgeliehen (2 Spiele in der Premier League). -- Im Sommer 1997 wechselte er zu den Grasshoppers. -- Mit GC gewann Mazzarelli 1998 den ersten Meistertitel, der ausgerechnet mit einem 2:1-Heimsieg gegen seinen alten FCZ gesichert wurde. -- Mazzarelli bestritt 13 Länderspiele für die Schweiz. -- Das Nati-Debüt gab er unter Roy Hodgson am 6. September 1994 im Testspiel gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (1:0-Sieg vor 3500 Fans in Sitten, in der 79. Minute für Marc Hottiger eingewechselt). -- Sein nächstes Nati-Aufgebot erhielt er erst in der St. Galler Meistersaison. Von Hanspeter Zaugg nachnominiert, bestritt er am 27. März 2000 das Testspiel gegen Norwegen von Beginn weg (2:2 in Lugano). -- Schwester Marisa Mazzarelli bestritt als Unihockeyanerin 54 Länderspiele und wurde mit den Red Ants Rychenberg (Winterthur) ab der Saison 1994/95 9 Mal in Serie Schweizer Meisterin. Danach in Schweden mit den Balrog Oilers (Botkyrka) Meister und Europacupsiegerin. Nach der Rückkehr in die Schweiz und dem vermeintlichen Rücktritt gab Marisa 2005 in den Playoffs ein Comeback und wurde ein 9. Mal Schweizer Meisterin.

12.1.2010
* 26.04.1969

1. Juli 1993 bis 30. Juni 1994 im FCSG. -- 22 (21 NLB/1 Cup) Spiele und 2 NLB-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.

Rolf Meier kam nach dem Abstieg vom FC Aarau, für den er zuvor 69 NLA-Spiele bestritten hatte. -- Seine
beiden Tore für die Espen erzielte der Mittelfeldspieler innerhalb von vier Tagen, beide Male das 1:0: am 18. August 1993 beim 6:1 in Schaffhausen und, noch wichtiger, am 21. August beim 2:0 gegen Bellinzona, als sein Treffer in der 86. Minute den Weg zum Sieg ebnete. -- Zu Beginn der Auf-/Abstiegsrunde fehlte Meier lange verletzt. -- Der FCSG schaffte den sofortigen Wiederaufstieg, Meier blieb in der NLB und wechselte zum FC Baden.

Im Sommer 1996 zum FC Wangen bei Olten (1. Liga), mit dem er in der St. Galler Meistersaison 1999/2000
den erstmaligen Aufstieg in die NLB schaffte. -- Rolf Meier blieb aber mit dem Wechsel zum FC Wohlen in
der 1. Liga und erklärte dort in der darauf folgenden Winterpause seinen Rücktritt.


Rolf Meier begann bei den Junioren des FC Windisch und wechselte 1986 zum FC Aarau. Zum NLA-Debüt kam
Meier am 18. März 1990 beim Heimspiel gegen den FC Winterthur (in der Auf-/Abstiegsrunde). -- Vornehmlich als Joker eingesetzt, war Meier unter Trainer Fredy Strasser in der Saison 1991/92 Stammspieler, bestritt 32 Matches, davon 22 über die volle Distanz.

13.01.2012
* 17.05.1978

Januar 2003 bis Dezember 2005 und 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 167 (119 NLA/27 NLB/21 Cup) Spiele und 64 Goals (31 NLA/22 NLB/11 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Februar 2003 im Cup-Achtelfinal in Naters (4:0-Sieg, 2:0 und 3:0 selbst erzielt).

In seiner ersten Phase als Espe machte sich Merenda vor allem als Joker einen guten Namen. -- Der Zuger kam 2003 mit der Empfehlung von 40 Toren in eineinhalb Saisons mit Vaduz aufs Espenmoos. -- Traf nicht nur bei seinem Espen-Debüt im Cup, sondern auch im ersten Meisterschaftsspiel (am 2. März 2003 beim 4:2 gegen Luzern, erzielte das 3:1).

Hatte 1996 erste NLA-Einsätze mit dem FC Luzern. -- 1998 erstmals bei Xamax, dann nach Locarno ausgeliehen. -- 1999/2000 von Xamax an die Young Boys (19 NLA-Spiele/2 Tore), dann nach Gütersloh (Deutsche Regionalliga) und schliesslich in die 1. Liga an Wohlen ausgeliehen. -- 2000/2001 17 Goals in 19 NLB-Spielen für Baden. -- 2001 schliesslich in Vaduz. -- Im Winter 2005 dem FC Schaffhausen ausgeliehen (18 NLA-Spiele/3 Tore). Nach dem Abstieg von Xamax im Sommer 2006 zum zweiten Mal in Neuenburg, wo er als NLB-Torschützenkönig (22 Tore in 34 Spielen) wesentlichen Anteil an der sofortigen NLA-Rückkehr hatte und in der zweiten Saison immerhin 7 Treffer in 31 Meisterschaftsspielen erzielte.

2008/2009 auch beim Aufstieg des FCSG bester Torschüzte. -- Die 22 NLB-Tore reichten "nur" zum 2. Rang in der Schützenliste hinter Luganos Vincenzo Rennella (24 Goals). -- In der Aufstiegs-Saison 2009/2010 zweitbester NLA-Torschütze der Espen (9 Tore).

Im Sommer 2010 wechselte Merenda erneut zum FC Vaduz. -- Merenda blieb regelmässiger Torschütze. 2010/11 brachte es der Goleador auf 11 Treffer, wobei er verletzungsbedingt nur 21 Spiele bestreiten konnte. -- Zum Saisonstart im Juli 2011 war Vaduz in der AFG ARENA zu Gast, Merenda erzielte beide Tore der Liechtensteiner (die jedoch 2:4 verloren). -- Drei Tage zuvor sorgte er mit zwei Toren auswärts gegen Vojvodina Novi Sad auch zum überraschenden weiterkommen in der Europa League (3:1-Sieg nach 0:2-Niederlage zuhause). -- Merenda beendete die Saison mit 17 Meisterschaftstreffern und Platz 2 in der NLB-Torschützenliste, erhielt trotzdem keinen neuen Vertrag mehr. -- Mit einem Total von 174 Toren in NLA und NLB verabschiedete sich Merenda im Sommer 2012 zurück in seinen Heimatkanton und wechselte zum SC Cham in die 1. Liga Classic. -- Die Spielfreude behielt der Stürmer auch als "reamateurierter" Akteur bei. -- In der Saison 2014/15 gehörte Merenda einem äusserst offensivstarken Team an. 90 Tore erzielte Cham in 26 Spielen, mit 26 Treffern war der Ex-St. Galler Torschützenkönig der 1. Liga. 4 weitere Goals steuerte Merenda in den Aufstiegsspielen bei, der SC Cham stieg als Meister der 1. Liga in die Promotion League auf.

1 U21-Länderspiel (21. April 1998, 1:2-Niederlage in Nordirland). -- 1998 Nachwuchs-Cupsieger mit dem FC Luzern und Schütze zum 4:1-Endstand im Final gegen Lausanne-Sports.

aktualisiert 17.06.2015
* 1954

In der Saison 1988/89 im FCSG. -- 5 (4 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 13. November 1988 im Cup-Sechzehntelfinal auswärts gegen die Grasshoppers (1:2-Niederlage).

Gregor Merten kam im Herbst seiner Goalie-Karriere aufs Espenmoos. TK-Chef Kurt Schadegg konnte ihn dazu überreden, sich als Nummer 2 hinter dem jungen Thomas Grüter bereitzuhalten. Als Trainer Kurt Jara Grüter das Vertrauen entzog, kam Merten, der auch in seiner FSG-Saison eine Vollzeit-Stelle als Lastwagenschaffeur hatte, als 34-Jähriger zu seinem eigentlich "Profi-Debüt". Im Cup brachte Merten die Grasshoppers zur schieren Verzweiflung, auch in den verbleibenden Meisterschaftsspielen des Herbsts hinterliess er einen guten Eindruck. Mittlerweile hatten sich aber die Verantwortlichen zu einem Comeback für Bruno Huwyler durchgerungen. Merten blieb bis zum Ende der Auf-/Abstiegsrunde wieder Ersatzgoalie.

Gregor Mertens Junioren-Klub war der SC Brühl, bei dem er mit 18 erste NLB-Spiele bestritt. Später beim FC Wil (2. Liga), FC Uzwil (2. Liga, Aufstieg in die 1. Liga), FC Schaffhausen (NLB) und schliesslich FC Flawil (2. Liga).

07.12.2013
* 19.01.1963 | Nationalität: Österreich

1. Juli 1985 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 138 (116 NLA/11 Cup/11 IFC) Spiele und 27 (21 NLA/5 Cup/1 IFC) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 30. Juni 1985 in Amriswil im IFC-Spiel gegen den AIK Stockholm (1:6-Niederlage).

Dietmar Metzler kam vom FC Widnau nach St. Gallen. -- Der Vorarlberger war in Österreich Nachwuchs-Internationaler und hatte drei Jahre zuvor beim Wiener Sport-Club erstmals im Profifussball angegriffen. Er erzielte 10 Tore in der 1. Division, wurde zum U21-Nationalspieler. -- Trotdem wurde der junge Stürmer bald enttäuscht: Der Sport-Club soll Abmachungen nicht eingehalten haben. Als ein möglicher Transfer zum 1. FC Nürnberg wegen zu hoher Ablöseforderungen scheiterte, entschloss sich Metzler zur Vertragsauflösung. -- Nach einer Weile kehrte er ins Rheintal zurück und spielte in der 2. Liga. -- Als er vom FCSG verpflichtet wurde, hatte er zu Beginn noch das Ende der eineinhalbjährigen Sperre abzusitzen, ehe er in der NLA eingesetzt werden durfte. Erlaubt waren hingegen Matches im Internationalen Fussball-Cup (IFC).

So baute Didi Metzler seine Form in der Nachwuchsmannschaft in der NLC auf, erzielte in 8 Spielen 13 Tore. -- Ganz so überraschend war es also nicht, dass auch sein NLA-Debüt erfolgreich verlief: Beim 4:2-Heimsieg gegen Wettingen war Metzler Doppeltorschütze, für seinen ersten NLA-Treffer benötigte er gerade 19 Minuten. Das Espenmoos hatte einen neuen Publikumsliebling. -- Ein paar Tage später gefiel er auch im UEFA-Cup-Rückspiel gegen das grosse Inter Mailand. Und er traf auch in seinem zweiten NLA-Spiel, auswärts gegen Xamax (zum 1:1, der FCSG verlor 1:2). -- Vor allem aber beeindruckte der Vorarlberger mit seinem Tempo. "Schon sein Start ist horrend", hiess es einst im Espen-Magazin, zudem begeisterte er mit seinen Dribblings. -- Technisch und im Abschluss hingegen blieb er steigerungsfähig. -- Dass Metzler ein "Stimmungsspieler" war, war seiner Beliebtheit zuträglich. Er liess es sich anmerken, wenn es nicht nach seinen Wünschen lief, liess sich dafür dank Publikums-Unterstützung immer wieder zu herausragenden Leistungen treiben. -- Nach Martin Gisinger und Gerhard Ritter - der in Metzlers erster FCSG-Saison seine letzten Spiele in Grün-Weiss bestritt - hatte das Espenmoos einen nächsten Star aus dem "Ländle".

Didi Metzler hoffte immer wieder auf ein Aufgebot für die Nationalmannschaft. -- Als ihn Markus Frei im Frühling 1987 vorübergehend nur als Joker einsetzte, sah er die Chancen dafür schwinden. Metzler kämpfte sich zurück, stürmte auch noch eine Saison an der Seite von Ivan Zamorano. -- Die Espen fielen damals jedoch in die Auf-/Abstiegsrunde. In den letzten fünf Spielen zeichnete sich Metzler nochmals viermal als Torschütze aus und verhalf so zum komfortablen Klassenerhalt am Ende der Saison 1988/89, nachdem er zuvor in der laufenden Meisterschaft erst ein Goal erzielt hatte. -- Metzler spürte aber schon früh, dass die Unterstützung für ihn nachliess. -- Mit der Verpflichtung von Hugo Rubio stand fest, dass der FCSG sein Ausländerkontigent reduzieren musste.

Nachdem es zuerst hiess, dass Metzler zum SK VÖEST wechseln könnte, wurde er schliesslich vom Stadtrivalen Linzer ASK verpflichtet. Der LASK war zuvor in die 2. Division abgestiegen. -- Metzler erzielte in 22 Spielen 7 Tore, sein Klub verpasste jedoch die Aufstiegs-Playoffs. Im Gegensatz zum Rivalen VÖEST, der sich Ende Dezember 1989 seine Dienste sicherte. -- Im ersten Halbjahr liessen ihn die Fans der Blau-Weissen noch ihre Ablehnung spüren, weil er vom LASK kam. -- Mit der Zeit lief es für Metzler besser, er traf nach dem Saisonstart 1990/91 in der 2. Runde im Stadtderby und trug in jenem Jahr 10 Tore zum Aufstieg bei. -- Nach dem Aufstieg in die 1. Division setzte der Verein unter dem neuen Namen FC Stahl Linz zu einem Höhenflug an. 11 Tore erzielte Metzler, der nun auch in Linz Liebling der Fans war. Stahl spielte im Frühling in den "oberen Playoffs" (um den Meistertitel) und wurde Sechster, was mit der Teilnahme am Internationalen Fussball-Cup belohnt wurde. -- In dessen Rahmen kam es im Juli 1992 zu einem Wiedersehen mit dem FCSG (2:2 im Espenmoos, 3:0 für die Espen in Linz). -- Im Herbst lief es dem FC Stahl Linz nicht mehr rund. An einem Fan-Stammtisch sprach Metzler die Probleme im Verein an, worauf ihn der Trainer suspendierte.

Metzler kehrte nach Vorarlberg zurück. -- In der Saison 1994/95 stürmte er für den FC Vaduz in der 1. Liga, dann beim Ligakonkurrenten FC Rorschach. -- Von 2001 bis 2005 Spielertrainer und später Trainer des FC Altstätten. Sein Nachfolger wurde Erik Regtop. -- Dann bis 2007 beim USV Eschen/Mauren (2. Liga interregional). -- Von 2008 bis 2011 beim FC Rheineck. -- Im Spätherbst 2011 engagierte ihn der FC St. Margrethen. Eineinhalb Jahre später schaffte das Team den Aufstieg in die 2. Liga interregional, doch Metzler wurde noch Anfang Juni 2013 abgesetzt, weil bekannt wurde, dass er wieder zum FC Rheineck geht.

11. Januar 2015
* 16.09.1980

1. Juli 1996 bis 27. September 1999 im FCSG. -- 41 Spiele (37 NLA/4 Cup) und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. September 1996 bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Sion.

Philipp Meyer war eines der hoffnungsvollsten Talente der Ostschweiz, das zu sehr von Verletzungen gebremst wurde. -- Der Verteidiger stammt vom FC Diepoldsau und war bereits 1994/95 für ein Jahr im FCSG. -- Nach einer Saison im FC Weinfelden-Bürglen kam Meyer 1996 zurück ins Espenmoos und war nun bereits nahe an der 1. Mannschaft: den ersten Einsatz im Profiteam hatte er zwei Tagen nach seinem 16. Geburtstag. -- Sein einziger persönlicher Torerfolg war sehenswert und wertvoll zugleich. Im Spiel gegen Etoile Carouge traf er ins Lattenkreuz zum 3:2-Siegtreffer (am 9. August 1997). -- In der Meistersaison spielte Meyer die ersten zwei Spiele, als Marco Zwyssig verletzt und Giuseppe Mazzarelli noch nicht da waren (und wurde Ende August gegen Delémont ein letztes Mal eingewechselt). -- Schliesslich wechselte Meyer zum FC Wil. -- Feierte mit Wil den NLA-Aufstieg 2002. -- Im Sommer 2003 Transfer zu Austria Lustenau. -- Bestritt für die Vorarlberger zwei Saisons in der "Ersten Liga" (zweithöchste Spielklasse). -- Nun wieder im FC Diepoldsau-Schmitter, mit dem Meyer 2008 in die 2. Liga interregional aufstieg.

* 11.11.1961 | Nationalität: Brasilien

14. Juli 1995 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 37 (32 NLA/5 Cup) Spiele und 4 (3 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Lugano.

Milton Luiz de Souza Filho (in der Deutschschweiz meist Luiz Milton genannt) konnte vom FC Sion ausgeliehen werden. -- Seine Verpflichtung soll im Umfeld des Espenmoos nicht nur Begeisterung ausgelöst haben, doch musste der FCSG nicht nur keine Leihgebühr bezahlen, auch ein Teil des Lohnes wurde weiterhin vom FC Sion bezahlt. -- Im Wallis deutete seinen Transfer manch einer als Schritt Richtung Karriereende. -- Doch dann startete die als klarer Abstiegsrunden-Kandidat gehandelte Mannschaft mit drei Siegen in die Saison und sorgte für neue Begeisterung. -- Grossen Anteil hatte Milton, den Trainer Uwe Rapolder im Herbst 1995 als "genau den Spieler" bezeichnete, den er gesucht habe. -- Ein konstruktiver Spieler als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld, aggressiv - und ehrgeizig.

Vom "schwierigen" Spieler, als der er galt, war in St. Gallen nichts zu sehen. -- Milton selbst sprach davon, andernorts zwar auch Fehler gemacht, aber auch menschlich grosse Probleme gehabt zu haben und oft traurig gewesen zu sein. -- In St. Gallen aber sei es ganz anders, und er fragte: "Wieso bin ich nicht viel früher in dieser Stadt und diesem Klub gelandet? Ich fühle mich fantastisch hier, die Leute lieben mich, sie vertrauen mir, verstehen mich, deshalb spiele ich gut." -- Milton schwärmte auch später noch von der Nähe zum Publikum, die er nur in St. Gallen erlebte.

Damals, im Herbst 1995, wollte er die Karriere noch zwei Jahre fortsetzen und in St. Gallen beenden. -- Doch dann lief es in der Finalrunde nicht mehr so rund, Trainer Rapolder musste gehen, und zum Saisonende kam eine Verlängerung des Leihvertrages oder Übernahme nicht in Frage, der FCSG trennte sich von Milton wie von mehreren anderen Spielern.

Milton wechselte 1996 zurück ins Wallis, nahm den Schwung aus der Ostschweiz mit, spielte die beste seiner acht Schweizer Saisons und feierte am Ende den zweiten Meistertitel der Klubgeschichte. -- Für Milton und den FC Sion gab es das Double, wurde doch auch der Cupfinal gegen den FC Luzern gewonnen (3:3, 5:4 im Penaltyschiessen). -- Doch auf den Triumph folgte in Sitten der Kater. -- Milton blieb bis zum Sommer 1998, doch schon in der Winterpause war klar, dass sich der Verein die Mannschaft nicht mehr leisten konnte. -- Milton entschied sich, danach als Spielertrainer in die 1. Liga zum FC Monthey zu wechseln. -- Ein Jahr später in gleicher Funktion zum Liga-Konkurrenten Montreux-Sports.

Milton spielte im Nachwuchs von Flamengo (Rio de Janeiro), wurde aber als zu schwach befunden. Nach mehreren Anläufen in anderen Klubs fand er zum Coritiba F.C. -- Bei den Grün-Weissen gelang dem Mittelfeldspieler 1987 der Durchbruch, Milton wurde in die Olympia-Auswahl berufen und wurde dort ebenfalls Stammspieler. -- 1988 in Seoul gewann er an der Seite von (späteren) Superstars wie Torschützenkönig Romario, Bebeto, Jorginho oder Goalie Taffarel Olympia-Silber. Brasilien unterlag im Final der Sowjetunion 1:2.

Darauf wurde Milton vom Serie-A-Klub Como verpflichtet. -- Der Höhenflug des Teams aus der Grenzstadt neigte sich jedoch dem Ende zu, zudem wurde Milton durch Verletzungen gebremst (nach eigener Aussage wäre er sonst wohl im Kader der WM 1990 gestanden). -- Zweimal hintereinander stieg Como ab, Milton wechselte schliesslich in der Winterpause 1990/1991 über die Grenze zum FC Chiasso, der als NLB-Klub die Auf-/Abstiegsrunde bestritt. -- Sein "Schweizer Debüt" gab Milton am 3. März 1991 zuhause gegen den FCSG (0:3). -- Chiasso verpasste als Dritter den Aufstieg hinter den Espen und dem FC Wettingen. -- Milton aber hatte sich empfohlen und wurde im Sommer vom FC Zürich verpflichtet. -- Nach zwei Saisons im Letzigrund im Sommer 1993 Transfer zum FC Sion. -- Mit den Wallisern gewann er 1995 erstmals den Schweizer Cup (4:2 im Final gegen die Grasshoppers). -- Total 190 NLA-Spiele (sowie 13 Spiele in der NLA/NLB für den FC Chiasso).

22. Januar 2012
* 10.07.1977 | Nationalität: Südafrika

3. September 2001 bis 30. Juni 2002 im FCSG. -- 24 (20 NLA/4 Europacup) Spiele und 3 (1 NLA/2 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. September 2001 in Genf beim 2:1-Auswärtssieg gegen Servette.

Teboho Patrick Mokoena kam vom südafrikanischen Spitzenklub Jomo Cosmos (Johannesburg). -- Der kampfstarke Nationalspieler spielte vorwiegend als "Sechser". -- 2 seiner 3 Torerfolge feierte Mokoena im UEFA-Cup: der 2:1-Siegtreffer im Hardturm gegen Steaua Bukarest sorgte für ein Polster im Hinspiel. Beim Bundesligisten SC Freiburg sorgte er gar auf sensationelle Weise für den 1:0-Auswärtssieg. -- Am Ende der Saison, wurde er für die WM in Südkorea/Japan aufgeboten, der FCSG verlängerte seinen Vertrag trotzdem nicht. -- Mokoena kehrte nach Johannesburg zu Jomo Cosmos zurück.

An der WM besorgte Mokoena im Startspiel gegen Paraguay nach 0:2-Rückstand den Anschlusstreffer. Südafrika spielte 2:2, der Espe Mokoena kam auch in den nächsten zwei Gruppenspielen (1:0-Sieg gegen Slowenien, 2:3 gegen Spanien) zum Einsatz, die "Bafana Bafana" scheiterte knapp.

Insgesamt bestritt Mokoena 27 oder 28 Länderspiele (verschiedene Quellen). -- Die Zeit im FCSG blieb sein einziges Ausland-Engagement. -- Bei den Jomo Cosmos spielte er von 1998 bis 2001, 2002 bis 2004 und nochmals 2005/2006. -- Dazwischen (2004/05) im Mamelodi Sundowns FC. -- Ab 2006 bei den BidVest Wits (Johannesburg). -- Im Sommer 2008 bei den Wits aussortiert, wurde er im November von den Mpumalanga Black Aces verpflichtet, mit denen er am Ende der Saison den Aufstieg in die Premiership schaffte. Dort schaffte er es nur noch zu 3 Einsätzen, im Sommer 2010 beendete Mokoena seine Karriere.

11. Januar 2011
* 15.07.1982

1. Juli 2004 bis 27. Februar 2007 und 1. Juli 2011 bis 14. Januar 2015 im FCSG. -- 175 (126 NLA/29 NLB/6 Europacup/14 Cup) Spiele und 8 (5 NLA/3 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 2004 beim 3:3 im Heimspiel gegen den BSC Young Boys.

Philippe Montandon wechselte nach dem Abstieg des FC Wil ins Espenmoos. -- Sowohl als Innenverteidiger als auch im Mittelfeld einsetzbar, schaffte es Montandon in der 1. Saison zum Stammspieler. -- Unter Ralf Loose schien sich Montandon zum Führungsspieler zu entwickeln. -- Zu Beginn der Saison 2006/07 wurde er aus der Startformation verdrängt, Marcos Gelabert im Mittelfeld und das Duo Koubsky/Garat im Abwehrzentrum waren gesetzt. Nachdem sich Juan-Pablo Garat verletzte, kehrte Montandon bereits in der 3. Runde zurück. -- Nach der Winterpause war Garat wieder fit, Montandon hatte unter Rolf Fringer keinen Rückhalt und wurde an den FC Schaffhausen ausgeliehen.

Montandon blieb nach dem Abstieg eine weitere Saison in Schaffhausen (14 NLA/33 NLB-Spiele für den FCS). -- Im Sommer 2008, nach dem Abstieg des FCSG, scheiterte ein Wechsel zurück nach St. Gallen, obwohl der Spieler selbst gerne gekommen wäre. -- Montandon ging zum FC Lugano. Der Transfer wurde über den italienischen Serie-A-Club Chievo Verona abgewickelt, auch wenn von Anfang an klar war, dass er für die Bianconeri spielen sollte. -- Lugano war mit Montandon für den FCSG einziger echter Herausforderer im Aufstiegsrennen und scheiterte dann in der Barrage.  -- Im August 2009 erkrankte er an Prostata-Krebs, noch im November konnte Montandon sein Comeback geben. -- Lugano scheiterte aus jeweils guter Ausgangslage im Frühling 2010 genauso wie 2011. 82 Pflichtspiele (78 in Challenge League und Barragen) bestritt der Verteidiger für Lugano.

Schliesslich kehrte Philippe Montandon nach dem nächsten Abstieg im Sommer 2011 zurück zum FCSG. Er war nun der erhoffte Führungsspieler und durfte am Ende der Saison endlich auch einen Aufstieg feiern. -- Nach dem Rücktritt von Daniel Imhof wurde Montandon im Sommer 2012 von Jeff Saibene zum Captain ernannt. Wobei "Monti" mehr als nur die logische Wahl für dieses Amt war. -- Das Comeback in der Super League verlief hervorragend, die Espen waren zwischenzeitlich sogar wieder einmal Leader und qualifizierten sich ziemlich souverän für die Europa League. -- Im Frühling 2013 schied der Captain mit einer Gehirnerschütterung aus, fehlte ein paar Spiele - und musste sich in der Vorbereitung im Sommer langsam wieder herankämpfen. -- Es folgten glanzvolle Europacup-Spiele, ein starker Herbst, und für Montandon eine nächste Gehirnerschütterung. -- Wiederholt kämpfte sich der Abwehrspieler nochmals zurück, aber mit jeder weiteren Kopfverletzung wurde die Wahrscheinlichkeit grösser, dass er zur Aufgabe gezwungen wird. -- Nachdem Montandon kurz nach Trainingsstart feststellen musste, dass er wieder unter Kopfschmerzen leidet, musste er den Rücktritt erklären.

Philippe Montandon stammte ursprünglich wie Uli Forte vom FC Brüttisellen. Er ging 1996 als Junior zum FC Winterthur, für den er in der Saison 1999/2000 erste Einsätze in der NLB bestritt und mit Pascal Cerrone und Salvatore Calo im Nachwuchs-Cupfinal stand (0:4 gegen die Grasshoppers verloren). -- Ab 2002 beim FC Wil, für den er in zwei Jahren 50 NLA-Spiele absolvierte. -- Montandon war Nachwuchs-Internationaler, lief 8-mal mit der U21 auf, darunter an der EM-Endrunde 2004 in Deutschland (1 Einsatz).

aktualisiert 14. Januar 2015
* 05.03.1973 | Nationalität: Schweiz/Italien

14. Juli bis 31. Dezember 1995 im FCSG. -- 11 (10 NLA/1 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. Juli 1995 beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Lugano.

Marzio Morocutti konnte vom NLB-Klub FC Locarno ausgeliehen werden. -- Der Stürmer kam unter Uwe Rapolder bis auf eine Ausnahme nur als Joker in der Schlussphase der Spiele zum Einsatz. Einzig in seinem letzen Match in Grün-Weiss gegen Aarau ersetzte er den verletzten Mario Frick schon in der 34. Minute. -- Im "Olma-Match" am 21. Oktober 1995 gegen Sion kam Morocutti in der 88. Minute für Patrick Winkler ins Spiel und erzielte zwei Minuten später den viel umjubelten Treffer zum 3:0.

Morocutti wechselte für ein halbes Jahr in die NLB zurück zum FC Schaffhausen. -- Danach ab Sommer 1996 zuerst in der 2. Division Belgiens, wohl bei der RAA La Louvière, später in Italien in der Serie C1 (dritthöchste Liga) bei Aquila Montevarchi. -- Im März 1998 von Ascoli Calcio (ebenfalls Serie C1) verpflichtet. -- Er blieb für den ehemaligen Serie-A-Klub (Oliver Bierhoff sorgte bis 1995 beim Klub aus den Marche für Furore) jedoch ohne Ernstkampf.

Im Sommer 1998 kehrte Morocutti zur AC Bellinzona zurück, wo er einst als Junior begann, ehe er 1994 in die NLB zu Locarno wechselte. -- Bellinzona wollte im dritten Jahr nach dem Zwangsabstieg zurück in den Profifussball und hatte in Gianni Dellacasa einen Trainer, der spektakulären Offensivfussball spielen liess. -- Morocutti wurde Captain, zusammen mit dem späteren Nationalspieler und Topskorer Mauro Lustrinelli bildete er ein Duo, das den Übernahmen "Gemelli del Gol" (Tor-Zwillinge) erhielt. -- Auch in der NLB dominierten die "Granata", gewannen die Qualifikation und sorgten (mit weiteren Verstärkungen) auch in der Auf-/Abstiegsrunde für Aufsehen. -- Der Durchmarsch in die NLA wurde knapp verpasst. -- Auch in der zweiten NLB-Saison wurde die Auf-/Abstiegsrunde erreicht, Morocutti aber wurde im Februar 2001 der SR Delémont ausgeliehen.

Die halbe Saison im Jura bewahrte ihn vor den Auseinandersetzungen der Bellinzona-Spieler mit dem Geldgeber Gianmarco Calleri. -- Dieser hatte im Frühling die Lohnzahlungen eingestellt, worauf neun Spieler, unter ihnen Lustrinelli, in den Streik traten. -- Die Streikenden wurden freigestellt, bald ging auch Calleri, doch die arbeitskämpferischen Spieler waren - auch in der Fangemeinde - unerwünscht. -- Morocutti hingegen kehrte zurück, erzielte in der Saison 2001/02 15 Tore - sein Bestwert in der NLB. -- Im Herbst 2002 traf Morocutti in der NLB 8 Mal, doch die ACB war im Sinkflug. -- Der Stürmer mit dem grosen Herzen wurde dem Qualifikationssieger FC Vaduz ausgeliehen. -- Ein Angebot des mexikanischen CD Veracruz reizte ihn zwar, lehnte es mit Rücksicht auf die Familie jedoch ab.

Für die Liechtensteiner bestritt Marzio Morocutti nur die Vorbereitung. -- In der Nacht auf den 28. Februar 2003 verunglückte der Tessiner tödlich, als er mit einem Auto in einen stehenden Bus fuhr. Mannschaftskollege Vaidotas Slekys und eine zweite Beifahrerin wurden schwer verletzt. -- Morocutti hinterliess eine schwangere Ehefrau und die vierjährige Tochter Tosca.

16. Februar 2012
* 07.01.1970 | Nationalität: Südafrika

1. Juli 1996 bis 15. Januar 1997 im FCSG. -- 15 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. Juli 1996 beim 2:1-Heimsieg gegen die Young Boys.

Sizwe Wesles Motaung kam vom Mamelodi Sundwons FC (Pretoria) und bildete im Sommer 1996 gemeinsam mit David Nyathi und Phil Masinga das neue südafrikanische Trio in St. Gallen. -- Motaung wurde meist als linker Aussenverteidiger eingesetzt und half beim Saisonstart mit, dass die Espen kaum Tore kassierten. -- Als im Herbst die Abwehrstärke nachliess, wurde Motaung nicht mehr regelmässig eingesetzt, seine Position im Team auch nicht weiter gestärkt. -- Als der CD Teneriffa im Januar um Motaung warb, waren die Verantwortlichen kaum unglücklich, in ziehen zu lassen.

Nach eineinhalb Jahren in Spanien kehrte Motaung 1998 zurück nach Südafrkia und unterschrieb bei den Kaizer Chiefs (Soweto, Johannesburg). -- Zwei Jahre später zum grossen Lokalrivalen der Chiefs, den Orlando Pirates. -- Die Pirates wurden in der Saison 2000/2001 Meister, doch am Ende war Motaung nicht mehr dabei, erkrankte schwer und verstarb am 16. August 2001 in seiner Heimatstadt Newcastle. --

Als Motaungs Entecker galt Südafrikas Fussball-Legende Jomo Sono, der ihn 1991 in seinen Klub Jomo Cosmos (Johannesburg) holte und den ersten Profivertrag gab. -- 1993 - 1996 bei den Mameloni Sundowns. -- Motaung, der damit bei allen vier Grossen des südafrikanischen Fussballs unter Vertrag war, spielte 51 Mal für die "Bafana Bafana", Südafrikas Nationalteam. Er war Stammspieler der Equipe, die im Februar 1996 mit dem Gewinn der Afrika-Meisterschaft (Africa Cup of Nations) für den bisher grössten Erfolg der Bafana Bafana sorgte.

11. Januar 2011
* 20.08.1967 | Nationalität: Marokko

4. Juli 1994 bis Januar 1999 im FCSG. -- 84 (74 NLA/10 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 bei der 0:3-Niederlage in Luzern.

Mohammed Mouidi kam vom SC Kriens aufs Espenmoos. -- Zuerst ausgeliehen, wurde er 1995 vom FC Emmenbrücke, dem er bis dahin "gehörte", übernommen. -- Der Mittelfeldspieler brachte nach dem Wiederaufstieg viel Stabilität ins Mittelfeld. -- In seiner zweiten St. Galler Saison in sämtlichen Spielen eingesetzt, musste er sich zuvor und danach mit Verletzungssorgen herumschlagen. -- Chronische Knieprobleme zwangen "Simo" Mouidi schliesslich im Januar 1998 zur Beendigung der Karriere. -- Mouidi blieb vorerst dem FCSG im Trainerstab erhalten und kehrte im Herbst 1998 auch noch einmal zurück aufs Spielfeld, wurde in zwei Spielen eingewechselt.

Mouidi kam 1989 in die Schweiz zum damaligen NLB-Klub FC Emmenbrücke. -- 1993 zum SC Kriens, der seine erste NLA-Saison in Angriff nahm. Mouidi bestritt 32 Meisterschaftsspiele für den SCK. -- In Marokko spielte Mouidi offenbar für FAR (Force Armée Royale) Rabat. -- Er erzählte vor dem Cupfinal 1998 davon, mit FAR bereits zweimal Cupsieger geworden zu sein.

Zusätzlich bekannt machte Mouidi seine Ehe mit Nicole, die zur ersten NLA-Schiedsrichterin wurde (und sich später nach der Trennung wieder Petignat nannte). -- 1993 erlangte der Marokkaner den Status eines "Fussballschweizers".

Als Roger Hegi Anfang 1999 vom Espenmoos zu den Grasshoppers wechselte, nahm er Mouidi als Assistent mit. Im August und nach schlechtem Saisonstart wurden beide entlassen. -- Ab Anfang 2000 Spielertrainer im FC Herisau. -- In der Saison 2001/2002 Spielertrainer im FC Rapperswil-Jona. -- Dann ab Sommer 2002 als Spieler und später als Spielertainer beim FC Seefeld (Zürich, 2003 Aufstieg in die 1. Liga). -- Januar 2005 bis Juli 2006 Spielertrainer im FC Muri (2. Liga interregional). -- In der Saison 2006/2007 als Spieler im SV Höngg (Zürich). -- Juli 2007 bis Frühling 2008 Spielertrainer im FC Witikon (Zürich). -- Juli bis Oktober 2009 Trainer des SV Höngg.

04.08.2011
* 1976 od. 1977 | Nationalität: Brasilien

6. September bis 31. Dezember 1996 im FCSG. -- 9 (8 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. September 1996 im Cupspiel der 3. Hauptrunde in Rorschach (4:0-Sieg).

Júlico Moura kam eineinhalb Monate nach seinem älteren Bruder Cláudio Moura nach St. Gallen. -- Júlico gehörte ebenfalls dem São Paulo FC, war aber zuletzt dem chilenischen Spitzenklub Colo Colo ausgeliehen. -- Nur einmal, in seinem ersten Meisterschaftsspiel (1:0-Auswärtssieg bei den Young Boys) stand er in der Startformation. -- Der Stürmer konnte kaum Akzente setzen und sollte im Frühling an einen NLB-Klub ausgeliehen werden. -- Schliesslich wechselte er in der Winterpause zurück nach Chile, zum CD Everton (Viña del Mar).

7.  Juni 2011

* 09.03.1972 | Nationalität: Brasilien

20. Juli 1996 bis 30. Juni 1997 im FCSG. -- 29 (26 NLA/3 Cup) Spiele und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 31. Juli 1996 beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Basel.

Cláudio Lúcio Camargo de Moura kam als 24-Jähriger vom São Paulo FC und soll für den brasilianischen Spitzenklub zuvor in zwei Jahren 52 Tore erzielt haben. -- Trainer Roger Hegi kündigte ihn als den Regisseur an, auf den er so sehr gehofft hatte. -- Cláudio Moura belebte den FCSG tatsächlich entscheidend. -- Sein erster Treffer im vierten Spiel bedeutete den 1:0-Sieg gegen Servette, später im Herbst traf er gegen Luzern zum 1:0 und zum 3:2-Endstand, was die Qualifikation für die Finalrunde fast schon sicherstellte.

Dazwischen war Cláudio Moura Hauptbeteiligter in einer der aufsehenerregendsten Tätlichkeiten der jüngeren Schweizer Fussballgeschichte. -- Nach Abpfiff des Spitzenspiels Xamax (Leader) - FCSG (Zweiter; die Neuenburger hatten 3:0 gewonnen) stürmte der Franzose Jean-Pierre Cyprien mit Anlauf auf Moura, traf aber Roger Hegi in den Unterleib. Der Trainer wollte schlichtend eingreifen. -- Zuvor hatten sich die beiden während des Spiels mehrfach gegenseitig provoziert, Moura versetzte Cyprien auch einen Faustschlag. -- Cyprien wurde zuerst für 9 Monate gesperrt, das Rekursgericht korrigierte dann den Bann auf 15 Spiele; Moura seinerseits erhielt erst 7 "Strafsonntage", die die zweite Instanz um einen Match auf 6 reduzierte.

Während seiner Sperre wurde der jüngere Bruder Júlico Moura engagiert, der sich aber nicht durchsetzen konnte. -- Später im Herbst kam Erik Regtop, der Cláudio Moura ein wenig verdrängte. -- Zudem war der Brasilianer, der oft auch als Sturmspitze eingestzt wurde, zwar technisch ziemlich überzeugend, hatte aber konditionelle Mängel. -- Trotz ordentlicher Finalrunde wurde der Vertrag mit ihm  nicht verlängert. -- Cláudio Moura wechselte zurück nach Brasilien zum América FC Natal, der eben in die Serie A aufgestiegen war.

Cláudio Moura wurde mit 18 Profi und war ab 1992 im Kader des São Paulo FC. -- Die "Tricolor" gewannen 1992 (gegen den FC Barcelona) und 1993 (gegen Milan) zweimal den Interkontinental-Cup, Moura jedoch kam nicht zum Einsatz. -- Im Sommer 1995 sollen sich die Grasshoppers vergeblich um ihn bemüht haben, obwohl das Kader 45 Spieler umfasste. -- Cláudio Moura soll auch 15 U21-Länderspiele für Brasilien bestritten haben.

7. Juni 2011
* 25.02.1987

1. Februar 2006 bis 30. Juni 2012 im FCSG. -- 172 (102 NLA/1 Barrage/53 NLB/15 Cup/1 UI-Cup) Spiele und 22 (4 NLA/13 NLB/5 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. Februar 2006 beim 3:1-Auswärtssieg in Schaffhausen.

Philipp Muntwiler war zuvor im FCSG-Nachwuchs. -- Er begann im FC Bazenheid und wechselte bereits als D-Junior zum FC Wil. -- Erste nationale Berühmtheit erlangte er unfrewillig im Frühling 2007. "Munti" wurde beim 0:0 gegen den FC Zürich eingesetzt, obwohl er am Vortag in der 1. Liga (U21) vom Platz gestellt wurde. -- Der FCZ bekam Wind von der Gelb/Roten Karte, reichte Rekurs ein, erhielt einen Forfait-Sieg und wurde deshalb Meister. -- Kurios: sein Platzverweis roch nach Kompensationsentscheid. Der Schiedsrichter hatte zwei Minuten zuvor einen Spieler von Seefeld aus unerfindlichen Gründen vom Platz gestellt.

Der defensive Mittelfeldspieler etablierte sich in der darauffolgenden Saison an der Seite von Marcos Gelabert. -- Muntwiler hat sich in der Klubgeschichte bereits mit dem ersten Meisterschaftstreffer im neuen Stadion verewigt. Am 26. Juli 2008 gegen Concordia Basel traf er in der 18. Minute mit einem herrlichen Weitschuss via Innenpfosten zum 1:0. -- Muntwiler erlitt im Herbst 2009 einen Achillessehnenriss und fiel bis kurz vor Saisonende aus. -- Im Sommer 2010 als Nachfolger Marc Zellwegers zum Captain ernannt. -- Im Januar 2012 gab der Mittelfeldspieler bekannt, dass er im Sommer zum FC Luzern wechseln wird. -- Beim FCL hatte sich Muntwiler die bewährte Spielweise beibehalten, war in der ersten Saison unter allen drei Trainern Stammspieler. -- Zum Beginn der Saison 2013/14 wurde er aber nur noch im ersten Saisonspiel eingesetzt. Ende August riet ihm Trainer Carlos Bernegger, einen neuen Klub zu suchen. -- Schliesslich wurde der Haudegen bis Juni 2014 dem FC Vaduz ausgeliehen. Mit den Liechtenstern feierte Muntwiler im Mai 2014 den Aufstieg in die Super League.

Philipp Muntwiler war U21-Nationalspieler.

ergänzt 5. Mai 2014
* 03.09.1984 | Nationalität: Luxemburg/Belgien

1. Juli 2012  bis 30. Juni 2017 im FCSG. -- 153 (136 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 2012 beim 1:0-Sieg in Lausanne.

Mario Mutsch wechselte vom FC Sion nach St. Gallen und ist nach Trainer Jeff Saibene der zweite Luxemburger in der Geschichte des FCSG. -- Im Wallis gehörte er im Sommer 2011 zu den sechs Spielern, die aufgrund einer Transfersperre nicht hätten verpflichtet werden dürfen. -- Nach diversen Versuchen des FC-Sion-Präsidenten Christian Constantin, die Sperre anzufechten, wurden die Spieler schliesslich erst per Januar 2012 qualifiziert und der Verein mit dem Abzug von 36 Punkten belegt. -- Während andere Spieler den FC Sion noch in der Winterpause verlassen haben, gehörte Mutsch zu denen, die blieben. Insgesamt bestritt Mario Mutsch 18 NLA-Spiele (inkl. Barrage) für den FC Sion, war damit von "den Sechs" der am häufigsten Eingesetzte.

Den grossen Sprung in der Karriere machte Mutsch mit seinem Transfer zum FC Aarau im Sommer 2007. -- Saibene war sein Assistenztrainer, und Mutsch konnte in insgesamt 56 NLA-Spielen dazu beitragen, dass Aarau zweimal Fünfter wurde, was dem regelmässig abstiegsgefährdeten Verein zuvor zehn Jahre lang nicht mehr gelang. -- Im Sommer 2009 wollte der eigenwillige Sportchef des FCA, Fritz Hächler, den Vertrag mit dem Luxemburger nicht verlängern. -- Mutsch wechselte schliesslich zum FC Metz, für den er in zwei Saisons 57 Spiele in der Ligue 2 bestritt.

Der für seine Vielseitigkeit (Verteidigung, Mittelfeld, auf beiden Seiten wie im Zentrum) gelobte Mutsch, dessen Mutter Belgierin und der Vater Luxemburger ist, wuchs in St. Vith im deutschsprachigen Teil Belgiens auf. Dort spielte er als Junior im RFC St. Vith und für den FC Olympia Recht. Ab 2002 beim R. Spa FC in der vierthöchsten Liga, 2005/2006 im RFC La Calamine in der dritthöchsten Liga. -- Spätestens jetzt wurde auch der luxemburgische Fussballverband auf Mutsch aufmerksam. -- 2006/07 in der 2. Mannschaft von Alemannia Aachen in der Oberliga Nordrhein - damals die vierthöchste Liga Deutschlands.

Mario Mutsch bestritt bisher 77 Länderspiele (3 Tore) für Luxemburg. -- Sein Nationalmannschafts-Debüt gab Mutsch im WM-Qualifikationsspiel in Moskau gegen Russland am 8. Oktober 2005 (1:5). -- Mutsch gehörte zum Team, das im September 2008 im Letzigrund die Schweizer Nati überraschte und mit dem 2:1-Sieg einen der schönsten Erfolge in der luxemburgerischen Fussballgeschichte feierte. -- Erst am 2. September 2005 - einen Monat vor seinem Debüt in der A-Nati - war Mutsch erstmals für eine luxemburgische Auswahl im Einsatz, im U21-EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal in Portimão (0:4-Niederlage). -- Weitere zwei U21-EM-Qualifikationsspiele bestritt Mutsch in der Übergangssaison 2006/07 gegen Mazedonien (total 3 U21-Länderspiele).

Stand 04.06.2017
* 23.06.1983 | Nationalität: Finnland

Vom 8. November 2013 bis 7. Mai 2014 im FCSG. -- 6 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 24. November 2013 bei der 1:3-Niederlage in Luzern.

Nach Daniel Sikorski war Juho Mäkelä der zweite Stürmer, den der FCSG im ereignisreichen Herbst 2013 verpflichtet hatte. In den Wochen zuvor zogen sich hintereinander Dzengis Cavusevic, Sven Lehmann und auch noch Sikorski schwere Verletzungen zu. Mäkelä spielte zuvor bis Juni 2013 in Deutschland für den SV Sandhausen in der 2. Bundesliga. -- Als erster Finne beim FCSG machte er in seinen ersten Teileinsätzen Hoffnungen, vor allem als Joker eine Hilfe zu sein. -- Nach der Winterpaue kam Mäkelä nur noch zu zwei Teileinsätzen, bei seinem letzten gegen Thun stand er erstmals in der Startformation. In der verunsicherten Mannschaft, die Mühe mit dem Toreschiessen bekundete, konnte auch Mäkelä kaum etwas bewirken. -- Immerhin verhalf er mit zwei Treffern in der 1. Liga Promotion zweimal zu einem Punktgewinn der U21.

Noch vor Saisonende verliess Mäkelä den FCSG, und kehrte zurück nach Finnland. Der IFK Marienhamn von der schwedischsprachigen Insel Aland verpflichtete ihn für eine kurze Vertragsdauer, nachdem auch dort mehrere Offensivspieler verletzt ausfielen. -- Mitte August holte ihn der Seinäjoen Jalkapallokerho (Seinäjoki). -- 2015 bestritt er 31 Spiele für den Vaasan PS und erzielte 16 Tore, womit er am Ende auf Platz 2 der Torschützenliste war. -- Seit 2016 stürmt Juho Mäkäelä für den HIFK (Helsinki).

Juho Mäkelä wechselte 2003 von Tervarit (Oulu) nach Helsinki zum HJK, für den er in drei Jahren in der Veikkausliiga in 66 Spielen 33 Tore erzielte und in der ersten Saison gleich Meistertitel und Cupsieg feierte. -- 2005 wurde er Torschützenkönig. -- Anfang 2006 erhielt Mäkelä einen Vertrag vom Heart of Midlothian FC (Edinburgh). Den Durchbruch schaffte er in der schottischen Premier League nicht, auch wenn ihm in einem Ligacup-Spiel gegen Alloa ein schöner Hattrick gelang: Zum 4:0-Sieg erzielte er je einen Treffer per Kopfball, mit links und mit rechts.

Anfang 2007 scheiterte ein Wechsel zur SpVgg Greuther Fürth, am 6. Februar lieh ihn sich der damals von Heinz Peischl trainierte FC Thun für ein halbes Jahr aus. Kurz vor ihm wurde mit Ary Nyman bereits ein finnischer Nationalmannschafts-Kollege ins Berner Oberland geholt. -- Für Thun, das im März Peischl freistellte und Jeff Saibene zu dessen Nachfolger machte, bestritt Mäkelä 14 Super-League-Spiele und trug 3 Tore zum Klassenerhalt bei.

Mäkelä kehrte im Sommer 2007 zurück zu den Hearts, wurde aber kaum mehr berücksichtigt. -- Ende April 2008 wurde der Stürmer vom HJK ausgeliehen. Die 7 Tore, die er nun in 13 Spielen erzielte, überzeugten seinen schottischen Klub, der ihn im Sommer wieder in sein Kader aufnahm. -- Kurz vor Transferschluss Anfang Februar 2009 wurde Mäkelä von den Hearts zurück zum HJK transferiert. -- Am besten lief es ihm zum Saisonstart im Frühling 2010: 10 Tore in 8 Spielen legten die Grundlage zur zweiten Krönung zum Torschützenkönig (16 Tore am Saisonende). -- Danach wechselte Mäkelä per Anfang Januar 2011 zum Sydney FC. In der A-League hatte der Finne einen guten Einstand, verlor aber bald den Rückhalt des Trainers. Seine Bilanz in Australien: 16 Spiele/3 Tore. -- Anfang 2012 teilte ihm der Klub mit, dass er sich einen Verein suchen dürfe, im April 2012 kehrte er erneut zum HJK zurück und steuerte wieder 10 Tore zu seinem 4. Meistertitel bei (nach 2003, 2009 und 2010). -- Im Januar 2013 schloss er sich dem SV Sandhausen an, für den er in der 2. Bundesliga 3 Tore in 13 Spielen schoss. -- Die Nordbadener verpassten vorerst den Klassenerhalt, weshalb der Vertrag endete.

Juho Mäkelä bestritt 7 Länderspiele. Sein Debüt in der finnischen Nati gab Mäkelä am 3. Februar 2004 in Guangzhou gegen China (1:2-Niederlage). Im Mai 2010 kam er nach mehr als vier Jahren Unterbruch zum Comeback im Nationalteam, gehörte aber beispielsweise auch während seiner Thuner Zeit zu den Aufgeboten von Roy Hodgson. -- Davor war Mäkelä ab der U18 Nachwuchs-Internationaler. -- Sein erster Junioren-Klub war der Oulun Luistinseura (OLS).

aktualisiert 29. Juni 2017
* 10.01.1985 | Nationalität: Argentinien

28. Januar 2007 bis 6. Februar 2008 im FCSG. -- 34 (29 NLA/3 Cup/2 UI-Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Februar 2007 beim 2:0-Sieg in Sion.

Jesús David Méndez tauchte im Sommer 2006 erstmals in der Ostschweiz auf und begeisterte in Testspielen. -- Doch um den blendenden Techniker entwickelte sich eine "Transfersaga". -- Der Grossclub River Plate, der ihn zuvor an den Club Olimpo de Bahía Blanca ausgeliehen hatte, wollte sein Juwel trotz unterschriebenem Leihvertrag im Verein behalten. -- Nach der starken Hinrunde konnte Méndez doch verpflichtet werden, definitv und für eine hohe Ablösesumme von rund 1 Million Franken. -- Die Erwartungen waren entsprechend hoch. -- Doch der Mittelfeldspieler entfaltete sich auf dem Platz nicht wie erhofft und fühlte sich ausserhalb nie wohl. Nur zu selten konnte er seine spielerischen Qualitäten ausspielen.

Nach knapp einem Jahr kehrte Méndez nach Argentinien zurück, zu Rosario Central. Die "Canallas" liehen den Mittelfeldspieler zuerst aus und sollen später für die Übernahme 1,2 Millionen Dollar überwiesen haben. -- Besonders im Herbst 2009 glänzte Méndez. -- Was ihm im Januar 2010 einen Vertrag beim CA Boca Juniors, Rivers grossem Rivalen, einbrachte. Méndez wurde geholt, um den Verletzten Sebastián Battaglia zu ersetzen, inzwischen soll der Ex-St. Galler Boca 3,2 Millionen Dollar wert gewesen sein. -- Anstelle von Méndez versuchte Boca Fernando Gago von Real Madrid zu holen, doch soll dieses Vorhaben an "steuertechnischen Problemen" gescheitert sein. -- Sein bestes Spiel für Boca, hiess es später, soll er Ende März 2010 im "Superclásico" gegen River geliefert haben. -- Es folgten wechselhafte Zeiten für Méndez: Ende Januar 2011 wurde er für ein halbes Jahr an Rosario Central ausgeliehen, 2012 Rückkehr zu Boca, im Sommer für ein ganzes Jahr wieder bei Rosario Central, dann nochmals ein halbes Jahr bei Boca. -- Anfang 2014 löste er den Vertrag bei Diego Maradonas Ex-Club auf, um wieder nach Rosario zu wechseln. -- Im Sommer 2014 sicherte sich der CA Independiente aus Avellaneda die Dienste von Jesús Méndez, womit er auch beim nach River und Boca dritterfolgreichstem Verein in der Geschichte des argentinischen Fussballs spielte.

Méndez gab sein Profi-Debüt bei River im Jahr 2004, kam aber vorerst nur zu wenigen Einsätzen, was sich erst 2006 mit dem Wechsel zu Olimpo änderte.

aktualisiert 5. Januar 2015
* 28.02.1970

1. Juli 1994 bis 25. Oktober 1995 und 2. Juli 1997 bis Juni 2003 im FCSG. -- 246 (214 NLA/14 Cup/11 Europacup/7 UI-Cup) Spiele und 20 (17 NLA/2 Cup/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 3. August 1994 in Genf (0:1-Auswärtsniederlage gegen Servette).

Sascha Müller war nach seiner Spielerkarriere ab 2003 bis im Sommer 2009 als Nachwuchstrainer dem FCSG treu geblieben.

Schweizer Meister 2000 mit dem FCSG. -- Cupfinalist 1998. -- Der aus Volketswil stammende Sascha Müller entwickelte sich schnell zum bewährten Stammspieler. -- Seine statistisch beste Saison hatte Müller in der Meistersaison mit 5 persönlichen Torerfolgen. -- Dazu schaffte es Müller schon zu Beginn der Meistersaison zum ersten Nationalmannschafts-Aufgebot und debütierte in der Nati unter Gilbert Gress am 18. August 1999 beim Testspiel in Tschechien (0:3-Niederlage in Drnovice, Müller wurde in der 69. Minute für Alexandre Comisetti eingewechselt). -- Sein wertvollstes Tor erzielte Müller im UEFA-Cup, als er im Rückspiel gegen den FC Chelsea die Espen in Führung schoss. -- Am Ende gehörte er 2003 zu den zahlreichen von Heinz Peischl aussortierten Spielern. -- Bereits seine erste FCSG-Saison endete unschön: nach einem Disput mit Trainer Uwe Rapolder fiel Müller im Frühling 1995 erstmals in Ungnade. -- Der Aussenläufer einigte sich darauf mit dem FC Basel, jedoch legte der FCSG sein Veto ein. Schliesslich konnte er im Oktober 1995 zurück zum FC Winterthur (NLB) wechseln. -- In der Winterpause 95/96 vom FC Luzern übernommen, für den er in eineinhalb Jahren 28 NLA-Spiele bestritt. -- Müller wechselte 1990 von seinem Junioren-Verein FC Volketswil zum FC Brüttisellen, mit dem er in der ersten Saison den Aufstieg in die NLB schaffte. -- Ein Jahr später wurde Müller vom FC Winterthur verpflichtet. -- Als FCSG-Nachwuchstrainer verstärkte Müller in der Saison 2003/04 nebenbei den FC Herisau, dem er zum Aufstieg in die 1. Liga verhalf. -- Seit 2009 als Trainer im Nachwuchs der Grasshoppers tätig.

12.1.2010
* 07.09.1972

In der Saison 1993/94 im Fanionteam des FCSG. -- 19 (17 NLB/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.

Marcel Müller wurde nach dem Abstieg 1993 vom Nachwuchs in die 1. Mannschaft geholt. -- Im Herbst noch regelmässig im Einsatz, lief er in der Auf-/Abstiegsrunde nur noch viermal auf. -- Danach für eine Saison dem FC Wil (NLB) ausgeliehen. -- 1995 zum FC Rorschach, später bei Vaduz, Widnau, wieder Vaduz und Balzers und beim FC Altstätten. -- Ab 2009 beim FC Rüthi, bei dem er auch Trainer wurde. -- Ab Juli 2012 Trainer des FC Mels (2. Liga interregional), bei dem er im Oktober das Amt jedoch wieder niederlegte.

Marcel Müller spielte ab 1991 im FCSG-Nachwuchs, zuvor ebenfalls schon im FC Vaduz und FC Rorschach.

15.10.2012
* 06.02.1976 | Nationalität: Brasilien

19. Juli 2003 bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 34 (29 NLA/5 Cup) Spiele und 4 (2 NLA/2 Cup) Tore für den FCSG. -- Espen-Debüt 26. Juli 2003 beim 0:0 im Heimspiel gegen den FC Aarau.

Ednaldo Mendes da Conceiçao "Naldo" kam vom FC Luzern. -- Den Stürmer kannte Trainer Heinz Peischl aus der gemeinsamen Zeit im FC Wil. -- Naldo war insgesamt wenig erfolgreich; sein wichtigstes Tor war der 1:2-Anschlusstreffer im Cup-Viertelfinal in Thun. -- Der FCSG setzte sich am Ende im Penaltyschiessen durch (wobei Naldo als erster Schütze verschoss).

Naldo soll 1997-98 im Grossclub América Mexico gespielt haben, war in der Saison 2000/01 im Kader des türkischen Spitzenklubs Trabzonspor unter Vertrag. -- Ab 2001 im FC Wil, mit dem ihm der Aufstieg in die NLA gelang. -- Im Herbst 2002 im Höhfenflug der Fürstenländer in 19 NLA-Spielen 5 Tore erzielt. -- Im Winter 2003 an den FC Luzern ausgeliehen, für den er in der Abstiegsrunde 9 Mal eingesetzt wurde, den Abstieg aber nicht verhindern konnte.

16.08.2010
* 20.01.1984 | Nationalität: Schweiz/Tunesien

1. Juli 2012 bis 30. Juni 2014 im FCSG. -- 74 (63 NLA/6 Europacup/5 Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 Europacup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. Juli 2012 beim 1:1 zuhause gegen die Young Boys.

Stéphane Houcine Nater kam vom Servette FC nach St. Gallen. -- Der in Frankreich geborene Sohn einer Tunesierin und eines Schweizers war bereits als Junior ein Espe. -- Der FCSG hatte mit dem Abgang von Philipp Muntwiler und dem Rücktritt von Daniel Imhof eine grosse Lücke zu schliessen. -- Nater aber harmonierte mit Dejan Janjatovic auf Anhieb perfekt, die beiden defensiven Mittelfeldspieler bildeten mit Regisseur Ezequiel Scarione ein Dreieck, das als Herzstück für die erfolgreiche Saison bezeichnet werden darf. -- Die neue "Doppelsechs" war die augenfälligste Verbesserung im Spiel des FCSG. -- Am Ende qualifizierten sich die Espen souverän für den Europacup.

Auch ohne Scarione verhalfen Nater/Janjatovic im August 2013 in den Qualifikationsspielen gegen Spartak Moskau zum überraschenden Einzug in die Europa-League-Gruppenphase. -- Ausgerechnet bei der 1:5-Niederlage in Valencia zeichnete sich der tapfere Nater erstmals als Torschütze für die Espen aus. -- Seinen zweiten FCSG-Treffer erzielte Nater im März 2014 im Heimspiel gegen die Young Boys, als er alleine auf den YB-Goalie losziehen und diesen aussteigen lassen konnte. -- Davor und danach hatte auch Nater einige Formtiefs zu überwinden, blieb aber mit den Leistungen auch im schwierigen Frühling 2014 ziemlich stabil. -- Und auch wenn sein Motto "Toreschiessen können auch andere" war, hatte er Anfang April 2013 mehr verdient, als der Schiedsrichter im Spiel gegen den FC Basel ein Goal von ihm wegen vermeintlichem Offside nicht anerkannte.

Meistertitel und Länderspielehren in Tunesien

Die beachtlichen Leistungen im FCSG-Trikot sorgten auch in Tunesien für Aufmerksamkeit. -- Im November 2013 kam Nater im zweiten Anlauf zum ersten Aufgebot für Tunesiens Nationalmannschaft, nachdem er zwei Monate zuvor wegen einer Verletzung kurzfristig hatte absagen müssen. -- Sein Länderspiel-Debüt für die "Aigles de Carthage" gab Nater am 5. März 2014 gegen Kolumbien in Barcelona (1:1). -- Zum Saisonende kam er in weiteren zwei Spielen für Tunesien zum Einsatz, inzwischen war der Spitzenverein Club Africain (Tunis) an ihn herangetreten. Nater wechselte schliesslich zur Nummer 2 Tunesiens.

Der Club Africain hatte in Slim Riahi einen ehrgeizigen Präsidenten, der in der Politik nicht zur erhofften Anerkennung kam strebte seinem Fussballclub endlich wieder einen Titelgewinn an. Und tatsächlich: gemeinsam mit Yassin Mikari, einem zweiten Schweiz-Tunesier, feierte Nater ein Jahr später seinen ersten persönlichen Meisteritel und den 13. der Vereinsgeschichte. -- Nater war eine feste Grösse und kam in sämtlichen 30 Spielen der Ligue 1 zum Einsatz. Dass er zu dieser Zeit auch zum Stamm der Nationalmannschaft gehörte, krönte die Saison. -- Für Tunesien kam er auf bisher auf 12 Länderspiele, das letzte bestritt er am 27. März 2015 auswärts gegen Japan.

Denn in der zweiten Saison konnten Nater und der Club Africain den Erfolg nicht wiederholen. Der Spieler fehlte anfangs verletzt, die Equipe startete schlecht und war bald abgehängt von der Spitze. In der Champions League scheiterte der "CA" in den Sechzehntelfinals an Mouloudia Béjaïa (Algerien). -- Inzwischen kam Nater aber gar nicht mehr zum Einsatz, einen Monat vor Saisonende wurde er wie ein Teamkollegen aus "disziplinarischen Gründen" in die U21 verbannt - allerdings war er auch am Vertragsende.

Im Juli 2016 verpflichtete ihn der Etoile Sportve de Sahel (ESS). Der Klub aus Sousse hatte zuvor den 10. Meistertitel gewonnen. -- Im ersten Halbjahr beim ESS stand Nater nur zweimal in der Startformation. Im Dezember hiess es, der Ex-St. Galler hätte sich mit dem Trainer überworfen. -- Noch vor Neujahr wurde mit Hubert Velud ein neuer Trainer verpflichtet.

Vor dem FCSG

Nater bestritt für den FC Vaduz in der Saison 2002/03 zwei Kurzeinsätze in der NLB. -- Den Weg in den Profifussball fand er aber erst über Umwege. -- Im Sommer 2004 wechselte Nater aus dem U19-Kader der Liechtensteiner zu Chur 97 in die 1. Liga, nachdem er sich keine Chance mehr ausrechnen konnte, im Vaduzer Fanionteam zum Zug zu kommen. -- Mit den Bündnern stieg er 2005 in die 2. Liga interregional ab und kehrte ein Jahr später in die 1. Liga zurück. -- 2007 Wechsel zum Ligakonkurrenten GC Biaschesi, wobei ihn damals angeblich die AC Bellinzona verpflichtet hatte und nach Biasca auslieh.

Im Sommer 2008 wurde Stéphane Nater vom FC Schaffhausen in die Challenge League geholt. -- Der kampfstarke und robuste Mittelfeldspieler setzte sich auf Anhieb durch und wurde später auch Captain des FCS. -- 2010 wechselte Nater, um den sich nun auch der FC Vaduz bemühte, gemeinsam mit Christian Schlauri zu Servette. -- Mit den Genfern gelang Nater über die Barrage gegen Bellinzona der Aufstieg in die höchste Spielklasse. -- Servette und Nater fanden sich auch in der Super League schnell zurecht. Trotz Unruhe um den Klubbesitzer Majid Pishyar und zwischenzeitlichem Trainerwechsel erreichte Servette als Aufsteiger Rang 4 und damit einen Startplatz in der Qualifikation zur Europa League. -- Schon früh im Frühling hatte sich angedeutet, dass Nater die Grenats verlassen könnte. -- In den 4 Jahren in Schaffhausen und Genf bestritt er 104 Meisterschaftsspiele in den höchsten zwei Ligen (26 NLA/78 NLB inkl. Barrage). -- Im Schweizer Total inklusive FCSG somit 167 (89 NLA/78 NLB) Matches (und 5 Tore).

Als Junior begann Stéphane Nater beim FC Trübbach und spielte später für Vaduz, Balzers, den FCSG und wieder Vaduz.

aktualisiert 31. Januar 2017
* 15.02.1976 | Nationalität: Brasilien

Januar 1999 bis 31. März 2000 im FCSG. -- 11 (10 NLA/1 Cup) Spiele und ein NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. März 1999 im Cup-Sechzehntelfinal in Buochs (0:1-Niederlage nach Verlängerung).

Francisco Valmerino de Souza "Neri" kam mit der Empfehlung von 12 Toren in 8 1.-Liga-Spielen mit dem FC Köniz ins Espenmoos. -- Neri war zu Beginn seines FCSG-Engagements gesperrt, dann brachte er es bis zur Sommerpause auf 9 Einsätze in der NLA. -- Schweizer Meister 2000, doch die Meisterfeier erlebte er nicht mehr, wurde er doch per 1. April 2000 an den FC Wil ausgeliehen, nachdem er nur noch einmal auf dem Feld stand. --  Im Vergleich zum gleichzeitig mit ihm verpflichteten Landsmann Jairo konnte Neri nicht brillieren.

Später kam der Stürmer doch noch zu einer beachtlichen Karriere. -- 2000/01 10 NLB-Tore für den FC Wil, dann in zwei Jahren 26 Tore für den SC Kriens. -- In der Saison 2003/2004 zum FC Schaffhausen gewechselt, mit dem er als NLB-Torschützenkönig (17 Tore) zum Aufstieg beitrug. -- Darauf von den Young Boys verpflichtet, für die er im ersten Jahr 13 Treffer erzielte. -- Nach dem Trainerwechsel in Bern von Gernot Rohr kaum mehr berücksichtigt, wechselte der Brasilianer im Januar 2006 zum FC Aarau. -- 2006/07 erneut im FC Schaffhausen (6 NLA-Tore). -- Ab Sommer 2007 in Zypern bei Enosis Paralimni. -- Ab Januar 2008 in der AC Bellinzona, für die er mit 11 Toren zum Aufstieg  beitrug, so auch im Barrage-Rückspiel im Espenmoos, in dem er den Führungstreffer erzielte. -- Anfang Januar 2009 wurde der Vertrag bei der ACB aufgelöst, Neri wollte die Karriere in der Heimat beenden.

* 25.03.1973 | Nationalität: Trinidad und Tobago

Juli 2000 bis Januar 2003 im FCSG. -- 52 (37 NLA/5 Cup/7 Europacup/3 UI-Cup) Spiele und 10 (9 NLA/1 UI-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. Juli 2000 in Lugano (0:1-Niederlage).

Jerren Kendall Nixon wurde nach dem Meistertitel verpflichtet. -- Der Offensivspieler, der meist hinter den Spitzen spielte, kam von Yverdon-Sport und hatte eine ausgezeichnete erste Saison im Espenmoos. -- Seinen ersten Torerfolg für die Espen feierte Nixon gleich doppelt: zum 4:0-Heimsieg gegen Basel liess er am 19. November 2000 nach dem 1:0 auch noch das 4:0 folgen. -- Im nächsten Heimspiel gegen den FCB, am 22. April 2001, erzielte er ein "Phantomtor". Seine Flanke ging über Goalie König, der zur Abwehr einen Schritt hinter die Torlinie tat. Der Ball überquerte die Linie wohl nicht, der Assistent jedoch hob die Fahne, der Schiedsrichter entschied auf Tor; es war das 2:0, am Ende siegte der FCSG 3:2. -- Zuvor gelang Nixon auch im Spitzenspiel gegen Lugano eine Doublette (3:1-Sieg). -- Im Sommer 2001 nach einer Verletzung ausgefallen, kam der Trinidader erst im Frühling 2002 wieder zum Einsatz. -- Im Herbst 2002 nach der Absetzung von Gérard Castella von Thomas Staub nicht mehr aufgeboten. -- Mit dem Amtsantritt von Heinz Peischl aussortiert.

Nixon versuchte sich bei den Dallas Burn (heute FC Dallas), erhielt im Team der Major League Soccer jedoch keinen Vertrag. -- Schloss sich schliesslich in seiner Heimat den North East Stars aus Sangre Grande an. -- Die Stars wurden vor seiner Ankunft in ihrer ersten Profi-Saison abgeschlagen Letzte, mit ihm 2004 Dritte. -- Zudem wurde Nixon Torschützenkönig der Liga. -- Nixon soll 2005 die Karriere abgeschlossen haben, kam aber nochmals in der erfolgreichen und historischen ersten WM-Qualifikation zu zwei Einsätzen und erzielte ein Tor, war aber bei der WM 2006 in Deutschland nicht im Aufgebot.

Jerren Nixon spielte bei verschiedenen Klub in Trinidad und Tobago, ehe er 1993 nach Europa wechselte. -- Mit Dundee United gewann Nixon in der ersten Saison den schottischen Cup, stieg jedoch 1995 ab. -- Der FC Zürich holte ihn als ersten Trinidader in die Schweiz. -- Nixon bestritt bis 1999 105 NLA-Spiele (20 Tore) für den FCZ. -- In der Saison 1999/2000 nicht mehr zum Einsatz gekommen, wurde er im März 2000 an Yverdon ausgeliehen, für die Nixon 9 NLA-Spiele bestritt (1 Tor; total 151 NLA-Spiele/29 Goals).

Jerren Nixon bestritt 38 Länderspiele für Trinidad und Tobago und 1991  die U20-WM in Portugal.

07.08.2010

Ehemaliger Nachwuchsspieler im FCSG. -- 1 NLB-Spiel für die Espen am 11. September 1993 auswärts gegen den FC Sursee (3:1-Sieg).

Luzius Notter gehörte beim Spiel in Sursee zu einem Quartett von Nachwuchsspielern, die zum Zug kamen, nachdem im Kader von Uwe Rapolder mehrere Spieler ausgefallen waren. -- Vor Weihnachten 1993 wurde Notter für ein Testspiel der U21-Nationalmannschaft gegen den BSC Old Boys aufgeboten. U21-Auswahltrainer Ruedi Nägeli nominierte zwei verschiedene Equipen, die im Januar 1994 einen Test bestritten. Das zweite Team, vorwiegend mit Akteuren von Klubs aus der Romandie, spielte einen Tag später gegen Monthey. -- Notter spielte später beim FC Gossau in der 1. Liga und gehörte als Leistungsträger zum Team, das 1996 in die NLB aufstieg. -- Ab Anfang 2004 (dazwischen keine "Spuren" gefunden) beim FC Bischofszell (3. Liga, Abstieg zum Saisonende).

14.01.2014
* 21.07.1982 | Nationalität: Kosovo/Albanien

1. Juli 2009 bis 30. Juni 2014 im FCSG. -- 157 Spiele (123 NLA/20 NLB/4 Europacup/10 Cup) und 15 (10 NLA/3 NLB/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. Juli 2009 beim 2:0-Heimsieg gegen den FC Basel.

Kristian Nushi war nach dem feststehenden Wiederaufstieg erste Neuverpflichtung 2009 und kam vom FC Aarau. -- Der Kosovare verdankte seine Verpflichtung nebst technischen und vorbildlichen kämpferischen Qualitäten wohl auch seiner Ostschweizer Vergangenheit, war doch der FC Wil sein erster Klub im Elite-Fussball. -- Sein generöser läuferischer Einsatz macht den Kosovoren auch in St. Gallen zum Leistungsträger und zum intern lange unumstrittenen Stammspieler. -- Kontrovers wurden seine Auftritte hingegen in breiten Teilen des Publikums gesehen. -- Seine kämpferischen Qualitäten verleiteten Nushi auch schon zu Überreaktionen. Etwa im Herbst 2011, als er sich im Spiel gegen Chiasso - es drohte die erste Heimniederlage - vom Pfleger des Gegners provozieren liess und dann vom Schiedsrichter vom Platz gestellt wurde.

Seine beste Phase in Grün-Weiss hatte der Mittelfeldspieler im Frühling 2013, als er in wenigen Wochen vier Tore erzielte und wiederholt entscheidend als Vorbereiter auffiel. -- Der FCSG qualifizierte sich in dem Frühling nach langer Zeit wieder einmal für den Europacup; die Auslosung sollte für Kristian Nushi eine grosse Enttäuschung bescheren. Nicht nur schien Spartak Moskau ein übermächtiger Gegner zu sein; weil Russland den Kosovo als Staat nicht anerkennt, wurde ihm ein Visa verweigert. Es war wohl der erste solche Fall in der Geschichte des Europacups und sorgte auch international für Aufsehen. -- Im Sommer 2014 kam es zu keiner Einigung mehr über eine Vertragsverlängerung. Ein Engagement in der Major League Soccer kam nicht zustande, Nushi blieb vorerst ohne neuen Vertrag, gehörte aber im September beim ersten Länderspielsieg des Kosovo (1:0 gegen Oman) zum Team. -- Schliesslich wurde er Ende September 2014 vom FC Winterthur mit einem Vertrag bis zum Jahresende engagiert.

Kristian Nushi spielte in seiner Heimat für den KF Prishtina und kam 2002 zum FC Wil. -- Mit den Fürstenländern musste er zwar 2004 in die Challenge League absteigen, gewann aber auch den Cup (3:2 im Final gegen die Grasshoppers). -- Im Halbfinal auf dem Espenmoos war Nushi Schütze der vorentscheidenden 2:0-Führung (der FCSG verkürzte erst in der Schlussminute zum 1:2-Endstand). -- In dieser Zeit wurde Nushi auch zweimal in der Nationalmannschaft Albaniens eingesetzt. Später bestritt er Represäntativspiele mit dem Nationalteam des Verbandes von Kosovo und spielte auch im ersten offiziellen Länderspiel am 5. März 2014 gegen Haiti (in Mitrovica, 0:0). -- 2007 wechselte Nushi nach Aarau und kehrte zurück in die Super League. Unter Ryszard Komornicki wurde Aarau zweimal Fünfter, Nushi bestritt in dieser Zeit 59 Meisterschaftsspiele.

ergänzt 02.10.2014
* 22.03.1969 | Nationalität: Südafrika

1. Juli 1996 bis 16. Januar 1997 und 30. August 1997 bis 30. Juni 1998 im FCSG. -- 25 NLA-Spiele und 2 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.

David Sibusio Nyathi kam von den Kaizer Chiefs (Soweto/Johannesburg) zum FCSG und gehörte mit Sizwe Motaung und Phil Masinga dem neuen südafrikanischen Trio der Espen an. -- Der Verteidiger hatte einen starken Einstand, musste aber bald wegen einer Knieverletzung pausieren. -- Kehrte ins Team zurück, soll aber auf Trainer Roger Hegi zu häufig zu lustlos gewirkt haben. -- Im Januar 1997 vom CD Tenerife verpflichtet. -- Doch Teneriffa sollte nicht Nyathis Trauminsel werden, die Hoffnung, in der spanischen "Primera" zu spielen, wurde jäh zerschlagen: medizinische Untersuchungen zeigten, dass Nyathi Probleme mit dem Herzen hat. -- Er überstand zwei Operationen, wurde aber vom Verein wieder abgeschoben.

David Nyathi fühlte sich fit, St. Galler Ärzte hatten keine Einwände und er wurde wieder ins FCSG-Kader aufgenommen, gab am 13. September 1997 beim 3:0-Heimsieg gegen den SC Kriens sein Comeback bei den Espen. -- Bereits im Januar 1998 unterschrieb David Nyathi für die kommende Saison bei Cagliari Calcio. -- Im Frühling 1998 wegen Aufgeboten für das Nationalteam Südafrikas oft abwesend, so auch bei den Höhepunkten Cup-Halbfinal und Cupfinal.

An der WM in Frankreich war David Nyathi Stammspieler, doch die "Bafana Bafana" kam nicht über die Gruppenspiele hinaus. -- Insgesamt hat Nyathi 41 Länderspiele für Südafrika bestritten.

Richtig glücklich wurde der Verteidiger auch in Sardinien nicht, er brachte es auf 6 Einsätze in der Serie A. -- Im Jahr 2000 ein letzter Wechsel zu Ankaragüçü in die Türkei, wo er die Saison vorzeitig abbrach und die Karriere als Profi beendete.

28.02.2011
* 07.03.1981

1. Juli 2001 bis 14. Juli 2004 im FCSG. -- 24 (19 NLA/5 Europacup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 2001 in Neuenburg (0:3-Niederlage gegen Xamax).

Stephan Oberli kam als Nachwuchsspieler 1996 von Wil ins Espenmoos. -- Der Mittelfeldspieler war Nachwuchs-Internationaler und schien auch im NLA-Team auf bestem Weg zu sein, alle Hoffnungen zu erfüllen. -- Doch ab Frühling 2002 wurde er immer wieder von Verletzungen gebremst. Als grösste Rückschläge erlitt er einen Bänderriss im Fussgelenk und nach seinem Comeback im Oktober 2002 einen Kreuzbandriss. -- Im Trainingslager in Südafrika im Februar 2000 mit der U19 verunfallt. Teamkollege Thomas Köppel war danach querschnittgelähmt, Oberli hatte Glück und kam mit gebrochenem Brustwirbel davon. -- 2004 wurde er seinem Stammklub FC Wil ausgeliehen, für den Oberli bis 2006 31 NLB-Spiele bestritt.

24.04.2010
* 01.03.1976 | Nationalität: Serbien

21. September bis 31. Dezember 2004 im FCSG. -- 11 (9 NLA/2 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. September 2004 beim 1:0-Auswärtssieg gegen die Young Boys.

Goran Obradovic war vertragslos und wurde vorerst bis zur Winterpause verpflichtet, nachdem gleich mehrere Offensivspieler wegen Verletzungen ausfielen. -- Obradovic spielte sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Angriff. -- Der Serbe überzeugte, erhielt ein Angebot zum Verbleib, lehnte jedoch ab.

Schliesslich unterschrieb Obradovic im Januar 2005 beim FC Vaduz. -- Mit den Liechtensteinern verpasste er in der Barrage den Aufstieg. -- Im August 2005 zum FC Sion geholt, mit dem Obradovic ein Jahr später die Barrage-Spiele gegen Xamax gewann und in die NLA zurück kehrte. -- Mit Sion dreimal Cupsieger. Die ersten beiden Finals jeweils gegen die Young Boys: 2005 (Torschütze zum 1:1-Ausgleich, Sion bezwang die Young Boys im Penaltyschiessen) und 2009 (erzielte den 1:2-Anschlusstreffer; Sion drehte das Spiel zum 3:2). -- 2011 ein 2:0-Sieg gegen Xamax, für einmal war Obradovic, inzwischen längst Captain der Walliser, nicht direkt an den Toren beteiligt. -- Im Sommer 2012 wurde der Vertrag mit dem inzwischen 36-jährigen Regisseur nicht mehr verlängert. In sieben Jahren bestritt Obradovic 218 Meisterschaftsspiele (davon 198 NLA) für den FC Sion. -- Im Juli 2013 sagte obradovic dem in der 1. Liga Classic spielenden FC Monthey für die Dauer von sechs Monaten zu.

Obradovic startete seine Profikarriere 1996 bei Partizan Belgrad, wurde in der ersten Saison sowie 1998/99 Meister. -- Im Januar 2001 zum Servette FC, für den er in 90 NLA-Spielen 18 Tore erzielte. -- 2001 Cupsieger mit Servette. -- NLA-Debüt am 24. Februar 2001 beim 3:0-Heimsieg gegen Basel. Erster NLA-Treffer am 10. März 2001 gegen den FCSG. -- Obradovic spielte in Serbiens U21-Nationalteam. -- Juniorenklub war der FK Sumadija (Arandelovac).

aktualisiert und ergänzt 17.07.2013
* 15.03.1987 | Nationalität: Liechtenstein/Schweiz

1. Juli 2008 bis 30. Juni 2010 im FCSG. -- 3 (2 NLA/1 NLB) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Mai 2009 beim 1:3 in Lugano.

Yves Oehri kam von der U21 des FC Winterthur in die Ostschweiz. -- Als Leistungsträger in der U21 war Oehri nach dem Wiederaufstieg im Kader der 1. Mannschaft, kam im Herbst zu zwei Einsätzen in der Super League, fiel aber ab Ende November verletzt aus und verpasste dann den Anschluss. -- Im Sommer 2010 dem FC Vaduz ausgeliehen, wo er zuerst unbestrittener Stammspieler war, bis er sich in der Vorbereitung zur Rückrunde einen Kreuzbandriss zuzog. -- Weitere Verletzungen bremsten den Aussenverteidiger. -- Im Sommer 2013 wurde der Vertrag in Vaduz nicht mehr verlängert, Trainer Giorgio Contini sortierte gleich eine Reihe von Spielern aus. -- Oehri wechselte nach Zürich zum SC YF Juventus (1. Liga Promotion).

Bisher 44 Länderspiele für Liechtenstein. -- Oehri gehörte schon als Winterthurer Nachwuchsspieler zum Team und war beim inofiziellen Eröffnugnsspiel der AFG-Arena, bei Schweiz - Liechtenstein 83 Minuten im Einsatz.

Aktualisiert/Stand Länderspiele 22. Juni 2014
* 04.03.1989 | Nationalität: Kamerun

12. Februar 2010 bis Sommer 2012 im FCSG. -- 27 (18 NLA/7 NLB/2 Cup) Spiele und 7 (2 NLA/3 NLB/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Februar 2010 in Neuenburg beim 3:0-Sieg gegen Xamax.

Brice Owona kam vom Coton Sport FC (Garoua), bei dem er seit 2005 unter Vertrag gestanden haben soll. -- Der Stürmer war mit Kamerun U20-WM-Teilnehmer 2009 in Ägypten (in allen drei Vorrundenspielen im Einsatz, als Gruppenletzter ausgeschieden). -- In St. Gallen erlebte Owona keine einfache Zeit. -- Als der FCSG im September 2010 mit dem 1:0-Sieg bei Xamax den letzten Tabellenplatz an die Neuenburger abgeben konnte, zog er sich einen Muskelfaserriss zu und fiel bis Dezember aus. -- Im Frühling 2011 wurde der Kameruner lange nur in der U21 eingesetzt, sein (vermeintlicher) Entdecker Uli Forte setzte nicht mehr auf ihn. -- Jeff Saibene holte ihn im Abstiegskampf schliesslich in die 1. Mannschaft zurück. -- Beim 2:2 gegen den FC Zürich schoss Owona die Espen nach 96 Sekunden in Führung, im nächsten Spiel in Bellinzona war er erneut Schütze des ersten Tores (3:1-Sieg). -- Endlich schien er den Durchbruch zu schaffen, doch am Ende stiegen die Espen trotzdem ab.

In der Challenge League hatten gleich drei Konkurrenten um den Platz im Angriff einen besseren Start, er musste sich auch auf tieferer Stufe meist mit Teileinsätzen begnüngen. -- Im Herbst wurde Owona verhaftet, Anklage gegen ihn wegen Vergewaltigung erhoben und schliesslich verurteilt. -- Im Herbst 2012 spielte Owona kurze Zeit bei den GC Biaschesi in der 1. Liga Classic. Offenbar musste er dann die Schweiz verlassen, weil die Aufenthaltsbewilligung verfallen sei, da er keinen Arbeitsvertrag gehabt hatte. -- Owona kehrte in seine Heimat zurück und spielte ab Februar 2013 bei Union Sportive de Douala. -- Im Sommer 2014 verpflichtete ihn Canon Sportif Yaoundé, nachdem sich der in Schwierigkeiten geratene Grossklub aus der Hauptstadt ein halbes Jahr zuvor noch vergeblich um ihn bemüht hatte.

ergänzt 14.09.2014
* 26.12.1989 | Nationalität: Gambia

21. Januar 2009 bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 116 (78 NLA/26 NLB/12 Cup) Spiele und 9 (5 NLA/1 NLB/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 02. März 2009 beim 4:0-Heimspieg gegen Yverdon.

Pa Modou Jagne kam vom FC Wil nach St. Gallen, wurde zuerst ausgeliehen, die definitive Übernahme erfolgte im Februar 2010. -- Uli Forte hatte "PAM" schon bei Wil trainiert, wohin er in der Winterpause 2008 von Ports Authority in Gambia geholt wurde. -- Schon nach den ersten drei Teileinsätzen mit den Espen fiel Pa Modou verletzt aus und kehrte erst in den letzten zwei Saisonspielen in die Mannschaft zurück, als der Wiederaufstieg gesichert war.

In seiner ersten Super-League-Saison glückten Pa Modou zu Saisonbeginn zwei wertvolle Tore in Heimspielen: Sein erster Treffer verhinderte beim 1:1 Xamax die erste Heimniederlage, einen Monat später bedeutete sein 1:0 gegen Aarau den Siegtreffer. Im Frühling 2010 war er beim 2:1 gegen Xamax erneut Siegtorschütze. -- War Pa Modou als offensiver Mittelfeldspieler geholt worden, wurde er unter Jeff Saibene immer mehr als linker Aussenverteidiger aufgestellt. -- Lange war er wiederholt von Verletzungen geplagt. -- Der Gambier legte aber in seiner St. Galler Zeit offensichtlich an physischer Masse zu und wurde spätestens im Frühling 2012 auch nicht mehr von Blessuren gestoppt. -- In dieser Zeit hatte er sich seinen Stammplatz gesichert, wuchs zum Leistungsträger und feierte am Ende den zweiten Aufstieg in die Super League. -- Mit der guten Saison 2012/13, die den FCSG wieder in den Europacup führte, wuchs das Interesse auch in ausländischen Clubs.

Schliesslich entschied sich Pa Modou für einen Dreijahres-Vertrag mit dem FC Sion. -- Im Wallis benötigte er einige Anlaufzeit. In der zweiten Saison aber wurde Pa Modou auch beim FC Sion immer wichtiger, übernahm Verantwortung und war Stellvertreter des Captain. -- Vor allem aber konnte Pa Modou am Saisonende zum grossartigen Cupfinal beitragen, als Sion Meister Basel in dessen Stadion an die Wand spielte und mit dem 3:0-Erfolg zum 13. Mal in der Clubgeschichte den Schweizer Cup gewann. Für Pa Modou war es der erste Titelgewinn.

Pa Modou ist Nationalspieler von Gambia und war für sein Heimatland an der U17-WM 2005 in Peru sowie 2007 an der U20-WM in Kanada (im Achtelfinal) im Einsatz.

ergänzt 17. Juni 2015
* 05.11.1969

In der Saison 1989/1990 im Kader der 1. Mannschaft des FCSG. -- 8 (6 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. August 1989 beim 1:1 in Luzern.

Roy Pagno kam unter Kurt Jara zu einigen Teileinsätzen im Fanionteam. -- Davor gehörte Pagno dem Team an, das im Mai 1989 den Nachwuchs-Cupfinal erreichte und dort dem FC Lugano 1:2 unterlag. -- Verteidiger Pagno holte den Penalty heraus, den Pascal Thüler zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelte.

Pagno wechselte im Sommer 1990 zum FC Schaffhausen in die NLB. Bis auf einen Abstecher in der Saison 1991/92 zum FC Chur (ebenfalls NLB) blieb er dem FCS bis zur Winterpause der Saison 1999/2000 treu. -- Höhepunkt war das Erreichen des Cupfinals 1994 - des zweiten in der Klubgeschichte, den Pagno jedoch von der Tribüne aus verfolgte; er fehlte wie Teamkollege Steffen Ziffert gesperrt. Schaffhausen unterlag im Final den Grasshoppers 0:4. -- Zweimal feierte Pagno mit dem FC Schaffhausen im Cup zudem einen Triumph über den oberklassigen FCSG: im Sechzehntelfinal in der St. Galler Abstiegssaison im März 1993 (0:0, 5:3 im Penaltyschiessen) und im September 1994, als für die Espen schon in der 3. Hauptrunde Schluss war (1:0-Heimsieg der Schaffhauser). -- Bereits im Sommer 1999 wurde Pagnos Abgang vermeldet, schliesslich hängte er noch eine halbe Saison an und ging dann Im Januar 2000 zum FC Weinfelden-Bürglen und erlebte so den Abstieg des FCS im Sommer 2000 in die 1. Liga nur noch aus der Distanz mit.

10.10.2012
* 24.09.1977

1. Juli 2003 bis 30. Juni 2005 im FCSG. -- 64 (56 NLA/8 Cup) Spiele und 11 (7 NLA/4 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 16. Juli 2003 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Young Boys.

Dusan Pavlovic kam vom FC Wil, wo er zuvor ebenfalls unter Heinz Peischl spielte, aufs Espenmoos. -- Er ist nicht verwandt mit der einstigen FCSG-Nachwuchshoffnung Daniel Pavlovic.

Pavlovic hatte als Mittelfeldspieler konstant gespielt und fast das Maximum an möglichen Matches bestritten. -- Er zeichnete sich vor allem als Vorbereiter aus. Bemerkenswert ist, dass der FCSG sämtliche 7 Meisterschaftspiele, in denen er sich als Torschütze feiern lassen konnte, auch gewonnen hatte. -- Wertvoll waren auch seine zwei Treffer im Cup-Sechzehntelfinal vom 24. Oktober 2004 in Baden, mit denen er in der Verlängerung die Verkrampfung der Espen löste (Endstand 5:1).

2005 holten die Grasshoppers Pavlovic zurück, für eine Saison war er Stammspieler. -- Ein Jahr später musste er im Rahmen einer Kaderbereinigung über die Klinge springen. -- Im Januar 2008 holte ihn der FC Erzgebirge Aue, mit dem er den Abstieg aus der 2. Bundesliga nicht verhindern konnte. -- Im Februar 2009 zu Hapoel Ra'anana in Israels zweithöchster Liga. -- Ab Sommer 2009 im SC Buochs (2. Liga interregional), mit dem Pavlovic die Rückkehr in die 1. Liga gelang. Die Nidwaldner stiegen 2011 wieder ab. Pavlovic blieb in der 1. Liga und spielte noch eine Saison für den FC Wangen bei Olten, ehe er 2012 seine Karriere als Aktiver beendete.

Pavlovic wurde im Nachwuchs der Grasshoppers augebildet, für die er am 31. Mai 1995 sein NLA-Debüt in Lausanne gab und Anfang Juni 1997 den Nachwuchs-Cup gewann. -- Trotzdem verliess er Zürich, um für zwei Jahre in Lugano zu unterschreiben. Mit den Bianconeri feierte er 1998 den NLA-Aufstieg, kam aber kaum zum Einsatz. -- Ab Sommer 1999 eine Saison beim FC Baden und eine halbe bei der AC Bellinzona in der NLB, ehe er Anfang 2001 vom FC Wil übernommen wurde. Dort gehörte er 2002 zu den Leistungsträgern beim NLA-Aufstieg und blieb dies auch auf höchster Stufe.

Pavlovic war Nachwuchs-Internationaler und bestritt ein U21-Länderspiel (am 6. Juni 1998 auswärts gegen die Slowakei, die Schweiz gewann 2:1).

ergänzt 02.06.2014

* 09.12.1963 | Nationalität: Österreich

1. Januar 2003 bis 6. April 2005 Trainer des FCSG. -- Für 85 (74 NLA/11 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer des FCSG am 23. Februar 2003 beim 4:0-Sieg im Cup-Achtelfinal in Naters. -- Seit 1. Januar 2011 Sportchef sowie CEO der FC St. Gallen AG.

Als Heinz Peischl als Trainer aus Wil geholt wurde, galt es, den FC St. Gallen vor dem Zerfall - und dem Abstieg in die NLB zu retten. -- Peischl hatte schon zu Beginn seiner Amtszeit fünf Spieler (davon zwei bereits ausgeliehene) aus dem Kader gestrichen. Stattdessen wurden Moreno Merenda und Salvatore Calo verpflichtet und mit Daniel Senn und Daniel Stefanovic zwei Spieler aus der U21 befördert. Kurz vor dem Start in die Auf-/Abstiegsrunde holte der FCSG Stefano Razzetti, weil der neue Trainer die beiden Goalies Flavio Agosti und Oliver Stöckli als zu wenig nervenstark für den Abstiegskampf hielt. -- Als der Klassenerhalt eine Runde vor Schluss gesichert war, gab der FCSG bekannt, dass er sich von weiteren zwölf Spielern trennen wird. Dazu gehörten mit Patrick Winkler, Sascha Müller, Ionel Gane, Jairo oder Ivan dal Santo einige langjährige Teamstützen. -- Manche der Aussortierten hatten einen weiterlaufenden Vertrag, absolvierten ihr Training weiterhin in St. Gallen, wenn auch nicht mit der Mannschaft. Daraus entstand später der Begriff "Gruppe Wald", der Peischl noch lange nachlief.

Für seine erste "richtige" Saison mit dem FCSG kamen mit Bruno Sutter, Dusan Pavlovic, Thomas Balmer und Rückkehrer Marc Zellweger vier Spieler, die Peischl aus Wil kannte. Dazu kamen David Marazzi, Mijat Maric, Enzo Todisco und Christoph Bättig. -- Der FCSG spielte eine im Vergleich zur Vorsaison gute Meisterschaft, überwinterte als Sechster und geriet auch im Frühling nicht ernsthaft in Abstiegsgefahr. -- Zudem wurde im Cup der Halbfinal erreicht, das Los schenkte ein Heimspiel gegen den FC Wil. Doch der FCSG scheiterte. -- Im Sommer 2004 kamen mit Fabinho und Philippe Montandon zwei weitere Spieler, die Peischl schon in Wil trainierte, ins Espenmoos. Dazu mit René Schicker ein talentierter Landsmann, damals U19-Internationaler Österreichs. -- Die Espen fanden sich bald am Tabellenende und gingen als Neunte in die Winterpause. Der Konkurs von Servette entschärfte die Abstiegsgefahr schon im Januar 2005. -- St. Gallen verstärkte sich in der Winterpause deutlich, startete nicht schlecht in den Frühling. Der Trainer aber hatte nicht viel Rückhalt, verdaute die miserable erste Halbzeit beim 4:5 gegen den FC Zürich nicht - und trat eine Woche später nach einer 0:4-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers noch im Hardturm-Stadion zurück.

Sportchef

Im Dezember 2009 wurde Heinz Peischl als neuer Sportchef (und CEO) verpflichtet - zur Überraschung vieler. -- Präsident Dölf Früh kannte und schätzte Peischl von seinem Sponsoring-Engagement beim FC Wil. -- In den ersten Wochen im Januar 2010 galt es, den FCSG fit zu machen für den Abstiegskampf. Die in der Not getätigten Transfers schlugen nicht alle ein. Anfang März wurde Trainer Uli Forte durch Jeff Saibene ersetzt. St. Gallen stieg am Ende trotzdem ab. Der sofortige Wiederaufstieg war Pflicht. -- Die Zusammenstellung der Mannschaft gelang gut, die Espen waren bald Leader, kehrten in die Super League zurück. -- Zur Überraschung fast aller war der FCSG nun auch in der obersten Liga konkurrenzfähig, es schien, als hätte Sportchef Peischl fast ausnahmslos ein gutes Händchen gehabt.

Trainer-Engagements dazwischen


Im Februar 2006 übernahm Heinz Peischl den FC Thun. Die Berner Oberländer spielten im Herbst davor in der Champions League. Der Erfolg schüttelte den ganzen Klub durch. Unter Peischl stabilisierte sich Thun wieder, in der Sommerpause kam es zu einer grossen Bereinigung im Kader; unter anderem gingen mehrere Spieler wieder weg, die in den wenigen Tagen zwischen Qualifikation für die Champions League und Transferschluss verpflichtet wurden. -- Im März 2007 wurde Peischl nach einem 0:0 in Aarau freigestellt - sein Nachfolger wurde der zwei Monate zuvor als Assistent geholte Jeff Saibene. -- Ab Sommer 2007 war Peischl Trainer des ASK Schwadorf in der "Ersten Liga", der zweithöchste Spielklasse Österreichs. Ein Jahr später wurde der Verein aus Niederösterreich zum "FC Trenkwalder Admira" - um das Erbe des sportlich abgestürzten FC Admira/Wacker aufzufangen. -- Präsident Richard Trenkwalder setzte den baldigen Aufstieg zum Ziel. Nach schwachem Saisonstart wurde Peischl Anfang August 2008 entlassen. -- Ab März 2009 war Peischl gemeinsam mit Manfred Zsak Assistenztrainer in Österreichs Nationalmannschaft (unter Didi Constantini).

Erste Stationen als Trainer

Heinz Peischl war nach seiner Aktiv-Karriere von 1995 bis 1999 Assistenztrainer des FC Tirol Innsbruck, wie "sein" Wacker Innsbruck inzwischen hiess. 1997 war er für kurze Zeit Hauptverantwortlicher. -- Im Jahr 2000 erlangte er die UEFA-Pro-Lizenz, im Sommer 2001 erhielt er seinen ersten Job als Cheftrainer - beim FC Wil. -- Bereits ein halbes Jahr später, als der FCSG einen Nachfolger für Marcel Koller suchte, gehörte Peischl zum engsten Kreis der Kandidaten. -- Mit dem Team vom Bergholz gelang Peischl in der ersten Saison der Aufstieg in die NLA, es folgte ein Sturmlauf in der höchsten Liga, der FC Wil erreichte die Finalrunde - und musste Peischl zum FCSG ziehen lassen.

Spielerkarriere

Der Burgenländer Heinz Peischl verliess 1982 seinen Heimatverein SV Ollersdorf, um in der 1. Division beim SC Eisenstadt Fuss zu fassen. -- Am 16. Oktober 1984 trat Peischl wohl erstmals im Espenmoos auf, mit Österreichs U21 gab es gegen eine U23-Auswahl der Schweiz ein 0:0. -- 1985 holte ihn der FC Wacker Innsbruck, der ein Jahr später zum FC Swarovski Tirol wurde. -- Im August 1985 war Wacker Testspielgegner des FCSG. Beim 2:2 erzielte Peischl  im Espenmoos beide Treffer der Gäste. -- 1989 und 1990 unter Ernst Happel Österreichischer Meister, 1988 Cupfinalist, 1989 Cupsieger (und Torschütze im Final-Rückspiel gegen Admira/Wacker). -- Zwischen 1990 und 1991 bestritt Heinz Peischl einige Länderspiele. -- 1992 kurzzeitiger Abstecher zum FC Stahl Linz. -- 1993 wurde der Mittelfeldspieler ein zweites Mal Cupsieger mit dem FC Tirol (3:1 im Final gegen Rapid Wien). -- Zum Ende seiner Profi-Karriere spielte Peischl in Buenos Aires beim CA San Lorenzo de Almagro (dem Lieblingsklub von Jorge Mario Bergoglio, der seit März 2013 Papst Franziskus ist). -- Zweite "Auslandstation" war der FC Schaan, mit dem er im Mai 1994 liechtensteinischer Cupsieger wurde (3:0 im Final gegen Balzers, Peischl traf per Penalty zum 2:0). -- Zurück in die nähere Heimat, spielte Peischl einige Monate für den 1. Wiener Neustädter SC in der 2. Bundesliga, um im Januar 1995 wieder nach Innsbruck zurückzukehren.

ergänzt 20.01.2014
* Brasilien | Nationalität: 15.05.1974

27. Januar bis 30. Juni 1998 im FCSG. -- 10 (9 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Februar 1998 im 2:1 nach Verlängerung gewonnenen Cup-Achtelfinal in Sitten.

Die Verpflichtung von Edvaldo Gonçalves Pereira wurde gemeinsam mit der von Jonathan Vidallé bekannt gegeben. -- Im Vergleich zum Argentinier konnte Edvaldo Pereira weniger positive Akzente setzen, weswegen er trotz Eineinhalb-Jahres-Vertrag nicht über Saisonende hinaus in St. Gallen beschäftigt wurde. -- Allerdings musste sich Pereira in der Vorbereitung noch von einem Bänderriss im Fuss erholen. -- Der Stürmer blieb im FCSG-Trikot ohne eigenen Torerfolg. -- Bei seinem Debüt holte er sich eine Rote Karte wegen Unsportlichkeit gegen Sion-Goalie Fabrice Borer. Der Cupmatch im Tourbillon wurde gewonnen, die Espen erreichten wieder einmal einen Final, in dem Pereira jedoch nicht eingesetzt wurde.

Edvaldo Pereira soll vor seiner Espen-Zeit in Brasilien für Botafogo, in Portugal für Maritimo (Madeira) und Farense sowie in Mexiko für Deportivo Toluca gespielt haben. -- Später u.a. in China bei Shenhua (Schanghai), in Uruguay bei Defensor Sporting (Montevideo) und zuletzt in Thailand (2009 Thai Port FC und ab 2010 Chiangrai United FC).

ergänzt 27.05.2014
* 29.03.1979

21. Januar 1999 bis 30. Juni 2001 im FCSG. -- 28 (25 NLA/3 Cup) Spiele und 3 (2 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. März 1999 beim 2:0-Heimsieg gegen Servette.

Dino Pinnelli wurde 2000 Schweizer Meister. -- Der Innenverteidiger fehlte oft aus Verletzungsgründen. -- Kam vom FC Schaffhausen. -- Der vom FC Uster stammende Pinnelli war zwei Jahre im Nachwuchs des FC Zürich, ehe er 1992 nach Lugano wechselte. -- Bestritt mit den Tessinnern in der Saison 1992/93 sein erstes NLA-Spiel, 1994/95 sein zweites. -- Dazwischen im Herbst 1994 ein halbes Jahr im FC Baden, wohin er 1995 definitv wechselte. -- Ab 1997 in Schaffhausen. -- Nach dem FCSG 2001/02 beim FC Luzern (19 NLA-Spiele), ein halbes Jahr in der 1. Liga mit dem FC Wangen bei Olten und im Frühling 2003 erneut in der NLB mit dem FC Winterthur (12 Meisterschaftsspiele). -- Danach spielte Pinnelli mehrere Saisons für den FC Bülach in der 2. Liga interregional.

* 12.01.1964 | Nationalität: Italien

1. Juli 1986 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 96 (87 NLA/7 Cup/2 Intertoto-Cup) Spiele und 22 (18/4 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. Juli 1986 im Intertoto-Cup gegen Bröndby (1:2-Heimniederlage).

Erminio Piserchia, Italiener aus Basel, wechselte vom FC Laufen aufs Espenmoos. Dem damaligen NLB-Klub wurde er für die Saison 1985/86 von den Grasshoppers ausgeliehen. -- Der FCSG hatte sich schon drei Jahre zuvor um ihn bemüht, als er schliesslich zu GC wechselte. -- Nun hatte Piserchia die Espen gegenüber dem FC Basel bevorzugt. -- Unter Uwe Klimaschefski wurde er ab der 2. Meisterschaftsrunde immer wieder einmal eingesetzt, musste sich vom Deutschen aber auch beschimpfen lassen ("der läuft ja wie ein Pizzaverkäufer"). -- Immerhin kam Piserchia in jenem Herbst regelmässig im Nachwuchs zum Einsatz, meist als Libero. -- Nach dem Trainerwechsel zu Markus Frei im Frühling 1987 blühte Piserchia so richtig auf. Der normalerweise auf der rechten Flanke im Mittelfeld eingesetzte Piserchia trug nun viel dazu bei, dass sich der FCSG mit einer erfolgreichen Serie aus der Abstiegszone verabschiedete. Auch als Schütze (vor-)entscheidender Tore. -- Piserchia hatte in St. Gallen wohl die beste Zeit seiner Karriere als Spieler verbracht, trotzdem war im Frühling 1989 lange ungewiss, ob ihn die Espen halten wollen. -- Nach der Verpflichtung von Hugo Rubio war klar, dass zuviele Spieler ohne Schweizer Pass im Kader waren. -- Der FC Lugano begann, sich um den Basler zu bemühen, erst Ende Juni fiel der Entscheid zum Verkauf ins Tessin.

Lugano hatte sein Team wirkungsvoll verstärkt und erreichte zweimal die Finalrunde. -- Piserchia stand im Herbst 1989 stets in der Startformation und wurde nur einmal ausgewechselt. -- In der Vorbereitung im Januar 1990 zog sich Piserchia jedoch eine Knöchelverletzung zu, fiel bis im Sommer aus und war danach fast nur noch als "Joker" berücksichtigt worden. Im Spätherbst 1990 erneut verletzt, musste er nach Saisonende um seine Weiterverpflichtung bangen. -- Schliesslich erhielt Piserchia für die Saison 1991/92 noch einmal einen Vertrag, kam aber nur noch in 5 Spielen zum Einsatz. In der Winterpause wurde der Vertrag nach 40 NLA-Spielen für die Bianconeri aufgelöst, in der Transferliste von Juli 1992 wurde sein Wechsel nach Riehen bekannt gegeben.

Trainerlaufbahn

Ab 1993 war Piserchia Trainer des FC Birsfelden in der 2. Liga, 1995 für zwei Jahre U18-Trainer im FC Basel, ab Februar 1998 führte er eineinhalb Saisons den SC Schöftland (2. Liga). Dann ab Sommer 1999 als Trainer wieder in Basel, beim SC Baudepartement (2. Liga), ehe er ein Jahr später die U21 des FC Aarau übernahm, mit der er 2002 den Aufstieg in die 1. Liga schaffte (und den Aargauer Cup gewann), dazu war er Assistenztrainer des NLA-Teams. -- Im Januar 2003 beschloss der FC Aarau, sein U21-Team aus Kostengründen zurück zu ziehen. Zwei Monate später wurde Piserchia vom SC Zofingen engagiert, der ohne Aaraus Rückzug aus der 1. Liga abgestiegen wäre.

Seit Oktober 2003 ist Erminio Piserchia beim BSC Young Boys. Zuerst als Assistenzt der Cheftrainer Hans-Peter Zaugg, Gernot Rohr, Martin Andermatt und Vladimir Petkovic. Dazwischen war der Basler dreimal interimistisch hauptverantwortlicher Trainer, das erste Mal nach der Entlassung von Rohr. Seine Premiere als YB-Cheftrainer gab er im Espenmoos, am 24. September 2006 - der FCSG gewann 2:1. -- Als Christian Gross im Sommer 2011 zu YB kam, brachte der Erfolgstrainer seine eigenen Assistenten mit. Piserchia wurde Technischer Leiter der Nachwuchsabteilung. Ab Sommer 2014 Trainer der U18 von YB.

Als Junior spielte Erminio Piserchia beim FC Concordia Basel, ging 1983 zu den Grasshoppers, für die er in zwei Jahren 19 NLA-Spiele bestritt, ehe er 1985 für eine Saison zum FC Laufen ging, weil er bei GC kaum mehr Perspektiven sah.

02.01.2014
* 23.04.1966

Als Nachwuchsspieler und bis 30. Juni 1990 im FCSG. -- 56 (50 NLA/6 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 19. März 1988 beim 2:1-Heimsieg gegen die Young Boys.

Jürgen Pitsch gab sein NLA-Debüt noch unter Uwe Klimaschefski als Abwehrspieler, kam später unter Markus Frei aber meist im Mittelfeld zum Einsatz. -- Pitsch zeichnete sich meist als kompromissloser Kämpfer aus, musste dafür aber auch recht häufig büssen. Schon in seinem zweiten NLA-Spiel wurde er nach der 2. Verwarnung vom Platz gestellt. -- In der Saison 1988/89, in der er Stammspieler war, sah Pitsch zweimal die rote Karte und kassierte gegen Saisonende eine weitere Sperre nach der 10. Verwarnung. -- Auf dem Weg zum "Wintermeister" musste sich Pitsch immer öfter damit begnügen, nur noch eingewechselt zu werden. Im Frühling 1990 kam er - auch verletzungsbedingt - nur noch zu 3 (Teil-)Einsätzen. Früh wurde Pitsch vom FCSG auf die Transferliste gesetzt, er unterschrieb beim FC Zürich.

Beim FC Zürich kam Pitsch nur zu 6 NLA-Spielen. -- 1991 wechselte er zum damaligen NLB-Klub FC Brüttisellen. Als bei den Zürcher Unterländern im Herbst der wichtigste Geldgeber ausstieg und keine Löhne und Prämien mehr bezahlt werden konnten, trat er per sofort zurück. Später sagte FCB-Trainer Hubert Münch, dass ohne die Finanzprobleme mit Pitsch wohl die Finalrunden-Qualifikation geschafft worden wäre.

Ab 1993 spielte Pitsch als Amateurfussballer einige Jahre beim Stadtzürcher FC Altstetten in der 1. Liga. Und nebenbei wurde Jürgen Pitsch im Herbst 1994 die Ehre zuteil, von der Frauenzeitschrift "Annabelle" zum Traumann in der Kategorie der unter 30-Jährigen gewählt.

02.01.2014
* 24.01.1976 | Nationalität: Italien

In der Saison 1993/94 im FCSG. -- 9 (7 NLB/2 Cup) Spiele und 1 NLB-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 31. Juli 1993 bei der 0:1-Niederlage in Locarno.

Daniele Polverino wechselte vom FC Schaan in den Nachwuchs des FCSG und wurde von Uwe Rapolder in den ersten Spielen mehrmals eingesetzt, meist als Joker. -- Beim 6:1-Auswärtssieg in Schaffhausen nutzte er die Chance gar zu einem persönlichen Torerfolg. -- Nach dem ebenfalls 6:1 gewonnen Cupmatch in Tuggen kam Polverino im Fanionteam jedoch nicht mehr zum Zug. -- Er ging im Sommer 1994 zum FC Vaduz in die 1. Liga und feierte 2001, als sich die Liechtensteiner zum dritten Mal in Serie für die Aufstiegsspiele qualifierten, die Promotion in die NLB. Polverino war Schütze des Tores zum 3:1-Endstand beim vorentscheidenden Finalspiels in Serrières. -- Bis 2004 bestritt der Stürmer weitere zwei Saisons für den FCV, ehe er in die 1. Liga zurückging und sich Chur 97 anschloss. -- Nach dem Abstieg der Churer ab 2006 wieder im FC Balzers, der inzwischen der 2. Liga interregional spielte. -- Im Oktober 2009 beendete Polverino seine Aktiv-Karriere. -- Ab Sommer 2010 Trainer des FC Schaan (2. Liga, Aufstieg in die 2. Liga interregional), wobei er erneut auch spielte, bis ihn vor Saisonende 2011 eine Knieverletzung dazu zwang, nur noch an der Linie tätig zu sein. -- Ab Juli 2013 Trainer der neuen U23 des FC Vaduz, mit der er in der ersten Saison in die 2. Liga aufstieg.

Der acht Jahre jüngere Bruder Michele Polverino brachte es im Profifussball noch weiter, stieg mit dem FC Vaduz in die Super League auf, spielte zwei Jahre für den FC Aarau, im Iran für den Steel Azin FC (Teheran) und von 2012 bis 2014 zwei Jahre in Österreichs Bundesliga beim Wolfsberger AC. Ab Sommer 2014 erneut in der Super League für den FC Vaduz und seit Januar 2015 wieder in der österreichischen Bundesliga beim SV Ried.

ergänzt 2. Januar 2015
* 23.07.1967

1. Juli 1993 bis 30. Juni 1996 im FCSG. -- 111 (84 NLA/13 NLB/9 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.

Eric Pédat konnte nach dem Abstieg und dem Weggang von Jörg Stiel vom Servette FC ausgeliehen werden. -- Der Genfer Goalie war nicht nur sportlicher Rückhalt, sondern auch Führungsspieler, was als Romand in der Ostschweiz alleine schon bemerkenswert war und ihm auch uneingeschrenkt Respekt einbrachte. --1995 schliesslich auch zum Captain ernannt. -- Pédat wuchs in seiner Zeit im FCSG in der Meinung vieler zu einem der besten Goalies der Schweiz, dennoch blieb ihm die Beachtung der Nationalmannschafts-Verantwortlichen verwehrt. -- Dafür hatte Pédat grossen Anteil an der Finalrunden-Qualifikation im Herbst 1995.

Nachdem sein Nachfolger in Genf, Marco Pascolo, im Sommer 1996 nach Cagliari verliess, musste Pédat zu Servette zurück kehren. -- Nun aber war er auch bei den Grenats unbestrittene Nummer eins, wie schon zwischen 1989 und 1991. -- 1999 wurde Eric Pédat mit Servette Meister, 2001 Cupsieger. Im Herbst 2001 gehörte er zum Team, das die letzten grossen Europacupspiele der Genfer mit Siegen über Real Saragossa und Hertha Berlin bestritt. -- Im Sommer 2002 beendete Pédat seine Karriere, nachdem Vorgänger Pascolo als sein Nachfolger zurück geholt wurde. -- Ebenso war ja in St. Gallen sein Vorgänger, Jörg Stiel, auch Nachfolger.

Eric Pédat spielte bereits als Junior im Servette FC. -- Zwischen 1987 und 1989 im Etoile Carouge FC (69 Spiele in NLB und Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB). -- Ab 1989 bei Servette im Fanionteam, für das er im ersten Karriereabschnitt 64 NLA-Spiele bestritt, im zweiten 203. -- Total 438 NL-Spiele. -- NLA-Torhüter des Jahres im Jahr 2001.

Eric Pédat, gelernter Zahntechniker, soll heute in der Waadt als Sportlehrer tätig sein.

30.12.2010
* 09.12.1995 | Nationalität: Schweiz/Albanien

1. Juli bis 30. September 2015 im FCSG. -- 1 Cupspiel und 2 Tore für die Espen am 15. August beim 9:0-Sieg im Spiel der 1. Hauptrunde in Hausen am Albis.

Andi Qerfozi kam vom FC Frauenfeld und wurde für die U21 verpflichtet. Schon im ersten Spiel in der Promotion League, bei der 1:3-Niederlage gegen Brühl, zeichnete er sich als Torschütze aus (und kam auf total 3 Treffer in 7 Einsätzen in der dritthöchsten Liga). -- Als er im Cupspiel in Hausen am Albis in der 59. Minute für Dzengis Cavusevic eingewechselt wurde, nutzte er die Chance und erhöhte sieben Minuten später auf 4:0 - und liess ein zweites Goal folgen. -- Am letzten Tag der Herbst-Transferperiode verpflichtete ihn der FC Wil mit einem Vertrag bis Saisonende.

Andi Qerfozi wechselte 2013 von seinem Stammclub SC Bronschhofen zum FC Frauenfeld. -- Dort wurde er in der 2. Liga interregional zum zuverlässigen Goalgetter. In der Saison 2014/15 war der Stürmer mit 23 (andere Quellen sagen 24) Treffern erfolgreichster Torschütze der Ostschweizer Gruppe 6.

Stand 02.10.2015
* 29.05.1958 | Nationalität: Deutschland

1. Juli 1993 bis 10. April 1996 Trainer des FCSG. -- Für 103 (64 NLA/32 NLB/7 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer des FCSG am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen Sursee.

Uwe Rapolder wurde nach dem Abstieg in die NLB als Nachfolger von Ernst Hasler geholt. -- Die finanzielle Lage im Verein war wieder einmal ziemlich angespannt, allzu offensiv wurde das Ziel, umgehend in die Elite zurückzukehren, nicht geäussert. -- Der Deutsche erwies sich aber als der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt, zumal er sich um weit mehr als nur um die Mannschaft kümmerte. -- Mit Rapolder gelang dem FCSG nach nur einer Saison in der Zweitklassigkeit der Wiederaufstieg, obwohl im Herbst in der NLB-Qualifikationsrunde ein langer Durchhänger ausgestanden werden musste. -- Dann aber, im Frühling 1994, lief es den Espen ziemlich rund, die Rückkehr in die NLA war bereits nach dem viertletzten Match gesichert. Als Glücksgriff erwies sich nicht zuletzt das preiswerte osteuropäische Ausländertrio mit Radoslaw Gilewicz, Tamas Tiefenbach und Imre Fodor.

Fodor wurde nach dem Aufstieg ausgeliehen, mit Sascha Müller, Mohammed Mouidi und Mario Frick konnten drei Spieler geholt werden, die zu Teamstützen wurden. -- Wurde in der ersten Saison der Klassenerhalt noch über die Auf-/Abstiegsrunde sichergestellt, zogen die Espen im Herbst 1995 mit Rapolder in die Finalrunde ein, was als grosser Erfolg zu werten war. -- Dann aber, im Frühling 1996, schlug die Stimmung mehr und mehr um, Uwe Rapolder wurde unterschwellig vorgeworfen, zuviel Macht an sich gerissen zu haben. Als arrogant und überheblich musste er sich von seinen Gegnern bezeichnen lassen, schliesslich musste der Deutsche nach zwei 0:4-Heimniederlagen gegen Sion und die Grasshoppers gehen.

Nach dem FCSG

Knapp ein Jahr nach seiner Entlassung im Espenmoos heuerte Uwe Rapolder beim SV Waldhof Mannheim an. Der finanziell angeschlagene Klub aus Nordbaden befand sich in der 2. Bundesliga im Abstiegskampf. Rapolder konnte die sportliche Rettung zwar nicht herbeiführen, blieb aber beim Waldhof. Er schaffte zwei Jahre später, 1999, die Rückkehr und verpasste in der zweiten Saison in der 2. Bundesliga den Aufstieg nur knapp. Nach durchwachsenem Saisonstart im Herbst 2001 musste Rapolder den SVW verlassen. -- Ende November, zweieinhalb Wochen nach seiner Entlassung in Mannheim, wurde Rapolder von dessen Ligakonkurrenten LR Ahlen engagiert. Mit den Westfalen schaffte er den Klassenerhalt, wurde aber im November 2002 erneut entlassen.

Im Frühling 2004 erhielt Rapolder beim DSC Arminia Bielefeld die nächste Chance. -- Mit sechs Siegen in Serie schaffte das Team mit Rapolder den Aufstieg in die Bundesliga und spielte auch auf höchster Stufe eine gute Rolle. -- Trotz bescheidener Möglichkeiten spielte die Arminia unter Rapolder spektakulären Fussball, schaffte den Klassenerhalt ziemlich mühelos und erreichte erstmals in der Vereinsgeschichte den Cup-Halbfinal. Patrick Owomoyela wurde unter Rapolder zum Nationalspieler. -- Als der Trainer noch vor Saisonende seinen Wechsel zum 1. FC Köln bekanntgab, wurde er in Bielefeld umgehend entlassen. -- Rapolder wollte sich die Chance nicht nehmen lassen, einmal ein Team zu führen "das vor 50'000 Zuschauern" spielt. -- In Köln scheiterte aber auch Rapolder, musste im Dezember 2005 wieder gehen. -- Ab April 2007 war Rapolder wieder in der 2. Bundesliga, schaffte mit der TuS Koblenz den Klassenerhalt. Die noch grössere Leistung war in der folgenden Saison aufzubringen, als Koblenz wegen "Lizenzvergehens" 6 Punkte abgezogen wurden, der Verbleib in der zweithöchsten Liga aber erneut geschafft wurde. -- In der darauffolgenden Saison musste Koblenz mit 3 Minuspunkten starten, schaffte abermals recht souverän den Klassenerhalt. -- Als in der Saison 2009/10 wieder der Abstieg drohte, wurde Rapolder vor der Winterpause entlassen. -- Von November 2010 bis Anfang März 2011 beim Karlsruher SC in der 2. Bundesliga. -- Danach musste er sich bis Ende Oktober 2014 gedulden, ehe er von der SG Sonnenhof Grossaspach (3. Liga) engagiert wurde. Die Württemberger sind zuvor auf den vorletzten Platz zurückgefallen.

Spielerkarriere

Rapolder wechselte 1978 als 20-Jähriger vom Amateurverein VfR Heilbronn in die 1. Division Belgiens zum KFC Winterslag. Von 1979 bis 1981 beim Ligakonkurrenten Lierse SK, ehe er erstmals in die Schweiz zog und vom FC Winterthur als Nachfolger des Iren John Conway verpflichtet wurde. -- Beim FCW schaffte Rapolder in der ersten Saison die Rückkehr in die NLA, 1983 Abstieg, 1984 erneut Aufstieg und am Saisonende abermals zurück in die NLB. -- Nach dem zweiten Abstieg ging Rapolder 1985 zu Tennis Borussia Berlin und bestritt dort seine erste Saison im deutschen Profifussball, stieg aber in die Oberliga ab. -- Rapolder wechselte für eine Saison zum SC Freiburg (ebenballs 2. Bundesliga), um 1987 in die Schweiz zurückzukehren und beim FC Martigny-Sports zu unterschreiben. -- Im Unterwallis empfahl er sich mit einer guten NLB-Saison für die Young Boys, für die er von 1988 bis 1990 noch einmal in der NLA Leistungsträger war. -- Danach wurde er Spielertrainer, erst für ein Jahr wieder bei Martigny-Sports in der 1. Liga, dann zwei Jahre beim FC Monthey, mit dem er 1993 und vor seinem Wechsel ins Espenmoos den Aufstieg in die NLB schaffte.

ergänzt 30.10.2014
* 15.03.1964 | Nationalität: Schweiz/Argentinien

1. Juli 1989 bis 30. Juni 1992 im FCSG. -- 90 (78 NLA/7 Cup/5 Intertoto-Cup) Spiele und 14 (11 NLA/3 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 1989 beim 2:2 gegen den FC Sion.

Mit Daniel Raschle kam in der Zeit, in der Südamerikaner in St. Gallen im Trend waren, erstmals ein Doppelbürger, der das (damals noch kleine) Ausländerkontingent nicht belastete. -- Der Argentinien-Schweizer Raschle wechselte aus Paraguay vom Spitzenverein Club Cerro Porteño (Asuncion) aufs Espenmoos. -- Das Publikum hatte hohe Erwartungen in den "Ausländer" aus Südamerika, die er in den ersten Spielen noch nicht erfüllte, auch wenn er bei seinem Debüt den Penalty zum 2:2-Endstand gegen Sion verwandelte. -- Doch nach ein paar Wochen zeigte sich, dass Raschle ein grosser Gewinn war für die euphorisierten Espen. Zusammen mit Ivan Zamorano und Hugo Rubio bildete Dani Raschle das Angriffstrio, das zum Wintermeistertitel stürmte.

Der FCSG startete schlecht in die Finalrunde, und Raschle holte sich im 3. Spiel in Luzern nach einer Tätlichkeit gegen Roger Wehrli seinen ersten Platzverweis, der ihm vier Spielsperren einbrachte. -- Vor dem Spiel in Luzern erhielt er von Uli Stielike ein erstes Nati-Aufgebot für ein Trainingscamp in Kriegstetten, Raschle sagte jedoch ab, da seine Frau ein Kind erwartete, wie es hiess. -- Die letzten Wochen der Finalrunde verliefen für den FCSG versöhnlich, und Daniel Raschle erzielte beim 4:1-Auswärtssieg in Lugano erstmals zwei Goals (zum 1:0 und per Foulpenalty zum 2:0).

Ende August 1990, im ersten Spiel nach dem Abgang von Ivan Zamorano, kassierte Daniel Raschle den zweiten Platzverweis - erneut in Luzern. In der ersten Halbzeit besorgte er noch das 1:0 für den FCSG. In der 85. Minute sah er die rote Karte. Ein Foul wurde vom Linienrichter als Tätlichkeit beurteilt, doch selbst Raschles Gegenspieler Peter Nadig sagte nach dem Spiel entlastend, zwar "etwas gespürt zu haben", doch habe sich Raschle auch sofort entschuldigt. -- Trotzdem gab es erneut vier Spielsperren. -- Zwei Wochen später - in der NLA hatte er bereits zwei "Strafsonntage" abgesessen - kassierte er in einem Spiel der Nachwuchsmeisterschaft den dritten Platzverweis wegen einer Tätlichkeit, und erneut war der FC Luzern der Gegner. Dies brachte Raschle (gemäss offizieller Mitteilung) weitere fünf Sperren ein. Dazu soll Präsident Carlo Hidber die Lohnzahlungen für die Dauer der Sperren gestoppt haben. -- Dani Raschle kehrte allerdings schon am 10. Oktober in Neuenburg zurück, verpasste so "nur" fünf NLA-Spiele. -- Raschle blieb in der Folge ohne weiteren Platzverweis, den schlechten Ruf bei Gegnern und Schiedsrichtern abzuschütteln fiel allerdings schwer. -- Im FCSG jedoch stieg Raschles Ansehen bald wieder, er blieb ein Leistungsträger, wurde meist im Mittelfeld und vereinzelt sogar in der Abwehr eingesetzt. -- Doch er litt wiederholt unter Verletzungen. Am schlimmsten traf es ihn im September 1991, als er wegen einer Knieverletzung sieben Wochen ausfiel. -- Im Dezember 1991 beabsichtigte der FCSG aufgrund der abermals prekären Finanzlage, Raschle zu verkaufen. Schliesslich wechselte Raschle ein halbes Jahr später im Sommer 1992 zu Lausanne-Sports.

Mit den Waadtländern erreichte Raschle die Finalrunde, konnte im Frühling 1993 aber nur noch einen Kurzeinsatz absolvieren. -- Zum einen plagten Raschle Verletzungen, doch litt er auch darunter, dass seine Mutter schwer erkrankte, nachdem sein Vater verstorben war. -- Raschle kehrte nach Südamerika zurück - und kam im Sommer 1997 noch einmal in die Schweiz. -- Beim FC Winterthur in der NLB wurde Raschle als Neuzugang aus Paraguay vermeldet, vermutlich kam er von Libertad Asuncion. Raschle spielte eine gute Qualifikationsrunde und war mit 6 Treffern bester Torschütze des FCW. -- Doch Anfang Januar 1998 blieb er in Paraguay, weil er sich um die Geschäfte des erkrankten Schwiegervaters kümmern musste.

Im Mai und August 1991 wurde Raschle zweimal in die B-Nationalmannschaft aufgeboten, kam aber in England und Tschechien nicht zum Einsatz. -- Nati-Trainer Uli Stielike sagte noch im September 1991 über Raschle, dass er leider immer verletzt sei, wenn er an ihn denke. -- Stielikes Nachfolger Roy Hodgson bot Raschle für das Trainingscamp in Dubai im Januar 1992 auf, doch musste der St. Galler wegen Verletzung absagen. -- Im Juli 1992 war Raschle in einem Vorbereitungscamp dabei und wurde im Testspiel gegen Slavia Prag von Hodgson auch eingesetzt. Zu einem richtigen Länderspiel reichte es Raschle aber nie.

Daniel Raschle gab sein Profi-Debüt in seiner Heimat Argentinien als 17-Jähriger beim Club Atletico Colón (Santa Fe). -- Über den kolumbianischen Verein Deportivo Unión Magdalena (Santa Marta) fand er zu Cerro Porteño und damit in seine spätere Wahlheimat Paraguay. -- Zwischen 2000 und 2008 war Daniel Raschle Trainer verschiedener Klubs in Paraguays Primera Division.

Raschles Frau soll als Basketball-Spielerin Captain von Paraguays Nationalteam gewesen sein. -- Daniel Raschles Schweizer Heimatort war Sirnach, sein Grossvater August Josef Raschle soll aber 1921 aus Rorschach nach Südamerika ausgewandert sein.

Sein in St. Gallen geborener (15.08.1990) Sohn Daniel Eduardo Raschle war zwischen 2008 und 2010 bei der U.S. Lecce und spielt(e) ebenso in Paraguays höchster Liga wie der in Lausanne geborene (06.09.1992) Kevin André Raschle. -- Daniel Eduardo wurde in seiner Zeit bei Lecce auch vom SFV ins Visier genommen und bestritt ein U21-Länderspiel (am 19. November 2008 in Athen gegen Griechenland, 1:1).

13.12.2012
* 03.05.1982 | Nationalität: Deutschland

10. August 2004 bis 30. Juni 2005 im FCSG. -- 24 (21 NLA/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 2004 beim 0:0 gegen die Grasshoppers.

Tobias Rathgeb wurde vom VfB Stuttgart ausgeliehen. -- Dieses "Leihgeschäft" war das sichtbarste Zeichen der Zusammenarbeit mit dem Bundesligisten. -- Der linke Aussenverteidiger spielte zuvor im Nachwuchsteam des VfB in der Regionalliga. -- Da Pascal Cerrone verpflichtet werden konnte, verliess Rathgeb den FCSG nach einer Saison und wechselte zum FC Hansa Rostock. -- Mit den Ostdeutschen gelang in der ersten Saison die Rückkehr in die 1. Bundesliga, ein Jahr später erfolgte der Wiederabstieg. -- Während Rathgeb in der Topliga 30 Spiele bestritt, kam er in zwei Saisons 2. Bundesliga nur auf 15 Einsätze. -- Seit Januar 2010 wieder im Nachwuschteam des VfB Stuttgart (3. Bundesliga). -- Erste Junioren-Vereine waren der TV Nellingen und der VfL Kirchheim/Teck.

17. Juni 2010
* 06.06.1971 | Nationalität: Brasilien

14. Juli 1992 bis 30. Juni 1993 im FCSG. -- 32 (29 NLA/2 Cup/1 Intertoto-Cup) Spiele und 5 (3 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. Juli 1992 im Intertoto-Cup beim 3:3 gegen den BK Häcken (Göteborg).

Everson Rodrigues "Ratinho" kam von Atletico Paranaense (Curitiba) nach St. Gallen. -- Er war nach Djair der zweite Brasilianer des FCSG, hatte aber schnell den besseren Eindruck gemacht als der mit vielen Vorschluss-Lorbeeeren gekommene Leihspieler von Lazio Rom. -- Sein erstes Tor brachte im 5. Anlauf den ersten Heimsieg der Saison gegen den FC Sion - der bis dahin auswärts noch ungeschlagen war. -- Dennoch lief es den Espen damals weiterhin schlecht, mit nur noch einen weiteren Heimsieg in der Qualifikation war der Gang in die Auf-/Abstiegsrunde unvermeidbar. -- Ratinho (deutsch: Mäuschen) war seinem Künstlernamen entsprechend ein flinker Techniker, begnadeter Dribbler. Beliebt im Publikum und bei Trainer Leen Looijen, etwas weniger bei dessen Nachfolger Ernst Hasler, der ihn nicht mehr regelmässig in die Startformation nominierte. -- Der FCSG stieg ab. Ratinho wäre gerne geblieben, doch wollte sich der Club den Brasilianer nicht mehr leisten.

Ratinho wechselte zum FC Aarau, obwohl auch die Grasshoppers, Sion und Lausanne um ihn geworben hatten.  Nicht zuletzt Teamkollege Thomas Wyss, der den selben Schritt vollzog, motivierte ihn zum Transfer zum FCA. -- Im Brügglifeld wurde Ratinho mindestens so sehr gefeiert, auch wenn der vor seiner Ankunft gewonnene Meistertitel nicht verteidigt werden konnte. -- Immerhin wurde der FC Aarau mit Ratinho dreimal hintereinander Vierter, in der Saison 1994/95 war der Brasilianer mit 12 Toren treffsicherster Stürmer seiner Mannschaft (und Nummer 6 in der NLA-Torschützenliste). -- Das trug ihm längst die Aufmerksamkeit grösserer Klubs ein, besonders aus der deutschen Bundesliga wurde Ratinho wiederholt umworben.

Als es für Ratinho im Sommer 1996 mit dem Transfer klappte, ging er jedoch zum in die 2. Bundesliga abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern. -- Was sich hinterher als Volltreffer erwies: Die Pfälzer schafften mit ihm nicht nur den sofortigen Wiederaufstieg, sie wurden 1998 unter Otto Rehhagel - und mit Rückkehrer Ciriaco Sforza - auch als erster Aufsteiger Deutscher Meister. -- Längst war Ratinho Publikumsliebling, für die Fans der "Roten Teufel" war der ehemalige St. Galler das "Zaubermäuschen". -- Auch wenn er mit den Jahren Mühe bekundete, seinen Platz in der Mannschaft zu verteidigen, bestritt Ratinho über 130 Meisterschaftsspiele für den 1. FCK. -- 2002 wurde er zwar aussortiert, durfte aber vorerst am Betzenberg bleiben und für die 2. Mannschaft in der Regionalliga spielen. -- Es folgten ein Engagement in China bei Shenyang Ginde und danach in Kasachstan bei Schenis Astana. -- 2004 kehrte Ratinho in die Schweiz zurück, bestritt mit dem FC Luzern zwei Saisons in der Challenge League. -- 2005 erreichte er mit dem FCL als Unterklassigen den Cupfinal (1:3-Niederlage gegen den FC Zürich). -- Ein halbes Jahr später erklärte Ratinho den Rücktritt vom Profifussball, den Aufstieg schaffte Luzern ohne ihn am Saisonende souverän. -- Ratinho selbst blieb in der Innerschweiz, als Nachwuchstrainer des FCL. -- Als es der Luzerner U21 in der 1. Liga im Herbst 2007 schlecht lief, stellte Ratinho sein Amt zur Verfügung. -- Für einen Abstecher kam Ratinho als Nachwuchstrainer noch einmal zum FC St. Gallen, dann war er erneut in Luzern als Verantwortlicher des U17-Teams Luzern-Kriens angestellt. -- Im Januar 2010 rief ihn der 1. FC Kaiserslautern. Dort trainierte Ratinho die U17, die in der B-Junioren-Bundesliga spielte. -- Im März 2011 wurde er abgelöst, es hiess, er arbeite an seiner Trainerausbildung und hätte nicht mehr genügend Zeit. -- Später eröffnete er in Kaiserslautern ein Restaurant.

Ratinho konnte als 13-Jähriger in die Fussballschule von Matsubara (Cambarà) wechseln. -- Ratinho spielte in Nachwuchs-Nationalteams und erhielt 1990 bei Atletico Paranaense seinen ersten Profivertrag.

11. Juni 2013
* 13.09.1971 | Nationalität: Italien

Vom 25. Februar 2003 bis Juni 2008 im FCSG. -- 181 (164 NLA/15 Cup/2 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 2. März 2003 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 4:2-Sieg gegen Luzern. -- Ab Sommer 2011 als Goalietrainer wieder im FC St. Gallen.

Weil Trainer Heinz Peischl den Eindruck hatte, dass seine Goalies nicht nervenstark genug für den Abstiegskampf sind, wurde Razzetti wenige Tage vor dem Auftakt in die bisher letzte Auf-/Abstiegsrunde aus Lugano geholt. -- Der Italiener überzeugte auf Anhieb, wurde zum Führungsspieler, später auch Captain, und Publikumsliebling. -- Zu Beginn der Rückrunde 2007/2008 musste er Daniel Lopar weichen, war im letzten Halbjahr nur noch auf der Bank.

Zuvor seit 1999 im Lugano, wo er 2001 vor dem FCSG Zweiter wurde. -- Nach dem finanziellen Zusammenbruch blieb er als Einziger der Stars dem Lugano vorerst treu und bestritt und spielte ein halbes Jahr in der NLB, ehe er aufs Espenmoos geholt wurde.

Razzetti wurde in der U.S. Cremonese ausgebildet und startete da 1992 auch seine Profilaufbahn. Als Ersatzgoalie kam er zu 7 Einsätzen in der Serie A. -- 1996/1997 an Acireale ausgeliehen (32 Spiele mit den Sizilanern in der Serie C1). -- 1997/1998 zurück in seinem zuvor zweimal hintereinander abgestiegenen Stammklub Cremonese. -- Nun war er Goalie Nummer 1, und über die Barrage gegen Livorno wurde die Rückkehr in die Serie B erlangt, eine Saison später folgte jedoch abermals der Abstieg. -- So kam er auf weitere 51 Spiele (33 C1/28 B) mit Cremonese, ehe er 1999 nach Lugano wechselte.

Auch wegen der anstehenden Einschulung seiner Tochter wollte Razzetti den Vertrag in St. Gallen nicht verlängern. Bellinzona soll sich um ihn bemüht haben, doch "Razzo" schloss sich der U.S. Pizzighettone an. Zu Aktiv-Zeiten auf dem Espenmoos erzählte er einmal, dass es ein Traum wäre, für den Verein seines Heimatortes zu spielen. Als Junior war Pizzighettone noch ein Amateurverein, 2003 erstmals im Profifussball. Doch trotz noch immer starker Leistungen konnte Razzetti den Abstieg aus der "LegaPro 2" (zuvor "C2") nicht verhindern. -- Nach der Profi-Karriere bei Cremonese Goalie-Trainer im Nachwuchs, ehe er im Sommer 2011 in selber Funktion zum FCSG zurück kehrte.

aktualisiert 04.06.2011
* 04.05.1983

1. Januar 2011 bis 26. Februar 2013 im FCSG. -- 57 (28 NLA/24 NLB/5 Cup) Spiele und 7 (3 NLA/4 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 6. Februar 2011 bei der 1:4-Heimniederlage gegen die Grasshoppers.

Alberto Regazzoni kam vom BSC Young Boys. -- Der Offensivspieler kam im Herbst 2009 nur noch zu einem Einsatz über die volle Distanz, nachdem er in den drei Jahren zuvor in Bern Stammspieler war und 84 NLA-Spiele bestritt (total 96 Meisterschaftsspiele mit YB). Zudem bestritt er 11 Europacup-Spiele für die Young Boys.

In St. Gallen konnte der Tessiner seine Karriere wieder in Schwung bringen, auch wenn nach dem ersten Halbjahr der Abstieg in die Challenge League folgte. -- Seine geringe Körpergrösse (1,69 m) glich der Dribbelkünstler mit feiner Technik aus, er konnte über die linke Flanke häufig für viel Unruhe beim Gegner sorgen. -- Mit der Zeit wurde aber auch die Unruhe, die er in die eigene Mannschaft brachte, bemerkt. Im Frühling 2012 wurde Regazzoni ein erstes Mal von Trainer Jeff Saibene aus dem Kader gestrichen, bald aber dank guter Trainingsleistungen wieder integriert. -- Ende April folgte eine im Stadion sichtbare Unbeherrschtheit nach früher Auswechslung. Nach dem Wiederaufstieg soll der FCSG vergeblich versucht haben, "Rega" an einen Tessiner Klub anzubieten.

Saibene arbeitete mit dem wirbligen Flügel weiter, und Regazzoni hatte einigen Anteil am guten Saisonstart des FCSG. Im Heimspiel gegen den FC Basel glückte ihm mit herrlichem Weitschuss der Siegtreffer zum 2:1. -- Später im Herbst brach Regazzoni wieder ein und hatte bald neuen Streit mit dem Trainer. -- Zum Trainingsstart im Januar wurde bekannt gegeben, dass sich der FCSG von Regazzoni trennen will und er nur noch mit der U21 trainieren solle. -- Am zweitletzten Tag der Transferperiode fand sich ein Ausweg: Der FC Sion übernahm Regazzoni und lieh gleichzeitig Sébastien Wüthrich für eineinhalb Jahre aus.

Karrierenende im Tessin

In Sitten blühte "Rega" für kurze Zeit noch einmal auf, dann aber gehörte er zu einer grossen Gruppe, die von Präsident Christian Constantin aus dem Fanionteam verbannt wurde. -- Als er im Hebst 2013 "begnadigt" wurde, fand er dennoch in keinem Spiel aufs Matchblatt. -- Mitte Januar 2014 fand er einen Ausweg und unterschrieb beim FC Chiasso (Challenge League). -- In Chiasso war Regazzoni wieder Leistungsträger. Er hatte grossen Anteil daran, dass Chiasso viermal den Klassenerhalt schaffte. Der Club war immer mehr von wirtschaftlichen Nöten geplagt. Ein paar Tage nach Saisonende im Juni 2017 gab die neue Vereinsführung bekannt, sich von fast 20 Spielern zu trennen. Alberto Regazzoni entschloss sich zum freiwilligen Abstieg in die 1. Liga und schloss sich dem FC Mendrisio an. -- Mit den 97 Spielen für Chiasso (16 Tore) kam Regazzoni damit auf ein Karrieretotal von 396 Spielen in den zwei höchsten Spielklassen (69 Tore).

Junior in Lugano

Regazzoni startete seine Karriere im Nachwuchs des FC Lugano, wo er als 17-jähriger am 4. Juni 2000 zu seinem NLA-Debüt kam (1:1 gegen Delémont). -- Ab der Saison 2002/03 im Kader des Fanionteams des FC Lugano, für den er nun in 25 Spielen in der NLB und in der Auf-/Abstiegsrunde eingesetzt wurde - bis zum Konkurs und dem abrupten Ende seines Stammklubs.

Regazzoni konnte sich der AC Malcantone Agno anschliessen, die zum Auffangbecken des FC Lugano wurde und im Sommer 2003 mit ihm den Aufstieg in die NLB schaffte. -- In seiner ersten kompletten NLB-Saison war er zusammen mit Yane Bugnard mit 11 Toren bester Schütze der AC Malcantone.

Aufstieg und Cupsieger mit Sion

2004 wechselte Alberto Regazzoni ein erstes Mal zum FC Sion, mit dem in der zweiten Saison nicht nur der Aufstieg in die NLA gelang. -- 2006 gelang dem FC Sion ein weiterer Cupsieg. Als Unterklassiger waren die Walliser gegen die Young Boys in deren Stadion für einmal in einem Endspiel Aussenseiter. Es kam nach torlosen 120 Minuten zum Penaltyschiessen, und Regazzoni verwandelte den entscheidenden Elfer.

Nach einer NLA-Saison mit Sion ist Regazzoni im Juli 2007 selbst zu den Young Boys gewechselt. -- In der ersten Saison in Bern meist als Joker im Einsatz, ab 2008 öfter von Beginn weg. -- 2009 noch einmal im Cupfinal, diesmal gabs für Regazzoni eine 2:3-Niederlage .. gegen den FC Sion.

Alberto Regazzoni bestritt 3 Länderspiele, alle unter Köbi Kuhn zwischen Herbst 2006 und Frühling 2007. -- Das Nati-Debüt gab er am 2. September 2006 beim 1:0-Sieg gegen Venezuela in Basel.

aktualisiert 29. Juni 2017

 

* 16.02.1968 | Nationalität: Holland

6. Oktober 1996 bis 3. Januar 1998 im FCSG. -- 47 (43 NLA/4 Cup) Spiele und 20 (19 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 9. Oktober 1996 beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Zürich.

Erik Regtop wurde als Nachfolger von Phil Masinga verpflichtet. -- Der Mittelfeldspieler kam von Bradford City (zweithöchste englische Liga, damals "First Division"). -- Regtop war Spielmacher und einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler, die der FCSG je hatte. Die Quote von 2,35 Spielen pro Goal unterboten nach ihm einzig die Stürmer Charles Amoah, Ionel Gane und Francisco Aguirre.

Zum Zeitpunkt seines Abgangs bester Torschütze der Espen. -- Dazu war Regtop ein natürlicher Leadertyp, der Begeisterung ausstrahlte. -- In seinem ersten Auftritt für die Espen Siegtorschütze gegen den FC Zürich. -- Herausragend der 20. September 1997: innerhalb von 28 Minuten erzielte er einen Hattrick zum 4:2-Auswärtssieg im Sittener Tourbillon - die ersten zwei Tore per Foulpenalty. -- Zweimal gelang Regtop eine Doublette: am 5. April 1997 beim 2:1-Auswärtssieg in Basel, sechs Wochen später beim 2:1-Heimsieg gegen ... Basel. -- Für Regtop gab es auch in den drei weiteren Matches gegen Basel stets einen persönlichen Torerfolg.

Als der OGC Nice Regtop einen wesentlich besser dotierten Vertrag anbot, zog er nach Nizza. -- Der Traditionsklub von der Côte d'Azur strebte die Rückkehr in die Division I an (verpasst diese jedoch). -- Im März 1998 fiel er jedoch nach einem Bänderriss aus. -- Der Aufstieg wurde verpasst. Regtop kehrte nach nur 10 Einsätzen für "Gym" zurück in die Region, im August 1998 unterschrieb er bei Austria Lustenau. -- Ab 2000 bei Schwarz-Weiss Bregenz. -- 2002 schliesslich der Wechsel zum SCR Altach. Nun wurde Regtop zum Aufstiegs-Garanten. -- In der ersten Saison in Altach gelang der Aufstieg aus der Regionalliga - als Spieler, Coach und Manager in Personalunion. -- Ein Jahr später gelang die Promotion mit der 2. Mannschaft. -- 2005 als "Aushilfsspieler" mit Diepoldsau in die 2. Liga aufgestiegen. 2006 den FC Altstätten als Spielertrainer in die 2. Liga interregional geführt. -- In der Saison 2007/08 den FC Montlingen als Trainer übernommen, 2009 in 2. Liga aufgestiegen und dort auf Anhieb an die Spitze geführt. -- Schliesslich wurde Regtop vom SC Brühl verpflichtet. Der Klub vom Krontal stieg eben in die 1. Liga auf - für einmal vor seinem Engagement. -- Mit Trainer Regtop schafften die "Kronen" 2011 überraschend den Durchmarsch in die Challenge League. -- Zwar stieg Brühl umgehend wieder ab. -- Nach harzigem Saisonstart trennten sich Brühl und Erik Regtop Ende September 2014. -- Im März 2015 wurde er vom FC Aarau als Stürmertrainer engagiert.

Ergänzt 13. März 2015

 

* 20.10.1961

Als Junior und bis 30. Juni 1990 im FCSG. -- 272 (219 NLA/4 Europacup/24 Cup/19 IFC/Intertoto-Cup und 6 Ligacup) Spiele und 20 (14 NLA/5 Cup/1 IFC) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 30. November 1980 im Cup-Viertelfinal auswärts gegen den FC Sion.

Beat Rietmann war von Kindsbeinen an ein Espe, durchlief sämtliche Junioren-Stufen des FCSG. -- Den Cup-Viertelfinal in Sitten konnte sein Team nicht mehr gewinnen (1:3-Niederlage). Rietmann ersetzte nach der Pause Norbert Senn; sein Gegenspieler Jean-Paul Brigger habe in der 2. Halbzeit kaum mehr einen Ball berührt. Nicht nur Trainer Willy Sommer zeigte sich zufrieden mit dem jungen Stopper. -- Anfang November sass Rietmann im Ligacup in Sursee erstmals auf der Reservebank des Fanion-Teams und war dann auch in zwei NLA-Spielen im Kader, ehe der Kanti-Schüler zum "Profi-Debüt" kam. -- Zum Rückrundenstart im Frühling 1981 fielen mehrere Stürmer aus. Trainer Sommer setzte Verteidiger Peter Hafner im Angriff ein, Rietmann ersetzte diesen als Stopper und kam am 1. März 1981 im Heimspiel gegen den FC Zürich zu seinem NLA-Debüt (bei dem Hafner zwei Tore zum 3:1-Sieg beitrug).

Vier weitere NLA-Einsätze gab es unter Willy Sommer, und als mit Helmuth Johannsen im Sommer 1981 ein neuer Trainer kam, schaffte es Rietmann "so knapp ins Kader", wie er später erzählte. -- Nur die Matura hatte seine Fussballer-Karriere nochmals kurz gebremst, danach profitierte er davon, dass er vor dem Studium ein Zwischenjahr einschaltete.

So richtig durchgestartet war Rietmann in der zweiten Johannsen-Saison, die mit der damals besten NLA-Klassierung der Geschichte (Platz 3) und der erstmaligen Qualifikation zum UEFA-Cup endete. -- Als harter, stets vorbildlich korrekter Kämpfer in der Abwehr wurde der Stopper gelobt. -- Sein Fairplay spiegelt sich auch in Zahlen: Auch wenn er im ersten und dritten NLA-Spiel je einmal verwarnt wurde, sah er in den über 270 Spielen nur gerade zwölfmal Gelb (10 NLA/2 Schweizer Cup) - und keine einzige rote Karte. -- Grosse Namen beeindruckten den jungen Rietmann nie, auch gegen Torschützenkönige ging er stets unaufgeregt konzentriert ins Spiel. -- Zudem setzte er bei stehenden Bällen auch seine 1,88 m Körpergrösse in der Offensive ein und war immer wieder einmal für Kopfballtore gut.

Rietmann wurde in der Saison 1982/83 regelmässig in der U21-Nati eingesetzt (mehrere Testspiele gegen NL-Klubs und drei offizielle U21-Länderspiele). -- Im Mai 1983 stand Rietmann im U21-Aufgebot für das Heimspiel gegen die DDR. In einem internen Vorbereitungsspiel wurde er von Paul Wolfisberg in der A-Nati eingesetzt, blieb auch im Kader für das EM-Qualifikationsspiel gegen die DDR und war als Einwechselspieler vorgesehen. Am Spieltag erfuhr er, dass er in der Startformation stehe. Die Schweiz "verlor" 0:0, die Qualifikationschancen waren dahin. Doch der St. Galler Verteidiger konnte mit sich richtig zufrieden sein. Die Nervosität verflog mit dem ersten Ballkontakt. Rietmann hatte seinen Gegenspieler Joachim Streich, DDR-Rekordnationalspieler (und Rekordtorschütze), bestens im Griff, und von Libero Roger Wehrli gab es Lob: "Er dirigierte ausgezeichnet, es war eine Freude, so zu spielen." Wolfisberg erklärte später, er habe Manfred Braschler (dessen Nati-Debüt sich abgezeichnet hatte) nicht alleine spielen lassen wollen, "so sollen grad beide St. Galler zusammen beginnen".

Weitere sechs Länderspiele bestritt Rietmann, die letzten drei auf der Amerika-Tour im Februar 1985. -- Zu keiner Zeit hätte er wie seine Konkurrenten im Nationalteam Vollprofi werden wollen. -- Das Studium zum Bauingenieur an der ETH Zürich und später den Beruf wollte er zu keiner Zeit vernachlässigen. -- Dies war dann auch der Grund, weshalb er mit noch nicht 29 Jahren seine Karriere als Spitzenfussballer beendete. -- Nach dem "Wintermeister"-Titel wünschte Trainer Kurt Jara im Frühling 1990, dass Rietmann voll auf den Fussball setzt. -- Der FCSG drängte auf eine Vertragsverlängerung, doch er wollte den Beruf nicht vernachlässigen. -- Es sollte sich später auszahlen, im Sommer 2010 wurde Beat Rietmann in St. Gallen zum Stadtingenieur und damit Leiter des Tiefbauamts gewählt.

Wie Beat war auch sein Vater René Rietmann ein treuer FCSGler. Auch Rietmann Senior war ein grossgewachsener Verteidiger und in den Fünfziger Jahren eine Teamstütze auf dem Espenmoos. Einzig wegen einer beruflichen Weiterbildung in Paris verliess Rietmann Senior 1953 für ein Jahr die Espen.

Fussballerisch setzte Beat Rietmann 1990 seine Karriere beim FC Gossau als Spielertrainer in der 2. Liga fort. -- Wiederholt wurde er später als möglicher FCSG-Sportchef oder Vorstandsmitglied gesehen. -- Kein offizielles Amt war es, als er sich 2008 (auf Bitte von Rietmanns früherem Teamkollegen Hugo Rubio) um Mario Cáceres Eingewöhnung in der Ostschweiz kümmerte. -- Daneben war Rietmann im FC Fortuna als Juniorentrainer tätig.

4. Januar 2012
* 19.07.1990 | Nationalität: Schweiz/Spanien/Chile

1. Juli 2013 bis 30. Juni 2015 im FCSG. -- 75 (58 NLA/8 Europacup/9 Cup) Spiele und 17 (11 NLA/1 Europacup/5 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 2013 beim 2:3 auswärts in Thun.

Roberto Rodriguez kam von der AC Bellinzona nach St. Gallen. -- Zuvor noch ohne Erfahrung in der Super League, fasste der älteste der drei Ausnahme-Brüder schnell Fuss auf höchstem Niveau. -- Nach drei Teileinsätzen und je einem Spiel in der Startformation gegen Lausanne-Sport und im Cup in Schönbühl erhielt Rodriguez im Europacup-Hinspiel gegen Spartak Moskau den Vorzug gegenüber Matias Vitkieviez - und überzeugte. -- Beim grossen 4:2-Triumph im Rückspiel in Chimki durfte er sich gar als Torschütze (zum 3:1) feiern lassen. -- Die Europa League blieb eine gute Bühne für ihn: Rodriguez war auch in jedem Gruppenspiel von Beginn weg im Spiel. -- In der Super League hingegen musste er sich oft mit der Jokerrolle zufrieden geben - überzeugte darin aber auch regelmässig. -- Sein erstes Meisterschafts-Tor für die Espen am 6. Oktober 2013 sicherte - vier Tage nach dem Europacup-Spiel in Swansea - den 1:0-Heimsieg gegen Aarau. Rodriguez hatte einen Foulpenalty verwandelt; er blieb vom Elfmeterpunkt wiederholt nervenstark.

Eine erste kleine Durststrecke beendete er im Frühling 2014 mit einem überzeugenden Match beim FC Zürich, als er zum 1:1 ausglich (2:2-Endstand). -- Mit Geoffrey Tréand kam auf seine zweite Saison ein neuer und ebenbürtiger Konkurrent. -- Im Laufe der Monate war nun mehrmals die Rede davon, dass sich Rodriguez nunmehr widerwillig auf die Bank setzte. Trotzdem war er lange Zeit als Joker positiver Impulsgeber geblieben, auch gelangen ihm noch immer Goals als Einwechselspieler. -- Gegen Saisonende wurde dennoch offensichtlich, dass sich die Wege von Rodriguez und Trainer Jeff Saibene besser trennen würden. -- Schliesslich wurde Anfang Juli 2015 sein Weggang nach Italien zum Serie-B-Aufsteiger Novara Calcio bekannt.

Roberto Rodriguez wechselte aus dem Nachwuchs der Grasshoppers, für die er mit der U21 ab 2007 zwei Jahre in der 1. Liga spielte, im Juli 2009 nach Meisterschafts-Beginn zum FC Wil. -- Für die "Abtestädter" bestritt Rodriguez in etwas mehr als zwei Jahren 54 Spiele in der Challenge League. -- Ende August 2011 holte ihn die ambitionierte AC Bellinzona. -- Bis zur Winterpause bestritt Rodriguez 7 Matches mit den "Granata". Dann aber verpasste er das ganze Jahr 2012 wegen Verletzungen. -- Im Frühling 2013 spielte der Mittelfeldspieler eine starke Rückrunde, in der er in 16 Spielen 7 Tore erzielte. Mit ihm blieb Bellinzona lange im Aufstiegsrennen um einen Platz in der Super League, obwohl der Club seit Februar in finanziellen Schwierigkeiten steckte und mit Lohnzahlungen in Rückstand geriet.

Erster Junioren-Verein von Roberto Rodriguez war der FC Schwamendingen. -- Der Sohn eines spanischen Vaters und einer chilenischen Mutter hat mit Ricardo Rodriguez einen zwei Jahre jüngeren Bruder, dem in seiner Karriere ein Senkrecht-Start gelang. U17-Weltmeister 2009, darauf vom FC Zürich mit einem Profivertrag ausgerüstet. -- In seiner zweiten "richtigen" Super-League-Saison verdrängte Ricardo den Routinier Ludovic Magnin. -- Im Januar 2012, inzwischen Leistungsträger im A-Nationalteam, Transfer zum VfL Wolfsburg, dem sein Engagement eine Ablösesumme von rund 10 Millionen Franken wert war. -- In der Bundesliga fand der jüngere Rodriguez auf Anhieb seinen Stammplatz. -- Ricardo Rodriguez bestritt bisher 30 A-Länderspiele (Stand 07/2015).

Viereinhalb Jahre jünger (Jahrgang 1995) ist Francisco Rodriguez, der im Sommer 2012 vom Nachwuchs des FC Winterthur in die U21 des FC Zürich (1. Liga Promotion) wechselte und im Juli 2014 sein Super-League-Debüt gab.

ergänzt 07.07.2016
* 20.10.1984

1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 im FCSG. -- 7 (6 NLB/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 24. Juli 2011 beim 4:2-Heimsieg gegen den FC Vaduz.

Simon Roduner kam vom FC Wohlen, für den er seit Februar 2006 in fünfeinhalb Jahren 127 NLB-Spiele bestritt. -- In seiner letzten Saison konnte die Teamstütze der Freiämter aus verletzungsgründen jedoch nur noch 9 Meisterschaftspiele bestreiten. -- Auch im FCSG blieben für Roduner nur wenige Einsätze. Erst wurde er von Verletzungen gestoppt, dann musste er meist Ivan Martic oder Pa Modou weichen. Nichtsdestotrotz übernahm Roduner nach dem Spiel in Locarno und dem gesicherten Aufstieg beim Feiern eine Leaderrolle im Team.

Roduner wechselte zurück nach Zürich zu seinem Stammklub SV Höngg (1. Liga Classic), wo er zunächst Spieler und Assistenztrainer war, im Sommer 2014 und nach dem Abstieg in die 2. Liga interregional löste er seinen früheren Förderer Stephan Goll als Cheftrainer ab.

Der Verteidiger wechselte im Januar 2005 von Höngg in den Nachwuchs der Grasshoppers, für die er zwei halbe Saisons in der U21 bestritt, ehe er nach Wohlen ging.

aktualisiert 4. Januar 2015
* 06.01.1973

10. Februar bis 30. Juni 1994 im FCSG. -- 8 NLB-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 20. Februar 1994 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 1:1 in Neuenburg gegen Xamax.

Umberto Romano konnte für eine halbe Saison vom FC Zürich ausgeliehen werden. Der Abwehrspieler war in der Vorsaison beim FC Wettingen in der NLB regelmässig zum Einsatz gekommen. -- In der Halbsaison in St. Gallen hatte Romano seinen Anteil am Wiederaufstieg, wurde jedoch nicht weiterverpflichtet. -- In seiner St. Galler Zeit kam Romano zu seinem einzigen Einsatz in der U21-Nati (am 19. April 1994, 1:1 gegen Tschechien in Winterthur).

Umberto Romano spielte ab 1982 im Nachwuchs des FC Zürich, gab am 1. Dezember 1991 im Spiel FCZ - Aarau sein NLA-Debüt und bestritt für den Letzigrund-Klub bis Sommer 1992 sowie nach seiner Rückkehr aus Wettingen im Herbst 1993 6 NLA-Spiele. -- Nach dem FCSG spielte Umberto Romano vorwiegend in der NLB für den FC Baden (1994/95), Locarno (1995/96) und Winterthur (1996/97). -- Im Sommer 1997 zu den SR Delémont, bei denen der Zürcher 1999 als einer der Teamstützen den erstmaligen Aufstieg in die NLA feierte. -- 2001 zum FC Wil, wo er ein Jahr später seinen dritten Aufstieg in sein Palmarès eintrug - für Wil wars ebenfalls der erste Aufstieg in die oberste Spielklasse. -- Romano war zweieinhalb Jahre Stammspieler im Bergholz, gehörte aber im Dezember 2003 mit Mauro Lustrinelli und Alessandro Mangiarratti zu den drei Spielern, die von den ukrainischen Besitzern keinen Lohn mehr erhielten. -- Der Verteidiger ging für ein halbes Jahr zum FC Malcantone Agno in die NLB. -- Ab 2004 wieder beim FC Winterthur, dem er nun bis 2009 treu blieb, dort lange Captain war, aber in der letzten Saison nur noch zu wenigen Einsätzen kam.

Nach 84 NLA- und rund 380 NLB-Spielen ab Sommer 2009 Spielertrainer des FC Linth 04 (2. Liga interregional). -- In der Saison 2011/12 Trainer des FC Küsnacht (ebenfalls 2. Liga inter). -- Ab Sommer 2012 Assistenztrainer des FC Wohlen (Challenge League).

Erster Juniorenklub war der FC Dübendorf.

26. Juni 2012
* 05.07.1960 | Nationalität: Chile

1. Juli 1989 bis 18. Juli 1991 im FCSG. -- 66 (57 NLA/5 Cup/4 Intertoto-Cup) Spiele und 18 (15 NLA/1 Cup/2 Intertoto-Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 22. Juli 1989 beim 2:2 gegen Sion im Espenmoos.

Hugo Eduardo Rubio wurde im Sommer 1989 als dritter Chilene nach Ivan Zamorano und Patricio Mardones verpflichtet und vom FC Bologna ausgeliehen.

Rubio war in seiner Heimat der populärste Fussballer. -- Nach der starken Copa América 1987 (erst im Final an Uruguay gescheitert) drängte sich ein Ausland-Transfer auf. -- 1988 verpflichtete ihn der FC Bologna, er wurde dem jungen Ivan Zamorano vorgezogen, den Bologna ebenfalls unter Vertrag nahm und von Beginn an in die Ostschweiz auslieh. -- Rubio fiel nach einer Verletzung 6 Monate aus und kam dann nur noch zu Kurzeinsätzen (insgesamt 14 Spiele in der Serie A). -- Die strenge Limitierung für Ausländer in der Serie A begünstigte das "Leihgeschäft" mit dem FCSG.

Auf dem Espenmoos wurde Rubio zum "Leutnant" Zamoranos, nebst den sagenhaften Dribblings glänzte er mit unzähligen präzisen Flanken für den Goalgetter. -- Im Herbst 1989 trug Hugo Rubio dazu bei, dass die Zuschauerzahl um fast die Hälfte anstieg und die Euphorie immerhin zum "Wintermeister" führte. -- Ein Jahr später - Zamorano war inzwischen in Spanien - mussten die Espen zwar in die Abstiegsrunde, Rubio blieb herausraugender Akteur. -- Auf der Schattenseite stehen für Hugo Rubio drei Platzverweise wegen Tätlichkeiten zu Buche.

Als Hugo Rubio im Sommer 1991 zu Colo-Colo zurück kehrte, lag das auch daran, dass sich der FCSG seinen Lohn nicht mehr leisten konnte. -- Zu seinem Abschied hiess es, dass er wie Zamorano seinen Marktwert in der Ostschweiz enorm gesteigert hatte. Bis auf einen Abstecher zum Stadtrivalen Unión Española (1994) blieb Hugo Rubio bis zu seinem Karrierenende bei Chiles Nummer 1, dem Club Social y Deportivo Colo-Colo, für die vor seinem Wechsel nach Bologna zwei Jahre spielte. Mit Colo-Colo feierte Hugo Rubio vier Meistertitel, drei Cupsiege, und je einmal die "Recopa Sudamericana" und die "Copa Interamericana".

Seine Profikarriere begann Hugo Rubio 1981 in seiner Heimatstadt Talca bei den Rangers de Talca. 1982 zum CD Cobreloa (Calama), mit dem er in der ersten Saison und 1985 seine ersten zwei Meistertitel feierte. In der Saison 1985/86 für eine Saison in Spanien beim CD Málaga in der zweithöchsten Liga.

Hugo Rubio bestritt 36 Länderspiele für Chile und erzielte dabei 12 Tore. Seine zweite Copa América 1991 bedeutete schliesslich nicht nur die Rückkehr aus St. Gallen, er gab danach auch den Rücktritt aus dem Nationalteam.

Hugo Rubio besitzt Trainerdiplome, hat sich jedoch mit seiner Firma "Passball" als Spieleragent etabliert.

Hugo Rubios Vater war ebenfalls Profi bei den Rangers de Talca, seine Söhne Eduardo, Matías und Diego wurden alle auch Profi. Eduardo Rubio spielte die Saison 2008/09 im FC Basel, brachte es auch wegen Verletzungen aber nur auf 9 NLA Spiele (2 Tore). Eduardo bestritt bisher 13 Länderspiele, Matías hatte spielte in der U20 Chiles.

3. Oktober 2010
* 03.11.1985 | Nationalität: Schweiz/Italien

1. Juli 2013 bis 20. Juli 2016 im FCSG. -- 43 (31 NLA/3 Europacup/9 Cup) Spiele und 3 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2013 im 1.-Runden-Spiel des Schweizer Cups in Schönbühl (8:1-Sieg).

Daniele Russo wurde zwei Wochen vor Saisonstart vom FC Lugano verpflichtet, nachdem sich in der Vorbereitung mit Ilija Ivic ein anderer Innenverteidiger einen Kreuzbandriss zuzog und lange ausfällt. -- Zuerst musste sich der 1,93 m grosse Tessiner mit Einsätzen mit der U21 in der Promotion League begnügen. So kam er noch vor dem ersten Super-League-Spiel seiner Karriere zum persönlichen Europacup-Debüt, als er am 3. Oktober 2013 in Swansea nach gut einer Viertelstunde Captain Philippe Montandon ersetzte, der wegen einer Muskelverletzung ausfiel. -- Russo machte seine Sache beim Premier-League-Vertreter gut und stand dann auch drei Tage später beim 1:0-Heimsieg gegen Aarau in der Startformation. -- Dennoch musste er sich oft lange auf Einsätze gedulden, meist war Russo die Nummer 3 im Abwehrzentrum. -- Am besten lief es ihm im Herbst 2014/15. Im September kam er in Vaduz erstmals in jener Spielzeit zum Einsatz - und erzielte das Tor zum 2:2-Ausgleich. Die leise Enttäuschung über das Remis im Rheinpark sollte sich als Startschuss für eine positive Serie des FCSG herausstellen. Und Russo stand danach bis zur Winterpause nur noch einmal nicht auf dem Platz. Weil er nach dem 2:1-Sieg in Luzern nach einem Platzverweis gesperrt war. Dort, in Luzern, erzielte er zuvor den richtungsweisenden Führungstreffer.

Im Sommer 2015 war sich Trainer Jeff Saibene sicher, mit den jungen Martin Angha und Roy Gelmi das neue Duo für die Innenverteidiger gefunden zu haben. Russo wurde später im Herbst, unter Saibenes Nachfolger Joe Zinnbauer, noch zweimal eingewechselt. -- Im Frühling 2016 spielte er keine Rolle mehr, früh wurde Daniele Russo dazu motiviert, einen neuen Verein zu suchen. -- Auffalend war, wie oft ihn auch in dieser Zeit Teamkollegen dafür lobten, für gute Laune zu sorgen. Sein leidlich gutes Deutsch, das er schon zu Beginn drauf hatte, verdankte er übrigens seiner Zeit in der Rekrutenschule.

Wenige Tage vor Saisonstart unterschrieb Daniele Russo beim FC Winterthur. -- Der FCW fiel im Herbst 2016 in ein lang anhaltendes Tief, Russo war einer der wenigen Spieler, der nicht abfiel, und der einzige, der alle 18 Spiele bestritt. In der Vorbereitung zur Rückrunde verletzte sich der lange Verteidiger und kam nicht mehr zum Einsatz. -- Nachdem er auf der Schützenwiese keinen neuen Vertrag angeboten erhielt, unterschrieb Russo, der es auf 159 Spiele im Profifussball gebracht hat, bei der AC Bellinzona in der 1. Liga.

Russo debütierte am 7. November 2004 beim FC Lugano unter Vladmir Petkovic in der Challenge League - vier Tage nach seinem 19. Geburtstag. -- Der Nachwuchsspieler kam im Frühling zu weiteren Einsätzen. In der Saison 2005/06 bestritt Russo bereits 20 Spiele im Fanionteam, ehe sein Aufstieg gebremst wurde. -- Im Frühling 2008 wechselte Russo zum FC Mendrisio-Stabio in die 1. Liga - und weckte die Aufmerksamkeit des FC Chiasso, der aus der Challenge League abgestiegen war. -- Den direkten Wiederaufstieg verpassten die Grenzstädter und holten darauf Raimondo Ponte als Trainer zurück. -- Im zweiten Anlauf kehrte Chiasso 2010 in die Challenge League zurück. -- Nun gelang es Ponte, die Kommentatoren zu beeindrucken, wurde Chiasso doch zweimal hintereinander Siebter, obwohl der Klub mit sehr bescheidenem Budget wirtschaftete. Herzstück war die starke Defensive, Pontes Abwehrchef (und bald auch Captain) Daniele Russo. -- Als der Trainer 2012 von der AC Bellinzona engagiert wurde, nahm er Russo, wie mehrere andere Spieler aus Chiasso, mit. -- Ponte wurde noch im August entlassen, Mitte November vom Ligakonkurrenten FC Lugano eingestellt. In der Winterpause lieh sich Ponte "seinen" Abwehrchef aus. -- Pontes Vertrag wurde im Mai nicht verlängert. Die Bianconeri wollten Russo behalten, versäumten aber, ihm einen Vertrag vorzulegen. -- Umso erfreuter war er über das Interesse des FCSG-Trainers Jeff Saibene.

aktualisiert 29. Juni 2017

 

* 13.09.1968 | Nationalität: Luxemburg

7. März 2011 bis 1. September 2015 Trainer des FCSG. -- In 183 (128 NLA/30 NLB/17 Cup/8 Europacup) FCSG-Spielen an der Seitenlinie verantwortlich. -- FCSG-Debüt am 13. März 2011 bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Young Boys.

Jeff Saibene wurde verpflichtet, als der FCSG tief im Abstiegskampf steckte. -- Vorgänger Uli Forte war mit vier Niederlagen in die zweite Saisonhälfte gestartet, die Ausgangslage für die Espen war bereits prekär. -- Im zweiten Spiel unter Saibene konnte der FCSG gegen den direkten Konkurrenten Bellinzona den ersten Sieg des Frühlings feiern, es folgten drei Unentschieden und der 3:1-Auswärtssieg beim anderen "Abstiegsrivalen", den Grasshoppers. -- Vorübergehend gaben die Espen den direkten Abstiegsplatz ab, sie erholten sich auch von Rückschlägen wie der Niederlage in Neuenburg, als gegen acht Xamaxiens der K.o.-Schlag in der Nachspielzeit eingesteckt werden musste. -- Am Ende musste der FCSG nach einer 2:4-Auswärtsniederlage bei den Young Boys absteigen.

Mit einer zwangsweise stark umgebauten Mannschaft nahm Saibene die neue Saison in Angriff. -- Der Druck, wieder aufsteigen zu müssen, wurde gut abgefedert. Ab der zweiten Runde führte der FCSG die Challenge League an. Die Espen hatten im März 2012 bis zu 13 Punkte Vorsprung auf den Zweiten und sicherten sich schliesslich den Wiederaufstieg drei Runden vor Schluss. -- Mit dem FC Thun und dem FC Zürich wurden im Cup zwei höherklassige Teams bezwungen - vor allem der Sieg gegen den FCZ brachte einige Euphorie zurück. -- Umso jäher war die Enttäuschung, als St. Gallen im Viertelfinal in Winterthur an einem Ligakonkurrenten scheiterte. -- Vor allem im Frühling gab es zunehmend Kritik am Trainer. So wurde ihm von aussen vorgeworfen, dass "keine Handschrift" zu sehen sei, zudem rieben sich viele daran auf, dass er an Goalie Daniel Lopar festhielt, und Germano Vailati ausser in Cupspielen die Nummer 2 blieb. -- Tiefpunkt bezüglich fehlender Wertschätzung waren die Pfiffe, die es für Saibene (und Lopar) bei der Aufstiegsfeier gab. -- Zur Rückkehr in die Super League wurden mit Ausnahme von Stéphane Nater ausnahmslos Spieler aus der Challenge League verpflichtet. -- Das erwartungsfrohe Publikum blieb dem Trainer gegenüber skeptisch, doch dann gelang den Espen ein vorzüglicher Saisonstart, Woche für Woche stieg auch das Ansehen von Saibene, der seine Mannschaft zwischenzeitlich gar auf Platz 1 führte.

Mit Marco Mathys wurde kurz darauf auch erstmals seit 12 Jahren ein St. Galler in die Nati aufgeboten. -- Die Tabellenführung wurde zwar bald wieder eingebüsst, am Ende hatte der FCSG die beste Saison seit den "Jubeljahren" mit dem Meistertitel hingelegt. -- Die Espen wurden Dritte und hatten in der Qualifikation zur Europa League erst im Playoff anzutreten. -- Mit Spartak Moskau wurde ein vermeintlich übermächtiger Gegner zugelost. -- Nach dem 1:1 im Heimspiel glückte Ende August auswärts der grosse Coup. Trotz frühem 0:1-Rückstand siegten die Espen 4:2 und zogen in die Gruppenphase ein. -- Auch wenn es zwei hohe Auswärtsniederlagen zu verkraften gab, hielt sich der FCSG sowohl international als auch in der Meisterschaft gut. Ärgerlich war nur die Heimniederlage im Cup-Viertelfinal gegen den FC Zürich.

Im Frühling 2014 geriet der FCSG jedoch in ein lang anhaltendes Tief, auch aufgrund verletzter Offensivspieler. Eine erneute Europacup-Qualifikation wurde trotz hervorragender Ausgangslage zum Rückrundenstart verpasst. -- Die Hoffnungen überhaupt nicht erfüllt hatte Alhassane Keita, mit dem FCZ einst Torschützenkönig. -- Keita steht für ein paar Spieler, die sich unter Saibene nicht wie erhofft entfalteten. -- Auf der anderen Seite hatte sich der Trainer zum Qualitätsmerkmal gemacht, in St. Gallen aus Challenge-League-Spielern solche für die höchste Klasse zu machen. -- Die Saison 2014/15 bot ihm dazu noch einmal Gelegenheit. Nach durchzogenem Start - mit einem Auswärtssieg in Basel als Highlight - legten die Espen im Herbst eine schöne Serie von 7 Spielen ohne Niederlage (5 Siege) hin. -- Erneut folgte eine Rückrunde mit nur wenig Emotionen. Mit einem Cup-Halbfinal gegen Basel vor eigenem Publikum, der klar verloren ging. -- Die Saison 2015/16 begann ähnlich wie die vorige. -- Von den Punkten her im Soll, fehlte im Publikum die Zuversicht, wieder beschwingte Zeiten zu erleben. -- Für Präsident und Sportchef wäre eine Trennung nicht in Frage gekommen, dann aber, nach einer weiteren Niederlage gegen Vaduz, entschloss sich Jeff Saibene selbst, die Arbeit zu beenden.

Zurück in Thun

In der Zwischenzeit hatte sich der FC Thun von Ciriaco Sforza getrennt und am 6. Oktober Saibene mit einem Vertrag bis Sommer 2017 verpflichtet. -- Der Trainer, den die Berner Oberländer aus erster Amtszeit in guter Erinnerung hatten, erlebte einen guten Start mit einem Unentschieden und drei Siegen, ehe Thun ausgerechnet beim Gastspiel des FCSG die erste Niederlage unter Saibene erlitt. -- Der FC Thun revanchierte sich zum Rückrundenstart mit einem Auswärtssieg in St. Gallen. -- Thun schaffte den Klassenerhalt recht komfortabel und war am Ende Sechster - vor den Espen. -- In der Folgesaison überwinterte Thun punktgleich mit Schlusslicht Vaduz. Im Januar wurde bekannt gegeben, dass der Vertrag nicht verlängert wird. Ohne dass es ausgesprochen wurde, war klar, dass Saibene ob der beschränkten finanziellen Mittel im FC Thun. -- Thun startete ausgezeichnet in den Frühling, liess das Tabellenende hinter sich, bot mit zuvor wenig bekannten Spielern auch Spektakel. -- Mitte März wurde bekannt, dass der DSC Arminia Bielefeld Saibene ein Angebot unterbreitete. -- der Klub aus Ostwestfalen befand sich in der 2. Bundesliga im Abstiegskampf und hatte eben erst den Trainer entlassen. -- Ein weiteres Heimspiel gegen den FCSG sollte für den Luxemburger zum würdigen Abschied werden. Es endete 2:2 - der Trainer selbst deutete das Resultat zwischen seinen Ex-Klubs als "Schicksal".

Bei seinem Debüt auf der Trainerbank der Arminia gab es am 1. April 2017 ein 1:1 auswärts gegen die Würzburger Kickers. Die Ostwestfalen verloren in den verbleibenden acht Spielen nur noch einmal - gegen den Aufsteiger VfB Stuttgart. So gelang Saibene mit Bielefeld der Verbleib in der 2. Bundesliga auf Kosten von 1860 München. -- Der Verein und der Trainer einigten sich danach auf einen Zweijahresvertrag.

Die ersten Jahre als Trainer

Zwischen 2004 und 2006 machte Jeff Saibene erste Trainererfahrungen beim luxemburgischen Verband, war Assistent von Nationaltrainer Guy Hellers, U21-Nationaltrainer und Ausbildungschef. -- Ab Januar 2007 war er erstmals in Thun tätig, zuerst als Assistenztrainer von Heinz Peischl. -- Nach der Entlassung von Peischl Anfang März 2007 erst interimistisch und dann bis Saisonende Cheftrainer des FC Thun, mit dem er den Klassenerhalt schaffte. -- Anfang Juni 2007 verpflichtete der FC Aarau - gemeinsam mit Cheftrainer Ryszard Komornicki - den Luxemburger als Co-Trainer. Die beiden waren in Aarau früher Mannschaftskollegen. -- Zweimal führte das Trainerduo den FC Aarau auf den 5. Platz, eine Platzierung, die der Klub vom Brügglifeld davor seit 1997 nicht mehr erreichte. -- Trotzdem trennte sich der FCA am 1. Juni 2009 von Komornicki, Saibene wurde sein Nachfolger. Inzwischen hatte er die nötige Lizenz, um dauerhaft Cheftrainer zu sein. -- Der eigenwillige Sportchef Fritz Hächler hatte allerdings auch mit mehreren Spielern der zuvor erfolgreichen Mannschaft eine Vertragsauflösung forciert. -- Dem FC Aarau lief es schlechter, steckte im Abstiegskampf und stellte am 12. Oktober 2009 Saibene frei. -- Sein Nachfolger Martin Andermatt war noch weniger erfolgreich (und wurde im April 2010 ebenfalls entlassen), am Ende stieg Aarau nach 29 Jahren NLA-Zugehörigkeit ab.

Ab August 2010 war Jeff Saibene wieder für den luxemburgischen Fussballverband (FLF) tätig. Er war U21-Nationaltrainer und Technischer Direktor der Fussballschule des Verbandes. -- Nicht zuletzt die gemeinsame Zeit mit Heinz Peischl in Thun dürfte ihn ein dreiviertel Jahr später zum Wunschkandidaten des FCSG gemacht haben. -- Die FLF reagierte zuerst ablehnend, als Saibene um Auflösung des Vertrags bat. -- Saibene sagte dem FCSG zu, ohne eine Einigung mit der FLF zu haben. -- Diese wurde einige Tage später (und mit einer kleinen Ablösesumme) doch noch erzielt. -- Saibene sah das St. Galler Angebot als Chance, in den Profifussball zurückzukehren - zudem lebte seine Familie in der Schweiz.

Karriere als Spieler

Jeff Saibene begann als Junior beim FC Kehlen. Die Saison 1985/86 spielte er im Nachwuchs von Union Luxemburg, schon ein Jahr später folgte er einem Angebot von Standard Lüttich nach Belgien. -- Im Juli 1989 kam der Luxemburger als 20-Jähriger zum FC Aarau. -- Sein NLA-Debüt gab Saibene am 22. Juli 1989 (1:2-Heimniederlage gegen Wettingen). In der ersten Saison kam er in der Meisterschaft zu 27 Einsätzen, in der zweiten musste er öfter als "überzähliger Ausländer" auf die Tribüne. -- Im September 1991 erlitt der Mittelfeldspieler einen Beinbruch. Zwar nahm Saibene im März das Training wieder auf, gab sein Comeback aber erst im August 1992.

Im Januar 1993 wurde Saibene für ein halbes Jahr dem NLB-Klub BSC Old Boys ausgeliehen. In dem Halbjahr trug er 6 Tore zum Klassenerhalt der Basler bei. Sie verlängerten das "Leihgeschäft" um eine Saison. -- In dieser Zeit glückten Saibene zwei spezielle Tore: Im 1:6 verlorenen Derby gegen den FC Basel schoss er vor 6000 Zuschauern auf der Schützenmatte den Ehrentreffer zum 1:5. Und er schoss "OB" zum dritten Mal in der Klubgeschichte in den Viertelfinal des Schweizer Cups. Nachdem er selbst gefoult wurde, verwandelte er den Penalty zum 1:0-Sieg in Martigny. -- Den Viertelfinal in Schaffhausen verpasste Saibene verletzt. -- Die Old Boys verpassten 1994 den Verbleib in der NLB, Saibene wurde nun dem Mit-Absteiger FC Monthey ausgeliehen. -- Mit den Wallisern spielte der Luxemburger erneut eine gute Rolle im Cup. In der 3. Hauptrunde Schlug Monthey den NLA-Klub Lausanne-Sports 4:2, die Tore zum 3:2 und 4:2 erzielte Saibene. -- Im Sechzehntelfinal kam Servette erst in der Verlängerung weiter, Saibene sah in der 80. Minute die Rote Karte.

Im Sommer 1995 kehrte Jeff Saibene aus der 1. Liga zurück zum FC Aarau und hatte nun unter Martin Trümpler auch wieder einen Stammplatz (zudem war die Ausländerbeschränkung nicht mehr so restriktiv). Aarau beendete die Saison als Vierter und qualifizierte sich für den UEFA-Cup, scheiterte aber nach überstandener Qualifikation in der 1. Runde an Bröndby (Dänemark). -- Bis Juni 1998 blieb Saibene beim FC Aarau, für den er in sechseinhalb Saisons 119 NLA-Spiele bestritt und dabei 3 Tore erzielte - zwei davon gegen den FCSG: Das erste am 7. Oktober 1989 auf dem Brügglifeld zum 1:1-Ausgleich, die Espen gewannen 2:1. Das zweite am 8. August 1992, als er im Espenmoos zur 2:0-Führung für die Gäste skorte, Aarau gewann 4:1.

Jeff Saibene wechselte im Sommer 1998 für zwei Jahre zum FC Locarno in die NLB, doch stiegen die Tessiner am Ende der Saison ab. -- So kehrte der Luxemburger 1999 und nach 10 Jahren in seine Heimat zurück und schloss sich dem FC Swift Hesperingen an. -- Für den Verein aus der Ehrenpromotion (zweithöchste Liga) spielte er nun als Amateur und war zugleich als Platzwart angestellt. -- Er spielte weiterhin in der Nationalmannschaft und war dort inzwischen als "verlängerter Arm" von Nationalcoach Paul Philipp gesehen worden. -- 2001 wurde Swift Erster und stieg in die höchste Liga auf. -- Die Saison 2001/2002 sollte für Saibene nicht nur die erste in Luxemburgs höchster Liga, der Nationaldivision sein. Es wurde auch seine letzte als Aktiver, Saibene erklärte im Sommer 2002 seinen Rücktritt.

Aus der Nationalmannschaft trat Jeff Saibene nach Abschluss der WM-Qualifikation am 6. Oktober 2001 zurück. -- Luxemburg unterlag Jugoslawien in Belgrad 2:6, es war das 64. Länderspiel für Saibene. -- Einen Monat zuvor spielte er zum vierten Mal gegen die Schweiz (0:3 in Luxemburg). Einmal in einem Testspiel, am 13. März 1996, gab es ein 1:1. Sein erstes Spiel gegen die Mannschaft seiner Wahlheimat fand im Espenmoos statt, im WM-Qualifikationsspiel vom 15. November 1989 siegten die Schweizer 2:1. -- Das Länderspieldebüt gab Saibene am 14. Oktober 1986, also kurz nach seinem Wechsel zu Standard Lüttich. Grösster Triumph mit dem Nationalteam war das 1:0 im EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien am 7. Juni 1995. Dieselben Tschechen wurden ein Jahr später an der Euro 96 in England erst im Final gestoppt.

aktualisiert 12. Juni 2017

 

* 08.10.1984 | Nationalität: Bosnien-Herzegowina

Seit 31. Januar 2017 im FCSG. - Bisher 13 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 5. Februar 2017 beim 1:1 in Vaduz.

Sejad Salihovic wurde am letzten Tag des internationalen Transferfensters mit einem Halbjahres-Vertrag verpflichtet. Der Offensivspieler hatte zuvor in China für den Bejing Renhe FC gespielt und den Vertrag dort Ende November aufgelöst.

Den grössten Teil seiner Karriere bestritt Salihovic für die TSG 1899 Hoffenheim, zu der er 2006 gewechselt war. Der Klub spielte in der Regionalliga, damals die dritthöchste Liga, hatte sich aber zuvor schon den Aufstieg in die Bundesliga als Ziel gesetzt. -- Nach einer enttäuschenden Vorsaison gelang mit Salihovic 2007 tatsächlich der Aufstieg in die 2. Bundesliga, der Offensivpieler trug 10 Tore in 31 Spielen zum Erfolg bei. Sein Debüt gab er am 5. August 2006 im Heimspiel gegen die 2. Mannschaft des TSV 1860 München (2:2). -- Bereits im Herbst 2007 wurde Salihovic erstmals in der Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina eingewechselt, im EM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland (am 13. Oktober 2007, 2:3-Niederlage in Athen).

Nummer 1 in der Bundesliga

In Hoffenheim ging es schnell voran, der Durchmarsch gelang. -- Schon eineinhalb Jahre später, im November 2008, war der Emporkömmling Tabellenführer der Bundesliga. Sejad Salihovic' (und auch Hoffenheims) Bundesliga-Debüt brachte am 16. August 2008 einen 3:0-Auswärtssieg gegen Energie Cottbus. Den ersten Treffer erzielte der Neu-St. Galler in der 3. Runde, am 30. August auswärts gegen Bayer Leverkusen (zum 1:2-Anschlusstreffer; Tranquillo Barnetta hatte bei jenem 5:2-Heimsieg die Flanken zu den ersten beiden Leverkusener Toren geliefert). -- An der Spitze der deutschen Bundesliga konnte sich Hoffenheim zwar nicht festsetzen, doch hatte es sich in der Elite etabliert. Auch wenn der Ligaerhalt 2013 erst über die Barrage (Relegation) gesichert wurde. -- Bis 2015 blieb Salihovic Hoffenheim treu und kam in dieser Zeit auf 227 Meisterschaftsspiele (171 Bundesliga/27 2. Liga/29 Regionalliga), womit er zumindest in der Profi-Ära Rekordspieler des Vereins ist. Ein Total von 62 Toren (davon 46 in der Bundesliga) adeln seine Bilanz, darunter nicht wenige schöne Freistösse.

Wenig Glück in China

Im Sommer 2015 liess sich Salihovic zum Guizhou Renhe FC transferieren. Das Team spielte noch in der Super League, befand sich aber bei der Ankunft des Bosniers auf einem Abstiegsplatz. -- Den Einstand für seinen neuen Verein gab er am 24. Juni 2015 auswärts gegen Changchun Yatai, schon nach 9 Minuten traf Salihovic zur Führung. Das Spiel sollte aber 1:2 verloren gehen und das Goal sein einziges in der Liga bleiben. -- Renhe stieg ab, der Verein wurde nach Peking (Beijing) "gezügelt", der Wiederaufstieg verpasst - und so verliess Salihovic China im Spätherbst 2016. -- Vor seiner Ankunft in St. Gallen trainierte er bei Hoffenheim mit.

Zweimal Hertha als Junior

Salihovic' Familie floh vom Krieg in der bosnischen Heimat, als Sejad sieben Jahre alt war. -- In Berlin spielte er zunächst bei den Junioren des SC Minerva und des FC Hertha 03 Zehlendorf, ehe er als 16-jähriger in den Nachwuchs des Hertha BSC kam. Bei der "Alten Dame" spielte er bald in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga, 2004 wurde er ins Profikader befördert. -- Am 26. September 2004 kam Salihovic zum Bundesliga-Debüt auswärts gegen den Hamburger SV (1:2-Niederlage). -- Vor seinem Wechsel in den Süden kam er insgesamt auf 5 Bundesliga-Spiele (womit er total 176 Spiele in der deutschen Elite-Liga bestritt).

Nationalspieler

Für Bosnien-Herzegowina kam er 2004 zu ersten Spielen in der U21-EM-Qualifikation (total 9 Spiele). -- Für die Nationalmannschaft bestritt Salihovic 47 Länderspiele, das letzte am 13. Oktober 2015. In den folgenden EM-Barrage-Spielen gegen Irland blieb er auf der Bank.

Stand 21.05.2017
* 17.08.1992 | Nationalität: Kamerun

18. August 2015 bis 30. Juni 2016 im FCSG. -- 28 (26 NLA/2 Cup) Spiele und 8 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 29. August 2015 bei der 0:1-Niederlage in Vaduz.

Edgar Nicaise Constant Salli wurde für ein Jahr von der AS Monaco ausgeliehen, spielte aber in der Vorsaison für Académica de Coimbra in Portugals Primeira Liga, ebenfalls auf Leihbasis.

Edgar Salli gehörte in einer schwierigeren Saison zu den Spielern, die am meisten Freude bereiteten. -- Am Saisonende war klar, dass der FCSG den Kameruner übernehmen möchte. -- Schliesslich war es jedoch der 1. FC Nürnberg aus der 2. Bundesliga, der sich die Dienste des kleinen und wirbligen Stürmers sicherte.

Der nur 1,65 m grosse Salli kam 2011 aus seinem Heimatland zur AS Monaco, die zuvor nach 37 Jahren Zugehörigkeit zur Division 1/Ligue 1 abgestiegen war. -- Der Klub aus dem Fürstentum musste auch in der Ligue 2 gegen den Abstieg kämpfen. Im Dezember aber wurde der in Monaco ansässige russische Geschäftsmann Dimitri Rybolowljew Mehrheitsaktionär und setzte in der Winter-Transferperiode im Januar 2012 erste grosse Summen ein, um die Mannschaft zu stabilisieren. -- Salli bestritt in seiner ersten Saison für Monaco 31 von 38 möglichen Spielen, die ASM schaffte den Klassenerhalt letztlich komfortabel (Platz 10). -- In der zweiten Saison kam Salli nur noch auf einen Kurzeinsatz. Einerseits machte dem Mittelfeldspieler eine Leistenverletzung lange zu schaffen. Andernseits hatte Rybolowljew die Mannschaft weiter verstärkt - Monaco kehrte 2013 mit grossem Vorsprung in die Elite zurück. -- Nun kamen gar Weltklassespieler - allen voran die Kolumbianer Radamel Falcao und James Rodriguez - zur ASM.

Salli hingegen wurde dem RC Lens (Ligue 2) ausgeliehen. -- In Nordfrankreich spielte er wieder regelmässig, in 27 Spielen trug er 5 Tore und 8 "Assists" zum Wiederaufstieg der "Sang et Or" bei. -- Salli kehrte nach Monaco zurück, wurde im August 2014 aber nach Coimbra ausgeliehen. -- Bis Weihnachten wurde er in 9 Spielen eingesetzt. Nach Neujahr war Salli mit Kamerun beim Afrika-Cup 2015 in Äquatorialguinea im Einsatz. -- Zurück in Coimbra, fiel er bald mit einem Ermüdungsbruch im Schienbein aus und verpasste den Rest der Saison. -- Monaco, in der Vorjahressaison Dritter in Frankreich und Champions-League-Viertelfinalist, holte Salli zurück. Er gehörte anfangs dem Kader an, sah aber kaum Einsatzchancen und drängte auf eine erneute Ausleihe. Bevor er - am Tag nach seinem 23. Geburtstag - den Leihvertrag mit dem FCSG unterschrieb, verlängerte die AS Monaco den Vertrag mit ihm um ein Jahr bis 2017.

Salli soll beim Ngaoundéré FC in Kameruns zweithöchster Liga gespielt haben, ehe er 17-jährig zu Coton Sport aus seiner Heimatstadt Garoua wechselte, für den er zwei Jahre in der "Elite One" spielte. In anderen Quellen wird er vor seinem Aufstieg ins Fanionteam als Nachwuchsspieler von Coton Sport bezeichnet.

Unzähmbarer Löwe

Sein Nationalmannschafts-Debüt gab Salli im Oktober 2011 in einem Spiel gegen Äquatorialguinea (1:1). -- Sein bisher einziges Tor für die "Lions Indomptables" (unzähmbare Löwen) erzielte er beim 1:0-Sieg im letzten WM-Vorbereitungsspiel gegen Moldawien am 7. Juni 2014. -- Bei der WM-Endrunde in Brasilien kam Salli in zwei von drei Vorrundenspielen zum Einsatz. -- Die von Volker Finke trainierte Mannschaft scheiterte ebenso in der Vorrunde wie am Afrika-Cup 2015. -- Bisher 21 Länderspiele. -- 2009 wurde Edgar Salli erstmals in die U20 Kameruns aufgeboten. Beim U20-Afrika-Cup in Südafrika im April 2011 wurde er zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Final unterlag sein Team gegen Nigeria 2:3, Salli selbst hatte in der 85. Minute noch zum 2:2-Ausgleich getroffen. -- Salli sollte nach seinem Wechsel nach Monaco mit Kamerun auch die U20-WM 2011 in Kolumbien bestreiten, erhielt von seinem neuen Klub aber keine Freigabe.

aktualisiert 21.07.2016
* 10.06.1979 | Nationalität: Schweiz/Griechenland

1. Juli 1998 bis 27. April 1999 im FCSG. -- 8 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 21. Juli 1998 beim 2:2 in Lugano.

Anastasios Salonidis war bereits als Nachwuchsspieler zwischen 1992 und 1997 im FCSG. -- In der Saison 97/98 dem FC Wil ausgeliehen, für den er 8 NLB-Spiele bestritt. -- Der rechte Aussenverteidiger kam in der Finalrunde im 1999 und unter dem neuen Trainer Marcel Koller nur noch zu einem Einsatz und wurde noch im selben Frühling wieder dem FC Wil ausgeliehen (weitere 3 NLB-Spiele).

Im Sommer 1999 wechselte Salonidis, der Grieche aus dem Rheintal, in sein Heimatland und unterschrieb beim Aufsteiger A.O. Trikala, für den er 7 Einsätze in der "Alpha Ethniki", der höchsten Liga. -- Nach dem Abstieg von Trikala im Sommer 2000 zu A.O. Kavala, für den Salonidis in 3 Jahren 54 Spiele in der zweithöchsten Liga spielte. -- Im Sommer 2003 zum Fostiras FC (Tavros), in der selben Saison weiter zum Veria FC in der dritthöchsten Liga. -- Im Januar 2005 Rückkehr in die Schweiz. Salonidis wurde vom SC YF Juventus verpflichtete und bestritt für die Stadtzürcher in einer halben Saison 13 Spiele in der Challenge League. -- Dann noch aktiv bei Chur 97 und dem FC Bad Ragaz.

Erster Junioren-Klub war der FC Widnau.

22.03.2011
* 14.07.1985 | Nationalität: Argentinien

22. Februar 2011 bis 30. Juni 2013 im FCSG. -- 88 (51 NLA/30 NLB/7 Cup) Spiele und 42 (23 NLA/15 NLB/4 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Februar 2011 bei der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Thun.

Ezequiel Oscar Scarione kam vom FC Thun nach St. Gallen. -- Zuerst für Sommer 2011 verpflichtet, bemühte sich der FCSG, den Mittelfeldspieler bereits vorzeitig in die Ostschweiz zu holen. -- Dass die "Mission Klassenerhalt" nach dem Trainerwechsel nochmals neue Hoffnung erhielt, war auch Scarione zu verdanken, der etwa beim Auswärtssieg gegen die Grasshoppers eine grossartige Partie spielte. -- Nachdem der Abstieg feststand, soll Scarione verschiedene Angebote aus ausländischen Ligen abgelehnt haben.

In der Challenge League erzielte Ezequiel Scarione 15 Tore und führte das Team als Leader zum sicheren Wiederaufstieg. -- Trotz der herausragenden Leistungen zog der Argentinier wiederholt Kritik auf sich, auch weil er sich, wenn es Team nicht lief, oft zuviel zumutete und deswegen schlecht aussah.

Das Comeback in der Super League verlief vielversprechend. -- Jeff Saibene hatte mit dem Duo Stéphane Nater/Dejan Janjatovic dafür gesorgt, dass Ezequiel Scarione der Rücken vermehr freigehalten wurde. -- Das machte ihn bald zu einem der meistbeachteten Akteure in der Schweiz. -- Nicht nur stürmte der FCSG an die Spitze; sein Regisseur stand in der Torschützenliste bald ganz oben - am Ende war Scarione mit 21 Treffern als dritter FCSG-Spieler nach Ivan Zamorano und Charles Amoah NLA-Torschützenkönig. -- Scarione war in dieser Saison weit über seine Torgefährlichkeit hinaus prägend für das Spiel der Espen - mit 8 "Assists" war er auch wichtigster Passgeber der Mannschaft, die den 3. Platz beendete und nach 12 Jahren sich wieder für den Europacup qualifzierte.

Spätestens in der Woche nach Trainingsbeginn zur neuen Saison wurde klar, dass Scarione die Chance nutzen will, in einer anderen Liga einen guten Vertrag zu erhalten. -- Die Chance bot ihm der aufstrebende Istanbuler Kasimpasa SK, zu dem er mit einem Dreijahresvertrag wechselte. -- Spätestens im Frühling 2016 sollen sich die Istanbuler Grossklubs um Scarione bemüht haben. Schliesslich unterschrieb er aber im Juli 2016 beim Maccabi Tel Aviv FC.

Ezequiel Scarione kam Ende Januar 2007 nach Thun. -- Sein Meisterschaftsdebüt gab er am 1. April 2007 bei der 1:4-Auswärstsniederlage in Basel. -- Er konnte in der Saison 2007/2008 den Abstieg in die Challenge League nicht vermeiden, war aber mit 6 Goals in 31 Spielen bereits zweitbester Torschütze. -- In der zweiten Saison nach 13 Spielen/6 Toren in der Winterpause dem FC Luzern ausgeleihen (14 NLA-Spiele). -- Im Sommer 2009 zurück in Thun, wo er mit 18 Toren in 28 Spielen als erfolgreichster Schütze zum Wiederaufstieg beitrug. -- Auch im Herbst 2010, als der FC Thun mit bemerkenswerten Resultaten aufwartete, war der Regisseur mit 7 Goals bester Schütze - und sorgte ebenfalls für die meisten erfolgreichen Torvorlagen.

Ezequiel Scarione kam aus dem Nachwuchs des C.A. Boca Juniors, für die er zwei Meisterschaftsspiele im Fanionteam bestritten haben soll. -- 2004 Wechsel nach Ecuador zu Deportivo Cuenca.

aktualisiert 21. Juli 2016
* 01.04.1984

1. Juli 2008 bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 107 Spiele (66 NLA/29 NLB/12 Cup) und 4 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 26.07.2008 beim 2:0-Heimsieg gegen Concordia Basel.

Der Abwehrspieler kam vom FC Wil (62 NLB-Spiele von 2006 - 2008), wohin er ebenfalls von Trainer Uli Forte geholt wurde. -- Lukas Schenkel war drei Jahre lang unbestrittener Stammspieler und zuverlässiger Rückhalt, verhalf in der ersten Saison zum Wiederaufstieg und dann zu einem beeindruckenden Comeback in der höchsten Liga. -- Der Berner Oberländer agierte zudem äusserst sauber, brachte er es doch für einen Innenverteidiger zu einem beachtlichen Wert: nur gerade ein Spiel verpasste er wegen einer Sperre. -- In seiner ersten kompletten Super-League-Saison kassierte Schenkel genauso nur drei Verwarnungen wie in der zweiten. -- So fehlte er einzig wegen Verletzungen, in den letzten Runden im Frühling 2010 - zuvor war er einziger Feldspieler, der in jedem Spiel über die volle Distanz auf dem Platz stand. -- In der Saison 2010/11 fehlte er gar nur in einem Match. -- Eine Woche später zeichnete sich Schenkel als Doppeltorschütze aus - ausgerechnet gegen "seinen" FC Thun, am 31. Oktober 2010. Dank seiner Treffer gewann der FCSG 2:1. -- Nach dem Abstieg im Sommer 2011 kam es zu keiner Vertragsverlängerung, der FCSG hatte mit Philippe Montandon und Martin Stocklasa zwei Neue fürs Abwehrzentrum geholt.

Lukas Schenkel unterschrieb schliesslich bei Mit-Absteiger AC Bellinzona, mit dem er den Espen lange gefährlichster Konkurrent um den Wiederaufstieg war. -- In zwei Saisons bestritt Schenkel 57 Challenge-League-Spiele für die "Granata". Als die ACB im Sommer 2013 auf den Konkurs zusteuerte und die Spieler ablösefrei gehen durften, engagierte ihn der FC Thun, für den er schon als Junior spielte. -- Nun machte er neue Erfahrungen, erlitt wiederholt Rückschläge wegen Verletzungen (vor allem Leistenprobleme) und musste stets um einen Platz in der Mannschaft kämpfen.

Beim FC Thun spielte Schenkel bis zur U19. -- Im Dezember 2002 zum FC Münsingen, für den er bis 2004 in der 1. Liga spielte. -- Im Sommer 2004 erhielt Schenkel den ersten Profivertrag im FC Thun, für den er in vier NLA-Spielen zum Einsatz kam (Debüt am 11. Mai 2005 beim 1:1 im Derby gegen die Young Boys). -- Im September 2005 von den Young Boys ausgeliehen, die den Berner Oberländer für ihre U21 holten. -- 2006 vom FC Wil ausgeliehen. -- Unter dessen neuen Trainer Forte fand Schenkel nach einigen Wochen, einer 0:5-Heimniederlage gegen Chiasso und einer erst im Penaltyschiessen abgewendeten Cup-Niederlage in Zug erstmals in die Startformation - und war fortan gesetzt. -- Erster Juniorenklub war der FC Allmendingen aus Thun.

aktualisiert 09.05.2014
* 17.03.1995

Seit 2010 im FCSG-Nachwuchs. -- Bisher 1 Cupspiel und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. August 2015 beim 9:0-Sieg in der 1. Cup-Hauptrunde in Hausen am Albis.

Michael Scherrer erhielt zusammen mit drei weiteren Spielern aus dem Nachwuchs am 30. Juni 2015 einen ersten Profivertrag im FCSG. -- Der Mittelfeldspieler bestritt bereits im Sommer 2014 und im Januar 2015 Teile der Vorbereitung mit dem Fanionteam und spielte mit der U21 in der Promotion League eine immer wichtigere Rolle. -- Bei seinem Pflichtspiel-Debüt im Fanionteam stand er gleich in der Startformation und bildete mit Marco Mathys das defensive Mittelfeld. Kurz vor der Pause traf er mit einem Distanzschuss zum 3:0-Halbzeitstand.

Michael Scherrers erster Juniorenklub war der FC Grabs. Ausserdem spielte er in der U13 für das Team Liechtenstein und dann in der U14 und U15 im Team Südostschweiz, ehe er nach St. Gallen wechselte.

Stand 16.08.2015
* 28.09.1984 | Nationalität: Österreich

1. Juli 2004 bis 30. Juni 2005 im FCSG. -- 19 (16 NLA/3 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 2004 zuhause beim 3:3 gegen die Young Boys.

René Schicker kam mit dem Prädikat "Österreichischer U19-Internationaler" vom SV Kapfenberg aufs Espenmoos. -- Der Steirer wurde im ersten Halbjahr fast in jedem Spiel eingesetzt - meist eingewechselt - und war auf dem Weg zum Publikumsliebling. -- Nach der Winterpause von Heinz Peischl nach dem verlorenen Cup-Viertelfinal gegen Aarau (Schicker verwandelte seinen Elfer im Penaltyschiessen) nur noch in 2 NLA-Spielen eingesetzt.

René Schicker wurde im Sommer 2005 an den FC Kärnten ("Erste Liga"/zweithöchste Spielklasse) ausgeliehen. -- Im Sommer 2006 vom Donawitzer SV Leoben, seinem Stammklub, übernommen. -- Nach zwei guten Saisons in Leoben 2008 vom ambitionierten FC Admira Wacker Mödling, ebenfalls "Erste Liga", verpflichtet und seither Leistungsträger bei den Niederösterreichern.

Schicker wechselte 2001 erstmals vom DSV Leoben zum Grazer AK, 2003 zum SV Austria Salzburg (4 Bundesliga-Spiele) und wurde im Januar 2004 an den SV Kapfenberg (den Nachbarn des DSV Leoben) ausgeliehen, ehe er nach St. Gallen kam.

25.08.2010
* 23.07.1980

4. Januar bis 30. Juni 2008 im FCSG. -- 19 (17 NLA/2 Barrage) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 3. Februar 2008 bei der 1:3-Niederlage in Aarau.

Schneider wurde für den Abstiegskampf vom FC Zürich verpflichtet. -- Er wurde zum Abwehrchef und war auch der ersehnte Führungsspieler. -- Doch am Ende stieg der FCSG ab.

Marc Schneider wechselte zu den Young Boys, die sich bereits im Januar um ihn bemühuten, doch wollte ihn der FCZ damals nicht zu einem direkten Konkurrenten ziehen lassen. -- Mit YB in zwei Jahren zweimal Zweiter. -- In der zweiten Saison verlor der Verteidiger jedoch seinen Stammplatz und wechselte 2010 zurück zum Super-League-Aufsteiger FC Thun, bei dem er 1998 in der NLB seine Karriere als Profifussballer startete. -- Anfang Oktober 2012 erklärte Marc Schneider seinen Rücktritt vom Profifussball. Verletzungen liessen die Hoffnungen auf ein Comeback auf hohem Niveau schwinden. Nach gut 350 Spielen in den obersten zwei Ligen wechselte der ehemalige Verteidiger in den Trainerstab des FC Thun. -- Als im Januar 2017 bekannt wurde, dass Jeff Saibene Thun per Saisonende verlassen werde, wurde Marc Schneider, zum Zeitpunkt Assistent des Cheftrainers, zu dessen Nachfolger bestimmt. Schneiders Aufstieg zum Hauptverantwortlichen wurde auf Mitte März vorgezogen, nachdem Saibene einem Angebot von Arminia Bielefeld folgte.

Mit den Berner Oberländern feierte Marc Schneider 2002 den NLA-Aufstieg und wurde darauf vom FC Zürich verpflichtet. -- Im Januar 2003 zurück nach Thun, Schneider wurde für zweimal ein Jahr ausgeliehen. -- 2004 folgte die definitive Rückkehr zum FCZ, bei dem er später auch Captain wurde - und 2006 und 2007 zwei Meistertitel feiern durfte.

aktualisiert 21. März 2017
* 21.07.1989 | Nationalität: Deutschland

Seit 1. Juli 2016 im FCSG. -- Bisher 22 (20 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 2016 bei der 0:2-Heimniederlage gegen die Young Boys.

Der Wechsel von Kofi Yeboah Schulz vom FC Biel zum FCSG wurde bereits in der Winterpause bekannt gegeben. Die Einigung erfolgte in der Südtürkei, wo sich beide Teams gleichzeitig im Trainingslager befanden. -- Der linke Aussenverteidiger, der im Sommer 2015 nach Biel wechselte und dort zum Leistungsträger wurde, sollte aber auch die Rückrunde mit den Seeländern in der Challenge bestreiten. -- Allerdings geriet der FC Biel im Winter auch in finanzielle Turbulenzen, die eine Kettenreaktion von Ungemach für Mannschaft und Verein auslösten. -- Am Ende stand der Lizenzentzug und die vorzeitige Einstellung des Spielbetriebs. 24 (von 29 möglichen) Challenge-League-Spielen bestritt Schulz für Biel. -- Dann nahm er noch in der alten Saison das Training mit dem FCSG auf.

In Berlin als Sohn von Eltern aus Ghana geboren, spielte Kofi zuerst bei den Junioren von Rapide Wedding und dann von 1999 bis 2004 für den Hertha BSC. -- Als 15-Jähriger nahm er ein Angebot der Milton Keynes Dons in England an, schaffte dort den Aufstieg ins Profiteam jedoch nicht. -- Zwischen 2008 und 2011 spielte Schulz für den AFC Kempston Rovers in der United County League, was der neunt- und zehnthöchsten Spielklasse entsprach. -- 2011 erfolgte die Rückkehr nach Deutschland, wo er zuerst vor den Toren Berlins für den SV Babelsberg in der 3. Liga spielte. Von Verletzungen gebremst, kam er in zwei Jahren nur zu zwei Einsätzen in der dritthöchsten Spielklasse. -- Ab 2013 für zwei Jahre beim KFC Uerdingen 05, für den er 59 Spiele in der Regionalliga West (vierthöchste Liga) bestritt.

Stand 16.05.2017
* 19.05.1986

1. Juli 2012 bis 14. Januar 2014 im FCSG. -- 16 (11 NLA/1 Europacup/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 15. Juli 2012 beim 1:1 gegen die Young Boys.

Mario Schönenberger kam vom FC Wil nach St. Gallen. -- Auf seiner Position im defensiven Mittelfeld wurde im selben Sommer Stéphane Nater verpflichtet. Schönenberger musste sich als Nummer drei hinter dem Duo Nater/Dejan Janjatovic auf die wenigen Chancen gedulden, die sich ihm bei einem Ausfall der Stammspieler boten. -- Als ein Jahr später auch noch Muhamed Demiri in Konkurrenz trat, kam der Toggenburger nur noch einmal von Beginn weg (in der 1. Cup-Runde in Schönbühl) zum Einsatz; beim triumphalen Europacup-Auswärtsspiel gegen Spartak Moskau kam er für den angeschlagenen Nater zu seinem letzten Teileinsatz für den FCSG. -- Schöneberger bat deshalb Anfang 2014 um die vorzeitige Vertragsauflösung und wechselte in die Challenge League zum FC Wohlen.

Den Freiämtern verhalf Schönenberger zum Klassenerhalt. Nach der Sommerpause startete das inzwischen von Ciriaco Sforza trainierte Team beeindruckend, hatte als Leader nach 6 Runden 6 und mehr Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Schönenberger war inzwischen nicht mehr erste Wahl, und doch überraschte, als er Ende August 2014 aus privaten und beruflichen Gründen um die Vertragsauflösung bat. -- Im Sommer 2015 schloss er sich dem FC Gossau (1. Liga) an.

Der Defensivspieler gab am 15. April 2004 - drei Tage nach dem von Wil gewonnenen Cupfinal - als 17-Jähriger als Innenverteidiger sein NLA-Debüt vor fast 25'000 Zuschauern in Basel (0:2). -- Weil Trainer Joachim Müller wegen Verletzungen mehrere Spieler fehlten, wurde Schönenberger vom FC Bazenheid kurzfristig zurückgeholt. -- Eigentlich sollte er eine Woche zuvor schon im Derby gegen den FCSG im Kader stehen, doch wurde keine kurzfristige Spielberechtigung erteilt. -- Bis Saisonende machte Schönenberger 8 NLA-Spiele und stieg mit dem FC Wil ab. -- Insgesamt hat Schönenberger über 200 Spiele als Profifussballer bestritten (davon 37 NLA/160 NLB).

In den folgenden zwei Jahren war Schönenberger Stammspieler und bestritt 49 Matches in der NLB. -- Im Sommer 2006 zum FC Thun, für den er in einenhalb Jahren in der NLA 17 Mal zum Einsatz kam, oft aber aus Verletzungsgründen fehlte. -- Im Januar 2008 dem SC Kriens ausgeliehen, für den er 12 NLB-Spiele bestritt, den Abstieg aber nicht verhindern konnte. -- In der Saison 2008/09 wieder beim inzwischen abgestiegenen FC Thun (26 NLB-Spiele). -- Im Sommer 2009 zurück zum FC Wil, bei dem er als defensiver Mittelfeldspieler zum Führungsspieler reifte und in der Saison 2011/12 Captain war. -- 74 NLB-Spiele in drei Jahren für Wil.

Schönenberger bestritt ein U21-Länderspiel (am 5. Juni 2007 in Helsingborg, 0:0 gegen Schweden) und war zuvor von der U18 bis U20 in SFV-Auswahlen im Einsatz.

Junioren-Klubs des Mosnangers waren der FC Bütschwil und der FC Wil. -- Zwischen 2002 und April 2004 auch beim FC Bazenheid in der 2. Liga interregional.

aktualisiert 23.07.2015
* 17.09.1983

Im Nachwuchs und bis 30. Juni 2003 im FCSG. -- 6 NLA-Spiele und 2 Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 24. November 2002 beim 2:1-Auswärtssieg in Bern gegen die Young Boys.

Daniel Senn hatte im schwierigen Herbst 2002 unter Thomas Staub erste Einsätze im Fanionteam und war  beim Heimsieg gegen Delémont auch Torschütze zum 3:0-Schlussstand. Heinz Peischl hatte ihn dann nach Amtsantritt offiziell ins Kader der NLA-Mannschaft befördert. -- Ab Mitte April fehlte Senn verletzt und kam dann nur zum Saisonabschluss in Luzern noch einmal zum Einsatz.

Senn wurde an den FC Schaffhausen ausgeliehen, um mehr Spielpraxis sammeln zu können. Mit den "Munotstädtern" schaffte er 2004 den Aufstieg und wurde später vom FCS auch übernommen. -- Daniel Senn wurde Schaffhauser Aufstiegs-Torschütze, er erzielte im entscheidenden Heimspiel gegen Chiasso in der 90. Minute das 3:2. --  Zweieinhalb Monate später, beim 3:2-Sieg gegen den FCSG vor 5500 Zuschauern, dem ersten grossen Triumph der Schaffhauser nach der Rückkehr in die NLA, traf Senn zum 1:0 und fügte den St. Gallern einen tiefen Stich ins Herz. -- Ende September fiel Senn mit einem Wadenbeinbruch aus und fehlte bis Jahresende 2004. -- Nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal hatte der Offensivspieler Verletzungspech: Ende September 2005 hatte ein Ermüdungsbruch im Fuss zu einem längeren Ausfall geführt, danach wurde Senn nur noch unregelmässig eingesetzt, im Herbst 2006 kam er auf gerade noch drei NLA-Spiele. -- Davor hatte Senn im Juni 2005 im Barrage-Rückspiel in Vaduz das einzige Tor erzielt und Schaffhausen eine weitere NLA-Saison gerettet.

Im Januar 2007 wurde Daniel Senn dem FC Winterthur ausgeliehen, für den er bis 2009 in zweieinhalb Jahren 47 NLB-Spiele bestritt. -- Seit Sommer 2009 im FC Tuggen. 16 Tore schoss er in der ersten Saison für die Märchler in der 1. Liga, dazu traf er auch im Schweizer Cup beim 4:1-Sieg gegen den FC Schaffhausen. -- 14 Tore trug Daniel Senn in der Saison 2011/2012 zum Aufstieg in die neue 1. Liga Promotion bei, im November 2011 brachte sein Ausgleichstreffer im Cup-Achtelfinal gegen Sion den Walliser Super-League-Vertreter ins Wanken.

Juniorenklub von Daniel Senn war der FC Freienbach. -- Vor seinem Wechsel in den FCSG-Nachwuchs (wohl 2001) spielte er bei den Grasshoppers. -- 1 U21-Länderspiel (am 19. Juli 2005 gegen Katar in Vevey, 1:2-Niederlage).

ergänzt 25. Juni 2012
* 10.05.1982 | Nationalität: Schweiz/Österreich

Als Junior und bis 31. Januar 2002 im FCSG. -- 2 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 2001 beim 1:1 gegen den FC Aarau.

Zweimal nur kam Daniel Sereinig im Fanionteam zum Einsatz, obwohl er  beim Debüt in der Startformation stand und sich 90 Minuten bewährte. -- Mitte Oktober gegen Xamax wurde er von Trainer Marcel Koller nochmals eingewechselt, doch schon da war davon die Rede, das der Innenverteidiger nach Wil wechseln könnte.

Schliesslich wurde Sereinig für ein Jahr ausgeliehen, der FC Wil schaffte den Aufstieg in die NLA, er kam dabei nur zu vier Einsätzen. -- In der Sommerpause wurde Sereinig dem FC Schaffhausen geliehen, später in der Winterpause konnte ihn der FCS übernehmen. -- 2004 gelang ihm der zweite Aufstieg, mittlerweile war Sereinig Stammspieler und blieb dies in den vier Saisons mit den Nordschweizern. -- 2007, nach dem Abstieg, 99 NLA- und 42 NLB-Spielen, erster Ausland-Transfer. -- Bei Rot-Weiss Essen in der Deutschen Regionalliga wurde die Qualifikation für die neu geschaffene 3. Bundesliga verpasst, der Traditionsclub wurde viertklassig. -- Sereinig wechselte zum Vorarlberger Bundesligisten SCR Altach, mit dem der Abstieg nicht verhindert werden konnte. -- Ab 2009 war Daniel Sereinig im SC Freiburg, wurde für die "U23" in der Regionalliga geholt. Dort war er der Routinier unter den Nachwuchsspielern, kam am 2. Oktober 2010 zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga beim 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Köln. -- Ab Januar 2011 bis im Sommer 2014 beim FC Winterthur, für den er in dieser Zeit 71 Spiele in der Challenge League bestritt. -- Nachdem der dort keinen Vertrag mehr erhielt, zog Sereinig nach Vorarlberg zum FC Schwarzach (Landesliga, vierthöchste Spielklasse). -- Sereinigs erster Juniorenklub war der FC Rorschach.

aktualisiert 17.07.2014

2 NLA-Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 1996 beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Sion.

Ersel Sertkan war 16-jähriger Nachwuchsspieler, als er unter Roger Hegi in der NLA debütierte. -- Sertkan ersetzte in der 88. Minute Marc Zellweger. -- Genau einen Monat später kam er beim 1:0-Heimsieg gegen Servette vor 11'000 Zuschauern in der 80. Minute für den Torschützen Claudio Moura zum zweiten Teileinsatz. -- Später im FC Landquart-Herrschaft. -- Seit Sommer 2011 im neu gegründeten FC Rot-Weiss Winikon (Uster), der sich zum Ziel gesetzt hat, aus der 5. Liga innert zwölf Jahren zum Meistertitel zu gelangen.

aktualisiert 01.10.2011
* 09.07.1988 | Nationalität: Schweiz/Kosovo

Juli bis Dezember 2007 im FCSG. -- 2 (1 NLA/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Juli 2007 bei der 0:3-Heimniederlage gegen den FC Basel.

Labinot Sheholli wurde vom FC Zürich ausgeliehen, für den er davor eine 1.-Liga-Saison mit der U21 bestritt. -- Der offenive Mittelfeldspieler wurde in der halben Saison in St. Gallen auch vorwiegend in der U21 eingesetzt. -- In der 2. Saisonhälfte wieder in der U21 des FC Zürich. -- Ab 2008/2009 spielte Sheholli wieder für seinem Heimatklub FC Biel, bei dem er später auch Captain wurde. -- Im Sommer 2012 wechselte Labinot Sheholli zum ambitionierteren FC Aarau. Zwar lief es dem Team gut, doch fiel Sheholli ab Oktober mit Verletzungen aus. Anfang Januar 2013 wurde der Vertrag auf seine Bitte hin aufgelöst. -- Sheholli ging zum FC Köniz und stieg mit diesem auf die Saison 2013/14 hin in die 1. Liga Promotion auf. -- Im Sommer 2014 kehrte er zum FC Biel zurück und war nun auch Captain. Biel schaffte den Klassenerhalt nur dank dem Lizenzentzug für Servette. Mit der Eröffnung des neuen Stadions kam ein neuer Geldgeber, der im grossen Stil Transfers tätigte. Mehr als 15 Spieler mussten weichen, am Ende auch der Captain. -- Schliesslich ging Labinot Sheholli im Sommer 2015 zum FC Breitenrain (Promotion League), wo bereits sein Bruder Kastriot war, der früher ebenfalls für den FC Biel in der Challenge League aktiv war. -- Als Der FC Biel seine Geschichte nach dem Konkurs im Sommer 2016 im Regionalfussball (2. Liga) fortsetzen musste, beschlossen die zwei Brüder, wieder ihrem Stammclub zu helfen.

Im August/September 2008 kam Labinot Sheholli zu 2 Einsätzen im U20-Nationalteam.

aktualisiert 31. Januar 2017
* 03.06.1968

1. Juni 1990 bis 30. Juni 1992 im FCSG. -- 43 (35 NLA/4 Cup/4 Intertoto-Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 1. Juli 1990 im Intertoto-Cup beim 2:1-Sieg in Schaan gegen den FC Tirol Innsbruck.

Oliver Sidler kam aus der NLB vom FC Chur aufs Espenmoos, wurde zuerst für ein Jahr ausgeliehen, im Sommer 1991 löste der FCSG auch die Option auf die definitive Übernahme ein. -- Der Transfererlös ging jedoch an den FC Landquart, hatten doch die Herrschäftler Sidler zuvor auch nach Chur nur ausgeliehen. -- Der Defensivspieler fand sich auch in der NLA schnell zurecht und kam auch in seiner zweiten St. Galler Saison regelmässig zum Einsatz. -- Sein einziges Tor rettete den FCSG im Cup-Sechzehntelfinal in Basel ins Penaltyschiessen,das jedoch verloren ging. -- Im Sommer 1992 zum SC Brühl (1. Liga).

31.10.2012
* 02.11.1987 | Nationalität: Österreich/Polen

24. September 2013 bis 30. Juni 2015 im FCSG. -- 11 (8 NLA/3 Cup) Spiele und 3 (1 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. September 2014 beim 2:2 in Vaduz.

Daniel Sikorski wurde verpflichtet, nachdem sich in kurzer Zeit mit Dzengis Cavusevic und Sven Lehmann zwei von vier nominellen Stürmern schwere Verletzungen zugezogen hatten. -- Er war vor seinem Engagement zum FC St. Gallen ohne Vertrag, weshalb er ausserhalb der internationalen Transferfrist unter Vertrag genommen werden durfte. -- Als seine Spielberechtigung endlich eintraf, wurde Sikorski mit der U21 in der 1. Liga Promotion eingesetzt - und zog sich einen Kreuzbandriss zu, der auch ihm eine längere Verletzungspause einbrockte.

Die inzwischen Promotion League genannte dritthöchste Spielklasse bot dem Stürmer im Herbst 2014 dann doch noch positive Aspekte. -- Sikorski erzielte in sechs Einsätzen für die U21 vier Tore und rückte auch wieder in den Fokus des Fanionteams. -- Im Winter sollte er zuerst Vaduz ausgeliehen werden. Als die Liechtensteiner verzichteten, überzeugte Sikorski in der Vorbereitung Jeff Saibene. -- Er kam zu einigen Einsätzen und erzielte am 15. März beim 2:2 gegen Basel - einem der raren Höhepunkte des Frühlings 2015 - das 1:1. Vier Tage zuvor erzielte er im Cup-Viertelfinal in Buochs seine ersten zwei Tore für die Espen. Bei jenem Spiel im Kanton Nidwalden lief auch Danie Dziwniel auf, womit wohl erstmals in der FCSG-Geschichte zwei Polen gleichzeitig auf dem Platz standen. -- Am Saisonende stand dann trotzdem fest, dass Sikorski keinen neuen Vertrag mehr erhält. -- Er unterschrieb schliesslich beim österreischischen Bundesligisten SV Ried.

Der Stürmer wuchs als Sohn eines früheren polnischen Fussballprofis in Österreich auf und begann als Junior beim SV Waidhofen an der Thaya (Vereinsfarben Grün-Weiss), wo sein Vater am Ende der Karriere spielte. Weitere Junioren-Klubs waren der SKN St. Pölten - und ab 2005 der FC Bayern München. Dort schaffte er es bis in die zweite Mannschaft, für die er in seiner besten Saison (2007/08) 12 Tore in der Regionalliga Süd - der damals dritthöchsten Spielklasse - erzielte. -- Ab der Saison 2010/11 spielte Sikorski in Polen in der Extraklasa, zuerst für Gornik Zabrze (26 Spiele, 6 Tore), danach ein Jahr bei Polonia Warschau (15 Spiele/kein Tor) und schliesslich 2012/13 bei Wisla Krakow (Krakau; 19 Spiele, 1 Tor). -- Daniel Sikorski spielte in Österreichs Nachwuchs-Auswahlen und schaffte es bis ins U21-Nationalteam.

Witold, sein Vater, spielte von 1978 - 1988 bei Legia Warschau, feierte zwei Cupsiege, war dann in Schweden beim IFK Östersund und ab 1992/93 in Waidhofen an der Thaya, damals in der Landesliga, aktiv, sowie ab 1996 bei weiteren kleinen Vereinen im Waldviertel.

ergänzt 07.07.2015
* 01.10.1969 | Nationalität: Bulgarien

7. Februar bis 30. Juni 1996 und 1. Juli 1997 bis Sommer 1999 im FCSG. -- 64 (57 NLA/6 Cup/1 UI-Cup) Spiele und 8 (7 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 25. Februar 1996 bei der 0:4-Niederlage in Aarau.

Georgi Slavtschev kam vom damaligen bulgarischen Serienmeister Levski Sofia. -- Nach der ersten Halbsaison nicht mehr im Kader, ein Jahr später wurde Slavtschev zurück geholt. -- Der offensive Mittelfeldspieler wirkte aufgrund seiner 1,95 m Körpergrösse etwas schlaksig. -- Der Bulgare war Cupfinalist 1998 (stand im Wankdorf in der Startformation und wurde nach Lausannes Anschlusstreffer zugunsten des Verteidigers David Sène ausgewechselt). -- Zur Finalqualifikation trug Slavtschev den Siegtreffer in der Verlängerung im Achtelfinal in Sitten bei (zum 2:1). -- Eine Woche später gelang ihm die einzige Tor-Doublette bei den Espen (im Heimspiel gegen Luzern, 2:1-Sieg). -- Slavtschev kam im letzten Halbjahr, unter Marcel Koller, kaum mehr zum Einsatz. -- Nach der Verpflichtung von Charles Amoah nicht mehr im Kader, hielt er sich im Sommer noch eine Weile im Nachwuchs fit. -- Danach beim Vorarlberger Bundesligisten Schwarz/Weiss Bregenz im Gespräch, Slavtschev kehrte jedoch offenbar in seine Heimat zurück.

23.09.2010
* 31.05.1974

1. Januar 1994 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 11 (4 NLB/7 NLA) Spiele und 1 NLA-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 13. März 1994 in der Auf-/Abstiegsrunde beim 3:1-Heimsieg gegen Yverdon.

René Soller kam als 19-jähriges Talent vom FC Amriswil. -- Der Stürmer feierte mit dem FCSG die Rückkehr in die NLA. -- Seinem einzigen Treffer verdankte die Mannschaft von Uwe Rapolder, mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen zu können. Am 4. Dezember 1994 ersetzte Soller in der 62. Minute Mario Frick und erzielte in der 85. Minute das Tor zum 1:0-Heimsieg gegen Lugano. -- Die "Neue Luzerner Zeitung" bezeichnete ihn in einer Rückblende in der Winterpause als "effizientesten NLA-Fussballer", da er mit nur 49 Minuten Einsatzzeit ein Tor erzielte. -- Im März 1995 gegen die Young Boys verletzt ausgewechselt, danach zu keinem weiteren Einsatz mehr gekommen.

Soller wurde im Sommer 1995 dem in die 1. Liga abgestiegenen FC Gossau ausgeliehen. -- Ein Jahr später gelang den Fürstenländern der Wiederaufstieg in die NLB; in den entscheidenden Aufstiegsspielen gegen Bellinzona (1:0- und 3:0-Sieg) erzielte er drei der vier Tore. -- Soller war im Herbst 1996 mit 8 Toren Gossaus bester Torschütze. -- 1997 stieg der FCG wieder ab, Soller ging zum FC Wil, mit dem er im Schweizer Cup erst im Halbfinal an Lausanne-Sports scheiterte. -- Ab 1998 im FC Kreuzlingen (1. Liga). -- 2001 zurück zum FC Amriswil, für den er seit 2006 als Trainer und heute als Co-Trainer des Fanionteams tätig ist.

2. März 2012
* 29.08.1981 | Nationalität: Frankreich/Marokko

24. Januar bis 30. Juni 2004 im FCSG. -- 8 NLA-Spiele und 1 Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. März 2004 beim 1:1 im Heimspiel gegen den FC Basel.

Mounir Soufiani wurde von Stade Laval ausgeliehen, bei dem er zwischen 2001 und 2003 zu insgesamt 7 Einsätzen in der Ligue 2 kam. -- Der linke Aussenverteidiger erzielte in seinem zweiten Einsatz für die Espen gegen Xamax den wichtigen Treffer zum 1:1 (am Ende 3:1-Sieg).

Der Neuchâtel Xamax FC wurde im Sommer 2004 zu Soufianis neuem Arbeitgeber. -- Er war Stammspieler bei den Neuenburgern (33 NLA-Spiele), doch im September 2005 wurde sein Vertrag abrupt aufgelöst: Soufiani hatte nach der 0:1-Heimniederlage gegen... den FCSG dem Publikum eine obszöne Geste gezeigt. -- Im Oktober 2005 vom FC Schaffhausen verpflichtet, für den Soufiani bis Saisonende in 12 NLA-Spielen zum Einsatz kam. -- Danach ging Soufiani nach Belgien, wo er für den RAEC Mons und den Royal Antwerp FC spielte. -- Im August 2008 im FC Libourne-Saint-Seurin in der "Nationale" (dritthöchste Liga Frankreichs). -- Ab Sommer 2011 bei der A.S. Béziers in der vierthöchsten Liga Frankreichs (CFA), 2012/13 im Bergerac Foot Périgord FC (CFA2), den er im Sommer 2013 wieder verlassen hatte. Offenbar schloss sich Soufiani wieder dem FC Libourne an, der inzwischen, auch wegen Zwangsabstieg, in den Regionalfussball gefallen war (Division Honneur Aquitaine).

Soufiani startete im Nachwuchs des FC Bourges und spielte, nachdem der Klub seiner Heimatstadt Konkurs ging und als FC Bourges 18 neu startete, in der 1. Mannschaft, mit der er aus der Division Honneur bis in die CFA zweimal aufstieg, bevor er nach Laval wechselte.

aktualisiert 2. Januar 2014

 

* 22.07.1955

17. September bis 31. Dezember 2002 Trainer des FCSG. -- Für 11 (10 NLA/1 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als Trainer des FCSG am 22. September 2002 beim 2:2 gegen Servette.

Thomas Staub war seit Sommer 2000 als Nachwuchstrainer im FCSG, führte die U21 mit Erfolg. -- Nach der Entlassung von Gérard Castella wurde Staub die Leitung des Fanionteams anvertraut. -- Nach je zwei Remis im Espenmoos und Auswärtsniederlagen kamen die Espen im fünften Spiel zum ersten Sieg unter Staub. -- Doch dem 1:0 gegen Aarau folgte das vernichtende 3:11 in Wil. -- Mag die Niederlage historische Ausmasse gehabt haben, völlig überraschend kam sie nicht: Zwei wochen davor unterlag der FCSG in Basel 0:6. Anfang September - noch unter Castella - wurde sie mit einem 2:6 von den bescheidenen SR Delémont nachhause geschickt. -- Staub, der ohnehin den Anschein machte, nur ungern im Scheinwerferlicht zu stehen, wurde die Arbeit für die verbleibenden Wochen weiter erschwert. Die Qualifikation für die Finalrunde wurde denn auch verpasst, doch konnte der Übergangs-Trainer immerhin die bessere Bilanz als sein Vorgänger Castella vorweisen: Mit Staub holte der FCSG in 9 Spielen 11 Punkte, mit dem Genfer in 12 Matches deren 12. -- Schon vor der letzten Runde der Qualifikation war klar, dass Staub wieder die U21, die in der Zwischenzeit von Vlado Nogic trainiert wurde, übernimmt.

Thomas Staub spielte bereits als Junior beim FC Frauenfeld und gehörte im Frühling 1978 zu jener Mannschaft, die als erste in der Klubgeschichte - und des Thurgaus - den Aufstieg in die NLB schaffte. Davor hatte er im Jahr 1977 einen kurzen Abstecher zum damaligen 1.-Liga-Aufsteiger FC Uzwil gemacht. -- Zu Beginn seiner Karriere noch Stürmer, wurde Staub 1981 vom FC Zürich als Verteidiger in die NLA geholt, für den er auf 9 Einsätze in der Meisterschaft kam. -- 1982 zum FC Aarau, für den er in den ersten zwei Jahren 51 NLA-Spiele bestritt. -- Ab 1985 beim FC Winterthur in der NLB. -- Gemäss verschiedenen Quellen bis 1988 in Winterthur, jedoch figurierte Staub ab 1986 nicht mehr im Kader des Fanionteams.

Bei seinem FC Frauenfeld wirkte Staub von 1996 bis 1999 (1. Liga) ein erstes Mal als Trainer, von 2009 bis 2012 ein zweites Mal. Frauenfeld spielte inzwischen nur noch in der 2. Liga, Staub führte sie 2012 zurück in die 2. Liga interregional.

18.04.2013
* 09.08.1975 | Nationalität: Serbien

28. Februar 2001 bis 30. Juni 2003 im FCSG. -- 19 (14 NLA/2 Europacup/2 Cup) Spiele und 2 Cup-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. März 2001 bei der 1:4-Niederlage auswärts gegen Servette.

Ivan Stefanovic kam vom FK Obilic (Belgrad) und sollte zusammen mit dem Brasilianer Jefferson mithelfen die Lücke zu schliessen, die Charles Amoah hinterlassen hat. -- Erhielt einen Vertrag bis Sommer 2004. -- Der Stürmer stand bei seinem Espen-Debüt gegen Servette in der Startformation. -- Eine Woche später im Cup-Achtelfinal beim FC Fribourg ebenso, im St. Leonhard-Stadion erzielte er beim 7:1-Sieg die Tore zum 2:1 und 4:1. Es sollten seine einzigen Tore für den FCSG gewesen sein. -- Später war er nur noch einmal, im Cup-Viertelfinal in Winterthur, in der Startformation. -- Nachdem Gérard Castel